H.H. Prälat DDr. Gregorius Hesse spricht über den hl. Papst Pius X.
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Kardinal Joseph Zen Ze-kiun: „Meine Knochen sollen nicht in die Kathedrale gelegt werden“

Kardinal Joseph Zen, 88, von Hongkong wird vielleicht nie wieder nach Rom zurückkehren, sagte er gegenüber NcRegister.com (2. Oktober): „Meine Beine sind für diese langen Reisen nicht so gut geeignet“.
Zen war bis zum 27. September in Rom und versuchte, mit Franziskus über den zu ernennenden Bischof von Hongkong zu sprechen, aber Franziskus empfing ihn nicht. Nun sagt Zen, dass er nichts weiter tun könne als zu beten.
Sollte der Vatikan für Hongkong einen pekinghörigen Bischof ernennen, dann sei seine Arbeit „beendet“. Sein „letzter Akt des Protests“ werde es sein, zu verschwinden, „wobei alle wissen werden, warum.“ Zen will in seinem Testament festhalten, „dass meine Gebeine nicht in der Kathedrale liegen sollen, ich will nicht mit solchen Männern begraben werden“. Er zieht es vor, auf einem Friedhof mit einfachen Gläubigen zu ruhen.
Zen kommentierte auch den Angelus vom 19. Juli, als Franziskus einen Text über Hongkong, der zuvor schriftlich an Journalisten verteilt worden war, nicht vorlas. Er nennt drei mögliche Gründe für Franziskus‘ Verhalten.
Das war vielleicht Franziskus‘ spontane Entscheidung, die Folge einer Druckausübung von Seiten der chinesischen Botschaft, oder aber ein politischer Trick, wobei Franziskus einen Text veröffentlichte und einen anderen las, um beiden Seiten zu gefallen. Für Zen wäre die letzte Variante „schrecklich“.
Quelle: gloria.tv Bild: ccwatershed (Screenshot)
Bischof Schneider über Pater Pio und die Krise des Glaubens
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Bischof Schneider erklärt, warum der Vatikan die Zerstörung der Kirche anstrebt
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Die Kirche wurde seit dem Zweiten Vatikanum dem Protestantismus angepasst, sagt Weihbischof Athanasius Schneider vor Gloria.tv
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Er stellt fest, dass sich die meisten protestantischen Gruppierungen der Welt angeglichen haben und sich zu Gender-Ideologie, Abtreibung und Neuheidentum bekennen. Vom Christentum hätten sie wenig übrig gelassen.
Für Schneider ist es klar, dass der Kirche auf diesem Weg das Schicksal des Protestantismus bevorsteht. Erstaunlicherweise erklärt er, dass die vatikanischen Bürokraten sich dessen bewusst sind und genau wissen, was sie tun:
„Das ist eine Planung. Das ist das Vorantreiben einer genau konzipierten Ideologie, den christlichen Glauben dieser Welt anzupassen.“ Schneider stellt die Frage, warum der Vatikan trotzdem so agiert. Er nennt zwei Erklärungsmöglichkeiten.
Die erste: Die vatikanischen Bürokraten haben ihren Glauben verloren und wollen die Anpassung an die Welt und an innerweltliche „Werte,“ weil sie von diesen überzeugt sind. Sie hätten innerlich den Glauben abgelegt und würden sich nur noch äußerlich als Bischöfe und Kardinäle verstehen.
Die zweite: Die kirchlichen Bürokraten handeln nicht aus Überzeugung, sondern aus Karrierismus und um persönliche Vorteile, Ämter und Würden zu ergattern.
Quelle: gloria.tv Bild: CFM.SCJ Archiv Alexandria
Brief von Erzbischof Carlo Maria Viganò

Erzbischof Viganò spricht über das Vatikanum II., die FSSPX und den Sedisvakantismus
Catholic Family News (CFN) freut sich, berichten zu können, dass Seine Exzellenz, Carlo Maria Viganò, uns einen Brief geschickt hat, in dem er auf die wichtigen Fragen antwortet, die der CFN-Mitarbeiter Stephen Kokx in seinem kürzlich erschienenen Artikel „Fragen an Erzbischof Viganò: Seine Exzellenz hat bezüglich des Zweiten Vatikanischen Konzils Recht, aber was sollten die Katholiken seiner Meinung nach jetzt tun“ respektvoll gestellt hat.
In seiner ausführlichen Antwort zeigt Erzbischof Viganò, dass er ein wahrer Hirte ist, der sich um die verwirrten und verlassenen Schafe unserer Zeit sorgt. Er gibt klare und praktische Antworten für die wachsende Zahl der Katholiken, die die konziliare Revolution erkennen. In seinen früheren Beiträgen hat Erzbischof Viganò die Ursache der gegenwärtigen Krise genau diagnostiziert und die Beseitigung der konziliaren Texte als ultimatives Heilmittel für diese Krise ausgewiesen. In seinem heutigen Brief gibt Seine Exzellenz Ratschläge und nennt die praktischen Heilmittel, die Glieder der streitenden Kirche anwenden müssen, um sich gegen die tödlichen Irrtümer der konziliaren und nachkonziliaren Zeit zu immunisieren. Ihr Glaube muss überleben können, bis diese endgültige Heilung von einem künftigen heiligen Papst herbeigeführt wird.
Widerlegung der Sedisvakantisten
Der Erzbischof beginnt mit einer klaren Absage an diejenigen, die seine früheren Interventionen falsch dargestellt haben, als ob er Katholiken auffordern würde, mit der Kirche zu brechen oder sich zu weigern, die Inhaber hierarchischer Ämter anzuerkennen. Er unterstreicht, dass es notwendig ist, den Glauben zu bewahren ohne Vermischung mit den modernistischen Irrtümern und dennoch entschlossen zu sein, in der Kirche zu bleiben:
Eines ist ganz klar. Es darf keine Vermischung mit denjenigen geben, die verfälschte Lehren des konziliaren ideologischen Manifests vorschlagen. Die Tatsache, dass man getauft und ein lebendiges Glied der Kirche Christi ist, hat nicht notwendigerweise die Zugehörigkeit zum konziliären Gefüge zur Folge. Dies gilt insbesondere für die einfachen Gläubigen, aber auch für säkulare und reguläre Kleriker, die sich aus verschiedenen Gründen als Katholiken betrachten und die Hierarchie anerkennen.
Seine Exzellenz dreht die Frage um. Die Modernisten von heute behaupten, dass die Verteidiger der Tradition, wie Seine Exzellenz selbst, die „volle“ Gemeinschaft mit der Kirche verlassen haben. Er hingegen versichert den Gläubigen in Bezug auf die Kirchenmänner, die „die heterodoxen Lehren während der letzten Jahrzehnte angenommen und verbreitet haben, und die sich dabei bewusst sind, dass diese Lehren einen Bruch mit dem vorhergehenden Lehramt darstellen“, dass es „erlaubt ist, an ihrer tatsächlichen Zugehörigkeit zur Katholischen Kirche zu zweifeln. Und zwar auch dann, wenn sie offizielle Ämter innehaben, die ihnen Autorität verleihen. Wo der Zweck der Autoritätsausübung darin besteht, die Gläubigen zur Annahme der seit dem Konzil auferlegten Revolution zu zwingen, handelt es sich um eine unrechtmäßig ausgeübte Autorität“. In einer klaren Widerlegung der sedevakantistischen Behauptungen drängt Erzbischof Viganò die Gläubigen: „Wir dürfen – trotz unserer berechtigten Entrüstung – der Versuchung nicht nachgeben, die Katholische Kirche aufzugeben unter dem Vorwand, dass sie von Häretikern und Hurenböcken überfallen worden ist: sie sind es, die aus der heiligen Einfriedung vertrieben werden müssen, in einem Werk der Reinigung und Buße …“
Wo der Erzbischof zu erläutern versucht, wie die Vertreter dessen, was er als „konziliare Sekte“ bezeichnet, in hierarchischen Ämtern verbleiben können, erklärt Seine Exzellenz, dass er die Theorie von Bischof Bernard Tissier de Mallerais akzeptiert, nach der es in der Kirche zwei Entitäten gibt, die nebeneinander existieren. Die Kirche Christi koexistiert zusammen mit der „eigenartig extravaganten Kirche, in der römischen Kurie, in den Diözesen, in den Pfarreien… wie der Weizen mit dem Unkraut“. Wir müssen diesen traurigen Zustand anerkennen, aber wir „können unsere Hirten nicht nach ihren Absichten beurteilen. Auch dürfen wir nicht annehmen, dass sie alle im Glauben und in der Moral verdorben sind…“
Er plädiert für den gleichen Weg, den Erzbischof Marcel Lefebvre vor vielen Jahrzehnten aufgezeigt hat, den Weg, der von den Sedevakantisten spöttisch als „Anerkenne und widerspreche“ umschrieben wird. So wie wir den verkehrten „Lakaien-Gehorsam“ vermeiden und nicht blind den Neuheiten folgen, müssen wir auch die von den Sedisvakantisten vertretene Leugnung jeglicher Autorität vermeiden. Erzbischof Vigano erklärt: „Wir dürfen nicht rebellieren, aber wir müssen uns widersetzen; wir dürfen uns nicht über die Fehler unserer Hirten freuen, sondern müssen für sie beten und sie respektvoll ermahnen; wir dürfen nicht ihre Autorität in Frage stellen, sondern die Art und Weise, wie sie diese ausüben“.
Das Recht und die Pflicht Novus-Ordo-Pfarreien zu vermeiden: Es geht um mehr als nur um die lateinische Messe
Haben Katholiken das Recht, sich von ihrer geographischen Pfarrei zu trennen, wenn diese die Sakramente nicht im traditionellen Ritus anbietet und nicht die wahre katholische Lehre verkündet? Er bekräftigt unmissverständlich, dass „treue Laien das Recht und die Pflicht haben, Priester, Gemeinschaften und Institute zu finden, die dem immerwährenden Lehramt treu sind“. Sie müssen die lobenswerte Feier der Liturgie im Alten Ritus verbinden mit der Treue zur gesunden Lehre und Moral, ohne an der Front des Konzils nachzugeben“. Es ist bedeutsam, dass Erzbischof Viganò erklärt, dass das Fernbleiben von Novus-Ordo-Pfarreien nicht nur ein Recht, sondern sogar eine Pflicht ist. Für den, der die lateinische Messe bevorzugt stellt dies ein Recht dar. Für diejenigen aber, die verstehen, was auf dem Spiel steht, ist es eine Verpflichtung und eine Schuldigkeit. Er macht deutlich, dass die Gläubigen nicht nur einen Ort finden müssen, an dem sie der traditionellen Messe beiwohnen können. Ihre Pflicht ist es, einen Ort zu finden, der den Alten Ritus zusammen mit der gesunden Lehre anbietet, die nicht im Konzil versinkt („subsidence“).
Seine Exzellenz unterstreicht die Verbindung, die zwischen der Messe und der Lehre bestehen muss, durch den Begriff, den er mehrmals verwendet, wo er sich auf die Traditionelle Messe bezieht. Er nennt ihn einfach den „katholischen Ritus“. Er vermeidet den mehrdeutigen und ungenauen Begriff „außerordentliche Form des römischen Ritus“. Er stellt klar, dass die Priester den katholischen Ritus nicht nur anbieten sollten, „um die außerordentliche Form des Ritus zu bewahren, sondern um die Einhaltung des depositum fidei zu bezeugen, das nur im Alten Ritus vollkommene Entsprechung findet“. Das Adverb „nur“ ist äußerst bedeutsam. Die Alte Messe ist nicht eine von zwei Möglichkeiten (neu und alt). Sie ist die „einzige“, die vollkommen mit dem Depositum fidei übereinstimmt.
Was sollen Kleriker tun?
Seine Exzellenz gesteht, dass die Situation der Kleriker komplexer ist. Auf der einen Seite haben Kleriker weniger Spielraum als Laien, einen Platz in der Kirche zu finden, um katholisch zu bleiben, weil sie kirchlichen Vorgesetzten unterstellt sein müssen. Dennoch haben sie größere Freiheit, da sie jederzeit rechtmäßig „die Messe feiern und die Sakramente im tridentinischen Ritus spenden und … in Übereinstimmung mit der gesunden Lehre predigen“ können. (Auch hier ist die Verbindung zwischen Liturgie und Lehre zu beachten.) Seine Exzellenz macht deutlich, dass die Kleriker sowohl den Fehler vermeiden müssen, die sichtbare Kirche zu verlassen, um ihre eigene Kirche zu gründen, als auch den entgegengesetzten Fehler, sich einfach der Neuen Messe und der neuartigen Lehre anzupassen, um Verfolgung zu vermeiden. Kleriker müssen in der Kirche bleiben und dem katholischen Ritus und der wahren Lehre treu sein, selbst auf die Gefahr der Verfolgung. Er räumt ein, dass sie Verfolgung ebenso leiden werden wie die wenigen treuen Kleriker in der Zeit der Arianischen Häresie.
Er stellt klar, dass die Priester nur „die tridentinische Messe feiern und eine solide Lehre predigen“ sollen, und er sagt, dass die Wahrheit nicht gepredigt werden kann, wenn ein Priester das Konzil nie erwähnt. Er räumt ein, dass die Erfüllung dieser drei Pflichten (nur den katholischen Ritus anzubieten, die Wahrheit zu predigen und die Irrtümer des Konzils anzuprangern) dazu führen kann, dass der Priester aus seiner Pfarrei hinausgeworfen wird. Aber er erinnert solche verfolgten Priester: „Niemand kann Sie jemals daran hindern, das Heilige Opfer zu erneuern, auch wenn die Heilige Messe auf einem behelfsmäßigen Altar in einem Keller oder auf einem Dachboden gelesen wird…“. Die Priester müssen bereit sein, für die Kirche eine solche Verfolgung auf sich zu nehmen. Er fordert die treuen Priester auf, sich nicht davor zu fürchten, dass sie mit falschen Namen beschimpft werden: „Hören wir auf, zu fürchten, dass die Schuld des Schismas bei denen liegt, die die Irrtümer anprangern, und nicht bei denen, die sie verbreiten: Die Schismatiker und Ketzer sind es, die den Mystischen Leib Christi verwunden und kreuzigen, nicht diejenigen, die ihn verteidigen, indem sie die Henker anprangern!
Was sollen die Laien tun?
Wie bereits erwähnt, macht Seine Exzellenz deutlich, dass die Laien das Recht und die Pflicht haben, die traditionellen Sakramente und die wahre Lehre zu empfangen. Sie müssen nach Priestern suchen, die diese spenden, und sie müssen die meiden, die „durch die gegenwärtigen Irrtümer irregeführt“ sind. Dennoch macht er deutlich, dass die Laien mehr tun müssen, als solche guten Priester zu ihrem eigenen geistlichen Nutzen einzusetzen. Sie haben eine „heilige Aufgabe“. Sie müssen „gute Priester und gute Bischöfe trösten“ und „ihnen Gastfreundschaft gewähren, ihnen helfen, sie in ihren Prüfungen trösten“. So wie er den Finger so treffend auf die konziliaren Irrtümer legte, diagnostiziert Seine Exzellenz auch eine Gefahr in den traditionalistischen Gemeinschaften, die es zu vermeiden gilt, nämlich die Aussaat von Spaltung. Er fordert die Laien auf, Gemeinschaften aufzubauen, „in denen nicht Murren und Spaltung vorherrschen, sondern brüderliche Nächstenliebe in der Einheit im Glauben“.
Was ist mit der Priesterbruderschaft St. Pius X.?
Vielleicht als konkretere Antwort auf die Frage, wohin wir uns wenden sollen, offenbart Erzbischof Viganò zum ersten Mal seine Gedanken über die Priesterbruderschaft St. Pius X. und ihren Gründer, Erzbischof Marcel Lefebvre. Er ist der Meinung, dass die Priesterbruderschaft „Anerkennung dafür verdient, dass sie nicht zugelassen hat, dass die Flamme der Tradition erlischt…“. Er enthüllt, dass er sie für „einen gesunden Dorn im Auge“ der modernistischen Hierarchie hält und lobt sie dafür, dass „sie die Widersprüche und Fehler der konziliaren Sekte“ offenbart. Er scheint die Bischofsweihen ohne schriftliches päpstliches Mandat im Jahr 1988 zu billigen, wenn er feststellt, dass diese Weihen es der Priesterbruderschaft ermöglichten, „sich vor dem wütenden Angriff der Neuerer zu schützen“. Seine Exzellenz sieht die Strafen, die dem Erzbischof und seiner Gemeinschaft auferlegt wurden (z.B. die angebliche Behauptung seiner Exkommunikation), nicht als Akte der Gerechtigkeit, sondern vielmehr als Akte der „Verfolgung“. Er glaubt, dass Erzbischof Lefebvres Kritik am Konzil „aktueller denn je“ sei. Anstatt Lefebvre als „Schismatiker“ oder „Exkommunizierten“ zu betrachten, bezeichnet Erzbischof Viganò ihn als „beispielhaften Bekenner des Glaubens“.
Mit Hoffnung auf die Auferstehung der Kirche nach vorn blicken
Wie Erzbischof Lefebvre vor ihm verbindet Erzbischof Viganò seine scharfsinninge Diagnose der konziliaren Krankheit mit einem wahren katholischen Seelenfrieden, der fest auf Gott vertraut. Nachdem er zur Kenntnis genommen hat, dass Kleriker und Laien gleichermaßen beginnen, den konziliaren Alptraum als das zu sehen, was er ist, freut er sich auf ein notwendiges „Erwachen“, das „fast eine Auferstehung“ ist. So wie „kein Sohn duldet, dass seine Mutter von den Dienern beleidigt oder sein Vater von den Verwaltern seiner Güter tyrannisiert wird“, so bietet der Herr auch uns „in dieser schmerzlichen Situation die Möglichkeit, seine Verbündeten zu sein, wenn wir diese heilige Schlacht unter seinem Banner schlagen“. Seine Exzellenz ermahnt uns, dass wir anstatt durch ungerechte Verfolgung entmutigt zu werden, Trost finden in dem Gedanken, dass „der König, der über Irrtum und Tod siegreich ist“, „uns erlaubt, die Ehre des triumphalen Sieges und den ewigen Lohn, der sich daraus ergibt, zu teilen, nachdem wir mit ihm durchgehalten und gelitten haben“. Er fordert uns auf, die Tugend der Tapferkeit zu praktizieren. Wir dürfen die Hoffnung nicht verlieren. Sein Text schließt mit großer Zuversicht, dass Gott uns aus dieser Krise retten wird: „Ich bin sicher, mit einer Gewissheit, die mir aus dem Glauben kommt, dass der Herr es nicht versäumen wird, unsere Treue zu belohnen … indem er uns heilige Priester, heilige Bischöfe, heilige Kardinäle und vor allem einen heiligen Papst schenkt“.
Quelle: FSSPX SPIRITUALITY Bild: fsspx.de (Screenshot)
Tagesevangelium 02.10.2020
Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 18,1-5.10
In jener Stunde kamen die Jünger zu Jesus und fragten: Wer ist im Himmelreich der Größte?
Da rief er ein Kind herbei, stellte es in ihre Mitte und sagte: Amen, das sage ich euch: Wenn ihr nicht umkehrt und wie die Kinder werdet, könnt ihr nicht in das Himmelreich kommen.
Wer so klein sein kann wie dieses Kind, der ist im Himmelreich der Größte. Und wer ein solches Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf. Hütet euch davor, einen von diesen Kleinen zu verachten! Denn ich sage euch: Ihre Engel im Himmel sehen stets das Angesicht meines himmlischen Vaters.
Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé
Erzbischof Gänswein – Lateinische Vesper in Rom
Die Verschwörung zur Zerstörung der Kirche
Infiltriert

Von Wolfram Schrems*
Schon die Warnung Jesu von den „Wölfen im Schafspelz“ (Mt 7,15ff), die Rede des Apostels Johannes von Antichristen, „die aus unserer Mitte kamen, aber nicht zu uns gehörten“ (1 Joh 2,19) und die Erlebnisse des Völkerapostels mit „falschen Brüdern“ (Gal 2,4) sprechen von der Infiltration der Kirche durch die feindliche Macht. Es wird – aufgrund einer unergründlichen göttlichen Zulassung – bis zum Ende der Zeit „Unkraut im Weizen“ geben (Mt 13,24ff). Heute sehen wir das Unkraut dermaßen üppig sprießen, daß man sagen muß: In der kirchlichen Führung hat es längst den Weizen überwuchert. Es ist eine apokalyptische Situation.
Die Päpste des 19. Jahrhunderts waren sich der satanisch inspirierten Angriffe auf die Kirche bewußt. Zu den militärischen Angriffen von außen kam etwa im letzten Drittel des Jahrhunderts die planvolle Unterwanderung von innen dazu. Leo XIII. wußte aufgrund einer Vision darum. St. Pius X. konnte die Subversion behindern und verzögern, aber nicht beenden. Im Hinblick auf die Wirkungsgeschichte des II. Vaticanums können wir sagen, daß die Subversion in den Päpsten Johannes XXIII. und Paul VI. ans offene Tageslicht gekommen ist. Nach abermaliger, aber nur halbherziger Verzögerung durch Johannes Paul II. und Benedikt XVI. ist die Subversion in der Person Jorge Bergoglios auf apokalyptische Weise an ein Zwischenziel gelangt: ein Papst als Zerstörer des Glaubens und Steigbügelhalter antichristlicher Mächte.
Eine Untersuchung dieser Subversion seit der Zeit Leos XIII. wird in vorliegendem Buch geboten.
Der Autor und sein Buch
Taylor Marshall, PhD, geborener Texaner, ist thomistischer Theologe und Philosoph und Autor mehrerer Bücher. Er gründete das New St. Thomas Institute. Er war „Priester“ der anglikanischen Episkopalkirche in den USA (anglikanische Weihen sind gemäß der Bulle Apostolicae curae von Papst Leo XIII. aus dem Jahr 1896 ungültig). Er konvertierte mit seiner Familie im Mai 2006. Mittlerweile hat das Ehepaar acht Kinder.
Marshall gehört zu einer Pfarre der Priesterbruderschaft St. Petrus. Denn nach seiner Konversion hatte er die katholische Tradition entdeckt.

In hochinteressanten, weithin gesehenen Podcasts geht er, mit prominenten und hochgebildeten Gästen oder alleine, auf theologische Fragen und aktuelle Ereignisse ein. Neuerdings veröffentlichte er Interviews mit einem Priester der Priesterbruderschaft St. Pius X., was zu einem (völlig sinnlosen) Zerwürfnis im Freundeskreis führte.
Im vergangenen Jahr brachte er gegenständliches Buch auf den Markt.
In ihm zeigt er die Unterwanderung der kirchlichen Strukturen durch die feindliche Macht auf. Es geht um den Plan der Alta Vendita, die Botschaft von La Salette (ein sehr schwierig zu durchschauendes Thema), den Angriff auf den Kirchenstaat 1870, die Vision Leos XIII., die Rolle der Geheimgesellschaften, die Botschaft von Fatima, die Konklave ab 1903, die kommunistische Infiltration, das Zweite Vaticanum und die Nouvelle Théologie, den rätselhaften Tod Johannes Pauls I., die Aktivitäten gegen Johannes Paul II. und Benedikt XVI., die Vatikanbank, die St. Gallen-Mafia und das gegenwärtige Pontifikat. Am Ende werden Wege aus der Krise und die geistlichen Waffen des Christen aufgezeigt.
Um es vorwegzunehmen: Das Buch ist gut und wichtig. Es erreicht sein Ziel, die fraglos vorangetriebene Infiltration der Kirche auf dem Weg der Indizien aufzuzeigen. Das gegenwärtige Schreckenspontifikat ist für jedermann erkennbar ein Resultat dieser langen Wühlarbeit.
Allerdings ist das Buch an manchen Stellen schlampig gearbeitet und inhaltlich oberflächlich.
Damit zum Thema:
Infiltration: ein unbestreitbarer roter Faden
Weihbischof Athanasius Schneider spricht in seinem Vorwort das Offenkundige aus:
„Aufgrund fehlenden Quellenmaterials und des Umstands, dass die relevanten vatikanischen Archive der Forschung immer noch verschlossen sind, müssen mancherlei Aufstellungen dieses Buches (wie etwa die Begleitumstände des Todes Papst Johannes Pauls I.) Hypothesen bleiben. Anderes jedoch lässt das, was angeführt wird, einen ganz bestimmten »roten Faden« innerhalb der letzten eineinhalb Jahrhunderte der Kirchengeschichte erkennen“ (15).
Der Ausgangspunkt: die „Ständige Anweisung“ der Alta Vendita
Marshall berichtet über die „Ständige Anweisung der Alta Vendita“ (25), die bereits vor 1859 der kirchlichen Autorität bekannt geworden war. Alta Vendita, „vornehmes Geschäft“, ist die Hauptloge des italienischen Geheimbundes der Carbonari („Köhler“). Bei der „Ständigen Anweisung“ handelt es sich um Zielvorstellungen der Umwandlung der Katholischen Kirche in eine liberale, weltliche Organisation im Dienst einer weltumspannenden Macht.
Von besonderer Bedeutung ist die in der Anweisung formulierte Zielvorstellung über die Gewinnung eines willfährigen Papstes:

„Der Papst, wer immer es auch sei, wird nie zu den Geheimgesellschaften kommen. Es ist Sache der Geheimgesellschaften, den ersten Schritt auf die Kirche hin zu tun, mit der Absicht, beide in Fesseln zu schlagen. Die Arbeit, an die wir uns machen wollen, ist nicht das Werk eines Tages, noch eines Monats, noch eines Jahres. Sie kann mehrere Jahre dauern, vielleicht ein Jahrhundert; aber in unseren Reihen fällt der Soldat und der Kampf geht weiter“ (31).
Der Autor dieses Manifestes mit dem Decknamen „Kleiner Tiger“ fährt fort:
„Um also einen Papst nach unserem Herzen zu machen, müssen wir diesem Papst eine Generation heranbilden, die der Herrschaft, die wir erträumen, würdig ist. Lasst das Alter und die reifen Jahre beiseite, haltet euch an die Jugend und, wenn es möglich ist, sogar an das Kindesalter“ (ebd.)
Zu diesem Zweck sollen die Seminare, Hochschulen und Ordenshäuser unterwandert werden.
Wie wir sehen, ist das weitgehend gelungen.
Die himmlische Warnung: die Vision Leo XIII. – und die Indizien der Infiltration
Papst Leo XIII. wurde am 13. Oktober 1884 eine Vision zuteil, in der der sah, wie der Teufel Jesus herausfordert (51ff). Er könne die Kirche zerstören, aber er brauche mehr Zeit und mehr Macht über die, die ihm dienen. Dieses wird ihm zugestanden. Marshall verweist auf das Buch Hiob, in dem eine solche Herausforderung durch den Satan bereits dargestellt wird (Hiob 1,6ff). Papst Leo sah auch, wie Dämonen sich über Rom versammeln (36).
Es scheint jedenfalls so zu sein, daß ab diesem Zeitpunkt die Infiltration der Kirche mit satanischer Raffinesse angegangen worden war. Marshall behandelt Vorgänge, die man als Indizien für diese Infiltration betrachten kann. Hier eine Auswahl:
Er thematisiert den militärischen Angriff der carbonari auf den Kirchenstaat im Jahr 1870 (46).

Danach geht es um die Botschaft von Fatima (74), wobei das konspirative Lügengespinst um sie herum (die entgegen offiziöser Aussagen nie ordnungsgemäß durchgeführte Weihe Rußlands, die Unterdrückung des dritten Geheimnisses im Jahr 1960 und das 2000 unvollständig veröffentlichte dritte Geheimnis (132) erfreulich ausführlich thematisiert wird.
Im Zusammenhang mit der Subversion der Kirche durch Stalin zitiert Marshall Bella Dodd (104) und Manning Johnson (107) als ehemalige kommunistische Agenten, die eine planvolle Unterwanderung der Priesterseminare gestanden.
Marshall stellt weiters die Infiltration der Kirche durch Theologen dar, die im frühen 20. Jahrhundert häretische Lehren einführen („Modernismus“). Diese werden vom hl. Pius X. und später in Humani generis von Pius XII. (1950) verurteilt, aber am Zweiten Vaticanum positiv rezipiert und sind heute in der kirchlichen Bürokratie allgegenwärtig. Das wahre kirchliche Leben haben sie erfolgreich abgewürgt.
Wichtig ist Marshalls Hinweis auf die konspirative Kontaktaufnahme Giovanni Battista Montinis hinter dem Rücken von Pius XII. mit der Sowjetunion und dessen gute Beziehung als Papst Paul VI. zu dem einflußreichen jüdisch-amerikanischen Marxisten Saul Alinsky (133) und dem Finanzberater Michele Sindona, genannt der Hai (nach Marshall ein „Scheusal“, 190). Auf diesem Hintergrund ist die Heiligsprechung des Montini-Papstes unverständlich.
Und schließlich sind die Vorgänge um die Vatikanbank und die geleakten Vatikan-Dokumente (240) sowie das Bekanntwerden der konspirativ agierenden St. Gallen-Mafia (220), die die Wahl des Verwirrerpapstes Franziskus erreichte, und die Aufdeckung der Greueltaten von Ex-Kardinal Theodore McCarrick, Indizien der Infiltration in unserer eigenen Zeit.
Diese Analyse ist nachvollziehbar und baut auf bereits bekannten Publikationen auf.
Nichtsdestotrotz hat sie einige Schwächen:
Kritik
Marshall erwähnt erstens die Intervention von Kaiser Franz Joseph beim Konklave 1903 gegen eine Wahl von Kardinal Mariano Rampolla, dem Staatssekretär des eben verstorbenen Papstes Leo XIII. (62), sagt aber nichts zum Grund dieses Vorgehens, verfehlt also gleichsam die Pointe. Mark Fellows schreibt dazu in Fatima in Twilight (eigene Paraphrase): Dem Kardinal wurde vorgeworfen, Mitglied einer Geheimgesellschaft zu sein (Ordo Templi Orientis). Ein französischer Priester namens Msgr. Ernest Jouin läutete die Alarmglocke. Der Kardinal bestritt die Vorwürfe, aber es half nichts. Gewählt wurde Giuseppe Sarto, Pius X., der als Papst das Vetorecht des Kaisers abschaffte. Es ist unverständlich, daß Marshall darauf nicht eingeht. Aus der Natur der Sache geht hervor, daß man nicht mit letzter Sicherheit über die Verbindungen Rampollas wissen kann: Mark Fellows schreibt, daß er diese Geschichte in zwei Büchern fand, die aber ihrerseits keine Belege anführen. Andererseits bietet Fellows noch eine für das Thema interessante Information in diesem Zusammenhang: Kardinal Rampolla, der als extrem „progressiv“ galt, hatte großen Einfluß auf einen Priester namens Giacomo Radini Tedeschi, der 1905 Bischof von Bergamo wurde. Dieser wiederum war der Mentor eines anderen Kirchenmannes, der großen, und zwar verheerenden Einfluß auf die Kirche ausüben sollte, nämlich Angelo Roncalli, später Johannes XXIII. Es ist unverständlich, daß Marshall darauf nicht eingeht.
Zweitens ist zu kritisieren, daß Marshall in der Frage liturgischer Änderungen (ab der Reform der Osternacht unter Pius XII. 1951) ziemlich schlampig arbeitete (128). Einerseits geht es um Erzbischof Annibale Bugnini, den späteren „Architekten“ der fälschlich so genannten „Liturgiereform“. Dieser war nach Auskunft des US-Theologen Peter Kwasniewski (ein Vordenker des New Liturgical Movement) zur Zeit Pius XII. noch bei weitem nicht so einflußreich wie unter Paul VI. Kevin Symonds, ebenfalls amerikanischer Theologe, sagt dazu, daß Marshall die Mitgliedschaft Bugninis bei den Freimaurern viel zu früh ansetzt (110), aber eine wichtige Evidenz zugunsten der späteren Mitgliedschaft Bugninis übersieht.
Andererseits geht es um die Chronologie und Logik liturgischer Reformen oder Änderungen selbst. Die Verlegung der Osternachtsfeier (nicht: „Karsamstagsliturgie“) auf den Abend des Karsamstags durch Pius XII., eine durchaus sinnvolle Re-Form im eigentlichen Wortsinn, als Ausgangspunkt für den ganzen Wahnsinn des Novus Ordo Missae ab 1970 zu sehen, zeugt nicht von Verständnis für die Sache auf Seiten Marshalls.
Drittens unterliegt Marshall einem weitverbreiteten Irrtum, wenn er Pius XII. einfachhin als „Papst von Fatima“ tituliert. Pius XII. führte weder die Weihe Rußlands ordnungsgemäß durch noch promulgierte er die Feier der Sühnesamstage. Ab etwa der zweiten Hälfte des Jahres 1952 thematisierte er Fatima praktisch gar nicht mehr (!). Marshall anerkennt das allerdings selbst: „Es ist schwierig zu verstehen, warum Papst Pius XII. in seinen späten Jahren einen liberaleren Kurs verfolgte“ (131).
Viertens ist Marshall relativ schlampig, was Details oder historische Einschätzungen betrifft:
Die schlesisch-polnische Herkunft von Pius X. gehört ins Reich der Legende(64). Der 13. Mai 1917 war nicht der Fronleichnamstag (78). Marshall untertreibt die Greuel der kommunistischen Kirchenverfolgung in Spanien massiv (104). Die Regierung Francos nach 1939 in einem Atemzug mit Deutschland und Italien als „Faschismus“ zu bezeichnen (105), ist falsch. „1917“ kann im Zusammenhang mit dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen mit der Sowjetunion durch Pius XI. nicht stimmen. Es muß richtig „1927“ heißen (115). Das II. Vatikanische Konzil begann 1962, nicht 1963 (108) u.a.
Der Verlag machte zwar korrigierende oder ergänzende Anmerkungen zum Text (besonders zu Kardinal Frings, 282), übersah aber selbst manche – in der Meinung des Rezensenten – inhaltliche Schwächen.
Resümee
Es ist verdienstvoll, daß der Renovamen-Verlag eine deutsche Ausgabe dieses trotz genannter Schwächen wichtigen Buches besorgte. Wie gesagt: Die Infiltration der Kirche wird plausibel aufgezeigt, somit können zeitgenössische Fehlentwicklungen gewissermaßen „erklärt“ werden (soweit das Mysterium iniquitatis, 2 Thess 2,7, eben erklärbar ist).
Man wird davon ausgehen können, daß die offiziellen Kirchenstrukturen des deutschen Sprachraums das Buch ignorieren werden. Auch manche frommen und „konservativen“ Publikationen und Initiativen werden davon zurückscheuen.
Leider finden sich wieder manche Verschreibungen und Holprigkeiten, die dem Lektorat entgangen sind. Der Rezensent empfiehlt auch, aus Gründen besserer Lesbarkeit die Anmerkungen in Fußnoten auf der jeweiligen Seite statt in Endnoten am Ende des Buches unterzubringen.
Dessenungeachtet ist dem Buch große Verbreitung zu wünschen. In der gegenwärtigen Kirchenkrise sollten es besonders Priester und Bischöfe konsultieren und ihre Konsequenzen daraus ziehen.
Taylor R. Marshall, Infiltriert – die Verschwörung zur Zerstörung der Kirche, Vorwort von Weihbischof Athanasius Schneider, Renovamen-Verlag, Bad Schmiedeberg 2020, 306 S. (Original: Infiltration – The Plot to Destroy the Church from Within, Sophia Institute Press, Manchester NH, USA, 2019)
*Wolfram Schrems, Mag. theol., Mag. phil., Katechist, Pro-Lifer; viele Erfahrungen, die die Grundthese des Buches plausibel erscheinen lassen.
Quelle: katholisches Bild: Verlag/taylormarshall.com/MiL (Screenshot)
Tagesevangelium 01.10.2020
Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 10,1-12
In jener Zeit suchte der Herr zweiundsiebzig andere Jünger aus und sandte sie zu zweit voraus in alle Städte und Ortschaften, in die er selbst gehen wollte. Er sagte zu ihnen: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden. Geht! Ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Nehmt keinen Geldbeutel mit, keine Vorratstasche und keine Schuhe! Grüßt niemand unterwegs! Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als erstes: Friede diesem Haus! Und wenn dort ein Mann des Friedens wohnt, wird der Friede, den ihr ihm wünscht, auf ihm ruhen; andernfalls wird er zu euch zurückkehren. Bleibt in diesem Haus, esst und trinkt, was man euch anbietet; denn wer arbeitet, hat ein Recht auf seinen Lohn. Zieht nicht von einem Haus in ein anderes!
Wenn ihr in eine Stadt kommt und man euch aufnimmt, so esst, was man euch vorsetzt.
Heilt die Kranken, die dort sind, und sagt den Leuten: Das Reich Gottes ist euch nahe.
Wenn ihr aber in eine Stadt kommt, in der man euch nicht aufnimmt, dann stellt euch auf die Straße und ruft: Selbst den Staub eurer Stadt, der an unseren Füßen klebt, lassen wir euch zurück; doch das sollt ihr wissen: Das Reich Gottes ist nahe. Ich sage euch: Sodom wird es an jenem Tag nicht so schlimm ergehen wie dieser Stadt.
Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé
Namenstage 29. September
Erzengel
Das biblische Wort für Engel bedeutet „Bote“: nach Hebr 1, 14 sind die Engel Geister, die im Dienst Gottes stehen und die er denen zu Hilfe schickt, die gerettet werden sollen. Im Alten Testament werden die Engel auch als „Heilige“ oder als „Söhne Gottes“ bezeichnet. Unter ihnen werden die Kerubim und die Serafim (Einzahl: Kerub und Seraf) besonders hervorgehoben. Einzelne werden mit Namen genannt: Michael („Wer ist wie Gott?“). Gabriel („Kraft Gottes“ oder „Held Gottes“), Rafael („Gott heilt“). – Das heutige Engelfest ist ursprünglich das Weihefest der Kirche des hl. Michael an der Via Salaria in Rom. Mit Michael zusammen werden jetzt auch Gabriel und Rafael gefeiert, die im früheren Kalender eigene Gedenktage hatten (24. März und 24. Oktober).
http://www.erzabtei-beuron.de/schott/proprium/September29.htm
Sel. Johannes von Dukla OFM
* 1414 in Dukla in Polen
† 29. September 1484 in Lemberg in Polen, heute L’viv in der Ukraine
Johannes studierte der Überlieferung nach in Krakau und lebte dann einige Jahre lang als Einsiedler in den Wäldern um Dukla, um sich auf das Leben im Kloster vorzubereiten. Um 1437 trat er – wohl in Krosno – in den Franziskanerorden ein, wurde Oberer in den Klöstern von Krosno und L’viv. 1463 schloss er sich dem strengeren Ordenszweig der Bernhardiner an, er wollte mehr in Ruhe und Zurückgezogenheit leben. Bekannt wurde Johannes als Volksprediger und als Beichtvater, er war ein großer Verehrer der Maria. Weithin gerühmt wurde er ob seiner Heilkraft. Eine Frau, die schon 10 Jahre lang blind war, soll durch ihn ihre Sehkraft wiedererhalten haben. Zum Ende seines Lebens verlor er selbst sein Augenlicht. Nach seinem Tod wurde Johannes schon bald verehrt, galt vor allem den Mönchen als Vorbild und wurde von den Menschen in verschiedenen Nöten angerufen, zum Beispiel im Krieg. An Johannes‘ Grab wurde bald nach seinem Tod ein wundersames Licht gesehen. Ein kranker Mönch mit schwerem Fieber wurde nach Johannes‘ Tod in desen Bett gelegt und sofort wieder gesund. Bis heute ist Johannes einer der am meisten verehrten Heiligen in Polen. Im Jahr 1769 erschien Johannes der Maria Amelia im Traum und trug ihr auf, in dem Wald bei Dukla, wo er als Einsiedler gelebt hatte, eine Kapelle zu bauen; noch heute wird dieser Ort wegen seines heilkräftigen Wassers von Pilgern besucht. Johannes‘ Reliquien sind heute in Dukla.
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Hl. Liutwin (Lutwin) von Trier
† zwischen 717 und 723 in Reims in Frankreich
Der adlige Liutwin, Neffe von Bischof Basin von Trier, hatte zunächst nicht die Absicht, in den Klerikerstand einzutreten und wirkte am frankischen Hof als Beamter. Nach dem Tod seiner Frau wurde er Priester. Er gründete 690 das Benediktinerkloster Mettlach auf seinem Besitz. 697/698 wurde er von seinem Onkels zum Bischof geweiht und nach dessen Tod 705 sein Nachfolger als Bischof von Trier; als Freund von Karl Martell erhielt er auch die Bistümer Reims und Laon. Den Trierer Abteien St. Eucharius und St. Paulin schenkte er Land.
Liutwins Nachfolger als Bischof von Trier wurde sein Sohn Milo. Liutwins Reliquien ruhen in der um 990 von Abt Lioffin als Grabkirche für Liutwin erbauten Marienkirche in Mettlach, heute Alter Turm genannt. Diese Kirche in Form eines Oktogons – nach dem Vorbild des Aachener Doms – ist heute das älteste erhaltene Bauwerk des Saarlands. Die Verehrung Liutwins ist schon ums Jahr 1000 bezeugt.
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Hl. Konrad von Zähringen
* um 1180 in Urach in Baden-Württemberg
† 29. September 1227 in Rom
Konrad, Sohn des Grafen von Urach, wurde 1200 Zisterziensermönch und 1209 Abt des Klosters in Villers – dem heutigen Villers-la-Ville – in Brabant. 1214 wurde er Abt in Clairvaux – im heutigen Longchamp-sur-Aujon, 1217 in Cîteaux – dem heutigen St-Nicolas-lès-Cîteaux. Er war Ratgeber von Papst Honorius III., der ihn zum Kardinalbischof von Porto und S. Rufino ernannte. Hier engagierte er sich im Kampf gegen die Albigenser, warb für den Kreuzzugund um eine erneuerte Ordnung in den Klöstern und unter dem Klerus. Legenden berichten, wie die Finger von Konrads linken Hand geleuchtet haben, damit er auch des Nachts schreiben konnte. Das ihm angetragene Papstamt habe er abgelehnt.
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