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Etwa 60.000 Missbrauchsopfer

Zehntausende Kinder in Australien missbraucht – katholische Kirche entschuldigt sich

In Australien sind über einen Zeitraum von Jahrzehnten hinweg mehrere zehntausend Kinder in kirchlichen und staatlichen Einrichtungen sexuell missbraucht worden. Dies geht aus dem am Freitag vorgestellten Abschlussbericht einer offiziellen Ermittlungskommission hervor, die sich in den vergangenen fünf Jahren mit dem Thema beschäftigt hatte. Die genaue Zahl von Opfern ist nicht bekannt. Geschätzt wird, dass etwa 60.000 Menschen Anspruch auf Entschädigung geltend machen können.

Die Kommission war 2012 von der damaligen Premierministerin Julia Gillard eingerichtet worden, nachdem eine Reihe von schweren Missbrauchsfällen bekannt geworden waren. Ihr Nachfolger Malcolm Turnbull sprach von einer „nationalen Tragödie“. Australiens katholische Kirche entschuldigte sich bereits bei den Opfern von sexuellem Missbrauch durch Geistliche. Der Erzbischof von Melbourne, Denis Hart, versprach am Freitag, dass die Schlussfolgerungen einer offiziellen Ermittlungskommission zum Missbrauch von Kindern „sehr ernst“ genommen würden.

Die Forderung der Kommission, das Beichtgeheimnis zu lockern, damit Priester Fälle sexuellen Missbrauchs anzeigen können, von denen sie im Beichtstuhl erfahren, lehnte der Erzbischof jedoch ab. Für die katholische Kirche sei das Beichtgeheimnis von großer Bedeutung, sagte Hart.

Quelle: Reuters & rt.com Bild: Screens.

„Letzter Appell“ von Kardinal Burke

Kardinal Burke und Kardinal Brandmüller: Es ist dringend notwendig, dass der Papst in Ausübung seines vom Herrn empfangenen Amtes seine Brüder im Glauben stärkt und der Verwirrung um Amoris laetitia ein Ende setzt.

Ein „letzter Appell“ von Kardinal Burke an Franziskus

(Rom) Kardinal Raymond Burke, einer der Unterzeichner der Dubia zum umstrittenen nachsynodalen Schreiben Amoris laetitia richtet einen neuen Appell an Papst Franziskus. Edward Pentin vom National Catholic Register führte ein Interview mit dem namhaften Kardinal.

Pentin: Eminenz, heute vor einem Jahr haben Sie mit Kardinal Walter Brandmüller und den beiden, jüngst verstorbenen Kardinälen Joachim Meisner und Carlo Caffarra die Dubia veröffentlicht. Wie ist der Stand der Dinge?

Kardinal Burke: Ein Jahr nach der Veröffentlichung der Dubia zu Amoris laetitia, die keinerlei Antwort vom Heiligen Vater erfahren haben, stellen wir fest, dass die Verwirrung in der Interpretation des apostolischen Schreibens immer größer wird. Aus diesem Grund ist auch unsere Sorge zur Lage der Kirche und ihrer Mission in der Welt um so größer. Ich bin ständig in regelmäßigem Kontakt mit Kardinal Walter Brandmüller, was diese schwerwiegenden Probleme betrifft. Wir beide sind auf das engste mit den beiden verstorbenen Kardinälen Joachim Meisner und Carlo Caffarra verbunden, die uns in den vergangenen Monaten verlassen haben. Aus diesem Grund mache ich noch einmal auf die Schwere der Situation aufmerksam, die sich weiter verschlechtert.

Pentin: Es wurde viel über die Gefahren der zweideutigen Natur des Achten Kapitels von Amoris laetitia gesprochen, indem betont wurde, dass es für viele Interpretationen offen ist. Warum ist es so wichtig, Klarheit zu schaffen?

Kardinal Burke: Die Klarheit der Lehre bedeutet keine Starrheit, die das Volk daran hindert, den Weg des Evangeliums zu gehen, sondern das Gegenteil: Die Klarheit schenkt das nötige Licht, um die Familien auf den Weg der Jüngerschaft Christi zu führen. Es ist die Finsternis, die uns daran hindert, den Weg zu sehen und die die Evangelisierung durch die Kirche behindert, wie Christus es sagte: „Es kommt die Nacht, in der niemand mehr etwas tun kann“ (Joh 9,4).

Wo Klarheit fehlt, kann nicht das Lehramt sprechen

Pentin: Können Sie die aktuelle Lage im Licht der Dubia etwas näher erklären?

Kardinal Raymond Burke

Kardinal Burke: Die gegenwärtige Lage mindert die Bedeutung der Dubia nicht, sondern macht sie noch dringlicher. Es handelt sich nicht, wie jemand behauptet hat, um eine ignorantia affectata, die Zweifel aufwirft, nur weil man eine bestimmte Lehre nicht akzeptieren will. Die Sorge ist vielmehr die, genau zu klären, was der Papst als Nachfolger des Petrus lehren will. Die Fragen entstehen also gerade wegen der Anerkennung des Petrusamtes, das Papst Franziskus durch den Herrn empfangen hat, um seine Brüder im Glauben zu stärken. Das Lehramt ist ein Geschenk Gottes an die Kirche, um Klarheit zu schaffen zu Punkten, die das depositum fidei betreffen. Aussagen, denen es an dieser Klarheit fehlt, können ihrer Natur nach nie qualifizierter Ausdruck des Lehramtes sein.

Pentin: Warum ist es Ihrer Meinung nach so gefährlich, dass es verschiedene Interpretationen zu Amoris laetitia gibt, vor allem was den pastoralen Ansatz für jene betrifft, die in einer irregulären Verbindung leben und besonders die wiederverheirateten Geschiedenen, die nicht enthaltsam leben, aber die heilige Kommunion empfangen?

Kardinal Burke: Es ist offensichtlich, daß einige Anweisungen von Amoris laetitia, die wesentliche Aspekte des Glaubens und der Praxis des christlichen Lebens betreffen, mehrere Interpretationen erfahren haben, die sich voneinander unterscheiden und manchmal untereinander unvereinbar sind. Diese nicht zu bestreitende Tatsache bestätigt, daß diese Anweisungen zweideutig sind und eine Varietät an Lesarten erlauben, von denen viele im Widerspruch mit der katholischen Glaubenslehre sind. Die von uns Kardinälen aufgeworfenen Zweifel betreffen also die Frage, was genau der Heilige Vater lehren will und wie seine Lehre mit dem Depositum fidei im Einklang ist, denn „das Lehramt ist nicht über dem Wort Gottes, sondern dient ihm, indem es nichts lehrt, als was überliefert ist, weil es das Wort Gottes aus göttlichem Auftrag und mit dem Beistand des Heiligen Geistes voll Ehrfurcht hört, heilig bewahrt und treu auslegt und weil es alles, was es als von Gott geoffenbart zu glauben vorlegt, aus diesem einen Schatz des Glaubens schöpft“ (Zweites Vatikanisches Konzil, Dogmatische Konstitution Dei verbum, 10).

Befürworter zweifelhafter Interpretationen widersprechen sich gegenseitig

Pentin: Hat der Papst nicht mit dem Brief an die argentinischen Bischöfe geklärt, welche Position er einnimmt, indem er erklärte, dass es „keine andere Interpretation“ gibt außer die Richtlinien, die diese Bischöfe ausgearbeitet haben; Richtlinien, die sich der Möglichkeit öffnen, dass unverheiratete, aber sexuell intime Paare die Heilige Eucharistie empfangen können?

Kardinal Burke: Im Gegensatz zu dem, was einige sagten, können wir den Brief des Papstes an die Bischöfe der Kirchenprovinz Buenos Aires nicht als angemessene Antwort auf unsere Fragen betrachten, da er geschrieben wurde, kurz bevor der Papst unsere Dubia erhalten hat. Einerseits können diese Richtlinien auf unterschiedliche Weise interpretiert werden, andererseits ist nicht klar, ob dieser Brief ein lehramtlicher Text ist, mit dem der Papst als Nachfolger des Petrus zur Weltkirche sprechen wollte. Schon die Tatsache, dass man von diesem Schreiben nur Kenntnis erhalten hat, weil es in die Medien durchgesickert ist – und erst dann vom Heiligen Stuhl veröffentlicht wurde –, wirft Zweifel an der Absicht des Heiligen Vaters auf, sich an die Weltkirche wenden zu wollen. Zudem erschiene es auch etwas seltsam – und im Widerspruch zum ausdrücklich von Papst Franziskus formulierten Wunsch, dass die konkrete Anwendung von Amoris laetitia den Bischöfen eines jeden Landes obliegt (vgl. AL, 3) –, dass er nun der Weltkirche die konkreten Direktiven einer bestimmten Region aufzwingen wollte. Müssten dann nicht alle Bestimmungen der verschiedenen Bischöfe für ihre Diözesen von Philadelphia bis Malta ungültig sein? Eine Lehre, die nicht ausreichend eindeutig ist, sei es was die Autorität als auch den tatsächlichen Inhalt betrifft, kann nicht die Klarheit des beständigen Lehramtes der Kirche in Zweifel ziehen, das in jedem Fall nomativ bleibt.

Pentin: Besorgt Sie auch, dass einige Bischofskonferenzen es wiederverheirateten Geschiedenen, die more uxorio leben, erlauben, die heilige Kommunion zu empfangen ohne einen festen Vorsatz, ihr Leben zu ändern, und damit der vorherigen päpstlichen Lehre widersprechen, besonders dem Apostolischen Schreiben Familiaris consortio des heiligen Johannes Paul II.?

Kardinal Burke: Ja, die Dubia und die Fragen bleiben offen. Jene, die behaupten, dass die von Familiaris consortio Nr. 84 gelehrte Disziplin geändert sei, widersprechen sich selbst, sobald sie die Gründe und die Konsequenzen erklären müssen. Einige gehen soweit, zu behaupten, dass die Geschiedenen in einer neuen Verbindung, die weiterhin more uxorio leben, sich nicht im objektiven Stand der schweren Sünde befinden (indem sie AL, 303 zitieren); andere leugnen diese Interpretation (indem sie AL, 305 zitieren), überlassen es aber ganz dem Urteil des Gewissens, die Kriterien für den Zugang zu den Sakramenten zu bestimmen. Es scheint das Ziel vieler Interpreten, auf die eine oder andere Weise zu einer Änderung der Disziplin zu gelangen, während die Gründe, die sie zu diesem Zweck geltend machen, keine Rolle spielen. Sie scheinen sich auch nicht darum zu sorgen, dass sie dadurch wesentliche Bereiche des Depositum fidei gefährden.

Prozeß, der wesentliche Teile der Tradition umstürzen will

Pentin: Was ist der greifbare Effekt dieses Interpretationsgewirrs?

Kardinal Burke: Diese hermeneutische Verwirrung hat ein trauriges Resultat hervorgebracht. Die Zweideutigkeit zu einem konkreten Punktes der pastorale Sorge um die Familie hat dazu geführt, daß einige einen Paradigmenwechsel der gesamten Moralpraxis der Kirche fordern, deren Grundlagen vom heiligen Johannes Paul II. mit großer Autorität in seiner Enzyklika Veritatis splendor gelehrt wurden.
In der Tat wurde ein Prozess in Gang gesetzt, der einige wesentliche Teile der Tradition umstürzen will. Was die christliche Moral betrifft, behaupten einige, dass die absoluten Moralnormen relativiert werden müssten, und dass zu Fragen der Moral das subjektive und selbstbezogene Gewissen den – letztlich zweifelhaften – Vorrang haben müsste. Worum es geht, ist daher keineswegs zweitrangig gegenüber dem „kerygma“, also der grundlegenden Botschaft des Evangeliums. Wir sprechen von der Möglichkeit, ob die Begegnung mit Christus, durch die Gnade Gottes, dem Weg des christlichen Lebens eine Form geben kann, sodass es in Einklang mit dem weisen Plan des Schöpfers ist. Um die Tragweite dieser Veränderungen zu erfassen, genügt es, daran zu denken, was geschehen würde, wenn dieses Denken auf andere Fälle angewandt würde, zum Beispiel einem Arzt, der Abtreibungen durchführt, einem Politiker, der Teil eines Korruptionsringes ist, oder einer leidenden Person, die dafür entscheidet, aktive Sterbehilfe zu beantragen…

Sogar regula fidei gefährdet

Pentin: Einige haben gesagt, dass die zersetzendste Wirkung von allen – neben dem Angriff auf die Morallehre der Kirche – ein Angriff auf die Sakramente sei. Ist dem so?

Kardinal Burke: Abgesehen von der Moraldebatte zerbröselt in der Kirche das Verständnis für die sakramentale Praxis immer mehr, besonders was das Bußsakrament und das Altarsakrament betrifft. Das entscheidende Kriterium für die Zulassung zu den Sakramenten war immer die Übereinstimmung der Lebensweise eines Menschen mit der Lehre Jesu. Wenn das entscheidende Kriterium aber der Mangel an subjektiver Schulhaftigkeit der Person würde – wie einige Interpreten von Amoris laetitia behaupten –, würde das nicht die Natur der Sakramente ändern? Die Sakramente sind weder private Begegnungen mit Gott noch Instrumente der sozialen Integration in eine Gemeinschaft. Sie sind vielmehr lebendige und wirksame Zeichen unserer Einbindung in den Leib Christi, Seine Kirche, in dem und durch den die Kirche öffentlich den Glauben bekennt und umsetzt. Die verminderte Schuldhaftigkeit einer Person oder das Fehlen von Schuldhaftigkeit zum entscheidenden Kriterium für die Zulassung zu den Sakramenten zu machen, würde sogar die regula fidei in Frage stellen, die die Sakramente proklamieren und nicht nur mit Worten, sondern auch mit sichtbaren Gesten umsetzen. Wie könnte die Kirche weiterhin ein universales Heilssakrament sein, wenn die Bedeutung der Sakramente ihres Inhalts entleert würden?

Ein letzter Appell

Pentin: Obwohl Sie und viele andere, darunter mehr als 250 Akademiker und Priester, die eine Correctio filialis veröffentlich haben, bereits ernste Zweifel an den Wirkungen dieser Passagen von Amoris laetitia geäußert, aber bisher keine Antwort vom Heiligen Vater erhalten haben: Wollen Sie einen letzten Appell an ihn richten?

Kardinal Burke: Ja, wegen dieser schwerwiegenden Gründe wende ich mich ein Jahr nach der Veröffentlichung der Dubia erneut an den Heiligen Vater und die ganze Kirche und unterstreiche, wie dringend es ist, dass der Papst in der Ausübung seines vom Herrn empfangenen Amtes seine Brüder im Glauben stärkt, durch eine klare Bekundung der Lehre über die christliche Moral und der Bedeutung der sakramentalen Praxis der Kirche.

Quelle: katholisches.info Bild: Screens.

Hl. Pater Pio – 16.12.2017

Worte des hl. Pater Pio – 16.12.2017

Wohlan, meine geliebte Tochter, man muss dieses edle Herz mit großer Sorgfalt pflegen und darf ihm nichts von dem ersparen, was für sein Glück notwendig sein könnte; und obgleich man dies zu jeder Zeit, das heißt in jedem Alter, tun kann und muss, so ist doch das Alter, in dem du dich befindest, am besten dafür geeignet.

Quelle: Worte des hl. P. Pio, CFM.SCJ Archiv Kairo

Samstag der 2. Adventswoche

Kommentar zum heutigen Evangelium 
Hl. Augustinus (354-430), Bischof von Hippo (Nordafrika) und Kirchenlehrer
Vorträge über das Johannes-Evangelium, 4. Vortrag, 5−6 (vgl. Bibliothek der Kirchenväter, München 1913−1914)

„Er wird mit dem Geist und mit der Kraft des Elija dem Herrn vorangehen“ (Lk 1,17)

„Warum sagen denn die Schriftgelehrten, zuerst müsse Elija kommen?“ Und der Herr antwortete: „Elija ist schon gekommen, und sie haben mit ihm getan, was sie wollten, und wenn ihr es wissen wollt, es ist Johannes der Täufer“ (vgl. Mt 17,10ff.). Der Herr Jesus Christus sprach: „Elija ist schon gekommen, und es ist Johannes der Täufer“; Johannes aber bekannte, als er gefragt wurde, er sei ebenso wenig Elija, wie er auch nicht Christus sei (vgl. Joh 1,20f.) […] Warum also sagt er: „Ich bin nicht Elija“, und der Herr: „Er ist Elija“? Weil in ihm der Herr Jesus Christus seine zukünftige Ankunft im Voraus darstellen und dies zum Ausdruck bringen wollte, dass Johannes im Geist des Elija war. Und was Johannes bei der ersten Ankunft war, das wird Elija bei der zweiten Ankunft sein. Wie eine doppelte Ankunft des Richters, so zwei Herolde. Der Richter gewiss ist er, der Herolde aber sind es zwei […] Denn der Richter musste zuerst kommen, um gerichtet zu werden. Er sandte vor sich her den ersten Herold, er nannte ihn Elija, weil bei der zweiten Ankunft Elija dies sein wird, was bei der ersten Johannes war.

Denn fürwahr, eure Liebe beachte, wie wahr ich rede. Als Johannes empfangen wurde […] da sagte der Heilige Geist von diesem Menschen dies als etwas voraus, das sich an ihm erfüllen sollte: „Er wird“, sagt er, „der Vorläufer des Allerhöchsten sein, im Geist und in der Kraft des Elija“ (Lk 1,17) […] Wer aber wird es verstehen? Wer die Demut des Herolds nachahmt und die Erhabenheit des Richters erkennt. Denn nichts ist demütiger als dieser Herold. Meine Brüder, kein größeres Verdienst hatte Johannes als jenes wegen seiner Demut, weil er, obwohl er die Menschen täuschen und für Christus angesehen und für Christus gehalten werden konnte (von so großer Gnade nämlich und von so großer Würde war er), dennoch offen bekannte und sagte: „Ich bin nicht Christus“. „Bist du etwa Elija?“ […] „Ich bin nicht Elija“.

Quelle: Archiv der Herz Jesu Franziskaner

Tagesevangelium – 16.12.2017

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 17,9a.10-13

Während Jesus und seine Jünger den Berg hinabstiegen, da fragten ihn die Jünger: Warum sagen denn die Schriftgelehrten, zuerst müsse Elija kommen?
Er gab zur Antwort: Ja, Elija kommt, und er wird alles wiederherstellen.
Ich sage euch aber: Elija ist schon gekommen, doch sie haben ihn nicht erkannt, sondern mit ihm gemacht, was sie wollten. Ebenso wird auch der Menschensohn durch sie leiden müssen.
Da verstanden die Jünger, dass er von Johannes dem Täufer sprach.

Quelle: Archiv der Herz Jesu Franziskaner

„Authentisches Lehramt“ ?

Kardinal Müller: Der jüngste Schritt von Franziskus ist beunruhigend

Kardinal Gerhard Ludwig Müller findet es „beunruhigend”, dass Papst Franziskus die Interpretation von Amoris Laetitia durch die Bischöfe von Buenos Aires als „authentisches Lehramt“ deklariert hat.

Müller äußerte sich vor dem National Catholic Register (13. Dezember). Er stellt fest, dass nicht alle Gläubigen der Welt verpflichtet sein können, die pastoralen Richtlinien von Bischöfen irgendeiner Region bzw. deren Interpretation der Fußnote 351 als heilsnotwendig und katholisches Glaubensgut anzunehmen.

Müller betont, dass ein Papst anderen nicht „seine persönliche Sicht der Dinge“ als Glaubensgut vorlegen noch mit kanonischen Strafen durchsetzen kann.

Das Lehramt „lehrt nichts anderes als das, was in der Offenbarung enthalten ist”. Und: „Die Worte Jesu über Ehe und Ehebruch und über die Unmöglichkeit einer zweiten Ehe zu Lebzeiten eines legitimen Ehepartners ist die Norm für die ganze Pastoral und jede pastorale Handlung der Kirche.”

Quelle: gloria.tv & news Bild: Screens.

Freitag der 2. Adventswoche

Kommentar zum heutigen Evangelium 
Hl. Clemens von Alexandrien (150-um 215), Theologe
Mahnrede an die Heiden (Protrepticus), 1. Kapitel, 9 (vgl. Bibliothek der Kirchenväter, München 1934)

Johannes der Täufer lädt uns ein, unser Heil zu suchen

Ist es da nicht unbegreiflich, Geliebte, dass Gott uns immer zur Tugend antreibt, wir uns aber seiner Wohltat entziehen und unser Heil von uns weisen? Oder lädt denn nicht auch Johannes der Täufer zum Heil ein und wird er nicht ganz und gar eine Stimme der Mahnung? Lasst uns ihn fragen: „Was für ein Mensch bist du und woher?“ „Elija“ wird er nicht sagen, und Christus zu sein in Abrede stellen; aber „eine in der Wüste rufende Stimme“ (vgl. Joh. 1, 20−23) wird er sich nennen. Wer ist also Johannes? Um es kurz zu fassen, wollen wir sagen: „Die mahnende Stimme des Logos, die in der Wüste ruft“ […] „Macht gerade die Wege des Herrn!“ (vgl. Mk 1,3). Ein Vorläufer ist Johannes und seine Stimme eine Vorläuferin des Logos, eine einladende Stimme, das Heil vorbereitend, eine Stimme, zum Erbe des Himmels aufmunternd, durch die die Unfruchtbare und Verlassene nicht mehr kinderlos ist (Jes 54,1).

Diese Fruchtbarkeit verkündete mir des Engels Stimme; auch sie war eine Vorläuferin des Herrn, da sie einer unfruchtbaren Frau frohe Botschaft brachte, wie Johannes der unfruchtbaren Wüste. Wegen dieser Stimme des Logos wird also die Unfruchtbare zur glücklichen Mutter und trägt die Wüste Früchte. Die beiden dem Herrn vorhergehenden Stimmen, die des Engels und die des Johannes, scheinen mir auf das für uns im voraus bereitgestellte Heil hinzuweisen, so dass wir nach Erscheinung dieses Logos die Frucht des Kindersegens ernten, ewiges Leben.

Quelle: Archiv der Herz Jesu Franziskaner

 

Tagesevangelium – 15.12.2017

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 11,16-19

In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: Mit wem soll ich diese Generation vergleichen? Sie gleicht Kindern, die auf dem Marktplatz sitzen und anderen Kindern zurufen:
Wir haben für euch auf der Flöte Hochzeitslieder gespielt, und ihr habt nicht getanzt; wir haben Klagelieder gesungen, und ihr habt euch nicht an die Brust geschlagen.
Johannes ist gekommen, er isst nicht und trinkt nicht, und sie sagen: Er ist von einem Dämon besessen. Der Menschensohn ist gekommen, er isst und trinkt; darauf sagen sie: Dieser Fresser und Säufer, dieser Freund der Zöllner und Sünder! Und doch hat die Weisheit durch die Taten, die sie bewirkt hat, recht bekommen.

Quelle: Archiv der Herz Jesu Franziskaner