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27.09.2018 – Donnerstag der 25. Woche im Jahreskreis

Hl. Columban (563-615) – Mönch und Klostergründer

„Herodes hatte den Wunsch, ihn zu sehen“

Gott ist überall, ganz, unermesslich. Er ist überall gemäß dem Zeugnis, das er von sich gibt: „Bin ich nur ein Gott aus der Nähe ‒ Spruch des Herrn ‒ und nicht auch ein Gott aus der Ferne?“ (Jer 23,23) Der Gott, den wir suchen, ist also nicht fern von uns: wir haben ihn bei uns. Er wohnt in uns wie die Seele im Leib, nur müssen wir für ihn gesunde Glieder sein, die von der Sünde nicht abgetötet sind […] „Denn in ihm“, sagt der Apostel Paulus, „leben wir, bewegen wir uns und sind wir“ (Apg 17,28). Wer aber wird dem Allerhöchsten bis in sein unaussprechliches und unbegreifliches Sein folgen können? Wer wird die Tiefen Gottes ergründen? Wer wird es wagen, den ewigen Urgrund des Universums zum Thema zu machen? Wer wird sich rühmen, den unendlichen Gott zu kennen, der alles ausfüllt und umhüllt, alles durchringt und übersteigt, alles umfängt und sich allem entzieht, ihn, den kein Mensch gesehen hat, so wie er ist (vgl. 1 Tim 6,16)? Es masse sich keiner an, die unerforschliche Tiefe Gottes auszuloten, das Was, Wie, Warum seines Wesens. Das können wir weder in Worte fassen noch erforschen oder durchdringen. Glaube einfach, aber glaub es mit aller Kraft, dass Gott der ist, der er war und sein wird, denn in ihm gibt es keine Veränderung.

Quelle & Bild: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

 

Tagesevangelium – 27.09.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 9,7-9

In jener Zeit hörte der Tetrarch Herodes von allem, was durch Jesus geschah, und wusste nicht, was er davon halten sollte. Denn manche sagten: Johannes ist von den Toten auferstanden.
Andere meinten: Elija ist wieder-erschienen. Wieder andere: Einer der alten Propheten ist auferstanden. Herodes aber sagte: Johannes habe ich selbst enthaupten lassen. Wer ist dann dieser Mann, von dem man mir solche Dinge erzählt? Und er hatte den Wunsch, ihn einmal zu sehen.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Frau in Niqab beschimpft Polizisten

Am Montagmorgen kam es in Wien zu einem Nachbarschaftsstreit in Wien-Donaustadt. Als die Polizei einschritt, beschimpfte eine serbische Staatsbürgerin, die mit einem Niqab vollverschleiert war, die einschreitenden Polizisten massiv.

Die Frau ließ sich nicht beruhigen, verhielt sich weiter aggressiv und wollte auch ihre Vollverschleierung nicht abnehmen. Daher wurde die 33-Jährige von den Beamten vorläufig festgenommen.

Im Zuge der weiteren Ermittlung stellte sich heraus, dass die Frau auch ihre Nachbarin und ein weiteres Opfer bedroht hatte. Sie wurde mehrfach angezeigt.

Quelle: oe24 Bild: © Getty Images

26.09.2018 – Worte einer Herz Jesu Franziskanerin

Von Schwester Klara, Herz Jesu Franziskanerin

„Ich betrachtete dieses Gebet und war zu Tränen gerührt …“

Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens,
dass ich liebe, wo man hasst;
dass ich verzeihe, wo man beleidigt;
dass ich verbinde, wo Streit ist;
dass ich die Wahrheit sage, wo Irrtum ist;
dass ich Glauben bringe, wo Zweifel droht;
dass ich Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält;
dass ich Licht entzünde, wo Finsternis regiert;
dass ich Freude bringe, wo der Kummer wohnt.

Herr, lass mich trachten,
nicht, dass ich getröstet werde, sondern dass ich tröste;
nicht, dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe;
nicht, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe.

Denn wer sich hingibt, der empfängt;
wer sich selbst vergisst, der findet;
wer verzeiht, dem wird verziehen;
und wer stirbt, der erwacht zum ewigen Leben.

Ⓒ corjesu.info CFM.SCJ – Kongregation der Herz Jesu Franziskaner  2015-2018

26.09.2018 – Mittwoch der 25. Woche im Jahreskreis

Hl. Johannes Paul II. (1920-2005) – Papst

Enzyklika „Redemptoris missio“ §30

„Und er sandte sie aus, das Reich Gottes zu verkünden“

In unserer Zeit, mit einer Menschheit in Bewegung und auf der Suche, braucht es einen neuen Anstoß zur Missionstätigkeit der Kirche. Die Horizonte und die Möglichkeiten der Mission weiten sich aus, und wir Christen sind aufgerufen zu apostolischem Mut, der auf das Vertrauen in den Geist gegründet ist. Er ist die Hauptfigur der Mission! Zahlreich sind in der Geschichte der Menschheit die Zeitenwenden, die zu einer missionarischen Dynamik anregen. Die Kirche hat, geführt vom Geist, darauf immer mit Großmut und Weitblick geantwortet. Es gab dabei gute Ergebnisse. Vor kurzem wurde die Tausendjahrfeier der Evangelisierung Rußlands und der Slawischen Völker begangen. Derzeit bereiten wir die Feier des fünfhundertsten Jahrestages der Evangelisierung Amerikas vor. In der letzten Zeit gab es auch festliche Jahrhundertfeiern im Gedenken an die ersten Missionen in verschiedenen Ländern Asiens, Afrikas und Ozeaniens. Heute sieht die Kirche sich mit anderen Herausforderungen konfrontiert; sie muß zu neuen Ufern aufbrechen, sei es in ihrer Erstmission ad gentes, sei es in der Neuevangelisierung von Völkern, die die Botschaft von Christus schon erhalten haben. Heute wird von allen Christen, von den Ortskirchen und von der Weltkirche derselbe Mut verlangt, der die Missionare der Vergangenheit bewegt hat und dieselbe Verfügbarkeit, um die Stimme des Geistes zu hören.

Quelle: © Libreria Editrice Vaticana Bild: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Tagesevangelium – 26.09.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 9,1-6

In jener Zeit rief Jesus die Zwölf zu sich und gab ihnen die Kraft und die Vollmacht, alle Dämonen auszutreiben und die Kranken gesund zu machen. Und er sandte sie aus mit dem Auftrag, das Reich Gottes zu verkünden und zu heilen. Er sagte zu ihnen: Nehmt nichts mit auf den Weg, keinen Wanderstab und keine Vorratstasche, kein Brot, kein Geld und kein zweites Hemd. Bleibt in dem Haus, in dem ihr einkehrt, bis ihr den Ort wieder verlasst. Wenn euch aber die Leute in einer Stadt nicht aufnehmen wollen, dann geht weg, und schüttelt den Staub von euren Füßen, zum Zeugnis gegen sie. Die Zwölf machten sich auf den Weg und wanderten von Dorf zu Dorf. Sie verkündeten das Evangelium und heilten überall die Kranken.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

25.09.2018 – Dienstag der 25. Woche im Jahreskreis

Isaak von Stella († 1178) – Zisterziensermönch

„Wer den Willen Gottes tut, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter“

„Bei diesen allen sah ich mich um, wo ich eine Ruhestätte fände“, sagt die Weisheit Gottes, und fährt fort: „in dem Erbe des Herrn will ich weilen“ (vgl. Sir 24,11 (Vulg.)). Der Erbbesitz des Herrn ist als Ganzes die Kirche, ganz besonders Maria, und im Einzelnen ist er die Seele eines jeden Gläubigen […] Weiter heißt es: „Da gebot und sprach zu mir der Schöpfer aller Dinge, und der mich geschaffen, ließ mich in meinem Zelte ruhen, und sprach zu mir: In Jakob sei deine Wohnung“ (24,12-13). Denn die Weisheit hatte überall eine Ruhestätte gesucht und nirgendwo eine gefunden. So behielt sich die Weisheit Gottes, sein Logos, zunächst als ihren Erbbesitz das Volk der Juden vor, zu dem sie durch Mose sprach und gebot […] Und der, welcher durch die zweite Schöpfung die Synagoge schuf, die Mutter der Kirche, „fand Ruhe in seinem Zelt“, im Zelt des Bundes. Aber jetzt, in der Kirche, ruht er im Sakrament seines Leibes. Und da er, um es so auszudrücken, unter allen Frauen die suchte, von der er geboren werden sollte, fiel seine Wahl eben auf Maria, die seitdem „gebenedeit unter den Frauen“ genannt wird (vgl. Lk 1,28) […] Christus, der sie als neue Schöpfung geschaffen hatte (vgl. 2 Kor 5,17), kam, um in ihrem Schoss zu ruhen. Ebenso „gebietet und spricht“ die Weisheit mit jeder zum Heil bestimmten treuen Seele, wann sie will und wie sie will. Das tut sie entweder über unsere natürliche Intelligenz, die „jeden Menschen erleuchtet“ (Joh 1,9), und durch gnadenhafte Inspiration […], oder über Belehrung und über die Schöpfung (vgl. Röm 1,20) […] Und die Weisheit Gottes, sein Logos, die unsere Seele „in Christus Jesus zu guten Werken erschafft“ (vgl. Eph 2,10), nimmt Wohnung in unserem Gewissen.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Tagesevangelium – 25.09.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 8,19-21

In jener Zeit kamen die Mutter Jesu und seine Brüder zu ihm; sie konnten aber wegen der vielen Leute nicht zu ihm gelangen. Da sagte man ihm: Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und möchten dich sehen. Er erwiderte: Meine Mutter und meine Brüder sind die, die das Wort Gottes hören und danach handeln.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé