Archiv des Autors: admin

Tagesevangelium – 28.02.2020

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 9,14-15

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In jener Zeit kamen die Jünger Johannes des Täufers zu Jesus und sagten: Warum fasten deine Jünger nicht, während wir und die Pharisäer fasten? Jesus antwortete ihnen: Können denn die Hochzeitsgäste trauern, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam genommen sein; dann werden sie fasten.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

27.02.2020

Hl. Franz von Sales (1567-1622) Bischof von Genf und Kirchenlehrer

Wir lieben uns selber auch auf verschiedene Weise, denn unsere Selbstliebe ist sowohl eine Tat- als auch eine Gefühlsliebe. Die Tatliebe beherrscht die Großen, die Machthungrigen, die Geldgierigen, die Besitz um Besitz zusammenraffen und nie genug haben. Andere lieben sich wieder eher mit einer mehr sentimentalen Liebe, sie gehen sehr zärtlich mit sich um und tun nichts, als sich verhätscheln, verpäppeln und pflegen. Immer sind sie voller Angst, dass ihnen etwas schaden könnte. Es ist geradezu ein Jammer! Seelische Verweichlichung ist noch unausstehlicher als körperliche. Leider wird sie gerade von geistlichen Personen am meisten gepflegt und großgezogen; sie möchten ohne Anstrengung mit einem Schlag heilig sein; ja, sie möchten sogar verschont bleiben von allen Kämpfen, welche das Niedere in unserer Seele mit seinem Widerstreben gegen alles, was der Natur entgegen ist, heraufbeschwört. Unseren Widersprüchen widersprechen, unseren Neigungen abgeneigt sein, unsere Gefühle unterdrücken, auf unsere eigene Meinung verzichten – das alles kann die gefühlvolle, sentimentale Liebe, die wir für uns hegen, nicht zulassen, ohne Ach und Weh zu schreien. Und das ist die Ursache, dass wir untätig bleiben. Auch trüge ich lieber ein kleines Strohkreuz, das mir auf die Schultern gelegt würde, ohne dass ich es wählte, als ein großes Kreuz, das ich mir mit großer Mühe selber aus dem Wald geholt und an dem ich recht schwer schleppen müsste. Ich glaube, dass ich dem lieben Gott wahrscheinlich mit dem Strohkreuz lieber bin als mit dem anderen großen, das ich mir mit viel Plage und vielen Schweißtropfen selber gezimmert habe. Denn dieses selbstgewählte Kreuz tragen, ist eine größere Befriedigung für die Eigenliebe, die ein großes Gefallen an dem hat, was sie sich selber zurechtlegt, während es ihr nicht gefällt, sich einfach führen und leiten zu lassen.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

Tagesevangelium – 27.02.2020

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 9,22-25

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In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Der Menschensohn muss vieles erleiden und von den Ältesten, den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten verworfen werden; er wird getötet werden, aber am dritten Tag wird er auferstehen. Zu allen sagte er: Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, der wird es retten. Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sich selbst verliert und Schaden nimmt?

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

26.02.2020

Benedikt XVI.

Die Fastenzeit, ein Weg zur wahren Freiheit

Seit den Ursprüngen wird daher die Fastenzeit als eine Zeit der unmittelbaren Vorbereitung auf die Taufe gelebt, die in der Osternacht feierlich gespendet werden soll. Die ganze Fastenzeit war ein Weg hin zu dieser großen Begegnung mit Christus, zu diesem Eintauchen in Christus und dieser Erneuerung des Lebens. Wir sind schon getauft, aber die Taufe ist in unserem Alltagsleben oft nicht sehr wirksam. Darum ist auch für uns die Fastenzeit ein neues „Katechumenat“, in dem wir erneut unserer Taufe entgegengehen, um sie wieder neu zu entdecken und zutiefst wieder zu erleben, um wieder wirklich Christen zu werden. Die Fastenzeit ist also eine Gelegenheit, um wieder neu Christen „zu werden“, durch einen ständigen Prozess des inneren Wandels und des Fortschreitens in der Erkenntnis und in der Liebe Christi. Die Umkehr geschieht nie ein für allemal, sondern sie ist ein Prozess, ein innerer Weg während unseres ganzen Lebens. Dieser Weg der dem Evangelium entsprechenden Umkehr darf sich gewiss nicht auf eine besondere Periode des Jahres beschränken: Es ist ein Weg, der jeden Tag zu gehen ist, der den ganzen Bogen der Existenz, jeden Tag unseres Lebens umfassen muss. […] Umkehren: Was heißt das wirklich? Umkehren heißt Gott suchen, mit Gott gehen, die Lehren seines Sohnes, Jesu Christi, willig befolgen. Umkehren ist nicht ein Bemühen um Selbstverwirklichung, denn der Mensch ist nicht der „Architekt“ seines eigenen ewigen Schicksals. Wir haben uns nicht selbst gemacht. Deshalb ist die Selbstverwirklichung ein Widerspruch und für uns auch zu wenig. Wir haben eine höhere Bestimmung. Wir könnten sagen, dass die Umkehr gerade darin besteht, sich nicht als „Schöpfer“ seiner selbst zu betrachten und so die Wahrheit zu entdecken, denn wir sind nicht die Urheber von uns selbst. Umkehr besteht darin, frei und mit Liebe zu akzeptieren, dass wir in allem von Gott, unserem wahren Schöpfer, abhängig sind, dass wir von der Liebe abhängig sind. Das ist nicht Abhängigkeit, sondern Freiheit.

Quelle: Generalaudienz vom 21. Februar 2007 © Libreria Editrice Vaticana

Tagesevangelium – 26.02.2020

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 6,1-6.16-18

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In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Hütet euch, eure Gerechtigkeit vor den Menschen zur Schau zu stellen; sonst habt ihr keinen Lohn von eurem Vater im Himmel zu erwarten.
Wenn du Almosen gibst, lass es also nicht vor dir herposaunen, wie es die Heuchler in den Synagogen und auf den Gassen tun, um von den Leuten gelobt zu werden. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten. Wenn du Almosen gibst, soll deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut. Dein Almosen soll verborgen bleiben, und dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten. Wenn ihr betet, macht es nicht wie die Heuchler. Sie stellen sich beim Gebet gern in die Synagogen und an die Straßenecken, damit sie von den Leuten gesehen werden. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten. Du aber geh in deine Kammer, wenn du betest, und schließ die Tür zu; dann bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist. Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten. Wenn ihr fastet, macht kein finsteres Gesicht wie die Heuchler. Sie geben sich ein trübseliges Aussehen, damit die Leute merken, dass sie fasten. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten. Du aber salbe dein Haar, wenn du fastest, und wasche dein Gesicht, damit die Leute nicht merken, dass du fastest, sondern nur dein Vater, der auch das Verborgene sieht; und dein Vater, der das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

25.02.2020

Hl. Irenäus von Lyon (130 – 208) Bischof, Kirchenlehrer und Märtyrer

Sollte aber jemand sagen: „Wie denn? Konnte Gott nicht von Anfang an den Menschen vollkommen machen?“ So soll er wissen, dass Gott, der Unveränderliche und Unerschaffene, an und für sich alles vermag, das Erschaffene aber, eben weil es seinen Anfang erst später genommen hat, deshalb auch seinem Schöpfer nachstehen muss. Weil sie nicht unerschaffen sind, daher bleiben sie hinter dem Vollkommenen zurück. Weil sie jünger sind, darum sind sie gleichsam Kinder und folglich noch nicht gewöhnt und ungeübt in der Wissenschaft des Vollkommenen. Gott war imstande, dem Menschen die Vollkommenheit von Anfang an zu gewähren, der Mensch aber war unfähig, sie aufzunehmen; denn er war noch ein Kind. Und deswegen kam unser Herr in den letzten Zeiten, indem er alles in sich rekapitulierte, zu uns, nicht wie er selber hätte können, sondern wie wir ihn zu sehen vermochten. Er hätte nämlich in seiner unaussprechlichen Herrlichkeit zu uns kommen können; aber wir waren nicht im geringsten imstande, die Größe seiner Herrlichkeit zu ertragen. Deshalb wurde das Wort, der Sohn Gottes, mit uns zum Kinde, obgleich er vollkommen war, nicht seinetwegen, sondern wegen des Kindheitszustandes des Menschen, so begreifbar geworden, wie eben der Mensch ihn begreifen konnte.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

Tagesevangelium – 25.02.2020

Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus – Mk 9,30-37

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In jener Zeit zogen Jesus und seine Jünger durch Galiläa. Jesus wollte aber nicht, dass jemand davon erfuhr; denn er wollte seine Jünger über etwas belehren. Er sagte zu ihnen: Der Menschensohn wird den Menschen ausgeliefert, und sie werden ihn töten; doch drei Tage nach seinem Tod wird er auferstehen. Aber sie verstanden den Sinn seiner Worte nicht, scheuten sich jedoch, ihn zu fragen. Sie kamen nach Kafarnaum. Als er dann im Haus war, fragte er sie: Worüber habt ihr unterwegs gesprochen? Sie schwiegen, denn sie hatten unterwegs miteinander darüber gesprochen, wer von ihnen der Größte sei. Da setzte er sich, rief die Zwölf und sagte zu ihnen: Wer der Erste sein will, soll der Letzte von allen und der Diener aller sein.
Und er stellte ein Kind in ihre Mitte, nahm es in seine Arme und sagte zu ihnen: Wer ein solches Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf; wer aber mich aufnimmt, der nimmt nicht nur mich auf, sondern den, der mich gesandt hat.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Skandal-Kardinal Christoph Schönborn

WIEN, Österreich, 21. Februar 2020 (LifeSiteNews) – Für die Fastenzeit ist der Hochaltar des Stephansdoms in Wien, Österreich, in dem Kardinal Christoph Schönborn Erzbischof ist, mit einem überlebensgroßen weiblichen lila Pullover bedeckt.

Der aus 80 Quadratmetern Material bestehende Pullover soll laut der Webseite der Domgemeinde „die Priorität der Erwärmung der Nächstenliebe“ zeigen . Die Domgemeinde behauptet, der Pullover sei ein moderner Fastenschleier (Fastentuch).

Quelle: LifeSiteNews

24.02.2020

Hl. Johannes Chrysostomus (349-407)

Priester in Antiochia und später Bischof von Konstantinopel, Kirchenlehrer

„In diesen Tagen erhob sich Petrus im Kreis der Brüder und sagte …“ (Apg 1,15f.). Da er leidenschaftlich ist und der Erste der Gemeinschaft, ergreift er auch immer als erster das Wort: „Brüder, wir müssen einen von den Männern wählen, die die ganze Zeit mit uns zusammen waren“ (Apg 1,21). Seht nur, wie sehr ihm daran gelegen ist, dass diese neuen Apostel Augenzeugen sind. Zweifellos musste der Heilige Geist kommen, aber Petrus war dieser Aspekt sehr wichtig. „Einer von den Männern, die die ganze Zeit mit uns zusammen waren, als Jesus, der Herr, bei uns ein und aus ging.“ Er weist darauf hin, dass sie mit ihm zusammen gelebt haben müssen und nicht bloß einfach Jünger gewesen sein dürfen. Anfangs sind ihm tatsächlich viele gefolgt bis zu dem Tag, an dem er von uns ging. Einer von diesen muss nun zusammen mit uns Zeuge seiner Auferstehung sein. “Petrus hat nicht gesagt: „Zeuge von allem Übrigen“, sondern nur „Zeuge der Auferstehung“. Denn jener Jünger wäre ja viel glaubwürdiger, der sagen könnte: „Derjenige, der aß, der trank, der gekreuzigt wurde: der ist es, der auferstand“. Daher brauchte er weder Zeuge der vorausgegangenen noch der nachfolgenden Zeit noch der Wunder sein. Erforderlich war nur, dass er Zeuge der Auferstehung war. Alles übrige war offenkundig und schon verkündigt worden, während sich die Auferstehung im Geheimen vollzogen hatte und daher nur einigen wenigen offenkundig war.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria