Archiv für den Monat: Januar 2019

Tagesevangelium – 29.01.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus – Mk 3,31-35

In jener Zeit kamen die Mutter Jesu und seine Brüder; sie blieben vor dem Haus stehen und ließen ihn herausrufen. Es saßen viele Leute um ihn herum, und man sagte zu ihm: Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und fragen nach dir. Er erwiderte: Wer ist meine Mutter, und wer sind meine Brüder? Und er blickte auf die Menschen, die im Kreis um ihn herumsaßen, und sagte: Das hier sind meine Mutter und meine Brüder. Wer den Willen Gottes erfüllt, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Gefeiert am 28. Januar

Hl. Josef Freinademetz – Missionar

* 15. April 1852 im Weiler Oies bei Pedraces, im südtiroler Gadertal
† 28. Januar 1908 in Taikia bei Tsining/Jining in Süd-Shantung, China

Josef stammte von der ladinisch-sprachigen Bevölkerung Südtirols. Seine Eltern waren einfache, tief im Glauben verwurzelte Bergbauern. In Brixen lernte der Deutsch und besuchte das Gymnasium, wo einer der Lehrer, ein missionsbegeisterter Augustiner, in ihm wie in anderen Schülern die Berufung zum Missionar weckte. Doch zuerst studierte Josef in Brixen Theologie und wurde Priester der Diözese Brixen (1875). Als Kooperator (Kaplan) in St. Martin im heimatlichen Gadertal gewann er schnell die Herzen und die Hochachtung seiner Landsleute, besonders der Kinder. Als er von der Gründung des Missionshauses in Steyl erfuhr, bat er mit Erlaubnis seines Bischofs bei Arnold Janssen um Aufnahme. Nach acht Tagen Fahrt mit Bahn und zu Schiff über Innsbruck, München, Köln, Venlo kam er am 27. August 1878 in Steyl an der Maas an. Für den Sohn des Dolomiten-Tales war das schon eine Erfahrung von weiter Welt. An die andere Mentalität und Religiosität der Menschen im deusch-holländischen Grenzland musste er sich erst gewöhnen.

Anfang 1879 wurde Josef Freinademetz zusammen mit dem Bayer Johann Baptist Anzer in die Mission ausgesandt, die ersten Steyler Missionare. Am Weißen Sonntag, 20. April 1879 kamen sie in Hongkong an. Bischof Raimondi schickte Freinademetz auf die Insel Saikung, um die Sprache zu lernen und Volk, Sitte, Kultur und Mentalität der Menschen und Missionsarbeit kennen zu lernen. Knapp 2 Jahre dauerte diese Lehrzeit, dann erhielten die Steyler Missionare ein eigenes Missionsgebeit, den Süden der Provinz Chantung/Shandon, ein Gebiet etwa so groß wie Bayern mit circa 9 Millionen Einwohnern und einer kleinen katholischen Gemeinde von etwa 173 Gläubigen im äußersten Nordwesten des Gebietes. Anzer wurde der Obere der Mission. Freinademetz wurde Wandermissionar. Anzer schickte ihn immer wieder in andere, sehr unterschiedliche Gegenden seines Gebietes, um dort mit der Missionierung zu beginnen. Durch das enge Zusammenleben mit den einfachen, meist armen Menschen lernte Freinademetz nicht nur die Sprache gut kennen (er musste einen völlig neuen Dialekt lernen), sondern auch die alte Kultur der einfachen Bevölkerung, ihr Denken, ihre Sitten – er lernte die Chinesen lieben. War anfangs sein Urteil über die Chinesen sehr hart gewesen, so schätzte er sie jetzt über alles, obwohl er auch ihre schwachen Seiten sehr scharf sah. Er wurde – soweit das überhaupt möglich ist – einer von ihnen, obwohl er sich gleichzeitig lebenslang mit seiner ladinischen Heimat eng verbunden fühlte.

Freinademetz war zu einhundert Prozent Missionar und setzte alles, was er war und was er hatte, für die Bekehrung seiner geliebten Chinesen ein. Er arbeitete hart und gebrauchte alles, was die Spiritualität seiner Zeit ihm als Hilfe anbot: intensives und langes Beten, auch nachts, Fasten, Sich-Kasteien und in allem – seine Liebe. Er suchte sich mit größter Gewissenhaftigkeit ans seinem Vorbild, dem Herzen Jesu (sein Name für Jesus Christus), zu schulen; selbst für einen lieblosen Blick bestrafte er sich selbst hart.

Steyl sandte immer neue Missionare nach China, und viele Missionsstationen erstanden. Nach Anzer wurde Freinademetz Provinzoberer der Steyler Missionare in China und war wohl der einzige, der alle Stationen besucht hat. Anzer war Bischof geworden, und wenn er nach Europa reisen musste, vertrat ihn Freinademetz, sechsmal insgesamt. Freinademetz arbeitete hart, auch als der Typhus sich stark bemerkbar machte, er arbeitete, bis es nicht mehr ging, und dann bereitete er sich auf seinen Tod vor.  Viel wurde von Missionaren und Gläubigen um seine Heilung gebetet. Als sein Tod gemeldet wurde, begannen viele, nicht nur für ihn zu beten, sondern auch zu ihm, um seine Fürsprache bei Gott.

Zusammen mit dem Gründer des Steyler Missionswerkes Arnold Janssen wurde Josef Freinademetz am 19. Oktober 1975 selig gesprochen und am 5. Oktober 2003 heilig gesprochen.

Hl. Thomas von Aquin – Ordensmann und Kirchenlehrer

* um 1225 in Roccasecca in Italien
† 7. März 1274 im Kloster Fossanuova bei Terracina in Italien

Thomas, 1224/1225 auf der Burg Rocca in der Grafschaft und Diözese Aquino bei Neapel geboren, stammte aus einem lombardischen Adelsgeschlecht und war ein Großneffe Kaiser Friedrichs I. Papst Honorius III. war sein Pate. Fünfjährig kam er zur Erziehung in das nahe Kloster Montecassino, und seine Eltern hätten wohl gern gesehen, dass er in diesem berühmten Kloster einmal seinem Onkel als Abt nachfolgen würde, da er nun einmal früh religiöse Neigungen zeigte und offensichtlich nicht nach einer weltlichen Karriere strebte. Doch Thomas trat bei Gelegenheit seiner Studien in Neapel, etwa 1244/45, in den Dominikanerorden ein. Wie kommt ein Mann seiner Herkunft zu diesem noch jungen, wenig angesehenen armen Predigerorden? Es wird berichtet, dass Thomas schon sehr früh eine Liebe zu den Armen und Bettlern fasste und sie oft beschenkte. Auch lebte er persönlich einfach und lehnte von Anfang an alle Ämter und Würden ab. In Demut wollte er mit seinen Gaben Gott dienen, nichts anderes. Seine Familie, mit den Großen ihrer Zeit verwandt und politisch einflussreich, wollte diesen Lebensentwurf nicht dulden. Thomas wurde auf dem Weg nach Paris (oder Bologna?) von seinen Brüdern entführt und auf dem Familiensitz in einem Turm festgesetzt, auf dass er zur Besinnung käme. Den jungen Ordensmann beeindruckte das nicht, und schließlich wurde er freigelassen und konnte in Paris seine weiteren Studien aufnehmen. Sein Lehrer dort, der ihn auf den Weg brachte, auf dem er später berühmt werden sollte, war Albertus Magnus (hl., 15.11.). Ihm folgte er nach Köln, wo er von 1248-52 sein Schüler war. In Köln soll es auch gewesen sein, dass man Thomas den „stummen Ochsen“ nannte, wegen seiner massigen Gestalt und seiner Schweigsamkeit, wozu Albert bemerkte: „Dieser stumme Ochse wird einst brüllen, dass die ganze Welt davon widerhallt“. 1248 wurde Thomas zum Priester geweiht, ab 1252 hielt er in Paris als Baccalaureus seine ersten Vorlesungen, ab 1256 finden wir ihn als Magister der Theologie und 1257 als Professor, und sein Ruf verbreitete sich in ganz Europa. 1260 wurde er zurückgerufen, sein Orden ernannte ihn zum Hauptprediger in Italien. Für Papst Urban IV. wirkte er 1261-1265 in Orvieto als Lector curiae, ebenso für Papst Clemens IV. in den Jahren 1267-1268 in Rom und Viterbo.  Dazwischen leitete er die Ordensschule in Rom. 1269-72 lehrte und forschte er wieder in Paris, schließlich bis 1274 in Neapel. Auf Bitten des Papstes machte er sich Anfang März 1274, bereits von Krankheit gezeichnet, auf den Weg zum zweiten Konzil von Lyon, doch er kam nicht weit. Im Kloster Fossanuova, südlich von Rom, starb er am 7. März, knapp 50 Jahre alt.

In dieser Skizze, die bereits ein ausgefülltes Leben zeigt, ist sein eigentliches Schaffen, die Grundlegung der christlichen Philosophie, noch gar nicht genannt, die sich vor allem in den Hauptwerken „Summa contra gentiles“ („Summe gegen die Heiden“) und „Summa theologica“ (auch: „Summa theologiae“, Summe der Theologie) offenbart.  Thomas taufte gewissermaßen den heidnischen Philosphen Aristoteles und machte ihn für die Theologie nutzbar. Es ging um nichts weniger als um die Grundlegung der Theologie als Wissenschaft, ohne einerseits die Philosophie zu verfälschen und andererseits die Theologie zu verraten, mit anderen Worten, um die Vereinbarkeit von Glaube und Vernunft, ein Thema, das in jüngster Zeit von den Päpsten Johannes Paul II. und Benedikt XVI. mit leidenschaftlichem Eifer wieder hervorgehoben wurde.

Thomas war einer der ganz Großen der Philosophie und der Theologie, aber das allein hätte ihn nicht zu einem Heiligen gemacht, wäre er nicht auch einer der ganz Großen des Glaubens gewesen. Der Glaube war es, der ihn dieses ungeheure Lebenswerk schaffen ließ. Von seiner Liebe zu den Armen, von seiner Einfachheit und seiner Ablehnung jeglicher, auch kirchlicher, Karriere, war schon die Rede. Doch er war auch ein Mann des Gebets, immer in enger Verbundenheit mit seinem Herrn, dem allein er dienen wollte, für den allein er alle Kraft und Begabung einsetzte. Eine besondere Liebe hegte er zur hl. Eucharistie. Davon zeugt die Tatsache, dass er mit der Schaffung des Offiziums (Messtexte und Stundengebet) für das Fronleichnamsfest beauftragt wurde, und so kennen wir ihn denn als „normale Gläubige“ eher durch seine von tiefer Einsicht und Frömmigkeit getragenen Hymnen „Pange lingua“ (Gotteslob Nr. 494) und „Adoro te devote“ (dt. Gotteslob Nr. 497) sowie die Sequenz des Fronleichnamsfestes „Lauda Sion“ (verschiedene Übersetzungen, z.B. „Deinem Heiland, Deinem Lehrer“). Gegen Ende seines Lebens, so ist überliefert, habe Thomas, während er eine hl. Messe feierte, es soll am Nikolaustag gewesen sein, eine Vision oder ein mystisches Erlebnis gehabt. Zu seinem Vertrauten Reginald sagte er danach: „Ich kann nicht mehr schreiben. Ich habe Dinge gesehen, vor denen alles, was ich geschrieben habe, wie Stroh erscheint.“ Seine letzten Worte, nachdem er gebeichtet und die hl. Kommunion empfangen hatte: „Ich empfange dich als Lösepreis meiner Seele, als Wegzehr meiner Pilgerschaft. Dir zuliebe habe ich studiert, gewacht, gearbeitet, gepredigt, gelernt. Mit Wissen habe ich niemals etwas gegen dich gesagt. Sollte ich aber über dieses Sakrament oder über andere Gegenstände weniger gut gelehrt oder geschrieben haben, so unterstelle ich es dem verbessernden Urteil der heiligen römischen Kirche, in deren Gehorsam ich aus diesem Leben scheide.“

Schon 1323 wurde Thomas heiliggesprochen.  Am 28. Januar 1369 wurde sein Leib in den Dom von Toulouse übertragen. 1567 wurde ihm der Titel eines Kirchenlehrers verliehen, 1880 erhob Papst Leo den „Doctor angelicus“ („Engelgleicher Lehrer“) zum Patron aller katholischen Schulen und Studierenden.

PDF Datei zum herunterladen Thomas von Aquin www.corjesu.info

Quelle: CFM.SCJ Archiv Cairo

28.01.2019 – Montag der 3. Woche im Jahreskreis

Isaak von Stella (†1178) – Zisterziensermönch

Von Neid und Missgunst zur Lästerung gegen den Heiligen Geist

„Nur mit Hilfe von Beelzebul, dem Herrscher der Dämonen, treibt er die Dämonen aus.“ […] Es ist den schlechten und von der Missgunst angetriebenen Menschen eigen, ihre Augen vor dem Verdienst anderer zu verschließen, so gut sie können; wenn sie es jedoch nicht mehr können, weil die Verdienste offenkundig sind, werten sie diese ab oder verzerren sie. Während also die Menge beim Anblick der Werke Christi mit Hingabe und Erstaunen jubelt, schließen die Pharisäer und Schriftgelehrten die Augen vor dem, was sie als wahr erkennen, schätzen gering, was groß ist, verzerren, was gut ist. Einmal sagten sie zum Beispiel, indem sie Unwissenheit vortäuschten, zu dem, der so viele wunderbare Zeichen tat: „Welches Zeichen tust du denn, damit wir es sehen und dir glauben?“ (Joh 6,30). Hier, wo sie die Tatsachen nicht unverschämt bestreiten können, schmälern sie diese sie in gehässiger Weise […]; und sie verzerren sie, indem sie sagen: „Nur mit Hilfe von Beelzebul, dem Herrscher der Dämonen, treibt er die Dämonen aus.“ Da ist sie, liebe Brüder, die Lästerung gegen den Geist, die jene bindet, die von ihr mit Ketten ewiger Sünde gepackt sind. Es ist nicht so, dass es für den Bußfertigen unmöglich wäre, für alles Vergebung zu erlangen, wenn er „Früchte bringt, die seine Bekehrung zeigen“ (vgl. Lk 3,8). Doch niedergedrückt unter einem solchen Gewicht an Bosheit, hat er nicht die Kraft, sich nach dieser ehrbaren Buße, die die Vergebung erwirkt, auszustrecken […] Wenn einer, der bei seinem Bruder offensichtlich die Gnade und das Wirken des Heiligen Geistes wahrnimmt […], nicht davor zurückschreckt, das, was er als vom Heiligen Geist kommend erkannt hat, zu verunglimpfen, zu verleumden und dreist dem bösen Geist zuzuschreiben, der ist so sehr verlassen von diesem Geist der Gnade, dass er keine Buße mehr will, die ihm Vergebung erwirken würde. Er ist zur Gänze im Dunkel, erblindet durch seine eigene Bosheit. Was gibt es denn Schlimmeres, als aus Neid gegenüber einem Bruder, den man wie sich selbst lieben soll, zu wagen, die Güte Gottes zu schmähen […] und seine Hoheit zu verhöhnen, indem man einen Menschen schlecht macht?

Quelle: CFM.SCJ Archiv Cairo

Tagesevangelium – 28.01.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus – Mk 3,22-30

In jener Zeit sagten die Schriftgelehrten, die von Jerusalem herabgekommen waren: Er ist von Beelzebul besessen; mit Hilfe des Anführers der Dämonen treibt er die Dämonen aus.
Da rief er sie zu sich und belehrte sie in Form von Gleichnissen: Wie kann der Satan den Satan austreiben? Wenn ein Reich in sich gespalten ist, kann es keinen Bestand haben. Wenn eine Familie in sich gespalten ist, kann sie keinen Bestand haben. Und wenn sich der Satan gegen sich selbst erhebt und mit sich selbst im Streit liegt, kann er keinen Bestand haben, sondern es ist um ihn geschehen. Es kann aber auch keiner in das Haus eines starken Mannes einbrechen und ihm den Hausrat rauben, wenn er den Mann nicht vorher fesselt; erst dann kann er sein Haus plündern. Amen, das sage ich euch: Alle Vergehen und Lästerungen werden den Menschen vergeben werden, so viel sie auch lästern mögen; wer aber den Heiligen Geist lästert, der findet in Ewigkeit keine Vergebung, sondern seine Sünde wird ewig an ihm haften. Sie hatten nämlich gesagt: Er ist von einem unreinen Geist besessen.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

27.01.2019 – Worte von Bruder Johannes Paul CFM.SCJ

Von Bruder Johannes Paul CFM.SCJ , Herz Jesu Franziskaner

„Wir sollten wachsam sein, den dreifaltigen Gott – Vater, Sohn und Hl. Geist nicht unbeachtet zu lassen. JESUS, unser Gott, möchte unsere Herzen nach seinem Herzen formen. ER beschenkt uns mit seiner Gnade, um unser armseliges Dasein zu bereichern und unseren Charakter in Liebe zu formen.“

Ⓒ corjesu.info CFM.SCJ – Kongregation der Herz Jesu Franziskaner  2015-2019

Gefeiert am 27. Januar

Hl. Angela Merici – Ordensgründerin

* 21. März 1474 in Desenzano am Gardasee in Italien
† 27. Januar 1540 in Brescia in Italien

Angela Merici, bei Desenzano am Gardasee geboren, lebte seit 1516 in Brescia und gründete am 25. November 1535 die „Genossenschaft der heiligen Ursula“ (Ursulinen), die als erstes „Säkularinstitut“ gelten kann. Die Mitglieder dieses Ordens sollten in ihrer Familie und ohne Ordenstracht leben, die evangelischen Räte befolgen und sich vor allem der Erziehung der weiblichen Jugend widmen. In einer Zeit des Luxus und der sittlichen Verwahrlosung galt ihre Sorge vor allem den Mädchen aus den armen Volksschichten. Die große Erzieherin, die ihrer Zeit weit voraus war, starb am 27. Januar 1540. Sie wurde 1807 heilig gesprochen.

Mit Liebe

„Ich bitte euch sehr, bemüht euch, eure Mädchen mit Liebe an euch zu ziehen. Führt sie mit sanfter und milder Hand, nicht gebieterisch oder mit Härte. Das heißt Seelen befreien: wenn man den Schwachen und Schüchternen Mut macht, sie mit Liebe zurechtweist, allen durch das Beispiel predigt und ihnen die große Freude verkündet, die dort oben für sie bereitet ist.“ (Angela Merici)

Quelle: CFM.SCJ Archiv Cairo

27.01.2019 – 3. Sonntag im Jahreskreis

Hl. Ambrosius (340-397) – Bischof von Mailand und Kirchenlehrer

„Heute hat sich das Schriftwort, das ihr eben gehört habt, erfüllt“

Lösche deinen Durst zunächst am Alten Testament und trinke dann aus dem Neuen. Wenn du nicht aus ersterem trinkst, kannst du dich nicht am zweiten laben. Trink aus ersterem, um deinen Durst zu stillen, aus dem zweiten aber um ihn ganz zu löschen […] Trinke aus dem Alten und dem Neuen Testament, denn in beiden trinkst du Christus. Lösche deinen Durst mit Christus, denn er ist der Weinstock, er ist der Fels, aus dem Wasser sprudelte, er ist die Quelle des Lebens. Trinke Christus, denn er ist der Strom, dessen Wasser die Gottesstadt erquicken, er ist der Friede, und aus seinem Inneren werden Ströme von lebendigem Wasser fließen. Trinke Christus, um dich am Blut deiner Erlösung und des Wortes Gottes zu erquicken. Das Alte Testament ist sein Wort, das Neue Testament ebenfalls. Man trinkt die Heilige Schrift und man isst sie, und dann steigt das ewige Wort, das Wort Gottes, herab in die Adern des Geistes und in das Leben der Seele: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt.“ Erquicke dich also an diesem Wort, aber in der richtigen Reihenfolge: trinke es zuerst aus dem Alten Testament, und dann sogleich aus dem Neuen. Er selber sagt gleichsam mit Nachdruck: „Das Volk, das im Dunkel saß, hat ein helles Licht gesehen; denen, die im Schattenreich des Todes wohnten, ist ein Licht erschienen.“ Trink also ohne Verzug, und ein helles Licht wird dich erleuchten: nicht mehr das Licht des Tages, der Sonne oder des Mondes, sondern jenes Licht, das den Schatten des Todes vertreibt.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Cairo

Tagesevangelium – 27.01.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 1,1-4.4,14-21

Schon viele haben es unternommen, einen Bericht über all das abzufassen, was sich unter uns ereignet und erfüllt hat. Dabei hielten sie sich an die Überlieferung derer, die von Anfang an Augenzeugen und Diener des Wortes waren. Nun habe auch ich mich entschlossen, allem von Grund auf sorgfältig nachzugehen, um es für dich, hochverehrter Theophilus, der Reihe nach aufzuschreiben. So kannst du dich von der Zuverlässigkeit der Lehre überzeugen, in der du unterwiesen wurdest. Jesus kehrte, erfüllt von der Kraft des Geistes, nach Galiläa zurück. Und die Kunde von ihm verbreitete sich in der ganzen Gegend. Er lehrte in den Synagogen und wurde von allen gepriesen. So kam er auch nach Nazaret, wo er aufgewachsen war, und ging, wie gewohnt, am Sabbat in die Synagoge. Als er aufstand, um aus der Schrift vorzulesen, reichte man ihm das Buch des Propheten Jesaja. Er schlug das Buch auf und fand die Stelle, wo es heißt: Der Geist des Herrn ruht auf mir; denn der Herr hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine gute Nachricht bringe; damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Blinden das Augenlicht; damit ich die Zerschlagenen in Freiheit setze
und ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe. Dann schloss er das Buch, gab es dem Synagogendiener und setzte sich. Die Augen aller in der Synagoge waren auf ihn gerichtet.
Da begann er, ihnen darzulegen: Heute hat sich das Schriftwort, das ihr eben gehört habt, erfüllt.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé