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Den Muslim lieben, den Islam bekämpfen: Geht das?

Kaum ein Thema wird heute so emotional diskutiert wie der Islam. Zwischen den Extremen eines naiven Relativismus und eines pauschalen Hasses scheint es oft keinen dritten Weg mehr zu geben.

Gerade deshalb lohnt der Blick in die klassische katholische Tradition. Denn sie kennt seit den Kirchenvätern einen Grundsatz, der ebenso einfach wie tiefgründig ist: Den Sünder lieben, die Sünde hassen.

Dieses auf den heiligen Augustinus zurückgehende Axiom (cum dilectione hominum et odio vitiorum) ist weit mehr als eine moralische Lebensregel. Es enthält eine ganze Anthropologie. Der Mensch ist immer Geschöpf Gottes und Träger einer unverlierbaren Würde. Das Böse dagegen besitzt keine eigene Substanz; es ist eine Verkehrung des Guten. Deshalb darf der Christ niemals den Menschen hassen, wohl aber das Böse, das ihn von Gott trennt.

Diese Unterscheidung hat die gesamte katholische Tradition geprägt. Thomas von Aquin formuliert sie mit der ihm eigenen philosophischen Klarheit.

Im Menschen sei das zu lieben, was von Gott komme – seine Natur, seine Vernunft, seine Berufung zur ewigen Gemeinschaft mit Gott. Zu verwerfen sei hingegen alles, was sich gegen Gott richte. Liebe und Wahrheit sind deshalb keine Gegensätze, sondern bedingen einander.

Gerade in der heutigen Islamdebatte ist diese Unterscheidung nahezu verschwunden. Wer den Islam kritisiert, ja entschieden ablehnt und seine reale Existenz verachtet und bekämpft, wird häufig beschuldigt, Muslime zu hassen.

Wer hingegen jede Kritik am Islam vermeidet, hält sich für besonders tolerant und menschenfreundlich, ja manche Kirchenmänner halten das sogar für besonders christlich. Beide Positionen verfehlen jedoch die katholische Sichtweise.

Person und Meinung unterscheiden

Die Kirche hat stets zwischen der Person und ihrer Überzeugung unterschieden. Ein Irrtum wird nicht dadurch wahr, dass ihn viele Menschen vertreten. Ebenso wenig verliert ein Mensch seine Würde dadurch, dass er einem Irrtum anhängt. Diese Sichtweise prägte die katholische Kirche im Umgang mit dem Islam über viele Jahrhunderte.

Die großen Scholastiker betrachteten den Islam weder als gleichwertigen Heilsweg noch als bloß kulturelle Variante des Christentums. Vielmehr sahen sie in ihm eine Religion, die wesentliche Glaubenswahrheiten – insbesondere die Gottessohnschaft Christi, die Dreifaltigkeit und die Erlösung durch das Kreuz – zurückweist. Gerade deshalb hielten sie eine kritische Auseinandersetzung für notwendig.

Thomas von Aquin ist hierfür das wohl eindrucksvollste Beispiel. Seine Kritik am Islam ist klar und unmissverständlich. Zugleich richtet sich diese Kritik niemals gegen die Würde der Muslime als Menschen. Er argumentiert gegen Lehren und Entstehung des Islam, nicht gegen Personen. Sein Ziel ist nicht die Verachtung des Andersgläubigen, sondern dessen Gewinnung für die Wahrheit.

Diese Haltung zieht sich durch die gesamte christliche Tradition. Mission war niemals Ausdruck kultureller Überheblichkeit, sondern Werk der Nächstenliebe. Wer überzeugt ist, dass Christus der einzige Erlöser der Menschheit ist, kann gar nicht anders, als allen Menschen das Evangelium bringen zu wollen. Nicht weil er sie verachtet, sondern weil er sie liebt.

Hier liegt vielleicht der größte Unterschied zur heutigen Denkweise. Der moderne Mensch identifiziert Person und Meinung nahezu vollständig. Wird seine Überzeugung kritisiert, fühlt er sich persönlich angegriffen. Die klassische katholische Philosophie kennt diese Gleichsetzung nicht. Der Mensch ist mehr als seine Irrtümer. Eben deshalb kann man ihn achten und zugleich seine Überzeugungen entschieden zurückweisen.

Die Wahrheit kennt keine Ansehung der Person

Diese Unterscheidung gilt selbstverständlich auch für den Islam. Ein katholischer Christ hat jedem Muslim mit Respekt, Höflichkeit und echter Nächstenliebe zu begegnen. Er darf ihn niemals aufgrund seiner Herkunft oder seines Glaubens verachten. Hass auf Menschen ist mit dem Evangelium unvereinbar.

Ebenso wenig darf der Christ aber aus falsch verstandener Toleranz verschweigen, dass der Islam zentrale Wahrheiten des christlichen Glaubens leugnet. Wo religiöse Lehren oder gesellschaftliche Vorstellungen dem Naturrecht widersprechen, dürfen und müssen sie kritisiert werden. Dies gilt unabhängig davon, ob es sich um islamische, atheistische oder andere Ideologien handelt. Die Wahrheit kennt keine Ansehung der Person.

Gerade hierin liegt die Aktualität des augustinischen Prinzips. Es bewahrt vor zwei entgegengesetzten Irrwegen unserer Zeit. Der erste Irrweg ist der Relativismus. Er behauptet, letztlich seien alle Religionen gleich wahr oder gleich gültig. Eine solche Auffassung hätte kein Kirchenvater, kein Kirchenlehrer vertreten. Das Bekenntnis Christi als des einzigen Erlösers schließt notwendig ein, dass religiöse Irrtümer auch als solche benannt werden dürfen.

Der zweite Irrweg ist der Hass auf Menschen. Er macht aus der berechtigten Kritik an einer Religion eine Verachtung ihrer Anhänger. Auch dies widerspricht der katholischen Tradition. Jeder Mensch bleibt berufen, Kind Gottes zu werden. Gerade deshalb verdient er Liebe, Geduld und die Bereitschaft zum Dialog – nicht um des Dialogs willen, sondern um der Wahrheit willen.

Den missionarischen Geist wieder entdecken

Die klassische katholische Haltung war daher weder indifferent noch feindselig. Sie war missionarisch. Der Christ begegnet dem Muslim nicht als Feind, sondern als Mitmensch. Er verschweigt ihm aber auch nicht, was er als Wahrheit erkannt hat. Nächstenliebe ohne Wahrheit wird zur Sentimentalität; Wahrheit ohne Liebe zur Härte. Erst ihre Verbindung entspricht dem Geist des Evangeliums. 

Der norditalienische Bischof Antonio Suetta aus dem Bistum Ventimiglia-San Remo hat ganz in diesem Sinne vor wenigen Wochen angekündigt, die Evangelisierung von Muslimen künftig stärker in den Mittelpunkt der pastoralen Arbeit seiner Diözese zu stellen. In seinem Pfingsthirtenbrief betont Suetta, dass christliche Nächstenliebe und die Verkündigung des Evangeliums untrennbar zusammengehörten. 

Vielleicht wäre gerade heute eine Rückkehr zu diesem alten katholischen Grundsatz heilsam. Denn eine Gesellschaft, die jede Kritik an religiösen Lehren für Hass erklärt, zerstört die Freiheit der Wahrheit. Eine Gesellschaft hingegen, die Menschen wegen ihrer Religion verachtet, zerstört die Freiheit der Liebe.

Die katholische Tradition kennt einen besseren Weg. Sie unterscheidet sorgfältig zwischen Person und Irrtum. Augustinus brachte ihn vor anderthalb Jahrtausenden in wenigen Worten auf den Punkt: cum dilectione hominum et odio vitiorum.

Übertragen auf die gegenwärtige Debatte könnte man sagen: Nicht den Muslim hassen, sondern den Irrtum des Islam bekämpfen; nicht den Menschen verwerfen, sondern ihn umso mehr lieben, weil man ihm die Wahrheit Christi wünscht.

Gerade diese Verbindung von Klarheit und Liebe macht die Größe der klassischen katholischen Tradition aus – und könnte auch heute ein Wegweiser in einer zunehmend polarisierten Debatte sein.

Quelle: Christliches Forum & Philosophie perennis

US-Erzbischof Cordileone widerspricht Kardinal Roche in puncto „alter Messe“

Seine Exzellenz Monsignore Salvatore Cordileone – Erzbischof von San Francisco 

Die vom Vatikan auferlegten Einschränkungen hinsichtlich der lateinischen bzw. überlieferten Messe seien „nicht realistisch“, da die wachsende Anziehungskraft, die die liturgische Tradition der Kirche auf junge Katholiken ausübe, „nicht aufzuhalten“ sei, erklärte Erzbischof Salvatore Cordileone von San Francisco auf EWTN.

Laut Cordileone (siehe Titelfoto) macht die Beliebtheit der altrituellen Messe bei der jüngeren Generation die Umsetzung des seinerzeit von Papst Franziskus erlassenen Dekrets „Traditionis Custodes“ schwierig.

„Die Jüngeren lieben die klassischere Art und Weise, wie die Kirche diesen Gottesdienst feiert – die traditionelle Messe“, fuhr der Oberhirte fort, das sei für sie wie eine „geistliche Nahrung“.

Erzbischof Cordileone stellte die jüngsten Äußerungen von Kardinal Arthur Roche infrage. Der Präfekt des vatikanischen Dikasteriums für den Gottesdienst hatte erklärt, Leo XIV. werde „Traditionis Custodes“ nicht rückgängig machen.

Cordileone bezweifelte, ob Roche die Absichten des Papstes so genau kennen könne. Für ihn sei klar, daß Leo alle Gläubigen „zusammenbringen“ wolle, statt sie zu spalten.

Prof. Dr. Georg May: Die FSSPX ist nicht im Schisma

In diesem Video geht es um einen Brief von Prof. Dr. Georg May vom 15. Dezember 2003. Darin nimmt der bekannte Kirchenrechtler Stellung zur Frage, ob die Priesterbruderschaft St. Pius X. im Schisma sei, wie die Bischofsweihen von 1988 einzuordnen sind und ob eine Mitarbeit an Einrichtungen der FSSPX bedenklich ist. May unterscheidet klar zwischen Ungehorsam und Schisma und kommt zu einer bemerkenswert deutlichen Bewertung.

Gedenken an ermordeten Priester Jacques Hamel

Hochwürden Jacques Hamel wurde von Islamisten ermordet

Politik und Kirche in Frankreich haben des vor zehn Jahren von Islamisten ermordeten Priesters Jacques Hamel gedacht. „Sein Andenken verpflichtet uns. Es verpflichtet uns, unablässig die Gewissensfreiheit zu verteidigen, die die Republik versichert und schützt“, erklärte Staatspräsident Emmanuel Macron am Sonntag auf Sozialen Medien.

Hamel war vor genau zehn Jahren von den Islamisten Adel Kermiche und Abdel Malik Petitjean in seiner Kirche in Saint-Étienne-du-Rouvray bei Rouen ermordet worden. Die Täter hatten den damals 85-jährigen Priester während der Messe am Altar mit einem Küchenmesser niedergestochen.

Im Namen des Islam: Abdel Malik Petitjean und Adel Kermiche ermordeten den kath. Priester Jacques Hamel

Zum Andenken an Hamel fand in der Kirche am Sonntag auch ein Gottesdienst mit prominenten Gästen statt. Anwesend waren unter anderem Frankreichs Premierminister Sébastien Lecornu sowie François Hollande, der zur Zeit des Attentats Staatspräsident war. Gehalten wurde die Messe vom Vorsitzenden der französischen Bischofskonferenz, Kardinal Jean-Marc Aveline.

Das Seligsprechungsverfahren läuft

Für Hamel läuft derzeit noch ein Seligsprechungsverfahren. Seit April 2019 ist der Prozess auf Bistumsebene abgeschlossen. Das im Erzbistum Rouen erstellte Dossier liegt seither in Rom. In einer zweiten Stufe erstellt dort die zuständige Vatikanbehörde einen Bericht für den Papst, inzwischen Leo XIV., der am Ende entscheiden wird.

Quelle: vaticannews Bild: Screenshot

Modernismus / Blasphemie: Italienischer Bischof feiert Alpenmesse mit Hostien in einer Plastikbox

Bischof Derio Olivero aus Pinerolo, Italien

Schlimmer als in Deutschland: Am 19. Juli 2026 feierte der 65-jährige Bischof Derio Olivero aus Pinerolo, Italien, am Chisonetto-Staudamm in der Nähe des italienischen Skigebiets Sestriere die jährliche „Messe im Tal“.

Bischof Derio Olivero aus Pinerolo, Italien

Rund 300 Menschen nahmen daran teil und lagen dabei auf Matten. Während der gesamten „Liturgie“ blieben die Hostien in einem auf dem Altar platzierten Plastikbehälter. Der verwendete Kelch war aus Holz.

Kardinal Burke äußert schwere Bedenken gegen synodale Verfahren und fordert Rückkehr zu Summorum Pontificum

Kardinal Burke beim Interview

In einem Interview für die Website „The College of Cardinals Report“ hat Kardinal Raymond Burke unmittelbar nach Abschluß der Veranstaltung schwere Bedenken gegen die Art der Durchführung des letzten Kardinals­kon­sistoriums (26-27. Juni) geäußert: „Dieser Syno­dalis­mus muß aufhören.“ Außerdem äußerte sich der Kardinal zur Notwendigkeit einer Rehabi­li­tierung der überlieferten Liturgie. Dabei fiel uns besonders auf, daß er die Zugänglichkeit der traditionellen Formen nicht nur für gelegentliche Sonntagsmessen, sondern für alle Sakramente gesichert sehen will, und daß er die Anhänger der Tradition gegen den pauschalen Vorwurf schismatischer Neigungen in Schutz nahm.

Wir haben die wichtigsten Passagen des Berichts über das Interview, das auf „The Col­lege of Cardinals Report“ auch als Video komplett zugänglich ist, übersetzt:

Kardinal Burke begrüßte das erneute Zusammentreffen der Kardinäle – wie es das unter Papst Franziskus seit vielen Jahren nicht mehr gegeben hatte – und bezeichnete die Gelegenheit zu einem intensiveren brüderlichen Austausch als eine „sehr bedeutende Frucht“.

Er äußerte jedoch auch Bedenken, daß die Struktur des Treffens eine substanzielle Dis­kussion einschränkte, da ein Format gewählt worden war, das sich an „synodalen“ Prozessen orientierte: Die Kardinäle wurden in Kleingruppen aufgeteilt und arbeiteten anhand vorgegebener Fragen.

Er argumentierte, daß dieser Ansatz eine tiefgehende Auseinandersetzung verhindere und die Rückmeldungen auf konsensorientierte Zusammenfassungen reduziere, wodurch möglicherweise abweichende, aber wichtige Standpunkte nicht bis zum Papst gelangten. „Die Berichte geben nur das wieder, worauf sich alle Kardinäle geeinigt haben“, sagte Kar­dinal Burke und fügte hinzu, daß Ansichten, die nicht der Mehrheitsmeinung ent­sprächen, trotz ihrer Bedeutung übergangen werden könnten.

Die Abschlusssitzung, die im traditionellen Format einer offenen Debatte abgehalten wur­de, bezeichneter trotz ihrer zeitlichen Begrenzung als den produktivsten Teil des Treffens. Diese freie Diskussion in Anwesenheit des Papstes entsprach der Art und Weise, wie Kardinalskonsistorien früher abgehalten wurden.

Insgesamt, so urteilte er, sei das Konsistorium ein „sehr gesteuerter“ Prozess gewesen, einschließlich der offensichtlichen Vorauswahl von Diskussionsleitern und begrenzter Möglichkeiten für freie Wortmeldungen. Seiner Ansicht nach berge dies die Gefahr, die Rolle der Kardinäle als Berater des Papstes zu schwächen. Mit Blick auf den zuneh­men­den Gebrauch des Begriffs „Synodalität“ in der Kirche stellte Kardinal Burke dessen theologische und historische Fundierung nachdrücklich infrage; er bezeichnete ihn als ein Konzept ohne klare Definition oder Vorbild in der kirchlichen Tradition. Zwar habe es Synoden schon lange als gelegentliche beratende Zusammenkünfte gegeben, doch betonte er, daß sie keine konstitutiven Elemente des Wesens der Kirche seien.

„Es gibt keine Definition von Synodalität, es gibt keine Geschichte dazu in der Kirche“, sagte er und äußerte Besorgnis über die Vermischung etablierter Strukturen – wie etwa der Konsistorien – mit einem seiner Meinung nach undefinierten Konzept.

„Wir müssen also darauf bestehen, daß diese ganze Synodalitäts-Sache gestoppt wird und diese ganze Angelegenheit einmal ernsthaft untersucht wird, denn es geht um das eigentliche Leben der Kirche und um das Heil der Seelen“. Der Kardinal warnte zudem davor, bewährte kirchliche Strukturen im Sinne einer Idee umzugestalten, die er als zeitgenössisch und unzureichend durchdacht bezeichnete. „In der Kirche gibt es keine Paradigmenwechsel“, sagte er und wies damit eine Ausdrucksweise zurück, wie sie in synodalen und anderen Diskussionen verwendet wird und einen radikalen Kurswechsel in der Lehre oder Sendung der Kirche nahelegt.

Der Kardinal warnte ferner, daß eine übermäßige Konzentration auf aktuelle Anliegen die Gefahr berge, die Kirche an weltliche Denkweisen anzupassen, anstatt der modernen Welt aus ihrer eigenen lehrmäßigen und historischen Kontinuität heraus zu begegnen. „Ich bin zuversichtlich, daß unser Herr die Kirche beschützen wird“, sagte er, „aber wir müssen unseren Teil dazu beitragen und sagen: ‚Nein, dieses Konzept der Synodalität mag zwar ein gutes Motiv haben – nämlich auf den Glauben in der heutigen Zeit einzugehen –, doch es ist im Grunde verfehlt.“

Kardinal Burke kritisierte die durch das Dokument „Traditionis Custodes“ auf­erlegten Beschränkungen und bezeichnete sie als „Verfolgung“ jener Gläubigen, die durch die Liturgie nach der älteren Form (Usus Antiquior) des Römischen Ritus geistliche Nahrung finden. „Es darf für niemanden einen Zweifel daran geben – und Papst Benedikt XVI. hat dies sehr deutlich gemacht –, daß [der Vetus Ordo] ein ewiges Gut der Kirche ist“, sagte er. Er regte an, daß der Papst die Gesetzgebung überprüfen oder ändern könne, und wies darauf hin, daß päpstliche Dokumente von Nachfolgern revidiert werden können. „Es handelt sich um eine Form des Römischen Ritus, die über fünfzehn Jahrhunderte hinweg gefeiert wurde“, betonte er. „Sie ist einfach wunderschön, und die Gläubigen haben durch diese Form des lateinischen Ritus geistliche Stärkung erfahren. Dies sollte frei zugänglich sein.“ „Für mich als Priester und Bischof war sie eine große Bereicherung“, fuhr er fort. „Der Großteil der Gläubigen sind einfach tiefgläubige Katholiken, die versuchen, ihren Glauben so intensiv wie möglich zu leben und weiter­zugeben. Ein Kennzeichen der Gemeinschaft der traditionellen lateinischen Messe ist die große Zahl an Kindern; den Eltern ist es ein wichtiges Anliegen, ihren Kindern den ka­tho­lischen Glauben zu vermitteln.“

Als mögliche Lösung schlug er die Einrichtung einer eigenen vatikanischen Behörde vor, um Katholiken zu unterstützen, die der älteren Form des Römischen Ritus verbunden sind. „Wir brauchen ein Dikasterium“, sagte er, damit Katholiken, die die Liturgie in der außerordentlichen Form feiern möchten, alle Sakramente nach den früheren liturgischen Riten empfangen können.“

Quelle: summorum-pontificum