Gedanken eines Diözesanpriesters

Der Klerus sollte sich von seinen unterschwelligen Ketten befreien und der Richtigkeit und Bedeutung des überlieferten Ritus und der unverkürzten klassischen Glaubenslehre überzeugen.

In den vergangenen Jahren ist ein zunehmendes Misstrauen vieler gläubiger und praktizierender Katholiken gegenüber dem Klerus festzustellen. Dieses Misstrauen, das durchaus berechtigt ist, betrifft auch Bischöfe und Kardinäle, Diözesan- und Kurienämter und sogar den Papst selbst.

Wenn wir ehrlich und aufrichtig sind, müssen wir zugeben: Die Mitglieder des Klerus sind, von einigen lobenswerten Ausnahmen abgesehen, nicht mehr die Guten – die Kleriker in ihrer Gesamtheit sind inzwischen die Schlechten! Der Klerus steht beharrlich auf der falschen Seite: Der klassische Priester (und auch Bischof) von heute ist sinister (auch politisch gesehen), begünstigt bewusst oder unbewusst freimaurerisches Gedankengut, das ihm bereits während seiner Ausbildung vermittelt wurde, gibt wenig oder gar keinen Glauben weiter, ist lau und ängstlich, scheint mehr ein Politiker als ein Diener Gottes, folgt der Meinung des Augenblicks, scheint nicht sehr überzeugt vom katholischen Glauben und verkauft sich bereitwillig für ein Butterbrot. Buchstäblich. Er handhabt seine Arbeit wie ein Konkursverwalter, und die Heilige Liturgie scheint jene lästige Unannehmlichkeit zu sein, die es eben in jeder beruflichen Tätigkeit zu ertragen gilt. Viele, wenn auch nicht alle, scheinen Priester geworden zu sein, um ein Gehalt und ein kostenloses Pfarrhaus zu erhalten. Die Zustimmung der Öffentlichkeit, einschließlich der Medien, ist wichtiger für den durchschnittlichen Priester von heute als die Wahrheit Christi und die Rettung der Seelen, über die er nicht einmal spricht. Denn schon im Seminar lernt man: Das Schlimmste, was man tun kann, ist es, Ärgernis zu geben, Zwietracht zu säen oder aufzufallen – vor allem den Zeitungen. Letztlich: Gott spricht nicht – Klatschtanten und Journalisten schon.

Es sind nicht nur Einzelfälle, die viele Laien und auch viele Priester veranlassen, sich die Frage zu stellen, inwieweit der Klerus noch glaubwürdig ist, sondern es ist vielmehr die Summe vieler Entwicklungen, Erklärungen und Aktionen der letzten Jahre und Jahrzehnte. Sie beobachten eine immer deutlicher werdende Veränderung, die sich auch auf die Substanz des katholischen Glaubens in einem solchen Maße auswirkt, dass sich viele Priester und Laien fragen: Lehrt, lebt und gibt die katholische Kirche den katholischen Glauben noch weiter? Ist sie wirklich noch katholisch in der Tat und im Glauben, und nicht nur dem Namen nach? Viele Katholiken empfinden eine reale und persönliche Bedrohung, die vom Klerus ausgeht und auf ihre Vernichtung abzielt: Menschen wie sie, d. h. Gläubige, die denselben Glauben wie ihre Großeltern und Urgroßeltern haben, darf es nicht mehr geben. Sie haben endgültig zu verschwinden. Sie werden nicht mehr akzeptiert und auch nicht mehr geduldet und spüren einen wachsenden Druck, ihrem Glauben abzuschwören. Sie sind dazu bestimmt, von der Kirche selbst ausgelöscht zu werden. Wer sich bemüht, katholisch zu sein und Christus treu zu sein, fragt sich zunehmend, ob dies innerhalb der katholischen Kirche noch möglich ist. Eine alarmierende Situation, die dringend Antworten vom Klerus verlangt!

Was den Klerus betrifft, so fragen sich viele (wenn auch „hinter vorgehaltener Hand“), ob sie nicht getäuscht worden sind, denn sie haben das Gefühl, sich in einer Situation zu befinden, in der sie allmählich, und ohne es zu merken, an der Zerstörung der Kirche Christi und des katholischen Glaubens mitwirken, anstatt sie aufzubauen. Sie fühlen sich wie ein Polizist, der einst dieser Einheit beitrat, um zum Guten und zur Gerechtigkeit beizutragen, und der eines Tages aufwacht und feststellt, dass er in Wirklichkeit viele Jahre lang für die Unterwelt gearbeitet hat, ohne es zu merken.

Immer mehr Priester und Gläubige haben das beunruhigende Gefühl, dass die Kirchenführung sie in Wirklichkeit von Christus abbringt, anstatt sie ihm näher zu bringen. In diesem Zusammenhang stellen sich viele Fragen: Zu wem können wir noch gehen? Wo können wir noch ein katholisches Umfeld finden, das den Glauben fördert und uns Christus näher bringt? Warum scheinen Diözesen und andere kirchliche Strukturen für jene, die Christus an die erste Stelle setzen, nicht mehr verlässlich zu sein? Seit Jahrzehnten leben wir täglich mit Kompromissen und geben in einer Frage nach der anderen nach, immer nur das berühmte „ein bisschen“, bis der katholische Glaube unserer Vorväter bis zur Unkenntlichkeit entstellt ist. Manchmal ist es schwer, die Lehren Christi in den Lehren des Klerus, ob Priester, Bischöfe, Kardinäle und Päpste, und in den verschiedenen kirchlichen Dokumenten aller Ränge und Herkünfte, zu erkennen. Als Diözesanpriester bin ich immer wieder mit solchen Fragen der Gläubigen konfrontiert worden.

Die Antwort ist nicht einfach, aber sie ist notwendig, und wir sind sie den Gläubigen schuldig, die uns richtigerweise und zu Recht darum bitten. Natürlich gibt es in der Kirche weder einen perfekten Ort noch eine perfekte Gemeinschaft ohne mehr oder weniger gravierende Mängel. Und selbst wenn es sie gäbe: Jedes Paradies hat seine Schlange.

Wenn man die verschiedenen Möglichkeiten abwägt, landet man immer wieder bei der Empfehlung, den Laien die Priesterbruderschaft St. Pius X. zu empfehlen. Die Piusbrüder haben den großen Vorteil, von allem und jedem unabhängig zu sein: Eine Freiheit, die es ihnen erlaubt, sich nicht den Entscheidungen und Veränderungen zu beugen, die von einem unheiligen Geist inspiriert sind und auf die Auslöschung des katholischen Glaubens abzielen. Kein „synodaler Prozess“ und keine kirchliche Entscheidung, die dem katholischen Glauben zuwiderläuft, wird den Glauben der Piusbruderschaft ändern können, die gerade deshalb gegründet wurde, um bestimmten verheerenden Prozessen zu widerstehen, die während des letzten Konzils ausgelöst wurden, auch wenn sie schon lange vorher vorbereitet worden sind. Der rechte Glaube ist viel wichtiger als eine juristische Form, so wünschenswert diese auch sein mag. Sie ist aber sicherlich kein entscheidendes Kriterium und im Vergleich zur Bedeutung des Glaubens bleibt sie eine bloße Formalität. Es ist nicht eine Plakette, ein Stempel oder ein Titel, der eine Gemeinschaft katholisch macht, sondern der Glauben und die Taten.

Und es sind genau diese Taten, die unwiderlegbar gezeigt haben, dass die FSSPX in jeder Hinsicht eine wirklich katholische Gemeinschaft ist. Sie zeichnet sich durch ihren Eifer für die Rettung der Seelen aus, betreut mit Sorgfalt und Hingabe die Gläubigen, die es wünschen, hat hervorragende Schulen geschaffen, ihre Unterweisung ist nicht durch modernistische und freimaurerische Tendenzen kontaminiert, sondern unterschieden durch die Klarheit des Denkens, das in der Regel sehr ausgewogen und tiefgründig ist. Ihr Engagement für den katholischen Glauben ist bewundernswert, sie sind wirklich auf Christus ausgerichtet und vermitteln nicht die übliche Mittelmäßigkeit des „modernen Klerus“.

Natürlich wird man, wenn man sich auf die Suche begibt, zweifellos auch Schwächen finden, sowohl bei den Mitgliedern der Bruderschaft als auch bei ihren Gläubigen. Es gibt einige persönliche Macken, einige unausgewogene Kommentare oder fragwürdiges persönliches Verhalten, wie es in jeder Gemeinschaft und Person vorkommt. Aber das ist, statistisch gesehen, in einer Gemeinschaft dieser Größe normal und unvermeidlich. Auch die Übertreibung in der persönlichen Strenge mag unangenehm scheinen und manche Menschen sogar erschrecken, aber letztlich sehr akzeptabel sein angesichts der Fülle der Katholizität, die in der Bruderschaft zu finden ist. Alles in allem sind die Piusbrüder überzeugend für das, was seit dem letzten Konzil in fast allen anderen Bereichen der Kirche fehlt: Sie sind im besten Sinne des Wortes normal und katholisch geblieben.

Deshalb sollten wir die Gläubigen an die Piusbruderschaft oder an Priester verweisen, die wie sie denken und handeln, und sich wie sie verhalten, und wir haben den Gläubigen jeden Zweifel zu nehmen, dass sie nicht katholisch, sondern schismatisch seien – ein altbekanntes Märchen, das man auch heute noch lesen und hören kann. Es geht nicht darum, dass es unbedingt oder ausschließlich die Piusbruderschaft sein muß, an die wir die Gläubigen verweisen. Es kann auch ein guter Priester sein, der den Vetus Ordo zelebriert und klare Vorstellungen hat. Aber bei ihnen sind wir zumindest sicher, dass die Gläubigen bei ihnen, trotz der Fehler, die immer und unvermeidlich vorhanden sein werden, den authentischen katholischen Glauben und die Liturgie finden, die diesem Glauben entspricht und Gott wohlgefällig ist.

Für Priester

  • Die Priester sollten die Sakramente spenden und so oft wie möglich die Heilige Messe nach dem Vetus Ordo zelebrieren, wenn möglich auch in Pfarrkirchen – trotz der verschiedenen Verbote und ohne Skrupel. Nach Möglichkeit mit den Gläubigen und, wo diese fehlen sollten, auch in deren Abwesenheit. Wir müssen auch in diesem zentralen Aspekt unseres katholischen Glaubens großzügig und hilfsbereit sein und uns auf die Seite derer stellen, die die heilige Liturgie in ihrer vollständigsten und authentischsten Form wünschen, trotz der Hindernisse, die in den Weg gelegt wurden. Gerade weil die Liturgie kein Selbstzweck ist, sondern das Opfer Gottes, die zentrale Handlung der Kirche und ein Mittel, um die menschliche Seele zu dem Einen zu erheben, der sich opfert, können wir nicht zulassen, dass die überlieferte Liturgie abgeschafft wird, denn es ist gerade diese Liturgie, die die verschiedenen Aspekte der heiligen Messe am vollständigsten und unmissverständlichsten verwirklicht. Sie ist nicht gültiger, aber ihre Form entspricht mehr ihrer Substanz als der Novus Ordo Missae. Schließlich: Der Papst selbst ermahnt uns, großzügig und keine „starren Legalisten“ zu sein, sondern die göttlichen Gesetze mit Großherzigkeit und Barmherzigkeit anzuwenden! Es ist also nur anzuwenden, was der Papst uns wiederholt sagt.
  • Die alten Vorurteile und Denkschemata gegenüber Msgr. Lefebvre und der Piusbruderschaft sind zu überwinden, die – oft bewusst – konstruiert wurden, um die Gläubigen und die Priester zu verwirren. Jahrzehntelang wurde die Vorstellung verbreitet, dass schon der bloße Kontakt mit der FSSPX, geschweige denn der Besuch ihrer Messen, eine schwere Sünde und eine Trennung von der katholischen Kirche sei. Das Gegenteil ist der Fall! Diese Manipulation muss aufhören, und den Gläubigen muss klargemacht werden, dass es weder Sünde noch Ungehorsam ist, wenn man zur Piusbruderschaft geht. Die systematische Ausgrenzung jener, die der FSSPX angehören oder jener, die sie besuchen, ist nicht akzeptabel. Die Pfarreien könnten Priester der Bruderschaft zu Vorträgen, Katechesen oder Feierlichkeiten einladen oder Besuche zu bestimmten Anlässen in deren Prioraten organisieren.
  • Die Priester müssen sich endlich von den unterschwelligen Ketten befreien, die sie daran hindern, sich frei auszudrücken. Es stimmt, dass theoretisch jeder seine Gedanken frei äußern kann. Aber in vielen kirchlichen Kontexten ist dies nur eine schöne Theorie. In Wirklichkeit gibt es viele religiöse Häuser, Orden und Diözesen, in denen Angst herrscht, die eigenen Gedanken zu äußern. Auch an der Heiligen Römischen Kurie herrscht Angst, wie oft berichtet wird. Es braucht wenig und die Behörden greifen sofort ein: Ein falsches Wort über das jüngste Konzil, ein Zweifel an den Corona-Maßnahmen, ein geäußertes Wohlwollen für die Piusbruderschaft genügen manchmal, um Briefe, Anrufe, „Einladungen zu einem Gespräch“ oder Strafen auszulösen, während so gut wie jede Form des liturgischen Missbrauchs, jede Häresie, jede liberale Haltung in Politik oder Theologie nicht nur folgenlos bleibt, sondern sogar belohnt und begünstigt wird. Nicht wenige Priester verschiedener Orden oder Diözesen fühlen sich an ein totalitäres oder autoritäres Regime erinnert, wenn sie sich frei äußern.

Welcher Priester würde sich heute zum Beispiel so frei fühlen, (ohne Furcht) zu sagen, dass das Zweite Vatikanische Konzil gescheitert ist? Oder dass die Liturgiereform die Kirchen entleert und die Menschen vom Glauben entfernt hat? Wer könnte es wagen – ohne Angst vor Konsequenzen –, die Politik des Heiligen Stuhls in den Bereichen Migration und Impfung zu kritisieren? Warum scheint es erlaubt, alle Päpste bis zu Pius XII. zu kritisieren, während ein Johannes XXIII., Paul VI., Johannes Paul II. oder Franziskus unantastbar scheinen? Barmherzigkeit und Freiheit gelten nur sehr selektiv. Wenn man frei ist, die Vergangenheit der Kirche zu kritisieren, ob Doktrin, Liturgie oder Bräuche, warum kann man nicht auch die Gegenwart kritisieren? Auch unsere Gegenwart wird bald Vergangenheit sein, und wer weiß, vielleicht nur eine schlechte Erinnerung an Zeiten, die überhaupt nicht gut waren. Genau so, wie manche heute die Zeiten von gestern sehen.

Es gibt Priester, die sich an die Zeiten des Kommunismus erinnert fühlen, weil sie ein diktatorisches Klima in der Kirche wahrnehmen, in dem sich jeder dem Einheitsdenken des Regimes unterwerfen muss. Der Mensch zählt nichts, die Institution ist alles. Der Einzelne darf niemals herausragen, darf nie aus dem Einheitschor herauszuhören sein oder sich in einer Sache hervortun. Jedenfalls scheint das heute die vorherrschende Situation zu sein.

Diese Entwicklung ist gefährlich, weil sie von Christus losgelöst ist und zu einem totalitären politischen Regime im Dienste einer neuen Weltordnung mit einer einzigen vereinheitlichten Religion führt, an deren Ende eine politische Philosophie ohne Gott stehen wird. Auch die Kirche läuft Gefahr, zu einer bloßen politischen Gesellschaft zu werden, die des Glaubens beraubt ist! Wir müssen das rechtzeitig erkennen und uns diesen gefährlichen Trends für die katholische Kirche widersetzen, die Gefahr läuft, sich in eine säkulare gesellschaftspolitische Organisation linker Ausrichtung zu verwandeln.

Für die Gläubigen

  • Was die Gläubigen betrifft: Die Laien müssen darauf bestehen, alle Sakramente  im überlieferten Ritus zu fordern (nicht nur die Heilige Messe!). Zugleich müssen sie aber auch Druck auf die Priester ausüben, damit diese ihnen die klassische katholische Doktrin, den alten Katechismus und die schönen Bräuche derer beibringen, die uns im Glauben vorausgegangen sind. Es wäre falsch, sich von der heute leider vorherrschenden klerikalen Arroganz entmutigen zu lassen, die darauf abzielt, die Gläubigen zu manipulieren, anstatt ihnen zu helfen, sich zu heiligen und zu vergöttlichen (zwei weitere Begriffe, über die heute niemand mehr spricht).
  • Und wenn sie bei den Pfarrern oder anderen Diözesan- oder Ordenspriestern kein Gehör finden? Dann dürfen sie nicht nachgeben, sondern müssen sich ohne Skrupel und Angst dorthin begeben, wo sie unter allen lehrmäßigen und liturgischen Aspekten ein wahrhaft katholisches Umfeld vorfinden, insbesondere zur Piusbruderschaft.

Wir befinden uns derzeit in einer Art Kampf: Es ist ein Kampf, der alle verschiedenen Aspekte der sichtbaren Schöpfung betrifft. Dies gilt auch für die sichtbare und institutionelle Kirche. Es ist derselbe Kampf, den auch die zivile Welt führt, denn ein großer Teil der Kirche ist inzwischen selbst „Welt“ geworden. Manchmal scheint sie wie eine Mutter, die einst gut und fürsorglich war, aber ab einem bestimmten Zeitpunkt damit begonnen hat, sich regelmäßig zu betrinken, und so befindet sie sich zur Zeit in einem Delirium, mit berauschtem Verstand. Sie ist immer dieselbe Mutter geblieben, mit all ihren Vorzügen, aber derzeit „außer Betrieb“, weil außer sich. Wir müssen uns ihrer annehmen und sie vor sich selbst schützen, denn trotz aller Fehler, die sie derzeit auch aufweist, ist sie immer die einzige Kirche Jesu Christi und von Ihm geliebt. Wenn eine betrunkene Mutter ihren Kindern etwas befiehlt, das gefährlich oder schädlich ist, dann sollen sie diesen Befehlen nicht gehorchen, sondern sich an das erinnern, was sie in ihren nüchternen Momenten sagte und tat, als sie noch die gute Mutter war. Manchmal darf man die Befehle des Augenblicks nicht beachten – zum Wohle aller. Seine Exzellenz, Msgr. Marcel Lefebvre, der sich als treuer Diener der heiligen Mutter Kirche erwiesen hat, ist uns ein großes Vorbild darin.

Und so muss sich auch der Klerus an der sicheren Vergangenheit orientieren und nicht an den vergänglichen Moden oder dem Geschwätz des Augenblicks, denn nur so kann er hoffen, nicht mehr in seiner Gesamtheit der Schlechte zu sein, wie er es jetzt ist.

Auf lange Sicht werden nur die Wahrheit Christi, die Heiligkeit, der wahre Glaube und der kohärente Kult überleben wie der überlieferte römische Ritus von Pius V. Es wird diese Liturgie der Kirche sein, die am Ende übrig sein wird, während alles andere untergehen wird und bereits jetzt, direkt vor unseren Augen, zusammenbricht.

Quelle: katholisches / Don Michael Bild: New Liturgical Movement 

Ein Gedanke zu „Gedanken eines Diözesanpriesters

  1. Markus Dörner

    Viel zu oft wurden/werden Priester daran gemessen, ob sie traditionell, liberal oder modern(istisch) sind. Oder (kirchen)politisch rechts bzw. links.

    Solche manchmal gehässigen und vor allem nicht immer zuverlässigen Zuweisungen werden, wie ich hoffe und bete, bald ausgedient haben. Erstens wechselt mit dem „Wind“ der Mode und der politischen Perspektive die Seite „links“ und „rechts“ mitunter schnell und für viele Beteiligten uneinsichtig und zweitens: Wer in der (kirchen)politischen Mitte steht oder zu stehen meint, sieht die Mitte nicht oder nicht hinreichend.

    Und auch jeder Modernisierer hatte und hat seine konservativen (bewahrenden) Seiten. Auch von daher sind solche Paradigmen nie zuverlässig. Ich nehme mir vor, weder konservativ noch liberal oder sonst eine dieser Apostrophierung zu sein. Ich will christlich und katholisch sein und mich von diesem Reichtum auch immer wieder belehren, überraschen lassen.

    Und im Zweifelsfalle oder wenn einem mal wieder die Worte fehlen, haben zumindest mich immer die Worte Pater Pios beruhigt und gestärkt, die er einem jungen Mann, der Priester werden wollte, im Beichtstuhl gesagt hat:

    „Heirate, denn kein Priester ist besser als ein schlechter Priester!“

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