
Die hl. Gertrud machte die Erfahrung, dass Gott uns liebt, uns nachgeht und uns sucht.
Was Jesus der hl. Gertrud offenbarte, gilt auch uns. Sie zeigte und zeigt noch heute den Menschen den Weg, wie sie Jesus zur Mitte ihres Lebens machen können.
Einige erleuchtete sie durch ihre Worte in der Erkenntnis Gottes und der eigenen Fehler. Wieder andere erfuhren durch sie milden Trost bei Leid und Krankheit. Um der menschlichen Schwachheit zur Hilfe zu kommen, beschrieb Gertrud, ähnlich wie es die Bibel tut, das Unsichtbare in Bildern sichtbarer Dinge, damit es sich unsere Seelen besser einprägen können. Niemals dachte sie im Gebet nur an sich, sondern immer auch an die anderen Menschen. Stets lag ihr das Wohl der Gesamtkirche am Herzen.
Auf so wunderbare und geheime vielfältige Weise beruft Gott diejenigen, die er vorausbestimmt hat und rechtfertigt die Berufenen ohne ihr Verdienst. Diese Wahrheit leuchtet deutlich hervor in der von Gott auserkorenen hl. Gertrud von Helfta.
Sie lehrt uns, das Herz Gottes und damit seine Liebe und Barmherzigkeit zu entdecken.
Jahr und Tag ihres Heimgangs sind nicht genau bekannt. Wahrscheinlich war es am 17. November 1302. Gertrud wurde im Kloster Helfta beigesetzt. Leider sind auch ihr Grab und Reliquien unbekannt. Seit 1677 steht Gertruds Name im Römischen Martyrologium.
Es segne mich die Allmacht des Vaters.
Es segne mich die Weisheit des Sohnes.
Es segne mich die gütigste Liebe des Heiligen Geistes
und bewahre mich zum ewigen Leben. Amen.
(Gebet der hl. Gertrud von Helfta)
Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé Bild: Screens.