Online-Verkauf von Reliquien laut Franziskanern „Betrug“

Unbekannte haben in den vergangenen Wochen Reliquien des heiligen Franz von Assisi im Internet zum Verkauf angeboten. Die Franziskaner distanzierten sich nun von diesen Vorgängen und verurteilten sie scharf.

Italienische Medien berichteten in den vergangenen Tagen darüber, dass Knochenreste und Teile des Gewandes von Franz von Assisi auf der Internet-Plattform ebay zum Verkauf angeboten würden. Die Franziskaner in Assisi distanzierten sich am Freitag von diesen Vorgängen. Bruder Giulio Cesareo, der Kommunikationschef der Basilika San Francesco in Assisi, bezeichnete den Verkauf gegenüber der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) als „Betrug“.

Franziskaner verurteilen Profitgier

Die Franziskaner seien laut Cesareo tiefst betrübt darüber, dass Menschen andere Gläubige aus Profitgier um Reliquien betrügen. Gleichzeitig zeuge es von großer Naivität, Reliquien online wie andere Konsumgüter kaufen zu wollen. Das werde dem außerordentlichen Wert dieser spirituellen Dinge nicht gerecht und stelle sie auf eine Ebene mit Spülmittel oder T-Shirts.

Zum 800. Todesjahr des heiligen Franz von Assisi werden seine Gebeine für vier Wochen zum ersten Mal öffentlich in der Basilika in Assisi ausgestellt. Seit 22. Februar besuchten rund 135.000 Menschen den Plexiglas-Sarg mit den sterblichen Überresten des Heiligen. Für den Besuch ist eine Anmeldung erforderlich, allerdings sind aktuell keine Plätze mehr verfügbar.

Quelle: vaticannews

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