Gefeiert am 14. Februar

Schutzpatrone Europas

Hl. Cyrill, Mönch * 827 in Thessalonike, + 14. Februar 869 in Rom

Hl. Methodius, Bischof  * 815 in Thessalonike, + 6. April 885 in Welehrad, Mähren

Die Brüder Cyrill und Methodius waren Söhne eines kaiserlichen Beamten in Thessalonike (Saloniki). Cyrill (Taufname Konstatin) machte sich als Gelehrter einen Namen und folgte dann Methodius ins Kloster. 860 wurde Cyrill mit seinem Bruder von der kaiserlichen Verwaltung zu religiös politischer Mission zu den Chazaren am Schwarzen Meer geschickt.

Ab 863 arbeiteten sie mit ihrem Gefolge sehr segensreich als Missionare in Mähren. Durch das Wirken bayrischer Missionare war Mähren in eine gewisse Abhängigkeit vom Reich geraten, die Rastislaw, der Herrscher von Großmähren beseitigen wollte. Seit ihrer Kindheit sprachen Cyrill und Methodius neben Griechisch auch Slawisch. Cyrill brachte ein kostbares Geschenk mit: seine Übersetzung der griechischen liturgischen Bücher ins Slawische, geschrieben in einer Schrift, die er selbst erfunden hatte. Die Liturgie in slawischer Sprache, das stieß auf heftigen Widerstand der bayrischen Bischöfe. Wie viele westliche Theologen waren sie der Ansicht, die Liturgie dürfen nur in den drei Sprachen der Kreuzesinschrift gefeiert werden, in Hebräisch, Griechisch oder Latein.

Um den Streit zu klären, begaben die beiden Brüder sich nach Rom. Cyrill verteidigte seine Position so großartig, dass der Gebrauch des Slawischen in der Liturgie gestattet wurde. Aber er erkrankte in Rom und starb. Wie tief die Persönlichkeit Cyrills den Papst beeindruckt hatte, zeigt die Anweisung, Cyrill wie einen Papst zu beerdigen.

Methodius wurde zum Erzbischof von Pannonien und Mähren ernannt und sollte als Legat des Heiligen Stuhles unter den Slawen wirken. Trotzdem wurde er auf der Rückreise in Passau festgenommen und verurteilt. Zweieinhalb Jahre wurde er im Kerker in Ellwangen gefangen gehalten, bis ein energisches Eingreifen des Papstes ihm die Freiheit brachte.

Gern wäre Methodius in die Stille seiner Klosterzelle zurückgekehrt, aber er hatte dem sterbenden Bruder versprochen, die Arbeit weiterzuführen. Er hielt sein Versprechen. Er hatte keine leichte Zeit. Methodius hatte zu leiden unter physischen Schmerzen und seelischen Leiden; er wurde verfolgt, von seinen Gegnern verleumdet, der Häresie angeklagt, musste sich der Ränke eines seiner Suffraganbischöfe erwehren. Aber selbst seine Gegner mussten die Größe dieses zurückhaltenden, edlen und selbstlosen Mannes anerkennen. Er starb am 6 April  885.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Cairo

14.02.2019 – Fest der Hll. Cyrill und Methodius

Hl. Paul VI. (1897-1978) Papst von 1963-1978

Der hl. Cyrillus und das kyrillische Alphabet

Es ist uns eine große Freude, an den großen hl. Cyrillus erinnern zu dürfen, der gemeinsam mit seinem Bruder, dem hl. Methodius, als Apostel der Slawen und Begründer der slawischen Literatur in Ehren gehalten wird. Cyrillus war ein großer Apostel, der in beeindruckender Weise das Gleichgewicht zwischen der erforderlichen Einheit und der legitimen Verschiedenheit herzustellen wusste. Er stützte sich dabei auf einen traditionellen und unveränderbaren Grundsatz: dass die Kirche alle originären Kräfte und Ressourcen, alle Lebensformen der Völker, denen sie das Evangelium des Herrn verkündet, respektiert und übernimmt und sie zugleich reinigt, stärkt und erhöht. So brachten es die hll. Cyrillus und Methodius zuwege, dass die Offenbarung Christi, das christliche liturgische und spirituelle Leben in der Kultur und im Leben der großen slawischen Völker heimisch werden konnten. Wie viel Mühe aber kostete es Cyrillus, ein derartiges Unternehmen zu einem erfolgreichen Abschluss zu führen! Dank langer und beharrlicher Studien und fortwährender Selbstverleugnung gelang es ihm, mit Sprache und Kultur der slawischen Völker vertraut zu werden, wobei ihm eine außergewöhnliche Begabung zugute kam. So schenkte er dieser Sprache und dieser Kultur das erste Alphabet… und schuf so die Grundlage für eine immense kulturelle Entwicklung, die heute noch an Weite und Vielfalt ständig zunimmt. Der hl. Cyrillus, ein Mann der Tradition, bleibt immer ein Vorbild für die Menschen von heute in ihrem Bemühen um Anpassung an die laufenden Veränderungen. Er möge uns in unserem Bemühen um Eintracht und Frieden unter Völkern unterschiedlicher Kultur und Tradition ein Beispiel sein.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Cairo

Tagesevangelium – 14.02.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 10,1-9

In jener Zeit suchte der Herr zweiundsiebzig andere Jünger aus und sandte sie zu zweit voraus in alle Städte und Ortschaften, in die er selbst gehen wollte. Er sagte zu ihnen: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden. Geht! Ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Nehmt keinen Geldbeutel mit, keine Vorratstasche und keine Schuhe! Grüßt niemand unterwegs! Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als erstes: Friede diesem Haus! Und wenn dort ein Mann des Friedens wohnt, wird der Friede, den ihr ihm wünscht, auf ihm ruhen; andernfalls wird er zu euch zurückkehren. Bleibt in diesem Haus, esst und trinkt, was man euch anbietet; denn wer arbeitet, hat ein Recht auf seinen Lohn. Zieht nicht von einem Haus in ein anderes! Wenn ihr in eine Stadt kommt und man euch aufnimmt, so esst, was man euch vorsetzt. Heilt die Kranken, die dort sind, und sagt den Leuten: Das Reich Gottes ist euch nahe.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Gefeiert am 13. Februar

Hl. Jordan – Ordensgeneral

* 1200 auf dem Borgberg bei Osnabrück in Niedersachsen
† 1237 vor der Syrischen Küste

Jordan war Diakon im Dominikanerorden in Paris, war hochqualifiziert und gebildet. 1222 wurde er Ordensgeneral als Nachfolger von Dominikus. Jordan gilt als der eigentliche Organisator des Ordens. Er sorgte dafür, dass die Dominikaner eine ausgezeichnete Ausbildung erhielten und setzte sich für eine nüchterne Frömmigkeit ein, denn zuviel Eifer könne – auch im Guten – eher schaden.

Während seiner Zeit wuchs der junge Orden auf über 300 Konvente an. Durch seine Predigten in Universitätsstädten gewann er viele – angeblich weit über 1000 – Professoren und Studenten für den Orden, darunter auch Albertus Magnus. Er starb bei einem Schiffbruch 1237 auf der Rückkehr von Palästina, wo er Ordensniederlassungen besucht hatte, und wurde in der Dominikanerkirche in Akko in Israel beigesetzt.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Cairo

13.02.2019 – Mittwoch der 5. Woche im Jahreskreis

Hl. Bernhard (1090-1153) Zisterziensermönch und Kirchenlehrer

„Erschaffe mir, Gott, ein reines Herz“ (Ps 51(50),12)

Wo kann unsere gebrechliche Natur Ruhe und Sicherheit finden, wenn nicht in den Wunden des Erlösers? Dort berge ich mich mit umso mehr Zuversicht, als seine Macht, mich zu retten, noch größer ist. Die Welt gerät ins Wanken, der Leib lastet schwer auf mir, der Teufel knüpft seine Fallstricke: doch ich komme nicht zu Fall, weil ich auf einen festen Felsen gestellt bin […] Was mir durch eigenes Versagen mangelt, entnehme ich voll Vertrauen dem barmherzigen Innersten des Herrn, denn seinem Leib wurden genügend Wunden geschlagen, damit seine ganze Liebe sich verströmen kann […] Sie haben seine Hände und Füße durchbohrt und mit einem Lanzenstoß seine Seite (vgl. Joh 19,34). Durch diese klaffenden Öffnungen kann ich mich sättigen mit dem Honig aus dem Felsen (Ps 81(80),17) und mit dem Öl, das aus dem harten Gestein fließt, also sehen und schmecken die Süßigkeit des Herrn (vgl. Ps 34(33),9). Er dachte Gedanken des Heils und ich wusste es nicht (vgl. Jer 29,11) […] Aber der Nagel, der ihn durchdringt, ist für mich zu einem Schlüssel geworden, der mir das Geheimnis seiner Pläne eröffnet. Wie könnte man durch diese Öffnungen nicht hindurchblicken? Die Nägel und die Wunden schreien es heraus, dass Gott in der Person Christi wirklich die Welt mit sich versöhnt (2 Kor 5,19). Das Eisen hat sein Wesen durchbohrt und sein Herz getroffen, damit er mit meiner verletzlichen Natur Mitleid empfinden kann. Das Geheimnis seines Herzens liegt entblößt da in den Wunden seines Leibes: das Mysterium der unendlichen Güte ist offen zu sehen, diese zärtliche „Liebe unseres Gottes, durch die uns das aufstrahlende Licht aus der Höhe besucht hat“ (vgl. Lk 1,78). Wie sollte dieses Herz sich durch solche Wunden nicht offenbaren? Wie kann man denn deutlicher als durch deine Wunden aufzeigen, dass du, Herr, sanft bist, voller Mitgefühl und von großer Barmherzigkeit? Denn es gibt kein größeres Mitgefühl, als wenn einer sein Leben hingibt für jene, die zum Tode verurteilt sind (vgl. Joh 15,13).

Quelle: CFM.SCJ Archiv Cairo

Tagesevangelium – 13.02.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus – Mk 7,14-23

In jener Zeit rief Jesus die Leute zu sich und sagte: Hört mir alle zu und begreift, was ich sage:
Nichts, was von außen in den Menschen hineinkommt, kann ihn unrein machen, sondern was aus dem Menschen herauskommt, das macht ihn unrein. Er verließ die Menge und ging in ein Haus. Da fragten ihn seine Jünger nach dem Sinn dieses rätselhaften Wortes. Er antwortete ihnen: Begreift auch ihr nicht? Seht ihr nicht ein, dass das, was von außen in den Menschen hineinkommt, ihn nicht unrein machen kann? Denn es gelangt ja nicht in sein Herz, sondern in den Magen und wird wieder ausgeschieden. Damit erklärte Jesus alle Speisen für rein.
Weiter sagte er: Was aus dem Menschen herauskommt, das macht ihn unrein. Denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, kommen die bösen Gedanken, Unzucht, Diebstahl, Mord, Ehebruch, Habgier, Bosheit, Hinterlist, Ausschweifung, Neid, Verleumdung, Hochmut und Unvernunft. All dieses Böse kommt von innen und macht den Menschen unrein.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

12.02.2019 – Worte von Bruder Johannes Paul CFM.SCJ

Von Bruder Johannes Paul CFM.SCJ , Herz Jesu Franziskaner

„Widme deine Zeit – Jesus im Tabernakel anzubeten. Wenn du meinst keine Zeit zu haben beim heiligen Messopfer anwesend zu sein, solltest du wissen, dass faule Ausreden nicht gelten. Ist deine Liebe im Herzen zu Gott nicht ganz verschüttet, wirst du die Sehnsucht haben dem Opfer unseres Herrn Jesus Christus – der heiligen Messe – beizuwohnen.“

Ⓒ corjesu.info CFM.SCJ – Kongregation der Herz Jesu Franziskaner  2015-2019