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Aus Psalm 130

Hier zum Nachhören

Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir:
Herr, höre meine Stimme!
Wende dein Ohr mir zu,
achte auf mein lautes Flehen!

Würdest du, Herr, unsere Sünden beachten,
Herr, wer könnte bestehen?
Doch bei dir ist Vergebung,
damit man in Ehrfurcht dir dient.

Ich hoffe auf den Herrn, es hofft meine Seele,
ich warte voll Vertrauen auf sein Wort
Meine Seele wartet auf den Herrn
mehr als die Wächter auf den Morgen.

Mehr als die Wächter auf den Morgen
soll Israel harren auf den Herrn.
Ja, er wird Israel erlösen
von all seinen Sünden.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

08.10.2019

Hl. Gertrud von Helfta (1256-1301) Benediktinerin

Als sie einst in ihrem Herzen sich beklagte, dass sie es nicht vermochte, ein so großes Verlangen zu haben, wie es der Ehre Gottes entspräche, wurde sie von Gott belehrt, dass es ihm vollkommen genüge, wenn der Mensch nur wünsche, ein großes Verlangen zu haben, sofern er kein größeres haben könne; und dass sein Verlangen vor Gott ebenso groß sei, wie er es zu haben wünsche. Ja, wenn das Herz den Wunsch in sich trage, ein solches Verlangen zu besitzen, so habe Gott eine größere Freude daran, in einem solchen Herzen zu wohnen, als je ein Mensch sich freuen könne, unter Blumen zu weilen, die in Frühlingsanmut blühen. Einstmals durch körperliches Leiden gehindert, hatte sie einige Tage weniger aufmerksam auf Gott geachtet, sobald sie aber zu sich selber zurückkehrte, fühlte sie ihre Gewissen sehr beschwert und bekannte diesen Fehler demütig vor dem Herrn. Augenblicklich empfand sie, dass die göttliche Huld sich zu ihr hinneigte und sprach: „Meine Tochter, du bist immer bei mir, und alles, was ich habe, ist dein.“ Hierdurch wurde ihr Folgendes klar: Wenn der Mensch aus Gebrechlichkeit es zuweilen auch unterlässt, seine Absicht auf Gott zu richten, so unterlässt es die huldreiche Barmherzigkeit Gottes doch nicht, alle unsere Werke einer ewigen Belohnung würdig zu halten, sofern nur der Wille nicht von Gott abgekehrt wird und der Mensch oftmals über alles, was sein Gewissen quält, Reue erweckt.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

Tagesevangelium – 08.10.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 10,38-42

Hier zum Nachhören

In jener Zeit kam Jesus in ein Dorf. Eine Frau namens Marta nahm ihn freundlich auf.
Sie hatte eine Schwester, die Maria hieß. Maria setzte sich dem Herrn zu Füßen und hörte seinen Worten zu. Marta aber war ganz davon in Anspruch genommen, für ihn zu sorgen. Sie kam zu ihm und sagte: Herr, kümmert es dich nicht, dass meine Schwester die ganze Arbeit mir allein überlässt? Sag ihr doch, sie soll mir helfen! Der Herr antwortete: Marta, Marta, du machst dir viele Sorgen und Mühen. Aber nur eines ist notwendig. Maria hat den guten Teil gewählt, der wird ihr nicht genommen werden.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Gebetsaktion mit Blick auf die Amazonassynode

(Rom) Kardinal Raymond Burke setzt die von ihm initiierte Gebetsaktion Operation Storm Heaven fort. Der Blick geht dabei besonders auf die beginnende Amazonassynode. Der Kardinaldiakon von Sant’Agata dei Goti und Kardinalpatron des Souveränen Malteserordens ist einer der profiliertesten Verteidiger des katholischen Glaubens und der katholischen Kirche.

Jeden ersten Tag im Monat wird der Kardinal um 7 Uhr früh die heilige Messe zelebrieren und anschließend den Rosenkranz in diesem Anliegen beten, um den Himmel um Beistand für die Kirche zu bestürmen.

Der Kardinal ruft die Gläubigen auf, die sich seit 2016 der Gebetsaktion angeschlossen haben, diese starke Gebetsübung beizubehalten und fortzuführen, „die uns seit mehr als drei Jahren vereint“.

Kardinal Burke erhob in den vergangenen Wochen mehrfach und weltweit vernehmbar seine Stimme, um die immerwährende Glaubenslehre zu verteidigen. Er warnt vor Irrtümern und Häresien, die durch das Instrumentum laboris in die am 6. Oktober beginnende Amazonassynode und durch diese in die Weltkirche hineingetragen werden sollen. In diesem Sinne rief der Kardinal zusammen mit Weihbischof Athanasius Schneider jüngst zum Gebet für Papst und Synodalen und gegen Irrtümer und Häresien auf.

Der heilige Pater Pio sagte:

„Der Rosenkranz ist die Waffe für diese Zeiten.“

Und Erzbischof Fulton Sheen:

„Die Macht des Rosenkranzes übersteigt jede Beschreibung.“

Der Kardinal zelebriert die heilige Messe an jedem Ersten des Monats im Anliegen der Gebetsaktion und für die Beter.

Quelle: katholisches Bild: Chiesa e postconcilio

Gefeiert am 7. Oktober

Selige Chiara Badano

*29. Oktober 1971 in Sassello in Nord-Italien
† 7. Oktober 1990

Chiara  Badano wurde in Sasello an der ligurischen Küste in eine katholische Familie als einziges Kind hineingeboren. Sie lernte mit neun Jahren die Fokolar-Bewegung in Rom kennen und war aktiv in der Gen-Bewegung (Junge  Generation) der Fokolare engagiert. Sie war ein aktiver Mensch und liebte Musik und Sport. Ihr Ziel war, Kinderärztin 
in Afrika zu werden. Ab 1985, nach dem Umzug der Familie nach Savona, besuchte sie das dortige Humanistische Gymnasium Bereits mit 10 Jahren beschloss sie, die Heilige Schrift zur Grundlage ihres Lebens zu machen und schrieb in diesem Sinn an Chiara Lubich, die Gründerin der Fokolar-Bewegung.
 Ihr junges Leben war bereits von einer tiefen Beziehung zu Jesus geprägt.

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Mit 17 Jahren fühlte sie während eines Tennismatchs einen stechenden Schmerz. Die Diagnose der Ärzte: Knochenkrebs. Die Nachricht der unheilbaren Krankheit traf das fröhliche und sportbegeisterte junge Mädchen hart, doch sie machte sich mit unerschütterlicher Zuversicht und tiefem Glauben an die Nähe Gottes auf den Weg. Das Zunichtewerden all ihrer Pläne und ihr Leiden machte sie Jesus zum Geschenk. Freunde, Ärzte und Eltern waren immer wieder beeindruckt von der tiefen Freude und der inneren Klarheit, die Chiara Badano trotz vieler Schmerzen ausstrahlte, und nicht wenige fanden durch ihr Zeugnis zum Glauben. Mit der Zeit musste sie sich immer häufiger Krankenhausaufenthalten und Behandlungen unterziehen und bekam immer größere Schmerzen. Chiara konnte bald ihre Beine nicht mehr gebrauchen. Eine schmerzhafte  Operation blieb ohne Erfolg. Im Sommer 1990 beschlossen die Ärzte, die Behandlungen einzustellen, weil sich die Krankheit nicht mehr aufhalten ließ. Doch niemals verlor Chiara ihre innere Freunde und ihr Strahlen. Ihre Freunde, die kamen, um ihr in ihrem Leiden beizustehen, mussten feststellen, dass Chiara es war, die ihnen Mut und Zuversicht und und tiefen Glauben vermittelte. Chiara Lubich, die sie auf ihrem Krankenlager besuchte, gab ihr den Beinamen Luce (Licht), denn das war sie: Chiara Luce – ein klares Licht.

Der Bischof ihrer Diözese, Livio Maritano, hatte sie in der letzten Phase ihres Lebens begleitet und war betroffen von der Entschiedenheit, mit der sie auch im Leiden aus ihrer intensiven Beziehung zu Jesus lebte. Er war es, der den Prozess der Seligsprechung angestoßen hatte.

Mit Freude gab sie sich dem Willen Gottes anheim. Zu ihrer Mutter sagte sie öfter: „Jeder Augenblick ist kostbar; er darf nicht vergeudet werden. Wenn er gut gelebt wird, hat alles einen Sinn. Alles relativiert sich, auch in den schrecklichsten Momenten, wenn wir es Jesus schenken. Deshalb geht der Schmerz nicht verloren, sondern hat einen Sinn als Geschenk für Jesus.“ Ihren Freunden gesteht  sie: „Jetzt fühle ich mich als Teil eines wunderbaren Planes, der sich mir nach und nach enthüllt.“ Ihre letzten Worte richteten sich an ihre  Mutter: „Sei glücklich, denn ich bin es auch!“

Chiara Badano wurde 2010 selig gesprochen.

 

Hl. Justina – Märtyrerin

† 302 in Padua in Italien

Justina wurde der Überlieferung nach von Maximinian Herculaeus, dem Mitkaiser Diokletians, als christliche Jungfrau in Padua zum Tode verurteilt und von einem Soldaten unmittelbar danach, noch ehe der Henker kam, mit dem Schwert durchbohrt.

Über Justinas Grab in Padua wurde schon im 6. Jahrhundert eine Basilika erbaut.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

07.10.2019

Benedikt XVI. – Papst von 2005-2013

„Wer von diesen dreien hat sich als der Nächste dessen erwiesen, der von den Räubern überfallen wurde?“

Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter (vgl. Lk 10,25–37) bringt vor allem zwei wichtige Klärungen. Während der Begriff „Nächster“ bisher wesentlich auf den Volksgenossen und den im Land Israel ansässig gewordenen Fremden, also auf die Solidargemeinschaft eines Landes und Volkes bezogen war, wird diese Grenze nun weggenommen: Jeder, der mich braucht und dem ich helfen kann, ist mein Nächster. Der Begriff „Nächster“ wird universalisiert und bleibt doch konkret. Er wird trotz der Ausweitung auf alle Menschen nicht zum Ausdruck einer unverbindlichen Fernstenliebe, sondern verlangt meinen praktischen Einsatz hier und jetzt. Es bleibt Aufgabe der Kirche, diese Verbindung von Weite und Nähe immer wieder ins praktische Leben ihrer Glieder hinein auszulegen. Schließlich ist hier im Besonderen noch das große Gleichnis vom letzten Gericht (vgl. Mt 25,31–46) zu erwähnen, in dem die Liebe zum Maßstab für den endgültigen Entscheid über Wert oder Unwert eines Menschenlebens wird. Jesus identifiziert sich mit den Notleidenden: den Hungernden, den Dürstenden, den Fremden, den Nackten, den Kranken, denen im Gefängnis. „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“ (Mt 25,40). Gottes- und Nächstenliebe verschmelzen […].

Quelle: Enzyklika „Deus caritas est“ vom 25.12.2005, © Libreria Editrice Vaticana

Tagesevangelium – 07.10.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 10,25-37

Hier zum Nachhören

Da stand ein Gesetzeslehrer auf, und um Jesus auf die Probe zu stellen, fragte er ihn: Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen? Jesus sagte zu ihm: Was steht im Gesetz? Was liest du dort? Er antwortete: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deiner Kraft und all deinen Gedanken, und: Deinen Nächsten sollst du lieben wie dich selbst. Jesus sagte zu ihm: Du hast richtig geantwortet. Handle danach, und du wirst leben. Der Gesetzeslehrer wollte seine Frage rechtfertigen und sagte zu Jesus: Und wer ist mein Nächster? Darauf antwortete ihm Jesus: Ein Mann ging von Jerusalem nach Jericho hinab und wurde von Räubern überfallen. Sie plünderten ihn aus und schlugen ihn nieder; dann gingen sie weg und ließen ihn halbtot liegen. Zufällig kam ein Priester denselben Weg herab; er sah ihn und ging weiter. Auch ein Levit kam zu der Stelle; er sah ihn und ging weiter. Dann kam ein Mann aus Samarien, der auf der Reise war. Als er ihn sah, hatte er Mitleid, ging zu ihm hin, goss Öl und Wein auf seine Wunden und verband sie. Dann hob er ihn auf sein Reittier, brachte ihn zu einer Herberge und sorgte für ihn. Am anderen Morgen holte er zwei Denare hervor, gab sie dem Wirt und sagte: Sorge für ihn, und wenn du mehr für ihn brauchst, werde ich es dir bezahlen, wenn ich wiederkomme. Was meinst du: Wer von diesen dreien hat sich als der Nächste dessen erwiesen, der von den Räubern überfallen wurde? Der Gesetzeslehrer antwortete: Der, der barmherzig an ihm gehandelt hat. Da sagte Jesus zu ihm: Dann geh und handle genauso!

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

06.10.2019 – Worte von Bruder Johannes Paul CFM.SCJ

Von Bruder Johannes Paul CFM.SCJ , Herz Jesu Franziskaner

„Wir, die Mitglieder der Kongregation der Herz Jesu Franziskaner, sollten niemals die unverdienten Gnaden vergessen, die Gott uns durch das Allerheiligste Sakrament des Altares täglich schenkt. Die Opfermesse des Altares ist die Vergegenwärtigung des Kreuzesopfers.“

Ⓒ corjesu.info CFM.SCJ – Kongregation der Herz Jesu Franziskaner  2015-2019

Gefeiert am 6. Oktober

Hl. Bruno von Chartreuse – Hl. Bruno der Karthäuser – Hl. Bruno von Köln

Einsiedler und Ordensgründer

* um 1030 in Köln in Nordrhein-Westfalen
† 6. Oktober 1101 im Kloster Santa Maria dell’Eremo im Tal La Torre beim heutigen Serra San Bruno in Italien

Bruno, der Stifter des Kartäuserordens, stammte aus Köln. Geboren um 1030, wurde er Kanonikus an St. Kunibert in Köln, 1057 Leiter der Domschule in Reims, wo der spätere Papst Urban II. sein Schüler war. Mit Erlaubnis des Bischofs von Grenoble gründete er 1084 mit sechs gleichgesinnten Freunden eine Eremiten-Siedlung in der Einsamkeit von Cartusia (Chartreuse). Das war die erste „Kartause“ (La Grande Chartreuse) und der Anfang des Kartäuserordens, des einzigen Ordens der katholischen Kirche, der nie reformiert zu werden brauchte. Sechs Jahre später rief ihn Papst Urban II. als seinen Berater nach Rom. 1091 gründete Bruno die Kartause La Torre in Kalabrien. Dort starb er am 6. Oktober 1101.

„Die Einsamkeit ist der Weg, der zum Leben führt. Hier tauscht man Himmlisches für Irdisches ein und Ewiges für Vergängliches.“ (Bruno)

 

Hl. Fides – Märtyrerin

† um 307 in Agen in Frankreich

Fides war 13 Jahre alt, als sie nach der Legende wegen ihres standhaften Glaubensbekenntnisses unter Maximinian Herkulaeus um 307 auf einem glühenden Rost gemartert und enthauptet wurde.

Ihre Reliquien wurden 855 von Agen nach Conques übertragen, wo Fides als Sainte Foy verehrt wird; einige ihrer Reliquien kamen 1094 nach Schlettstadt.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

Aus Psalm 95

Hier zum Nachhören

Kommt, lasst uns jubeln vor dem Herrn
und zujauchzen dem Fels unsres Heiles!
Lasst uns mit Lob seinem Angesicht nahen,
vor ihm jauchzen mit Liedern!

Kommt, lasst uns niederfallen, uns vor ihm verneigen,
lasst uns niederknien vor dem Herrn, unserm Schöpfer!
Denn er ist unser Gott,
wir sind das Volk seiner Weide,
die Herde, von seiner Hand geführt.

Ach, würdet ihr doch heute auf seine Stimme hören!
„Verhärtet euer Herz nicht wie in Meriba,
wie in der Wüste am Tag von Massa!
Dort haben eure Väter mich versucht,
sie haben mich auf die Probe gestellt
und hatten doch mein Tun gesehen.“

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria