Archiv für den Monat: August 2018

01.09.2018 – Samstag der 21. Woche im Jahreskreis

Katechismus der Katholischen Kirche

§§ 2402-2405

„Er vertraute ihnen sein Vermögen an“

Am Anfang hat Gott die Erde und ihre Güter der Menschheit zur gemeinsamen Verwaltung anvertraut, damit sie für die Erde sorge, durch ihre Arbeit über sie herrsche und ihre Früchte genieße (vgl. Gen 1,26-29). Die Güter der Schöpfung sind für das gesamte Menschengeschlecht bestimmt. Die Erde ist jedoch unter die Menschen aufgeteilt, um die Sicherheit ihres Lebens zu gewährleisten, das in Gefahr schwebt, Mangel zu leiden und der Gewalttätigkeit zum Opfer zu fallen. Die Aneignung von Gütern ist berechtigt, um die Freiheit und Würde der Menschen zu sichern und jedem die Möglichkeit zu verschaffen, für seine Grundbedürfnisse und die Bedürfnisse der ihm Anvertrauten aufzukommen. Sie soll ermöglichen, daß unter den Menschen eine natürliche Solidarität besteht. Das Recht auf das Privateigentum […] hebt die Tatsache nicht auf, daß die Erde ursprünglich der ganzen Menschheit übergeben worden ist. Daß die Güter für alle bestimmt sind, bleibt vorrangig, selbst wenn das Gemeinwohl erfordert, das Recht auf und den Gebrauch von Privateigentum zu achten. „Darum soll der Mensch, der sich dieser Güter bedient, die äußeren Dinge, die er rechtmäßig besitzt, nicht nur als ihm persönlich zu eigen, sondern er muß sie zugleich auch als Gemeingut ansehen in dem Sinn, daß sie nicht ihm allein, sondern auch anderen von Nutzen sein können“ (GS 69,1). Der Besitz eines Gutes macht dessen Eigentümer zu einem Verwalter im Dienst der Vorsehung; er soll es nutzen und den daraus erwachsenden Ertrag mit anderen, in erster Linie mit seinen Angehörigen, teilen. Materielle oder immaterielle Produktionsgüter – wie z. B. Ländereien oder Fabriken, Fachwissen oder Kunstfertigkeiten – sollen von ihren Besitzern gut verwaltet werden, damit der Gewinn, den sie abwerfen, möglichst vielen zugute kommt. Die Eigentümer von Gebrauchs- und Konsumgütern sollen sie mit Maß verwenden und den besten Teil davon Gästen, Kranken und Armen vorbehalten.

Tagesevangelium – 01.09.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 25,14-30

In jener Zeit erzählte Jesus seinen Jüngern das folgende Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Mann, der auf Reisen ging: Er rief seine Diener und vertraute ihnen sein Vermögen an. Dem einen gab er fünf Talente Silbergeld, einem anderen zwei, wieder einem anderen eines, jedem nach seinen Fähigkeiten. Dann reiste er ab. Sofort begann der Diener, der fünf Talente erhalten hatte, mit ihnen zu wirtschaften, und er gewann noch fünf dazu. Ebenso gewann der, der zwei erhalten hatte, noch zwei dazu. Der aber, der das eine Talent erhalten hatte, ging und grub ein Loch in die Erde und versteckte das Geld seines Herrn. Nach langer Zeit kehrte der Herr zurück, um von den Dienern Rechenschaft zu verlangen. Da kam der, der die fünf Talente erhalten hatte, brachte fünf weitere und sagte: Herr, fünf Talente hast du mir gegeben; sieh her, ich habe noch fünf dazugewonnen. Sein Herr sagte zu ihm: Sehr gut, du bist ein tüchtiger und treuer Diener. Du bist im Kleinen ein treuer Verwalter gewesen, ich will dir eine große Aufgabe übertragen. Komm, nimm teil an der Freude deines Herrn! Dann kam der Diener, der zwei Talente erhalten hatte, und sagte: Herr, du hast mir zwei Talente gegeben; sieh her, ich habe noch zwei dazugewonnen. Sein Herr sagte zu ihm: Sehr gut, du bist ein tüchtiger und treuer Diener. Du bist im Kleinen ein treuer Verwalter gewesen, ich will dir eine große Aufgabe übertragen. Komm, nimm teil an der Freude deines Herrn! Zuletzt kam auch der Diener, der das eine Talent erhalten hatte, und sagte: Herr, ich wusste, dass du ein strenger Mann bist; du erntest, wo du nicht gesät hast, und sammelst, wo du nicht ausgestreut hast;
weil ich Angst hatte, habe ich dein Geld in der Erde versteckt. Hier hast du es wieder. Sein Herr antwortete ihm: Du bist ein schlechter und fauler Diener! Du hast doch gewusst, dass ich ernte, wo ich nicht gesät habe, und sammle, wo ich nicht ausgestreut habe. Hättest du mein Geld wenigstens auf die Bank gebracht, dann hätte ich es bei meiner Rückkehr mit Zinsen zurückerhalten. Darum nehmt ihm das Talent weg und gebt es dem, der die zehn Talente hat!
Denn wer hat, dem wird gegeben, und er wird im Überfluss haben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat. Werft den nichtsnutzigen Diener hinaus in die äußerste Finsternis! Dort wird er heulen und mit den Zähnen knirschen.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Hl. Pater Pio – 31.08.2018

Worte des hl. Pater Pio – 31.08.2018

Halte dich immer eng an die heilige katholische Kirche, denn sie allein kann dir den wahren Frieden geben, denn sie allein besitzt Jesus im Heiligsten Sakrament, welcher der wahre Friedensfürst ist.

Quelle: Worte des hl. P. Pio, CFM.SCJ Archiv Kairo

31.08.2018 – Freitag der 21. Woche im Jahreskreis

Hl. Antonius von Padua (1195-1231) – Franziskaner und Kirchenlehrer

Der Bräutigam kommt!

Zwischen Gott und uns herrschte ein schweres Zerwürfnis. Um Frieden und Eintracht wieder herzustellen, musste der Sohn Gottes sich mit unserer Natur vermählen […] Der Vater stimmte zu und sandte seinen Sohn. Dieser hat im Brautbett der allerseligsten Jungfrau unsere Natur mit der seinen vereint. Von dieser Art war die Hochzeit, die der Vater für den Sohn ausrichtete. Das Wort Gottes, sagt Johannes von Damaskus, nahm alles an, was Gott in unsere Natur hineingelegt hat, nämlich einen Leib und eine vernunftbegabte Seele. Das Wort nahm alles an, um mich durch seine Gnade ganz zu erlösen. Die Gottheit ließ sich herab zu dieser Heirat; das Fleisch konnte keine herrlichere Ehe eingehen. Hochzeit wird zudem immer dann gefeiert, wenn die Gnade des Heiligen Geistes kommt, um die sündige Seele zur Umkehr zu bewegen. Beim Propheten Hosea steht geschrieben: „Ich will gehen und zu meinem ersten Mann zurückkehren; denn damals ging es mir besser als jetzt“ (2,9). Und weiter: „Du wirst zu mir sagen: Mein Mann! Und du wirst nicht mehr zu mir sagen: Mein Baal. Ich werde die Namen der Baale in ihrem Mund beseitigen […] Und ich werde an jenem Tage einen Bund mit ihnen schließen […]“ (vgl. Hos 2,18-20). Der Bräutigam der Seele ist, durch seine Gnade, der Heilige Geist. Wenn durch seine Eingebung die Seele zur Buße eingeladen wird, gehen alle Lockungen des Lasters ins Leere. Die Baale, die die Seele beherrschten und verunstalteten, sind der Stolz, der gebieten will, sowie die Völlerei und die Hemmungslosigkeit, die alles verschlingen. Ihre Namen sind aus dem Mund des Bußfertigen verschwunden […] Wenn sich die Gnade in der Seele ausbreitet und sie erhellt, geht Gott mit den Sündern einen Bund ein. Er versöhnt sich mit ihnen […] Dann feiern Bräutigam und Braut Hochzeit, im Frieden eines reinen Gewissens. Schließlich wird am Tage des Gerichts Hochzeit gefeiert, wenn der Bräutigam kommt, Jesus Christus. „Siehe, der Bräutigam!“, heißt es, „Geht ihm entgegen!“ Dann nimmt er die Kirche, seine Braut, mit sich. „Komm“, sagt der hl. Johannes in der Offenbarung, „ich will dir die Braut zeigen, die Frau des Lammes […] und zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem, wie sie […] aus dem Himmel herabkam“ (21,9-10). […] Jetzt leben wir nur im Glauben und in der Hoffnung im Himmel; aber nur noch eine kurze Zeit, und die Kirche wird mit ihrem Bräutigam Hochzeit feiern: „Selig, wer zum Hochzeitsmahl des Lammes eingeladen ist!“ (Offb 19,9).

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Tagesevangelium – 31.08.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 25,1-13

In jener Zeit erzählte Jesus seinen Jüngern das folgende Gleichnis: Mit dem Himmelreich wird es sein wie mit zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und dem Bräutigam entgegengingen.
Fünf von ihnen waren töricht, und fünf waren klug. Die törichten nahmen ihre Lampen mit, aber kein Öl, die klugen aber nahmen außer den Lampen noch Öl in Krügen mit. Als nun der Bräutigam lange nicht kam, wurden sie alle müde und schliefen ein. Mitten in der Nacht aber hörte man plötzlich laute Rufe: Der Bräutigam kommt! Geht ihm entgegen! Da standen die Jungfrauen alle auf und machten ihre Lampen zurecht. Die törichten aber sagten zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, sonst gehen unsere Lampen aus. Die klugen erwiderten ihnen: Dann reicht es weder für uns noch für euch; geht doch zu den Händlern und kauft, was ihr braucht.
Während sie noch unterwegs waren, um das Öl zu kaufen, kam der Bräutigam; die Jungfrauen, die bereit waren, gingen mit ihm in den Hochzeitssaal, und die Tür wurde zugeschlossen.
Später kamen auch die anderen Jungfrauen und riefen: Herr, Herr, mach uns auf!
Er aber antwortete ihnen: Amen, ich sage euch: Ich kenne euch nicht.
Seid also wachsam! Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Hl. Pater Pio – 30.08.2018

Worte des hl. Pater Pio – 30.08.2018

Wenn wir den Willen der anderen tun, müssen wir uns klar sein, dass wir den Willen Gottes erfüllen, der ihn uns im Willen unserer Vorgesetzten und unserer Nächsten kundtut.

Quelle: Worte des hl. P. Pio, CFM.SCJ Archiv Kairo

30.08.2018 – Donnerstag der 21. Woche im Jahreskreis

Hl. Clemens von Alexandrien (150-215)

„Haltet auch ihr euch bereit!“

Man muss also so einschlafen, dass man leicht wieder aufwacht. Denn die Schrift sagt: „Es sollen eure Hüften umgürtet und eure Lampen brennend sein! Und ihr sollt Leuten gleichen, die darauf warten, wann ihr Herr von der Hochzeitsfeier aufbrechen wird, damit sie ihm sofort aufmachen, wenn er kommt und an die Türe klopft. Selig sind jene Knechte, die der Herr bei seinem Kommen wachend findet“ (vgl. Lk 12,35-37). Denn ein schlafender Mensch nützt ebenso wenig etwas wie ein toter. Deshalb müssen wir uns in der Nacht oft von unsern Lagern erheben und Gott preisen. Denn selig sind, die für ihn wach sind und sich so selbst den Engeln vergleichbar machen, die wir die Wachenden nennen. Kein schlafender Mensch aber ist irgendetwas wert, ebenso wenig wie einer, der nicht lebt. Wer aber das Licht hat, der wacht, und die Finsternis hat keine Gewalt über ihn (vgl. Joh 1,5), aber auch der Schlaf nicht, ebenso wenig wie die Finsternis. Der Erleuchtete ist also für Gott wach, und ein solcher hat das Leben. „Denn was in ihm geworden ist, war Leben“ (vgl. Joh 1,3f.). „Selig ist der Mensch“, so sagt die Weisheit, „der auf mich hören wird, und ein Mensch, der auf meine Wege acht gibt, indem er Tag für Tag an meinen Türen wacht und die Türpfosten an meinem Eingang hütet“ (vgl. Spr 8,34). „Lasst uns darum nicht schlafen wie die anderen, sondern lasst uns wachen“, sagt die Schrift „und nüchtern sein! Denn die da schlafen, schlafen bei Nacht und die sich berauschen, berauschen sich bei Nacht“, das heißt im Dunkel der Unwissenheit; „wir aber als Kinder des Tags wollen nüchtern sein. Denn ihr alle seid Kinder des Lichts und des Tages; wir sind nicht Kinder der Nacht oder der Finsternis“ (vgl. 1 Thess 5,6-8.5).

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé