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Tagesevangelium – 03.08.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 14,1-12

In jener Zeit hörte der Tetrarch Herodes, was man von Jesus erzählte. Er sagte zu seinem Gefolge: Das ist Johannes der Täufer. Er ist von den Toten auferstanden; deshalb wirken solche Kräfte in ihm. Herodes hatte nämlich Johannes festnehmen und in Ketten ins Gefängnis werfen lassen. Schuld daran war Herodias, die Frau seines Bruders Philippus. Denn Johannes hatte zu Herodes gesagt: Du hattest nicht das Recht, sie zur Frau zu nehmen. Der König wollte ihn deswegen töten lassen, fürchtete sich aber vor dem Volk; denn man hielt Johannes für einen Propheten. Als aber der Geburtstag des Herodes gefeiert wurde, tanzte die Tochter der Herodias vor den Gästen. Und sie gefiel Herodes so sehr, dass er schwor, ihr alles zu geben, was sie sich wünschte. Da sagte sie auf Drängen ihrer Mutter: Lass mir auf einer Schale den Kopf des Täufers Johannes herbringen. Der König wurde traurig; aber weil er einen Schwur geleistet hatte – noch dazu vor allen Gästen -, befahl er, ihr den Kopf zu bringen. Und er ließ Johannes im Gefängnis enthaupten. Man brachte den Kopf auf einer Schale und gab ihn dem Mädchen, und sie brachte ihn ihrer Mutter. Die Jünger des Johannes aber holten den Leichnam und begruben ihn. Dann gingen sie zu Jesus und berichteten ihm alles.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Gefeiert am 2. August

Hl. Petrus Julianus (Pierre Julien) Eymard – Ordensgründer

* 4. Februar 1811 in La Mure-d’Isère bei Grenoble
† 1. August 1868 daselbst

Pierre Julien Eymard wurde 1834 zum Priester geweiht und gründete 1856 in Paris die Gemeinschaft der Eucharistiner zur Förderung der Eucharistie. 1868 folgte der weibliche Ordenszweig der Dienerinnen des heiligsten Altarsakraments.

Eymards auch noch 10 Jahre nach seinem Tod unverwester Leichnam wurde 1878 in die Corpus-Christi-Kirche in Paris überführt.

 

Hl. Eusebius von Vercelli – Erster Bischof von Vercelli, Märtyrer

* 283 auf Sardinien in Italien
† 1. August 371 in Vercelli in Italien

Eusebius, der erste Bischof von Vercelli (Piemont), stammte aus Sardinien. Er erhielt seine Ausbildung in Rom und wurde dort Kleriker. 345 wurde er zum Bischof von Vercelli geweiht. Wie Athanasius von Alexandrien und Hilarius von Poitiers war Eusebius ein Verfechter des nikänischen Credos gegen die arianische Irrlehre. Eine vom arianischen Kaiser Konstantius beherrschte Synode von Mailand schickte ihn 355 in die Verbannung. Erst 363 kehrte er wieder in seine Diözese zurück, wo er am 1. August 371 starb. Er hat als erster abendländischer Bischof seinen Klerus zum gemeinsamen Leben unter einer Regel veranlasst.

Was vor Gott recht ist

„Ich habe beschlossen, möglichst bald nach Mailand zu kommen. Wenn ich in deiner Gegenwart bin – das verspreche ich dir -, werde ich all das tun, was ich als gut erkenne und was vor Gott recht ist.“ (Eusebius an den arianischen Kaiser)

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

02.08.2019 – Freitag der 17. Woche im Jahreskreis

Hl. Bernhard (1091-1153) Zisterziensermönch und Kirchenlehrer

„Ist das nicht der Sohn des Zimmermanns?“

Brüder, erinnert euch an den Patriarchen Josef […] von dem Josef, der Mann Marias, nicht nur den Namen, sondern auch Keuschheit, Unschuld und Gnade erbte. Der erste empfing vom Himmel die Gabe der Traumdeutung (Gen 40–41); der zweite hatte nicht nur die Erkenntnis der Geheimnisse des Himmels, sondern auch die Ehre, an ihnen teilzuhaben. Der erste sorgte für den Bestand eines ganzen Volkes, indem er ihm Getreide in Fülle verschaffte (Gen 41,54ff.); der zweite wurde zum Hüter des lebendigen Brotes bestellt, das wie ihm selbst, so der ganzen Welt Leben schenken sollte (Joh 6,51). Ohne Zweifel war Josef, der mit der Mutter des Erlösers verlobt war, ein guter und treuer Mann, oder vielmehr „ein tüchtiger und treuer Diener“ (Mt 25,21), den der Herr seiner Familie zugewiesen hat, um der Trost seiner Mutter zu sein, der Nährvater seiner menschlichen Natur, der treue Mitwirkende an seinem Heilsplan für die Welt. Und er war aus dem Hause David […], von königlicher Herkunft, adelig von Geburt, aber noch adeliger von Herzen. Ja, er war wirklich Davids Sohn, nicht nur dem Blute nach, sondern durch seinen Glauben, durch seine Heiligkeit, durch seinen Eifer im Dienste Gottes. In Josef fand der Herr wirklich – wie in David – „einen Mann nach seinem Herzen“ (1 Sam 13,14), dem er das größte Geheimnis seines Herzens sicher anvertrauen konnte. Er enthüllte ihm „die verborgensten Absichten seiner Weisheit“ (vgl. Ps 51(50),8), ließ ihn ein Wunder erleben, wie es kein Fürst dieser Welt erlebt hat; und schließlich gewährte er ihm zu sehen, „was viele Könige und Propheten sehen wollten und nicht gesehen haben“, und den zu hören, den viele „hören wollten und nicht gehört haben“ (vgl. Lk 10,24). Und nicht nur sehen und hören durfte er ihn, sondern in den Armen tragen, an der Hand führen, an sein Herz drücken, küssen, ernähren und behüten.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

Tagesevangelium – 02.08.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 13,54-58

In jener Zeit kam Jesus in seine Heimatstadt und lehrte die Menschen dort in der Synagoge. Da staunten alle und sagten: Woher hat er diese Weisheit und die Kraft, Wunder zu tun?
Ist das nicht der Sohn des Zimmermanns? Heißt nicht seine Mutter Maria, und sind nicht Jakobus, Josef, Simon und Judas seine Brüder? Leben nicht alle seine Schwestern unter uns? Woher also hat er das alles? Und sie nahmen Anstoß an ihm und lehnten ihn ab. Da sagte Jesus zu ihnen: Nirgends hat ein Prophet so wenig Ansehen wie in seiner Heimat und in seiner Familie. Und wegen ihres Unglaubens tat er dort nur wenige Wunder.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Massenmigration eliminiert Europa

»Blanker Wahnsinn«: Der aus Guinea stammende Kurienkardinal Robert Sarah warnt die Europäer eindringlich vor muslimischer Einwanderung

Der aus Guinea stammende Kurienkardinal Robert Sarah, einer der bedeutendsten Geistlichen der katholischen Kirche, warnt vor dem Untergang Europas. Damit widerspricht er ganz offen Papst Franziskus, der insbesondere Europa auffordert, die massenhafte Aufnahme von Migranten als biblischen Auftrag zu verstehen.

Robert Sarah, den Vatikan-Insider schon seit einiger Zeit als aussichtsreichen Kandidaten bei der nächsten Papstwahl sehen, hatte sich bereits mehrfach mit mahnenden Worten an die Europäer gewandt. Der afrikanische Geistliche, der seit 2010 Kardinal im Vatikan und dort seit 2014 für liturgische Fragen zuständig ist, gilt als prominente Stimme der römischen Kurie.

Sarahs neues Buch »Bleib bei uns, Herr: der Abend naht und schon fällt der Tag« führte bereits zu Kontroversen in Europa, da der hohe Geistliche darin explizit die muslimische Migration als Vorbote des Zusammenbruchs Europas benennt. »Wenn der Westen diesen unheilvollen Weg fortsetzt, besteht ein hohes Risiko, dass er – wegen Geburtenmangel – verschwinden werde. Von Fremden überrannt, werde er dasselbe Schicksal erleiden wie das von den Barbaren überrannte Rom. »Mein Land ist vorwiegend muslimisch, ich glaube, ich weiß, wovon ich rede«, so Sarah, der im westafrikanischen Guinea, wo 85 Prozent der Bevölkerung Muslime sind, tätig ist.

»Migration ist nicht von Gott gewollt – Verlust von Heimat bedeutet Leid«

Als »blanken Wahnsinn« bezeichnete der 73-jährige Kurienkardinal die Bestrebungen der EU, die Welt globalisieren und die Nationen mit ihren vielfältigen Charakteren loswerden zu wollen. Die EU-Kommission sei nur daran interessiert, einen freien Markt zu schaffen und sich somit in den Dienst der Finanzmächte zu stellen. Brüssel würde lieber die Banken als die EU-Bürger schützen.

Die Massenmigration nannte Sarah eine neue Form der Sklaverei. Eine kritiklose Politik der offenen Grenzen würde das Leid negieren, das ein Verlassen der Heimat für die betroffenen Menschen mit sich bringe. Migranten, die in Europa ankommen, würden zudem irgendwo »zwischengelagert« ohne Arbeit und ohne Würde. »Kann die Kirche so etwas wollen?«, fragt der Kardinal weiter. Gott wolle diese gebrochenen Herzen nicht, die mit einem Schicksal des Heimatverlustes einhergingen. Insbesondere treffe dies vor dem Hintergrund des geistigen und kulturellen Zustandes zu, in dem sich die europäischen Zielländer mit ihren niedrigen Geburtenraten befänden.

Für Europa wäre die muslimische Massenmigration das Ende, zumal mit ihm auch das stürbe, was es einst groß gemacht hätte. An seine Stelle würde früher oder später der Islam treten: »Wenn Europa und mit ihm die unbezahlbaren Werte des alten Kontinents verschwinden, wird der Islam in diese Welt vordringen und wir werden vollständig unsere Kultur, unser Menschenbild und unsere moralische Vision verändern«, prognostiziert der Geistliche.

Katholischen Priestern, Bischöfen und Kardinälen warf Sarah vor, die Lehren Christi verraten zu haben, indem sie »politischen Aktivismus« betreiben. Aus Furcht, als Reaktionäre gesehen zu werden, drücken sich diese Funktionäre nur vage und unklar aus.

In klarer Opposition zu Papst Franziskus

Sahras Aussagen überraschen, da er diese just zu einem Zeitpunkt traf, als Papst Franziskus in Marrakesch die reichen Staaten und insbesondere Europa zu stärkerem Einsatz für Migranten aufforderte und erklärte, Politiker, die Mauern bauten, um diese abzuwehren, würden »selbst zu Gefangenen in ihren Mauern« werden.

Quelle & Bild: deutschland-kurier.org

Gefeiert am 1. August

Hl. Alfons Maria von Liguori – Bischof von Sant‘ Agata de Goti bei Neapel, Kirchenlehrer

* 27. September 1696 in Marianella, dem heutigen Stadtteil von Neapel
† 1. August 1787 in Nocera dei Pagani bei Neapel in Italien

Der hl. Alfons starb, fast 91 Jahre alt, am 1. August 1787. Er stammte aus der alten Familie de‘ Liguori in Neapel. Mit sechzehn Jahren war er bereits Doktor der beiden Rechte und wurde dann ein vielbegehrter Rechtsanwalt. Weil er bald sah, dass es in diesem Beruf kaum zu vermeiden war, manchmal das Unrecht zu verteidigen, beschloss er, Priester zu werden. Er war dreißig Jahre alt, als er 1726 zum Priester geweiht wurde. Seine Erfahrungen in der apostolischen Arbeit veranlassten ihn, die „Kongregation des allerheiligsten Erlösers“ (Redemptoristen) zu gründen. Sie sollte vor allem den unteren Volksschichten in ihrer geistig-religiösen Verlassenheit zu Hilfe kommen. Mit dieser Gründung stieß er auf starken Widerstand, auch von kirchlicher Seite, aber 1749 wurde die Regel von Papst Benedikt XIV. bestätigt. Alfons blieb der fromme Ordensmann und strenge Asket, auch als er 1762 Bischof von S. Agata de‘ Goti (im Königreich Neapel)  wurde. Er verbrachte die meiste Zeit auf der Kanzel oder im Beichtstuhl. Er verfasste auch über hundert religiöse Schriften. Seine „Moraltheologie“ und seine Unterweisungen für Beichtväter haben großen Einfluss ausgeübt. Alfons wurde 1839 heilig gesprochen. 1871 zum Kirchenlehrer erhoben.

„Die wahre Frömmigkeit besteht darin, dass man seine Pflicht erfüllt.“

„Seien Sie überzeugt, dass auf die Nacht der Tag folgt. Aber der Tag, nach dem wir in diesem Leben allein verlangen sollen, ist der, an dem wir Gott von Angesicht zu Angesicht schauen und lieben werden.“ (Alfons Maria von Liguori)

 

Hl. Kined – Einsiedler

lebte im 6. Jahrhundert

Kined, Sohn einer walisischen Adelsfamilie, ließ sich in den Bergen bei Clamorgan als Einsiedler nieder.

Kineds Reliquien werden auf der Halbinsel von Gower verehrt.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

01.08.2019 – Donnerstag der 17. Woche im Jahreskreis

Hl. Augustinus (354-430) Bischof von Hippo und Kirchenlehrer

Die Geduld des Herrn als Vorbild

Auch der Herr, dieses unerreichte Vorbild der Geduld, der sogar unter seinen zwölf Aposteln bis zur Stunde seines Leidens einen Teufel duldete (vgl. Joh 6,70f.), hat gesprochen: „Laßt beides wachsen bis zur Ernte, damit ihr nicht, indem ihr das Unkraut sammeln wollt, zugleich auch den Weizen mitausreißt!“ (Mt 13,29f.). Er hat aber auch in dem bekannten Gleichnis von der Kirche vorhergesagt, dass die Netze bis ans Ufer, d.h. nämlich bis ans Ende der Welt, gute und schlechte Fische haben werden (Mt 13,47ff.). So hat er noch mancherlei über die Vermischung der Guten und Bösen bald in klaren Worten, bald in Gleichnissen gesprochen; und doch glaubte er deshalb nicht, man dürfe die Zucht in der Kirche aufgeben. Nein, im Gegenteil: er fordert vielmehr zu ihrer Handhabung auf mit den Worten: „Seht zu! Wenn dein Bruder gegen dich gesündigt hat, so gehe hin und weise ihn unter vier Augen zurecht. Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder gewonnen […]“ (Mt 18,15) […] Auch in dem Falle, den wir gerade behandeln sehen manche nur auf jene strengen Gebote, die uns ermahnen, Ruhestörer zurechtzuweisen, das Heilige nicht den Hunden vorzuwerfen, einen Verächter der Kirche den Heiden gleichzuachten und ein Glied, das uns ärgert, von der Verbindung mit dem Körper zu trennen (1 Thess 5,14; Mk 7,27; Mt 18,17; 5,29). Solche Leute bringen aber Unruhe in die Kirche, da sie schon vor der Zeit das Unkraut aussondern wollen und so blind in ihren Irrtum verrannt sind, dass sie sich lieber selbst von der Einheit mit Christus trennen […] […] so beschleiche unser Herz nicht der unchristliche und verderbliche Wahn, als müssten wir uns von solchen Menschen trennen, um uns nicht selbst mit ihren Sünden zu verunreinigen. Wir dürfen auch nicht den Versuch machen, einzelne Schüler als Reine und Heilige von der alle verbindenden Einheit weg an uns zu ziehen, gerade als hätten wir sie damit von der Gesellschaft der Bösen getrennt. Vielmehr sollen wir uns in solchen Fällen der Gleichnisse der Heiligen Schrift, der göttlichen Weissagungen oder zuverlässiger Beispiele erinnern, wodurch uns ganz deutlich vorausgesagt ist, dass in der Kirche bis ans Ende der Welt und bis zum Tag des Gerichtes mit den Guten immer auch Böse vermischt sein werden, ohne dass sie den Guten schaden, die zwar die nämliche kirchliche Einheit und die nämlichen Sakramente haben [wie die Bösen], mit ihren Werken aber keineswegs einverstanden sind.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

Tagesevangelium – 01.08.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 13,47-52

In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Netz, das man ins Meer warf, um Fische aller Art zu fangen. Als es voll war, zogen es die Fischer ans Ufer; sie setzten sich, lasen die guten Fische aus und legten sie in Körbe, die schlechten aber warfen sie weg. So wird es auch am Ende der Welt sein: Die Engel werden kommen und die Bösen von den Gerechten trennen und in den Ofen werfen, in dem das Feuer brennt. Dort werden sie heulen und mit den Zähnen knirschen. Habt ihr das alles verstanden? Sie antworteten: Ja.
Da sagte er zu ihnen: Jeder Schriftgelehrte also, der ein Jünger des Himmelreichs geworden ist, gleicht einem Hausherrn, der aus seinem reichen Vorrat Neues und Altes hervorholt.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Gefeiert am 31. Juli

Hl. Ignatius von Loyola – Ordensgründer und Mystiker

* 24. Dezember1491 auf Schloss Loyola, dem heutigen Kloster San Ignacio in Loyola
† 31. Juli 1556 in Rom

Ignatius, der Gründer des Jesuitenordens, wurde 1491 auf Schloss Loyola (Nordspanien) geboren. Sein Taufname war Inigo; er selbst hat ihn später in Ignacio umgeändert, aus Verehrung zum Märtyrerbischof Ignatius von Antiochien. Ignatius schlug die militärische Laufbahn ein, wurde aber 1521 bei der Verteidigung von Pamplona schwer verwundet. Auf dem langen Krankenlager vollzog sich in ihm ein tiefer Wandel. Er ging nach Montserrat und legte beim Abt des Klosters eine Lebensbeichte ab. Dann lebte er in einer Höhle bei Manresa, wo er strenge Buße tat und auch sein berühmtes Exerzitienbüchlein entwarf. Nach einer Wallfahrt ins Heilige Land begann der Zweiunddreißigjährige Latein zu lernen, studierte dann in Barcelona, Alcalá und Salamanca, zuletzt in Paris, wo er die geistigen Strömungen der Zeit kennen lernte und wo er 1534 mit sechs Freunden ­- Studenten wie er – die Gesellschaft Jesu gründete. Nach seiner Priesterweihe (1537) wurde Ignatius zum Generaloberen des Ordens gewählt; der Orden wurde 1540 von Papst Paul III. bestätigt. Da sich der Orden ganz der apostolischen Arbeit widmen sollte, wurde auf Chorgebet und Ordenstracht verzichtet – damals eine große Neuerung. Der Orden entwickelte sich rasch und gewann großen Einfluss auf das religiöse Leben der folgenden Jahrhunderte. Ignatius starb am 31. Juli 1556 in Rom. Er wurde 1622 heilig gesprochen.

„Der Geist der Gesellschaft ist es, in aller Einfachheit und Niedrigkeit von Stadt zu Stadt, von Ort zu Ort zu ziehen, ohne sich an einen bestimmten Platz binden zu lassen … Wollten wir diese Einfachheit verlassen, es wäre gleichbedeutend mit der Zerstörung unseres Ordensgeistes.“

„Solange die Gesellschaft in diesem Geist verharrte, hat sich der Herr ihrer in ganz besonderer Weise bedient, zum großen geistlichen Nutzen für die Seelen. Wenn auch in deutschen Landen das Erdreich härter befunden wurde, in anderen trägt es umso reichere Ernte.“ (Ignatius, Brief an König Ferdinand I.)

 

Hl. Goswin Nickel – Ordensgeneral

* 1. Mai 1582 in Koslar bei Jülich in Nordrhein-Westfalen
† 31. Juli 1664 in Rom

Goswin Nickel trat 1604 in den Jesuitenorden ein. Er wirkte als Professor in Köln und als Leiter der Kollegs in Aachen, Düsseldorf und Köln. Zunächst Provinzial der niederrheinischen Provinz, wurde er 1652 erster Deutscher General des Jesuitenordens und leitete den Orden bis 1661. Er war wegen seines tugendhaften Lebens ein Vorbild.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria