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Aus Psalm 119

Hier zum Nachhören

Nach deinen Vorschriften zu leben
freut mich mehr als großer Besitz.
Deine Vorschriften machen mich froh;
sie sind meine Berater.

Die Weisung deines Mundes ist mir lieb,
mehr als große Mengen von Gold und Silber.
Wie köstlich ist für meinen Gaumen deine Verheißung,
süßer als Honig für meinen Mund.

Deine Vorschriften sind auf ewig mein Erbteil;
denn sie sind die Freude meines Herzens.
Weit öffne ich meinen Mund
und lechze nach deinen Geboten;

denn nach ihnen hab‘ ich Verlangen.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

„Kuttenbrunzer“ versus „Kerzerlschlucker“

Desasterbischof Kardinal Christoph Schönborn

Rückblick Mai 2017

Kardinal Schönborn beschimpft fromme Kirchgänger als „Kerzerlschlucker“. Eine (späte) Nachlese zur Pressestunde des ORF mit dem Wiener Erzbischof.

Überforderter Kardinal

Hubert Patterer ist Chefredakteur der neoprotestantischen „Kleinen Zeitung“ mit katholischen Wurzeln, die kürzlich am Straflandesgericht in Graz wegen der Verbreitung einer „NAZI-Anzeige“ für Gesprächsstoff sorgte.

Patterer ist einer der beiden Gesprächspartner bei der Pressestunde des Österreichischen Rundfunks am 9. April 2017.

Als er Kardinal Schönborn darauf anspricht, daß nach einer (fragwürdigen, Anm. d. Red.) Studie angeblich 85 Prozent der jungen Erwachsenen ohne Glauben glücklich seien und nur 3 Prozent den kirchlichen Institutionen zur Gänze vertrauten, und ihn direkt fragte: „Wie gehen sie damit um?“, antwortete der Wiener Erzbischof verblüffend offen:

  • „Ich kann das nicht wesentlich ändern.“

Erzbischöfliche Katholikenbeschimpfung

Nachfolgend versuchte der Wiener Desasterbischof die Glaubenssituation schönzureden und beschimpfte dabei die im Glauben verbliebenen Katholiken: 

„Wenn ich im Stephansdom die hunderten, tausenden Kerzen ansehe, die jeden Tag bei Maria Bocs, bei dem Marienbild, brennen, das sind sicherlich nicht alles Kerzerlschlucker, die da hingehen, wie man früher in Wien gesagt hat, das sind nicht fromme Kirchgänger, sondern Menschen, die dort hingehen und auf diese Weise zum Ausdruck bringen, daß sie Gott etwas anvertrauen.“

Anders ausgedrückt: Der Großteil der Katholiken, die im Stephansdom Kerzen aufstellen und anzünden, sind nach Schönbornscher Darstellung „Kerzerlschlucker“, also Heuchler.

Schimpfwort der Antiklerikalen

Wir wissen nicht gesichert, welchen gesellschaftlichen Umgang der Wiener Erzbischof üblicherweise pflegt.

Die Bezeichnung „Kerzerlschlucker“ ist jedenfalls ein antikatholisches Schimpfwort für praktizierende Katholiken, das vor allem in sozialistischen und national-sozialistischen Kreisen verwendet wird.

So hatten etwa 1938 bei der Fronleichnamsprozession im oberösterreichischen Gallneukirchen aus der Kirche ausgetretene National-Sozialisten die Prozessionsteilnehmer als „Betschwestern“ und „Kerzerlschlucker“ bezeichnet.

Diese Mentalität zieht sich bis heute fort. So ist in einem 2015 bei Hoffmann und Campe erschienenen Büchlein „Praterglück“ zu lesen: „Du bist da ja sicher ein Fachmann drin, warst doch ein braver Kirchgänger und Kerzerlschlucker und dem Priester treu ergebener Ministrant. Tante Herta hat, glaube ich, sogar irgendwo ein Foto von dir als kleiner Scheißer in der Kutte, wie du vor dem Altar stehst und dich artig verbeugst vor dem Allerheiligsten.“

Begriffsklärung durch Kardinal Schönborn

Auch wenn wir Kardinal Schönborn mit der Leitung seiner Diözese restlos überfordert halten, so doch noch nicht so senil, daß er seine eigene Definition von „Kerzerlschlucker“ vergessen haben könnte.

Kardinal Schönborn bei einer Ansprache zur „Apostelgeschichte 2010“ im Wiener Stephansdom:

„Gelobt sei Jesus Christus! 

Liebe Delegierte, liebe Schwestern und Brüder, liebe Gäste! 

Fangen wir gleich mit dem Unangenehmen an – es ist die Lesung und das Evangelium des heutigen Freitags. Jesus bezeichnet die Leute, die Menge, als ‚Heuchler‘. Wen meint er damit? Die anderen oder uns? Die ‚Leute‘ oder auch uns? Er nennt sie Heuchler! Vielleicht nennt er uns Heuchler? Uns bezeichnet man gerne – ich spreche jetzt von den Kerngemeinden – uns bezeichnet man gerne als Heuchler: ‚Kerzerlschlucker‘, Wasser predigen und Wein saufen! Bigottisch, kurz um: katholisch.“

„Kuttenbrunzer“

Falls der Wiener Erzbischof wieder an einer Pressestunde teilnimmt, es gibt auch eine Reihe von Schimpfwörtern aus derselben mentalen Quelle, deren Nichtverwendung erbeten ist. 

Etwa „Kuttenbrunzer“ als Schimpfwort für Geistliche. Doch so möchte der Kardinal sich wohl selbst nicht bezeichnet sehen …

Quelle: kreuz-net Bild: ORF (Screenshot)

Tagesevangelium 13.08.2020

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 18,21-35.19,1

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In jener Zeit trat Petrus zu Jesus und fragte: Herr, wie oft muss ich meinem Bruder vergeben, wenn er sich gegen mich versündigt? Sieben Mal? Jesus sagte zu ihm: Nicht siebenmal, sondern siebenundsiebzigmal. Mit dem Himmelreich ist es deshalb wie mit einem König, der beschloss, von seinen Dienern Rechenschaft zu verlangen. Als er nun mit der Abrechnung begann, brachte man einen zu ihm, der ihm zehntausend Talente schuldig war. Weil er aber das Geld nicht zurückzahlen konnte, befahl der Herr, ihn mit Frau und Kindern und allem, was er besaß, zu verkaufen und so die Schuld zu begleichen. Da fiel der Diener vor ihm auf die Knie und bat: Hab Geduld mit mir! Ich werde dir alles zurückzahlen. Der Herr hatte Mitleid mit dem Diener, ließ ihn gehen und schenkte ihm die Schuld. Als nun der Diener hinausging, traf er einen anderen Diener seines Herrn, der ihm hundert Denare schuldig war. Er packte ihn, würgte ihn und rief: Bezahl, was du mir schuldig bist! Da fiel der andere vor ihm nieder und flehte: Hab Geduld mit mir! Ich werde es dir zurückzahlen. Er aber wollte nicht, sondern ging weg und ließ ihn ins Gefängnis werfen, bis er die Schuld bezahlt hatte. Als die übrigen Diener das sahen, waren sie sehr betrübt; sie gingen zu ihrem Herrn und berichteten ihm alles, was geschehen war.
Da ließ ihn sein Herr rufen und sagte zu ihm: Du elender Diener! Deine ganze Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich so angefleht hast. Hättest nicht auch du mit jenem, der gemeinsam mit dir in meinem Dienst steht, Erbarmen haben müssen, so wie ich mit dir Erbarmen hatte?
Und in seinem Zorn übergab ihn der Herr den Folterknechten, bis er die ganze Schuld bezahlt habe. Ebenso wird mein himmlischer Vater jeden von euch behandeln, der seinem Bruder nicht von ganzem Herzen vergibt. Als Jesus diese Reden beendet hatte, verließ er Galiläa und zog in das Gebiet von Judäa jenseits des Jordan.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Tagesevangelium 12.08.2020

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 18,15-20

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In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn dein Bruder sündigt, dann geh zu ihm und weise ihn unter vier Augen zurecht. Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder zurückgewonnen. Hört er aber nicht auf dich, dann nimm einen oder zwei Männer mit, denn jede Sache muss durch die Aussage von zwei oder drei Zeugen entschieden werden. Hört er auch auf sie nicht, dann sag es der Gemeinde. Hört er aber auch auf die Gemeinde nicht, dann sei er für dich wie ein Heide oder ein Zöllner. Amen, ich sage euch: Alles, was ihr auf Erden binden werdet, das wird auch im Himmel gebunden sein, und alles, was ihr auf Erden lösen werdet, das wird auch im Himmel gelöst sein. Weiter sage ich euch: Alles, was zwei von euch auf Erden gemeinsam erbitten, werden sie von meinem himmlischen Vater erhalten. Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Tagesevangelium 11.08.2020

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 18,1-5.10.12-14

Hier zum Nachhören

In jener Stunde kamen die Jünger zu Jesus und fragten: Wer ist im Himmelreich der Größte?
Da rief er ein Kind herbei, stellte es in ihre Mitte und sagte: Amen, das sage ich euch: Wenn ihr nicht umkehrt und wie die Kinder werdet, könnt ihr nicht in das Himmelreich kommen.
Wer so klein sein kann wie dieses Kind, der ist im Himmelreich der Größte. Und wer ein solches Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf. Hütet euch davor, einen von diesen Kleinen zu verachten! Denn ich sage euch: Ihre Engel im Himmel sehen stets das Angesicht meines himmlischen Vaters. Was meint ihr? Wenn jemand hundert Schafe hat und eines von ihnen sich verirrt, lässt er dann nicht die neunundneunzig auf den Bergen zurück und sucht das verirrte? Und wenn er es findet – amen, ich sage euch: er freut sich über dieses eine mehr als über die neunundneunzig, die sich nicht verirrt haben. So will auch euer himmlischer Vater nicht, dass einer von diesen Kleinen verlorengeht.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Salve Regina

Ⓒ corjesu.info CFM.SCJ – Kongregation der Herz Jesu Franziskaner
Ⓒ corjesu.info CFM.SCJ – Kongregation der Herz Jesu Franziskaner

Salve, Regina,
mater misericordiae;
Vita, dulcedo et spes nostra, salve.

Ad te clamamus, exsules filii Hevae.
Ad te suspiramus,
gementes et flentes in hac lacrimarum valle.
Eia ergo, Advocata nostra,
illos tuos misericordes oculos
ad nos converte.
Et Jesum, benedictum fructum ventris tui,
nobis post hoc exsilium ostende.
O clemens, o pia, o dulcis virgo Maria.

Tagesevangelium 10.08.2020

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes – Joh 12,24-26

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In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Amen, amen, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht.
Wer an seinem Leben hängt, verliert es; wer aber sein Leben in dieser Welt gering achtet, wird es bewahren bis ins ewige Leben. Wenn einer mir dienen will, folge er mir nach; und wo ich bin, dort wird auch mein Diener sein. Wenn einer mir dient, wird der Vater ihn ehren.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Worte von Prälat DDr. Gregorius Hesse – Nr. 5

DDr. Gregorius Hesse mit Kardinal Marella und Erzbischof Sabattani

Drei Kardinäle wollten mich haben, fünf haben es ange­deutet. Ich hätte in Rom eine herr­liche Karriere machen können, da wäre ich jetzt Mon­signore, irgend­wann wäre ich dann Weih­bischof, dann wird man Erz­bischof. Und wenn man es ge­schickt anstellt, dann kriegt man noch den roten Hut und wird Kardinal. Und dazu hätte ich nur am Sonntag in einer kleinen Pfarre in Rom auf italie­nisch die Neue Messe lesen müssen. Ich hätte nicht einmal die Hand­kommunion geben müssen. In Rom ist das nicht so streng, da hätte ich sagen können: „Nein, das wider­strebt mir. Ich kann mich nicht selbst ver­wirk­lichen, wenn ich die Hand­kommunion gebe.“

Die Konzils­kirche hat ihre eigene Gestapo. Die haben immer irgend jemanden, der sagt: „Habt ihr schon gehört, der Pfarrer von dort-und-dort hat am Sonntag jemanden eine Alte Messe lesen lassen!“ – Oooh, oh, ein größeres Ver­brechen gibt es ja nicht: Wenn man nackte Mädchen um einen Altar tanzen läßt, dann ist es ein litur­gisches Experi­ment, wenn die Alte Messe gelesen wird, dann ist es ein Ver­brechen.

Der Teufel lügt uns nur dann an, wenn er wirk­lich muß. Einer der größten Tricks des Teufels ist, solange es geht die Wahr­heit zu sagen, damit man ihm Ver­trauen schenkt. Das machen wir doch seit fünf­tausend Jahren in der so­ge­nannten zivili­sierten Kriegs­führung auch. In der Stra­tegie soll man sich bemühen, den Feind so zu täuschen, daß er es nicht merkt. Man sagt dem Feind lauter wahre Dinge, aber nicht die ganze Wahr­heit. Dann täuscht sich der Feind fürch­ter­lich und fällt in die Falle.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

Tagesevangelium 09.08.2020

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 14,22-33

Hier zum Nachhören

Nachdem Jesus die Menge gespeist hatte, forderte er die Jünger auf, ins Boot zu steigen und an das andere Ufer vorauszufahren. Inzwischen wollte er die Leute nach Hause schicken. Nachdem er sie weggeschickt hatte, stieg er auf einen Berg, um in der Einsamkeit zu beten. Spät am Abend war er immer noch allein auf dem Berg. Das Boot aber war schon viele Stadien vom Land entfernt und wurde von den Wellen hin und her geworfen; denn sie hatten Gegenwind.
In der vierten Nachtwache kam Jesus zu ihnen; er ging auf dem See. Als ihn die Jünger über den See kommen sahen, erschraken sie, weil sie meinten, es sei ein Gespenst, und sie schrien vor Angst. Doch Jesus begann mit ihnen zu reden und sagte: Habt Vertrauen, ich bin es; fürchtet euch nicht! Darauf erwiderte ihm Petrus: Herr, wenn du es bist, so befiehl, dass ich auf dem Wasser zu dir komme. Jesus sagte: Komm! Da stieg Petrus aus dem Boot und ging über das Wasser auf Jesus zu. Als er aber sah, wie heftig der Wind war, bekam er Angst und begann unterzugehen. Er schrie: Herr, rette mich! Jesus streckte sofort die Hand aus, ergriff ihn und sagte zu ihm: Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt? Und als sie ins Boot gestiegen waren, legte sich der Wind. Die Jünger im Boot aber fielen vor Jesus nieder und sagten: Wahrhaftig, du bist Gottes Sohn.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé