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Tagesevangelium – 03.11.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 19,1-10

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In jener Zeit kam Jesus nach Jericho und ging durch die Stadt. Dort wohnte ein Mann namens Zachäus; er war der oberste Zollpächter und war sehr reich. Er wollte gern sehen, wer dieser Jesus sei, doch die Menschenmenge versperrte ihm die Sicht; denn er war klein. Darum lief er voraus und stieg auf einen Maulbeerfeigenbaum, um Jesus zu sehen, der dort vorbeikommen musste. Als Jesus an die Stelle kam, schaute er hinauf und sagte zu ihm: Zachäus, komm schnell herunter! Denn ich muss heute in deinem Haus zu Gast sein. Da stieg er schnell herunter und nahm Jesus freudig bei sich auf. Als die Leute das sahen, empörten sie sich und sagten: Er ist bei einem Sünder eingekehrt. Zachäus aber wandte sich an den Herrn und sagte: Herr, die Hälfte meines Vermögens will ich den Armen geben, und wenn ich von jemand zu viel gefordert habe, gebe ich ihm das Vierfache zurück. Da sagte Jesus zu ihm: Heute ist diesem Haus das Heil geschenkt worden, weil auch dieser Mann ein Sohn Abrahams ist. Denn der Menschensohn ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Aus Psalm 42

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Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser,
so lechzt meine Seele, Gott, nach dir.
Meine Seele dürstet nach Gott,
nach dem lebendigen Gott.

Wann darf ich kommen
und Gottes Antlitz schauen?
Das Herz geht mir über, wenn ich daran denke:
wie ich zum Haus Gottes zog in festlicher Schar,
mit Jubel und Dank in feiernder Menge.

Sende dein Licht und deine Wahrheit,
damit sie mich leiten;
sie sollen mich führen zu deinem heiligen Berg
und zu deiner Wohnung.

So will ich zum Altar Gottes treten,
zum Gott meiner Freude.
Jauchzend will ich dich auf der Harfe loben,
Gott, mein Gott.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

02.11.2019

Hl. Irenäus von Lyon (130 – 208) Bischof, Kirchenlehrer und Märtyrer

Und wie das Holz der Weinrebe, in der Erde wurzelnd, zu seiner Zeit Frucht hervorbringt, und wie das Weizenkorn in die Erde fällt, sich auflöst und vielfältig aufersteht durch den Geist Gottes, der alles umfasst – und alsdann kommt dieses weisheitsvoll in den Gebrauch der Menschen, nimmt auf das Wort Gottes und wird zur Eucharistie, welche der Leib und das Blut Christi ist. So werden auch unsere Körper aus ihr genährt, und wenn sie in der Erde geborgen und dort aufgelöst sein werden, dann werden sie zu ihrer Zeit auferstehen, indem das Wort Gottes ihnen verleiht, aufzuerstehen für die Herrlichkeit Gottes des Vaters. Er umgibt dieses Sterbliche mit Unsterblichkeit, schenkt dem Verweslichen aus Gnade seine Unverweslichkeit (1 Kor 15,53), da die Kraft Gottes in der Schwäche vollkommen wird (2 Kor 12,3). Damit wir nicht in Undankbarkeit gegen Gott uns jemals hochmütig aufbliesen, gleich als ob wir das Leben aus uns selbst hätten. So sollte die Erfahrung uns lehren, dass wir aus seiner Größe, nicht kraft unserer Natur ewig fortdauern, so sollten wir Gottes Herrlichkeit, wie sie ist, uns vor Augen halten und unsere eigene Schwäche nicht verkennen. Sollten wissen, was Gott vermag, und was der Mensch Gutes empfängt, sollten niemals irre gehen in der wahren Erkenntnis der Wirklichkeit, d. h. des Verhältnisses zwischen Gott und den Menschen, Ja freilich, deswegen hat Gott zugelassen, dass wir in Erde uns auflösen, damit wir allseitig erzogen, in Zukunft in allem gewissenhaft seien und unsere Stellung zu Gott nicht verkennen.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

Tagesevangelium 02.11.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 7,11-17

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In jener Zeit ging Jesus in eine Stadt namens Naïn; seine Jünger und eine große Menschenmenge folgten ihm. Als er in die Nähe des Stadttors kam, trug man gerade einen Toten heraus. Es war der einzige Sohn seiner Mutter, einer Witwe. Und viele Leute aus der Stadt begleiteten sie. Als der Herr die Frau sah, hatte er Mitleid mit ihr und sagte zu ihr: Weine nicht!
Dann ging er zu der Bahre hin und fasste sie an. Die Träger blieben stehen, und er sagte: Ich befehle dir, junger Mann: Steh auf! Da richtete sich der Tote auf und begann zu sprechen, und Jesus gab ihn seiner Mutter zurück. Alle wurden von Furcht ergriffen; sie priesen Gott und sagten: Ein großer Prophet ist unter uns aufgetreten: Gott hat sich seines Volkes angenommen.
Und die Kunde davon verbreitete sich überall in Judäa und im ganzen Gebiet ringsum.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Tagesevangelium – 01.11.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 5,1-12a

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In jener Zeit, als Jesus die vielen Menschen sah, die ihm folgten, stieg er auf einen Berg. Er setzte sich, und seine Jünger traten zu ihm. Dann begann er zu reden und lehrte sie.
Er sagte: Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich. Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden. Selig, die keine Gewalt anwenden; denn sie werden das Land erben. Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden satt werden. Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden. Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen. Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden. Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihnen gehört das Himmelreich. Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet. Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Der Vatikan tätigte fragwürdige Investitionen

Das Geld floss über die Credit Suisse

Vatikan spekulierte – mit Spenden für die Armen!

Der Vatikan tätigte fragwürdige Investitionen in Höhe von über einer halben Milliarde Euro. Das Geld stammte aus Spenden für karitative Zwecke. Mittendrin im Skandal: die Credit Suisse.

Unterschlagung, Betrug, Amtsmissbrauch, Geldwäsche: Mehrere Finanzskandale erschüttern den Vatikan. Neue Enthüllungen aus der italienischen Presse zeigen, dass die Credit Suisse mittendrin steckt. Über die Schweizer Bank sollen Gelder in Höhe von mindestens einer halben Milliarde Euro geflossen sein. Gelder, die eigentlich für Bedürftige gedacht waren.

Das italienische Wochenmagazin «L’Espresso» machte die Details publik. Demnach führte das Staatssekretariat des Vatikans eine schwarze Kasse in Höhe von 650 Millionen Euro. Der Großteil daraus stammt aus dem Peterspfennig («Obolo di San Pietro»). Das sind Spenden von Katholiken, die an Arme gehen sollten.

«Auffällige Unregelmässigkeiten»

Das Geld floss aber nicht zu den Bedürftigen. Stattdessen wurden damit spekulative Geschäfte finanziert. Die Credit Suisse soll eine wichtige Rolle dabei gespielt haben. Über sie liefen offenbar über drei Viertel der Summe.

Das italienische Magazin berichtet von «auffälligen Unregelmässigkeiten» bei den Transaktionen. Unter anderem sollen die Spenden dazu genutzt worden sein, ein 17’000 Quadratmeter grosses Bürogebäude in London zu kaufen. Der Preis: mehr als 250 Millionen Euro.

Finanzaufsicht durchgeschüttelt

Das Magazin stützt sich in seinen Ausführungen auf vertrauliche Unterlagen der vatikanischen Anti-Korruptionsbehörde. Diese wirkt im Auftrag von Papst Franziskus (82), der seit sechs Jahren an einer Neuordnung des Finanzwesens im katholischen Herzen arbeitet. Anfang Oktober gab es in diesem Zusammenhang Razzien in den Büros des vatikanischen Staatssekretariats und der Finanzaufsicht.

Die Finanzaufsicht des Vatikans steht unter dem Präsidium des Schweizers René Brülhart (46). Sie «übersah» offenbar die Anomalien, schreibt das Magazin. Der Direktor der Finanzaufsicht wurde suspendiert. Gegen Brülhart wird kein Vorwurf erhoben.

Die Credit Suisse hält auf Anfrage fest, dass sie nicht Gegenstand der vom Vatikan durchgeführten Untersuchung ist. «Wir betreiben unser Bankgeschäft unter Einhaltung aller geltenden Gesetze, Regeln und Bestimmungen», sagt eine Sprecherin.

Quelle: blick.ch Bild: AFP (Screenshot)