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Gefeiert am 24. Juli

Scharbel Machluf (oft auch Charbel Makhlouf geschrieben; * 8. Mai 1828 als Joseph Machluf in Biqa-KafraLibanon; † 24. Dezember 1898 in Annaya, Libanon) war ein maronitischer Mönch, und der erste, der in der Neuzeit von der römisch-katholischen Kirche 1977 offiziell heiliggesprochen wurde (Gedenktag am 24. Juli).

Joseph Machluf stammte aus einer einfachen christlichen Bauernfamilie in der damals schwer zugänglichen Hochgebirgsregion im Norden des Libanon, der einzigen auch heute noch nahezu ausschließlich von Christen bewohnten Region in der Arabischen Welt, deren Kultur stark von den dort zahlreich vorhandenen maronitischen Klöstern und Eremitagen geprägt ist.

Joseph, der schon als Kind sehr fromm gewesen sein soll, trat mit 23 Jahren in das Kloster Notre Dame de Mayfouk (nördlich von Jbeil (Byblos)) ein. Im Jahre 1853 wechselte er zum Kloster St. Maroun in Annaya und leistete dort das Mönchsgelübde und nahm den Ordensnamen Scharbel (nach dem alten orientalischen Märtyrer Sarbelius) an.

Die nächsten Jahre verbrachte er im Kloster Kfifan, wo er bei Pater Nimatullah al-Kafri und Pater Nimatullah al-Hardini (letzter wurde 2004 von Johannes Paul II. heiliggesprochen) Theologie studierte. 1859 wurde er zum Priester geweiht und kehrte nach Annaya zurück. 1875 entschied er sich für ein Leben als Eremit in der Eremitage St. Peter und Paul oberhalb von Annaya. Am 16. Dezember 1898 erlitt er, während er in der Eremitage die Heilige Messe zelebrierte, einen Schlaganfall, an dessen Folgen er am Heiligabend 1898 verstarb.

Scharbel wurden schon zu Lebzeiten verschiedene Wunder nachgesagt. Bald nach seinem Tode stellte man fest, dass sein Leichnam nicht verwest oder vertrocknet war, sondern noch Körperflüssigkeit enthielt und absonderte. Dies wurde auch bei späteren Umbettungen bestätigt. Diese Phänomene sowie zahlreiche Krankenheilungen nach einem Besuch am Grabe Scharbels machten ihn sehr schnell zu einem festen Bestandteil orientalisch-christlicher Volksfrömmigkeit. Zwei Heilungen aus dem Jahre 1950 führten schließlich zur Einleitung eines Seligsprechungsverfahrensin Rom, das am 5. Dezember 1965 mit der offiziellen Seligsprechung Scharbels durch Papst Paul VI. seinen Abschluss fand. Aufgrund einer dritten Heilung im Jahre 1967 fand dann am 9. Oktober 1977 die Heiligsprechung, wiederum in Rom durch Paul VI., statt.

„Mar Scharbel“, dessen Bild in zahlreichen Herrgottswinkeln, an Taxi-Windschutzscheiben, und in Kirchen und Kapellen im Orient zu finden ist, gehört mit St. Rebekka Ar Rayès (2001 von Johannes Paul II. heiliggesprochen) und St. Nimatullah al-Hardini, dem akademischen Lehrer Scharbels (Heiligsprechung 2004 durch Johannes Paul II.) zu den drei offiziell von Rom kanonisierten libanesischen Heiligen.

Das Fest des Heiligen Scharbels wird in der Katholischen Kirche am 24. Juli begangen. Im deutschsprachigen Raum wird des heiligen Scharbels seit Februar 2006 in Stans im Kanton Nidwalden in den Schweizer Alpen gedacht, wo er zusammen mit dem heiligen Niklaus von Flüe, dessen Lebensgeschichte in der Schweiz sehr viel Ähnlichkeit mit der des heiligen Scharbels im Libanon hat, in der ehemaligen Kapuzinerkirche verehrt wird.

 

Hl. Christophorus – Märtyrer und Nothelfer

* in Kanaan
oder in Lykien in der heutigen Türkei
† 250 in Lykien in der heutigen Türkei

Über das Leben des Märtyrers Christophorus ist nicht viel bekannt. Er hat in Kleinasien vermutlich unter Kaiser Decius (um 250) das Martyrium erlitten. In Chalkedon wurde ihm 452 ein Kirche geweiht. Auch in der abendländischen Kirche wurde Christophorus viel verehrt. Er gehört zu den Vierzehn Nothelfern. Aus seinem Namen (Christophorus – Christusträger) hat sich die Legende entwickelt, er habe auf seinen Schultern das Christuskind über einen Fluss getragen.

24.07.2019 – Mittwoch der 16. Woche im Jahreskreis

Hl. Jean-Baptiste Marie Vianney (1786-1859) Priester, Pfarrer von Ars

„Ein Sämann ging aufs Feld, um zu säen“

Nun, wenn ihr mich jetzt fragt, was Jesus Christus durch den Sämann sagen will, der früh am Morgen hinausging, um auf seinem Feld die Saat auszubringen, meine Brüder, so seht in ihm den lieben Gott selbst, der seit Beginn der Welt an unserem Heil arbeitet. So hat er uns, vor der Ankunft des Messias, seine Propheten gesendet, um uns zu lehren, was zu unserem Heil nötig ist. Er hat sich nicht damit begnügt, seine Diener zu schicken; er ist selbst gekommen, um uns den Weg zu zeigen, den wir gehen sollen; er ist gekommen, um uns das Evangelium zu verkünden. Wisst ihr, was ein Mensch ist, der nicht von diesem Evangelium gestärkt ist oder es missbraucht? Er gleicht einem Kranken ohne Arznei, einem verirrten Reisenden ohne Führer, einem mittellosen Armen. Drücken wir es klarer aus, meine Brüder: Es ist ganz und gar unmöglich, Gott zu lieben und ihm zu gefallen, ohne von diesem göttlichen Wort genährt zu werden. Was kann uns denn dazu bewegen, ihm anzuhangen, wenn nicht unsere Kenntnis von ihm? Und wer macht uns mit all seinen Vollkommenheiten, seinen Schönheiten und seiner Liebe zu uns bekannt, wenn nicht das Wort Gottes, das uns alles lehrt, was es für uns getan hat, und dass uns die Güter zeigt, die es uns im anderen Leben bereitet, sofern wir uns bemühen, Gott zu gefallen?

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

Tagesevangelium – 24.07.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 13,1-9

An jenem Tag verließ Jesus das Haus und setzte sich an das Ufer des Sees. Da versammelte sich eine große Menschenmenge um ihn. Er stieg deshalb in ein Boot und setzte sich; die Leute aber standen am Ufer. Und er sprach lange zu ihnen in Form von Gleichnissen. Er sagte: Ein Sämann ging aufs Feld, um zu säen. Als er säte, fiel ein Teil der Körner auf den Weg, und die Vögel kamen und fraßen sie. Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden, wo es nur wenig Erde gab, und ging sofort auf, weil das Erdreich nicht tief war; als aber die Sonne hochstieg, wurde die Saat versengt und verdorrte, weil sie keine Wurzeln hatte. Wieder ein anderer Teil fiel in die Dornen, und die Dornen wuchsen und erstickten die Saat. Ein anderer Teil schließlich fiel auf guten Boden und brachte Frucht, teils hundertfach, teils sechzigfach, teils dreißigfach. Wer Ohren hat, der höre!

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Gefeiert am 23. Juli

Hl. Birgitta von Schweden – Ordensgründerin und Mystikerin

Vollständiger Name:  Birgitta Birgersdotter

* 15. Dezember 1303 in Finsta bei Uppsala in Schweden
† 23. Juli 1373 in Rom

Birgitta (Brigitta), aus dem edlen Geschlecht der Folkunger, wurde 1303 (oder 1302) in Finstad bei Uppsala geboren. Es war das Jahr, in dem Papst Bonifaz VIII. und die hl. Gertrud die Große starben. 1316 vermählte sich Birgitta mit dem Edlen Ulf Gudmarsson. Der glücklichen Ehe entsprossten acht Kinder, darunter die hl. Katharina von Schweden. Der Tod ihres Mannes, den sie „liebte wie ihr eigenes Herz“, bedeutete die große Wende in ihrem Leben. Mit Hilfe des schwedischen Königs gründete sie um 1346 in Vadstena das erste Kloster des Birgittenordens, auch „Erlöserorden“ genannt, weil Christus selbst der hl. Birgitta den Wortlaut der Regel und die Angaben für den Bau der Kirche mitgeteilt haben soll. Der Orden, vor allem zur Sühne für die Sünden des Landes und zur Verehrung des Leidens Christi gegründet, erlangte große Bedeutung für die religiöse und literarische Kultur des Nordens. Birgitta selbst ging, einer inneren Stimme gehorchend, 1349 nach Rom. Sie verbrachte die letzten 24 Jahre ihres Lebens in Italien, bemühte sich um die Reform der Kirche und (vergeblich) um die Rückkehr des Papstes aus Avignon nach Rom. Birgitta hatte von Jugend an mystische Gnaden und Offenbarungen, die sie in schwedischen Sprache niederschrieb.

 

Hl. Valerius von Cimiez – Bischof von Cimiez

† 460 / 461 in Cimiez, heute ein Stadtteil von Nizza in Frankreich

Valerianus war möglicherweise Mönch auf den Lérins-Inseln und mit Bischof Eucherius von Lyon verwandt. Kurz vor 439 wurde er Bischof von Cimiez. Er nahm 439 an den Synoden von Riez und 442 an den Synoden von Vaison – dem heutigen Vaison-la-Romaine – teil. Er unterstützte Hilarius von Arles in seinen Ansprüchen um den Primat in der gallischen Kirche gegenüber Papst Leo I. und die Wahl von Ravennius zum Bischof von Arles. In 20 überlieferten Predigten zeigt er seine Nähe zu mönchischen Idealen und einer Frömmigkeit, die sich im Alltag bewährt.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

23.07.2019 – Fest der Hl. Birgitta von Schweden

Hl. Johannes Paul II. (1920-2005) Papst

Die Heiligkeit der Brigitta von Schweden, Familienmutter und später Ordensfrau

Frucht der vom Evangelium bewirkten Umkehr ist die Heiligkeit vieler Männer und Frauen unserer Zeit. Das gilt nicht nur für diejenigen, die von der Kirche offiziell zu Heiligen erklärt worden sind, sondern auch für jene, die mit Bescheidenheit im Alltag ihres Daseins von ihrer Treue zu Christus Zeugnis gegeben haben. Wie sollte man nicht an die unzähligen Söhne und Töchter der Kirche denken, die im Laufe der Geschichte des europäischen Kontinents in der Verborgenheit des Familien- und Berufslebens eine hochherzige und glaubwürdige Heiligkeit gelebt haben? Sie alle haben, als „lebendige Steine“ mit Christus, dem „Eckstein“, verbunden, Europa als geistiges und moralisches Bauwerk errichtet und den Nachkommen das kostbarste Erbe hinterlassen. Jesus, der Herr, hatte es versprochen: „Wer an mich glaubt, wird die Werke, die ich vollbringe, auch vollbringen, und er wird noch größere vollbringen, denn ich gehe zum Vater“ (Joh 14,12). Die Heiligen sind der lebendige Beweis dafür, dass dieses Versprechen in Erfüllung geht, und sie machen Mut zu glauben, dass das auch in den schwierigsten Stunden der Geschichte möglich ist.

Quelle: „Ecclesia in Europa“  vom 28. Juni 2003 © Liberia Editrice Vaticana

Tagesevangelium – 23.07.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes – Joh 15,1-8

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Winzer. Jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, schneidet er ab, und jede Rebe, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie mehr Frucht bringt. Ihr seid schon rein durch das Wort, das ich zu euch gesagt habe. Bleibt in mir, dann bleibe ich in euch. Wie die Rebe aus sich keine Frucht bringen kann, sondern nur, wenn sie am Weinstock bleibt, so könnt auch ihr keine Frucht bringen, wenn ihr nicht in mir bleibt. Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen. Wer nicht in mir bleibt, wird wie die Rebe weggeworfen, und er verdorrt. Man sammelt die Reben, wirft sie ins Feuer, und sie verbrennen. Wenn ihr in mir bleibt und wenn meine Worte in euch bleiben, dann bittet um alles, was ihr wollt: Ihr werdet es erhalten.
Mein Vater wird dadurch verherrlicht, dass ihr reiche Frucht bringt und meine Jünger werdet.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Gefeiert am 22. Juli

 Hl. Maria Magdalena

* 1 in Magdala bei Tiberias, heute Migdal in Israel
† in Ephesus, heute Ruinen bei Selçuk in der Türkei

Maria von Magdala wird im Lukasevangelium (Lk 8, 2) an erster Stelle unter den Frauen genannt, die Jesus geheilt hatte und die ihn dann begleiteten und unterstützten. Dass sie die Sünderin war, die Jesus die Füße wusch (Lk 7, 36-50), und dass sie die Schwester der Marta und des Lazarus war (Lk 10, 38-50; Joh 12, 1-8), wird in der abendländischen Liturgie seit Papst Gregor d. Gr. allgemein vorausgesetzt, ist jedoch nicht sicher. Dagegen wird klar berichtet, dass sie beim Kreuz Jesu stand (Mk 15, 40-41), dass sie beim Begräbnis Jesu dabei war (Mk 15, 47) und am Ostermorgen mit anderen Frauen zum Grab ging (Mk 16, 1-8). Ihr ist der auferstandene Herr zuerst erschienen und hat sie mit der Osterbotschaft zu den Jüngern gesandt (Mk 16, 9; Joh 20, 14-18), weshalb sie auch „Apostelin der Apostel“ genannt wurde. Durch ein Dekret vom 3. Juni 2016 wurde ihr Gedenktag in den Rang eines Festes erhoben, auch bekam sie eine eigene Präfation.

 

Hl. Eberhard von Berg – Abt in Asolveroth bei Georgenthal

† zwischen 1145 und 1152

Eberhard, Graf von Berg, wurde 1129 Mönch im Zisterzienserkloster Morimond im heutigen Fresnoy-en-Bassigny. Er bewog seinen Bruder, dem Orden 1133 auch das von der Familie gestiftete Kloster in Altenberg – heute zu Odenthal gehörend – zu übertragen. Um 1140 stiftete sein Schwager, Graf Sizzo III. von Käfernburg als Familienkloster zunächst das Bergkloster Asolveroth auf dem St. Georgsberg oberhalb des Ortsteiles Altenbergen bei Gotha, das 1143 als 17. Tochterkloster mit Zisterziensermönchen direkt aus Morimond besetzt wurde. Mit diesem Klosterbau schuf Sizzo III. ein Grenzbollwerk gegen ein weiteres Vordringen der Thüringer Landgrafen und sicherte sich somit die durch dieses Gebiet verlaufende uralte Handelsstraße, die Straße von Asolveroth, die am Südhang des St. Georgsberges die Erff mit einer Furt überquerte. Die Gründung erfolgte also auch aus politischen Erwägungen als Antwort auf das von den Thüringer Landgrafen in Reinhardsbrunn gegründete Benediktinerkloster, um den Einfluss des Geschlechts der Käfernburger zu wahren.

Eberhard wurde der erste Abt dieses Klosters Asolveroth, das dann wohl vor 1189 ins nahegelegene Georgenthal verlegt wurde.

In der Reformation wurde das Kloster Georgenthal 1531 aufgehoben.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria