Archiv des Autors: admin

Tagesevangelium 12.04.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes – Joh 10,31-42

In jener Zeit hoben die Juden Steine auf, um Jesus zu steinigen.
Jesus hielt ihnen entgegen: Viele gute Werke habe ich im Auftrag des Vaters vor euren Augen getan. Für welches dieser Werke wollt ihr mich steinigen? Die Juden antworteten ihm: Wir steinigen dich nicht wegen eines guten Werkes, sondern wegen Gotteslästerung; denn du bist nur ein Mensch und machst dich selbst zu Gott. Jesus erwiderte ihnen: Heißt es nicht in eurem Gesetz: Ich habe gesagt: Ihr seid Götter? Wenn er jene Menschen Götter genannt hat, an die das Wort Gottes ergangen ist, und wenn die Schrift nicht aufgehoben werden kann, dürft ihr dann von dem, den der Vater geheiligt und in die Welt gesandt hat, sagen: Du lästerst Gott – weil ich gesagt habe: Ich bin Gottes Sohn? Wenn ich nicht die Werke meines Vaters vollbringe, dann glaubt mir nicht. Aber wenn ich sie vollbringe, dann glaubt wenigstens den Werken, wenn ihr mir nicht glaubt. Dann werdet ihr erkennen und einsehen, dass in mir der Vater ist und ich im Vater bin. Wieder wollten sie ihn festnehmen; er aber entzog sich ihrem Zugriff. Dann ging Jesus wieder weg auf die andere Seite des Jordan, an den Ort, wo Johannes zuerst getauft hatte; und dort blieb er. Viele kamen zu ihm. Sie sagten: Johannes hat kein Zeichen getan; aber alles, was Johannes über diesen Mann gesagt hat, ist wahr. Und viele kamen dort zum Glauben an ihn.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Gefeiert am 11. April

Hl. Stanislaus – Bischof von Kraków, Märtyrer

* um 1030 in Szczepanów (?) bei Krakau / Kraków in Polen
† 11. April 1079 in Krakau / Kraków in Polen

Stanislaus, um 1030 bei Krakau geboren, studierte in Gnesen und Paris, war dann zuerst Dorfpfarrer, seit 1072 Bischof von Krakau. Er lebte in strenger Armut; nach dem Tod seiner Eltern verteilte er sein Erbteil an die Armen. Er zog sich den Zorn des Königs Boleslaw II. zu, den er wegen seines anstößigen Lebens zurechtgewiesen und mit der Exkommunikation bedroht hatte. Am 11. April 1079 erschlug ihn der König während der Messe in der vor Krakau gelegenen Michaelskirche. Stanislaus wurde im Dom von Krakau bestattet. Er wurde 1253 heilig gesprochen.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

11.04.2019 – Donnerstag der 5. Fastenwoche

Hl. Cyrill von Jerusalem (313-350) Bischof von Jerusalem und Kirchenlehrer

„Bist du etwa größer als unser Vater Abraham?“

Viel wäre über den Glauben zu sagen. […] Vorerst möge es genügen, wenn wir aus den Vorbildern des Alten Testamentes die eine Person Abrahams herausgreifen, zumal wir durch den Glauben seine Kinder geworden sind. Abraham ist nicht nur aufgrund von Werken, sondern auch aufgrund des Glaubens gerechtfertigt worden. Viel hat er geleistet, doch Freund Gottes wurde er immer erst genannt, als er seinen Glauben bekannte. Und alles, was er tat, hat er im Glauben vollendet. Im Glauben verließ er seine Eltern, im Glauben verließ er Vaterland, Haus und Hof. Auf demselben Weg nun, auf dem jener gerechtfertigt wurde, sollst auch du gerecht werden. Sein Körper konnte nicht mehr Kinder zeugen; denn Abraham war ein Greis. Auch seine Frau [Sara] war schon bejahrt und hatte keine Hoffnung mehr, Kinder zu gebären. Gott verspricht dem Greis Nachkommenschaft, und „Abraham war nicht schwach im Glauben“, obwohl er erkannte, dass sein Leib bereits erstorben war. Er sah nicht auf die Schwäche seines Körpers, sondern auf die Kraft dessen, der die Verheißung gab, und hielt ihn für treu, und so empfing er wider Erwarten einen Sohn. […] […] durch den Glauben ist er [Abraham] unser Vorbild, durch ihn werden wir alle Abrahams Söhne. Inwiefern und auf welche Weise? Menschen ist es unglaublich, dass jemand von den Toten aufersteht, wie es ihnen auch unglaublich ist, dass abgestorbene alte Leute Nachkommenschaft erhalten. Doch wenn verkündet wird, dass Christus gekreuzigt worden ist und nach seinem Tode wieder auferstanden ist, glauben wir es. Die Ähnlichkeit des Glaubens ist es, durch welche wir also zur Kindschaft Abrahams gelangen. Sind wir gläubig geworden, dann werden wir Abraham auch ähnlich, sofern wir das geistige Siegel erhalten, vom Heiligen Geist in der Taufe beschnitten werden […].

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

Tagesevangelium – 11.04.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes – Joh 8,51-59

In jener Zeit sprach Jesus zu den Juden: Amen, amen, ich sage euch: Wenn jemand an meinem Wort festhält, wird er auf ewig den Tod nicht schauen. Da sagten die Juden zu ihm: Jetzt wissen wir, dass du von einem Dämon besessen bist. Abraham und die Propheten sind gestorben, du aber sagst: Wenn jemand an meinem Wort festhält, wird er auf ewig den Tod nicht erleiden.
Bist du etwa größer als unser Vater Abraham? Er ist gestorben, und die Propheten sind gestorben. Für wen gibst du dich aus? Jesus antwortete: Wenn ich mich selbst ehre, so gilt meine Ehre nichts. Mein Vater ist es, der mich ehrt, er, von dem ihr sagt: Er ist unser Gott.
Doch ihr habt ihn nicht erkannt. Ich aber kenne ihn, und wenn ich sagen würde: Ich kenne ihn nicht, so wäre ich ein Lügner wie ihr. Aber ich kenne ihn und halte an seinem Wort fest. Euer Vater Abraham jubelte, weil er meinen Tag sehen sollte. Er sah ihn und freute sich. Die Juden entgegneten: Du bist noch keine fünfzig Jahre alt und willst Abraham gesehen haben? Jesus erwiderte ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Noch ehe Abraham wurde, bin ich. Da hoben sie Steine auf, um sie auf ihn zu werfen. Jesus aber verbarg sich und verließ den Tempel.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Sexueller Missbrauch – Erzbischof verliert sein Amt

Der Erzbischof von Guam, Msgr. Anthony Sablan Apuron OFM Cap., wurde rechtskräftig des sexuellen Missbrauchs für schuldig befunden. Die römische Glaubenskongregation gab ein entsprechendes Urteil bekannt.

„Wie bereits am vergangenen 16. März 2018 angekündigt, hat das Apostolische Gericht der Kongregation für die Glaubenslehre in Erster Instanz den Strafprozess gegen S. Ex. Msgr. Anthony Sablan Apuron OFM Cap. (Agaña, Guam) abgeschlossen. Wie damals festgestellt wurde, konnte das Urteil Gegenstand einer eventuellen Berufung werden, die tatsächlich eingelegt wurde. Das Gericht zweiter Instanz bestätigte am 7. Februar 2019 das Urteil erster Instanz, indem es den Angeklagten für Straftaten gegen das Sechste Gebot mit Minderjährigen schuldig sprach. Die verhängten Strafen sind folgende: Verlust des Amtes; dauerhaftes Aufenthaltsverbot im Erzbistum Agaña; ständiges Verbot die bischöflichen Insignien zu führen. Diese Entscheidung stellt den rechtskräftigen Abschluss des Falles dar. Ein weiterer Einspruch ist ausgeschlossen.“

Msgr. Anthony Sablan Apuron, Erzbischof von Guam

Gegen den ehemaligen Erzbischof von Guam waren im Frühling 2016 Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen erhoben worden. Papst Franziskus suspendierte ihn. Vorsitzender Richter im Strafverfahren erster Instanz war Raymond Kardinal Burke.

Am 4. April 2019 erfolgte die Absetzung als Erzbischof. Zugleich wurde Msgr. Michael Jude Byrnes neuer Erzbischof. Der 1996 für das Erzbistum Detroit zum Priester geweiht Byrnes war bereits seit dem 31. Oktober 2016 Erzbischof-Koadjutor mit Nachfolgerecht für das Erzbistum Agaña.

Der Kapuziner war 1983 von Papst Johannes Paul II. zum Weihbischof des Erzbistums Agaña und 1986 zum Erzbischof desselben ernannt worden.

Guam ist seit 1899 ein nichtinkorporiertes US-amerikanisches Außengebiet. Zuvor hatte die Insel des Marianen-Archipels mehr als 300 Jahre Spanien unterstanden.

Das Bistum Agaña war von Papst Paul VI. 1965 für die großteils katholische Bevölkerung der Insel errichtet worden. 1984 erhob es Papst Johannes Paul II. zum Erzbistum. Der einheimische Kapuziner Anthony Sablan Apuron war bis heute dessen erster Erzbischof.

Quelle: katholisches.info Bild: CFM.SCJ Archiv Alexandria

Gefeiert am 10. April

Hl. Eberwin von Helfenstein – Propst in Steinfeld

† 10. April 1152

Eberwin war Augustiner-Chorherr in Springiersbach. 1121 zog er, begleitet von Gefährten, nach Steinfeld in der Eifel, um das dort von Benediktinern verlassene Kloster als Chorherrenstift wieder zu eröffnen. Noch vor 1135 schloss der inzwischen zum Probst gewordene Eberhard sich mit seiner Gemeinschaft dem Prämonstratenserorden an. Enge Freundschaft verband ihn mit Bernhard von Clairvaux.

 

Hl. Engelbert – Abt in Admont

* 1250 in der Steiermark in Österreich
† 10. April 1331 in Admont in Österreich

Engelbert studierte in Prag und Padua, und war Benediktinermönch. 1297 wurde er Abt im damals bedeutenden Kloster Admont. Er gehörte zu den gelehrtesten Männern seiner Zeit, betätigte sich als Schriftsteller und hinterließ mehr als 40 Arbeiten zu verschiedenen Wissensgebieten.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

10.04.2019 – Mittwoch der 5. Fastenwoche

Hl. Johannes Chrysostomus (345-407) Bischof von Konstantinopel

Handeln wie Abraham

Abraham hatte Gottes Verheißung vor Augen und ließ jedwede menschliche Sichtweise beiseite; denn er wusste, dass Gott Werke vollbringen kann, die die Natur übersteigen, und vertraute den Worten, die an ihn gerichtet worden waren. Er ließ keinerlei Zweifel in seinen Gedanken aufkommen und war nicht unsicher, welche Bedeutung den Worten Gottes wohl zu geben sei. Denn das Eigentliche des Glaubens besteht darin, Vertrauen in die Macht dessen zu haben, der uns eine Verheißung gegeben hat […] Gott hatte Abraham eine unzählbar große Nachkommenschaft verheißen. Diese Verheißung überstieg die Möglichkeiten der Natur und die rein menschlichen Sichtweisen; deshalb „rechnete ihm Gott seinen Glauben als Gerechtigkeit an“ (vgl. Gen 15,6; vgl. Gal 3,6). Nun, wenn wir aufmerksam sind, werden wir feststellen: Uns wurden noch viel herrlichere Verheißungen gegeben, und sie werden uns auf eine Weise erfüllt, die weit darüber hinausgeht, was menschliches Denken zu träumen vermag. Dazu müssen wir nur auf die Macht dessen vertrauen, der uns diese Verheißungen gegeben hat, um die Rechtfertigung, die aus dem Glauben kommt, zu verdienen und die verheißenen Güter zu erhalten. Denn all diese Güter, die wir erhoffen, übersteigen jede menschliche Vorstellung und jeden Gedanken. So herrlich ist das, was uns verheißen wurde! Tatsächlich betreffen diese Verheißungen nicht nur die gegenwärtige Zeit, die Entfaltung unseres Lebens und den Genuss sichtbarer Güter; sondern sie betreffen auch die Zeit, da wir diese Erde verlassen haben werden, wenn unsere sterblichen Überreste zu Staub geworden sind. Da verspricht uns Gott, dass er unsere Leiber auferwecken und ihnen eine wunderbare Herrlichkeit verleihen wird. „Denn“, so versichert uns der selige Paulus, „dieses Verwesliche muss sich mit Unverweslichkeit bekleiden und dieses Sterbliche mit Unsterblichkeit“ (1 Kor 15,53). Darüber hinaus haben wir die Verheißung erhalten, dass wir uns nach der Auferstehung des Leibes am Reiche Gottes erfreuen werden und dass uns, in der Gemeinschaft der Heiligen, für ewige Zeiten jene unvergänglichen Güter zuteil werden, die „kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was in keines Menschen Herz gedrungen ist“ (1 Kor 2,9). Erkennst du die Überfülle der Verheißungen? Erkennst du die Großartigkeit dieser Gaben?

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

Tagesevangelium – 10.04.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes – Joh 8,31-42

In jener Zeit sprach Jesus zu den Juden, die an ihn glaubten: Wenn ihr in meinem Wort bleibt, seid ihr wirklich meine Jünger. Dann werdet ihr die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch befreien. Sie erwiderten ihm: Wir sind Nachkommen Abrahams und sind noch nie Sklaven gewesen. Wie kannst du sagen: Ihr werdet frei werden? Jesus antwortete ihnen: Amen, amen, das sage ich euch: Wer die Sünde tut, ist Sklave der Sünde. Der Sklave aber bleibt nicht für immer im Haus; nur der Sohn bleibt für immer im Haus. Wenn euch also der Sohn befreit, dann seid ihr wirklich frei. Ich weiß, dass ihr Nachkommen Abrahams seid. Aber ihr wollt mich töten, weil mein Wort in euch keine Aufnahme findet. Ich sage, was ich beim Vater gesehen habe, und ihr tut, was ihr von eurem Vater gehört habt. Sie antworteten ihm: Unser Vater ist Abraham. Jesus sagte zu ihnen: Wenn ihr Kinder Abrahams wärt, würdet ihr so handeln wie Abraham.
Jetzt aber wollt ihr mich töten, einen Menschen, der euch die Wahrheit verkündet hat, die Wahrheit, die ich von Gott gehört habe. So hat Abraham nicht gehandelt. Ihr vollbringt die Werke eures Vaters. Sie entgegneten ihm: Wir stammen nicht aus einem Ehebruch, sondern wir haben nur den einen Vater: Gott. Jesus sagte zu ihnen: Wenn Gott euer Vater wäre, würdet ihr mich lieben; denn von Gott bin ich ausgegangen und gekommen. Ich bin nicht in meinem eigenen Namen gekommen, sondern er hat mich gesandt.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Gefeiert am 9. April

Hl. Waltraud – Klostergründerin, Äbtissin in Mons

* vor 619 in in Cousolre in Frankreich
† 9. April um 688 in Castrilocus, heute Mons in Belgien

Waltraud, auch Waudru, Tochter von Walbert and Bertlia, eine Schwester der Adelgunde von Maubeuge, trennte sich von ihrem Mann Vinzenz Madelgar, der um 643 Mönch im Kloster Hautrnont wurde, nachdem ihre vier Kinder Landericus, Madalberta, Adeltrudis und Dentelin erwachsen waren. Sie gründete dann in Castrilocus ein Kloster, das nach Ihr zu Ehren Ste. Waudru genannt wird, und wurde dessen erste Äbtissin. Um das Kloster wuchs die heutige Stadt Mons in Südbelgien.

 

Hl. Konrad I. – Erzbischof von Salzburg

* um 1075 in Abensberg in Bayern
† 9. April 1147 im Lungau in Österreich

Konrad, aus dem Geschlecht der Grafen von Abensberg, war Domherr in Hildesheim und wurde im Alter von 30 Jahren von Kaiser Heinrich V. zum Erzbischof von Salzburg ernannt. Im Investiturstreit stand er auf Seiten des Papstes, der Kaiser verbannte ihn deshalb für neun Jahre. Nach der Rückkehr kümmerte er sich intensiv um die Reform des Klerus und setzte in vielen seiner Stifte die Regeln der Augustiner-Chorherren durch. Man nennt ihn deshalb auch den „zweiten Gründer der Kirche von Salzburg“.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria