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Psychiater Manfred Lütz: „Donald Trump ist nicht krank, sondern viel schlimmer“

Psychiater und Theologe Manfred Lütz

Von Trump bis Kim Jong-un: Der Psychiater und Bestsellerautor Manfred Lütz legt die neuen Wahnsinnigen auf die Couch und analysiert typische Leiden von heute.

Herr Lütz, in den Nachrichten tauchen ständig irre Politiker auf. Wer macht eigentlich einen guten, gefestigten Eindruck auf Sie?

Manfred Lütz: Der französische Staatspräsident Macron und der kanadische Premierminister Trudeau wirken auf mich solide. Und auch Bundeskanzlerin Merkel verfügt offensichtlich über eine durchaus robuste Psyche.

Sie betonen, dass eine Neuauflage Ihres Buchs „Wir behandeln die Falschen“ unumgänglich geworden sei. Ist die Lage so schlimm?

Lütz: Das Buch ist eigentlich auch keine Neuauflage, sondern ein neues Buch. Wenn man für eine breitere Öffentlichkeit alle Psycho-Diagnosen und alle Psycho-Therapien darstellen will, dann muss man nach zehn Jahren vieles ganz neu schreiben, damit das alles auch wirklich auf dem neuesten Stand der Wissenschaft ist. Und natürlich gibt es heute viel mehr öffentliche Irre wie Trump, Bolsonaro und Co.

Beobachten Sie bei Krankheitsbildern wie Depressionen oder Schizophrenie Verschiebungen?

Lütz: Die schweren psychischen Erkrankungen haben nicht zugenommen, aber es gab inzwischen spektakuläre Fälle von Depressionen wie den Torhüter Robert Enke und den Germanwings-Piloten Andreas Lubitz oder zum Beispiel den offensichtlich schizophrenen Attentäter von Hanau.

Narzissmus ist ja sehr in Mode gekommen.

Lütz: Ich habe in meinem Krankenhaus den Ausdruck Narzissmus verboten, weil der häufig als Beschimpfung von Patienten – und anderen – missbraucht wird. Nur wenn die diagnostischen Kriterien erfüllt sind, darf man den Begriff Narzissmus verwenden. In Wirklichkeit leiden pathologische Narzissten nämlich darunter, dass sie dauernd Beifall brauchen, deswegen bald keine Freunde mehr haben und dann am Ende in Therapie müssen.

Da sind wir wieder bei Donald Trump. Passt für den US-Präsidenten die Diagnose Narzissmus?

Lütz: Überhaupt nicht. Donald Trump leidet nicht und Freunde hat er mehr als genug, auch wenn man selber nicht gerne dazu gehören möchte. Donald Trump ist nicht krank, sondern viel schlimmer: Er ist ein komplett unmoralischer Mensch. Er hat von seinem Vater gelernt, dass das Wichtigste im Leben ist: Geld, Erfolg und Der-Größte-sein – und dafür darf man rücksichtslos alles tun. Ich halte diesen Mann für richtig gefährlich.

Weiß Trump, was er tut?

Lütz: Ich glaube, er ist nicht sehr intelligent. Er ist ja wohl kaum in der Lage, mehr als ein DIN-A4-Blatt am Stück zu lesen. Aber er ist schlau, durchtrieben, hat so eine Art Killerinstinkt, mit dem er die Schwachstellen seiner Gegner entdeckt und dann gnadenlos ausschlachtet.

Nordkoreas Diktator Kim Jong-un taucht immer wieder ab. Könnte es sein, dass er mit seiner Psyche kämpft?

Lütz: Es gibt auch bei Kim Jong-un keinerlei Hinweis auf eine psychische Störung. In einer Diktatur, in der alles auf einen einzigen Führer ausgerichtet ist, fällt es einfach mehr auf, wenn der sich mal eine gewisse Zeit lang nicht öffentlich zeigt. Beim Schweizer Bundespräsidenten merkt so etwas niemand, weil der Posten so häufig wechselt, dass man noch nicht einmal weiß, wer gerade im Amt ist.

Waffen scheinen für ihn eine Art Spielzeug zu sein.

Lütz: Irgendwie wirkt er manchmal fast kindlich, aber das täuscht. Kim Jong-un ist ein lächelnder Massenmörder und offensichtlich ja auch ein reueloser Brudermörder. Er hat von seinem Vater gelernt, dass man Angst verbreiten muss, um seine Macht zu erhalten. Und das funktioniert bei ihm offenbar ganz gut.

Man gewinnt den Eindruck, dass diese Männer nichts fühlen, keinerlei Empathie aufbringen.

Lütz: So ist es, aber das ist nicht krank und kann – leider – bei politischen Führern sogar den Erfolg sichern, wie man sieht.

Lassen Sie uns über die Allgemeinheit sprechen. Sie sagen, ein Drittel der Deutschen erkrankt im Laufe des Lebens psychisch. Ist das nicht viel?

Lütz: Das ist sehr viel! Und die anderen zwei Drittel haben psychisch kranke Angehörige. Deswegen halte ich es für einen Skandal, dass es nach wie vor mittelalterliche Vorstellungen über psychische Erkrankungen gibt. Da will mein neues Buch aufklären. Es müsste zur Allgemeinbildung gehören, zu wissen, dass die Psychiatrie die erfolgreichste medizinische Disziplin der letzten Jahrzehnte ist. Die Liegezeiten in Psychiatrien wurden statistisch von mehreren Jahren auf jetzt unter drei Wochen heruntergefahren. Die meisten psychischen Krankheiten sind inzwischen heilbar, aber kaum jemand weiß das.

Gilt man bei uns zu schnell als krank?

Lütz: Die schweren psychischen Erkrankungen haben nicht zugenommen, aber man darf nicht jede Trauer, jeden Stress, jede persönliche Überforderung unter unseriösen Marketing-Begriffen wie „Burn-out“ zur Krankheit hochjazzen. Damit nimmt man den wirklich Kranken die dringend benötigten Behandlungsplätze weg. In der internationalen Klassifikation der Weltgesundheitsorganisation ist „Burn-out“ eine so genannte Z-Kategorie, so etwas Ähnliches wie Falschparken. Das Problem solcher Begriffe ist, dass unter „Burn-out“ echte Depressionen laufen, aber eben auch ganz normale Befindlichkeitsstörungen und belastende Lebenskrisen, die aber keine Krankheiten sind. Deshalb muss man erst mal eine richtige Diagnose stellen.

Stimmt es eigentlich, dass überdurchschnittlich viele Psychopathen in hohen Führungspositionen sitzen?

Lütz: Früher haben die Psychiater über Psychopathen gesagt: In Kriegszeiten beherrschen sie uns, im Frieden behandeln wir sie. Natürlich sind Führungspersonen oft außergewöhnliche Menschen, und das ist auch gut so. Auf Dauer wird sich aber Rücksichtslosigkeit auch im Wirtschaftsleben nicht auszahlen. Sie müssen schon Menschenkenntnis haben, wenn Sie ein Unternehmen effektiv führen wollen. Bei Politikern scheint mir heute aber der Wildwuchs im Internet und in den sozialen Medien eine Rolle zu spielen, da können auch abwegigste Leute sich eine völlig abgedrehte Anhängerschaft zusammentwittern.

Geniale oder künstlerisch außerordentlich begabte Menschen werden gerne mit psychischen Auffälligkeiten in Verbindung gebracht.

Lütz: Dieser Eindruck täuscht. Natürlich können auch psychisch Kranke künstlerische Hochleistungen erbringen, aber sicher nicht wegen, sondern trotz ihrer Erkrankung. Wie gesagt, nicht alles Außergewöhnliche ist gleich krank, es wäre auch lächerlich all die großartigen Romangestalten, die ja wegen ihrer Außergewöhnlichkeit überhaupt nur interessant sind, für krank zu erklären. Dann könnte man der ganzen Romanliteratur durch vernünftige psychotherapeutische Behandlung der Protagonisten die Grundlagen entziehen.

Nehmen psychische Krankheiten in Krisenzeiten zu?

Lütz: In Kriegszeiten hat die Suizidrate interessanterweise deutlich abgenommen, obwohl es da ja viel mehr plötzlich eintretende Katastrophen gab. Doch offensichtlich kommt der Mensch in der Regel mit solchen Schicksalsschlägen meist ganz gut klar. Jetzt in der Corona-Pandemie haben die schweren psychischen Krankheiten nicht zugenommen, die Psychiatrien waren eher leerer. Allerdings ist diese Krise für uns alle sehr belastend und sicher besonders auch für manche Patienten.

Zur Person

Der Psychiater Manfred Lütz (66) hat bis 2019 das Alexianer-Krankenhaus in Köln geleitet. Als Autor wurde er bekannt mit Büchern wie „Das Leben kann so leicht sein“ oder „Irre – wir behandeln die Falschen“. Von Letzterem ist eben eine überarbeitete Ausgabe erschienen: „Neue Irre! Wir behandeln die Falschen“

Quelle: augsburger-allgemeine.de, Ch. Sigg Bild: (Screenshot)

Tagesevangelium 18.09.2020

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 8,1-3

Hier zum Nachhören

In jener Zeit wanderte Jesus von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf und verkündete das Evangelium vom Reich Gottes. Die Zwölf begleiteten ihn, außerdem einige Frauen, die er von bösen Geistern und von Krankheiten geheilt hatte: Maria Magdalene, aus der sieben Dämonen ausgefahren waren, Johanna, die Frau des Chuzas, eines Beamten des Herodes, Susanna und viele andere. Sie alle unterstützten Jesus und die Jünger mit dem, was sie besaßen.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Tagesevangelium 17.09.2020

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 7,36-50

Hier zum Nachhören

In jener Zeit ging Jesus in das Haus eines Pharisäers, der ihn zum Essen eingeladen hatte, und legte sich zu Tisch. Als nun eine Sünderin, die in der Stadt lebte, erfuhr, dass er im Haus des Pharisäers bei Tisch war, kam sie mit einem Alabastergefäß voll wohlriechendem Öl
und trat von hinten an ihn heran. Dabei weinte sie, und ihre Tränen fielen auf seine Füße. Sie trocknete seine Füße mit ihrem Haar, küsste sie und salbte sie mit dem Öl. Als der Pharisäer, der ihn eingeladen hatte, das sah, dachte er: Wenn er wirklich ein Prophet wäre, müsste er wissen, was das für eine Frau ist, von der er sich berühren lässt; er wüsste, dass sie eine Sünderin ist. Da wandte sich Jesus an ihn und sagte: Simon, ich möchte dir etwas sagen. Er erwiderte: Sprich, Meister! Jesus sagte: Ein Geldverleiher hatte zwei Schuldner; der eine war ihm fünfhundert Denare schuldig, der andere fünfzig. Als sie ihre Schulden nicht bezahlen konnten, erließ er sie beiden. Wer von ihnen wird ihn nun mehr lieben? Simon antwortete: Ich nehme an, der, dem er mehr erlassen hat. Jesus sagte zu ihm: Du hast recht. Dann wandte er sich der Frau zu und sagte zu Simon: Siehst du diese Frau? Als ich in dein Haus kam, hast du mir kein Wasser zum Waschen der Füße gegeben; sie aber hat ihre Tränen über meinen Füßen vergossen und sie mit ihrem Haar abgetrocknet. Du hast mir zur Begrüßung keinen Kuss gegeben; sie aber hat mir, seit ich hier bin, unaufhörlich die Füße geküsst. Du hast mir nicht das Haar mit Öl gesalbt; sie aber hat mir mit ihrem wohlriechenden Öl die Füße gesalbt. Deshalb sage ich dir: Ihr sind ihre vielen Sünden vergeben, weil sie mir so viel Liebe gezeigt hat. Wem aber nur wenig vergeben wird, der zeigt auch nur wenig Liebe. Dann sagte er zu ihr: Deine Sünden sind dir vergeben. Da dachten die anderen Gäste: Wer ist das, dass er sogar Sünden vergibt?
Er aber sagte zu der Frau: Dein Glaube hat dir geholfen. Geh in Frieden!

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Credo in unum Deum

Credo in unum Deum,
Patrem omnipotentem,
factorem caeli et terrae,
visibilium omnium, et invisibilium
et in unum Dominum Iesum, Christum,
Filium Dei unigenitum
et ex Patre natum ante omnia saecula.
Deum de Deo,
lumen de lumine,
Deum vero de Deo vero.
Genitum, non factum,
consubstantialem Patri per quem omnia facta sunt.
Qui propter nos homines et propter nostram salutem
descendit de caelis.
et incarnatus est de Spiritu Sancto ex Maria virgine
et homo factus est .
Crucifixus etiam pro nobis,
sub Pontio Pilato passus et sepultus est.
Resurrexit tertia die,
secundum Scripturas
et ascendit in caelum:
sedet ad dexteram Patris
et iterum venturus est cum gloria
iudicare vivos et mortuos
cuius regni non erit finis
et in Spiritum Sanctum, Dominum et vivificantem,
qui ex Patre, Filioque procedit.
Qui cum Patre, et Filio
simul adoratur et conglorificatur:
qui locutus est per prohetas.
Et unam, sanctam, catholicam, et apostolicam Ecclesiam.
Confiteor unum baptisma in remissionem peccatorum
et expecto resurrectionem mortuorum
et vitam venturi saeculi. Amen.

Hl. Thérèse von Lisieux – Zitat 5

Hl. Thérèse von Lisieux

Ich leide nicht, ich erfasse nur den Augenblick, ohne mich um das, was kommt, zu kümmern.

Ich habe es nie bereut, mich für die Liebe entschieden zu haben.

Eine Seele ohne Schweigen ist wie eine Stadt ohne Schutz, und wer das Schweigen pflegt, bewahrt seine Seele.

Beten heißt nicht viel reden, sondern viel lieben.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

Tagesevangelium 16.09.2020

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 7,31-35

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In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: Mit wem soll ich also die Menschen dieser Generation vergleichen? Wem sind sie ähnlich? Sie sind wie Kinder, die auf dem Marktplatz sitzen und einander zurufen: Wir haben für euch auf der Flöte gespielt, und ihr habt nicht getanzt; wir haben Klagelieder gesungen, und ihr habt nicht geweint. Johannes der Täufer ist gekommen, er isst kein Brot und trinkt keinen Wein, und ihr sagt: Er ist von einem Dämon besessen.
Der Menschensohn ist gekommen, er isst und trinkt; darauf sagt ihr: Dieser Fresser und Säufer, dieser Freund der Zöllner und Sünder! Und doch hat die Weisheit durch alle ihre Kinder recht bekommen.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Tagesevangelium 15.09.2020

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 2,33-35

Hier zum Nachhören

In jener Zeit staunten sein Vater und seine Mutter über die Worte, die über Jesus gesagt wurden. Und Simeon segnete sie und sagte zu Maria, der Mutter Jesu: Dieser ist dazu bestimmt, dass in Israel viele durch ihn zu Fall kommen und viele aufgerichtet werden, und er wird ein Zeichen sein, dem widersprochen wird. Dadurch sollen die Gedanken vieler Menschen offenbar werden. Dir selbst aber wird ein Schwert durch die Seele dringen.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Der Gnadenstoß für Ecclesia Dei

2019 wurde die Päpstliche Kommission Ecclesia Dei von Papst Franziskus aufgehoben. Nun könnten auch ihre letzten Reste beseitigt werden – und damit auch der Schutz für die Gemeinschaften der katholischen Tradition.

(Rom) Am 19. Januar 2019 wurde die Päpstliche Kommission Ecclesia Dei von Papst Franziskus aufgehoben. Sie war am 2. Juli 1988 von Papst Johannes Paul II. errichtet worden. Ihr oblag die Zuständigkeit für die Gemeinschaften der Tradition, die sich in der vollen Einheit mit Rom befinden, und die Klärung von Fragen zur heiligen Liturgie in der überlieferten Form des Römischen Ritus. Im Motu proprio Summorum Pontificum von 2007 kündigte Papst Benedikt XVI. an, die Kommission mit weitreichenden Vollmachten ausstatten zu wollen, was mit der 2011 veröffentlichten Instruktion Universae Ecclesiae umgesetzt wurde. Der Papst delegierte der Kommission Ecclesia Dei mit allen ordentlichen Vollmachten die Aufsicht über die Einhaltung und Anwendung von Summorum Pontificum. Die von Benedikt XVI. gewollte Aufwertung kam in der Koppelung mit der Glaubenskongregation – seinem früheren Tätigkeitsbereich – und in der Ernennung von Msgr. Guido Pozzo, ab 2009 Sekretär der Kommission, zum Titularerzbischof zum Ausdruck.

Im Januar 2019 hob Papst Franziskus die Kommission nach dreißigjährigem Bestehen auf. Ihre Zuständigkeiten gingen direkt an die Glaubenskongregation über, die dafür die Sektion Vier einrichtete. Sie wird seit dem 30. März 2019 von Msgr. Patrick Descourtieux geleitet.

Keine zwei Jahre später werden in Rom Stimmen laut, die besagen, daß Papst Franziskus der einstigen Kommission Ecclesia Dei den Gnadenstoß versetzen will. Laut dem Vatikanisten Marco Tosatti soll es im kommenden Oktober soweit sein. Die Sektion Vier soll aufgelöst und die Zuständigkeiten von der Glaubenskongregation entkoppelt werden. Die Gemeinschaften der Tradition sollen wie die neurituellen Gemeinschaften der Kongregation für die Institute geweihten Lebens und für die Gesellschaften apostolischen Lebens, kurz Ordenskongregation genannt, unterstellt werden.

Damit würde der besondere Schutz, den die teils angefeindeten und verwundbaren Gemeinschaften der Tradition seit 1988 in der Kirche hatten, aufgehoben und restlos beseitigt werden. Wie die Ordenskongregation unter der Leitung des Brasilianers João Kardinal Bráz de Aviz und des Spaniers Erzbischof José Rodríguez Carballo OFM mit traditionsverbundenen Gemeinschaften umgeht, wurde durch die Drangsalierung der Franziskaner der Immakulata deutlich.

Wörtlich schrieb Tosatti gestern:

Ecclesia Dei, die 1988 von Johannes Paul II. geschaffene und der Verteidigung des Vetus Ordo gewidmete Kommission, dürfte nach einem Plenum, in dem die Kardinäle ihre endgültige Aufhebung auch in der reduzierten Form als Sektion der Glaubenskongregation beschließen werden, endgültig verschwinden.

Das sagen maßgebliche Stimmen in den Heiligen Palästen – was natürlich noch der Bestätigung harrt. Das Verschwinden von Ecclesia Dei wird jedoch schwerwiegende Konsequenzen für jene religiösen Institute haben, die den Vetus Ordo, die Messe aller Zeiten, in ihr Leben und ihre Praxis aufgenommen haben. Sie sollen der Ordenskongregation unterstellt werden, die nominell von Kardinal Bráz de Aviz, in Wirklichkeit aber vom Sekretär, dem Franziskaner Carballo, geleitet wird.

Es handelt sich nicht um einen kleinen Schritt: Tatsächlich werden die Institute, die derzeit päpstliches Recht haben, zu Instituten diözesanen Rechts und unterliegen damit vollständig den Präferenzen – oder Nicht-Präferenzen – des Bischofs. Mit allen damit verbundenen Konsequenzen. Wenn Ecclesia Dei vor der Änderung eine Art Schutzschirm für sie darstellte, bliebe nach vollzogener Neuordnung in einem Streitfall mit dem Diözesanbischof als einzige Möglichkeit nur mehr die Anrufung der Apostolischen Signatur.

Diese wird von dem ‚Löwenherzen’ eines Kardinals Dominique Mamberti geleitet … der sich bereits mehrfach vom päpstlichen Hof lenken ließ.”

Quelle: katholisches, G. Nardi Bild: MiL

Tagesevangelium 14.09.2020

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes – Joh 3,13-17

Hier zum Nachhören

In jener Zeit sprach Jesus zu Nikodemus: Niemand ist in den Himmel hinaufgestiegen außer dem, der vom Himmel herabgestiegen ist: der Menschensohn. Und wie Mose die Schlange in der Wüste erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden, damit jeder, der an ihn glaubt, in ihm das ewige Leben hat. Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé