Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 10,1-7
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In jener Zeit rief Jesus seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben und alle Krankheiten und Leiden zu heilen. Die Namen der zwölf Apostel sind: an erster Stelle Simon, genannt Petrus, und sein Bruder Andreas, dann Jakobus, der Sohn des Zebedäus, und sein Bruder Johannes, Philippus und Bartholomäus, Thomas und Matthäus, der Zöllner, Jakobus, der Sohn des Alphäus, und Thaddäus, Simon Kananäus und Judas Iskariot, der ihn später verraten hat. Diese Zwölf sandte Jesus aus und gebot ihnen: Geht nicht zu den Heiden, und betretet keine Stadt der Samariter. Geht zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel. Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe.
Unser Gott ist im Himmel; alles, was ihm gefällt, das vollbringt er. Die Götzen der Völker sind nur Silber und Gold, ein Machwerk von Menschenhand.
Sie haben einen Mund und reden nicht, Augen und sehen nicht; sie haben Ohren und hören nicht, eine Nase und riechen nicht;
mit ihren Händen können sie nicht greifen, mit den Füßen nicht gehen. Die sie gemacht haben, sollen ihrem Machwerk gleichen, alle, die den Götzen vertrauen.
Israel, vertrau auf den Herrn! Er ist für euch Helfer und Schild. Haus Aaron, vertrau auf den Herrn! Er ist für euch Helfer und Schild.
Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 9,32-38
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In jener Zeit brachte man zu Jesus einen Stummen, der von einem Dämon besessen war. Er trieb den Dämon aus, und der Stumme konnte reden. Alle Leute staunten und sagten: So etwas ist in Israel noch nie geschehen. Die Pharisäer aber sagten: Mit Hilfe des Anführers der Dämonen treibt er die Dämonen aus. Jesus zog durch alle Städte und Dörfer, lehrte in ihren Synagogen, verkündete das Evangelium vom Reich und heilte alle Krankheiten und Leiden. Als er die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen; denn sie waren müde und erschöpft wie Schafe, die keinen Hirten haben. Da sagte er zu seinen Jüngern: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden.
Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 9,18-26
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In jener Zeit als Jesus redete, kam ein Synagogenvorsteher, fiel vor ihm nieder und sagte: Meine Tochter ist eben gestorben; komm doch, leg ihr deine Hand auf, dann wird sie wieder lebendig. Jesus stand auf und folgte ihm mit seinen Jüngern. Da trat eine Frau, die schon zwölf Jahre an Blutungen litt, von hinten an ihn heran und berührte den Saum seines Gewandes; denn sie sagte sich: Wenn ich auch nur sein Gewand berühre, werde ich geheilt. Jesus wandte sich um, und als er sie sah, sagte er: Hab keine Angst, meine Tochter, dein Glaube hat dir geholfen. Und von dieser Stunde an war die Frau geheilt. Als Jesus in das Haus des Synagogenvorstehers kam und die Flötenspieler und die Menge der klagenden Leute sah, sagte er: Geht hinaus! Das Mädchen ist nicht gestorben, es schläft nur. Da lachten sie ihn aus. Als man die Leute hinausgedrängt hatte, trat er ein und fasste das Mädchen an der Hand; da stand es auf. Und die Kunde davon verbreitete sich in der ganzen Gegend.
Bruder Serge CFM.SCJ , Herz Jesu FranziskanerHier zum Nachhören – Bruder Serge CFM.SCJ, Herz Jesu Franziskaner, Ⓒ CFM.SCJ
Grüße von den Franziskanern vom Heiligsten Herzen Jesu !
Mein Name ist Bruder Serge und ich arbeite für die katholische Mission. Wir haben die schöne Aufgabe die katholische Lehre der katholischen Kirche zu bewahren.
Gott segne Sie und bewahre die Freude in unseren Herzen.
Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 11,25-30
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In jener Zeit sprach Jesus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast. Ja, Vater, so hat es dir gefallen. Mir ist von meinem Vater alles übergeben worden; niemand kennt den Sohn, nur der Vater, und niemand kennt den Vater, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will. Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch drückt nicht, und meine Last ist leicht.
Ich will hören, was Gott redet: Frieden verkündet der Herr seinem Volk und seinen Frommen, den Menschen mit redlichem Herzen. Es begegnen einander Huld und Treue;
Gerechtigkeit und Friede küssen sich. Treue sprosst aus der Erde hervor; Gerechtigkeit blickt vom Himmel hernieder. Auch spendet der Herr dann Segen,
und unser Land gibt seinen Ertrag. Gerechtigkeit geht vor ihm her, und Heil folgt der Spur seiner Schritte.
Das Grab der Familie Ratzinger in Regensburg (ANSA)
Der Kirchenmusiker und ältere Bruder des emeritierten Papstes Benedikt XVI. ist am Mittwoch in Regensburg verstorben. Dort hatte er vor wenigen Tagen einen letzten Besuch des Bruders erhalten. Beide hatten das Sakrament der Priesterweihe am selben Tag erhalten.
Georg Ratzinger wurde 96 Jahre alt und war der letzte enge Familienangehörige des früheren Kirchenoberhaupts. Von 1964 bis 1994 war der Priester Domkapellmeister sowie Leiter der Regensburger Domspatzen.
Der drei Jahre jüngere Joseph Ratzinger war am 18. Juni überraschend aus dem Vatikan zu einem fünftägigen Besuch seines Bruders nach Regensburg gereist, nachdem sich dessen Gesundheitszustand in den Tagen zuvor verschlechtert hatte. Täglich verbrachten die beiden Geschwister, die sich seit jeher sehr nahe standen, jeweils mehrere Stunden miteinander.
Das Familiengrab der Ratzingers befindet sich auf dem Ziegetsdorfer Friedhof am Regensburger Stadtrand. Dort sind die Eltern der Brüder und ihre Schwester Maria begraben. Auch Georg Ratzinger wird dort seine letzte Ruhe finden.
Laufbahn
Georg Ratzinger wurde 1924 in Pleiskirchen bei Altötting geboren. Seit er elf Jahre alt war, spielte er in seiner Heimatgemeinde die Orgel. 1935 trat er in das kleine Seminar von Traunstein ein, wurde aber 1942 für den Reichsarbeitsdienst und anschließend die Wehrmacht rekrutiert. Als Gefangener der Allierten verbrachte er seit März 1945 einige Monate in Haft in Neapel, bevor er nach seiner Freilassung wieder zu seiner Familie zurückkehren konnte. 1947 trat er gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Joseph in das Seminar Herzogliches Georgianum in München ein. 1951 erhielt er zusammen mit seinem Bruder vom Münchner Kardinal Michael von Faulhaber die Priesterweihe.
Neben seinem priesterlichen Dienst studierte Georg Ratzinger Kirchenmusik an der Münchener Musikhochschule. Nach seinem ersten Engagement als Chordirektor in Traunstein wurde er 1964 als Domkapellmeister an den Regensburger Dom berufen, wo er damit auch den Domspatzen vorstand. In Ratzingers Amtszeit, die 1994 endete, fiel unter anderem das 1.000-jährige Jubiläum des berühmten Knabenchors. Er war mit zahlreichen Konzerten auf Welttournee und leitete viele Aufnahmen für die Deutsche Grammophon, Ars Musici und andere wichtige Plattenfirmen mit Produktionen, die der Musik Bach, Mozart, Mendelssohn und anderer Autoren gewidmet sind.
Am 22. August 2008 dankte Benedikt XVI. dem Bürgermeister von Castel Gandolfo, der Georg die Ehrenbürgerschaft verliehen hatte, und sagte dabei über seinen Bruder: „Seit Beginn meines Lebens war mein Bruder für mich immer nicht nur ein Begleiter, sondern auch ein verlässlicher Führer. Er war für mich ein Orientierungs- und Bezugspunkt mit der Klarheit, der Entschlossenheit seiner Entscheidungen. Er hat mir immer den Weg gezeigt, den ich einschlagen musste, auch in schwierigen Situationen“.
Wirklich begeistert war Georg von der Wahl seines Bruders zum Papst nicht, hatte er in Interviews und Gesprächen mehrfach bestätigt. Zerplatzte damit doch der Traum vom gemeinsamen Lebensabend in der bayerischen Heimat und auch die gegenseitigen Kontakte mussten sich dem Arbeitsprogramm des Papstamtes unterordnen. Dennoch akzeptierte Georg den „Willen Gottes“, der sich in der Entscheidung der Kardinäle für seinen Bruder als Papst zeigte. Auch in den kommenden Jahren hörten sich die Brüder regelmäßig. Wie Georg Ratzinger selbst erklärt hatte, hatte er ein Telefon, dessen Nummer nur sein Bruder kannte…
Stete Begegnungen im Vatikan
Einen möglichen Rücktritt des Papstes, sollten seine Kräfte nicht mehr für das Amt ausreichend sein, hatte Georg Ratzinger schon frühzeitig nicht ausgeschlossen. Und er sollte auch unter den ersten sein, die Monate vor der öffentlichen Verkündigung von den Rücktrittsabsichten seines Bruders in Kenntnis gesetzt wurde. Kurz nach der Bekanntgabe erklärte er gegenüber den Medien, dass das Alter sich eben bemerkbar mache – und sein Bruder sich einen ruhigeren Lebensabend wünsche. Trotz seiner gesundheitlichen Probleme fand er noch jahrelang die Kraft, immer wieder von Regensburg nach Rom zu reisen – und seinem Bruder im Kloster Mater Ecclesiae im Vatikan Gesellschaft zu leisten.
Nun, in den letzten Tagen seines Lebens, war es sein Bruder Joseph gewesen, der angesichts des sich verschlechternden Zustands seines Bruders die Strapazen der Reise auf sich genommen hatte, um sich in langen persönlichen Begegnungen von ihm zu verabschieden.
Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 9,14-17
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In jener Zeit kamen die Jünger Johannes‘ des Täufers zu Jesus und sagten: Warum fasten deine Jünger nicht, während wir und die Pharisäer fasten? Jesus antwortete ihnen: Können denn die Hochzeitsgäste trauern, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam genommen sein; dann werden sie fasten. Niemand setzt ein Stück neuen Stoff auf ein altes Kleid; denn der neue Stoff reißt doch wieder ab, und es entsteht ein noch größerer Riss. Auch füllt man nicht neuen Wein in alte Schläuche. Sonst reißen die Schläuche, der Wein läuft aus, und die Schläuche sind unbrauchbar. Neuen Wein füllt man in neue Schläuche, dann bleibt beides erhalten.