18.08.2018 – Samstag der 19. Woche im Jahreskreis

Hl. Vinzenz von Paul (1581-1660) – Priester und Ordensgründer

Die zärtliche Liebe Gottes für die Kinder

Meine Töchter, Gott hat eine große Freude daran, den Dienst zu sehen, den ihr den kleinen Kindern erweist, so wie er sich über ihr Brabbeln und Lallen freut, ja selbst auch über ihr Schreien und ihr Greinen. Jeder dieser kleinen Schreie bewegt das Herz Gottes. Und ihr, meine lieben Schwestern, die ihr, wenn sie schreien, ihnen Erleichterung verschafft und ihnen das verschafft, was sie benötigen, und dies alles aus Liebe zu Gott und aus Verehrung für die Kindheit unseres Herrn Jesus, macht ihr Gott da etwa keine Freude? Und wird Gott durch das Schreien und dem Greinen dieser kleinen Kinder etwa nicht gelobt? Habt also Mut, meine Schwestern! Erfüllt den Dienst an diesen kleinen Kindern mit großer Liebe, da durch ihren Mund Gott ein vollkommenes Lob verschafft wird. Diese Worte stammen nicht von mir, meine Schwestern, sondern vom Propheten: „Aus dem Mund der Säuglinge schaffst du dir Lob“ (vgl. Ps 8,3; vgl. Mt 21,16). Es ist also wahr, meine Töchter, da es die Heilige Schrift so sagt. Erkennt doch, wie glückselig ihr seid, diesen kleinen Geschöpfen zu dienen, die Gott doch so ein vollkommenes Lob darbringen, und die für Gottes Güte solch eine Freude bedeuten, die in gewisser Weise der von Müttern gleicht, denen nichts eine größere Freude verschafft, als dem Tun ihrer kleinen Kinder zuzuschauen. Sie staunen über alles und lieben alles. Ebenso freut sich Gott, der ja ihr Vater ist, so sehr über alles, was sie tun.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Tagesevangelium – 18.08.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 19,13-15

In jener Zeit brachte man Kinder zu Jesus, damit er ihnen die Hände auflegte und für sie betete. Die Jünger aber wiesen die Leute schroff ab. Doch Jesus sagte: Lasst die Kinder zu mir kommen; hindert sie nicht daran! Denn Menschen wie ihnen gehört das Himmelreich.
Dann legte er ihnen die Hände auf und zog weiter.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Monsignore Camille Perl – Kanonikus am Petersdom

Zum Gedenken an unseren langjährigen guten Freund Monsignore Camille Perl.

De die autem illo vel hora, nemo scit, neque angeli in caelo neque Filius, nisi Pater.  Videte, vigilate, et orate; nescitis enim quando tempus sit. Requiem Aeternam dona eis, Domine! Et lux perpetua luceat eis! Requiescant in pace. Amen.

Camille Perl (* 13. Oktober 1938 in MamerLuxemburg; † 21. Juli 2018 in der Vatikanstadt) war ein luxemburgischer römisch-katholischer Priester und Vizepräsident der Päpstlichen Kommission Ecclesia Dei.

Camille Perl trat in jungen Jahren in den Benediktinerorden ein und studierte Liturgiewissenschaften. Er trat aus dem Orden wieder aus, um Weltpriester zu werden und war zunächst Pfarrer der Luxemburger Stadtteile Neudorf und Clausen, bevor er 1985 von seinem Bischof nach Rom an die Gottesdienst- und Sakramentenkongregation unter Paul Augustin Kardinal Mayer entsandt wurde. Bei Gründung der Päpstlichen Kommission Ecclesia Dei im Jahr 1988 durch Papst Johannes Paul II. wurde Kardinal Mayer zum ersten Präsidenten und Msgr. Perl zum ersten Sekretär dieser Kommission ernannt, die für die Kontakte zu katholischen Traditionalisten und Belange des tridentinischen Ritus zuständig ist. In dieser Funktion bemühte sich Msgr. Perl um die Aussöhnung mit der von Erzbischof Marcel Lefebvre gegründeten Priesterbruderschaft St. Pius X.

Für Papst Benedikt XVI., dessen enger Vertrauter und Berater er war, war er an der Erarbeitung des Päpstlichen Schreibens Summorum Pontificum zur allgemeinen Freigabe der tridentinischen Messe beteiligt. Aufgrund seiner Verdienste wurde Msgr. Camille Perl am 13. März 2008 für die Dauer von fünf Jahren zum Vizepräsidenten der Kommission Ecclesia Dei, ein eigens für ihn neugeschaffenes Amt, ernannt. Infolge der Umstrukturierung der Päpstlichen Kommission Ecclesia Dei wurde Camille Perl jedoch bereits am 8. Juli 2009 in den Ruhestand versetzt. Zuletzt war er Kanonikus an St. Peter im Vatikan.

Bild: Screens.

Hunderte pädophile Priester

USA: Wieder einmal hunderte pädophile Priester erwischt…

Man fragt sich, wann solche Meldungen endlich ein Ende finden: 300 Priester sollen in den letzten Jahrzehnten mehr als 1.000 Kinder vergewaltigt und sexuell belästigt haben – und die Kirche vertuschte es.

Von Marco Maier

Eine Untersuchung der Grand Jury vom Pennsylvania Supreme Court kommt zu dem Schluss, dass über 300 Mitglieder des katholischen Klerus mehr als 1.000 Opfer mithilfe einer „systematischen“ Vertuschung durch Kirchenführer über sieben Jahrzehnte hinweg missbrauchten. Das ist der zweite große Fall der jüngeren Zeit nach jenem in Chile, bei dem viele hochrangige Kirchenvertreter am jahrzehntelangen systematischen Kindesmissbrauch teilnahmen, was erst vor wenigen Wochen publik wurde.

Der Generalstaatsanwalt von Pennsylvania, Josh Shapiro, sagte auf einer Pressekonferenz in Harrisburg, dass, während im Grand Jury-Bericht 1.000 Opfer identifiziert wurden, die Geschworenen glauben, dass es deutlich mehr gibt – und dass die reelle Zahl „in den Tausenden“ liegen könnte, weil viele Aufzeichnungen aus den „Geheimarchiven“ der Diözese verloren gingen bzw. vernichtet wurden, während die Opfer in anderen Fällen Angst hätten, sich zu melden.

Das große Problem dabei ist auch, dass die meisten dieser Fälle inzwischen verjährt sind und die Täter so nicht mehr strafrechtlich zur Rechenschaft gezogen werden können. Allerdings könnten noch zivilrechtliche Forderungen kommen und die Diözese zu hohen Wiedergutmachungszahlungen verdonnert werden.

Angesichts der unzähligen Missbrauchsfälle durch Angehörige des katholischen Klerus weltweit müsste es eigentlich in jeder Diözese solche Untersuchungen geben, zumal viele dieser Fälle noch gar nicht aufgedeckt wurden. Vor allem in den Entwicklungs- und Schwellenländern, wo die Religiosität und somit auch die Macht der Kirche größer ist.

Quelle: contra-magazin.com Bild: Screens.

17.08.2018 – Freitag der 19. Woche im Jahreskreis

Römisches Messbuch

Die Feier der Trauung, 5. Segensgebet

„Sie sind also nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch“

Herr, unser Gott, Schöpfer der Welt und alles Lebens, Du hast Mann und Frau nach Deinem Bild erschaffen (vgl. Gen 1,27). Damit sie Anteil haben an Deinem Werk der Liebe, hast Du ihnen ein Herz geschenkt, dass zur Liebe fähig ist. Du hast N. und N. heute in diese Kirche geführt, damit ihr Leben in Dir eins werde. Du sendest sie, um ihr Leben gemeinsam aufzubauen und jeden Tag mehr in der Liebe zu wachsen nach dem Beispiel Christi. Er hat die Menschen bis zum Tod am Kreuz geliebt. Segne, schütze und stärke die Liebe dieser Neuvermählten: Ihre Liebe sei ihnen Stütze ihrer Treue. Ihre Liebe möge sie glücklich werden lassen und sie in Christus die Freude der Ganzhingabe entdecken lassen, die dem liebenden Menschen eigen ist. Ihre Liebe soll Deiner Liebe immer ähnlicher werden, Herr, und für sie zur Quelle des Lebens werden. Ihre Liebe soll sie aufmerksam werden lassen gegenüber ihren Mitmenschen, die bei ihnen ein offenes Herz finden mögen. Ihre gegenseitige Liebe und die Liebe Christi mögen sie stützen, damit sie aktiv am Aufbau einer Welt teilnehmen, die gerechter und brüderlicher werden kann. Dadurch sollen sie treu zu ihrer Berufung stehen als Menschen und als Christen. Amen.

Tagesevangelium – 17.08.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 19,3-12

In jener Zeit kamen Pharisäer zu Jesus, die ihm eine Falle stellen wollten, und fragten: Darf man seine Frau aus jedem beliebigen Grund aus der Ehe entlassen?
Er antwortete: Habt ihr nicht gelesen, dass der Schöpfer die Menschen am Anfang als Mann und Frau geschaffen hat und dass er gesagt hat: Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen und sich an seine Frau binden, und die zwei werden ein Fleisch sein? Sie sind also nicht mehr zwei, sondern eins. Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen. Da sagten sie zu ihm: Wozu hat dann Mose vorgeschrieben, dass man der Frau eine Scheidungsurkunde geben muss, wenn man sich trennen will? Er antwortete: Nur weil ihr so hartherzig seid, hat Mose euch erlaubt, eure Frauen aus der Ehe zu entlassen. Am Anfang war das nicht so. Ich sage euch: Wer seine Frau entlässt, obwohl kein Fall von Unzucht vorliegt, und eine andere heiratet, der begeht Ehebruch. Da sagten die Jünger zu ihm: Wenn das die Stellung des Mannes in der Ehe ist, dann ist es nicht gut, zu heiraten. Jesus sagte zu ihnen: Nicht alle können dieses Wort erfassen, sondern nur die, denen es gegeben ist. Denn es ist so: Manche sind von Geburt an zur Ehe unfähig, manche sind von den Menschen dazu gemacht, und manche haben sich selbst dazu gemacht – um des Himmelreiches willen. Wer das erfassen kann, der erfasse es.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Hl. Pater Pio – 16.08.2018

Worte des hl. Pater Pio – 16.08.2018

Demütige dich immer in Liebe vor Gott und vor den Menschen, denn Gott spricht zu dem, der im Herzen wahrhaft demütig bleibt vor Ihm, und Er bereichert ihn mit Seinen Gaben.

Quelle: Worte des hl. P. Pio, CFM.SCJ Archiv Kairo

16.08.2018 – Donnerstag der 19. Woche im Jahreskreis

Hl. Johannes Paul II. (1920-2005) – Papst

„Hättest nicht auch du mit deinem Mitknecht Erbarmen haben müssen?“

Wenn Paul VI. mehrmals von der „Kultur der Liebe“ als dem Ziel gesprochen hat, auf das alle Anstrengungen auf sozialem und kulturellem, wirtschaftlichem und politischem Gebiet ausgerichtet sein müssen, so ist hier hinzuzufügen, dass dieses Ziel unerreichbar bleibt, solange wir in den weiten und verflochtenen Bereichen des menschlichen Zusammenlebens mit unseren Entwürfen und Maßnahmen haltmachen bei „Auge für Auge und Zahn für Zahn“ und nicht darum bestrebt sind, diesen Grundsatz umzuformen, zu ergänzen durch einen neuen Geist. In diese Richtung weist zweifellos auch das Zweite Vatikanische Konzil, wenn es wiederholt von der Notwendigkeit spricht, die Welt menschlicher zu machen, und die Mission der Kirche in der heutigen Welt eben in der Verwirklichung dieser Aufgabe sieht. Die Welt der Menschen kann nur dann immer menschlicher werden, wenn wir in den vielgestaltigen Bereich der zwischenmenschlichen und sozialen Beziehungen zugleich mit der Gerechtigkeit jene »erbarmende Liebe« hineintragen, welche die messianische Botschaft des Evangeliums ausmacht. Die Welt der Menschen kann nur dann »immer menschlicher« werden, wenn wir in alle gegenseitigen Beziehungen, die ihr geistiges Antlitz prägen, das Element des Verzeihens einbringen, welches für das Evangelium so wesentlich ist. Das Verzeihen bezeugt, dass in der Welt eine Liebe gegenwärtig ist, die stärker ist als die Sünde. Es ist darüber hinaus die Grundbedingung für die Versöhnung, nicht nur in den Beziehungen zwischen Gott und dem Menschen, sondern auch in den gegenseitigen Beziehungen zwischen den Menschen. Eine Welt ohne Verzeihen wäre eine Welt kalter und ehrfurchtsloser Gerechtigkeit, in deren Namen jeder dem anderen gegenüber nur seine Rechte einfordert […] Die Kirche muss es daher in jedem geschichtlichen Zeitalter, aber besonders in unserem als eine ihrer wichtigsten Aufgaben betrachten, das Geheimnis des Erbarmens, das uns in Christus aufstrahlt, zu verkünden und ins Leben hineinzutragen.

Quelle: Enzyklika „Dives in misericordia“, § 14 © Libreria Editrice Vaticana Bild: Screens.

Tagesevangelium – 16.08.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 18,21-35.19,1

In jener Zeit trat Petrus zu Jesus und fragte: Herr, wie oft muss ich meinem Bruder vergeben, wenn er sich gegen mich versündigt? Sieben Mal? Jesus sagte zu ihm: Nicht siebenmal, sondern siebenundsiebzigmal. Mit dem Himmelreich ist es deshalb wie mit einem König, der beschloss, von seinen Dienern Rechenschaft zu verlangen. Als er nun mit der Abrechnung begann, brachte man einen zu ihm, der ihm zehntausend Talente schuldig war. Weil er aber das Geld nicht zurückzahlen konnte, befahl der Herr, ihn mit Frau und Kindern und allem, was er besaß, zu verkaufen und so die Schuld zu begleichen. Da fiel der Diener vor ihm auf die Knie und bat: Hab Geduld mit mir! Ich werde dir alles zurückzahlen. Der Herr hatte Mitleid mit dem Diener, ließ ihn gehen und schenkte ihm die Schuld. Als nun der Diener hinausging, traf er einen anderen Diener seines Herrn, der ihm hundert Denare schuldig war. Er packte ihn, würgte ihn und rief: Bezahl, was du mir schuldig bist! Da fiel der andere vor ihm nieder und flehte: Hab Geduld mit mir! Ich werde es dir zurückzahlen. Er aber wollte nicht, sondern ging weg und ließ ihn ins Gefängnis werfen, bis er die Schuld bezahlt hatte. Als die übrigen Diener das sahen, waren sie sehr betrübt; sie gingen zu ihrem Herrn und berichteten ihm alles, was geschehen war. Da ließ ihn sein Herr rufen und sagte zu ihm: Du elender Diener! Deine ganze Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich so angefleht hast. Hättest nicht auch du mit jenem, der gemeinsam mit dir in meinem Dienst steht, Erbarmen haben müssen, so wie ich mit dir Erbarmen hatte?
Und in seinem Zorn übergab ihn der Herr den Folterknechten, bis er die ganze Schuld bezahlt habe. Ebenso wird mein himmlischer Vater jeden von euch behandeln, der seinem Bruder nicht von ganzem Herzen vergibt. Als Jesus diese Reden beendet hatte, verließ er Galiläa und zog in das Gebiet von Judäa jenseits des Jordan.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé