Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 17,11-19
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Es geschah auf dem Weg nach Jerusalem: Jesus zog durch das Grenzgebiet von Samarien und Galiläa. Als er in ein Dorf hineingehen wollte, kamen ihm zehn Aussätzige entgegen. Sie blieben in der Ferne stehen und riefen: Jesus, Meister, hab Erbarmen mit uns! Als er sie sah, sagte er zu ihnen: Geht, zeigt euch den Priestern! Und es geschah: Während sie hingingen, wurden sie rein.
Einer von ihnen aber kehrte um, als er sah, dass er geheilt war; und er lobte Gott mit lauter Stimme. Er warf sich vor den Füßen Jesu zu Boden und dankte ihm. Dieser Mann war ein Samariter. Da sagte Jesus: Sind nicht zehn rein geworden? Wo sind die neun? Ist denn keiner umgekehrt, um Gott zu ehren, außer diesem Fremden? Und er sagte zu ihm: Steh auf und geh! Dein Glaube hat dich gerettet.
Hl. Maximilian – erster Bischof von Lorch, Märtyrer
* in Claudia Celeia, dem heutigen Celje in Slowenien
† 284 oder 283 daselbst
Maximilian war nach der Überlieferung aus dem 11./13. Jahrhundert der Sohn reicher Eltern, verteilte nach deren Tod seinen Besitz an die Sklaven seines Anwesens, denen er auch die Freiheit schenkte, und an Arme und pilgerte nach Rom, von wo er durch Papst Sixtus II. 257 als Glaubensbote in seine Heimat Noricum zurückgeschickt wurde. Dort war er 20 Jahre lang als Wanderbischof und erster Bischof von Lorch an der Enns tätig. Während der Christenverfolgung unter Kaiser Numerianus wurde er demnach enthauptet.
Historisch gesichert ist der Bau einer Kapelle in Bischofshofen im Pongau im Jahr 710 über dem Grab eines Maximilian. Reliquien kamen 878 nach Altötting und im 10. Jahrhundert nach Passau. Bei einem Stadtbrand in Passau 1662 ist der größere Teil verbrannt, die restlichen Reliquien werden jedes Jahr am 12. Oktober im Dom in Passau in einem Silberschrein ausgestellt.
Hl. Gottfried – Propst in Arnstein
† 12. Oktober 1151
Gottfried war der erste Propst des Prämonstratenserklosters, das Graf Ludwig 1139 auf seiner Burg Arnstein an der Lahn gegründet hatte.
Jesus sprach zur Menge. Einige, die ihn nicht verstanden, diskutierten miteinander, und eine Frau rief: „Selig, die deine Mutter war und dich geboren hat“. Eine Frau, die das ruft – großartig so etwas! Das Volk, wenn es authentisch ist, hat Tiefgang! In diesem Moment wird Jesus sagen: „Selig sind vielmehr die, die das Wort Gottes hören und es befolgen.“ – Er will sich dieser familiären Einengung entziehen, heute würde man sagen „Einengung durch die Gruppe“. In den Berggegenden oder auf dem Land sind die Familienbande sehr eng, wie bei kleinen Stämmen. Jesus geht weg. Da sagte man zu ihm: „Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen“. – „Wer ist meine Mutter? Wer sind meine Brüder? Die, die das Wort Gottes befolgen“ (vgl. Lk 8,20–21). – Er gründet eine Gesellschaft jenseits der natürlichen Zugehörigkeit. Sie basiert nicht auf einer Angleichung von Empfindungen, sozialen Bedingungen, Klasse und Herkunft. Nein, etwas anderes. Er wird zu der Frau sagen: „Selig sind vielmehr die, die das Wort Gottes hören und es befolgen.“ Diese Frau aber hatte das Wort Gottes gehört, denn sie hatte zu ihm gesagt: „Selig, die deine Mutter war!“ (vgl. Lk 11,27–28). Es ist kein Tadel, den Jesus daraufhin an sie richtet, es ist im Gegenteil eine Bestätigung, wenn er sagt: „Selig bist du, weil du verstanden hast, dass es etwas Größeres gibt als Familienbeziehungen, etwas, das Familienbeziehungen, wenn sie in Ordnung sind, Licht verleihen kann – jedoch Licht von anderer Art.
Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 11,27-28
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In jener Zeit, als Jesus zum Volk redete, rief eine Frau aus der Menge ihm zu: Selig die Frau, deren Leib dich getragen und deren Brust dich genährt hat. Er aber erwiderte: Selig sind vielmehr die, die das Wort Gottes hören und es befolgen.
Schamanenkult im Vatikan: Heidnische Naturreligion im Vatikan zelebriert.
(Rom) Am vergangenen Freitag, den 4. Oktober, zwei Tage vor Eröffnung der Amazonassynode wohnte Papst Franziskus einem schamanischen Kultspektakel in den Vatikanischen Gärten bei. Dem heidnischen Naturreligionsritus hatte das katholische Kirchenoberhaupt selbst die Tore zum Heiligen Stuhl geöffnet. Gleich am ersten Synodentag begann dann auch der Angriff gegen den priesterlichen Zölibat.
Die Wahrnehmung des in der Kirchengeschichte beispiellosen Spektakels könnte nicht unterschiedlicher sein. Die traditionsverbundene Seite Radio Spada meldete:
„Hexentanz in den Vatikangärten.“
VaticanNews, das offizielle Nachrichtenportal des Heiligen Stuhls, hingegen titelte verschleiernd und harmlos:
„Der Papst pflanzt einen Baum im Vatikan.“
Verstörende Bilder gehen seither um die Welt, die im Herzen der Katholizität, unmittelbar neben dem Petrusgrab, Menschen zeigen, darunter Ordensleute und sogar Priester, die nicht die heilige Liturgie praktizieren, sondern den Anweisungen einer Schamanin, einer „Hexe“, (Radio Spada) folgen und sich in einem paganen Naturkult rituell bis zum Boden verneigen.
Organisiert wurde das Spektakel vom Amazonas-Kirchennetzwerk REPAM, das Papst Franziskus mit der Vorbereitung der Amazonassynode beauftragt hatte, von Franziskanern und dem Global Catholic Climate Movement (GCCM), womit der Brückenschlag zur derzeitigen Klimahysterie erkennbar wurde.
Angebetet wurde symbolisch die Amazonas-Erde. Bevor Papst Franziskus einen aus Assisi gebrachten Baum einpflanzte, vollzog die Schamanin und deren Anhang einen Ritus über diesen Baum.
Besonders irritierend: Papst Franziskus und mehrere Kirchenvertreter, Kardinäle und Bischöfe, saßen daneben und wohnten dem Ganzen „fußfrei“ in der ersten Reihe bei.
„Wenn sie wußten, was sie tun, wäre das wirklich satanisch“
Der Historiker Prof. Roberto de Mattei sagte am Samstag bei einer Tagung in Rom, daß „die Götzen in den Vatikan eingedrungen sind“.
Mit scharfen Worten geißelte der bekannte Liturgiker und Freund von Benedikt XVI., Don Nicola Bux, das unfaßbare Schauspiel:
„In vielen ist das Heilige tot, auch in der Kirche. Man hat es gesehen, sie haben sich am 4. Oktober in den Vatikanischen Gärten mit der Stirn bis zum Boden verneigt, als würden sie eine neue Gottheit, die Mutter Erde, anbeten.
Ich hoffe, daß sie nicht wußten, was sie tun, um die Vergebungsbitte Christi am Kreuz in Anspruch nehmen zu können: ‚Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun‘. Wenn die Befürworter dieses Ritus das bewußt getan haben sollten, wäre das wirklich satanisch.“
Zu den „Befürwortern“ gehörte auch Papst Franziskus, ohne dessen Erlaubnis die Schamanin und ihr Gefolge nicht in den Vatikan gelangt wären, und der mit wohlwollender Haltung dem Szenario beiwohnte.
Heidnischer Naturkult im Vatikan mit Papst Franziskus; vorne links ein Franziskaner, der nicht Gott, sondern die Natur anbetet.
Während Kommunion- und Kniebänke aus den Kirchen verbannt werden, so Don Bux, fallen Katholiken mit päpstlicher Zustimmung vor einer Schamanin und Naturgötzen auf die Knie. Sinngemäß wollte er damit sagen: Braucht es noch mehr Beleg dafür, daß in der Kirche etwas schiefläuft?
Don Bux nahm am vergangenen Samstag am Rande und im Rahmen einer Tagung Stellung, bei der das Komitee katholischer Laien „Vereinigt mit dem eucharistischen Jesus durch die heiligsten Hände Marien“ eine Petition vorstellte, die von 11.000 Katholiken unterzeichnet wurde. Die Unterzeichner bitten Papst Franziskus, wieder für die ganze Weltkirche die kniende Mundkommunion einzuführen und die Kommunionspendung durch Laien wieder abzuschaffen. Die Petition richtet sich damit gegen Maßnahmen, die über den Weg von Dispensen und schleichend erst in der Nachkonzilszeit schrittweise eingeführt wurden und eine Anpassung an eine protestantische Praxis darstellen.
Die Petition, die sich für die Wiedergewinnung der Ehrfurcht vor dem Allerheiligsten einsetzt, steht in schlagendem Kontrast zu den derzeit im Vatikan stattfindenden, grellen Ereignissen. Und das sind viele. Sie reichen vom beschriebenen Schamanenkult mit Zustimmung des Papstes über die Forderung von Kardinal Hummes, gleich am ersten Synodentag, den priesterlichen Zölibat abzuschaffen, bis zur lautstarken Erleichterung der Synodalen bei der Mitteilung von Generalsekretär Kardinal Baldisseri, daß sie nicht in Soutane, sondern im Clergyman an den Synodenarbeiten teilnehmen dürfen.
„Die große Inszenierung“
Sowohl die Forderung von Kardinal Hummes, als auch der Soutanenverzicht wurde von den Synodalen mit unüberhörbarer Zustimmung begrüßt. Die Ungeduld von Hummes, der als REPAM-Vorsitzender der oberste Synodenvorbereiter war, gleich am ersten Synodentag seinen Angriff gegen den Zölibat zu starten, offenbart das Hauptanliegen, das er und seine Mitstreiter mit der Amazonassynode verknüpfen.
Es offenbart auch, wem Papst Franziskus 2014 lautlos die Vorbereitung der Synode anvertraute und seither gewähren läßt, um die Kirche in eine bestimmte Richtung umzuleiten.
Heidenkult in den Vatikanischen Gärten: Papst Franziskus und Kardinal Hummes sitzen in der ersten Reihe
Für den Vatikanisten Aldo Maria Valli ist die ständige Berufung auf die Indio-Stämme des Amazonas und deren „Einbindung“ in die Amazonassynode bloße „Inszenierung“, eine Art „großer Inszenierung“, um eine europäische Agenda durchzusetzen, deren Urheberschaft verschleiert werden soll.
Das Spektakel in den Vatikanischen Gärten nannte Valli „eine irritierende Zeremonie im Zeichen des Heidentums“.
Don Bux rief angesichts der „besorgniserregenden“ Teilnahme von Priestern an dem „Hexentanz“ (Radio Spada) dazu auf, den „Formen der Apostasie zu widerstehen, die in der Kirche etabliert wurden“.
Laut Catholic Sat fand in den Vatikanischen Gärten die Anbetung von „zwei Götzen statt, einer Göttin der Fruchtbarkeit und einer Göttin der Erde, die im Mittelpunkt des gebildeten Kreises zu sehen sind“.
Don Bux betonte gegenüber Medien, daß in den vergangenen Tagen von namhaften Kardinälen, Bischöfen und Prälaten vor den Gefahren der Amazonassynode gewarnt wurde. Die Kritiker halten die Synodenversammlung für ein Instrument, zur Etablierung einer„neue, heidnischen Religion“ zu errichten, mit der „die von Jesus Christus gebrachte Rettung für die Menschen zunichte gemacht wird“.
Das Schamamenspektakel am vergangenen Freitag belege die Richtigkeit dieser Kritik.
* 25. November 1881 in Sotto il Monte bei Bergamo in Italien
† 3. Juni 1963 in Rom
Angelo Giuseppe Roncalli wurde als Sohn einer einfachen Bauernfamilie geboren. Nach seiner Ausbildung in Bergamo und Rom und der Erlangung der Doktorwürde wurde er 1904 zum Priester geweiht, wurde Sekretär des Bischofs von Bergamo, dann Professor für Kirchengeschichte. Im 1. Weltkrieg diente er als Sanitäter, später als Feldgeistlicher. 1921 wirkte er an der Neuorganisation der päpstlichen Kongregation für die Glaubensverbreitung mit, ab 1925 war er Gesandter des Vatikans in Bulgarien mit Sitz in Sofia (София), ab 1933 in der Türkei und in Griechenland mit Sitz in Ístanbul. Als solcher half er Juden zur Flucht aus dem von der deutschen Wehrmacht im 2. Weltkrieg besetzten Ungarn. 1944 wurde er zum vatikanischen Nuntius – Botschafter – in Paris ernannt, 1953 zum Kardinal und Patriarchen von Venedig.
Am 28. Oktober 1958 wurde er im elften Wahlgang des Konklave im Alter von 77 Jahren zum Papst gewählt – offenbar als Kompromisskandidat, wählbar für konservative Anhänger des Vorgängers wie für gemäßigte Reformer. Überraschend nahm er den Namen Johannes an – wobei er mit der Wahl der Zählung als 23. zum Ausdruck brachte, dass der zur Zeit des Drei-Päpste-Schismas von 1410 bis 1415 regierende Johannes XXIII. kein rechtmäßiger Papst war; er wolle die kirchengeschichtlich umstrittene Frage nicht entscheiden, erklärte er.
Während seine Vorgänger sich als Gefangene im Vatikan betrachteten, verstand Johannes XXIII. sich wirklich als Bischof von Rom: er besuchte die Gemeinden und zeigte sich den Menschen nahe. „Ich bin Josef, euer Bruder“, stellte er sich gelegentlich vor (sein Taufname war Guiseppe – Josef), bescheiden und in Anlehnung an den nachsichtigen und hilfsbereiten Joseph in Ägypten (Gen 45, 4). Aufsehen erregte sein Besuch im römischen Staatsgefängnis, wo er die Häftlinge tröstete mit der Erzählung von seinem Onkel, der auch (wegen Wilderei) im Gefängnis eingesperrt war. Er schaffte den Fußkuss und die bislang vorgeschriebenen drei Verbeugungen bei Privataudienzen ab und erhöhte in einer seiner ersten Amtshandlungen die zuvor sehr niedrigen Gehälter der Angestellten.
Als wichtiger Beitrag zur Kirchenreform sind auch Johannes‘ sieben Enzykliken zu werten, darunter Mater et Magistra zur katholischen Soziallehre von 1961, in der er die Würde des Einzelnen als Grundlage der gesellschaftlichen Institutionen betonte, und Pacem in Terris von 1963, in der er an alle Menschen guten Willens gerichtet zur internationalen Zusammenarbeit für Frieden und Gerechtigkeit aufforderte und im Gegensatz zu seinen Vorgängern die Menschenrechte ausdrücklich anerkannte.
In den zuvor vom Vatikan misstrauisch betrachteten Vereinten Nationen erkannte Johannes ein gottgewolltes Zeichen der Zeit. Auch in der internationalen Politik wirkte er ausgleichend, er traf mit führenden Vertretern der Großmächte wie den amerikanischen Präsidenten Dwight D. Eisenhower und John F. Kennedy zusammen; dem Schwiegersohn des sowjetischen Präsidenten Chruschtschow, Adschubej, gewährte er eine Privataudienz, in manchem bereitete er der Politik der Ostpolitik mit der Aussöhnung mit den kommunistischen Ländern den Weg. In der italienischen Innenpolitik blieb er neutral.
Zu Johannes‘ wissenschaftlichen Werken zählen die fünfbändigen Studien zum heiligen Karl (Carlo) Borromäus. Sein geistliches Tagebuch und andere geistliche Schriften – 1965 posthum veröffentlicht – und seine Briefe an die Familie – 1969 erschienen – weisen Schlichtheit und Demut seines geistlichen Lebens aus, und diese Eigenschaften vor allem, die er auch von Jugend an lebte, sein Wille zur Heiligkeit, zu einem in allem gottgefälligen Leben, nicht so sehr äußere Leistungen, so wichtig sie sind, führten letztlich zu seiner Selig- und Heiligsprechung. Aufgrund seiner persönlichen Ausstrahlung, seines Engagements für den Frieden, seiner Toleranz und seines Optimismus wurde er nicht nur innerhalb der katholischen Kirche hoch verehrt; die zuvor hohe Hemmschwelle vor der unnahbaren Autorität des Amtes minderte er erfolgreich, wodurch er dem Glauben Türen beim Volk öffnete. Er wollte kein großer Redner, Diplomat, Wissenschaftler oder Organisator sein, sondern ein guter Hirte nach dem Vorbild des Hl. Apostelfürsten Petrus.
Hl. Philippus – Diakon, Bischof von Tralles, Märtyrer
† im 1. Jahrhundert in Hierapolis in Phrygien, heute Ruinen bei Pamukkale in der Türkei
Philippus wurde von den Aposteln zu einem der sieben Diakone der Urgemeinde in Jerusalem bestellt (Apostelgeschichte 6, 1 – 6). In der Zeit der Verfolgung seiner Gemeinde wirkte er in Samaria und gewann viele Menschen für den Glauben, darunter den Zauberer Simon, der dann von Petrus zurückgewiesen werden musste (Apostelgeschichte 8, 5 – 25). Philippus wurde von einem Engel befohlen, auf den Weg nach Gaza / Ghazzah zu gehen, wo er dem Kämmerer der Kandake, Königin der Äthiopier, begegnen solle. Er sah ihn im Wagen sitzend, das Buch des Propheten Jesaja lesend, legte ihm die Botschaft aus, bekehrte und taufte ihn (Apostelgeschichte 8, 26 – 39). Der in seine Heimat Zurückgekehrte gilt als Begründer des äthiopischen Christentums, Philippus damit als Vater der äthiopischen Kirche.
Philippus wirkte in der Folgezeit in der Gegend um Cäsarea (Apostelgeschichte 8, 40). Auch seine vier Töchter, Jungfrauen, die aus Eingebung redeten (Apostelgeschichte 21, 8 – 9) gaben sich der Missionsarbeit hin. Gesichert ist, dass er und seine Töchter später in Hierapolis predigten. Die Legenden lassen Philippus dann Bischof von Tralles in Lydien – heute ein Ruinenfeld bei Aydın – werden; in Hierapolis sei er von Heiden ergriffen, am Kreuz gesteinigt und mit seinen Töchtern begraben worden.
Reliquien von Philippus sollen heute ebenso wie jene von Philippus dem Apostel in der Basilika SS. Dodici Apostoli, der Basilika der Heiligen zwölf Apostel, in Rom liegen.
Hl. Irenäus von Lyon (130 – 208) Bischof, Kirchenlehrer und Märtyrer
Der Mensch ist eine Mischung aus Seele und Fleisch: Fleisch, geformt nach dem Bilde Gottes und modelliert von seinen beiden Händen, das heißt dem Sohn und dem Geist. Zu ihnen hat er gesagt: „Lasset uns den Menschen machen“ (Gen 1,26 Vulg.) Wie will der also Gott werden, der noch nicht einmal Mensch geworden ist? Wie will vollkommen werden, der eben erst gemacht ist, unsterblich, der in seiner sterblichen Natur dem Schöpfer nicht gehorcht? Wenn du also ein Werk Gottes bist, so erwarte die Hand deines Künstlers, die alles zur rechten Zeit macht, zur rechten Zeit nämlich für dich, der du gemacht wirst! Bringe ihm aber ein weiches und williges Herz entgegen und bewahre die Gestalt, die dir der Künstler gegeben, und halte die Feuchtigkeit in dir fest, damit du nicht verhärtest und die Spur seiner Finger verlierst! Wenn du so das Gefüge behütest, so wirst du zur Vollkommenheit emporsteigen, denn durch die Kunst Gottes wird der Lehm in dir verborgen. Wenn du jedoch sogleich verhärtest und seine Kunst verwischst und undankbar gegen ihn wirst, weil du nur ein Mensch geworden bist, so hast du durch deine Undankbarkeit gegen Gott mit einem Schlag seine Kunst und das Leben verloren. Das Schaffen nämlich kommt der Güte Gottes zu, geschaffen zu werden ist die Eigentümlichkeit der menschlichen Natur. Wenn du ihm also das Deinige gibst, d. h. den Glauben an ihn und den Gehorsam gegen ihn, dann wirst du seine Kunst an dir erfahren und ein vollkommenes Werk Gottes sein. Wenn du ihm aber nicht glaubst und seinen Händen entfliehst, so ist die Ursache der Unvollkommenheit in dir, der du nicht geglaubt hast, aber nicht in dem, der dich berufen hat.
Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 11,14-26
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In jener Zeit trieb Jesus einen Dämon aus, der stumm war. Als der Dämon den Stummen verlassen hatte, konnte der Mann reden. Alle Leute staunten. Einige von ihnen aber sagten: Mit Hilfe von Beelzebul, dem Anführer der Dämonen, treibt er die Dämonen aus. Andere wollten ihn auf die Probe stellen und forderten von ihm ein Zeichen vom Himmel. Doch er wusste, was sie dachten, und sagte zu ihnen: Jedes Reich, das in sich gespalten ist, wird veröden, und ein Haus ums andere stürzt ein. Wenn also der Satan mit sich selbst im Streit liegt, wie kann sein Reich dann Bestand haben? Ihr sagt doch, dass ich die Dämonen mit Hilfe von Beelzebul austreibe. Wenn ich die Dämonen durch Beelzebul austreibe, durch wen treiben dann eure Anhänger sie aus? Sie selbst also sprechen euch das Urteil. Wenn ich aber die Dämonen durch den Finger Gottes austreibe, dann ist doch das Reich Gottes schon zu euch gekommen.
Solange ein bewaffneter starker Mann seinen Hof bewacht, ist sein Besitz sicher; wenn ihn aber ein Stärkerer angreift und besiegt, dann nimmt ihm der Stärkere all seine Waffen weg, auf die er sich verlassen hat, und verteilt die Beute. Wer nicht für mich ist, der ist gegen mich; wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut. Ein unreiner Geist, der einen Menschen verlassen hat, wandert durch die Wüste und sucht einen Ort, wo er bleiben kann. Wenn er keinen findet, sagt er: Ich will in mein Haus zurückkehren, das ich verlassen habe. Und wenn er es bei seiner Rückkehr sauber und geschmückt antrifft, dann geht er und holt sieben andere Geister, die noch schlimmer sind als er selbst. Sie ziehen dort ein und lassen sich nieder. So wird es mit diesem Menschen am Ende schlimmer werden als vorher.
Hl. Daniele Comboni – Bischof von Khartum, Missionar
* 15. März 1831 in Limone am Gardasee in Italien
† 10. Oktober 1881 in Khartoum / Al Khurtum im Sudan
Daniele war Priester, er gründete 1867 in Verona den Missionsverein vom Guten Hirten und eröffnete noch im selben Jahr die erste Niederlassung in Kairo. 1870 unterrichtete er beim 1. Vatikanischen Konzil Papst Pius IX. von seinen Plänen zur Missionierung Afrikas. 1871 verfasste er eine Ordensregel, 1872 gründete er eine Schwesterngemeinschaft und eine Zeitschrift für die Missionsarbeit in Afrika, die noch heute unter dem Titel Nigrizia erscheint. Auf ihn geht die Wiederbelebung der Missionsarbeit in Schwarzafrika zurück. 1873 ging er nach Khartoum / Al Khurtum, 1877 wurde er zum dortigen Bischof ernannt.
Heute arbeiten über 4000 Ordensleute und Mitglieder des Säkularinstituts in 24 Ländern in Afrika und Mittelamerika. 1500 Comboni Missionsschwestern, offiziell Pie Madri della Nigrizia, fromme Mütter von Nigrizia arbeiten in rund 30 verschiedenen Ländern in Europa, Asien, Afrika und Amerika.
Daniele Comboni wurde 1996 selig, 2003 heilig gesprochen.
Hl. Gereon – Märtyrer
† um 304 in Mechtern im heutigen Bonn in Nordrhein-Westfalen
Gereon war der Legende nach der Anführer einer Abteilung von 318 Soldaten der Thebäischen Legion, die in der Thebais in Ägypten ausgehoben worden war, nur aus Christen bestand und im Auftrag von Kaiser Diokletian Christen bekämpfen sollte. Gereon ließ sich von Papst Marcellus bestärken, alle seine Soldaten legten vor Kaiser Maximian in Köln die Waffen nieder und boten sich mit entblößtem Nacken dar. Zweimal wurde jeweils jeder Zehnte enthauptet, aber von Gereon ermutigt leisteten alle dennoch weiterhin Widerstand, deshalb wurden sie erschlagen und in einen Brunnen geworfen. Mit Gereon gemartert wurden seine Gefährten Cassius und Gregorius Maurus; verschiedentlich werden auch Florentius, Mallusius, Innocentius und Constantinus zu diesen Märtyrern gezählt.
An der Stelle, wo der Brunnen gewesen sei, auf dem christlichen Römerfriedhof vor den Toren von Köln, ließ der Legende nach Kaiserin Helena die Kirche St. Gereon errichten. Gregor von Tours berichtete von dieser Kirche als Grabstätte für 50 Märtyrer der Thebäischen Legion. Im 10. Jahrhundert wurde die alte Kirche durch das mächtige heutige Gebäude ersetzt. 1121 wurde ein Leichnam gefunden, der als der des Gereon gilt.
Wohl dem Mann, der nicht dem Rat der Frevler folgt,
nicht auf dem Weg der Sünder geht,
nicht im Kreis der Spötter sitzt,
sondern Freude hat an der Weisung des Herrn,
über seine Weisung nachsinnt bei Tag und bei Nacht.
Er ist wie ein Baum, der an Wasserbächen gepflanzt ist,
der zur rechten Zeit seine Frucht bringt
und dessen Blätter nicht welken.
Alles, was er tut,
wird ihm gut gelingen.
Nicht so die Frevler:
Sie sind wie Spreu, die der Wind verweht.
Denn der Herr kennt den Weg der Gerechten,
der Weg der Frevler aber führt in den Abgrund.