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02.09.2019 – Montag der 22. Woche im Jahreskreis

Hl. Ambrosius (340-397) Bischof von Mailand und Kirchenlehrer

Durch den Glauben Heilung erfahren und in das wahre Leben eintreten

Naaman war ein Syrer und litt am Aussatz und vermochte von niemand gereinigt zu werden […] Er kam zu Elisäus und dieser befahl ihm, siebenmal im Jordanfluss unterzutauchen. Da begann jener bei sich zu denken, dass doch seine heimatlichen Gewässer besser seien, in die er so oft getaucht, ohne jemals vom Aussatz geheilt worden zu sein […] Doch gab er dem Mahnen und Zureden seiner Diener nach und tauchte unter. Da ward er auf der Stelle rein und sah ein, dass die Reinigung eines Menschen nicht vom Wasser, sondern von der Gnade ausgeht […] Deshalb wurde dir [bei deiner Taufe] gesagt: Glaube nicht nur das, was du siehst, denn auch du könntest sonst wie Naaman sagen: Das nun soll jenes große Geheimnis sein, „das kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat und in kein Menschenherz gekommen ist?“ (1 Kor 2,9). Wasser nur sehe ich, wie ich es alle Tage gesehen: Das soll mich reinigen? So oft stieg ich hinein und nimmer ward ich rein? Lerne daraus, dass das Wasser ohne den Geist nicht reinigt! Eben darum hast du gelesen, dass die drei Zeugen bei der Taufe eins sind: Wasser, Blut und Geist (1 Joh 5,8); denn, wenn du sie auf einen derselben einschränkst, besteht das Sakrament der Taufe nicht zu recht. Was ist denn das Wasser ohne das Kreuz Christi? Ein gewöhnliches Element ohne irgendwelche sakramentale Wirkung. Und umgekehrt: Ohne Wasser kein Geheimnis der Wiedergeburt; denn „wer nicht wiedergeboren ist aus dem Wasser und dem Geiste, kann in das Reich Gottes nicht eingehen“ (Joh 3,5). Es glaubt aber auch der Katechumene an das Kreuz des Herrn Jesus, mit dem auch er bezeichnet wird; doch, wenn er nicht getauft wird im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, kann er den Nachlass der Sünden nicht empfangen und das Geschenk der geistigen Gnade nicht aufnehmen. Jener Syrer tauchte siebenmal kraft des Gesetzes unter; du aber bist getauft worden im Namen des dreieinigen Gottes: Du hast den Vater bekannt – sei dessen eingedenk, was du getan! – hast den Sohn bekannt, hast den Heiligen Geist bekannt. Halte Punkt für Punkt fest an diesem Glauben! Der Welt bist du abgestorben und bist auferstanden für Gott.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

Tagesevangelium – 02.09.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 4,16-30

Hier zum Nachhören

In jener Zeit kam Jesus nach Nazaret, wo er aufgewachsen war, und ging, wie gewohnt, am Sabbat in die Synagoge. Als er aufstand, um aus der Schrift vorzulesen, reichte man ihm das Buch des Propheten Jesaja. Er schlug das Buch auf und fand die Stelle, wo es heißt:
Der Geist des Herrn ruht auf mir; denn der Herr hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine gute Nachricht bringe; damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Blinden das Augenlicht; damit ich die Zerschlagenen in Freiheit setze und ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe. Dann schloss er das Buch, gab es dem Synagogendiener und setzte sich. Die Augen aller in der Synagoge waren auf ihn gerichtet. Da begann er, ihnen darzulegen: Heute hat sich das Schriftwort, das ihr eben gehört habt, erfüllt. Seine Rede fand bei allen Beifall; sie staunten darüber, wie begnadet er redete, und sagten: Ist das nicht der Sohn Josefs? Da entgegnete er ihnen: Sicher werdet ihr mir das Sprichwort vorhalten: Arzt, heile dich selbst! Wenn du in Kafarnaum so große Dinge getan hast, wie wir gehört haben, dann tu sie auch hier in deiner Heimat! Und er setzte hinzu: Amen, das sage ich euch: Kein Prophet wird in seiner Heimat anerkannt. Wahrhaftig, das sage ich euch: In Israel gab es viele Witwen in den Tagen des Elija, als der Himmel für drei Jahre und sechs Monate verschlossen war und eine große Hungersnot über das ganze Land kam. Aber zu keiner von ihnen wurde Elija gesandt, nur zu einer Witwe in Sarepta bei Sidon. Und viele Aussätzige gab es in Israel zur Zeit des Propheten Elischa. Aber keiner von ihnen wurde geheilt, nur der Syrer Naaman. Als die Leute in der Synagoge das hörten, gerieten sie alle in Wut. Sie sprangen auf und trieben Jesus zur Stadt hinaus; sie brachten ihn an den Abhang des Berges, auf dem ihre Stadt erbaut war, und wollten ihn hinabstürzen. Er aber schritt mitten durch die Menge hindurch und ging weg.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Liturgischer Kalender – September 2019

Congregatio Fratrum Minorum a Sacratissimo Corde Jesu

 

01.09. Sonntag 12. Sonntag nach Pfingsten (2. Kl.)

02.09. Montag Hl. König Stephan (3. Kl.)

03.09. Dienstag Hl. Pius X. (3. Kl.)

04.09. Mittwoch Wochentag (4. Kl.)

05.09. Donnerstag Hl. Laurentius Justiniani (3. Kl.)

06.09. Freitag Wochentag (4. Kl.)

07.09. Samstag Hl. Maria am Samstag (4. Kl.)

08.09 Sonntag 13. Sonntag nach Pfingsten (2. Kl.)

09.09 Montag Wochentag (4. Kl.)

10.09. Dienstag Nikolaus von Tolentino (3. Kl.)

11.09. Mittwoch Wochentag (4. Kl.)

12.09. Donnerstag Fest Mariä Namen (3. Kl.)

13.09. Freitag Wochentag (4. Kl.)

14.09. Samstag Fest Kreuzerhöhung (2. Kl.)

15.09. Sonntag 14. Sonntag nach Pfingsten (2. Kl.)

16.09. Montag Hll. Kornelius und Cyprian (3. Kl.)

17.09. Dienstag Wochentag. In deutschen Diözesen: Hl. Hildegard (3. Kl.)

18.09. Mittwoch Quatembermittwoch im September (2. Kl.)

19.09. Donnerstag Hll. Januarius und Gefährten (3. Kl.)

20.09. Freitag Quatemberfreitag im September (2. Kl.)

21.09. Samstag Hl. Matthäus (2. Kl.)

22.09. Sonntag 15. Sonntag nach Pfingsten (2. Kl.)

23.09. Montag Hl. Linus (3. Kl.)

24.09. Dienstag Wochentag (4. Kl.)

25.09. Mittwoch Wochentag (4. Kl.). Schweiz: Hl. Nikolaus v. Flüe (1. Kl.)

26.09. Donnerstag Wochentag (4. Kl.)

27.09. Freitag Hll. Cosmas und Damian (3. Kl.)

28.09. Samstag Hl. Herzog Wenzeslaus (3. Kl.)

29.09. Sonntag Weihefest des Hl. Erzengels Michael (1. Kl.)

30.09. Montag Hl. Hieronymus (3. Kl.)

Gefeiert am 1. September

Hl. Ägidius – Einsiedler, Gründer des Klosters St-Gilles, Nothelfer

* 640 in Athen in Griechenland
† 1. September 720 in St-Gilles in der Camargue in Frankreich

In der zweiten Hälfte des 7. Jahrhunderts soll Ägidius, ein vornehmer Athener, in die heutige Provence gekommen sein, wo er zunächst als Einsiedler lebte; der Legende zufolge nährte ihn eine Hirschkuh mit ihrer Milch. Ägidius wurde bei einer Jagd vom Pfeil des Westgotenkönigs Wamba getroffen als dieser versuchte, das Tier zu erlegen. Um seine Schuld zu tilgen, gestattete der Monarch dem Verletzten, nach seiner Genesung ein Kloster zu gründen. 680 schuf Ägidius die Benediktiner-Abtei St.-Gilles, der er bis zu seinem Tod als Abt vorstand.

Die Legende ließ ihn den Sohn des Fürsten von Nîmes zum Leben erwecken. In Rom warf er unter Gebeten die ihm vom Papst für sein Kloster geschenkten Türen aus geschnitztem Zypressenholz in den Tiber, er fand sie tatsächlich nach seiner Rückkehr im Hafen seines Klosters wieder. Als ein Klosterbruder an der Jungfräulichkeit Mariä zweifelte und drei Fragen in den Sand schrieb, erblühten als Antwort des Ägidius drei weiße Lilien aus dem dürren Boden.

Nach anderen Legenden bemühte sich Karl, der Große, – er lebte fast 100 Jahre später – um die Fürbitten Ägidius‘: Ein Engel brachte danach einen Zettel mit der bestätigten Sündenvergebung auf den Altar, an dem Ägidius sein Amt versah. Seitdem gilt Ägidius als Beistand einer guten Beichte und Vergebung und zählt als solcher zu den 14 Nothelfern. Sein Tod wurde ihm im voraus verkündet, bei der Bestattung des Entschlafenen hörten Anwesende die Chöre der Engel, die seine Seele gen Himmel trugen.

Schon im 11. Jahrhundert waren Wallfahrten zu seinem Grabe berühmt wie die nach Rom oder Santiago de Compostela. Das Kloster wurde in den Hugenottenkriegen des 16. Jahrhunderts zerstört. Die Gebeine von Ägidius liegen heute in Toulouse. Der Ägidiustag ist noch heute vielerorts ein Tag der Volksfeste.

 

Hl. Pelagius – Märtyrer

† 283 in Aemona, heute Novigrad in Kroatien

Pelagius war nach der Legende ein frommer Edelmann, der das Martyrium während der Verfolgungen unter Kaiser Numerian erlitt.

Pelagius‘ Gebeine wurden 904 von Bischof Salomon III. nach Konstanz gebracht, andere übergab er dem Stift in Bischofszell im Schweizer Kanton Thurgau, das dann nach Pelagius benannt wurde; in den folgenden zwei Jahrhunderten gehörte Pelagius zu den meistverehrten Heiligen im alemannischen Raum.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

01.09.2019 – 22. Sonntag im Jahreskreis

Seliger Charles de Foucauld (1858-1916) Eremit und Missionar in der Sahara

Christus nachfolgen, dem Diener auf dem letzten Platz

[Christus:] Seht [meine] Hingabe für die Menschen und messt, wie die eure sein muss […] Seht diese Demut zum Wohl der Menschen und lernt, euch zu erniedrigen, das Gute zu tun […], euch klein zu machen, um andere zu gewinnen, euch nicht zu fürchten, hinabzusteigen, eure Rechte zu verlieren, wenn es darum geht, den anderen Gutes zu tun; nicht mehr zu glauben, dass ihr unfähig seid, Gutes zu tun, wenn ihr euch erniedrigt. Das Gegenteil ist der Fall: Wenn man hinabsteigt, ahmt man mich nach; wenn man hinabsteigt, gebraucht man das Mittel, das ich selber auch gebraucht habe, um Seelen zu retten: Erniedrigt man sich, geht man auf meinem Weg, folglich in der Wahrheit, und ist auf dem besten Weg, das Leben zu haben und es den anderen zu geben […] Durch meine Menschwerdung stelle ich mich auf die Ebene der Geschöpfe, der Sünder […] durch die Taufe: Erniedrigung, Demut […] Steigt immer hinab, erniedrigt euch immer. Diejenigen, die die ersten sind, stellen sich immer aus Demut und innerer Verfügbarkeit an den letzten Platz, im Bewusstsein des Hinabsteigens und Dienens. Liebe zu den Menschen, Demut, letzter Platz. Letzter Platz, solange uns der Wille Gottes nicht an einen anderen ruft, denn dann muss man gehorchen. Der Gehorsam, und nicht nur der Gehorsam, sondern die Gleichförmigkeit mit dem göttlichen Willen. Selbst auf den ersten Plätzen seid ihr auf dem letzten durch den Geist, die Demut, den Geist des Dienens, um euch zu sagen, dass ihr nur dazu da seid, den anderen zu dienen und sie zum Heil zu führen.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

Tagesevangelium – 01.09.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 14,1.7-14

Hier zum Nachhören

Jesus kam an einem Sabbat in das Haus eines führenden Pharisäers zum Essen. Da beobachtete man ihn genau. Als er bemerkte, wie sich die Gäste die Ehrenplätze aussuchten, erzählte er ihnen ein Gleichnis. Er sagte zu ihnen: Wenn du von jemandem zu einer Hochzeit eingeladen bist, nimm nicht den Ehrenplatz ein! Denn es könnte ein anderer von ihm eingeladen sein, der vornehmer ist als du, und dann würde der Gastgeber, der dich und ihn eingeladen hat, kommen und zu dir sagen: Mach diesem hier Platz! Du aber wärst beschämt und müsstest den untersten Platz einnehmen. Vielmehr, wenn du eingeladen bist, geh hin und nimm den untersten Platz ein, damit dein Gastgeber zu dir kommt und sagt: Mein Freund, rück weiter hinauf! Das wird für dich eine Ehre sein vor allen anderen Gästen. Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden. Dann sagte er zu dem Gastgeber: Wenn du mittags oder abends ein Essen gibst, lade nicht deine Freunde oder deine Brüder, deine Verwandten oder reiche Nachbarn ein; sonst laden auch sie dich wieder ein, und dir ist es vergolten. Nein, wenn du ein Essen gibst, dann lade Arme, Krüppel, Lahme und Blinde ein. Du wirst selig sein, denn sie haben nichts, um es dir zu vergelten; es wird dir vergolten werden bei der Auferstehung der Gerechten.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Gefeiert am 31. August

Hl. Paulinus von Trier – Bischof von Trier und Märtyrer

* 300 in Aquitanien in Frankreich
† 31. August 358 in Phrygien in der Türkei

Paulinus (nicht zu verwechseln mit Paulinus von Nola. 22.Juni) wurde 346 Bischof von Trier. Auf der von den Arianern beherrschten Synode von Arles 353 weigerte er sich, der Verurteilung des Athanasius zuzustimmen. Deshalb wurde er abgesetzt und von Kaiser Konstantius II. nach Phrygien verbannt, wo er 358 starb. Sein Leib soll nach Trier übertragen worden sein. 1072 fand man in der Krypta der um 400 erbauten Kirche des späteren Kanonikerstifts Sankt Paulinus in Trier seinen Sarg, der, wie sich aus den Symbolen und Inschriften ergibt, vom Ende des 4. Jahrhunderts stammt.

 

Hl. Raimundus Nonnatus – Ordensmann und Kardinal

* um 1200 in Portella (katalanisch: La Portella bei Lérida in Spanien
† 31. August 1240 in Cardona in Spanien

Raimundus erhielt den Beinamen Nonnatus, der Ungeborene, weil er aus seiner toten Mutter herausgeschnitten worden sein soll. 1224 trat er Raimundus Nonnatus in den Mercedarierorden ein, der sich für die Befreiung und den Loskauf von christlichen Gefangenen in Afrika einsetzte, und wurde zum Begleiter des Ordensgründers Petrus Nolaskus. In Algerien begab Raimundus sich einmal selbst zur Auslöse monatelang ins Gefangnis und erlitt Folter und Qualen. Verschiedenster Quellen zufolge wurde er 1239 von Papst Gregor IX. als Anerkennung seines Mutes und seiner wundertätigen Kraft zum Kardinal ernannt; während der Reise zur Amtsübernahme starb er auf dem Weg nach Rom.

Die Existenz von Raimundus ist wegen fehlender zeitgenössischer Quellen umstritten, seine Lebensgeschichte ist in lokalen Traditionen überliefert. Sein Grab ist seit 1675 im nun nach ihm benannten Santuario S. Ramón in Portell zu besichtigen.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

31.08.2019 – Samstag der 21. Woche im Jahreskreis

Hl. Gertrud von Helfta (1256-1301) Benediktinerin

Christus stellt mit mir die Rechnung auf

Siehe, tief erbleiche ich ob meiner Sünden, ob meiner Versäumnisse erröte ich so sehr. Heftig fürchte ich mich vor dem Verlust meines Lebens. Jene Prüfung, die auf mich zukommt, in dem Christus, der edle Mensch, mit mir die Rechnung aufstellt, ängstigt mich. Wenn er von mir das meiner Lebenszeit Anvertraute einfordern wollte, sowie den Ertrag aus dem Reichtum meines Verstandes, den er mir gegeben hat: Ganz gewiss werde ich keine Erwiderung, die deiner Güte angemessen ist, finden können. Was soll ich tun? Wohin mich wenden? Zu schwerer Arbeit tauge ich nicht, und zu betteln schäme ich mich (Lk 16,3). O Güte, du Güte, öffne jetzt deinen Mund. Dein guter Rat soll, ich beschwöre dich, meinen Geist erquicken. Ja, antworte mir, was ich unter diesen Umständen tun kann, denn deinem Namen entsprechend bist du wahrhaft von Herzen gütig und weißt am besten, was mir in meiner Lage von Nutzen ist. Ja, verschone mich, komm mir zu Hilfe und sei in der Betrübnis nicht wie eine Fremde zu mir. Lass dich von der Armut meines Geistes bewegen und, angerührt vom Erbarmen deines Herzens, sag in deiner Güte zu mir: Es soll eine gemeinsame Geldbörse geben für dich und für mich (Spr 1,14). Du hast meinen Jesus dazu genötigt, dass er für meine Seele die seine hingab, für mein Leben das seine, so dass du alles Seine zu dem Meinem machtest und so aus deinem Überfluss ein Besitz für den Armen erwuchs. Ja, rufe meine hungrige Seele zu deiner reichen Pfründe, damit ich aus deinen Reichtümern lebe. Und weil du mich leitest, du mich ernährst, werde ich unter der strengen Zucht des Herren nicht ermatten, bis dass ich unter deiner Leitung zu meinem Gott zurückkehren und meinen Geist dem zurückgeben werde, der ihn gegeben hat.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

Tagesevangelium – 31.08.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 25,14-30

Hier zum Nachhören

In jener Zeit erzählte Jesus seinen Jüngern das folgende Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Mann, der auf Reisen ging: Er rief seine Diener und vertraute ihnen sein Vermögen an. Dem einen gab er fünf Talente Silbergeld, einem anderen zwei, wieder einem anderen eines, jedem nach seinen Fähigkeiten. Dann reiste er ab. Sofort begann der Diener, der fünf Talente erhalten hatte, mit ihnen zu wirtschaften, und er gewann noch fünf dazu. Ebenso gewann der, der zwei erhalten hatte, noch zwei dazu. Der aber, der das eine Talent erhalten hatte, ging und grub ein Loch in die Erde und versteckte das Geld seines Herrn. Nach langer Zeit kehrte der Herr zurück, um von den Dienern Rechenschaft zu verlangen. Da kam der, der die fünf Talente erhalten hatte, brachte fünf weitere und sagte: Herr, fünf Talente hast du mir gegeben; sieh her, ich habe noch fünf dazugewonnen. Sein Herr sagte zu ihm: Sehr gut, du bist ein tüchtiger und treuer Diener. Du bist im Kleinen ein treuer Verwalter gewesen, ich will dir eine große Aufgabe übertragen. Komm, nimm teil an der Freude deines Herrn! Dann kam der Diener, der zwei Talente erhalten hatte, und sagte: Herr, du hast mir zwei Talente gegeben; sieh her, ich habe noch zwei dazugewonnen. Sein Herr sagte zu ihm: Sehr gut, du bist ein tüchtiger und treuer Diener. Du bist im Kleinen ein treuer Verwalter gewesen, ich will dir eine große Aufgabe übertragen. Komm, nimm teil an der Freude deines Herrn! Zuletzt kam auch der Diener, der das eine Talent erhalten hatte, und sagte: Herr, ich wusste, dass du ein strenger Mann bist; du erntest, wo du nicht gesät hast, und sammelst, wo du nicht ausgestreut hast;
weil ich Angst hatte, habe ich dein Geld in der Erde versteckt. Hier hast du es wieder.
Sein Herr antwortete ihm: Du bist ein schlechter und fauler Diener! Du hast doch gewusst, dass ich ernte, wo ich nicht gesät habe, und sammle, wo ich nicht ausgestreut habe. Hättest du mein Geld wenigstens auf die Bank gebracht, dann hätte ich es bei meiner Rückkehr mit Zinsen zurückerhalten. Darum nehmt ihm das Talent weg und gebt es dem, der die zehn Talente hat!
Denn wer hat, dem wird gegeben, und er wird im Überfluss haben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat. Werft den nichtsnutzigen Diener hinaus in die äußerste Finsternis! Dort wird er heulen und mit den Zähnen knirschen.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé