
Worte von Pater Klaus Maria em. Pfarrer Jakob i.R. – Nr. 15


In jener Zeit ging Jesus in das Haus eines Pharisäers, der ihn zum Essen eingeladen hatte, und legte sich zu Tisch. Als nun eine Sünderin, die in der Stadt lebte, erfuhr, dass er im Haus des Pharisäers bei Tisch war, kam sie mit einem Alabastergefäß voll wohlriechendem Öl
und trat von hinten an ihn heran. Dabei weinte sie, und ihre Tränen fielen auf seine Füße. Sie trocknete seine Füße mit ihrem Haar, küsste sie und salbte sie mit dem Öl. Als der Pharisäer, der ihn eingeladen hatte, das sah, dachte er: Wenn er wirklich ein Prophet wäre, müsste er wissen, was das für eine Frau ist, von der er sich berühren lässt; er wüsste, dass sie eine Sünderin ist. Da wandte sich Jesus an ihn und sagte: Simon, ich möchte dir etwas sagen. Er erwiderte: Sprich, Meister! Jesus sagte: Ein Geldverleiher hatte zwei Schuldner; der eine war ihm fünfhundert Denare schuldig, der andere fünfzig. Als sie ihre Schulden nicht bezahlen konnten, erließ er sie beiden. Wer von ihnen wird ihn nun mehr lieben? Simon antwortete: Ich nehme an, der, dem er mehr erlassen hat. Jesus sagte zu ihm: Du hast recht. Dann wandte er sich der Frau zu und sagte zu Simon: Siehst du diese Frau? Als ich in dein Haus kam, hast du mir kein Wasser zum Waschen der Füße gegeben; sie aber hat ihre Tränen über meinen Füßen vergossen und sie mit ihrem Haar abgetrocknet. Du hast mir zur Begrüßung keinen Kuss gegeben; sie aber hat mir, seit ich hier bin, unaufhörlich die Füße geküsst. Du hast mir nicht das Haar mit Öl gesalbt; sie aber hat mir mit ihrem wohlriechenden Öl die Füße gesalbt. Deshalb sage ich dir: Ihr sind ihre vielen Sünden vergeben, weil sie mir so viel Liebe gezeigt hat. Wem aber nur wenig vergeben wird, der zeigt auch nur wenig Liebe. Dann sagte er zu ihr: Deine Sünden sind dir vergeben. Da dachten die anderen Gäste: Wer ist das, dass er sogar Sünden vergibt?
Er aber sagte zu der Frau: Dein Glaube hat dir geholfen. Geh in Frieden!
Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé
Credo in unum Deum,
Patrem omnipotentem,
factorem caeli et terrae,
visibilium omnium, et invisibilium
et in unum Dominum Iesum, Christum,
Filium Dei unigenitum
et ex Patre natum ante omnia saecula.
Deum de Deo,
lumen de lumine,
Deum vero de Deo vero.
Genitum, non factum,
consubstantialem Patri per quem omnia facta sunt.
Qui propter nos homines et propter nostram salutem
descendit de caelis.
et incarnatus est de Spiritu Sancto ex Maria virgine
et homo factus est .
Crucifixus etiam pro nobis,
sub Pontio Pilato passus et sepultus est.
Resurrexit tertia die,
secundum Scripturas
et ascendit in caelum:
sedet ad dexteram Patris
et iterum venturus est cum gloria
iudicare vivos et mortuos
cuius regni non erit finis
et in Spiritum Sanctum, Dominum et vivificantem,
qui ex Patre, Filioque procedit.
Qui cum Patre, et Filio
simul adoratur et conglorificatur:
qui locutus est per prohetas.
Et unam, sanctam, catholicam, et apostolicam Ecclesiam.
Confiteor unum baptisma in remissionem peccatorum
et expecto resurrectionem mortuorum
et vitam venturi saeculi. Amen.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria
In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: Mit wem soll ich also die Menschen dieser Generation vergleichen? Wem sind sie ähnlich? Sie sind wie Kinder, die auf dem Marktplatz sitzen und einander zurufen: Wir haben für euch auf der Flöte gespielt, und ihr habt nicht getanzt; wir haben Klagelieder gesungen, und ihr habt nicht geweint. Johannes der Täufer ist gekommen, er isst kein Brot und trinkt keinen Wein, und ihr sagt: Er ist von einem Dämon besessen.
Der Menschensohn ist gekommen, er isst und trinkt; darauf sagt ihr: Dieser Fresser und Säufer, dieser Freund der Zöllner und Sünder! Und doch hat die Weisheit durch alle ihre Kinder recht bekommen.
Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé
In jener Zeit staunten sein Vater und seine Mutter über die Worte, die über Jesus gesagt wurden. Und Simeon segnete sie und sagte zu Maria, der Mutter Jesu: Dieser ist dazu bestimmt, dass in Israel viele durch ihn zu Fall kommen und viele aufgerichtet werden, und er wird ein Zeichen sein, dem widersprochen wird. Dadurch sollen die Gedanken vieler Menschen offenbar werden. Dir selbst aber wird ein Schwert durch die Seele dringen.
Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

(Rom) Am 19. Januar 2019 wurde die Päpstliche Kommission Ecclesia Dei von Papst Franziskus aufgehoben. Sie war am 2. Juli 1988 von Papst Johannes Paul II. errichtet worden. Ihr oblag die Zuständigkeit für die Gemeinschaften der Tradition, die sich in der vollen Einheit mit Rom befinden, und die Klärung von Fragen zur heiligen Liturgie in der überlieferten Form des Römischen Ritus. Im Motu proprio Summorum Pontificum von 2007 kündigte Papst Benedikt XVI. an, die Kommission mit weitreichenden Vollmachten ausstatten zu wollen, was mit der 2011 veröffentlichten Instruktion Universae Ecclesiae umgesetzt wurde. Der Papst delegierte der Kommission Ecclesia Dei mit allen ordentlichen Vollmachten die Aufsicht über die Einhaltung und Anwendung von Summorum Pontificum. Die von Benedikt XVI. gewollte Aufwertung kam in der Koppelung mit der Glaubenskongregation – seinem früheren Tätigkeitsbereich – und in der Ernennung von Msgr. Guido Pozzo, ab 2009 Sekretär der Kommission, zum Titularerzbischof zum Ausdruck.
Im Januar 2019 hob Papst Franziskus die Kommission nach dreißigjährigem Bestehen auf. Ihre Zuständigkeiten gingen direkt an die Glaubenskongregation über, die dafür die Sektion Vier einrichtete. Sie wird seit dem 30. März 2019 von Msgr. Patrick Descourtieux geleitet.
Keine zwei Jahre später werden in Rom Stimmen laut, die besagen, daß Papst Franziskus der einstigen Kommission Ecclesia Dei den Gnadenstoß versetzen will. Laut dem Vatikanisten Marco Tosatti soll es im kommenden Oktober soweit sein. Die Sektion Vier soll aufgelöst und die Zuständigkeiten von der Glaubenskongregation entkoppelt werden. Die Gemeinschaften der Tradition sollen wie die neurituellen Gemeinschaften der Kongregation für die Institute geweihten Lebens und für die Gesellschaften apostolischen Lebens, kurz Ordenskongregation genannt, unterstellt werden.
Damit würde der besondere Schutz, den die teils angefeindeten und verwundbaren Gemeinschaften der Tradition seit 1988 in der Kirche hatten, aufgehoben und restlos beseitigt werden. Wie die Ordenskongregation unter der Leitung des Brasilianers João Kardinal Bráz de Aviz und des Spaniers Erzbischof José Rodríguez Carballo OFM mit traditionsverbundenen Gemeinschaften umgeht, wurde durch die Drangsalierung der Franziskaner der Immakulata deutlich.
Wörtlich schrieb Tosatti gestern:
„Ecclesia Dei, die 1988 von Johannes Paul II. geschaffene und der Verteidigung des Vetus Ordo gewidmete Kommission, dürfte nach einem Plenum, in dem die Kardinäle ihre endgültige Aufhebung auch in der reduzierten Form als Sektion der Glaubenskongregation beschließen werden, endgültig verschwinden.
Das sagen maßgebliche Stimmen in den Heiligen Palästen – was natürlich noch der Bestätigung harrt. Das Verschwinden von Ecclesia Dei wird jedoch schwerwiegende Konsequenzen für jene religiösen Institute haben, die den Vetus Ordo, die Messe aller Zeiten, in ihr Leben und ihre Praxis aufgenommen haben. Sie sollen der Ordenskongregation unterstellt werden, die nominell von Kardinal Bráz de Aviz, in Wirklichkeit aber vom Sekretär, dem Franziskaner Carballo, geleitet wird.
Es handelt sich nicht um einen kleinen Schritt: Tatsächlich werden die Institute, die derzeit päpstliches Recht haben, zu Instituten diözesanen Rechts und unterliegen damit vollständig den Präferenzen – oder Nicht-Präferenzen – des Bischofs. Mit allen damit verbundenen Konsequenzen. Wenn Ecclesia Dei vor der Änderung eine Art Schutzschirm für sie darstellte, bliebe nach vollzogener Neuordnung in einem Streitfall mit dem Diözesanbischof als einzige Möglichkeit nur mehr die Anrufung der Apostolischen Signatur.
Diese wird von dem ‚Löwenherzen’ eines Kardinals Dominique Mamberti geleitet … der sich bereits mehrfach vom päpstlichen Hof lenken ließ.”
Quelle: katholisches, G. Nardi Bild: MiL
In jener Zeit sprach Jesus zu Nikodemus: Niemand ist in den Himmel hinaufgestiegen außer dem, der vom Himmel herabgestiegen ist: der Menschensohn. Und wie Mose die Schlange in der Wüste erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden, damit jeder, der an ihn glaubt, in ihm das ewige Leben hat. Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.
Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé
In jener Zeit trat Petrus zu Jesus und fragte: Herr, wie oft muss ich meinem Bruder vergeben, wenn er sich gegen mich versündigt? Sieben Mal? Jesus sagte zu ihm: Nicht siebenmal, sondern siebenundsiebzigmal. Mit dem Himmelreich ist es deshalb wie mit einem König, der beschloss, von seinen Dienern Rechenschaft zu verlangen. Als er nun mit der Abrechnung begann, brachte man einen zu ihm, der ihm zehntausend Talente schuldig war. Weil er aber das Geld nicht zurückzahlen konnte, befahl der Herr, ihn mit Frau und Kindern und allem, was er besaß, zu verkaufen und so die Schuld zu begleichen. Da fiel der Diener vor ihm auf die Knie und bat: Hab Geduld mit mir! Ich werde dir alles zurückzahlen. Der Herr hatte Mitleid mit dem Diener, ließ ihn gehen und schenkte ihm die Schuld. Als nun der Diener hinausging, traf er einen anderen Diener seines Herrn, der ihm hundert Denare schuldig war. Er packte ihn, würgte ihn und rief: Bezahl, was du mir schuldig bist! Da fiel der andere vor ihm nieder und flehte: Hab Geduld mit mir! Ich werde es dir zurückzahlen. Er aber wollte nicht, sondern ging weg und ließ ihn ins Gefängnis werfen, bis er die Schuld bezahlt hatte. Als die übrigen Diener das sahen, waren sie sehr betrübt; sie gingen zu ihrem Herrn und berichteten ihm alles, was geschehen war. Da ließ ihn sein Herr rufen und sagte zu ihm: Du elender Diener! Deine ganze Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich so angefleht hast. Hättest nicht auch du mit jenem, der gemeinsam mit dir in meinem Dienst steht, Erbarmen haben müssen, so wie ich mit dir Erbarmen hatte?
Und in seinem Zorn übergab ihn der Herr den Folterknechten, bis er die ganze Schuld bezahlt habe. Ebenso wird mein himmlischer Vater jeden von euch behandeln, der seinem Bruder nicht von ganzem Herzen vergibt.
Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Es gibt keinen guten Baum, der schlechte Früchte hervorbringt, noch einen schlechten Baum, der gute Früchte hervorbringt. Jeden Baum erkennt man an seinen Früchten: Von den Disteln pflückt man keine Feigen, und vom Dornstrauch erntet man keine Trauben. Ein guter Mensch bringt Gutes hervor, weil in seinem Herzen Gutes ist; und ein böser Mensch bringt Böses hervor, weil in seinem Herzen Böses ist. Wovon das Herz voll ist, davon spricht der Mund. Was sagt ihr zu mir: Herr! Herr!, und tut nicht, was ich sage?
Ich will euch zeigen, wem ein Mensch gleicht, der zu mir kommt und meine Worte hört und danach handelt. Er ist wie ein Mann, der ein Haus baute und dabei die Erde tief aushob und das Fundament auf einen Felsen stellte. Als nun ein Hochwasser kam und die Flutwelle gegen das Haus prallte, konnte sie es nicht erschüttern, weil es gut gebaut war. Wer aber hört und nicht danach handelt, ist wie ein Mann, der sein Haus ohne Fundament auf die Erde baute. Die Flutwelle prallte dagegen, das Haus stürzte sofort in sich zusammen und wurde völlig zerstört.
Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé