Archiv für den Monat: Juni 2018

Hl. Pater Pio – 01.07.2018

Worte des hl. Pater Pio – 01.07.2018

Gott verlangt nicht von dir, dass du greifbar ein Gefühl von Glaube, Hoffnung und Liebe spürst, noch dass du Freude an ihnen hast; es genügt, dass du sie zu gegebener Stunde übst. Ach, wie glücklich sind wir, dass unser himmlischer Beschützer uns so fest an der Hand hält! Wir brauchen nichts anderes zu tun, als die Göttliche Vorsehung zu lieben und uns ganz ihren Armen anzuvertrauen. Mein Gott, ich wünsche mir keine größere Freude als meinen Glauben, meine Hoffnung und meine Liebe, damit ich ehrlich sagen kann, wenngleich auch ohne das Gefühl des Wohlbehagens, dass ich lieber sterben möchte, als diese Tugenden aufzugeben.

Quelle: Worte des hl. P. Pio, CFM.SCJ Archiv Kairo

01.07.2018 – 13. Sonntag im Jahreskreis

Hl. Hieronymus (347-420) Priester, Bibelübersetzer und Kirchenlehrer

„Ich sage dir: Steh auf!“

„Und er ließ keinen mitkommen außer Petrus, Jakobus und Johannes, den Bruder des Jakobus.“ Man könnte sich fragen, warum Jesus immer diese Jünger mitnimmt und warum die anderen nicht. So waren diese drei die Begleiter Jesu, als er auf dem Berg verklärt wurde […] Ausgewählt wurden Petrus, auf den die Kirche gebaut wurde, ebenso Jakobus, der als erster Apostel die Siegespalme des Märtyrers empfing, und Johannes, der als erster die Jungfräulichkeit pries […] „Er […] ging in den Raum, in dem das Kind lag. Er fasste das Kind an der Hand und sagte zu ihm: Talita kum! […] Sofort stand das Mädchen auf und ging umher.“ Wünschen wir uns, dass Jesus auch uns anfasst, und sogleich werden wir uns auf den Weg machen. Mögen wir nun lahm sein oder böse Dinge tun: wir können nicht gehen. Wir liegen möglicherweise auf dem Bett unserer Sünden wie auf unserem echten Bett. Sobald Jesus uns anfasst, werden wir sofort geheilt. Die Schwiegermutter des Petrus litt an hohem Fieber; Jesus fasste sie an der Hand, sie richtete sich auf und sorgte sogleich für sie (Mk 1,31) […] „[…] dann sagte er, man solle dem Mädchen etwas zu essen geben.“ Herr, bitte fass uns an der Hand, uns, die wir auf dem Bett liegen, richte uns auf vom Bett unserer Sünden, mach, dass wir gehen. Wenn wir uns auf den Weg gemacht haben, dann ordne an, dass man uns etwas zu essen gibt. Im Liegen können wir nicht gehen, und wenn wir nicht aufrecht stehen, können wir den Leib Christi nicht empfangen, dem mit dem Vater und dem Heiligen Geist Ehre gebührt von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Tagesevangelium – 01.07.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus – Mk 5,21-43

In jener Zeit fuhr Jesus im Boot ans andere Ufer hinüber, und eine große Menschenmenge versammelte sich um ihn. Während er noch am See war, kam ein Synagogenvorsteher namens Jaïrus zu ihm. Als er Jesus sah, fiel er ihm zu Füßen und flehte ihn um Hilfe an; er sagte: Meine Tochter liegt im Sterben. Komm und leg ihr die Hände auf, damit sie wieder gesund wird und am Leben bleibt. Da ging Jesus mit ihm. Viele Menschen folgten ihm und drängten sich um ihn.
Darunter war eine Frau, die schon zwölf Jahre an Blutungen litt. Sie war von vielen Ärzten behandelt worden und hatte dabei sehr zu leiden; ihr ganzes Vermögen hatte sie ausgegeben, aber es hatte ihr nichts genutzt, sondern ihr Zustand war immer schlimmer geworden.
Sie hatte von Jesus gehört. Nun drängte sie sich in der Menge von hinten an ihn heran und berührte sein Gewand. Denn sie sagte sich: Wenn ich auch nur sein Gewand berühre, werde ich geheilt. Sofort hörte die Blutung auf, und sie spürte deutlich, dass sie von ihrem Leiden geheilt war. Im selben Augenblick fühlte Jesus, dass eine Kraft von ihm ausströmte, und er wandte sich in dem Gedränge um und fragte: Wer hat mein Gewand berührt? Seine Jünger sagten zu ihm: Du siehst doch, wie sich die Leute um dich drängen, und da fragst du: Wer hat mich berührt?
Er blickte umher, um zu sehen, wer es getan hatte. Da kam die Frau, zitternd vor Furcht, weil sie wusste, was mit ihr geschehen war; sie fiel vor ihm nieder und sagte ihm die ganze Wahrheit.
Er aber sagte zu ihr: Meine Tochter, dein Glaube hat dir geholfen. Geh in Frieden! Du sollst von deinem Leiden geheilt sein. Während Jesus noch redete, kamen Leute, die zum Haus des Synagogenvorstehers gehörten, und sagten zu Jaïrus: Deine Tochter ist gestorben. Warum bemühst du den Meister noch länger? Jesus, der diese Worte gehört hatte, sagte zu dem Synagogenvorsteher: Sei ohne Furcht; glaube nur! Und er ließ keinen mitkommen außer Petrus, Jakobus und Johannes, den Bruder des Jakobus. Sie gingen zum Haus des Synagogenvorstehers. Als Jesus den Lärm bemerkte und hörte, wie die Leute laut weinten und jammerten, trat er ein und sagte zu ihnen: Warum schreit und weint ihr? Das Kind ist nicht gestorben, es schläft nur.
Da lachten sie ihn aus. Er aber schickte alle hinaus und nahm außer seinen Begleitern nur die Eltern mit in den Raum, in dem das Kind lag. Er fasste das Kind an der Hand und sagte zu ihm: Talita kum!, das heißt übersetzt: Mädchen, ich sage dir, steh auf! Sofort stand das Mädchen auf und ging umher. Es war zwölf Jahre alt. Die Leute gerieten außer sich vor Entsetzen. Doch er schärfte ihnen ein, niemand dürfe etwas davon erfahren; dann sagte er, man solle dem Mädchen etwas zu essen geben.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

30.06.2018 – Samstag der 12. Woche im Jahreskreis

Origenes (um 185-253) Priester und Theologe

„Viele werden von Osten und Westen kommen und mit Abraham, Isaak und Jakob im Himmelreich zu Tisch sitzen“

„Von jetzt an werde ich nicht mehr von dieser Frucht des Weinstocks trinken, bis zu dem Tag, an dem ich mit euch von Neuem davon trinke im Reich meines Vaters“ (Mt 26,29). Wenn einer von euch mit reinen Ohren hört, kann er eine Ahnung gewinnen von dem unaussprechlichen Geheimnis […]: der Erlöser wartet, um mit uns Wein zu trinken; er wartet auf uns, um sich zu freuen. Wie lange wird er warten? Bis er sein Werk vollbracht hat, bis wir alle Christus unterworfen sind und Christus seinem Vater (1 Kor 15,28). Weil wir allesamt Glieder seines Leibes sind, kann man sagen, dass er irgendwie nicht unterworfen ist, solange wir nicht in einer vollständigen Unterwerfung unterworfen sind, solange ich, der letzte der Sünder, nicht unterworfen bin. Wenn er aber sein Werk vollbracht und alle Kreatur zu Vollendung gebracht hat, dann darf man sagen: „Es ist vollbracht“ in denen, die er seinem Vater unterwirft, in denen er das Werk, das sein Vater ihm anvertraut hatte, vollbracht hat, damit Gott alles in allem sei (1 Kor 15,28). Und auch die Heiligen, die uns vorausgegangen sind, warten auf uns, die wir langsam und träge sind; ihre Freude ist nicht vollkommen, solange sie noch unsere Sünden beweinen müssen. Im Brief an die Hebräer bezeugt das der Apostel Paulus, wenn er sagt: „Gott wollte, dass sie nicht ohne uns vollendet werden“ (vgl. Hebr 11,40). Sieh doch: Abraham wartet. Isaak, Jakob und alle Propheten warten auf uns, um mit uns zusammen vollkommen selig zu werden […] Wenn du heilig bist, empfindest du beim Scheiden aus diesem Leben Freude; diese Freude wird aber erst vollkommen, wenn kein Glied mehr des Leibes, den wir alle zusammen bilden sollen, fehlt. Auch du erwartest die Anderen, so wie du erwartet wirst. Wenn nun schon du, der du nur ein Glied bist, dich nicht vollkommen freuen kannst, wenn ein anderes Glied fehlt, um wie viel weniger dann unser Herr und Retter, der gleicherweise Urheber und Haupt des ganzen Leibes ist? […] Dann werden wir zu der Reife gelangt sein, von der der Apostel Paulus sagt: „Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir“ (Gal 2,20). Dann wird unser Hoherpriester den neuen Wein trinken im neuen Himmel, auf der neuen Erde, in dem neuen Menschen, mit den neuen Menschen, mit denen, die das neue Lied singen.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Tagesevangelium – 30.06.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 8,5-17

In jener Zeit als Jesus nach Kafarnaum kam, trat ein Hauptmann an ihn heran und bat ihn:
Herr, mein Diener liegt gelähmt zu Hause und hat große Schmerzen. Jesus sagte zu ihm: Ich will kommen und ihn gesund machen. Da antwortete der Hauptmann: Herr, ich bin es nicht wert, dass du mein Haus betrittst; sprich nur ein Wort, dann wird mein Diener gesund. Auch ich muss Befehlen gehorchen, und ich habe selber Soldaten unter mir; sage ich nun zu einem: Geh!, so geht er, und zu einem anderen: Komm!, so kommt er, und zu meinem Diener: Tu das!, so tut er es. Jesus war erstaunt, als er das hörte, und sagte zu denen, die ihm nachfolgten: Amen, das sage ich euch: Einen solchen Glauben habe ich in Israel noch bei niemand gefunden.
Ich sage euch: Viele werden von Osten und Westen kommen und mit Abraham, Isaak und Jakob im Himmelreich zu Tisch sitzen. Die aber, für die das Reich bestimmt war, werden hinausgeworfen in die äußerste Finsternis; dort werden sie heulen und mit den Zähnen knirschen. Und zum Hauptmann sagte Jesus: Geh! Es soll geschehen, wie du geglaubt hast. Und in derselben Stunde wurde der Diener gesund. Jesus ging in das Haus des Petrus und sah, dass dessen Schwiegermutter im Bett lag und Fieber hatte. Da berührte er ihre Hand, und das Fieber wich von ihr. Und sie stand auf und sorgte für ihn. Am Abend brachte man viele Besessene zu ihm. Er trieb mit seinem Wort die Geister aus und heilte alle Kranken. Dadurch sollte sich erfüllen, was durch den Propheten Jesaja gesagt worden ist: Er hat unsere Leiden auf sich genommen und unsere Krankheiten getragen.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Schwere Kritik an Kardinal Marx

Kardinal Müller: „Wir erleben eine Bekehrung zur Welt anstatt zu Gott“

Der ehemalige Präfekt der Glaubenskongregation übt schwere Kritik an Kardinal Marx und der Agenda der liberalen deutschen Kirche: „Das sind ihre Ziele, und um diese zu erreichen, sind sie auch bereit, die Bischofskonferenz zu spalten“

Müller erklärt dann, dass als Konsequenz daraus die Eucharistie an Menschen ohne katholischen Glauben und an Menschen, die nicht im Stand der heiligmachenden Gnade sich befinden, gespendet werden soll. Auf der weiteren Agenda befinden sich laut Müller Segnungen für Homosexuelle, Interkommunion mit Protestanten, die Relativierung der Unauflösbarkeit der sakramentalen Ehe, die Einführung von Viri probati, die Abschaffung des Zölibats und die Anerkennung von sexuellen Beziehungen vor und außerhalb der Ehe. „Das sind ihre Ziele und um diese zu erreichen sind sie auch bereit, die Bischofskonferenz zu spalten.“ Gläubige, die die Lehre der katholischen Kirche noch ernst nehmen, werden als „Konservative“ gebrandmarkt und außerhalb der Kirche gestoßen. Diese werden laut Müller auch von liberalen und antikatholischen Medien diffamiert.

Müller stellte nochmals klar, dass kein Bischof die Autorität habe, die Eucharistie an Christen zu verteilen, die sich nicht in voller Gemeinschaft mit der katholischen Kirche befinden. Eine Ausnahme gäbe es nur bei Todesgefahr. Der Kardinal kritisierte, dass heutzutage nicht einmal Bischöfe den katholischen Glauben von Einheit des Sakraments und der kirchlichen Gemeinschaft kennen. Die Untreue zum katholischen Glauben werde laut Müller mit „pastoralen Gründen“ gerechtfertigt. Dies widerspreche aber den Prinzipien der Kirche.

Der ehemalige Präfekt der Glaubenskongregation übte anschließend Kritik, dass es in der Kirche ein Kriterium für einen „guten Bischof“ oder „guten Priester“ geworden ist, wenn dieser in der öffentlichen Meinung als beliebt gilt. „Wir erleben eine Bekehrung zur Welt anstatt zu Gott. Wir brauchen Priester und Bischöfe, die mit Eifer für das Haus Gottes erfüllt sind und die sich vollständigen der Rettung der Menschen auf dem Pilgerweg des Glaubens zur ewigen Heimat verpflichtet haben. Es gibt keine Zukunft für ein ‚Christentum Light‘. Wir brauchen Christen mit einem missionarischen Geist.“

Der Kardinal übte auch erneut Kritik an Papst Franziskus, weil dieser die Bedeutung der Glaubenskongregation minimiert habe. „Der Glaube ist wichtig für die Erlösung. Päpstliche Diplomatie kann viel Gutes in der Welt bewirken.“ Aber die Verkündigung des Glaubens dürfe nicht irdischen Machtspiele untergeordnet werden.

Quelle: kath.net Bild: Screens. CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Hl. Pater Pio – 29.06.2018

Worte des hl. Pater Pio – 29.06.2018

Seht ihr, wie viel Missachtung und wie viel Frevelhaftigkeit die Menschen gegenüber Seinem hochheiligen, fleischgewordenen Sohn im Sakrament der Liebe zeigen? Da wir durch Gottes Güte für Seine Kirche auserwählt worden sind, zur königlichen Priesterschaft, wie der heilige Petrus sagt, ist es unsere Aufgabe, die Ehre dieses sanften Lammes zu verteidigen, das immer schnell zur Stelle ist, wenn es gilt, die Seelen zu beschützen, in eigener Sache aber stets stumm bleibt.

Quelle: Worte des hl. P. Pio, CFM.SCJ Archiv Kairo