IS-Terrorist ließ Gegnern Köpfe abschneiden

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Ein Ex-Kampfsportler aus Wien soll in Syrien Morde an Frauen befohlen haben.

Wien. Sollte die über 200-seitige Anklageschrift der Staatsanwaltschaft auch nur halbwegs unzerpflückt die Beweisaufnahme überstehen, steht seit Mittwoch der bisher brutalste einheimische Scherge der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) vor Gericht. Der Hauptangeklagte Turpal I. – ehemaliger Staatsmeister im Teakwondo – soll als Kommandant einer IS-Einheit in Syrien unter dem Kampfnamen „Abu Aische“ die Ermordung unschuldiger Frauen angeordnet haben. Auf seinen Befehl hin – so die Anklage – seien sieben Schiiten nördlich von Alep­po mit Messern die Köpfe abgeschnitten worden. Turpal I. bestreitet die Vorwürfe, räumt lediglich ein, in Syrien gewesen zu sein, er will dort das Grab seines Schwagers besucht haben.

Wiener Hass-Prediger ebenfalls angeklagt

Beim Mammutprozess unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen vor dem Straflandesgericht, der bis Ende des Monats terminiert ist, wird gegen sieben Angeklagte wegen terroristischer Vereinigung verhandelt. Darunter auch die Eltern von Turpal I. und der Wiener Hass-Prediger Mirsad O., der bereits rechtskräftig zu 20 Jahren Haft verurteilt wurde und auch Turpal I. für den IS rekrutiert haben soll. Für alle Genannten gilt die Unschuldsvermutung.

© all / Hass-Prediger Mirsad O.

Zur Anklage gebracht wurden auch ein 32-jähriger, zum Islam konvertierter Steirer, der sich in Syrien vom IS zum Kämpfer ausbilden ließ, und dessen Ehefrau. Gegen die nicht zum Prozess erschienene Mutter von Turpal I. beantragte die Anklage einen Europäischen Haftbefehl.

Quelle: oe24

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