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Tagesevangelium – 10.09.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 6,12-19

Hier zum Nachhören

In jenen Tagen ging Jesus auf einen Berg, um zu beten. Und er verbrachte die ganze Nacht im Gebet zu Gott. Als es Tag wurde, rief er seine Jünger zu sich und wählte aus ihnen zwölf aus; sie nannte er auch Apostel. Es waren Simon, dem er den Namen Petrus gab, und sein Bruder Andreas, dazu Jakobus und Johannes, Philippus und Bartholomäus, Matthäus und Thomas, Jakobus, der Sohn des Alphäus, und Simon, genannt der Zelot, Judas, der Sohn des Jakobus, und Judas Iskariot, der zum Verräter wurde. Jesus stieg mit ihnen den Berg hinab. In der Ebene blieb er mit einer großen Schar seiner Jünger stehen, und viele Menschen aus ganz Judäa und Jerusalem und dem Küstengebiet von Tyrus und Sidon strömten herbei. Sie alle wollten ihn hören und von ihren Krankheiten geheilt werden. Auch die von unreinen Geistern Geplagten wurden geheilt. Alle Leute versuchten, ihn zu berühren; denn es ging eine Kraft von ihm aus, die alle heilte.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Bistum Limburg empfiehlt Besuch einer Moschee

Limburger Katholiken sollen in die Moscheen pilgern, weil am anderen Ende der Welt Muselmanen ermordet wurden. Der deutsche Schuldkult kennt keine Grenzen.

Islambeauftragter der Diözese will Katholiken zur freitägigen Anbetung des Gottes vom schwarzen Stein treiben.

„Jetzt waren einmal Mohammedaner die Opfer …“

Diese Aussage stimmt nur insoweit, als es Europa betrifft. Bei den seit der Einwanderungswelle in Europa verübten Terroranschlägen waren die Täter allerdings Mohammedaner.

In den Ländern des angeblich friedliebenden Islam freilich ebbt die Attentatswelle nicht ab: Schiiten gegen Suniten und umgekehrt.

„… am anderen Ende der Welt“

Weil es am anderen Ende der Welt einen Anschlag auf eine Moschee durch einen Nichtmohammedaner gegeben hat, ruft der Islambeauftragte der Diözese Limburg, Frank van der Velden, zum Besuch eines Freitagsgebetes in einer Moschee durch Katholiken auf.

So als ob ein europäischer Katholik europäische Mohammedaner während der Freitagsgebete für ihren Gott vom schwarzen Stein dahingemordet hätte.

Oder deutlicher: Weder die nach Europa zugezogenen Mohammedaner noch die christliche Bevölkerung Europas waren betroffen — weder als Opfer noch als Täter.

Limburger Schnapsidee

Die glorreiche Idee stammt von Frank van der Velden, dem Bischöflichen Beauftragten für Islamfragen des Bistums Limburg.

Van der Velden, ein mittfünfziger Theologieabsolvent, hat in Syrien Arabisch studiert und rund 17 Jahre in Ägypten gelebt. Daher dürfte auch sein Drang zum Islam stammen.

Limburg besitzt seit 14 Jahren als Zeichen der Islamisierung ein Gräberfeld für Mohammedaner. Weil Sargpflicht herrscht (von Muselmanen abgelehnt) und die Gräber nicht auf ewige Zeiten bestehen, läßt sich die Zahl der bestatteten Mekka-Jünglinge allerdings an zwei Händen abzählen.

Persönlicher Kontakt mit Hindernissen

Ünal Kaymakci, mohammedanischer Rechtsanwalt und Vorstandsmitglied der Islamischen Religionsgemeinschaft Hessen, verlautbarte, man werde den ungläubigen Besuchern des Freitagsgebetes einen Platz in der Moschee anbieten, um dem Gebet als Zaungäste beizuwohnen — Männer und Frauen müßten aber getrennt sitzen, wie im Europa des Mittelalters oder auch heutzutage in Synagogen eben.

Pech für weltoffene Emanzen auf der Suche nach multikulturellen Kontakten. Denn bei den Mohammedanern herrscht noch Zucht und Ordnung, wenn man beim Gebet den Kopf auf den Boden senkt (und zwangsweise die Kehrseite in die Höhe reckt).

Quelle: kreuz-net Bild: elmirex2009/Fotolia

Gefeiert am 9. September

Hl. Ciarán von Clonmacnoise – Klostergründer und erster Abt in Clonmacnoise

* 512 in Roscommon in Connacht in Irland
† 9. September 544 in Clonmacnoise in Irland

Ciaran war der Sohn des Schreiners und Wagenbauers Beoit. Schon in jungen Jahren kam er ins Kloster, als geistlichen Vater hatte er den hl. Finnian von Clonard (Gedenktag 12.12.). Er wurde Mönch in Clonard, galt als der Gelehrteste unter seinen Brüdern und wirkte als Lehrer der Tochter des Königs von Cuala. Zusammen mit dem hl. Enda von Aran (Gedenktag 21.3) lebte er etwa ab 534 sieben Jahre als Einsiedler auf Inishmore, einer der Aran-Inseln, dann als Mönch in Zentralirland, wo er den hl. Senan (Gedenktag 8.3.) kennenlernte und von wo er von seinen Brüdern vertrieben wurde, weil er wegen seiner Großzügigkeit gegenüber den Armen das Vermögen der Abtei gefährdete. Mit acht Brüdern lebte er dann in Dún Aengus auf der Insel Inishmore, bis er – wohl 544 – die Abtei Clonmacnoise (Cluain Mhic Nos) bei Athlone gründete, deren erster Abt er wurde. Seinem Kloster gab er eine strenge Regel, um damit Mönche zu gewinnen, die völlig der Welt entsagen wollten. Bekannt wurde er auch ob seiner Wundertaten.

Die von Ciaran gegründete Abtei Clonmacnoise wurde für Jahrhunderte ein Zentrum des Lernens und Denkens, bis sie 1552 durch die Engländer aufgelöst wurde.

 

Hl. Petrus Claver – Ordensmann, Missionar und Priester

* 1580 (oder 1581) in Verdú in Spanien
† 8. September 1654 in Cartagena in Kolumbien

Petrus trat im Alter von 22 Jahren in den Jesuiten-Orden ein. Er  studierte Philosophie an der Missionsschule in Mallorca, wo ihn der Pförtner Alonso Rodriguez für die Missionsarbeit begeistern konnte.  Petrus ging zunächst nach Westindien, dann nach Santa Fé bei Bogotá, schließlich nach Cartagena in Kolumbien, wo er zum Priester geweiht  wurde. Cartagena war Zentrum des Handels mit Sklaven aus Afrika. 38  Jahre brachte Petrus mit unermüdlicher Hilfe für diese Sklaven zu, wirkte vor allem auch in der medizinischen Versorgung und als Lehrer, er  nannte sich selbst „Sklave der Sklaven“. Man sagt, er habe mehr als  300.000 Menschen getauft, schon zu Lebzeiten nannte man ihn den „Apostel  der Neger“.

1850 wurde er selig-, 1888 heiliggesprochen. Am 7.Juli 1896 ernannte ihn Papst Leo XIII zum Patron der Mission unter den Schwarzen. Er gilt als Schutzheiliger Kolumbiens.

Eine Schwesternschaft, die in der Afrika-Mission tätig ist, trägt heute seinen Namen.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

09.09.2019

Katechismus der Katholischen Kirche § 2174–2175

Der Tag des Herrn: der Tag der Auferstehung, die neue Schöpfung

Jesus ist „am ersten Tag der Woche“ (Mk 16,2) von den Toten auferstanden. Als der „erste Tag“ erinnert der Tag der Auferstehung Christi an die erste Schöpfung. Als „achter Tag“, der auf den Sabbat folgt (vgl. Mk 16,1; Mt 28,1), bedeutet er die mit der Auferstehung Christi angebrochene neue Schöpfung. Er ist für die Christen zum ersten aller Tage, zum ersten aller Feste geworden, zum „Tag des Herrn“ [hè kyriakè heméra, dies dominica], zum „Sonntag“ […] Der Sonntag unterscheidet sich ausdrücklich vom Sabbat, anstelle dessen er, in Erfüllung des Sabbatgebotes, von den Christen allwöchentlich am Folgetag des Sabbats gefeiert wird. Der Sonntag erfüllt im Pascha Christi den geistlichen Sinn des jüdischen Sabbats und kündigt die ewige Ruhe des Menschen in Gott an.

Tagesevangelium – 09.09.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 6,6-11

Hier zum Nachhören

An einem anderen Sabbat ging Jesus in die Synagoge und lehrte. Dort saß ein Mann, dessen rechte Hand verdorrt war. Die Schriftgelehrten und die Pharisäer gaben acht, ob er am Sabbat heilen werde; sie suchten nämlich einen Grund zur Anklage gegen ihn. Er aber wusste, was sie im Sinn hatten, und sagte zu dem Mann mit der verdorrten Hand: Steh auf und stell dich in die Mitte! Der Mann stand auf und trat vor. Dann sagte Jesus zu ihnen: Ich frage euch: Was ist am Sabbat erlaubt: Gutes zu tun oder Böses, ein Leben zu retten oder es zugrunde gehen zu lassen? Und er sah sie alle der Reihe nach an und sagte dann zu dem Mann: Streck deine Hand aus! Er tat es, und seine Hand war wieder gesund. Da wurden sie von sinnloser Wut erfüllt und berieten, was sie gegen Jesus unternehmen könnten.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

„Kirchenkampf“

Bischof Krautwaschl in traditionslosem Umhang und verbogenem Stiegengeländer als Bischofsstab – Nicht die Priester, sondern die „Pastoralassistenten sollen Orientierungshelfer sein“. Die Alt-68er haben wieder Saison. 

Bischöfliches Mobbing gegen aktiven konservativen Pfarrer

Wer sich in der Krautwaschl-Diözese Graz-Seckau an die katholische Lehre hält, hat es nicht leicht.

Beliebter und erfolgreicher Priester im Visier des Bischofs

Bischof Wilhelm Krautwaschl rückte am 23. Juni 2019 persönlich zur Exekution in die Wallfahrtskirche des oststeirischen Ortes Pöllau an: Der beliebte und weit über die Grenzen seiner Pfarren hinaus bekannte katholische Pfarrer von Pöllau und Pöllauberg, Hw. Roger Ibounigg, sollte nach dem Wunsch des Bischofs der modernistisch verbogenen Diözese Graz-Seckau beide oder zumindest eine seiner beiden Pfarren abgeben und nur mehr Pfarrer im hochgelegenen Pöllauberg mit knapp 2.000 Einwohnern bleiben.

Die Diözese widersprach in einer undatierten (aber vom 25.?Juni 2019 stammenden) Presseaussendung „anderslautenden Gerüchten“ von einem „Amtsenthebungsverfahren“, das „nach einer Reihe von klärenden Gesprächen seitens des Diözesanbischofs“ allerdings „kein Thema“ mehr sei.

Bistum streute selbst die Gerüchte

In einer vorangegangenen „Stellungnahme zu den Berichten rund um eine Absetzung des Pfarrers von Pöllau und Pöllauberg“ vom 18.?Juni 2019 hat Bischof Krautwaschl die „Gerüchte“ als Drohgebärde allerdings selbst in die Welt gesetzt: „Sollte – wider Erwarten – der Priester in seinem Gehorsam gegenüber dem Bischof der Veränderung nicht zustimmen wollen, könnte der Bischof dies auch gegen den expliziten Willen des Betroffenen durchsetzen. Dies würde ein Amtsenthebungsverfahren eines Pfarrers gemäß den Vorschriften von c. 1740 ff. zur Folge haben.“ – bischöfliches Mobbing in seiner „schönsten“ Form.

Mißbildung von „Theologen“

Die Katholisch-Theologische Fakultät an der Karl-Franzens-Universität Graz verschrieb sich dem Leitbild „Feministische Theologie“, gleichsam als Widerspruch zur Katholischen Lehre und zum Klerus, und brachte miß-„gebildete“ Theologen und „Theologinnen“ hervor, die die Kirche nicht wirklich brauchen kann und nun als „PastoralassistentInnen“ Erwerbsquellen und Machtpositionen innerhalb der Kirche suchen.

Selbst im Grazer Priesterseminar war das Tragen geistlicher Kleidung ebenso unerwünscht wie die im Katholischen einzig denkbare Form des knienden Empfangs der Heiligen Gabe in Form der Mundkommunion.

Fehlender Priesternachwuchs als Ergebnis

Mit „Erfolg“: 2017 gab es in der Diözese Graz-Seckau keine Priesterweihe mehr, und auch 2019 mußten ein Vietnamese und eine Rumäne als Steirerersatz einspringen – deutlicher kann der Irrweg der „offenen Kirche“ nicht illustriert werden.

Antiklerikaler Affenzirkus

Doch was wirft man dem konservativen Pfarrer vor?

In diesem Umfeld wird der antiklerikale Affenzirkus unter kräftiger Mithilfe eines linkskatholischen Leitmediums gegen Hw. Ibounigg nachvollziehbar, der sich der Rückbesinnung auf das Katholische und auf den Kern des Glaubens in seinen Pfarren widmete und, oh Schreck!, den Katholiken gar die Beichte vor der Kommunion ans Herz legte. Plötzlich stand nicht der „allwissende“ Laie mit seinem „autonomen Gewissen“ im Mittelpunkt, sondern wieder der Liebe Gott.

Aktiver und angesehener Priester

Hw. Ibounigg ist einer der aktivsten steirischen Pfarrer, er organisiert seit Jahren äußerst erfolgreich Jugendtreffen, an denen jeweils rund 400 ?Jugendliche teilnehmen, oder Jungfamilienzusammenkünfte mit mehr als 1.200?Katholiken; er richtete in einer Kapelle die Ewige Anbetung ein, die – zeitlich abgestimmt – rund um die Uhr Gläubige zum Gebet besuchen. Der Kardinal Schönborn huldigenden Internetplattform „kath.net“ gegenüber sagt Hw. Ibounigg: „Die Hauptzielrichtung ist [das] Gebet um geistliche Berufung, das ist die große gegenwärtige Not der Kirche.“ Angesichts des desaströsen Status beim Priesternachwuchs muß das für den (auch vor seiner Ernennung) verantwortlichen Bischof Krautwaschl wie eine schallende Ohrfeige klingen.

Kampfansage der „weltoffenen und toleranten“ Alt-68er-Kirchenfunktionäre

Der „Zauber“ begann schon 2007, als Hw. Ibounigg den völlig deplazierten und den Kirchenraum zerstörenden Volksaltar aus der Kirche in Pöllauberg entfernte. „Weltoffene“, im Geiste aber antiklerikale Laien trommelten schon damals zum Halali auf den Pfarrer. Eine kleine Gruppe, aber mit Unterstützung des linkskatholischen kleinen Blättchens und der umstrittenen Religionsabteilung des ebenso umstrittenen Rotfunks ORF. Seitdem gilt Hw. Ibounigg als Störfaktor in einer von Laien dominierten Diözese.

Von Bischof Egon Kapellari wurde das segensreiche Wirken in Pöllau ebenso geschätzt wie von Kardinal Schönborn oder ÖVP-Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, der 1979 in Pöllauberg geheiratet hatte. Doch mit dem Bischofswechsel sahen Intriganten ihre Chance gekommen.

Bischof Krautwaschl kommt persönlich zur Priesterexekution

Während des Gottesdienstes am 23. Juni 2019 in Pöllau vor mehr als 800 Gläubigen verkündete nun Bischof Krautwaschl: „So kann und möchte ich Ihnen heute zusagen, daß wir uns in einem christlichen und priesterlichen Miteinander bemühen, eine gute Lösung für die Pfarre Pöllau zu finden“ und sprach auch von Haß und von der Verbreitung von Gerüchten und Unwahrheiten.

So „miteinander“ dürfte der „Abschuß“ (wie es des Pfarrers Gegner bezeichnenderweise nennen) des Geistlichen nicht erfolgt sein, repliziert Hw. Ibounigg doch auf das bischöfliche Diktat: „Mit durchaus schwerem Herzen teile ich Ihnen mit, daß ich mein Amt als Pfarrer von Pöllau aufgeben werde.“

Priester sind in der Vatikanum-II-Kirche unerwünscht

Im Hintergund dürfte aber stehen, daß die Diözesanleitung (und damit ist vorrangig nicht Bischof Krautwaschl gemeint) im klassischen Sinn antiklerikal durchsetzt ist und ein in einer Pfarre fest installierter Pfarrer, der die Eucharestie feiert, dem säkularisierten Wortgottesdienst in Seelsorgeanstalten, in denen sich die Laien-„Theologen“ genüßlich austoben können, im Wege steht.

Gerade in einer Diözese, die durch langjährige Fehlentwicklungen an einem gravierenden Priestermangel leidet, sollte man achtungsvoller mit Priestern umgehen.

Wie heißt es doch so richtig in einem Gedicht von Hw. Ibounigg: „Wohl der Kirche, die ihn hat: den Gott geweihten Zölibat!“

Quelle: kreuz-net Bild: Katholische Kirche Österreich

Gefeiert am 8. September

Hl. Sergius I. Papst

* in Palermo in Italien
† 8. September 701 in Rom

Sergius‘ Eltern stammten aus Syrien. Er wurde Priester in Rom, dann nach einer Auseinandersetzung der Kandidaten im Oktober 687 zum Papst gewählt und im Dezember geweiht. Er betonte die Vorrangstellung des Papstes, Symbol war die Übertragung des Leichnams von Papst Leo I. und seine Neubestattung in der Peterskirche im Jahr 688. 692 lehnte er die von Kaiser Justinian II. geforderte Unterzeichnung der Beschlüsse des 4. Konzils von Konstantinopel ab, weil sie westlichen Traditionen widersprächen; daraufhin sollte er auf Befehl des Kaisers verhaftet und nach Konstantinopel (heute Ístanbul) gebracht werden, aber die Milizen von Rom, Ravenna und der Pentapolis – der fünf Städte an der adriatischen Küste, darunter Rimini – verweigerten dies.

Die Vorrangstellung Roms im Westen förderte Sergius durch die Ernennung des Erzbischofs Damian von Ravenna und kurz vor 700 durch die Beilegung der Auseinandersetzungen mit Aquileia.

Sergius bemühte sich besonders um den Ausbau der Beziehungen zum Frankenreich und England; er taufte 689 in Rom König Cædwalla und half Bischof Wilfrid von York. 695 weihte er auf Wunsch von Pippin II. Willibrord zum Bischof, verlieh ihm das Pallium und schickte ihn zur Mission bei den Friesen. 699 zeichnete er auch Erzbischof Bertwald von Canterbury mit dem Pallium aus. Er fürte das Agnus Dei in die Liturgie der Messe ein und legte im Lauf des Kirchenjahres mehrere Marienfeste fest.

 

Hl. Hadrianus – Märtyrer

† 305 in Nikomedia, dem heutigen Ízmit in der Türkei

Hadrianus musste nach der Legende als Hauptmann der römischen Armee unter Kaiser Galerius und dessen Mitregenten Maximian 23 Christen verfolgen. Deren Standhaftigkeit bekehrte ihn und führte zum eigenen Martyrium: Auf einem Amboss wurden ihm mit einer Eisenstange die Beine zerschmettert und mit einem Beil die Hand abgehauen. Seine Frau Natalia stand ihm, Mut zusprechend, bei; ihr erschien er nach seinem Tod, beschützte ihr Schiff im Sturm und verkündete auch ihr den Martertod. Sie brachte seine Gebeine nach Byzanz, heute Istanbul, wo sie beigesetzt wurden.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

08.09.2019

Johannes Cassianus (360-435) Klostergründer in Marseille

Gott unseren wahren Schatz anbieten

Einige, die, um Christus nachzufolgen, ein beträchtliches Vermögen, enorme Gold- und Silbermengen und herrliche Landgüter verachtet hatten, haben sich später von einem Radiermesser, von einer Ahle, von einer Nadel, von einer Schreibfeder anziehen lassen […] Nachdem sie alle ihre Reichtümer um der Liebe Christi willen verteilt haben, halten sie an ihrer alten Leidenschaft fest und richten sie auf Nichtigkeiten, schnell zum Zorn bereit, wenn es darum geht, sie zu verteidigen. Weil sie nicht die Liebe besitzen, von der der hl. Paulus spricht, ist ihr Leben mit Unfruchtbarkeit geschlagen. Der selige Apostel hat dieses Unglück vorhergesehen: „Und wenn ich meine ganze Habe zur Nahrung für die Armen verschenkte und meinen Leib den Flammen übergäbe, aber die Liebe nicht habe, nützt es mir nichts“ (vgl. 1 Kor 13,3). Das ist ein offensichtlicher Beweis dafür, dass man allein durch den Verzicht auf jeden Reichtum und die Verachtung von Ehren nicht schon mit einem Schlag vollkommen wird, wenn man sich nicht mit jener Liebe verbindet, deren verschiedene Seiten der Apostel beschreibt. Sie ist jedoch nur vorhanden in der Reinheit des Herzens. Denn Neid, Prahlerei, Zorn und Zügellosigkeit zu verwerfen, nicht die eigenen Interessen zu suchen, sich nicht am Unrecht zu freuen, das Böse nicht nachzutragen und vieles andere mehr (vgl. 1 Kor 13,4–6): Was ist das anderes, als Gott ständig ein vollkommenes und ganz reines Herz darzubieten und es von jeder Regung der Leidenschaft unversehrt zu bewahren? Die Reinheit des Herzens will also die einzige Prägung unserer Handlungen und unserer Wünsche sein.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

Tagesevangelium – 08.09.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 14,25-33

Hier zum Nachhören

In jener Zeit als viele Menschen Jesus begleiteten, wandte er sich an sie und sagte:
Wenn jemand zu mir kommt und nicht Vater und Mutter, Frau und Kinder, Brüder und Schwestern, ja sogar sein Leben gering achtet, dann kann er nicht mein Jünger sein.
Wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachfolgt, der kann nicht mein Jünger sein.
Wenn einer von euch einen Turm bauen will, setzt er sich dann nicht zuerst hin und rechnet, ob seine Mittel für das ganze Vorhaben ausreichen? Sonst könnte es geschehen, dass er das Fundament gelegt hat, dann aber den Bau nicht fertigstellen kann. Und alle, die es sehen, würden ihn verspotten und sagen: Der da hat einen Bau begonnen und konnte ihn nicht zu Ende führen. Oder wenn ein König gegen einen anderen in den Krieg zieht, setzt er sich dann nicht zuerst hin und überlegt, ob er sich mit seinen zehntausend Mann dem entgegenstellen kann, der mit zwanzigtausend gegen ihn anrückt? Kann er es nicht, dann schickt er eine Gesandtschaft, solange der andere noch weit weg ist, und bittet um Frieden. Darum kann keiner von euch mein Jünger sein, wenn er nicht auf seinen ganzen Besitz verzichtet.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé