20.10.2018 – Samstag der 28. Woche im Jahreskreis

Brief der Kirche von Smyrna über das Martyrium des hl. Polykarp (69–155)

„Der Heilige Geist wird euch in derselben Stunde lehren, was ihr sagen müsst“

Als Polykarp in die Rennbahn eintrat, erscholl eine Stimme vom Himmel: „Mut, Polykarp, halte dich männlich!“ Den Redenden sah niemand, die Stimme aber hörten alle, die von den Unsrigen anwesend waren. Wie schon gesagt wurde, war bei seinem Eintreten der Lärm groß, da man gehört hatte, dass Polykarp ergriffen worden war. Als er nun vorgeführt wurde, fragte ihn der Prokonsul, ob er Polykarp sei. Er bejahte das, worauf jener ihn bereden wollte [Christus] zu verleugnen und sagte: „Bedenke dein hohes Alter […] schwöre beim Glück des Kaisers! Gehe in dich […] fluche Christus!“ Da entgegnete Polykarp: „Sechsundachtzig Jahre diene ich ihm, und er hat mir nie ein Leid getan; wie könnte ich meinen König und Erlöser lästern?“ Als der Prokonsul aber aufs neue in ihn drang […] antwortete Polykarp: „Wenn du dir mit dem Gedanken schmeichelst, ich würde, wie du es nennst, beim Glück des Kaisers schwören, und so tust, als wüsstest du nicht, wer ich bin, so höre mein freimütiges Bekenntnis: Ich bin ein Christ. Willst du aber die Lehre des Christentums kennen lernen, so bestimme mir einen Termin zur Aussprache“. Der Prokonsul sagte: „Rede dem Volk zu!“ Polykarp antwortete: „Dich habe ich einer Erklärung für würdig gehalten; denn man hat uns gelehrt, den von Gott gesetzten Obrigkeiten und Gewalten die gebührende Ehre zu erweisen, wenn sie uns [unserm Gewissen] keinen Schaden bringt; jene aber halte ich nicht für wert, mich vor ihnen zu verteidigen.“ Da erklärte der Prokonsul: „Ich habe wilde Tiere, denen werde ich dich vorwerfen lassen, wenn du nicht anderen Sinnes wirst.“ Polykarp aber entgegnete: „Lass sie kommen; denn unmöglich ist uns die Bekehrung vom Besseren zum Schlimmeren; ehrenvoll aber ist es, sich vom Schlechten zur Gerechtigkeit hinzuwenden.“ Jener aber fuhr fort: „Wenn du dir aus den Tieren nichts machst, lasse ich dich vom Feuer verzehren, sofern du deine Meinung nicht änderst.“ Darauf sagte Polykarp: „Du drohst mir mit einem Feuer, das nur eine Stunde brennt und nach kurzem erlischt; denn du kennst nicht das Feuer des zukünftigen Gerichtes und der ewigen Strafe, das auf die Gottlosen wartet. Doch was zögerst du? Hole herbei, was dir gefällt!“ […] Das wurde schneller ausgeführt, als es erzählt werden kann. Die Volksmassen trugen auf der Stelle aus den Werkstätten und Bädern Holz und Reisig zusammen […] Als der Holzstoß errichtet war, legte er alle seine Oberkleider ab, löste seinen Gürtel und versuchte, auch seine Schuhe auszuziehen. Das hatte er früher nicht getan, weil allezeit die Gläubigen wetteiferten, wer zuerst seinen Leib berühre; denn wegen seines guten Wandels war er schon vor seinem Martyrium mit aller Tugend geschmückt.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Tagesevangelium – 20.10.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 12,8-12

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ich sage euch: Wer sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem wird sich auch der Menschensohn vor den Engeln Gottes bekennen.
Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, der wird auch vor den Engeln Gottes verleugnet werden. Jedem, der etwas gegen den Menschensohn sagt, wird vergeben werden; wer aber den Heiligen Geist lästert, dem wird nicht vergeben. Wenn man euch vor die Gerichte der Synagogen und vor die Herrscher und Machthaber schleppt, dann macht euch keine Sorgen, wie ihr euch verteidigen oder was ihr sagen sollt. Denn der Heilige Geist wird euch in der gleichen Stunde eingeben, was ihr sagen müsst.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

19.10.2018 – Freitag der 28. Woche im Jahreskreis

Hl. Pater Pio von Pietrelcina

Habt keine Angst

Ich sage dir den wahren Grund, warum deine Betrachtung nicht immer gelingt – und ich täusche mich da nicht! Du bist zu Beginn aufgeregt und besorgt. Das allein bewirkt, dass du nie das erhältst, wonach du trachtest; denn dein Geist konzentriert sich nicht auf die Wahrheit, die du betrachtest, und in deinem Herzen ist keine Liebe. Diese Besorgnis nützt nichts. Du erntest damit lediglich eine tiefe geistige Müdigkeit und eine gewisse seelische Kälte, vor allem im affektiven Bereich. Ich kenne nur eine Arznei dagegen: diese Ängstlichkeit ablegen! Sie ist in der religiösen Praxis und im Gebetsleben eines der Haupthindernisse. Sie hetzt uns, um uns straucheln zu lassen. Ich will dich wirklich nicht einfach deswegen von der Betrachtung dispensieren, weil du glaubst, keinen Nutzen daraus zu ziehen. In dem Maße, wie du dich selbst leer machst, wie du dich in Demut von dieser Neigung löst, wird der Herr dich mit der Gabe des Gebets beschenken, die er in seiner Rechten bereithält.

Quelle & Bild: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Tagesevangelium – 19.10.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 12,1-7

In jener Zeit strömten Tausende von Menschen zusammen, so dass es ein gefährliches Gedränge gab. Jesus wandte sich zuerst an seine Jünger und sagte: Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, das heißt vor der Heuchelei. Nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Deshalb wird man alles, was ihr im Dunkeln redet, am hellen Tag hören, und was ihr einander hinter verschlossenen Türen ins Ohr flüstert, das wird man auf den Dächern verkünden. Euch aber, meinen Freunden, sage ich: Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, euch aber sonst nichts tun können. Ich will euch zeigen, wen ihr fürchten sollt: Fürchtet euch vor dem, der nicht nur töten kann, sondern die Macht hat, euch auch noch in die Hölle zu werfen. Ja, das sage ich euch: Ihn sollt ihr fürchten.
Verkauft man nicht fünf Spatzen für ein paar Pfennig? Und doch vergisst Gott nicht einen von ihnen. Bei euch aber sind sogar die Haare auf dem Kopf alle gezählt. Fürchtet euch nicht! Ihr seid mehr wert als viele Spatzen.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

18.10.2018 – Worte von Bruder Johannes Paul CFM.SCJ

Von Bruder Johannes Paul CFM.SCJ , Herz Jesu Franziskaner

„Herz Jesu Franziskaner müssen im Heiligsten Herzen Jesu denken, fühlen und handeln. Nicht mehr ich lebe, sondern JESUS lebt in mir. Gütiger JESUS, bilde mein armes Herz nach Deinem Heiligsten Herzen.“

Ⓒ corjesu.info CFM.SCJ – Kongregation der Herz Jesu Franziskaner  2015-2018