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16.11.2019

Hl. Theresia vom Kinde Jesu (1873-1897) Karmelitin und Kirchenlehrerin

Wie groß ist doch die Macht des Gebetes! Man könnte es mit einer Königin vergleichen, die allzeit freien Zutritt hat beim König und alles erlangen kann, worum sie bittet. Es ist durchaus nicht nötig, ein schönes, für den entsprechenden Fall formuliertes Gebet aus einem Buch zu lesen, um Erhörung zu finden; träfe das zu … ach! wie wär’ ich zu bedauern! Neben dem göttlichen Offizium, das zu beten ich sehr unwürdig bin, habe ich nicht den Mut, mich zum Suchen schöner Gebete in Büchern zu zwingen, das macht mir Kopfweh, es gibt ihrer so viele und dann ist ein jedes schöner als das andere… . Ich könnte nicht alle beten, und da ich nicht weiß, welches auswählen, mache ich es wie die Kinder, die nicht lesen können, ich sage dem Lieben Gott ganz einfach, was ich ihm sagen will, ohne schöne Phrasen zu machen, und er versteht mich immer. Für mich ist das Gebet ein Schwung des Herzens, ein einfacher Blick zum Himmel empor, ein Schrei der Dankbarkeit und der Liebe, aus der Mitte der Prüfung wie aus der Mitte der Freude; kurz, es ist etwas Großes, Übernatürliches, das mir die Seele weitet und mich mit Jesus vereint.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

Tagesevangelium – 16.11.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 18,1-8

Hier zum Nachhören

In jener Zeit sagte Jesus den Jüngern durch ein Gleichnis, dass sie allezeit beten und darin nicht nachlassen sollten: In einer Stadt lebte ein Richter, der Gott nicht fürchtete und auf keinen Menschen Rücksicht nahm. In der gleichen Stadt lebte auch eine Witwe, die immer wieder zu ihm kam und sagte: Verschaff mir Recht gegen meinen Widersacher! Und er wollte lange Zeit nicht. Dann aber sagte er sich: Ich fürchte zwar Gott nicht und nehme auch auf keinen Menschen Rücksicht; weil mich diese Witwe aber nicht in Ruhe lässt, will ich ihr Recht verschaffen. Sonst kommt sie am Ende noch und schlägt mich ins Gesicht. Der Herr aber sprach: Hört, was der ungerechte Richter sagt! Sollte Gott seinen Auserwählten, die Tag und Nacht zu ihm schreien, nicht zu ihrem Recht verhelfen, sondern bei ihnen zögern? Ich sage euch: Er wird ihnen unverzüglich ihr Recht verschaffen. Wird jedoch der Menschensohn, wenn er kommt, den Glauben auf der Erde finden?

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

62 Gründe gegen die Neue Liturgie

62 Gründe, warum wir von unserem Gewissen her die Neue Messe (auch bekannt als Messe Pauls VI., Novus Ordo, Neue Liturgie) nicht besuchen können, sei es in der Volkssprache oder auf Latein, zum Volk oder zum Tabernakel hin zelebriert. Aus denselben Gründen halten wir getreulich fest an der überlieferten Messe (auch bekannt als tridentinische Messe, alte lateinische Messe, Römisches Missale, Pianisches Missale, Messe des hl. Pius V., Messe aller Zeiten).

1.

Weil die Neue Messe kein eindeutiges Bekenntnis des katholischen Glaubens (wie die überlieferte Messe), sondern doppeldeutig und protestantisch ist. Wenn wir also beten wie wir glauben, so folgt daraus, dass wir nicht in und mit der Neuen Messe auf protestantische Art beten und dabei Katholiken bleiben können!

2.

Weil die Änderungen nicht einfach unbedeutend und geringfügig waren, sondern vielmehr in Wirklichkeit „eine fundamentale Erneuerung, eine totale Änderung, eine Neuschöpfung“ darstellen (so Msgr. A. Bugnini, Mit-Urheber der Neuen Messe).

3.

Weil die Neue Messe dazu verführt anzunehmen, „Wahrheiten, die vom christlichen Volk immer geglaubt wurden, könnten ohne Untreue gegenüber dem heiligen Depositum der Lehre, an das der katholische Glaube für immer gebunden ist, geändert oder verschwiegen werden.“ 

4.

Weil die Neue Messe „ein auffallendes Abrücken von der katholischen Theologie der heiligen Messe darstellt, wie sie in der XXII. Sitzung des Konzils von Trient formuliert wurde. Durch die endgültige Festlegung der „Canones“ des Ritus‘ wurde damals eine unüberschreitbare Barriere errichtet gegen jede Häresie, die die Integrität des Mysteriums verletzen könnte.“

5.

Weil der Unterschied zwischen beiden Messordnungen nicht einfach in bloßen Details oder nur in einer Änderung von Zeremonien besteht, sondern weil „alles, was von zeitlos gültigem Wert ist, (in der Neuen Messe) einen geringeren Rang erhält, wenn es überhaupt noch vorhanden ist.“

6.

Weil „die kürzlich vollzogenen Reformen hinreichend bewiesen haben, dass weitere Neuerungen in der Liturgie zu nichts anderem führen würden als zur totalen Verwirrung der Gläubigen, die bereits Anzeichen von Unbehagen und Glaubensschwund zeigen.“

7.

Weil wir in Zeiten der Verwirrung so wie heute uns durch die Worte Unseres Herrn leiten lassen sollen: „An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.“ – Die Früchte der Neuen Messe sind: 43% Abnahme des sonntäglichen Messbesuches in Frankreich (Kardinal Marty), 50% Abnahme in Holland (New York Times vom 5.1.1976), 62% Abnahme in Deutschland (Allensbach-Umfrage vom November 1985).

8.

Weil „bei den Besten im Klerus das praktische Ergebnis (der Neuen Messe) eine quälende Gewissenskrise ist…“

9.

Weil in weniger als sieben Jahren nach Einführung der Neuen Messe die Zahl der Priester auf der Welt von 413.438 auf 243.307 – also fast um 50% – gesunken ist (Statistik des Heiligen Stuhls).

10.

Weil „die zur Rechtfertigung eines so überaus gravierenden Bruches angeführten pastoralen Gründe nicht hinreichend erscheinen.“

11.

Weil die Neue Messe keinen Glauben an die wirkliche Gegenwart (Realpräsenz) Unseres Herrn bekundet – während die überlieferte Messe ihn unmissverständlich bekennt.

12.

Weil die Neue Messe die wirkliche Gegenwart Christi in der Eucharistie mit Seiner mystischen (geistigen) Gegenwart unter uns vermischt und sich damit der protestantischen Lehre annähert.

13.

Weil die Neue Messe den notwendigen scharfen Unterschied zwischen dem hierarchischen (Weihe-) Priestertum und dem allgemeinen Priestertum der Gläubigen verwischt (wie dies im Protestantismus der Fall ist).

14.

Weil die Neue Messe die häretische Auffassung begünstigt, dass der Glaube des Volkes und nicht die Worte des Priesters Christus in der Eucharistie gegenwärtig setzen.

15.

Weil die Einfügung des lutherischen „Gebetes der Gläubigen“ (d.h. Fürbitten) in der Neuen Messe der protestantischen Irrlehre folgt, wonach alle Gläubigen Priester sind, und diese fördert.

16.

Weil die Neue Messe das Schuldbekenntnis („Confiteor“) des Priesters beseitigt und daraus ein gemeinsames Bekenntnis mit dem Volk macht. Auf solche Weise befördert sie Luthers Weigerung, die katholische Lehre anzunehmen, derzufolge der Priester Richter, Zeuge und Vermittler bei Gott ist.

17.

Weil die Neue Messe uns zu verstehen gibt, dass das Volk mit dem Priester konzelebriert, was gegen die katholische Theologie ist!

18.

Weil sechs protestantische Religionsdiener bei der Herstellung der Neuen Messe mitgearbeitet haben: Georges, Jasper, Sephard, Konneth, Smith und Thurian.

19.

Weil genauso wie Luther das Offertorium beseitigte – weil es sehr klar den Opfer- und Sühnecharakter der Messe zum Ausdruck brachte – auch die Neue Messe es verschwinden ließ und auf eine einfache Gabenbereitung reduzierte.

20.

Weil von der katholischen Theologie soviel beseitigt wurde, dass die Protestanten unter Beibehaltung ihrer Abneigung gegen die wahre römisch-katholische Kirche den Text der Neuen Messe ohne Schwierigkeiten verwenden können. Der protestantische Religionsdiener Thurian sagte, eine Frucht der Neuen Messe „wird vielleicht sein, dass nichtkatholische Gemeinschaften das Herrenmahl unter Verwendung derselben Gebete wie die katholische Kirche feiern können.“ („La Croix“, 30.4.1969).

21.

Weil der erzählende Charakter der Wandlung in der Neuen Messe zu der Schlussfolgerung führt, dass es sich nur um ein Gedächtnis und nicht um ein wahres Opfer handelt (= protestantische These).

22.

Weil die Neue Messe uns durch schwerwiegende Auslassungen glauben macht, dass es sich nur um ein Mahl (= protestantische Lehre) und nicht um ein Opfer zur Nachlassung der Sünden (= katholische Lehre) handelt.

23.

Weil Veränderungen wie: Tisch statt Opferaltar, Wendung zum Volk statt zum Tabernakel, Handkommunion etc. protestantische Lehren unterstreichen (z. B.: die Messe ist nur ein Mahl, der Priester nur Vorsitzender einer Versammlung etc.).

24.

Weil die Protestanten selbst zugegeben haben, dass „die neuen katholischen Eucharistiegebete die falsche Perspektive eines Gott dargebrachten Opfers aufgegeben haben“ („La Croix“, 10.12.1969).

25.

Weil wir vor einem Dilemma stehen: Entweder wir werden protestantisch, indem wir mit der Neuen Messe Gottesdienst feiern, oder aber wir bewahren unseren katholischen Glauben, indem wir treu der überlieferten Messe aller Zeiten anhangen.

26.

Weil die Neue Messe in Übereinstimmung mit der protestantischen Definition der Messe verfertigt wurde: „Das Herrenmahl oder die Messe ist die heilige Zusammenkunft oder Versammlung des Volkes Gottes, das unter dem Vorsitz des Priesters zusammenkommt, um das Gedächtnis des Herrn zu feiern.“ (Art. 7 der Einführung ins Neue Messbuch, der die Neue Messe definiert: 6.4.1969).

27.

Weil die Neue Messe vermittels ihrer Zweideutigkeit gleichzeitig Katholiken und Protestanten gefallen will; dadurch ist sie „doppelzüngig“ und eine Beleidigung gegen Gott, der jede Art von Heuchelei verabscheut: „Verflucht seien … die Doppelzüngigen, denn sie zerstören den Frieden vieler.“ (Sirach 28,13).

28.

Weil schöne, vertraute katholische Gesänge, die das Volk jahrhundertelang inspiriert haben, verworfen und durch neue, nach Stil und Empfindung durch und durch protestantische Lieder ersetzt wurden, wodurch der bereits deutlich ausgeprägte Eindruck verstärkt wurde, nicht länger einer katholischen Messe beizuwohnen.

29.

Weil die Neue Messe Doppeldeutigkeiten enthält, die auf spitzfindige Weise die Häresie begünstigen, was weitaus gefährlicher ist, als eine klar ausgesprochene Häresie; denn eine halbe Häresie kann zur Hälfte mit der Wahrheit verwechselt werden!

30.

Weil Christus nur eine Braut hat, die katholische Kirche, und deren Gottesdienst nicht auch noch anderen Religionen dienen kann, die in Feindschaft zu ihr stehen.

31.

Weil die Neue Messe der Vorlage Cranmers häretischer anglikanischer Messe folgt und die zu ihrer Durchsetzung angewandten Methoden genau diejenigen der englischen Häretiker sind.

32.

Weil die heilige Mutter Kirche zahlreiche englische Märtyrer kanonisierte, die getötet wurden, weil sie sich weigerten, an einer Messe teilzunehmen, die dem heute verbreiteten Messritus in großen Teilen ähnlich war.

33.

Weil Protestanten, die einst zum Katholizismus konvertierten, Anstoß nehmen, wenn sie sehen, dass die Neue Messe dieselbe ist wie diejenige, die sie als Protestanten besuchten. Einer von ihnen, Julien Green, stellt die Frage: „Wozu haben wir konvertiert?“

34.

Weil, wie die Statistiken zeigen, im Gefolge der Neuen Messe ein großer Rückgang der Konversionen zum Katholizismus zu verzeichnen ist. Von 100.000 pro Jahr in den Vereinigten Staaten sind die Konversionen auf unter 10.000 gesunken!

35.

Weil die überlieferte Messe viele Heilige geformt hat. „Unzählige Heilige wurden durch sie mit der wahren Frömmigkeit gegen Gott genährt…“(Papst Paul VI., Apostolische Konstitution „Missale Romanum“).

36.

Weil die Natur der Neuen Messe so beschaffen ist, dass durch sie Profanierungen der Heiligen Eucharistie erleichtert werden. Diese Profanierungen in der Neuen Messe geschehen in einer unbekannten Häufigkeit.

37.

Weil die Neue Messe wider allen Anschein einen neuen Glauben, nicht den katholischen Glauben, vermittelt. Sie befördert den Modernismus und folgt genau dessen Taktik, indem sie sich einer vagen Terminologie bedient, um dadurch Irrlehren einfließen zu lassen und zu fördern.

38.

Weil die Neue Messe durch Einführung mehrerer Wahlmöglichkeiten die Einheit der Liturgie untergräbt und es dadurch jedem Priester leicht-macht, unter dem Vorwand der Kreativität Abweichungen vorzunehmen, wie es ihm gerade in den Sinn kommt. Die unvermeidliche Folge ist Unordnung, begleitet von Mangel an Respekt und Ehrfurcht.

39.

Weil viele gute katholische Theologen, Kanonisten und Priester die Neue Messe nicht annehmen und versichern, sie seien nicht in der Lage, sie ruhigen Gewissens zu zelebrieren.

40.

Weil die Neue Messe vieles ersatzlos gestrichen hat, z.B. die Kniebeugen (nur drei sind noch übriggeblieben), die Purifizierung der Finger des Priesters im Kelch, Bewahrung der Finger des Priesters vor jeglicher profanen Berührung nach der Wandlung, geweihter Altarstein und Reliquien, drei Altartücher (reduziert auf nur mehr eines) etc. All das ist „nichts anderes als eine unerhörte Unterstreichung der stillschweigenden Verwerfung des Glaubens an das Dogma der Realpräsenz.“ 

41.

Weil die überlieferte Messe, bereichert und gereift durch viele Jahrhunderte geheiligter Tradition, von einem Papst kodifiziert (nicht erfunden!) wurde, der ein Heiliger war: Pius V., wohingegen die Neue Messe künstlich geschaffen wurde.

42.

Weil die Irrtümer der Neuen Messe, die in der volkssprachlichen Übersetzung verstärkt hervortreten, selbst in der lateinischen Fassung vorhanden sind.

43.

Weil die Neue Messe mit ihrer Doppeldeutigkeit und Permissivität uns dem Zorn Gottes aussetzt, indem sie die Gefahr ungültiger Zelebrationen erhöht. „Werden die Priester, die die traditionelle Ausbildung nicht mehr erhalten haben (was in nächster Zukunft der Fall sein wird) und sich, um ‚das zu tun, was die Kirche tut‘, auf den Novus Ordo verlassen, gültig konsekrieren? Man darf daran zweifeln.“

44.

Weil die Abschaffung der überlieferten Messe an die Prophezeiung von Daniel 8,12 erinnert: „Und es wurde ihm Macht gegeben wider das immerwährende Opfer wegen der Sünden des Volkes“, sowie ferner an die Bemerkung des hl. Alphons Maria von Liguori, wonach der Teufel uns mit Hilfe der Häretiker unablässig der Heiligen Messe zu berauben sucht, weil sie eben das Beste und Schönste ist, was in der Kirche hier auf Erden existiert.

45.

Weil dort, wo die überlieferte Messe beibehalten wurde, Glaube und Eifer des Volkes größer sind, während überall dort, wo die Neue Messe herrscht, das Gegenteil zutrifft (Bericht über die Messe, Diözese Campos; in : „Roma“, Buenos Aires, Nr. 69 / August 1981).

46.

Weil Hand in Hand mit der Neuen Messe auch ein neuer Katechismus, eine neue Moral, neue Gebete, neue Ideen, ein Kalender – mit einem Wort: eine neue Kirche geht, eine Revolution weg von der alten. „Die liturgische Reform man täusche sich nicht – ist der Punkt, von dem die Revolution ihren Ausgang nimmt.“ (Msgr. Dwyer, Erzbischof von Birmingham, Sprecher der Bischofssynode).

47.

Weil die innere Schönheit der überlieferten Messe die Seelen durch sich selbst anzieht, während die Neue Messe in Ermangelung jeglicher eigenen Anziehungskraft Neuheiten und Unterhaltungen, erfinden muss, um bei den Leuten Anklang zu finden.

48.

Weil die Neue Messe zahlreiche Irrlehren in sich vereinigt, die vom Papst Pius V. auf dem Konzil von Trient verurteilt (Messe ganz in der Volkssprache, Konsekrationsworte laut gesprochen etc.; vgl. die Verurteilung der jansenistischen Synode von Pistoja) bzw. von Papst Pius XII, verworfen wurden (z.B. Altar in Form eines Tisches; vgl. „Mediator Dei“)

49.

Weil die neue Messe die katholische Kirche in eine neue, ökumenische Kirche umzuwandeln sucht, welche alle Ideologien und Religionen umfasst, Richtiges und Falsches, Wahrheit und Irrtum – ein von den Feinden der katholischen Kirche seit langen erträumtes Ziel.

50.

Weil die Neue Messe Zweifel am Dogma von der Gemeinschaft der Heiligen aufkommen lässt, weil sie die Grußformeln und den Schlusssegen beseitigt, sooft der Priester allein zelebriert.

51.

Weil Altar und Tabernakel jetzt getrennt sind und so eine Spaltung ausgedrückt wird zwischen Christus in Seinem Priester und Seinem Opfer auf dem Altar und Christus in Seiner wirklichen Gegenwart im Tabernakel, „zwei Dinge, die kraft ihrer Natur vereint bleiben müssen”
(Pius XII., Mediator Dei).

52.

Weil die Neue Messe keine vertikale Verehrung und Anbetung von Mensch zu Gott mehr begründet, sondern stattdessen einen horizontalen Kult.

53.

Weil die Neue Messe trotz Berufung auf die Übereinstimmung mit den Anordnungen des II. Vatikanischen Konzils in Wirklichkeit dessen Weisungen entgegensteht, da das Konzil ja den Wunsch aussprach, den überlieferten Ritus beizubehalten und zu fördern.

54.

Weil die überlieferte lateinische Messe des hl. Papstes Pius V. niemals rechtskräftig abgeschafft wurde und deshalb ein echter Ritus der katholischen Kirche bleibt, mit dem die Katholiken ihre Sonntagspflicht erfüllen können.

55.

Weil der hl. Papst Pius V. eine dauernde, „für immer“ gültige Erlaubnis gewährte, die überlieferte Messe in völliger Freiheit und erlaubterweise, ohne Gewissensbisse, Strafe, Verurteilung oder Zensur zu feiern (päpstliche Bulle „Quo primum“).

56.

Weil Papst Paul VI. selbst bei der Promulgierung der Neuen Messe erklärte: „Der Ritus (..) an sich ist keine dogmatische Definition…“(19.11.1969).

57.

Weil Papst Paul VI., von Kardinal Heenan befragt, ob er die tridentinische Messe abgeschafft oder verboten habe, antwortete: „Es ist nicht meine Absicht, die tridentinische Messe absolut zu verbieten.“

58.

Weil „im ‚Libera nos‘ (der Neuen Messe) die Erwähnung der Allerseligsten Jungfrau, der Apostel und aller Heiligen abgeschafft ist und deren Eintreten für uns also nicht mehr verlangt wird, auch nicht in Zeiten der Gefahr.“

59.

Weil „in keinem der drei neuen Eucharistischen Hochgebete (der Neuen Messe) auch nur der leiseste Hinweis auf den Leidenszustand der Abgeschiedenen, in keinem die Möglichkeit eines speziellen Memento zu finden ist, wodurch wiederum der Glaube an die sühnende und erlösende Kraft des Opfers geschwächt wird.“

60.

Weil wir zwar die höchste Autorität des Heiligen Vaters in der universalen Leitung der heiligen Mutter Kirche anerkennen, aber dennoch wissen, dass nicht einmal diese Autorität uns eine Praxis auferlegen kann, die so klar gegen den Glauben gerichtet ist: eine Messe, die zweideutig und häresiebegünstigend und demzufolge Gott nicht wohlgefällig ist.

61.

Weil, wie auf dem I. Vatikanischen Konzil dargelegt wurde, „der Heilige Geist den Nachfolgern Petri nicht verheißen wurde, dass sie auf seine Eingebung hin eine neue Lehre veröffentlichen sollten. Sie sollen vielmehr mit seinem Beistand die durch die Apostel überlieferte Offenbarung, d.h. das hinterlegte Glaubensgut, unverletzlich bewahren und getreulich auslegen.“ (DH 3070).

62.

Weil eine Häresie oder was auch immer die Häresie deutlich begünstigt, nicht Gegenstand des Gehorsams sein kann. Der Gehorsam steht im Dienste des Glaubens, und nicht der Glaube im Dienste des Gehorsams! Im vorliegenden Fall gilt also, dass man „Gott mehr gehorchen muss als den Menschen“ (Apg 5,29).

(*)

Kurze kritische Untersuchung des neuen „Ordo Missae“. Brief von Alfredo Kardinal Ottaviani und Antonio Kardinal Bacci an Papst Paul VI., datiert vom 25. September 1969. Übersetzt aus dem Italienischen von Dr. Inge Köck. Schriftenreihe der UNA VOCE – Deutschland; Heft 4/ 1969.

Gefeiert am 15. November

Hl. Albert der Große – Bischof von Regensburg und Kirchenlehrer

* 1205 bei Lauingen an der Donau in Bayern
† 15. November 1280 in Köln in Nordrhein-Westfalen

Albert, schon von seinen Zeitgenossen „der Große“ genannt, stammte aus einem schwäbischen Rittergeschlecht. Er wurde um 1193 (oder 1206) in Lauingen an der Donau geboren. Er studierte in Padua, wo er einen Onkel hatte und wurde dort 1223 Dominikaner. Wenig später kam er nach Köln, dozierte dann in Hildesheim, Freiburg i. Br., Regensburg, Straßburg und Paris. 1260 übernahm er auf Befehl des Papstes die Leitung des Bistums Regensburg; 1262 nahm Papst Urban IV. seinen Rücktritt an. 1274 nahm Albert als Theologe am 2. Konzil von Lyon teil (wo er die Nachricht vom Tod seines Schülers Thomas von Aquin erhielt). Dann kehrte er nach Köln zurück, wo er lehrte und schrieb, bis zwei Jahre vor seinem Tod seine Kräfte versagten. Er starb 1280. – Albert, „Doctor universalis“ genannt, beherrschte das ganze philosophische und naturwissenschaftliche Wissen seiner Zeit. Er erschloss dem christlichen Abendland die Welt der aristotelischen Philosophie. Den Zeitgenossen muss er, der Mann, der alles wusste, geradezu unheimlich vorgekommen sein. Erst 1931 wurde er heilig gesprochen und zum Kirchenlehrer erhoben.

Mitte der Schöpfung

„Der Mensch steht in der Mitte der Schöpfung, zwischen Stoff und Geist; zwischen Zeit und Ewigkeit.“

„Die vornehmste Kraft des Menschen ist die Vernunft. Das höchste Ziel der Vernunft ist die Erkenntnis Gottes.“

„Wer sich mit göttlichen Dingen beschäftigt, wird nach ihrem Bild umgestaltet.“

„O Herr, ich wollte, ich wäre ein Mensch nach deinem allerliebsten Willen.“

 

Hl. Leopold III.  Markgraf von Österreich und Klostergründer

* 29. September 1073 in Melk in Österreich
† 15. November 1136 in Klosterneuburg bei Wien in Österreich

Leopold III., Markgraf von Österreich, genannt „der Fromme“, „der Milde“, „der Freigebige“, 1073 geboren, wurde von Bischof Altmann von Passau erzogen. 1105 heiratete er Agnes, die Tochter Kaiser Heinrichs IV. Die Bischöfe Otto von Freising und Konrad II. von Salzburg entstammten dieser Ehe. In seiner mehr als vierzigjährigen Regierungszeit hat Leopold, mitten in einer wirren Zeit, die Grundlagen für die künftige Größe Österreichs geschaffen. Er stiftete das Zisterzienserkloster Heiligenkreuz bei Wien, das Chorherrenstift Klosterneuburg und die Benediktinerabtei Klein-Mariazell. Leopold war ein Mann des Glaubens und des Gebets, aber auch ein Herrscher, der zu regieren verstand. Er starb auf der Jagd am 15. November 1136.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

15.11.2019

Origenes (185-253) Priester und Theologe

Soweit mein geringer Verstand es mir erlaubt, denke ich, dass die Sintflut, die damals der Welt beinahe ein Ende bereitet hätte, ein Symbol für das Ende der Welt ist, ein Ende, das in der Tat kommen muss. Der Herr selbst hat es angekündigt, als er sagte: „In den Tagen des Noach kauften und verkauften die Menschen, sie bauten und heirateten und verheirateten ihre Töchter – und die Sintflut kam und ließ alle zugrunde gehen. Ebenso wird es sein, wenn der Menschensohn wiederkommt“ (vgl. Lk 17,27–30). In diesem Text, so hat es durchaus den Anschein, beschreibt der Herr auf ein und dieselbe Weise die bereits stattgefundene Sintflut und das von ihm angekündigte Ende der Welt. Nun wurde einst dem Noach befohlen, eine Arche zu bauen und nicht nur seine Söhne und seine Verwandten mit hineinnehmen, sondern auch Tiere aller Art. Ebenso ist Jesus Christus, als die Zeit erfüllt war, vom Vater gesagt worden, er, unser neuer Noach, der einzige Gerechte und Untadelige (vgl. Gen 6,9), solle eine Arche aus Kantholz bauen und ihr Ausmaße voll von göttlichen Geheimnissen geben (vgl. Gen 6,15). Das wird in einem Psalm aufgezeigt, der sagt: „Fordere von mir, und ich gebe dir die Völker zum Erbe, die Enden der Erde zum Eigentum“ (2,8). Er baute also eine Arche mit jeder Art von Unterkünften, um die verschiedenen Tiere aufnehmen zu können. Diese Wohnungen meinte der Prophet, wenn er schreibt: „Auf, mein Volk, geh in deine Kammern, verbirg dich für kurze Zeit, bis der Zorn vergangen ist“ (Jes 26,20). Es gibt da wirklich eine geheimnisvolle Entsprechung zwischen diesem Volk, das in der Kirche gerettet wurde, und all jenen Lebewesen, Menschen und Tieren, die vor der Sintflut in der Arche gerettet worden sind.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

Tagesevangelium – 15.11.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 17,26-37

Hier zum Nachhören

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wie es zur Zeit des Noach war, so wird es auch in den Tagen des Menschensohnes sein. Die Menschen aßen und tranken und heirateten bis zu dem Tag, an dem Noach in die Arche ging; dann kam die Flut und vernichtete alle. Und es wird ebenso sein, wie es zur Zeit des Lot war: Sie aßen und tranken, kauften und verkauften, pflanzten und bauten. Aber an dem Tag, als Lot Sodom verließ, regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel, und alle kamen um. Ebenso wird es an dem Tag sein, an dem sich der Menschensohn offenbart. Wer dann auf dem Dach ist und seine Sachen im Haus hat, soll nicht hinabsteigen, um sie zu holen, und wer auf dem Feld ist, soll nicht zurückkehren.
Denkt an die Frau des Lot! Wer sein Leben zu bewahren sucht, wird es verlieren; wer es dagegen verliert, wird es gewinnen. Ich sage euch: Von zwei Männern, die in jener Nacht auf einem Bett liegen, wird der eine mitgenommen und der andere zurückgelassen. Von zwei Frauen, die mit derselben Mühle Getreide mahlen, wird die eine mitgenommen und die andere zurückgelassen. Da fragten sie ihn: Wo wird das geschehen, Herr? Er antwortete: Wo ein Aas ist, da sammeln sich auch die Geier.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

Gefeiert am 14. November

Bernhard Letterhaus bei der Verhandlung vor dem Volksgerichtshof

Bernhard Letterhaus – Gewerkschaftssekretär und Märtyrer

* 10. Juli 1894 in Barmen, heute Stadtteil von Wuppertal in Nordrhein-Westfalen
† 14. November 1944 in Berlin-Plötzensee

Bernhard Letterhaus war Sohn einer streng katholischen Familie, sein Vater war Schumachermeister. Bernhard erlernte den Beruf des Bandwirkers, besuchte dann die höhere Fachschule für Textilindustrie in seiner Heimatstadt und arbeitete als Textiltechniker. Als Soldat im 1. Weltkrieg erhielt er nach mehreren Verwundungen das Eiserne Kreuz I. Klasse und wurde Unteroffizier. Danach war er als Gegner der Sozialdemokratie hauptberuflich für die Zentrumspartei in Barmen tätig; ab 1920 beim Zentralverband christlicher Textilarbeiter in Düsseldorf. 1927 ging er als Sekretär des Verbandes der katholischen Arbeiter- und Knappenvereine nach Mönchengladbach und wurde mit Artikeln in der Westdeutschen Arbeiter Zeitung bekannt. 1928 kam er als Abgeordneter der Zentrumspartei in den Preußischen Landtag, 1933 wurde er Mitglied des Fraktionsvorstandes.

Schon 1931 rief Letterhaus als Vizepräsident des Katholikentages in Münster zur Abwehr des Nationalsozialismus auf, ab 1933 stand er mit den Arbeitervereinen dem Nationalsozialismus kritisch gegenüber. Er lehnte das Ermächtigungsgesetz entschieden ab, dem Konkordat des Vatikan mit dem Deutschen Reich – dem ersten Vertrag einer ausländischen Macht mit dem Hitler-Staat – stand er kritisch gegenüber. Seiner politischen Möglichkeiten bald schon weitgehend beraubt, intensivierte er die Vereins- und Verbandsarbeit, bis 1935 die katholischen Arbeitervereine in Münster, 1938 auch in Mainz und Limburg ebenso wie die Verbandszeitschrift Ketteler-Wacht verboten wurden. 1939 wurde Letterhaus zum Wehrdienst einberufen. Freunde aus den Widerstandskreisen verschafften ihm ab 1942 eine Stelle in der Presseabteilung bei der Auslandsabteilung, der Abwehr des Oberkommandos der Wehrmacht. Er gehörte zum führenden Kreis der Widerstandskämpfer, hatte Verbindungen zu Alfred Delp, Carl Goerdeler, Nikolaus Groß, Jakob Kaiser, Wilhelm Leuschner und anderen und war als Mitglied der neuen Regierung im Gespräch.

Am 20. Juli 1944, nach dem Attentat auf Hitler, das er für nötig erachtete, eine persönliche Beteiligung aber aus Gewissensgründen ablehnte, lehnte er ein Untertauchen in den Niederlanden ab und wurde nach fünf Tagen verhaftet, weil sein Name auf den Listen der Widerständler für Verantwortungsträger nach dem Kriegsende stand. Er wurde ins Konzentrationslager Ravensbrück eingeliefert, dann ins Gefängnis nach Berlin-Tegel verlegt. Am 13. November durch Volksgerichtshof unter der Leitung von Roland Freisler wegen Landes- und Hochverrats zum Tode durch den Strang verurteilt und am darauffolgenden Tag getötet.

 

Hl. Alberich von Utrecht – Bischof

* in Friesland
† 14. November 784 daselbst

Alberich stammte aus dem königlichem Geschlecht der Merowinger, wurde Benediktinermönch und Prior in Köln. 780 wurde er als Nachfolger seines Onkels Gregor der zweite Bischof von Utrecht und wirkte tatkräftig als Missionar der Friesen; dabei fand er den Tod.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

14.11.2019

Hl. John Henry Newman (1801-1890) Kardinal

„Das Reich Gottes ist (schon) mitten unter euch“

Ist es schwierig für den Glauben, das Wort der Schrift über unsere Verbindung mit einer höheren Welt anzunehmen? Die Welt der Geister ist zwar unsichtbar, aber gegenwärtig: Gegenwart, nicht Zukunft, nicht Ferne. Sie ist nicht oberhalb des Himmels, sie ist nicht jenseits des Grabes, sie ist hier und jetzt: „Das Reich Gottes ist unter uns“ (vgl. Lk 17,21). Davon spricht der hl. Paulus, wenn er sagt: „Wir starren nicht auf das Sichtbare, sondern blicken nach dem Unsichtbaren aus, denn das Sichtbare ist vergänglich, das Unsichtbare ist ewig“ (vgl. 2 Kor 4,18) So ist das verborgene Reich Gottes; und wie es jetzt verborgen ist, so wird es offenbar werden, wenn die Zeit gekommen ist. Die Menschen denken, sie seien die Herren der Welt und könnten machen, was sie wollen. Sie denken, diese Erde sei ihr Eigentum und sie könnten ihren Lauf bestimmen; während doch die Kleinen darin wohnen, die zu Christus gehören, von ihnen jedoch verachtet werden, und seine Engel, an die sie nicht glauben. Und diese werden am Ende die Welt in Besitz nehmen und sich offenbaren. Gegenwärtig läuft scheinbar alles so weiter wie von Beginn der Schöpfung an, und die Spötter fragen: „Wo bleibt denn seine verheißene Ankunft?“ (2 Petr 3,4). Zur festgesetzten Zeit aber wird es „das Offenbar werden der Söhne Gottes“ geben, und dann „werden die Gerechten im Reich ihres Vaters wie die Sonne leuchten“ (Röm 8,19; Mt 13,43). Als die Engel den Hirten erschienen, war das eine plötzliche Erscheinung: „Plötzlich war bei dem Engel ein großes himmlisches Heer“ (Lk 2,13). Was für ein wunderbarer Anblick! Vorher schien es eine Nacht wie jede andere Nacht zu sein: Sie hielten Wache bei ihren Herden; sie beobachteten den Lauf der Nacht. Die Sterne zogen ihre Bahn: es war Mitternacht. Sie hatten keine Ahnung von dem Ereignis, als der Engel erschien. So ist es mit der Macht und Stärke, die in den Dingen, die wir sehen, verborgenen sind, und nach Gottes Willen werden sie offenbar.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

Tagesevangelium – 14.11.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 17,20-25

Hier zum Nachhören

In jener Zeit als Jesus von den Pharisäern gefragt wurde, wann das Reich Gottes komme, antwortete er: Das Reich Gottes kommt nicht so, dass man es an äußeren Zeichen erkennen könnte. Man kann auch nicht sagen: Seht, hier ist es!, oder: Dort ist es! Denn: Das Reich Gottes ist (schon) mitten unter euch. Er sagte zu den Jüngern: Es wird eine Zeit kommen, in der ihr euch danach sehnt, auch nur einen von den Tagen des Menschensohnes zu erleben; aber ihr werdet ihn nicht erleben. Und wenn man zu euch sagt: Dort ist er! Hier ist er!, so geht nicht hin, und lauft nicht hinterher! Denn wie der Blitz von einem Ende des Himmels bis zum anderen leuchtet, so wird der Menschensohn an seinem Tag erscheinen. Vorher aber muss er vieles erleiden und von dieser Generation verworfen werden.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria