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Zwei Schläge für Benedikt XVI.

Memores Domini unter Aufsicht gestellt

Die vier Memores Domini, die Benedikt XVI. den Haushalt führen, in einer Aufnahme aus dem Jahr 2014.

Auf den Tod des Bruders folgt der Kommissar für seine Haushälterinnen

(Rom) Papst Franziskus stellt die nächste Gemeinschaft unter kommissarische Verwaltung. Zum Kommissar ernannte er einen Jesuiten. In Rom sprechen manche von einem „hinterhältigen“ Schritt, weil er Benedikt XVI. betrifft. Was ist geschehen?

Am 18. Juni ließ das amtierende Kirchenoberhaupt bekanntgeben, daß es auch weiterhin in Corona-Selbstisolierung verharren werde. Bis Jahresende will Franziskus keine Auslandsreisen unternehmen. Alle Pastoralbesuche, die bereits geplant oder in Vorbereitung waren, wurden ersatzlos gestrichen. Ob und wann sie stattfinden werden, ist derzeit nicht bekannt.

Am selben Tag reiste dagegen sein neun Jahre älterer Vorgänger überraschend nach Bayern. Benedikt XVI. verließ erstmals seit sieben Jahren seinen selbstgewählten Rückzugsort in den Vatikanischen Gärten, um seinen älteren Bruder Georg zu besuchen, dessen Gesundheitszustand sich verschlechtert hatte. Nach vier Tagen kehrte der achte deutsche Papst in den Vatikan zurück. Am 1. Juli ist Msgr. Georg Ratzinger im 96. Lebensjahr verstorben.

Der Kommissar für die Memores Domini

Kaum in das Kloster Mater Ecclesiae zurückgekehrt, erwartete Benedikt XVI. eine ebenso ungewöhnliche wie unerfreuliche Überraschung. Die Gemeinschaft Memores Domini, von der Angehörige mit ihm im Kloster leben, den Haushalt führen und ihn betreuen, wurde von Papst Franziskus unter kommissarische Verwaltung gestellt.

Der Ursprung dieser Gemeinschaft geht auf die 1964 von Don Luigi Giussani (1922–2005) gegründete Studentische Jugend zurück, aus der heraus sich ab Ende der 60er Jahre als Teil der Gemeinschaft Comunione e Liberazione (CL) Formen des gemeinschaftlichen Lebens entwickelten. Die Gemeinschaft richtet sich vor allem an die akademische Jugend.

1981 wurden die Memores Domini, ein Name, der sich schwer ins Deutsche übersetzen läßt, denn er meint jene, die Gottes eingedenk sind, vom Bischof von Piacenza als Vereinigung von Gläubigen kirchenrechtlich anerkannt. 1988 folgte die Anerkennung päpstlichen Rechts durch den Päpstlichen Laienrat.

Als Nachfolger von Don Giussani führt der Spanier Don Julián Carrón seit 2005 die Gemeinschaft. Auf der deutschen Internetseite von CL heißt es:

„Die Vereinigung Memores Domini (…) umfasst Mitglieder von CL, die einer Berufung der Ganzhingabe an Gott folgen und gleichzeitig mitten in der Welt leben wollen. Ihre Arbeit verstehen sie als Ort des Gedächtnisses Christi und der Mission. Sie richten sich nach den evangelischen Räten – Armut, Jungfräulichkeit und Gehorsam – und folgen damit der Tradition der Kirche und dem, was Don Giussani gelehrt hat. Die Memores Domini leben in ‚Häusern‘ zusammen, deren Ziel die gegenseitige Erziehung zum Gedächtnis Christi ist.“

Die Angehörigen verpflichten sich zu einem gemeinschaftlichen Leben nach den Evangelischen Räten. Sie konstituieren sich in getrennten Häusern für Männer und Frauen. Die Aufnahme erfolgt nach einem mindestens fünfjährigen Noviziat durch die Profeß. Zu den Regeln gehören „die Stille, das persönliche und gemeinsame Gebet, Armut, Gehorsam und Nächstenliebe“.

Die Memores Domini zählen heute rund 1.600 Angehörige und 400 Anwärter. Sie sind in 32 Staaten vertreten, davon 13 in Europa.

Die ersten Memores Domini kamen 1986 auf Anregung von Nikolaus Prinz Lobkowicz in den deutschen Sprachraum, der damals Rektor der Katholischen Universität Eichstätt war. Heute bestehen Häuser der Gemeinschaft in Eichstätt, München und Köln.

Die „Familie“ von Benedikt XVI.

Eine kleine Gemeinschaft von vier Memores Domini, Loredana, Carmela, Cristina und Rossella, führte Benedikt XVI. bereits während seines Pontifikats den Haushalt und bildete zusammen mit den beiden Sekretären des Papstes die Päpstliche Familie. Als sich Benedikt XVI. in die Vatikanischen Gärten zurückzog, gingen die vier gottgeweihten Frauen mit ihm. Papst Franziskus verzichtet zur Gänze auf einen päpstlichen Haushalt durch sein Leben im vatikanischen Gästehaus Santa Marta.

Von den gottgeweihten Frauen, die Benedikt XVI. umgeben, ist kaum jemals etwas zu hören. Sie verrichten ihren Dienst in aller Stille. Nur 2010 gab es eine Ausnahme, als eine von ihnen, Manuela Camagni, in den Straßen Roms von einem Auto erfaßt und dabei getötet wurde. Papst Benedikt XVI. sprach damals beim Angelus über den Dienst der fleißigen Hände, die ihn umgeben und denen er dankte. Manuela wurde 56 Jahre alt. Im Alter von 26 Jahren war sie in die Gemeinschaft der Memores Domini eingetreten. Mehrere Jahre hatte sie im bischöflichen Ordinariat in Tunis gedient, ehe sie 2005 in die Päpstliche Familie entsandt wurde.

Am selben Tag, an dem Benedikt XVI. die Nachricht vom Ableben seines Bruders erreichte, mit dem er am selben Tag 1951 zum Priester geweiht worden war, enthüllte der Vatikanist Aldo Maria Valli, daß die Gemeinschaft der Memores Domini von Franziskus unter kommissarische Verwaltung gestellt wurde. Das entsprechende Dekret stammt vom Dikasterium für Laien, Familie und Leben, das von Franziskus 2016 errichtet worden war, in dem der Päpstlichen Laienrat aufgegangen ist und dem die Gemeinschaft als Laienvereinigung untersteht.

Zum Apostolischen Delegaten ernannte Franziskus den Jesuiten Pater Gianfranco Ghirlanda, der bis zu seiner Emeritierung Professor für Kirchenrecht an der römischen Jesuitenuniversität Gregoriana war. Er soll den „Revisionsprozeß“ für die Statuten der Memores Domini durchführen.

Das Dekret und die Vorladung

Die Leitung der Gemeinschaft, 2018 für eine Amtszeit von fünf Jahren gewählt, wurde vorgeladen und ihr am 26. Juni das päpstliche Dekret in Anwesenheit von Kardinal Kevin Farrell, dem Präfekten des römischen Dikasteriums, verlesen. Anwesend waren Antonella Frongillo, die Vorsitzende der Memores Domini sowie Vorstandsmitglieder und Verantwortliche einiger Häuser derselben. Anwesend war auch P. Ghirlanda, der die Linie seines Handelns skizzierte.

Der Grund der päpstlichen Intervention läßt sich, wie in solchen Fällen üblich, nur erahnen. Kardinal Farrell sagte bei der Vorladung, daß einige Punkte der Statuten zu ändern seien, aber trotz einer entsprechenden Ankündigung durch die Vorsitzende im Mai 2018 liege dem Vatikan noch kein konkreter Vorschlag vor. Aus diesem Grunde habe das Dikasterium „in Übereinkunft mit dem Papst“ die Ernennung von P. Ghirlanda als päpstlichem Delegaten entschieden, damit er den „Revisionsprozeß des Direktoriums und der Statuten leite“. Dabei ließ der Kardinal noch etwas durchblicken: Teil der Aufgaben des faktischen Kommissars sei auch die „Behebung einiger Probleme, die dem Dikasterium mitgeteilt wurden“. Beanstandet wird im Dekret die Doppelfunktion von Don Carrón als Oberer von CL, der zugleich auch geistlicher Assistent der Memores Domini ist. Es fehle an der nötigen Trennung zwischen der Leitungsfunktion und der geistlichen Führung, was das Gewissen und die Freiheit des Einzelnen berühre.

Am vergangenen 2. Juni hatte Papst Franziskus ein Schreiben an die Vorsitzende gerichtet, um, so Kardinal Farrell, seiner Aufgabe nachzukommen, „über die gute Ausübung der Charismen zu wachen“. Fast identische Worte hatte der Papst am 7. März 2015 gebraucht, als er die gesamte Führung der Gemeinschaft Comunione e Liberazione (CL) und Zehntausende ihrer Mitglieder anläßlich ihres 60. Gründungsjubiläums auf dem Petersplatz empfing. Damals war die Wortwahl ein tadelnder Hinweis auf die „Gefahr der Selbstbezogenheit“. Bereits zuvor war bekannt, daß die konservative Gemeinschaft nicht zum bevorzugten Kreis des argentinischen Papstes gehörte. „Das Gründungscharisma von CL hat Franziskus nicht gutgeheißen, sondern auf den Index gesetzt“, so damals der Vatikanist Sandro Magister.

Lediglich zum sogenannten Römischen Kreis der Gemeinschaft unterhielt er bereits als Erzbischof von Buenos Aires enge Kontakte. Aus diesem nur sechs Personen umfassenden Kreis stammt Andrea Tornielli, sein Haus- und Hofvatikanist und nunmehrige Chefredakteur mit Koordinierungs- und Richtlinienbefugnis für alle vatikanischen Medien. Dennoch überraschte die Härte, mit der Franziskus im März 2015 die Gemeinschaft ermahnte. Wörtlich warf er CL vor, das Feuer zum Ersticken und die Glut zum Erlöschen zu bringen:

„Don Giussani würde es Euch nie verzeihen, wenn Ihr die Freiheit verliert und Euch in Museumsführer oder Verehrer der Asche verwandelt.“

Offenkundig wurden die Probleme „aus Sicht des Heiligen Stuhls nicht gelöst“, so Aldo Maria Valli.

Die Identitätskrise

Dem päpstlichen Delegaten P. Ghirlanda wurden alle Vollmachten übertragen, die Leitung der Gemeinschaft zu übernehmen. Er selbst sagte in seiner Wortmeldung, daß der Heilige Geist der Kirche und „nicht nur den Mitgliedern einer Vereinigung geschenkt ist“, weshalb die Überarbeitung der Statuten „voll der Verantwortung gegenüber der Kirche“ sei. Als Bezugspunkte für die Überarbeitung nannte er Christus, die Kirche und den Gründer, aber „ebenso grundlegend“ sei als Bezugspunkt auch „die spirituelle Erfahrung“, welche die Mitglieder gelebt haben und leben.

„Das ist es, was das Charisma lebendig und fähig macht, auf die verschiedenen Situationen der Gesellschaft und der Kirche zu antworten. Und nur durch die Mitglieder lebt das Charisma in der Zeit weiter.“

Was im Detail von Papst Franziskus und dem Dikasterium für Laien, Familie und Leben auch beanstandet werden mag, Tatsache ist, daß Comunione e Liberazione (CL) sich in einer schwierigen Lage befindet, die mit dem Tod ihres Gründers, Don Luigi Giussani, ihren Ausgang nahm, der im selben Jahr wie Papst Johannes Paul II. verstorben ist, die aber unter Franziskus unübersehbar wurde. Giussanis Nachfolger, Don Julián Carrón, konnte dessen Lücke nicht wirklich ausfüllen. Mit der Wahl von Franziskus und den dadurch erfolgten Koordinatenverschiebungen geriet der Kompaß etwas durcheinander. Die Orientierungslosigkeit ließ sich am ehesten beim Meeting von Rimini ablesen, einer alljährlich von der Gemeinschaft organisierten Großveranstaltung. Verflachung und politische Korrektheit wurden beanstandet. Darin wurde ein untrügliches Signal für Identitätsprobleme gesehen.

Es ist allerdings zu bezweifeln, daß die brüske Intervention des Heiligen Stuhls dem ursprünglichen, streitbaren Charisma dienen soll, das CL vor allem in den späten 70er und in den 80er Jahren kennzeichnete und auszeichnete. Don Giussani sagte in den harten Jahren des Studentenprotestes nach 1968, die zu den Jahren der Einsamkeit von Paul VI. wurden, daß CL einmal soweit kommen müsse, den Petersplatz selbst dann allein füllen zu können und sich um den Papst zu scharen, wenn alle anderen den Stellvertreter Christi im Stich lassen sollten. Das gelingt schon seit einiger Zeit problemlos, wie zuletzt am genannten 7. März 2015 demonstriert wurde. Was von Don Giussani als Treue gegen die äußeren Feinde der Kirche gedacht war, beeindruckte Papst Franziskus nicht, wie seine scharfe Kritik an den Versammelten zeigte.

Unter Franziskus haben sich die Vorzeichen geändert: Als konservative Gemeinschaft steckt CL in einem kaum lösbaren Dilemma, einer Art Identitätsfalle, wenn sie eine Anbiederung versucht. Es sind nicht wenige, die CL nicht mehr als das wiedererkennen, was Don Giussani wollte. Die geistige Spannung, die einst zahlreiche Initiativen hervorbrachte, scheint erlahmt. Diese Tatsache greift die derzeitige Kirchenführung auf, aber eben kaum in der Absicht, die berechtigte Kritik zu einer Erneuerung im Geist von Don Giussani zu nützen, wie ehemals führende CL-Vertreter befürchten. „Kann der Fuchs den Hühnern Nachhilfeunterricht in Selbstverteidigung geben?“, wie es in Rom heißt.

P. Ghirlanda stellte gegenüber den Oberen der Gemeinschaft Memores Domini eines klar: Es brauche für den anstehenden Prozeß “Fügsamkeit“, was „viel Demut“ verlange. Es gehe darum, „zu unterscheiden, was vom guten Geist und was vom bösen Geist“ komme, der sich „oft als Engel des Lichts tarne“.

In Rom wird darüber spekuliert, daß mit der Entsendung eines Kommissars auch die vier Memores Domini betroffen sein könnten, die Benedikt XVI. den Haushalt führen und mit ihm im Kloster Mater Ecclesiae leben. Es besteht die Sorge, daß sie unter dem Vorwand der kommissarischen Verwaltung abgezogen und durch andere ersetzt werden könnten, deren Gehorsam anders gelagert ist.

Quelle: katholisches.info G. Nardi Bild: MiL

Aus Psalm 48

Hier zum Nachhören

Groß ist der Herr und hoch zu preisen
in der Stadt uns’res Gottes.
Sein heiliger Berg ragt herrlich empor;
er ist die Freude der ganzen Welt.

Der Berg Zion liegt weit im Norden;
er ist die Stadt des großen Königs.
Gott ist in ihren Häusern bekannt
als ein sicherer Schutz.

Denn seht: Die Könige vereinten sich
und zogen gemeinsam heran;
doch als sie aufsahen, erstarrten sie vor Schreck,
sie waren bestürzt und liefen davon.

Dort packte sie das Zittern,
wie die Wehen eine gebärende Frau,
wie der Sturm vom Osten,
der die Schiffe von Tarschisch zerschmettert.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

Aus Psalm 50

Hier zum Nachhören

Nicht wegen deiner Opfer rüge ich dich,
deine Brandopfer sind mir immer vor Augen.
Doch nehme ich von dir Stiere nicht an
noch Böcke aus deinen Hürden.

„Was zählst du meine Gebote auf
und nimmst meinen Bund in deinen Mund?
Dabei ist Zucht dir verhasst,
meine Worte wirfst du hinter dich.

Das hast du getan, und ich soll schweigen?
Meinst du, ich bin wie du?
Ich halte es dir vor Augen und rüge dich.
Wer Opfer des Lobes bringt, ehrt mich;
wer rechtschaffen lebt, dem zeig‘ ich mein Heil.“

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

Tagesevangelium 14.07.2020

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 11,20-24

Hier zum Nachhören

In jener Zeit begann Jesus den Städten, in denen er die meisten Wunder getan hatte, Vorwürfe zu machen, weil sie sich nicht bekehrt hatten: Weh dir, Chorazin! Weh dir, Betsaida! Wenn einst in Tyrus und Sidon die Wunder geschehen wären, die bei euch geschehen sind – man hätte dort in Sack und Asche Buße getan. Ja, das sage ich euch: Tyrus und Sidon wird es am Tag des Gerichts nicht so schlimm ergehen wie euch. Und du, Kafarnaum, meinst du etwa, du wirst bis zum Himmel erhoben? Nein, in die Unterwelt wirst du hinabgeworfen. Wenn in Sodom die Wunder geschehen wären, die bei dir geschehen sind, dann stünde es noch heute. Ja, das sage ich euch: Dem Gebiet von Sodom wird es am Tag des Gerichts nicht so schlimm ergehen wie dir.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Tagesevangelium 13.07.2020

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 10,34-42.11,1

Hier zum Nachhören

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Aposteln: Denkt nicht, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, um Frieden zu bringen, sondern das Schwert.
Denn ich bin gekommen, um den Sohn mit seinem Vater zu entzweien und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter; und die Hausgenossen eines Menschen werden seine Feinde sein. Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig, und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig. Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht würdig. Wer das Leben gewinnen will, wird es verlieren; wer aber das Leben um meinetwillen verliert, wird es gewinnen. Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf, und wer mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat. Wer einen Propheten aufnimmt, weil es ein Prophet ist, wird den Lohn eines Propheten erhalten. Wer einen Gerechten aufnimmt, weil es ein Gerechter ist, wird den Lohn eines Gerechten erhalten. Und wer einem von diesen Kleinen auch nur einen Becher frisches Wasser zu trinken gibt, weil es ein Jünger ist – amen, ich sage euch: Er wird gewiss nicht um seinen Lohn kommen. Als Jesus die Unterweisung der zwölf Jünger beendet hatte, zog er weiter, um in den Städten zu lehren und zu predigen.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Das 2. Vatikanische Konzil

VIDEO

Von Dr. Heinz-Lothar Barth

Dr. Heinz-Lothar Barth referierte am Dienstag, den 30. Juni über die brandaktuelle Konzilskritik von Erzbischof Viganò und Bischof Schneider und nennt die Problemstellen in den Texten des Zweiten Vatikanums.

Wer braucht solche Bischöfe ?

Österreichs Bischöfe ! Braucht Österreich solche Bischöfe?

Von Wolfram Schrems*

Die Presseerklärung der Österreichischen Bischofskonferenz im Anschluß an die Sommervollversammlung in Mariazell zeigt die entschlossene und konsequente Selbstabschaffung der österreichischen Amtskirche. Es geht um Tagespolitik, Klima und „Flüchtlinge“. Religiöse Ausdrücke dienen nur deren Verbrämung, die Substanz des Glaubens ist längst verschwunden.

Die Presseerklärungen zur Sommervollversammlung der Österreichischen Bischofskonferenz 15. bis 18. Juni 2020 in Mariazell mit dem blumigen TitelFür eine geistvoll erneuerte Normalität nach der Corona-Krise sind eine Kurzversion eines längeren Hirtenbriefes, der zum heurigen Pfingstfest veröffentlicht wurde.

Im folgenden beschränken wir uns mit Darstellung und Kommentierung auf ersteren Text.

Was sofort auffällt:

Die Politik ist alles, die Kirche eher nichts

Die Bischöfe hatten sich dem Seuchenregime der Regierung widerspruchslos untergeordnet und demonstrieren immer noch knechtische Unterwürfigkeit unter das offizielle Corona-Narrativ. Sie haben die Gläubigen gegen das Recht Gottes und der Kirche (can. 843 — §1/CIC 1983) der Sakramente beraubt, Taufen und Eheschließungen verhindert und besonders die Alten, Kranken und Einsamen in Krankenhäusern und Heimen im Stich gelassen und den Sterbenden die Hilfen und Tröstungen der Kirche vorenthalten. Damit haben sie ihren eigenen Katechismus nicht ernstgenommen, gemäß dem die Sakramente für die Gläubigen „heilsnotwendig“ sind (KKK 1129). Aber solche Kategorien zählen schon lange nicht mehr.

De facto wurde hier ein ungerechtes Lokalinterdikt vollzogen, also eine Kirchenstrafe, die in einem Bann mit Sakramentenverbot für eine bestimmte Region besteht. Das widerspricht dem Grundsatz: nulla poena sine culpa, keine Strafe ohne Schuld.

Obwohl die Kirche in der Fasten- und Osterzeit nicht bei den Gläubigen war – von wenigen rühmlichen Ausnahmen abgesehen – und daher nicht das getan hat, wofür sie sich rechtlich einklagbar bezahlen läßt, wird natürlich weiterhin Kirchensteuer eingehoben bzw. eingeklagt.

Bischöfe als Marionetten des linken Hauptstroms

Es werden in der Presseerklärung die Klischees des linken Mainstream bedient: Klimawahn, Forderung nach weiterer Aufnahme von „Asylsuchenden und Vertriebenen“ (!), Amazonas und Indigene (nicht aber indigene Österreicher), scharfe Kritik an der derzeitigen brasilianischen Führung (!), lobende Nennung von em. Amazonas-Bischof Erwin Kräutler (der bekanntlich so gut wie ausschließlich politisch und nicht geistlich wirkt) und natürlich die Warnung vor „teils krude[n] Verschwörungstheorien“ (im Zusammenhang mit dem mysteriösen Wuhan-Virus).

Um diese Agenda mit religiösem Vokabular zu verbrämen, erfanden die Bischöfe neue, nicht in der hl. Schrift genannte, „sieben Gaben des Heiligen Geistes“.

Ohne die Ironie zu bemerken, sprechen sich die Bischöfe gleichzeitig gegen einen nicht näher definierten „Missbrauch“ und eine „Instrumentalisierung von Religion für politische Zwecke“ aus. Es ist ihnen offenbar entgangen, daß sie ihre eigene Autorität als Hirten der Kirche, die eine andere Botschaft als das zeitgeistige Blabla zu verkünden hätten, für genau diese politischen Zwecke mißbrauchen.

Sie schreiben ferner:

Auch in der politischen Auseinandersetzung ist ein Mindestmaß an Respekt und Wertschätzung gegenüber Religionen und gläubigen Menschen immer einzuhalten.

Nach gängiger Interpretation richtet sich diese Maßregelung an FPÖ-Obmann Norbert Hofer, der in einer No-na-Aussage den Koran als gefährlicher als das Corona-Virus bezeichnet hatte.

Es wäre erstens schön, wenn die Herren Bischöfe nicht in relativistischer Manier von „Religionen“ im Plural sprechen würden. Sie sind nur für eine einzige beauftragt und zuständig. Diese bekennt die Kirche als die allein seligmachende.

Kunst, „Kunst“ und die Verletzung von religiösen Gefühlen

Es wäre zweitens auch schön, wenn die Bischöfe ihren Unmut auch gegenüber den zahllosen Blasphemien, mit denen Gott und die Heiligen, besonders die Gottesmutter, beleidigt werden, zeigen würden. Vielleicht könnten sich die Herren Hirten auch einmal vor die eigenen Gläubigen stellen, die durch die Elaborate moderner „Kunst“ und die Enuntiationen linksradikaler Demonstranten verletzt werden?

Das ist natürlich zu viel verlangt.

Denn erstens haben die Bischöfe offenbar keinen Kontakt mehr zu den wirklichen Gläubigen. Sie halten ihre Laienangestellten bzw. ihre Einflüsterer für die „Basis“. Aber die „Basis“ ist, um es mit dem skeptischen Philosophen und Meister der Ironie Odo Marquard zu sagen, derjenige Teil des Überbaus, den derjenige Teil des Überbaus, der sich für Überbau hält, für Basis hält.

Es ist ein in sich geschlossenes System ohne Bezug zur Wirklichkeit.

Und zweitens sind die Bischöfe selbst in die Produktion abartiger Kunst involviert, die dem eingemahnten „Respekt und [der] Wertschätzung (…) gläubiger Menschen“, nämlich der Christen, Hohn spricht. Wie um das zu bestätigen, haben sie den Pfingst-Hirtenbrief mit einer bizarren Darstellung des – mutmaßlich – Heiligen Geistes, genau kann man es nicht sagen, verschandeln lassen. Diese ist das Gegenteil von Respekt – oder Gottesfurcht. Der Innsbrucker Bischof Hermann Glettler ließ sich letztes Jahr mit einem gekreuzigten Frosch abbilden und gestattete einem „Künstler“, in der Innsbrucker Spitalskirche eine aus den zerlegten Bestandteilen eines Kruzifixes hergestellte Uhr zu installieren.

Das ist eigentlich die Bildsprache des Satanismus.

Und der Kommentar des Bischofs zur Uhr zeigt eine korrespondierende, profunde Verwirrung.

Als Pfarrer von Graz-St. Andrä hatte Exzellenz Glettler seine schöne barocke Pfarrkirche mit abartigen Kirchenfenstern und bizarren Installationen verunstaltet. Wir brauchen also gar keine Jihadisten, die uns die Kirchen verwüsten. Das machen schon die Kirchenführer selbst.

Von daher ist es lächerlich, wenn sie sich über die Verletzung von Gefühlen gläubiger Menschen echauffieren.

Meteorologie und Pandemie

Meteorologische und epidemiologische Fragen gehören nicht zum Glaubensgut und daher nicht zur Kompetenz des kirchlichen Lehramtes. Daher sind Bischöfe als Meteorologen ein jammervoller Anblick. Wer hat ihnen bloß diesen Unsinn eingegeben:

Die Folgen des globalen Klimawandels werden längerfristig weitaus verheerender ausfallen als jene der aktuellen Pandemie.

Woher wissen sie das? Gibt es eine Privatoffenbarung dazu?

Oder wollen sie sagen, daß durch die „Klimamaßnahmen“ mehr klein- und mittelständische Betriebe in den Ruin getrieben und Arbeitnehmer ihre Arbeit verlieren werden als durch die Coronamaßnahmen?

Die Bischöfe verstehen offenbar zudem kein Griechisch und wissen nicht, daß „pan“ „alles“ heißt. Eine „Pandemie“ müßte also mehr Menschen gesundheitlich betreffen als Nullkommairgendwas der Bevölkerung. Das eigentliche Problem ist ja nicht das geheimnisvolle Corona-Virus sondern eine geistige Pandemie der Stupidität und eine politische Pandemie eines diktatorischen Seuchenregimes mit mehr oder weniger folgerichtigen, schon angedachten Maßnahmen wie Enteignung, Impfzwang, Fahrverboten u. dgl.

Wo kommt das chinesische Virus eigentlich genau her? Oder darf man das nicht fragen, da das eine „Verschwörungstheorie“ implizieren würde?

Abtreibung und Euthanasie

Die Bischöfe geben zwar ein Lippenbekenntnis zum Lebensschutz ab, seit Einführung der Fristenlösung im Jahr 1975 wurde dieser aber nie ernsthaft betrieben. Daher klingt es hohl, wenn sie sagen:

Jedes Leben, ob ungeboren oder geboren, ist zu schützen und zu fördern.

Geradezu fatal ist die folgende Passage:

Dem entspricht ein breiter gesellschaftlicher Konsens in Österreich, der gegen eine Freigabe der Tötung auf Verlangen und der Beihilfe zur Selbsttötung ist und stattdessen auf einen Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung setzt.

Hier liegt eine Wunschvorstellung vor, eine Selbsttäuschung. Dieser „breite gesellschaftliche Konsens“ existiert nicht. Es werden nämlich gerade mehrere Klagen beim Verfassungsgerichtshof gegen das Euthanasieverbot behandelt.

Unvermeidlich: der Schuß ins eigene Knie

Gegen Schluß der Presseerklärung heißt es:

Dieses Hirtenwort soll ein konstruktiver und einladender Gesprächsbeitrag sein, keine Lehrmeinung und keine abschließende Deutung der benannten Themen. Als Bischöfe bekennen wir uns zu einer lebensdienlichen und alltagstauglichen Kirche, die mitten in der Welt steht und dabei den Himmel für alle offen hält.

Es ist also keine Lehrmeinung. Warum dann der Aufwand? Warum schießt man sich selbst ins Knie, indem man sagt, es ist eh nicht bindend? Niemand braucht einen solchen „Gesprächsbeitrag“. Was wir bräuchten, wäre die mutige und eindeutige Verkündigung der Offenbarungswahrheiten und des Gebotes Gottes. Das aber wird nicht gemacht.

Und zum Überflüssigen kommt noch das Falsche:

Die „lebensdienliche und alltagstaugliche Kirche“ ist angesichts der letzten Jahrzehnte eine grausame Illusion. In Österreich wurde die Kirche zu einem bürokratischen Monster, das von einer rechtlich einklag- und exekutierbaren Kirchensteuer lebt und außer Papier nichts produziert – von wenigen rühmlichen Ausnahmen in Gestalt gläubiger Priester und Religionslehrer abgesehen. Daß sie „mitten in der Welt“ stünde, stimmt insofern, als sie sich bis zum Verrat an ihrem Auftrag der Welt angepaßt hat. Es stimmt aber insofern nicht, als sie „mitten in der Welt“ Sauerteig, Salz der Erde und Licht der Welt sein sollte, es aber nicht ist.

Daß sie „den Himmel für alle offen“ hielte, ist eine fromme Floskel ohne Bedeutung. Die Eschatologie, also die kirchliche Lehre von den Letzten Dingen (Tod, Gericht, Himmel, Hölle) spielt seit Jahrzehnten keine Rolle mehr. Kein Bischof und fast kein Priester sagt heute, daß man den Himmel auch aktiv anstreben muß, um hineinzugelangen (Lk 13,24). Der Himmel steht bestimmt offen für alle (1 Tim 2,4), aber die Formel „für alle“ ist durch die Falschübersetzung der Wandlungsworte über den Kelch zum Motto eines gefährlichen, weil im Glaubensgut der Kirche nicht vorhandenen Heilsoptimismus geworden.

Wer braucht solche Bischöfe?

Seit dem altersbedingten Rücktritt von Weihbischof Andreas Laun ist es finster geworden im österreichischen Episkopat. Die letzte Stimme, die Glaube und Moral verkündete, verstummte in der Bischofskonferenz. Auch die Exzellenzen Klaus Küng und Elmar Fischer widerstanden da und dort dem Malstrom der Glaubensvernichtung. Bischof Kurt Krenn unvergeßlichen Angedenkens hatte nach den langen Jahren der unglücklichen Ära von Kardinal König (Erzbischof von Wien 1956–1985) wieder die Frage nach der Wahrheit und das Gebot der Bekehrung in die Verkündigung gebracht. Es wurde mit Haß quittiert. Nicht daß er oder die anderen soeben genannten Bischöfe als solche unter jeder Rücksicht perfekt gewesen wären, aber hier waren noch Glauben, Sorge um die Seelen und bona voluntas spürbar. Das ist jetzt weg.

Wer also braucht solche Bischöfe? Es gibt eh schon die Fridays for Future und eine ganze Galaxie an Flüchtlings- und Immigrations-NGOs.

Resümee: Orientierung am linken Mainstream, aber nicht am eigenen Katechismus

Der Katechismus der Katholischen Kirche lehrt, daß ein Staat die „Ausübung des Einwanderungsrechtes verschiedenen gesetzlichen Bedingungen unterstellen“ darf. Die Einwanderer sind „verpflichtet, das materielle und geistige Erbe seines Gastlandes dankbar zu achten, dessen Gesetzen zu gehorchen und die Lasten mitzutragen“ (KKK 2241).

Er lehrt auch, daß „das Gesetz die geeigneten Strafmaßnahmen für jede gewollte Verletzung“ der Rechte des ungeborenen Kindes im Mutterleib vorsehen muß (KKK 2273).

Redaktionssekretär des KKK war Kardinal Schönborn. Er müßte also wissen, was dort geschrieben steht. Das spielt aber für die kirchliche Politik in Österreich keine Rolle. Diese Katechismus-Stellen werden nie autoritativ verkündet.

Die katholische Amtskirche in Österreich unterstützt gegen die Vorgaben des überlieferten Glaubens und gegen die legitimen geistlichen und zeitlichen Interessen der Gläubigen die derzeit laufende radikal säkulare und relativistische Agenda mit Klimahysterie, Bevölkerungsaustausch und Religionsvermischung. Sie glaubt, sich dem weltlichen Betrieb anbiedern zu müssen. Der Katechismus warnt aber vor dem „religiöse[n] Lügenwahn“ in den sich zuspitzenden Zeitläuften und bei zunehmender Verfolgung, der „den Menschen um den Preis ihres Abfalls von der Wahrheit eine Scheinlösung ihrer Probleme“ bringen werde (KKK 675).

Genau das wird derzeit von den Kirchenführern selbst betrieben, ausgehend von Papst Franziskus, dessen schreckliche „Öko-Enzyklika“ Laudato si‘ auch ausdrücklich zitiert wird. Aber sie sehen es nicht.

Wir können uns also in Österreich und Europa auf mehr Klimaterror, Massenimmigration und Zivilisationsverfall einstellen. Die Kirchenführer stellen sich dem nicht nur nicht entgegen, sondern verstärken die entsprechenden politischen Bestrebungen.

Wozu also braucht es diese Bischöfe?

Kritisch wird es, wenn am Ende Gott selbst diese Frage stellen wird.

*Wolfram Schrems, Wien, Mag. theol., Mag. phil., Katechist

Quelle: katholisches.info Bild: katholisches.info (Screenshot)

Tagesevangelium 12.07.2020

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 13,1-23

Hier zum Nachhören

An jenem Tag verließ Jesus das Haus und setzte sich an das Ufer des Sees.
Da versammelte sich eine große Menschenmenge um ihn. Er stieg deshalb in ein Boot und setzte sich; die Leute aber standen am Ufer. Und er sprach lange zu ihnen in Form von Gleichnissen. Er sagte: Ein Sämann ging aufs Feld, um zu säen. Als er säte, fiel ein Teil der Körner auf den Weg, und die Vögel kamen und fraßen sie. Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden, wo es nur wenig Erde gab, und ging sofort auf, weil das Erdreich nicht tief war; als aber die Sonne hochstieg, wurde die Saat versengt und verdorrte, weil sie keine Wurzeln hatte.
Wieder ein anderer Teil fiel in die Dornen, und die Dornen wuchsen und erstickten die Saat.
Ein anderer Teil schließlich fiel auf guten Boden und brachte Frucht, teils hundertfach, teils sechzigfach, teils dreißigfach. Wer Ohren hat, der höre! Da kamen die Jünger zu ihm und sagten: Warum redest du zu ihnen in Gleichnissen? Er antwortete: Euch ist es gegeben, die Geheimnisse des Himmelreichs zu erkennen; ihnen aber ist es nicht gegeben. Denn wer hat, dem wird gegeben, und er wird im Überfluss haben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat. Deshalb rede ich zu ihnen in Gleichnissen, weil sie sehen und doch nicht sehen, weil sie hören und doch nicht hören und nichts verstehen. An ihnen erfüllt sich die Weissagung Jesajas: Hören sollt ihr, hören, aber nicht verstehen; sehen sollt ihr, sehen, aber nicht erkennen. Denn das Herz dieses Volkes ist hart geworden, und mit ihren Ohren hören sie nur schwer, und ihre Augen halten sie geschlossen, damit sie mit ihren Augen nicht sehen und mit ihren Ohren nicht hören, damit sie mit ihrem Herzen nicht zur Einsicht kommen, damit sie sich nicht bekehren und ich sie nicht heile. Ihr aber seid selig, denn eure Augen sehen und eure Ohren hören. Amen, ich sage euch: Viele Propheten und Gerechte haben sich danach gesehnt zu sehen, was ihr seht, und haben es nicht gesehen, und zu hören, was ihr hört, und haben es nicht gehört. Hört also, was das Gleichnis vom Sämann bedeutet. Immer wenn ein Mensch das Wort vom Reich hört und es nicht versteht, kommt der Böse und nimmt alles weg, was diesem Menschen ins Herz gesät wurde; hier ist der Samen auf den Weg gefallen. Auf felsigen Boden ist der Samen bei dem gefallen, der das Wort hört und sofort freudig aufnimmt, aber keine Wurzeln hat, sondern unbeständig ist; sobald er um des Wortes willen bedrängt oder verfolgt wird, kommt er zu Fall. In die Dornen ist der Samen bei dem gefallen, der das Wort zwar hört, aber dann ersticken es die Sorgen dieser Welt und der trügerische Reichtum, und es bringt keine Frucht. Auf guten Boden ist der Samen bei dem gesät, der das Wort hört und es auch versteht; er bringt dann Frucht, hundertfach oder sechzigfach oder dreißigfach.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé