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15.09.2019

Jesus und deine Seele müssen gemeinsam den Weinberg bestellen. Deine Aufgabe ist es, die Steine zu sammeln und wegzuschaffen, sowie Unkraut und Dornen auszureißen. Jesu Aufgabe ist es zu säen, zu pflanzen, zu pflegen und zu gießen. Aber auch bei deiner Arbeit ist Jesus mit tätig, denn ohne Ihn gelingt dir nichts !

Quelle: Worte des hl. P. Pio, CFM.SCJ Archiv Kairo

Gefeiert am 15. September

Hl. Katharina – Mystikerin

* 1447 in Genua in Italien
† 15. September 1510 daselbst

Caterina war eine Tochter der adligen Familie Fieschi, aus der auch die beiden Päpste Innozenz IV. und Hadrian V. stammten. Ihr Vater war Vizekönig von Neapel. Obwohl sie in ein Kloster eintreten wollte, wurde sie mit 16 Jahren mit dem Genueser Edelmann Giuliano Adorno verheiratet, dem Glaube und Religion nichts galten und der allein den Vergügungen nachjagte. Sie dagegen wandte sich immer intensiver dem Glauben zu. Im Jahr 1474 kündigte ihr eine Vision eine baldige Veränderung an. Tatsächlich verlor ihr Mann sein Vermögen und wurde fromm. Katharina wurde Krankenpflegerin im Frauenhospital Pammatone in Genua, wo sie sich rastlos aufopferte, besonders während zweier Pestepidemien. 1491 übernahm sie die Leitung des Krankenhauses. Sie kasteite sich, während der Fastenzeit ernährte sie sich nur von der hl. Kommunion. Ihre wundervollen Offenbarungen gab sie in ihren beiden Büchern „Dialoge von Seele und Körper“ sowie „Abhandlung über das  Fegefeuer“ wieder. Das Fegefeuer ist für sie zwar ein Ort des Leidens, aber die Seelen sind dort von Freude erfüllt, weil sie sich von Gott  geleitet wissen, deshalb verstärkt sich der Schmerz, aber auch die Freude, je näher der Zeitpunkt ihrer Erlösung heranrückt

Durch ihre mystischen Schriften wurde sie über Genua hinaus in Italien und Frankreich bekannt.

Katharina ist Patronin der Stadt Genua und seit 1944 Zweitpatronin der italienischen Krankenhäuser. 1737 wurde sie von Papst Klemens XII. heilig gesprochen.

 

Hl. Oranna – Einsiedlerin, Glaubensbotin an Mosel und Saar

* in Schottland (?)
† im 6. Jahrhundert (?) im Saarland

Oranna war nach der Legende eine schottische Königstochter, die vom Vater wegen ihrer Schwerhörigkeit verstoßen wurde; andere Quellen nennen ihren Vater einen Herzog in Lothringen. Sie kam mit iroschottischen Mönchen in die Gegend von Berus bei Saarlouis, wurde auf wundersame Weise geheilt und lebte dann als Einsiedlerin und Glaubensbotin im Gebiet der oberen Mosel und der Saar im Saarland.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

Tagesevangelium – 15.09.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 15,1-32

Hier zum Nachhören

In jener Zeit kamen alle Zöllner und Sünder zu Jesus, um ihn zu hören.
Die Pharisäer und die Schriftgelehrten empörten sich darüber und sagten: Er gibt sich mit Sündern ab und isst sogar mit ihnen. Da erzählte er ihnen ein Gleichnis und sagte:
Wenn einer von euch hundert Schafe hat und eins davon verliert, lässt er dann nicht die neunundneunzig in der Steppe zurück und geht dem verlorenen nach, bis er es findet?
Und wenn er es gefunden hat, nimmt er es voll Freude auf die Schultern, und wenn er nach Hause kommt, ruft er seine Freunde und Nachbarn zusammen und sagt zu ihnen: Freut euch mit mir; ich habe mein Schaf wiedergefunden, das verloren war. Ich sage euch: Ebenso wird auch im Himmel mehr Freude herrschen über einen einzigen Sünder, der umkehrt, als über neunundneunzig Gerechte, die es nicht nötig haben umzukehren. Oder wenn eine Frau zehn Drachmen hat und eine davon verliert, zündet sie dann nicht eine Lampe an, fegt das ganze Haus und sucht unermüdlich, bis sie das Geldstück findet? Und wenn sie es gefunden hat, ruft sie ihre Freundinnen und Nachbarinnen zusammen und sagt: Freut euch mit mir; ich habe die Drachme wiedergefunden, die ich verloren hatte. Ich sage euch: Ebenso herrscht auch bei den Engeln Gottes Freude über einen einzigen Sünder, der umkehrt. Weiter sagte Jesus: Ein Mann hatte zwei Söhne. Der jüngere von ihnen sagte zu seinem Vater: Vater, gib mir das Erbteil, das mir zusteht. Da teilte der Vater das Vermögen auf. Nach wenigen Tagen packte der jüngere Sohn alles zusammen und zog in ein fernes Land. Dort führte er ein zügelloses Leben und verschleuderte sein Vermögen. Als er alles durchgebracht hatte, kam eine große Hungersnot über das Land, und es ging ihm sehr schlecht. Da ging er zu einem Bürger des Landes und drängte sich ihm auf; der schickte ihn aufs Feld zum Schweinehüten. Er hätte gern seinen Hunger mit den Futterschoten gestillt, die die Schweine fraßen; aber niemand gab ihm davon.
Da ging er in sich und sagte: Wie viele Tagelöhner meines Vaters haben mehr als genug zu essen, und ich komme hier vor Hunger um. Ich will aufbrechen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt. Ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein; mach mich zu einem deiner Tagelöhner. Dann brach er auf und ging zu seinem Vater. Der Vater sah ihn schon von weitem kommen, und er hatte Mitleid mit ihm. Er lief dem Sohn entgegen, fiel ihm um den Hals und küsste ihn. Da sagte der Sohn: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt; ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein. Der Vater aber sagte zu seinen Knechten: Holt schnell das beste Gewand, und zieht es ihm an, steckt ihm einen Ring an die Hand, und zieht ihm Schuhe an. Bringt das Mastkalb her, und schlachtet es; wir wollen essen und fröhlich sein. Denn mein Sohn war tot und lebt wieder; er war verloren und ist wiedergefunden worden. Und sie begannen, ein fröhliches Fest zu feiern. Sein älterer Sohn war unterdessen auf dem Feld. Als er heimging und in die Nähe des Hauses kam, hörte er Musik und Tanz. Da rief er einen der Knechte und fragte, was das bedeuten solle. Der Knecht antwortete: Dein Bruder ist gekommen, und dein Vater hat das Mastkalb schlachten lassen, weil er ihn heil und gesund wiederbekommen hat. Da wurde er zornig und wollte nicht hineingehen. Sein Vater aber kam heraus und redete ihm gut zu. Doch er erwiderte dem Vater: So viele Jahre schon diene ich dir, und nie habe ich gegen deinen Willen gehandelt; mir aber hast du nie auch nur einen Ziegenbock geschenkt, damit ich mit meinen Freunden ein Fest feiern konnte. Kaum aber ist der hier gekommen, dein Sohn, der dein Vermögen mit Dirnen durchgebracht hat, da hast du für ihn das Mastkalb geschlachtet.
Der Vater antwortete ihm: Mein Kind, du bist immer bei mir, und alles, was mein ist, ist auch dein. Aber jetzt müssen wir uns doch freuen und ein Fest feiern; denn dein Bruder war tot und lebt wieder; er war verloren und ist wiedergefunden worden.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Gefeiert am 14. September

Fest der Kreuzerhöhung

Das Fest Kreuzerhöhung im September hat seinen Ursprung in Jerusalem; dort war am 13. September 335 die Konstantinische Basilika über dem Heiligen Grab feierlich eingeweiht worden. Der 13. September war auch der Jahrestag der Auffindung des Kreuzes gewesen. Am 14. September, dem Tag nach der Kirchweihe, wurde in der neuen Kirche dem Volk zum ersten Mal das Kreuzesholz feierlich gezeigt („erhöht“) und zur Verehrung dargereicht. Später brachte man das Fest auch in Verbindung mit der Wiedergewinnung des heiligen Kreuzes durch Kaiser Heraklius im Jahr 628; in einem unglücklichen Krieg war das Kreuz an die Perser verlorengegangen. Heraklius brachte es feierlich an seinen Platz in Jerusalem zurück.

 

Hl. Albert von Jerusalem – Bischof von Vercelli, Patriarch von Jerusalem, Märtyrer

* um 1150 in Gualtieri in Italien
† 14. September 1214 in Akko in Israel

Albert Avogadro wurde Mitglied im Kreuzritterorden in Mortara und wurde dort 1180 Prior. 1184 wurde er zum Bischof von Bobbio ernannt, 1185 wurde er Bischof von Vercelli und ab 1206, nach einer Wallfahrt, lateinischer Patriarch von Jerusalem. Er verfasste die Regel der Einsiedler bei der Eliasquelle am Berg Karmel, aus der sich die Regel des 1274 entstandenen Karmeliterordens entwickelte: Inneres und äußeres Schweigen, beständiges Gebet und kontemplative Betrachtung der Bibeltexte sind ihre Grundprinzipien. Auf dem Weg zum 4. Laterankonzil in Rom wurde Albert von einem Gegner während einer Prozession ermordet.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

14.09.2019

Hl. Gertrud von Helfta (1256-1301) Benediktinerin

Mach für mich durch die Kraft deines Kreuzes allen Lebensverlust wieder gut

O du Weisheit, was für ein Spiel führst du zu Ende, mit was für einer scherzenden Rede umkreist du meinen Jesus. Vollständig entblößt du den König der Herrlichkeit, machst ihn zu einer Schaustellung der Schande. Du bindest den Kaufpreis für die ganze Welt an eine Säule. Du als Einzige wägst ab und entscheidest darüber, welchen Wert das Sakrament haben soll, das die Schuld sämtlicher Gesetzesübertretung tilgen kann. Du bist es, die am Kreuz das Leben aller von der Erde aus erhöht, damit es in seinem Tod alles an sich zieht und lebendig macht. O Liebe, du weise, was für ein Verband bereitest du als Heilmittel gegen den allgemeinen Untergang. O was für ein Wundpflaster legst du auf, damit du die Wunden aller heilst. O Liebe, dein Beschluss wird die Hilfe für die Verlorenen. Den Unschuldigen verdammst du, damit du den elenden Angeklagten zum Heil führen kannst. Unschuldiges Blut vergießt du, damit du die zürnende Gerechtigkeit besänftigen kannst und den Armen und Mittellosen einen milden Vater verschaffst. O du weise Liebe, dein Spruch ist das erlösende Wort für die Elenden. Du betreibst die Sache des Friedens. Dem Einspruch des Erbarmens schenkst du Gehör. Der Not eines jeden kommst du mit klugem Ratschlag zu Hilfe, mit dem gütigsten Willen deiner Milde. Du setzt dem allgegenwärtigen Elend ein Ende durch das herrliche Werk deiner Barmherzigkeit. O Liebe, es ist dieser Gedanke von dir, der den Verlorenen die Gelegenheit für das Heil bietet. Schau her, o Weisheit, schon steht dein Vorratskeller offen, erfüllt von deiner Güte. Ja, schau mich doch an, mich, den Angeklagten, der draußen vor der Tür deiner erbarmenden Liebe steht. Ja, fülle doch das dünne Mäntelchen meiner Armut mit dem Segen deiner Süße. Sieh her, vor dir steht die leere Schale meiner Sehnsucht. Ja, wenn sich doch nur ein kleines Schloss zu deiner Fülle öffnete. Lehre mein Herz deine lauteren Pläne, deine klaren Anordnungen, deine verlässlichen Gesetze. (Ps 19,8) Lass mich an deine Gebote denken und danach handeln. Mein Jesus, handle an mir nicht nach meinen Sünden und vergilt mir nicht nach meiner Schuld. (Ps 103,10.18) Ja, und so wie du mir durch dein Blut wahrhaft verziehen hast, so mache für mich durch die Kraft deines kostbaren Kreuzes allen Lebensverlust wieder gut.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

Lesung aus dem Buch Numeri 21,4-9

Hier zum Nachhören

In jenen Tagen brachen die Israeliten vom Berg Hor auf und schlugen die Richtung zum Schilfmeer ein, um Edom zu umgehen. Unterwegs aber verlor das Volk den Mut, es lehnte sich gegen Gott und gegen Mose auf und sagte: Warum habt ihr uns aus Ägypten heraufgeführt? Etwa damit wir in der Wüste sterben? Es gibt weder Brot noch Wasser. Dieser elenden Nahrung sind wir überdrüssig. Da schickte der Herr Giftschlangen unter das Volk. Sie bissen die Menschen, und viele Israeliten starben. Die Leute kamen zu Mose und sagten: Wir haben gesündigt, denn wir haben uns gegen den Herrn und gegen dich aufgelehnt. Bete zum Herrn, dass er uns von den Schlangen befreit. Da betete Mose für das Volk. Der Herr antwortete Mose: Mach dir eine Schlange, und häng sie an einer Fahnenstange auf! Jeder, der gebissen wird, wird am Leben bleiben, wenn er sie ansieht. Mose machte also eine Schlange aus Kupfer und hängte sie an einer Fahnenstange auf. Wenn nun jemand von einer Schlange gebissen wurde und zu der Kupferschlange aufblickte, blieb er am Leben.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

Tagesevangelium – 14.09.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes – Joh 3,13-17

Hier zum Nachhören

In jener Zeit sprach Jesus zu Nikodemus: Niemand ist in den Himmel hinaufgestiegen außer dem, der vom Himmel herabgestiegen ist: der Menschensohn. Und wie Mose die Schlange in der Wüste erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden, damit jeder, der an ihn glaubt, in ihm das ewige Leben hat. Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Gefeiert am 13. September

Hl. Johannes Chrysostomus – Patriarch von Konstantinopel und Kirchenvater

* 350 in Antiochia, heute Antakya in der Türkei
† 14. September 407 in Pityus in Kolchis, dem heutigen Sochumi in Georgien

Johannes mit dem Beinamen Chrysostomus (Goldmund), der große Prediger und Seelsorger, wurde gegen 350 in Antiochien geboren. Ein heidnischer Philosoph, der die Mutter des Johannes kennen gelernt hatte, rief aus: „Was für wunderbare Frauen findet man bei den Christen!“ Johannes studierte ausgiebig antike Rechtswissenschaft und Rhetorik. 369 empfing er die Taufe, 374 schloss er sich für einige Jahre einer Eremitengruppe auf einem Berg in der Nähe von Antiochien an. 386 wurde er Priester; bald wurde er durch seine Predigten berühmt, die geradezu einen politischen Machtfaktor darstellten. 397 wurde er als Patriarch nach Konstantinopel geholt. Er lebte weiterhin einfach wie ein Mönch, predigte, erklärte die Heilige Schrift, sorgte für die Armen und die Kranken.

Er verkaufte die Luxusgegenstände im Bischofspalast, um die Hungrigen zu speisen, und brachte die Finanzen der Kirche unter rigorose Kontrolle. Ebenso befahl er, die Kirchen dann zu öffnen, wenn das arbeitende Volk sie besuchen konnte. Diese Maßnahmen brachten ihm Ansehen beim Volk, aber die Missgunst der Wohlhabenden und des Klerus.

Er mahnte zur häufigen Kommunion, aber auch zur Ehrfurcht vor den göttlichen Mysterien. Seine Seelengröße zeigte Johannes im Leiden. Die Kaiserin fühlte sich be­troffen, als der Bischof gegen den Luxus der reichen Damen predigte, und betrieb seine Absetzung. Sie hatte Erfolg, und Johannes musste in die Verbannung gehen. Zwar konnte er bald zurückkehren, aber eine zweite Ausweisung war endgültig. Johannes wurde nach Armenien gebracht und sollte von dort an das Ostufer des Schwarzen Meeres transportiert werden. Unterwegs starb er an Erschöpfung; seine letz­ten Worte waren: „Gott sei für alles gepriesen!“ Das war am 14. Sep­tember 407.

Die Anmaßung

„Es gibt nichts Schlimmeres als die Anmaßung. Sie nimmt den Menschen die vernünftige Überlegung und zieht ihnen den Ruf der Albernheit zu, ja sie bringt sie so weit, dass sie völlig unvernünftig werden.“ (Johannes Chrysostomus)

 

Hl. Notburg (Notburga) Magd

* um 1265 in Rattenberg in Tirol in Österreich
† 14. September 1313 auf Schloss Rottenburg in Buch in Tirol in Österreich

Notburg, eine Bauernmagd, lebte nach alter Überlieferung im 9. oder 10. Jahrhundert.

Der Arzt und Volksschriftsteller Hippolyt Guarinoni sammelte die Legenden und berichtet von Notburg aus der Zeit um 1265 bis 1313. Die Tochter eines Hutmachers war demnach als Magd auf Schloss Rottenburg in Buch in Tirol tätig. Sie war ein Vorbild an Treue und Pflichterfüllung sowie an tätiger unablässiger Nächstenliebe aus tiefer Frömmigkeit. Sie soll Lebensmittel, die sie sich selbst vom Mund abgespart hatte, den Armen gebracht haben; auf die Frage ihres Dienstherrn, was sie da trage, hätten sich die Lebensmittel in Essig und Späne verwandelt. Wegen ihrer Mildtätigkeit wurde sie nach dem Tod der Gräfin entlassen und arbeitete dann bei einem Bauern in Eben. Mit diesem hatte sie vereinbart, am Vorabend von Sonn- und Festtagen beim Vesperläuten mit dem Mähen aufzuhören, um sich in dem nahegelegenen Rupertskirchlein auf den Feiertag vorzubereiten; als aber der Bauer darauf drang, die Arbeit auch beim Läuten fortzusetzen, rief sie „Feierabend“ und hängte ihre Sichel in die Luft, wo sie wundersam hängen blieb, bis sie sie nach ihrer Andacht wieder in die Hand nahm.

Nach dem Tod der jungen Gräfin lebte Notburg wieder als Köchin auf Schloss Rottenburg in Buch in Tirol.

Notburg ist die meistverehrteste Heilige Tirols, ihr geweihte Kirchen und Altäre gibt es in Tirol, der Ost-Steiermark und in Slowenien. Ihr Grab in Eben ist ein viel besuchter Wallfahrtsort. Geschichten, Lieder und Schauspiele erzählen von ihr. An einem Bauernhaus bezeugt eine Inschrift das unweit geschehene Sichel-Wunder. Das Notburga-Museum im Pfarrhaus des Ortsteils Eben in Maurach am Achensee wurde 2004 eröffnet. Die österreichische Bischofskonferenz ernannte sie 2008 zur Schutzpatronin der Trachten- und Heimatverbände.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

Tagesevangelium – 13.09.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 6,39-42

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Kann ein Blinder einen Blinden führen? Werden nicht beide in eine Grube fallen? Der Jünger steht nicht über seinem Meister; jeder aber, der alles gelernt hat, wird wie sein Meister sein. Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem eigenen Auge bemerkst du nicht? Wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Bruder, lass mich den Splitter aus deinem Auge herausziehen!, während du den Balken in deinem eigenen Auge nicht siehst? Du Heuchler! Zieh zuerst den Balken aus deinem Auge; dann kannst du versuchen, den Splitter aus dem Auge deines Bruders herauszuziehen.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Gefeiert am 12. September

Maria-Mariä Namen

Im Jahre 1513 erhielt die Diözese Cuenca in Neukastilien in Spanien die Erlaubnis zur Feier eines Festes zu Ehren des heiligen Namens Mariä. Bald baten auch andere Diözesen um dieses Vorrecht. Nach dem Sieg über die Türken bei Wien 1683 wurde der Tag durch Papst Innozenz XI. als Fest für die ganze Kirche eingeführt: Am 15. August hatte sich Polenkönig Jan III. Sobieski zusammen mit Karl V., Leopold von Lothringen, Maximilian Emanuel von Bayern, dem Markgrafen von Baden und dem Prinzen von Savoyen mit einem Heer von 65.000 Mann den dreimal so starken Türken, die seit zwei Monaten Wien belagerten, entgegengestellt und dabei das Banner der Gottesmutter vorangetragen. Am 12. September 1683 kam es zur entscheidenden Schlacht, in der die Türken vernichtend geschlagen wurden. Noch im gleichen Jahr bestimmte Papst Innozenz XI. die Feier des Festes Mariä Namen am Sonntag nach Mariä Geburt für die ganze katholische Kirche.

Papst Pius X. verlegte das Fest auf den 12. September, den Siegestag. Im römischen Generalkalender von 1970 wurde dieses Fest gestrichen, da es eine Doppelung zum Fest Mariä Geburt darstellt. Im Diözesankalender für das deutsche Sprachgebiet blieb es wegen des historischen Bezugs zum Sprachgebiet erhalten, v.a. in Österreich wird dieses Fest noch heute begangen. 2001 wurde der Tag als Gedenktag wieder in den Römischen Generalkalender aufgenommen.

Früher hatten die Armen an diesem Tag das Recht, auf den Feldern liegen gebliebenes Korn zu sammeln.

 

Hl. Grimoald – Priester

* in England
† Anfang des 12. Jahrhunderts

Grimoald wirkte als Priester in Pontecorvo im Königreich Neapel.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria