Hl. Pater Pio – 22.05.2018

Worte des hl. Pater Pio – 22.05.2018

Wie ihr wisst, wünsche ich nichts anderes als zu sterben und Gott zu lieben. Entweder den Tod oder die Liebe, denn ein Leben ohne diese Liebe ist schlimmer als der Tod. Ach, meine lieben Töchter, steht mir bei! In jedem Augenblick glaube ich zu sterben und bin dem Tode nah. Alles erscheint mir wie ein Traum, und ich weiß nicht, wo ich bin. Mein Gott! Wann wird die Stunde kommen, in der auch ich singen kann: „Dies ist meine Ruhe, oh Gott, in alle Ewigkeit“?

Quelle: Worte des hl. P. Pio, CFM.SCJ Archiv Kairo

 

22.05.2018 – Dienstag der 7. Woche im Jahreskreis

Kommentar zum heutigen Evangelium 
Hl. Gregor von Nazianz (330-390), Bischof und Kirchenlehrer

„Wer der Erste sein will, soll der Letzte von allen und der Diener aller sein“

Einige werden beim Anblick der Wundmale der Passion auf Christi Leib unsicher und fragen: ist dieser „der König der Herrlichkeit“ (Ps 24(23),7)? Gib ihnen dann zur Antwort, dass es der Christus sei, der stark und gewaltig (Vers 8) ist in allem, was er schon immer vollbracht hat und immer noch vollbringt […] Eröffne ihnen die Schönheit der Kleidung, die den leidenden Leib Christi bekleidet, die durch die Passion noch schöner geworden ist und durch den Glanz der Göttlichkeit verklärt wird, jene Kleidung der Herrlichkeit, die dadurch zu dem schönsten und anbetungswürdigsten Gegenstand auf dieser Welt geworden ist […] Ist er denn ein Geringer, weil er sich wegen dir erniedrigt hat? Ist er denn verachtenswert, weil er als Guter Hirte sein Leben für die Schafe hingegeben hat (Joh 10,1) und gekommen ist, das verlorene Schaf zu suchen, und wenn er es findet, es auf seinen Schultern – die auch das Kreuz getragen haben – heimzubringen, um es dann den treuen Schafen zuzurechnen, die im Schafstall geblieben waren? (vgl. Lk 15,4f.). Erachtest du ihn für weniger erhaben, weil er sich mit einem Leinentuch gürtet, um seinen Jüngern die Füße zu waschen, um ihnen zu zeigen, dass der sicherste Weg sich zu erheben darin besteht, sich niederzubeugen (Joh 13,4; Mt 23,12)? Denn indem er sich mit seiner Seele zur Erde hinabbeugt, erniedrigt er sich, um all jene mit sich wiederaufzurichten, die von der Last der Sünde niedergebeugt sind. Wirfst du ihm vor, mit den Zöllnern und Sündern um ihres Heils willen Mahl gehalten zu haben?

Er kannte die Müdigkeit, den Hunger, den Durst, die Todesangst und die Tränen, weil er ein Mensch war, wie wir. Doch als Gott, was hat er nicht alles vollbracht? […] Wir bedürfen eines Gottes, der Mensch wird, der sterblich ist, damit wir leben können. Wir haben Anteil gehabt an seinem Tod, der uns reinwäscht; er lässt uns nun an seiner Auferstehung teilhaben; an seiner Herrlichkeit.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Tagesevangelium – 22.05.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus – Mk 9,30-37

In jener Zeit zogen Jesus und seine Jünger durch Galiläa. Jesus wollte aber nicht, dass jemand davon erfuhr; denn er wollte seine Jünger über etwas belehren. Er sagte zu ihnen: Der Menschensohn wird den Menschen ausgeliefert, und sie werden ihn töten; doch drei Tage nach seinem Tod wird er auferstehen. Aber sie verstanden den Sinn seiner Worte nicht, scheuten sich jedoch, ihn zu fragen. Sie kamen nach Kafarnaum. Als er dann im Haus war, fragte er sie: Worüber habt ihr unterwegs gesprochen? Sie schwiegen, denn sie hatten unterwegs miteinander darüber gesprochen, wer von ihnen der Größte sei. Da setzte er sich, rief die Zwölf und sagte zu ihnen: Wer der Erste sein will, soll der Letzte von allen und der Diener aller sein.
Und er stellte ein Kind in ihre Mitte, nahm es in seine Arme und sagte zu ihnen: Wer ein solches Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf; wer aber mich aufnimmt, der nimmt nicht nur mich auf, sondern den, der mich gesandt hat.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

 

Hl. Pater Pio – 21.05.2018

Worte des hl. Pater Pio – 21.05.2018

Sorge dafür, dass du in jeder Situation immer und vollkommen den Willen Gottes erfüllst, und fürchte dich nicht! Diese Übereinstimmung ist der sichere Weg, der zum Himmel führt.

Quelle: Worte des hl. P. Pio, CFM.SCJ Archiv Kairo

 

21.05.2018 – Pfingstmontag

Kommentar zum heutigen Evangelium 
Sel. Paul VI. (1897-1978), Papst von 1963-1978
Apostolisches Schreiben über die christliche Freude « Gaudete in Domino » (Johannes-Verlag Leutesdorf 1975)

« In dieser Stunde rief Jesus, vom Heiligen Geist erfüllt, voll Freude »

Die christliche Freude ist ihrem Wesen nach innere Teilhabe an der unergründlichen, zugleich göttlichen und menschlichen Freude im Herzen des verherrlichten Herrn, Jesus Christus […] Betrachten wir nun ein wenig die Person Jesu im Verlauf seines irdischen Lebens. Er hat in seiner Menschheit unsere Freuden erfahren. Er hat offenbar eine breite Skala menschlicher Freuden kennengelernt, geschätzt und geteilt, einfache tägliche Freuden, wie sie jedem zugänglich sind. Die Tiefe seines Innenlebens hat keineswegs seinen Blick für das Konkrete abgestumpft, nicht seine Empfindungsfähigkeit beeinträchtigt. Er bewundert die Vögel des Himmels und die Lilien des Feldes. In ihm wiederholt sich auf unmittelbare Weise der Blick Gottes auf die Schöpfung am Morgenrot der Geschichte. Gern hebt er die Freude des Sämanns und des Schnitters hervor, die Freude des Mannes, der einen verborgenen Schatz findet, die des Hirten, der sein Schaf, oder die der Frau, die ihr verlorenes Geldstück wiederfindet, die Freude der zum Fest geladenen Gäste, die Freude bei einer Hochzeit, die Freude des Vaters, der seinen Sohn, von einem Leben der Verschwendung endlich heimgekehrt, aufnimmt, und die der Frau, die ein Kind zur Welt bringt.

Diese menschlichen Freuden sind für Jesus von solch hoher Bedeutung, da sie für ihn die Zeichen der geistlichen Freuden des Reiches Gottes sind: Freude jener Menschen, die in dieses Reich eintreten, dorthin zurückkehren oder dort arbeiten; Freude des Vaters, der sie empfängt. Auch Jesus selbst zeigt seinerseits Genugtuung und Zärtlichkeit, als er Kindern begegnet, die zu ihm kommen wollen, als er einen reichen Jüngling trifft, der gewissenhaft und bestrebt ist, noch mehr zu tun; als er zu Freunden kommt, die ihm ihr Haus öffnen wie Marta, Maria und Lazarus. Eine Freude ist es für ihn vor allem, wenn er erlebt, dass man das Wort aufnimmt, seine Reichtümer opfert, dass eine Sünderin oder ein Zöllner wie Zachäus sich bekehrt, dass eine Witwe sich trotz ihrer Not zum Geben entschließt. Er jubelt vor Freude, als er feststellt, dass den Kleinen und Demütigen die Botschaft vom Reich geoffenbart wird, während sie den Weisen und Klugen verborgen bleibt (Lk 4,10).

Tagesevangelium – 21.05.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 10,21-24

In dieser Stunde rief Jesus, vom Heiligen Geist erfüllt, voll Freude aus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast. Ja, Vater, so hat es dir gefallen. Mir ist von meinem Vater alles übergeben worden; niemand weiß, wer der Sohn ist, nur der Vater, und niemand weiß, wer der Vater ist, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will. Jesus wandte sich an die Jünger und sagte zu ihnen allein: Selig sind die, deren Augen sehen, was ihr seht. Ich sage euch: Viele Propheten und Könige wollten sehen, was ihr seht, und haben es nicht gesehen, und wollten hören, was ihr hört, und haben es nicht gehört.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Hl. Pater Pio – 20.05.2018

Worte des hl. Pater Pio – 20.05.2018

Jesus, der im Himmel in Seiner Allerheiligsten menschlichen Gestalt regierte, die Er aus dem Schoße der Hl. Jungfrau angenommen hatte, wollte, dass auch Seine Mutter nicht nur mit der Seele, sondern auch mit dem Körper zu Ihm käme und gänzlich an Seiner Herrlichkeit teilhabe. Und das war nur recht und billig, denn jener Körper, der nicht einen Augenblick lang der Sklave Satans und der Sünde gewesen war, durfte auch nicht der Verwesung anheim fallen.

Quelle: Worte des hl. P. Pio, CFM.SCJ Archiv Kairo