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30.09.2018 – 26. Sonntag im Jahreskreis

Hl. Johannes Chrysostomus (345-407)

Priester in Antiochia und später Bischof von Konstantinopel und Kirchenlehrer

Er gehört nicht zu denen, die uns folgen: die Spaltungen lassen die Kleinen straucheln

„Dass ihr alle mit einer Stimme redet; und lasst keine Spaltungen unter euch sein“. Der Nachdruck, der in dem Wort „Spaltung“ liegt, und schon der bloße Name dieser Anklage enthält eine scharfe Rüge gegen sie. Denn es gab nicht viele Glieder, die unversehrt waren; auch die Einheit war vernichtet. […] Nachdem er sie durch den Ausdruck Spaltung scharf zurechtgewiesen hat, redet er wieder sanfter und gelinder: „Haltet aneinander fest in einem Sinn und in einer Meinung.“ Nachdem er nämlich gesagt hatte: „Dass ihr alle mit einer Stimme redet“, spricht er: Glaubt nicht, dass ich nur eine Übereinstimmung in Worten meine; denn ich fordere die Übereinstimmung der Gesinnung. Weil aber auch in der Gesinnung zwar Einheit herrschen kann, aber nicht in allen Dingen, so fügt er bei: „Seid vollkommen!“ […] Man kann aber auch einerlei Meinung und doch nicht einerlei Grundsätze haben; so können wir z. B. einerlei Glauben haben und doch nicht eins sein in der Liebe; denn auf diese Weise haben wir denselben Lehrbegriff (wir bekennen uns ja zu derselben Lehre), aber keineswegs einerlei Grundsätze. So war es auch damals, indem der eine diesem, der andere einem anderen anhing. Daher sagt er, man müsse in den Gesinnungen und Grundsätzen eins sein. Denn die Spaltungen waren nicht daraus entstanden, dass sie im Glauben uneinig waren, sondern daher, dass sie — durch menschliche Zänkerei — in ihren Grundsätzen nicht übereinstimmten. […] „Denn es ist mir bekannt geworden über euch […], dass Streit unter euch ist […] Ist Christus etwa zerteilt?“ (1 Kor 1,13).

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Tagesevangelium – 30.09.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus – Mk 9,38-43.45.47-48

In jener Zeit sagte Johannes, einer der Zwölf, zu Jesus: Meister, wir haben gesehen, wie jemand in deinem Namen Dämonen austrieb; und wir versuchten, ihn daran zu hindern, weil er uns nicht nachfolgt. Jesus erwiderte: Hindert ihn nicht! Keiner, der in meinem Namen Wunder tut, kann so leicht schlecht von mir reden. Denn wer nicht gegen uns ist, der ist für uns.
Wer euch auch nur einen Becher Wasser zu trinken gibt, weil ihr zu Christus gehört – Amen, ich sage euch: er wird nicht um seinen Lohn kommen. Wer einen von diesen Kleinen, die an mich glauben, zum Bösen verführt, für den wäre es besser, wenn er mit einem Mühlstein um den Hals ins Meer geworfen würde. Wenn dich deine Hand zum Bösen verführt, dann hau sie ab; es ist besser für dich, verstümmelt in das Leben zu gelangen, als mit zwei Händen in die Hölle zu kommen, in das nie erlöschende Feuer. Es ist besser für dich, verstümmelt in das Leben zu gelangen, als mit zwei Füßen in die Hölle geworfen zu werden. Es ist besser für dich, einäugig in das Reich Gottes zu kommen, als mit zwei Augen in die Hölle geworfen zu werden, wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

29.09.2018 – Fest der Hll. Erzengel Michael, Gabriel, Raphael

Katechismus der Katholischen Kirche §§ 325, 328-332

„Ihr werdet den Himmel geöffnet und die Engel Gottes auf- und niedersteigen sehen über dem Menschensohn“

Das Apostolische Glaubensbekenntnis bekennt, dass Gott „der Schöpfer des Himmels und der Erde“ ist, und das Glaubensbekenntnis von Nizäa-Konstantinopel verdeutlicht: „der sichtbaren und der unsichtbaren Welt“. […] Dass es geistige, körperlose Wesen gibt, die von der Heiligen Schrift für gewöhnlich „Engel“ genannt werden, ist eine Glaubenswahrheit. Das bezeugt die Schrift ebenso klar wie die Einmütigkeit der Überlieferung. Der heilige Augustinus sagt: „,Engel‘ bezeichnet das Amt, nicht die Natur. Fragst du nach seiner Natur, so ist er ein Geist; fragst du nach dem Amt, so ist er ein Engel: seinem Wesen nach ist er ein Geist, seinem Handeln nach ein Engel“ (Psal. 103,1,15). Ihrem ganzen Sein nach sind die Engel Diener und Boten Gottes. Weil sie „beständig das Antlitz meines Vaters sehen, der im Himmel ist“ (Mt 18,10), sind sie „Vollstrecker seiner Befehle, seinen Worten gehorsam“ (Ps 103,20). Als rein geistige Geschöpfe haben sie Verstand und Willen; sie sind personale und unsterbliche Wesen. Sie überragen alle sichtbaren Geschöpfe an Vollkommenheit. Der Glanz ihrer Herrlichkeit zeugt davon (vgl. Dan 10,9-12). Christus ist das Zentrum der Engelwelt. Es sind seine Engel: „Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt und alle Engel mit ihm . . .“ (Mt 25,31). Sie sind sein, weil sie durch ihn und auf ihn hin erschaffen sind: „Denn in ihm wurde alles erschaffen im Himmel und auf Erden, das Sichtbare und das Unsichtbare, Throne und Herrschaften, Mächte und Gewalten; alles ist durch ihn und auf ihn hin geschaffen“ (Kol 1,16). Sie sind erst recht deshalb sein, weil er sie zu Boten seines Heilsplanes gemacht hat: „Sind sie nicht alle nur dienende Geister, ausgesandt, um denen zu helfen, die das Heil erben sollen?“ (Hebr 1,14). Sie sind da, seit der Welterschaffung und im Laufe der ganzen Heilsgeschichte; sie künden von ferne oder von nahe das Heil an und dienen dem göttlichen Plan, es zu verwirklichen.

 

Tagesevangelium – 29.09.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes – Joh 1,47-51

In jener Zeit sah Jesus Natanaël auf sich zukommen und sagte über ihn: Da kommt ein echter Israelit, ein Mann ohne Falschheit. Natanaël fragte ihn: Woher kennst du mich? Jesus antwortete ihm: Schon bevor dich Philippus rief, habe ich dich unter dem Feigenbaum gesehen.      Natanaël antwortete ihm: Rabbi, du bist der Sohn Gottes, du bist der König von Israel!
Jesus antwortete ihm: Du glaubst, weil ich dir sagte, dass ich dich unter dem Feigenbaum sah? Du wirst noch Größeres sehen. Und er sprach zu ihm: Amen, amen, ich sage euch: Ihr werdet den Himmel geöffnet und die Engel Gottes auf- und niedersteigen sehen über dem Menschensohn.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

28.09.2018 – Freitag der 25. Woche im Jahreskreis

Hl. Theresia vom Kinde Jesu (1873-1897) – Karmelitin und Kirchenlehrerin

„Und ich, wenn ich über die Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen. Das sagte er, um anzudeuten, auf welche Weise er sterben werde“ (Joh 12,32-33)

Es gibt auf Erden einen wundersamen Baum. Seine Wurzel, welch Mysterium, gründet im Himmel. Unter seinem Blätterdach gibt es nichts was verwundet; ohne Angst vor dem Sturm kann man dort ruhen. Der Name dieses unsagbaren Baumes? Er lautet Liebe. Und seine köstliche Frucht heißt Verzicht. Schon in diesem Leben beglückt mich diese Frucht; meine Seele erfreut sich an ihrem göttlichen Duft. Berühre ich sie, ist mir diese Frucht wie ein Schatz; hebe ich sie an meinen Mund, ist sie noch süßer. Sie schenkt mir auf dieser Welt ein Meer an Frieden; in diesem tiefen Frieden ruhe ich für immer. Nur der Verzicht, o Jesus, belässt mich in deinen Armen. Du bist’s, der mich leben lässt das Leben der Erwählten.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

 

Tagesevangelium – 28.09.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 9,18-22

In jener Zeit als Jesus in der Einsamkeit betete und die Jünger bei ihm waren, fragte er sie: Für wen halten mich die Leute? Sie antworteten: Einige für Johannes den Täufer, andere für Elija; wieder andere sagen: Einer der alten Propheten ist auferstanden. Da sagte er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Petrus antwortete: Für den Messias Gottes. Doch er verbot ihnen streng, es jemand weiterzusagen. Und er fügte hinzu: Der Menschensohn muss vieles erleiden und von den Ältesten, den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten verworfen werden; er wird getötet werden, aber am dritten Tag wird er auferstehen.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Kardinal Burke: „Die Kirche sollte den Islam fürchten.“

Kardinal Burke: „Wer den Islam wirklich kennt, versteht, warum die Kirche ihn fürchten sollte“

„Die Kirche sollte den Islam fürchten.“ Diese Worte stammen von Kardinal Raymond Burke, einem Kardinal der katholischen Kirche der für seine klare Sprache bekannt ist. Im soeben bei Ignatius Press erschienen Gesprächsbuch „Hope for the World” (Hoffnung für die Welt) finden sich angesichts der islamistischen Gewalt-Welle, die Frankreich und Deutschland erschüttert, prophetisch anmutende Worte.

Der US-amerikanische Kardinal sagt darin, die Kirche täte gut daran, „Angst vor dem Islam“ zu haben. Die Kirche solle sich bewusst werden, dass es für den Islam kein gemeinsames Zusammenleben der Religionen gebe. Genauso-wenig sei ein bedingungsloser Multikulturalismus realistisch.

Wörtlich sage Kardinal Burke:

„Es besteht kein Zweifel, dass der Islam die Welt beherrschen will. Sobald die Muslime zur Mehrheit werden, egal in welchem Land, haben sie die religiöse Pflicht, dieses Land zu beherrschen.“

Die Aussage ist klar: Sollte es bei offenen Türen des Westens gegenüber der islamischen Ausbreitung und den islamischen Forderungen bleiben, wird die Zukunft für Europa die Machtübernahme des Islams bringen.

Der Grund, so Kardinal Burke, liegt darin, dass der Islam wohl eine Religion ist, dass er aber gleichzeitig auch eine Staatsordnung ist. Er muss sich selbst „zum Staat machen“, so der Kardinal, und mit seinem islamischen Gesetz alle Bereiche der Gesellschaft, der Regierung und des Alltags bestimmen. Aus diesem Grund scheuen sich auch sogenannte „gemäßigte“ Muslime nicht, zu sagen, „die Scharia wäre eine Therapie gegen die Dekadenz des Westens“.

„Es ist wichtig“, so Kardinal Burke, „dass die Christen sich der radikalen Unterschiede zwischen dem Islam und dem Christentum bewusst werden, was das Gottesbild, das Gewissen usw. betrifft. Wer den Islam wirklich kennt, versteht auch, warum ihn die Kirche fürchten sollte.“

In einem jüngsten Interview mit dem Religion News Service sagte der Kardinal, dass die einzige brauchbare und zielführende Antwort auf die Ausbreitung des Islams die Wiederentdeckung der christlichen Wurzeln Europas sei.

Quelle: katholisches.info Bild: CFM.SCJ Archiv Yaoundé