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Erzbischof Wolfgang Haas

Seine Exzellenz Mgr. Wolfgang Haas, Erzbischof von Vaduz

Im Hinblick auf das näher rückende Ende meiner Amtszeit

Vor 25 Jahren, am 2. Dezember 1997, hat der heiliggesprochene Papst Johannes Paul II. durch die Apostolische Konstitution «Ad satius consulendum» das Erzbistum Vaduz errichtet und mich gleichzeitig zu dessen erstem Oberhirten ernannt. Die feierliche Amtseinsetzung erfolgte sodann am 21. Dezember – bekanntlich unter etwas widrigen und durchaus auch beschämenden äusseren Umständen. Das ist inzwischen Geschichte, selbst wenn dieses Ereignis in einigen Kreisen noch immer mit einer gewissen Regelmässigkeit zu reden gibt. Offenbar soll es aus leicht ersichtlichen Gründen medienwirksam bleiben. Für viele, vor allem für die jüngere Generation in unserem Land, der ich bei verschiedenen Gelegenheiten, vornehmlich bei Firmungen, begegnen durfte und darf, ist dies hingegen kein Thema.

Im Hinblick auf das näher rückende Ende meiner Amtszeit als Erzbischof von Vaduz erfüllt mich tiefe Dankbarkeit für alle übernatürlichen Gnaden und menschlichen Wohltaten, die mir unverdientermassen zuteil wurden. Beleidigungen und Ungerechtigkeiten bleiben wohl bei den wenigsten nicht aus, sie verhelfen jedoch dazu, die Tugend der Demut zu üben. Dies gilt vor allem auch für den bischöflichen Dienst.

Nun wird in jüngster Zeit mit einer fast schon peinlichen Penetranz und Insistenz gefordert, dass von Seiten des Erzbistums Transparenz bezüglich der Zukunft unserer Erzdiözese sowohl in institutionelles als auch personeller Hinsicht gezeigt wird. Dazu möchte ich hier Stellung nehmen:

1. Aufgrund unseres christlichen Glaubens weiss ich, dass wir – heilsgeschichtlich betrachtet – in der Endzeit leben und somit in gebotener Wachsamkeit die Wiederkunft Jesu Christi am Weltende erwarten; dies zu bedenken, gibt uns gerade die kommende Adventszeit erneut Gelegenheit. – Hingegen weiss ich wie wir alle nicht, wann der Herr wiederkommen wird; wir kennen weder den Tag noch die Stunde, an dem er erscheinen wird, um die Lebenden und die Toten zu richten. Dass dies der Fall sein wird, bezeugt die Heilige Schrift deutlich.

2. In Anbetracht der Folgen der Erbsünde weiss ich, dass ich wie wir alle ein sterblicher Mensch bin und dass jeder meiner Erdentage der letzte sein kann. – Hingegen weiss ich nicht, wann meine letzte Stunde in dieser Weltzeit schlägt und ich sodann vor dem ewigen Richter stehen werde, um Rechenschaft über mein Tun und Lassen abzulegen. Es ist für den Menschen ein unverfügbarer Zeitpunkt.

3. In Kenntnis der aktuellen kirchlichen Rechtslage weiss ich, dass ich gebeten bin, mit Vollendung meines 75. Lebensjahres dem Heiligen Vater meinen Verzicht auf das Amt des Erzbischofs von Vaduz anzubieten (vgl. CIC can. 401 § 1). – Hingegen weiss ich nicht, ob ich dieses Lebensdatum erreiche, ob in absehbarer Zukunft noch immer die entsprechende kanonische Festlegung der Amtsaltersgrenze in Geltung ist und ob der Papst – wer auch immer dann es sei – die Demission annehmen wird.

4. Bei realistischer Einschätzung weiss ich, dass unser Erzbistum als stabile, personunabhängige Teilkirche errichtet wurde und dass dies nicht in Frage gestellt ist. – Hingegen weiss ich nicht, ob der Apostolische Stuhl, näherhin der Papst, je etwas anderes verfügen wird; sicher ist es ausschliesslich Sache der höchsten Autorität, Teilkirchen zu errichten (vgl. CIC can. 373).

5. Im Bewusstsein meiner Verantwortung weiss ich, wozu ich nur schon durch mein Taufgelöbnis und sodann durch meine Weiheversprechen, insbesondere bei meiner Bischofskonsekration, verpflichtet bin (vgl. u.a. meinen Hirtenbrief «Von Anfang an» zur diesjährigen Fastenzeit) und dass ich mich stets mit der Gnade Gottes nach Kräften bemüht habe, meinen Versprechen treu zu bleiben. – Hingegen weiss ich nicht, wie Gott mich dereinst diesbezüglich beurteilen und richten wird, wobei ich jedoch auf seine unermessliche Barmherzigkeit vertraue.

6. In demütigem Eingeständnis weiss ich, dass ich nie allen Ansprüchen und Anforderungen, wie sie an das bischöfliche Hirtenamt gestellt werden, gerecht werden konnte oder kann, auch wenn ich bestrebt war und bin, durch lehramtstreue Glaubensverkündigung (Predigten, Vorträge, Katechese, Hirtenbriefe usw.), durch traditionsgebundene Liturgie und christusförmige Diakonie dem Heil der Seelen zu dienen. – Hingegen weiss ich nicht, ob dies von den meiner Hirtensorge Anvertrauten verstanden wird oder ob dies je einem Nachfolger der Apostel gelingt, selbst wenn er auf das unterstützende Gebet und das bereitwillige Mitwirken vieler zählen darf.

Diese völlig unspektakuläre und für Neugierige unergiebige Botschaft zur Frage der Transparenz will aufzeigen, dass von einem realistischen und zugleich einem geistlichen Standpunkt aus gesehen Unwägbares, Unvorhersehbares und Ungewisses zu unserem menschlichen Leben gehört. Sie hilft uns aber auch auf die göttliche Vorsehung hin transparent zu werden. Dieser empfehle ich in Vertrauen auf Maria, der Mutter der Kirche, und auf die heiligen Patrone in unseren Pfarreien und religiösen Gemeinschaften Gegenwart und Zukunft unseres Erzbistums.

Schellenberg, 17. November 2022
Fest unseres hl. Kathedralpatrons Florinus

Wolfgang Haas, Erzbischof von Vaduz

Quelle: kath.ch Bild: Screenshot

„Allahu akbar“: Messer-Attentäter tötet Polizist

Polizeibeamte stehen am Tatort des Messerangriffs. (Bild: AFP)

Ein Polizist ist nach einem Messerattentat in Belgiens Hauptstadt Brüssel gestorben. Ein weiterer Polizist wurde bei dem Angriff verletzt, wie die Staatsanwaltschaft am Donnerstagabend bestätigte. Der Angreifer soll belgischen Medienberichten zufolge „Allahu akbar“ (Gott ist groß) gerufen haben. Brisant: Laut „Krone“-Informationen hatte der amtsbekannte Mann den blutigen Angriff zuvor sogar bei der Polizei angekündigt.

Die belgische Anti-Terror-Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen übernommen. Es bestehe der Verdacht auf ein terroristisches Motiv, erklärte ein Sprecher am späten Donnerstagabend.

Wie die Nachrichtenagentur Belga berichtete, habe der Angreifer am Abend nahe dem Bahnhof Gare du Nord im Stadtteil Schaerbeek auf zwei Streifenpolizisten eingestochen. Die angegriffenen Beamten riefen Verstärkung. Ein zu Hilfe gekommener Polizist habe dann seine Dienstwaffe eingesetzt und den Täter so gestoppt.

Polizisten am Tatort (Bild: AFP)

Angreifer durch Schüsse verletzt
Der Angreifer soll unterschiedlichen Medienberichten zufolge von mehreren Schüssen getroffen worden sein, zumindest in Bauch und Bein. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft ist er verletzt, aber nicht getötet worden. Der Mann wurde festgenommen und in ein Krankenhaus gebracht.

Täter hält sich illegal im Land auf
Nach Informationen der „Krone“ ist der Täter amtsbekannt und hält sich illegal im Land auf. Er hatte zuvor im Polizeikommissariat eines anderen Stadtteils Drohungen gegen die Polizei ausgestoßen, wurde aber offenbar nicht festgenommen.

Fakten

  • In Brüssel hatte es im März 2016 islamistisch motivierte Anschläge gegeben. Bei den Anschlägen am Brüsseler Flughafen und in einer U-Bahn-Station wurden insgesamt 32 Menschen getötet und 340 weitere verletzt. Seither gab es in Belgien eine Reihe von Angriffen auf Polizisten oder Soldaten.
  • Zuletzt ereignete sich im Mai 2018 ein als terroristisch eingestufter Anschlag auf Polizeibeamte. Damals tötete ein Mann in Lüttich zwei Polizistinnen und einen Studenten unter „Allahu akbar“-Rufen. Der Angreifer wurde von Polizisten erschossen.
  • Im August 2017 griff ein Mann im Zentrum von Brüssel Soldaten mit einem Messer an. Er wurde ebenfalls erschossen.
  • Im August 2016 griff ein Algerier in Charleroi zwei Polizistinnen vor einer Polizeiwache unter „Allahu akbar“-Rufen an und verletzte sie im Gesicht und am Hals, bevor er erschossen wurde. Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte die Tat für sich.

Dschihadisten und Salafisten benutzen den arabischen Ausdruck „Allahu akbar“ oft als eine Art Schlachtruf. Eigentlich handelt es sich aber um eine zentrale religiöse Formel des Islam, die seit Jahrhunderten von Muslimen weltweit benutzt wird.

„Meine Gedanken sind bei der Familie und den Freunden des verstorbenen Beamten“, schrieb Belgiens Premier Alexander De Croo am Abend auf Twitter. Er hoffe, es gehe dem ins Krankenhaus eingelieferten Beamten gut. Belgiens Innenministerin Annelies Verlinden sprach von einem „furchtbaren Drama“.

Quelle: krone.at

Der Modernismus – Teil II

VIDEO

Vortrag von Herrn Dr. Wolfgang Schüler beim Informationsabend der Hl.-Geist-Gemeinde in Volkertshausen am 25. Februar 2019. Dr. Wolfgang Schüler zeigt im 2. Teil seines Vortrags, dass mit der Verurteilung des Modernisten Hermann Schell durch das kirchliche Lehramt im Voraus bereits wesentliche Positionen des II. Vatikanischen Konzils verurteilt sind. 

WORTE DES HEILIGEN PATER PIO

© CFM.SCJ Archiv Alexandria

Du wirst so viel haben, wie du erhoffst. Je mehr du erhoffst, desto mehr wirst du haben.

Das Gebet ist ein mächtiges Werkzeug, ein Schlüssel, der das Herz Gottes öffnet.

Sucht bei Menschen keinen Trost. Welchen Trost können sie schon geben? Geht zum Tabernakel, schüttet dort euer Herz aus. Dort werdet ihr Trost finden.

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Werfe Dich in die Arme der himmlischen Mutter. Sie wird sich um Deine Seele kümmern.

Die Lüge ist das Kind des Teufels. Die Demut ist Wahrheit, und Wahrheit ist Demut.

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Die schmerzhafte Mutter sollst du niemals vergessen. Ihre Schmerzen sollen immer in dein Herz eingegraben sein und es in Liebe zu ihr und zu ihrem Sohn entflammen!

Welche Bußübung ist Gott wohlgefällig? Die Reue über unsere Sünden! Wir sollen auch unser Kreuz mit Liebe und Ergebenheit tragen.

Das Kreuz wird euch nicht zermalmen. Wenn es auch lastet, so gibt es Kraft und hält aufrecht.

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Der Teufel ist wie ein wütender Hund an einer Kette; jenseits der Kette kann man nicht gebissen werden. Halten Sie sich fern von ihm. Wenn Sie ihm näherkommen, wird er Sie fassen. Denken Sie daran, dass es für den Teufel eine einzige Tür gibt, in Ihr Inneres zu gelangen: Ihren Willen. Heimliche Türen gibt es nicht.

Schaut, alle kommen und wollen von ihrem Kreuz befreit werden; so wenige kommen und bitten um Kraft, es zu tragen!

Der heilige Pater Pio küsst den Bischofsring von Erzbischof Marcel Lefebvre© CFM.SCJ Archiv Alexandria

Die Versuchungen in unserem Leben kommen vom Teufel, das Leiden hingegen kommt von Gott und führt zum Paradies. Verachtet die Versuchungen, aber nehmt die Prüfungen an.

Denken wir an das Leiden und den Tod Unseres Herrn und an sein Blut, das er für uns vergossen hat. Dann werden wir uns nicht mehr über unser Leiden beklagen.

Hören wir auf, uns um die Dinge Gedanken zu machen, mit denen Gott unsere Treue erprobt. Wir sollen wenigstens seinem Willen vertrauen. Jesus wird uns befreien, trösten und ermutigen, wann es ihm beliebt.

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Wir wollen die heiligen Engel sehr verehren. Gott hat uns ihrer Fürsorge anvertraut.

Seid im Frieden. Gott liebt euch. Könnte doch die arme Welt die Schönheit einer Seele im Gnadenstand sehen; alle Sünder, alle Ungläubigen würden sich auf der Stelle bekehren.

Demut und Reinheit sind die Flügel, die bis zu Gott erheben und vergöttlichen. Denkt wohl daran: Der Übeltäter, der sich seiner bösen Taten schämt, steht Gott näher als der Christ, der über seine guten Taten errötet.

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Betet, und sei es auch widerwillig. Wer viel betet, wird gerettet; wer wenig betet, ist gefährdet, und wer nicht betet, wird verdammt. Der Wille zählt und wird belohnt, nicht das Gefühl.

Maria möge Deine Seele mit dem Duft immer neuer Tugenden durchtränken und ihre mütterliche Hand auf Dein Haupt legen.

Wie viele und große Lehren gehen von der Krippe in Bethlehem aus! O welch’ glühende Liebe muss das Herz für den empfinden, der für uns ganz zart und klein geworden ist! Bitten wir das Göttliche Kind, es möge uns mit Demut erfüllen; denn allein dank dieser Tugend sind wir imstande, dieses Geheimnis göttlicher Zärtlichkeit und Menschenfreundlichkeit zu erfassen und zu genießen.

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Glaubt ihr nicht, dass ich nach dem Tode noch mehr für euch tun könnte? Ich werde nach meinem Tode mehr Lärm machen, als während meines Lebens!

Der Herr verlässt uns nie, wenn wir ihn nur nicht verlassen, aber es kann sein, dass er uns zuweilen seine spürbare Nähe verbirgt. Das ist eine vorübergehende Prüfung, die aufhört, sobald der Herr es will. Gott ist getreu und lässt sich niemals an Großmut übertreffen.

Je weiter man im geistlichen Leben voranschreitet, desto weniger ermüdet es ja. Dieses Vorspiel des Himmels gibt sogar Frieden. In dem Maße, in dem wir uns für Gott öffnen und uns selbst verleugnen, werden wir glücklich und im Kampf gestärkt.

Eher könnte die Welt ohne Sonne bestehen als ohne das heilige Messopfer.

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