Von Tyrannen zerstört: Papst greift Politiker frontal an

Papst Leo XIV.
© APA

Bei einem Besuch in Kamerun fand der erste Papst aus den USA deutliche Worte. Er warf einigen Machthabern vor, die Welt in eine gefährliche Richtung zu treiben. Die Menschheit werde von „einer Handvoll Tyrannen“ regelrecht verwüstet, sagte er und kritisierte gleichzeitig massiv die enormen Ausgaben für Kriege. 

Scharfe Kritik an Machtpolitik

Der Papst prangerte an, dass Milliarden in militärische Konflikte fließen, während gleichzeitig Leid und Instabilität zunehmen. Besonders deutlich wurde er auch gegenüber jenen Politikern, die Religion als Rechtfertigung für Gewalt nutzen.

Er forderte einen klaren Kurswechsel und machte deutlich, dass die aktuelle Entwicklung in vielen Regionen der Welt nicht länger tragbar sei. Seine Aussagen fielen kurz nachdem US-Präsident Donald Trump ihn erneut öffentlich angegriffen hatte.

Besuch in Konfliktregion

Seine Worte äußerte der Pontifex in Bamenda, einer Stadt im Nordwesten Kameruns, die seit Jahren von einem blutigen Konflikt geprägt ist. Die Region gilt als Zentrum eines englischsprachigen Separatistenaufstands, der bereits tausende Menschenleben gefordert hat.

Der Papst sprach von einer „blutgetränkten“ Gegend und verurteilte die anhaltende Gewalt scharf. Er warnte vor einem Kreislauf aus Chaos und Tod, der sich immer weiter verstärke.

Harte Worte zu Ausbeutung und Gewalt

Besonders kritisierte er auch wirtschaftliche Interessen hinter Konflikten. Wer Länder ausbeute, investiere die Gewinne oft direkt wieder in Waffen – und halte so Gewalt und Instabilität am Leben.

Mit seinen Aussagen setzt der Papst ein deutliches Signal: Die Verbindung aus Machtpolitik, wirtschaftlichen Interessen und Krieg sei eine der größten Gefahren für die Welt. 

Quelle: msn

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