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Gefeiert am 25. Juli

Hl. Jakobus – Apostel und Märtyrer

* am See Gennesaret in Galiläa, dem heutigem Jam Kinneret in Israel
† um Ostern 44 in Jerusalem in Israel

Jakobus, Sohn des Fischers Zebedäus und der Salome, war der ältere Bruder des Apostels Johannes. In den Evangelien fallen die beiden Zebedäussöhne wiederholt auf. Wegen ihres ungestümen Temperaments (vgl. LK 9, 52-54) hat Jesus sie „Donnersöhne“ genannt (Mk 3, 17). Jakobus war Zeuge der Verklärung Jesu und auch seines Gebets am Ölberg.

Als Erster der Zwölf erlitt er den Märtyrertod; König Herodes Agrippa I. ließ im Jahr 44 mit dem Schwert hinrichten. Nach alter spanischer Überlieferung soll sein Leib in Santiago de Compostela begraben sein.

 

Hl. Godhalm

Godhalm, Diener Kolomans,  kam auf der Suche nach seinem verschollenen Herrn nach Mauer bei Melk,  wo er vom Tod Kolomans erfuhr. Godhalm ließ sich in Mauer nieder, wo er  um 1020 starb. Seine Bestattung erfolgte in Melk.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

Tagesevangelium – 25.07.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 20,20-28

In jener Zeit kam die Frau des Zebedäus mit ihren Söhnen zu Jesus und fiel vor ihm nieder, weil sie ihn um etwas bitten wollte. Er fragte sie: Was willst du? Sie antwortete: Versprich, dass meine beiden Söhne in deinem Reich rechts und links neben dir sitzen dürfen. Jesus erwiderte: Ihr wisst nicht, um was ihr bittet. Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinken werde? Sie sagten zu ihm: Wir können es. Da antwortete er ihnen: Ihr werdet meinen Kelch trinken; doch den Platz zu meiner Rechten und zu meiner Linken habe nicht ich zu vergeben; dort werden die sitzen, für die mein Vater diese Plätze bestimmt hat. Als die zehn anderen Jünger das hörten, wurden sie sehr ärgerlich über die beiden Brüder. Da rief Jesus sie zu sich und sagte: Ihr wisst, dass die Herrscher ihre Völker unterdrücken und die Mächtigen ihre Macht über die Menschen missbrauchen. Bei euch soll es nicht so sein, sondern wer bei euch groß sein will, der soll euer Diener sein, und wer bei euch der Erste sein will, soll euer Sklave sein. Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Gefeiert am 24. Juli

Scharbel Machluf (oft auch Charbel Makhlouf geschrieben; * 8. Mai 1828 als Joseph Machluf in Biqa-KafraLibanon; † 24. Dezember 1898 in Annaya, Libanon) war ein maronitischer Mönch, und der erste, der in der Neuzeit von der römisch-katholischen Kirche 1977 offiziell heiliggesprochen wurde (Gedenktag am 24. Juli).

Joseph Machluf stammte aus einer einfachen christlichen Bauernfamilie in der damals schwer zugänglichen Hochgebirgsregion im Norden des Libanon, der einzigen auch heute noch nahezu ausschließlich von Christen bewohnten Region in der Arabischen Welt, deren Kultur stark von den dort zahlreich vorhandenen maronitischen Klöstern und Eremitagen geprägt ist.

Joseph, der schon als Kind sehr fromm gewesen sein soll, trat mit 23 Jahren in das Kloster Notre Dame de Mayfouk (nördlich von Jbeil (Byblos)) ein. Im Jahre 1853 wechselte er zum Kloster St. Maroun in Annaya und leistete dort das Mönchsgelübde und nahm den Ordensnamen Scharbel (nach dem alten orientalischen Märtyrer Sarbelius) an.

Die nächsten Jahre verbrachte er im Kloster Kfifan, wo er bei Pater Nimatullah al-Kafri und Pater Nimatullah al-Hardini (letzter wurde 2004 von Johannes Paul II. heiliggesprochen) Theologie studierte. 1859 wurde er zum Priester geweiht und kehrte nach Annaya zurück. 1875 entschied er sich für ein Leben als Eremit in der Eremitage St. Peter und Paul oberhalb von Annaya. Am 16. Dezember 1898 erlitt er, während er in der Eremitage die Heilige Messe zelebrierte, einen Schlaganfall, an dessen Folgen er am Heiligabend 1898 verstarb.

Scharbel wurden schon zu Lebzeiten verschiedene Wunder nachgesagt. Bald nach seinem Tode stellte man fest, dass sein Leichnam nicht verwest oder vertrocknet war, sondern noch Körperflüssigkeit enthielt und absonderte. Dies wurde auch bei späteren Umbettungen bestätigt. Diese Phänomene sowie zahlreiche Krankenheilungen nach einem Besuch am Grabe Scharbels machten ihn sehr schnell zu einem festen Bestandteil orientalisch-christlicher Volksfrömmigkeit. Zwei Heilungen aus dem Jahre 1950 führten schließlich zur Einleitung eines Seligsprechungsverfahrensin Rom, das am 5. Dezember 1965 mit der offiziellen Seligsprechung Scharbels durch Papst Paul VI. seinen Abschluss fand. Aufgrund einer dritten Heilung im Jahre 1967 fand dann am 9. Oktober 1977 die Heiligsprechung, wiederum in Rom durch Paul VI., statt.

„Mar Scharbel“, dessen Bild in zahlreichen Herrgottswinkeln, an Taxi-Windschutzscheiben, und in Kirchen und Kapellen im Orient zu finden ist, gehört mit St. Rebekka Ar Rayès (2001 von Johannes Paul II. heiliggesprochen) und St. Nimatullah al-Hardini, dem akademischen Lehrer Scharbels (Heiligsprechung 2004 durch Johannes Paul II.) zu den drei offiziell von Rom kanonisierten libanesischen Heiligen.

Das Fest des Heiligen Scharbels wird in der Katholischen Kirche am 24. Juli begangen. Im deutschsprachigen Raum wird des heiligen Scharbels seit Februar 2006 in Stans im Kanton Nidwalden in den Schweizer Alpen gedacht, wo er zusammen mit dem heiligen Niklaus von Flüe, dessen Lebensgeschichte in der Schweiz sehr viel Ähnlichkeit mit der des heiligen Scharbels im Libanon hat, in der ehemaligen Kapuzinerkirche verehrt wird.

 

Hl. Christophorus – Märtyrer und Nothelfer

* in Kanaan
oder in Lykien in der heutigen Türkei
† 250 in Lykien in der heutigen Türkei

Über das Leben des Märtyrers Christophorus ist nicht viel bekannt. Er hat in Kleinasien vermutlich unter Kaiser Decius (um 250) das Martyrium erlitten. In Chalkedon wurde ihm 452 ein Kirche geweiht. Auch in der abendländischen Kirche wurde Christophorus viel verehrt. Er gehört zu den Vierzehn Nothelfern. Aus seinem Namen (Christophorus – Christusträger) hat sich die Legende entwickelt, er habe auf seinen Schultern das Christuskind über einen Fluss getragen.

24.07.2019 – Mittwoch der 16. Woche im Jahreskreis

Hl. Jean-Baptiste Marie Vianney (1786-1859) Priester, Pfarrer von Ars

„Ein Sämann ging aufs Feld, um zu säen“

Nun, wenn ihr mich jetzt fragt, was Jesus Christus durch den Sämann sagen will, der früh am Morgen hinausging, um auf seinem Feld die Saat auszubringen, meine Brüder, so seht in ihm den lieben Gott selbst, der seit Beginn der Welt an unserem Heil arbeitet. So hat er uns, vor der Ankunft des Messias, seine Propheten gesendet, um uns zu lehren, was zu unserem Heil nötig ist. Er hat sich nicht damit begnügt, seine Diener zu schicken; er ist selbst gekommen, um uns den Weg zu zeigen, den wir gehen sollen; er ist gekommen, um uns das Evangelium zu verkünden. Wisst ihr, was ein Mensch ist, der nicht von diesem Evangelium gestärkt ist oder es missbraucht? Er gleicht einem Kranken ohne Arznei, einem verirrten Reisenden ohne Führer, einem mittellosen Armen. Drücken wir es klarer aus, meine Brüder: Es ist ganz und gar unmöglich, Gott zu lieben und ihm zu gefallen, ohne von diesem göttlichen Wort genährt zu werden. Was kann uns denn dazu bewegen, ihm anzuhangen, wenn nicht unsere Kenntnis von ihm? Und wer macht uns mit all seinen Vollkommenheiten, seinen Schönheiten und seiner Liebe zu uns bekannt, wenn nicht das Wort Gottes, das uns alles lehrt, was es für uns getan hat, und dass uns die Güter zeigt, die es uns im anderen Leben bereitet, sofern wir uns bemühen, Gott zu gefallen?

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

Tagesevangelium – 24.07.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 13,1-9

An jenem Tag verließ Jesus das Haus und setzte sich an das Ufer des Sees. Da versammelte sich eine große Menschenmenge um ihn. Er stieg deshalb in ein Boot und setzte sich; die Leute aber standen am Ufer. Und er sprach lange zu ihnen in Form von Gleichnissen. Er sagte: Ein Sämann ging aufs Feld, um zu säen. Als er säte, fiel ein Teil der Körner auf den Weg, und die Vögel kamen und fraßen sie. Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden, wo es nur wenig Erde gab, und ging sofort auf, weil das Erdreich nicht tief war; als aber die Sonne hochstieg, wurde die Saat versengt und verdorrte, weil sie keine Wurzeln hatte. Wieder ein anderer Teil fiel in die Dornen, und die Dornen wuchsen und erstickten die Saat. Ein anderer Teil schließlich fiel auf guten Boden und brachte Frucht, teils hundertfach, teils sechzigfach, teils dreißigfach. Wer Ohren hat, der höre!

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Gefeiert am 23. Juli

Hl. Birgitta von Schweden – Ordensgründerin und Mystikerin

Vollständiger Name:  Birgitta Birgersdotter

* 15. Dezember 1303 in Finsta bei Uppsala in Schweden
† 23. Juli 1373 in Rom

Birgitta (Brigitta), aus dem edlen Geschlecht der Folkunger, wurde 1303 (oder 1302) in Finstad bei Uppsala geboren. Es war das Jahr, in dem Papst Bonifaz VIII. und die hl. Gertrud die Große starben. 1316 vermählte sich Birgitta mit dem Edlen Ulf Gudmarsson. Der glücklichen Ehe entsprossten acht Kinder, darunter die hl. Katharina von Schweden. Der Tod ihres Mannes, den sie „liebte wie ihr eigenes Herz“, bedeutete die große Wende in ihrem Leben. Mit Hilfe des schwedischen Königs gründete sie um 1346 in Vadstena das erste Kloster des Birgittenordens, auch „Erlöserorden“ genannt, weil Christus selbst der hl. Birgitta den Wortlaut der Regel und die Angaben für den Bau der Kirche mitgeteilt haben soll. Der Orden, vor allem zur Sühne für die Sünden des Landes und zur Verehrung des Leidens Christi gegründet, erlangte große Bedeutung für die religiöse und literarische Kultur des Nordens. Birgitta selbst ging, einer inneren Stimme gehorchend, 1349 nach Rom. Sie verbrachte die letzten 24 Jahre ihres Lebens in Italien, bemühte sich um die Reform der Kirche und (vergeblich) um die Rückkehr des Papstes aus Avignon nach Rom. Birgitta hatte von Jugend an mystische Gnaden und Offenbarungen, die sie in schwedischen Sprache niederschrieb.

 

Hl. Valerius von Cimiez – Bischof von Cimiez

† 460 / 461 in Cimiez, heute ein Stadtteil von Nizza in Frankreich

Valerianus war möglicherweise Mönch auf den Lérins-Inseln und mit Bischof Eucherius von Lyon verwandt. Kurz vor 439 wurde er Bischof von Cimiez. Er nahm 439 an den Synoden von Riez und 442 an den Synoden von Vaison – dem heutigen Vaison-la-Romaine – teil. Er unterstützte Hilarius von Arles in seinen Ansprüchen um den Primat in der gallischen Kirche gegenüber Papst Leo I. und die Wahl von Ravennius zum Bischof von Arles. In 20 überlieferten Predigten zeigt er seine Nähe zu mönchischen Idealen und einer Frömmigkeit, die sich im Alltag bewährt.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria