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Kardinal Müller zelebriert die lateinisch-tridentinische Messe

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Kardinal Müller feierte am 24. November im römischen Priorat des Instituts des Guten Hirten die lateinische Messe, die Papst Franziskus verzweifelt zu verbieten versucht.

Es ist klar, dass Kardinal Müller keine Routine im Zelebrieren der Messe hat, da er zum Beispiel seinen Zeigefinger und Daumen nach der Konsekration nicht zusammenhält.

Bilder: gloria.tv (Screenshot)

Der Kampf gegen die Tradition trifft die Transalpinen Redemptoristen

Die Transalpinen Redemptoristen auf Neuseeland sind zum Ziel einer vatikanischen Untersuchung geworden.

Apostolische Visitationen und päpstliche Kommissare sind unter Papst Franziskus auch zu einem Instrument des einseitigen innerkirchlichen Eliminierungskampfes geworden, wenn sie gegen die Tradition eingesetzt werden. Nun trifft das Schwert auch die Transalpinen Redemtoristen, eine traditionsverbundene Ordensgemeinschaft, die über zwei Klöster verfügt. Das Hauptkloster befindet sich auf einer kleinen Insel der Orkney-Inseln, die vor der Nordküste Schottlands liegen. Das zweite Kloster wurde in Kakahu auf der Südinsel Neuseelands gegründet. Ein drittes Kloster befindet sich seit 2020 in den USA, konkret in der Diözese Great Falls-Billings im Staat Montana. Die Angriffe beziehen sich auf das zweite Kloster in der neuseeländischen Diözese Christchurch.

Die Transalpinen Redemptoristen wurden von Pater Michael Mary Sim gegründet, einem Redemptoristen, dem die Liberalisierungen im Redemptoristenorden, besonders auch im liturgischen Bereich, unerträglich geworden waren. 1987 setzte er den Schritt zur Neugründung eines Redemptoristenordens der Tradition. Dabei wurde er von Erzbischof Marcel Lefebvre unterstützt. Der junge Orden zog sich auf die einsame Insel Papa Stronsay auf den Orkney-Inseln zurück und blühte auf, sodaß es heute drei Klöster auf drei Kontinenten gibt. Bis 2008 blieben die Transalpinen Redemptoristen mit der Priesterbruderschaft St. Pius X. eng verbunden. Nachdem Papst Benedikt XVI. das Motu proprio Summorum Pontificum erlassen hatte, begaben sie sich in die volle Einheit mit Rom. 2012 wurde der Orden kirchenrechtlich anerkannt und unter die sogenannten Ecclesia-Dei-Gemeinschaften eingereiht.

Wie neuseeländische Medien berichteten, wurde vom Heiligen Stuhl eine Untersuchung eingeleitet wegen des Vorwurfs des „geistlichen und psychologischen Mißbrauchs“. Da der Begriff „Mißbrauch“ inzwischen sehr einseitig konnotiert ist, gilt es ausdrücklich darauf hinzuweisen, daß es nicht um sexuellen Mißbrauch geht. Den Redemptoristen der Tradition wird zum Vorwurf gemacht, nicht genehmigte Exorzismen durchgeführt zu haben.

Der Vatikan entsandte den emeritierten australischen Bischof Robert McGuckin nach Neuseeland, um gegen dortige Priester der Transalpinen Redemptoristen zu ermitteln. McGuckin ist Kirchenrechtler und war Richter am Kirchengericht für Australien und Neuseeland. Im Mai 2012 ernannte ihn Papst Benedikt XVI. zum Bischof von Toowoomba im australischen Staat Queensland. Im vergangenen Mai wurde er im 80. Lebensjahr, außergewöhnlich spät, von Papst Franziskus emeritiert.

Pater Magdala Maria, einer der beiden Priester, die im Kreuzfeuer der Kritik stehen

Msgr. McGuckin wurde beauftragt, als ersten Schritt den neuseeländischen Beschwerdeführer gegen die Transalpinen Redemptoristen zu befragen.

Vorausgegangen war eine Reportage der neuseeländischen Nachrichtenagentur Newshub, deren Zielscheibe die Transalpinen Redemptoristen waren, die im angelsächsischen Raum als Sons of the Most Holy Redeemer bekannt sind.

In Neuseeland ist man sehr überrascht über das römische Vorgehen, da ein vergleichbarer Schritt nicht bekannt ist und die Aktion weit oben angeordnet wurde. Noch vor zwei Jahren veröffentlichte das öffentlich-rechtliche Fernsehsender Television New Zealand (TVNZ) einen längeren Bericht. Doch die Redemptoristen der Tradition haben nicht nur Freunde in dem Inselstaat.

In einem zweiten Schritt will McGuckin verschiedene Personen befragen, die in der Newshub-Reportage Vorwürfe gegen Priester der Transalpinen Redemptoristen erhoben haben. Darunter sollen auch Personen sein, die die Kirche verlassen haben.

Die Newshub-Reportage wirft den für Canterbury (Neuseeland) zuständigen Priestern der Transalpinen Redemptoristen, Pater Anthony Mary und Pater Magdala Maria, „manipulatives Verhalten“ vor. Sie hätten sich in das Familienleben von Gläubigen eingemischt und mehrere nicht genehmigte Exorzismen durchgeführt.

Die Transalpinen Redemptoristen bestreiten ein Fehlverhalten. Sie sehen sich ungerechtfertigten Angriffen ausgesetzt. Sie würden nichts anderes tun, als die Lehre der Kirche zu verkünden und deren Gnadenmittel auszuschöpfen. Das Problem sei, daß manche in der Welt weder die geoffenbarte Wahrheit noch die Gnadenmittel der Kirche ertragen würden und daran Anstoß nehmen.

Gläubige aus dem Umfeld der Transalpinen Redemptoristen bestätigen diese Darstellung. Die Newshub-Reportage sei absichtlich skandalisierend gehalten und aufgebauscht. Letztlich werde dadurch die Kirche angegriffen. Um das zu tun, habe man sich eine Gemeinschaft der Tradition ausgesucht, weil man wisse, daß diese nicht mit der uneingeschränkten Solidarität in der Kirche rechnen könne. Auch die Reporter wüßten, wer in der Kirche zum Abschuß freigegeben ist.

An Rom war der Ortsbischof von Christchurch Msgr. Michael Gielen herangetreten. Im August besuchte der Bischof Rom und führte dort mit vatikanischen Stellen Gespräche über die Transalpinen Redemptoristen. Durch seine Eingabe wurde die Untersuchung ausgelöst. Gegenüber Newshub erklärte der Diözesanbischof: „Ich habe den Heiligen Stuhl um Rat gebeten. Als Reaktion darauf hat der Heilige Stuhl eine apostolische Visitation eingeleitet und Hochwürden Robert McGuckin, den emeritierten Bischof von Toowoomba, zum apostolischen Visitator ernannt.“

Hinter dem Vorwurf, es seien „nicht genehmigte“ Exorzismen durchgeführt worden, steht Msgr. Gielen, der betont, daß Exorzismen von ihm als Ortsbischof genehmigt werden müßten, dies aber nicht geschehen sei.

Hinter der Newshub-Reportage stehen Katholiken, die die Auflösung der Transalpinen Redemptoristen fordern.

Für weitere Informationen siehe den Internetauftritt der Transalpinen Redemptoristen.

VIDEO

TVNZ (2021) über die Transalpinen Redemptoristen auf Neuseeland

Quelle: katholische, G. N. Bild: TVNZ/Facebook/papastronsay (Screenshots)

Waffenfabrik in Moschee in Gaza entdeckt

© IDF

Israels Militär hat nach eigenen Angaben im Gazastreifen im Keller einer Moschee ein Waffenlager sowie eine Produktionsstätte für Raketen der Hamas gefunden. Zudem hätten Soldaten dort auch einen Tunneleingang entdeckt, teilte die Armee am Montagabend mit. In einem von der Armee veröffentlichten Video waren Raketen, Mörsergranaten, deren Bestandteile und der Tunnelschacht im Keller des Gebäudes in der heftig umkämpften Stadt Gaza zu sehen.

Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Die israelischen Streitkräfte werfen der islamistischen Hamas immer wieder vor, aus zivilen Einrichtungen heraus zu operieren und Zivilisten im Gazastreifen als menschliche Schutzschilde zu missbrauchen.

Soldaten hätten zudem eine Waffenfabrik der Terrororganisation Islamischer Jihad in dem Küstengebiet zerstört, teilte die Armee weiter mit. Sie nahmen den Angaben zufolge außerdem Kommandozentralen der Hamas in der Stadt Gaza ein. Weiterhin seien dort in den vergangenen Tagen Tunnel zerstört und viele Terroristen „eliminiert“ worden. Soldaten hätten sich Nahkämpfe mit ihnen geliefert.

Quelle: oe24

Wenn der Papst selbst das Schisma anstrebt

Papst Franziskus provoziert eine außergewöhnliche Situation in der Kirche: Der Papst selbst treibt ein Schisma voran.

Die Absetzung von Strickland ist ein Akt der Machtarroganz, der nach einer Reaktion verlangt

Die Absetzung des texanischen Bischofs Msgr. Joseph Strickland markiert einen Wendepunkt, der einer Kriegserklärung an die Kirche gleichkommt, einer ganz eigenen Art von Schisma, das im Gange ist und vom Papst selbst betrieben wird. Diese Situation verlangt nach einer Reaktion. Sie verlangt von den Bischöfen eine aktive Verweigerung aus Gewissensgründen, so der Sozialethiker Stefano Fontana.

Von Stefano Fontana*

Die Absetzung von Bischof Joseph Strickland aus der Diözese Tyler im Staat Texas ist ein symbolträchtiger Akt und markiert ohne Zweifel einen Wendepunkt. Warum spreche ich von einem symbolträchtigen Akt? Weil Strickland sich bei vielen Gelegenheiten und mit Beständigkeit durch die Bekräftigung von Glaubenswahrheiten und der katholischen Moral in bezug auf präzise Punkte der von Franziskus eingeführten und gewünschten Veränderungen ausgezeichnet hat. Seine Reden waren nicht allgemeiner Art über die Notwendigkeit, die Tradition zu bewahren. Allgemeinheit stört niemanden.

Es handelte sich vielmehr um sehr präzise Stellungnahmen zur Abtreibung, zur Zulassung von Abtreibungsbefürwortern zur Kommunion, zur Segnung gleichgeschlechtlicher Paare, zum Gender-Thema, zur neuen Synodalität… Alle Punkte der „Bergoglio-Agenda“ wurden im Namen dessen, was die Kirche immer gelehrt hat, angefochten. Wenn wir uns Franziskus als Redner auf einer Konferenz vorstellen, müssen wir Strickland als jemanden sehen, der im Hörsaal sitzt und ständig die Hand hebt, um dem Redner begründet zu widersprechen. Die Entfernung des Störenfrieds ist – in dem jetzt gegebenen Beispiel – gleichbedeutend damit, den Sicherheitsdienst zu rufen und ihn aus dem Konferenzsaal zu verweisen.

Diese Strafaktion von Franziskus markiert also ebenso eine neue Zeit, wie dies schon bei der Ernennung von Fernández zum neuen Glaubenspräfekten der Fall war. Franziskus ernannte den am wenigsten Ernennbaren oder, anders gesagt, den, der nur ernennbar war als einen Akt großer Dreistigkeit und Verachtung. Mit dieser Ernennung war die künftige Agenda bereits abgesteckt, die wir nun pünktlich erleben. Die Ernennung sollte endgültig klarstellen, daß es kein Zurück mehr geben würde, und sie beendete auch eine gewisse politische Zurückhaltung, die von Franziskus in anderen Bereichen angewandt wurde, als er die Verwirklichung von Ergebnissen zurückstellte, die er zwar geplant hatte, für die aber, wie er feststellen mußte, die Zeit noch nicht reif war.

Die Rede ist zum Beispiel von der Amazonassynode, die laut vorheriger Planung weit mehr Neuerungen hätte beschließen sollen, als tatsächlich beschlossen wurden, oder von der jüngsten Synodalitätssynode, die zu einer großen Plauderei zwischen Freundeskreisen zurückgestuft wurde. Das gleiche wie bei der Ernennung von Fernández ist nun mit der Entlassung von Strickland geschehen: ein höchst symbolischer Akt, der einer Kriegserklärung an die Kirche gleichkommt. Die Botschaft: Es gibt kein Zurück mehr, das Schisma ist vollzogen.

Apropos Schisma. Bei der Rückkehr von seinem Besuch in Mosambik, Madagaskar und Mauritius am 10. September 2019 hatte Franziskus gesagt, er werde für die Einheit der Kirche beten, habe aber keine Angst vor einer Spaltung. In bezug auf die amerikanischen Bischöfe erklärte er:

„Kritik hilft, und wenn man Kritik erhält, muß man sofort selbstkritisch sein. Ich sehe immer die Vorteile der Kritik … Ich mag es, wenn man die Ehrlichkeit hat, es zu sagen. Ich mag es nicht, wenn Kritik unter den Tisch fällt, man vielleicht mit den Zähnen lächelt und einem dann in den Rücken fällt. Kritik ist ein Baustein und kann einen Dialog in Gang setzen. Stattdessen ist die Kritik an Arsenpillen ein bißchen so, als würde man den Stein werfen und die Hand verstecken“.

Strickland hatte die Ehrlichkeit, Kritik „zu sagen“, aber er wurde trotzdem dafür geschlagen, und diese Tat trägt zweifellos dazu bei, den schismatischen Prozeß zu beschleunigen. Aber wer drängt auf ein Schisma? Strickland oder Franziskus?

Man könnte sagen, daß die Suspendierung eines Bischofs ein Disziplinarakt ist, während die Kirche durch den Glauben und damit die Lehre als geoffenbarte Wahrheit zusammengehalten wird. Aber Franziskus hat uns inzwischen daran gewöhnt – und einige weisen schon lange darauf hin –, daß er Veränderungen durch die Praxis umsetzt, wie es auch in diesem jüngsten Fall so ist. Wer auf formale revolutionäre Erklärungen wartet, wartet vergeblich. Wir bekommen höchstens zweideutige und absichtlich verpfuschte Antworten zu lesen, wie im Fall der jüngsten Antworten des Glaubensdikasteriums. Dies bestätigt, daß die Absetzung von Strickland ein Akt der Kirchenpolitik ist, ein Akt der Machtarroganz, die Ausübung einer politischen „Souveränität“, die sich nicht mit Erklärungen oder Dokumenten aufhält, sondern durch ihr Handeln durchsetzt. Inzwischen kommt es immer häufiger zu solchen leviathanischen Handlungen, ein Zeichen dafür, daß man die Dinge beschleunigen will, daß Veränderungen schnell umgesetzt und Feinde beseitigt werden, ohne Gefangene zu machen.

Nach der „Strickland-Affäre“, die rasch auf die „Fernández-Affäre“ folgte, muß man sich fragen, wie man sich angesichts dieser neuen Zeit, die durch die Beschleunigung des gewaltsam durchgesetzten Neuen gekennzeichnet ist, verhalten soll. Bisher kamen jene, die mit den von Franziskus eingeleiteten und geführten Tendenzen und Prozessen nicht einverstanden waren, mehr schlecht als recht damit durch, zwischen dem, was er sagte und tat, und dem, was er in offiziellen Dokumenten zum Ausdruck brachte, zu unterscheiden. Abgesehen davon, daß es auch in letzteren einige höchst kritikwürdige Aspekte gibt, wie z. B. in dem Apostolischen Schreiben Amoris laetitia, versteckte sich die besagte Unterscheidung schließlich hinter der Phrase: „Ja, schon, aber das ist doch kein Lehramt“. Und die Absetzung eines Bischofs? „Ja, schon, aber das ist doch kein Lehramt“.

So kam es zu einer Art von Abwesenheit und Schweigen vieler, solange, bis ernsthafte lehrmäßige Neuerungen nicht nur in Taten, sondern auch in einem offiziellen Dokument zum Ausdruck kamen. Seit der Ernennung von Fernández und der Entlassung von Strickland ist eine solche Position „der Unterscheidung“ nicht mehr ausreichend, wenn sie es denn je war. Die abwartende Opposition muß aus den Startlöchern kommen. Wir werden sehen, wie viele Bischöfe, abgesehen von Msgr. Schneider, der bereits interveniert hat, und wie viele Laien dies tun werden. Die Verweigerung aus Gewissensgründen muß nicht nur stillschweigend, sondern aktiv ausgeübt werden.

*Stefano Fontana, Direktor des International Observatory Cardinal Van Thuan for the Social Doctrine of the Church; Fontana lehrte bereits an verschiedenen Universitäten und war unter Erzbischof Crepaldi auch Chefredakteur der Kirchenzeitung der Diözese Triest; zu seinen jüngsten Publikationen gehören „La nuova Chiesa di Karl Rahner“ („Die neue Kirche von Karl Rahner. Der Theologe, der die Kapitulation vor der Welt lehrte“, Fede & Cultura, Verona 2017), gemeinsam mit Erzbischof Paolo Crepaldi von Triest „Le chiavi della questione sociale“ („Die Schlüssel der sozialen Frage. Gemeinwohl und Subsidiarität: Die Geschichte eines Mißverständnisses“, Fede & Cultura, Verona 2019), „La filosofia cristiana“ („Die christliche Philosophie. Eine Gesamtschau auf die Bereiche des Denkens“, Fede & cultura, Verona 2021).

Quelle: katholisches, G. N. Bild: VaticanMedia (Screenshot)

Bischof Athanasius Schneider ist ein Verfechter der traditionellen Messe

S.E. Bischof Athanasius Schneider

Auf der Konferenz über katholische Identität, die von der Zeitschrift The Remnant am 1. und 2. Oktober 2022 in Pittsburgh (USA) veranstaltet wurde, gab Weihbischof Athanasius Schneider mehrere Erklärungen ab. Hier finden Sie die wichtigsten Aussagen des deutschstämmigen Weihbischofs von Astana (Kasachstan) über die traditionelle Messe und die Verfolgung, der sie in Rom und in den Diözesen ausgesetzt ist.

Auf LifeSiteNews [LifeSite Home – US-Ausgabe (lifesitenews.com) ] vom 4. Oktober waren folgende Worte aus seinem Vortrag in Pittsburgh zu lesen: „Die herrschenden Mächte hassen das Heilige, und deshalb verfolgen sie die traditionelle Messe, dennoch sollte man nicht mit Zorn und Kleinmut antworten, sondern mit tiefer Gewissheit der Wahrheit, innerem Frieden, Freude und Vertrauen in die göttliche Vorsehung.“ 

Der Prälat bekräftigt: „Den reformierten Ritus von Papst Paul VI. zum einzigen Ausdruck der lex orandi des römischen Ritus zu erklären – wie es Papst Franziskus tut -, ist eine Verletzung der zweitausendjährigen Tradition, die von allen römischen Päpsten respektiert wird, die niemals eine so rigide Intoleranz gezeigt haben.“  Er fügte hinzu: „Man kann nicht plötzlich einen neuen Ritus schaffen, wie es Paul VI. getan hat, und erklären, dass dieser Ritus der ausschließliche Ausdruck des Heiligen Geistes in unserer Zeit ist, und gleichzeitig den vorherigen Ritus – der sich im Laufe von mindestens tausend Jahren praktisch nicht verändert hat – als fehlerhaft und schädlich für das spirituelle Leben der Gläubigen darstellen.“ Eine solche Argumentation führe „unweigerlich zu dem Schluss, dass der Heilige Geist sich selbst widerspricht“. 

In diesem Punkt greift Msgr. Schneider die Kritik auf, die die Kardinäle Alfredo Ottaviani und Antonio Bacci bereits 1969 äußerten: „Der neue Ordo von Paul VI. schwächt zweifellos die lehrmäßige Klarheit hinsichtlich des Opfercharakters der Messe und schwächt die Sakralität und das Mysterium des Gottesdienstes selbst erheblich.“ Wohingegen die traditionelle Messe „eine eminente doktrinale Integrität und rituelle Erhabenheit“ enthält und ausstrahlt. 

Dies erklärt die Feindseligkeit derjenigen, die die traditionelle Messe verfolgen: „Der Glanz der Wahrheit, der heilige und übernatürliche Charakter des traditionellen Messritus beunruhigt unter den Klerikern, die im Vatikan hohe Positionen bekleiden, gerade diejenigen, die wie andere eine neue, revolutionäre theologische Position eingenommen haben, die der protestantischen Sicht der Eucharistie und des Gottesdienstes, die durch Anthropozentrismus und Naturalismus gekennzeichnet ist, näher steht.“ 

Der Weihbischof betont: „Paul VI. ist der erste Papst in zweitausend Jahren, der es gewagt hat, eine Revolution des Messordinariums durchzuführen: eine echte Revolution.“ Diese Aussage lässt einen hoffen, dass Schneider sich für die ausschließliche Zelebration der traditionellen Messe entscheidet, obwohl er derzeit unter bestimmten Umständen auch die Messe von Paul VI. zelebriert. Umso mehr, als er im Folgenden Priester und Gläubige, die an der traditionellen Messe festhalten, eindringlich auffordert, sich nicht vor einer Form des „liturgischen Exils“ zu fürchten, das sie wie eine Verfolgung für Gott empfangen. 

Er zieht dann diese historische Parallele: „Die gegenwärtige Verfolgung, die sich gegen einen Ritus richtet, der von der römischen Kirche mindestens ein Jahrtausend lang – und damit lange vor dem Konzil von Trient – eifersüchtig und unveränderlich gehütet wurde, erinnert heute an eine ähnliche Situation wie die Verfolgung der Integrität des katholischen Glaubens während der arianischen Krise im vierten Jahrhundert. Diejenigen, die damals den katholischen Glauben unveränderlich bewahrten, wurden von der großen Mehrheit der Bischöfe aus den Kirchen verbannt, und sie waren die ersten, die in gewisser Weise heimliche Messen feierten.“

An die Adresse der Verfolger gerichtet fügte er hinzu: „Wir können diesen geistig verblendeten und arroganten Kirchenmännern unserer Zeit, die den Schatz des traditionellen Messritus verachten und die Katholiken verfolgen, die an ihm festhalten, sagen: Es wird euch nicht gelingen, den traditionellen Messritus zu besiegen und zu vernichten. Heiligster Vater, Papst Franziskus, es wird Ihnen nicht gelingen, den traditionellen Ritus der Messe zu vernichten. Warum ist das so? Weil Sie gegen das Werk kämpfen, das der Heilige Geist mit so viel Sorgfalt und Kunstfertigkeit über die Zeitalter hinweg gewoben hat.“ 

Am 13. Oktober beantwortete Msgr. Schneider die Fragen von Michael Matt, dem Direktor von The Remnant, und erläuterte das Wesen des wahren Gehorsams in der Kirche mit Erklärungsansätzen, die an die von Bischof Marcel Lefebvre vor über 40 Jahren entwickelten erinnern: „Wir müssen weitermachen, auch wenn wir in manchen Fällen sagen, dass wir dem Papst im Moment nicht gehorchen können, weil er diese Gebote oder Befehle erlassen hat, die offensichtlich den Glauben untergraben oder uns den Schatz der Liturgie wegnehmen; sie ist die Liturgie der ganzen Kirche, nicht seine eigene, sondern die unserer Väter und Heiligen, also haben wir ein Recht darauf. 

In diesen Fällen werden wir, selbst wenn wir formell ungehorsam sind, der gesamten Kirche aller Zeiten gehorchen, und sogar durch einen solchen formellen, scheinbaren Ungehorsam werden wir dem Heiligen Stuhl Ehre erweisen, indem wir die Schätze der Liturgie bewahren, die ein Schatz des Heiligen Stuhls ist, der jedoch zeitweilig eingeschränkt oder Gegenstand der Diskriminierung durch diejenigen ist, die derzeit hohe Ämter am Heiligen Stuhl innehaben.“ 

In einem Interview mit dem Direktor von LifeSiteNews, John-Henry Westen, am 28. Oktober kommt Bischof Schneider auf die Verfolgung zurück und erinnert an die Zeit der Katakomben: „Ein Beispiel für diese Art von Situation, sowohl für Gläubige als auch für Priester – von denjenigen, die die hohen Positionen in der Kirche innehaben, von den Bischöfen, gewissermaßen verfolgt und ausgegrenzt zu werden – ist die Situation, die wir im vierten Jahrhundert mit dem Arianismus erlebt haben.

Damals verfolgten die gültigen Bischöfe, die rechtmäßigen Bischöfe, jedenfalls die Mehrheit von ihnen, die wahren Katholiken, die die Tradition des Glaubens an die Gottheit Jesu Christi, des Sohnes Gottes, bewahrten. Dies war die Frage von Leben und Tod, der Wahrheit und der Glaubenstradition. Und so wurden diese aus den Kirchen vertrieben, sie waren gezwungen, zu den „Wurzeln“, den Messen im Freien, zu gehen. 

In gewisser Weise können auch wir uns mit solchen Situationen konfrontiert sehen. Und das ist auch schon passiert, vor allem nach Traditionis custodes. Es gibt Orte, an denen die Menschen buchstäblich aus den Pfarrkirchen vertrieben werden, in denen sie jahrelang die traditionelle lateinische Messe hatten, die von Papst Benedikt XVI. und den Ortsbischöfen gebilligt worden war. 

Heute, im neuen Kontext von Traditionis custodes, vertreiben einige Bischöfe – ich wiederhole – buchstäblich die besten Gläubigen, die besten Priester aus den Kirchen, den Pfarrkirchen: Sie vertreiben sie aus der Pfarrkirche, die als Mutterkirche bezeichnet wird. Und diese Gläubigen sind dann gezwungen, sich neue Gotteshäuser, Turnhallen, Schulen oder Versammlungsräume usw. zu suchen. 

Das ist eine Situation, die einer gewissen Form von Katakombenzeit ähnelt. Es sind nicht wörtlich Katakomben, weil sie immer noch öffentlich feiern können, aber man kann es mit Katakombenzeit vergleichen, weil sie die offiziellen Strukturen und Gebäude der Kirche nicht nutzen können.“ 

Erzbischof Schneider erinnerte noch einmal daran, was Gehorsam in der Kirche wirklich bedeutet: „Wir müssen das wahre Konzept und die Bedeutung von Gehorsam klarstellen. Der Heilige Thomas von Aquin sagt, dass wir den absoluten, bedingungslosen Gehorsam nur Gott allein schulden, aber keinem Geschöpf, auch nicht dem Papst selbst. Der Gehorsam gegenüber dem Papst und den Bischöfen in der Kirche ist daher ein begrenzter Gehorsam. 

Wenn also der Papst oder die Bischöfe etwas anordnen, das offensichtlich die Fülle des katholischen Glaubens und die Fülle der katholischen Liturgie – diesen Schatz der Kirche, die traditionelle lateinische Messe – beeinträchtigen wird, ist das schädlich, da es die Reinheit des Glaubens beeinträchtigt; indem man die Reinheit der Heiligkeit der Liturgie beeinträchtigt, beeinträchtigt man die ganze Kirche. 

Wir vermindern das Wohl der Kirche, das geistliche Wohl der Kirche. Wir schmälern das Wohl unserer Seelen. Und daran können wir nicht mitarbeiten. Wie könnten wir an einer Verringerung der Reinheit des Glaubens mitarbeiten, wie könnten wir an einer Verringerung des heiligen, erhabenen Charakters der Liturgie der Heiligen Messe mitarbeiten, der traditionellen, tausendjährigen Messe aller Heiligen? 

In einer solchen Situation haben wir die Pflicht (es geht nicht nur darum zu sagen, dass wir bei bestimmten Gelegenheiten „können“), dem Heiligen Vater, den Bischöfen, zu sagen: Bei allem Respekt und aller Liebe, die wir Ihnen schulden, können wir diese Befehle, die Sie erteilen, nicht ausführen, weil sie dem Wohl unserer heiligen Mutter Kirche schaden. 

Wir müssen also andere Orte suchen, indem wir dennoch in gewisser Weise formell ungehorsam sind. Aber in Wirklichkeit werden wir unserer heiligen Mutter Kirche gehorsam sein, die größer ist als ein einzelner Papst. Die heilige Mutter Kirche ist größer als ein bestimmter Papst! Und so gehorchen wir unserer heiligen Mutter Kirche. 

Wir gehorchen den Päpsten aller Zeitalter, die die Reinheit des katholischen Glaubens bedingungslos und kompromisslos gefördert, verteidigt und geschützt haben, und die auch die Heiligkeit und die unveränderliche Liturgie der Heiligen Messe durch alle Jahrhunderte hindurch verteidigt haben.“ 

(Quellen: fsspx.news/de The Remnant/LifeSiteNews – trad. à partir de J. Smits/DICI n°426 – FSSPX.Actualités) Illustration: Flickr / Fr Lawrence Lew, O.P: (CC BY-NC-ND 2.0)

Der Papst duldet keine Kritiker – Zur Absetzung von Bischof Joseph Strickland

GNADENLOSE „BARMHERZIGKEIT“

Ein gnadenloser Papst Franziskus enthob den Bischof von Tyler, Msgr. Joseph Strickland, seines Amtes

Papst Franziskus enthob Msgr. Joseph Strickland, den mutigen Bischof der US-Diözese Tyler, seines Amtes. Die Absetzung erfolgte ohne Angabe von Gründen. Damit ist eingetreten, was viele, erwartet und befürchtet hatten.

Bischof Strickland gehört zu den offensten Kritikern des derzeitigen Pontifikats im US-amerikanischen Episkopat. Er bringt seine Kritik begründet und pointiert, vor allem aber offen und entwaffnend vor, indem er sagt, was Sache ist. Das kam in Rom allerdings nicht gut an. Santa Marta wurde im Vorfeld über gleich mehrere Kanäle über jeden Schritt von Bischof Strickland informiert. Gegen ihn wurde auch direkt interveniert. Das geschah sowohl über bergoglianische Bischöfe im US-Episkopat, die Santa Marta besonders nahestehen, als auch über die Apostolische Nuntiatur. In Rom selbst war es, einmal aufmerksam gemacht, ein Leichtes, die wichtigsten Äußerungen von Msgr. Strickland auch auf Distanz zu überwachen, da der Bischof von Tyler in den sozialen Medien sehr aktiv ist.

Der Bischof und seine Diözese wurden durchleuchtet, um das Haar in der Suppe zu finden. Spätestens mit dem 13. Mai sei die Entscheidung gegen Strickland gefallen, hieß es schon im vergangenen Sommer. Damals schrieb der Bischof auf Twitter:

„Ich glaube, daß Papst Franziskus der Papst ist, aber es ist Zeit für mich zu sagen, daß ich sein Programm, das Glaubensgut zu untergraben, ablehne. Folge Jesus nach.“

Kurz darauf, im Juni, schickte Papst Franziskus Apostolische Visitatoren nach Texas. Das war spätestens das Alarmsignal für drohendes Ungemach. Bischof Strickland wußte damit, daß er ins Visier genommen wurde. Er änderte damit aber weder seine Haltung noch die Art seiner Äußerungen. Er unterstützte so gut es ging, glaubenstreue Katholiken auch außerhalb seiner Diözese, insbesondere die Lebensrechtsbewegung. Er sprang ein, wo andere Bischöfe kneiften.

Eine Aufnahme aus früheren Zeiten: Papst Franziskus begrüßt Bischof Joseph Strickland in Rom

Bischof Strickland war auch eine wichtige Stütze für die Tradition, der er sich sehr nahe fühlte und nicht nur in seiner Diözese, sondern auch außerhalb förderte. Am 1. August schrieb Msgr. Strickland mit klarer Anspielung auf das Motu proprio Traditionis custodes und darauf folgenden Aktionen:

„Jeder Versuch, die traditionelle Messe von der Kirche zu trennen, ist ein Angriff auf die ungebrochene Verbindung zur Tradition die von den Aposteln empfangen wurde, und ein Angriff auf das Glaubensgut.“

Strickland selbst hatte sich durch mehrere Jahre des intensiven Studiums und Gebets dem überlieferten Ritus angenähert und erstmals 2020 diesen selbst zelebriert. So erklärte er auch, daß die Priesterbruderschaft St. Pius X., ungeachtet ihres ungeklärten kanonischen Status, keine schismatische Gruppe ist. Das verschaffte ihm, nach den unter Papst Franziskus angelegten Maßstäben, in Rom keine Sympathien.

Auch im Zusammenhang mit der Synodalitätssynode warnte Bischof Strickland klarsichtig vor den Gefahren des von Papst Franziskus eingeschlagenen Weges.

Die aufrechte Haltung, die Strickland bereits in den vergangenen Jahren gezeigt hatte, zeigte er auch im Moment seiner Absetzung. Der Apostolische Nuntius in den USA, Msgr. Christophe Pierre, einer der Hauptakteure zugunsten der Entlassung, hatte Strickland im Namen von Papst Franziskus zum Rücktritt aufgefordert. Man wollte die Angelegenheit „elegant“ regeln. Doch Bischof Strickland weigerte sich, zurückzutreten, denn er habe sich nichts zuschulden kommen lassen. So erfolgte heute – denn bist du nicht willig, dann brauch ich Gewalt – seine Amtsenthebung.

Doch letztlich stand von Anfang an fest, daß Santa Marta einen ungleichen Kampf gegen Bischof Strickland führte. Es gab kein gemeinsames Handeln, keine persönlichen Gespräche: Es wurde einseitig gegen den Bischof gearbeitet.

Am Ende stand die Absetzung, die im Tagesbulletin des vatikanischen Presseamtes knapp und ohne Nennung von Gründen verlautbart wurde:

„Der Heilige Vater hat S. E. Msgr. Joseph Strickland von der pastoralen Leitung der Diözese Tyler (USA) entbunden und den Bischof von Austin, S. E. Msgr. Joe Vásquez, zum Apostolischen Administrator der frei gewordenen Diözese ernannt.“

Bischof Strickland wurde vor wenigen Tagen, am 31. Oktober, 65 Jahre alt. Zum Vergleich: Papst Franziskus vollendet im Dezember sein 87. Lebensjahr.

Laut Kirchenrecht kann die Absetzung eines Bischofs durch den Papst nur unter äußerst triftigen Gründen und unter Einhaltung formaler Bestimmungen erfolgen. Soweit die Theorie. In Wirklichkeit kann der Papst ein- und absetzen, wen er will, denn über ihm gibt es keine Rechtsinstanz. Er in Person ist der höchste Gerichtsherr der Kirche. Wer also sollte gegen eine Entscheidung von ihm wo Beschwerde oder Einspruch einlegen. Es gibt keine Instanz dafür. Das Kirchenrecht hilft da ebenso wenig weiter wie in der immer wieder gestellten Frage, ob Franziskus durch sein Handeln nicht sein Papsttum verwirkt habe.

Die meisten Päpste gingen mit ihren Vollmachten sehr zurückhaltend um, man denke an den unmittelbaren Amtsvorgänger Benedikt XVI. Papst Franziskus ist jedoch aus einem ganz anderen Holz geschnitzt. Benedikt XVI. wurde von seinen Gegnern in und außerhalb der Kirche als „Panzerkardinal“ verunglimpft, während Franziskus beklatscht wird. Dabei regierte der deutsche Papst mit ausgesprochen milder Hand, während unter Franziskus ein eisernes Regime herrscht.

Bischof Strickland ist nicht der erste unter den eher dünn gesäten herausragenden Bischöfen, den Franziskus über die Klinge springen ließ, und er wird wohl auch nicht der letzte sein.

Die Diözese Tyler verliert ihren guten Bischof, doch die ganze katholische Welt gewinnt einen Bischof, der nun, da noch verhältnismäßig jung, grenzenlos die Brüder im Glauben stärken kann.

Quelle: katholisches, G. Nardi (auszugsweise) Bild: Vatican.va/VaticanMedia (Screenshots)