Archiv des Autors: admin

Tagesevangelium – 28.08.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 23,27-32

Hier zum Nachhören

In jener Zeit sprach Jesus: Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr seid wie die Gräber, die außen weiß angestrichen sind und schön aussehen; innen aber sind sie voll Knochen, Schmutz und Verwesung. So erscheint auch ihr von außen den Menschen gerecht, innen aber seid ihr voll Heuchelei und Ungehorsam gegen Gottes Gesetz. Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr errichtet den Propheten Grabstätten und schmückt die Denkmäler der Gerechten und sagt dabei: Wenn wir in den Tagen unserer Väter gelebt hätten, wären wir nicht wie sie am Tod der Propheten schuldig geworden. Damit bestätigt ihr selbst, dass ihr die Söhne der Prophetenmörder seid. Macht nur das Maß eurer Väter voll!

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Gefeiert am 27. August

Hl. Monika – Mutter

* 332 in Thagaste in Numidien, dem heutigen Souk Ahras in Algerien
† im Oktober 387 in Ostia in Italien

Von der hl. Monika wissen wir nur, was ihr Sohn, der hl. Augustinus, in seinen „Bekenntnissen“ über sie berichtet. Sie wurde um 332 in Tagaste in Nordafrika als Tochter christlicher Eltern geboren und heiratete mit achtzehn Jahren den Heiden Patricius. Der Ehe entsprossen drei Kinder, von denen Augustinus das älteste war. Monika begleitete seine Entwicklung mit Freude und auch mit Sorge. Sie beweinte seine sittlichen und geistigen Irrwege und hörte nicht auf, ihn liebevoll zu ermahnen. Ein Bischof tröstete sie: „Es ist nicht möglich, dass ein Sohn so vieler Tränen verloren geht.“ Nach dem Tod ihres Mannes, der sich noch zum Christentum bekehrt hatte, folgte sie ihrem Sohn nach Rom und dann auch nach Mailand, wo er eine Professur angenommen hatte. Dort durfte sie erleben, wie Augustinus sich unter dem Einfluss des hl. Ambrosius von der manichäischen Irrlehre abwandte und sich taufen ließ. Im Herbst 387 wollten beide über Rom nach Afrika zurückkehren. Auf der Reise starb Monika, 56 Jahre alt, in Ostia bei Rom. Sie ist in S. Agostino in Rom begraben.

 

Seliger Dominikus von der Gottesmutter Barbieri – Ordensprovinzial

* 22. Juni 1792 bei Viterbo in Italien
† 27. August 1849 in Reading in England

Domenico Barbieri wurde Mönch im Passionistenorden und nahm den Ordensnamen Dominikus a Madre Dei, Dominikus von der Gottesmutter, an. Er gründete 1842 das erste Kloster des Ordens in England, in Aston – dem heutigen Stadtteil von Birmingham – und wurde Ordensprovinzial. Er verfasste philosophische Werke und vertiefte den Kontakt der englischen Katholiken zu Rom, weshalb er auch der Apostel Englands im 19. Jahrhundert genannt wird. 1845 nahm er John Henry Newman in die katholische Kirche auf.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

27.08.2019 – Dienstag der 21. Woche im Jahreskreis

Katechismus der Katholischen Kirche § 1455–1458

„Mach den Becher zuerst innen sauber“

Schon rein menschlich gesehen befreit uns das Bekenntnis oder Geständnis der Sünden und erleichtert unsere Versöhnung mit den anderen. Durch das Geständnis stellt sich der Mensch den Sünden, die er sich zuschulden kommen ließ; er übernimmt die Verantwortung dafür und öffnet sich dadurch Gott und der Gemeinschaft der Kirche von neuem, um so eine neue Zukunft zu ermöglichen. Das Geständnis vor dem Priester bildet einen wesentlichen Teil des Bußsakramentes: […] „Indem die Christgläubigen also alle Sünden, die [ihnen] ins Gedächtnis kommen, zu bekennen trachten, legen sie zweifellos alle der göttlichen Barmherzigkeit vor […] ‚Wenn sich nämlich der Kranke schämt, dem Arzt seine Wunde zu entblößen, so heilt die Arznei nicht, was sie nicht kennt‘ (vgl. Hieronymus, Eccl. 10, 11)“ (K. v. Trient, Lehre über das Sakrament der Buße, K. 5: DS 1680). Es ist Vorschrift der Kirche, dass jeder Gläubige nach Erreichen des Unterscheidungsalters die schweren Sünden, deren er sich bewusst ist, wenigstens einmal im Jahr beichtet (vgl. CIC, can. 989; K. v. Trient, DS 1683 und 1708). […] Das Bekenntnis der alltäglichen Fehler, der lässlichen Sünden, ist genaugenommen nicht notwendig, wird aber von der Kirche nachdrücklich empfohlen (vgl. K. v. Trient, DS 1680; CIC, can. 988, § 2). Das regelmäßige Bekenntnis unserer lässlichen Sünden ist für uns eine Hilfe, unser Gewissen zu bilden, gegen unsere bösen Neigungen anzukämpfen, uns von Christus heilen zu lassen und im geistigen Leben zu wachsen. Wenn wir in diesem Sakrament öfter das Geschenk der Barmherzigkeit Gottes empfangen, wird es uns drängen, selbst barmherzig zu sein wie er (vgl. Lk 6,36). „[…] Wenn du das, was du gemacht hast, zu verabscheuen beginnst, beginnen deine guten Werke, weil du deine schlechten Werke anklagst. Das Bekenntnis der schlechten Werke ist der Beginn deiner guten Werke. Du tust die Wahrheit und kommst ans Licht“ (hl. Augustinus, ev. Jo. 12, 13).

Tagesevangelium – 27.08.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 23,23-26

Hier zum Nachhören

In jener Zeit sprach Jesus: Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr gebt den Zehnten von Minze, Dill und Kümmel und lasst das Wichtigste im Gesetz außer acht: Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Treue. Man muss das eine tun, ohne das andere zu lassen.
Blinde Führer seid ihr: Ihr siebt Mücken aus und verschluckt Kamele. Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr haltet Becher und Schüsseln außen sauber, innen aber sind sie voll von dem, was ihr in eurer Maßlosigkeit zusammengeraubt habt.
Du blinder Pharisäer! Mach den Becher zuerst innen sauber, dann ist er auch außen rein.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Lebenslauf der hl. Faustina

Helena Kowalska wurde am 25. August 1905 im Dorf Glogowiec in Polen geboren.

Ihre Eltern, Marianna und Stanislaw Kowalski, waren arme, fromme Bauern. Sie war das dritte von zehn Kindern, ein mildtätiges, gehorsames und bescheidenes Kind mit einer starken Neigung zum Gebet. Sie bekam die Berufung zu einem geweihten Leben im frühen Alter von sieben Jahren. Mit neun Jahren empfing sie zum ersten Mal die Hl. Kommunion, im vollen Bewusstsein der Göttlichen Gegenwart Jesu, den sie in ihr Leben aufnahm.

Um ihre Eltern finanziell zu unterstützen verließ sie die Schule und arbeite als Dienstmagd für eine reiche Familie. Da ihre Eltern ihren Wunsch, in ein Kloster einzutreten, ablehnten, versuchte sie ihre Berufung zu unterdrücken. Aber nach einer Vision des leidenden Christus, der nach ihr rief, gab sie ihre Stelle als Dienstmagd auf und nahm eine neue Stelle in Warschau an um die Aussteuer für den Eintritt in ein religiöses Leben zusammenzubekommen. Am 1. August 1925 trat sie in den Orden der Schwestern der Muttergottes der Barmherzigkeit ein und bekam den Namen Schwester Maria-Faustina. Sie diente als Köchin, Gärtnerin und Pförtnerin in vielen Klöstern des Ordens, vor allem in Warschau, Krakau, Plock und Vilnius.

Schwester Faustina führte ein tief mystisches Leben und war mit vielen außergewöhnlichen Gnadengaben gesegnet (Visionen, Offenbarungen und der Gabe der Prophetie.) Voller Diskretion bemühte sie sich niemanden zu beunruhigen durch ihr bescheidenes, einfaches und hingebungsvoll religiöses Leben. „Diese Gaben sind nur Ausschmückungen der Seele begründen aber weder ihr Wesentliches noch ihre Perfektion. Meine Heiligkeit und Perfektion besteht in der innigen Einheit zwischen meinem und Gottes Willen.“ (Tagebuch, §1107)

Durch die Erkrankung an Tuberkulose, welche ihre Lungen und Eingeweide in Mitleidenschaft zog, durchlief sie Perioden großen körperlichen und seelischen Leidens welche sie in inniger Verbindung mit Jesus durchlebte in Aufopferung zur Erlösung der Sünder.

Gott machte Sr. Faustina zu einer „unerwarteten Zeugin“ der Barmherzigkeit für die ganze Welt. „Im Alten Bund sandte ich Propheten mit Blitz und Donner zu meinem Volk. Heute sende ich dich mit meiner Barmherzigkeit zu den Menschen der ganzen Welt. Ich will diese Menschheit nicht mit Leiden strafen, sondern ich möchte sie heilen indem ich sie eng an mein Barmherziges Herz presse.“ (Tagebuch, § 1588)

Von 1934 an schrieb sie auf Anraten ihres Beichtvaters und auf Jesu persönliche Bitte alles nieder was dieser ihr mitteilte. „Sekretärin meines tiefsten Geheimnisses, deine Aufgabe ist es, alles aufzuschreiben, was ich dich über meine Barmherzigkeit wissen lasse, zum Wohle der Seelen, welche , wenn sie dies lesen , in ihrem Innersten getröstet und den Mut haben werden, zu mir zu kommen.“ sagte Jesus zu ihr. (Tagebuch §1693)

Sr. Faustina verstarb am 5. Oktober 1938 im Alter von 33 Jahren in Krakau an Tuberkulose. Das Verfahren zu ihrer Seligsprechung wurde 1968 eingeleitet und 1992 vollendet. Papst Johannes Paul II. sprach sie am 30. April 2000 in Rom heilig. Ihre sterblichen Überreste ruhen im Heiligtum der Göttlichen Barmherzigkeit in Krakau-Lagniewniki.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

Der Dreieinige Gott

Wann feiert die Kirche das Fest der allerheiligsten Dreifaltigkeit?

Die Kirche ehrt die allerheiligste Dreifaltigkeit jeden Tag des Jahres und besonders an den Sonntagen. Sie begeht aber dafür am ersten Sonntag nach Pfingsten ein besonderes Fest.

Warum feiert die Kirche am ersten Sonntag nach Pfingsten dieses besondere Fest der allerheiligsten Dreifaltigkeit?

Die Kirche feiert am ersten Sonntag nach Pfingsten das Fest der allerheiligsten Dreifaltigkeit, damit wir verstehen, dass es das Ziel der Geheimnisse Jesu Christi und der Herabkunft des Heiligen Geistes war, uns zur Erkenntnis der allerheiligsten Dreifaltigkeit zu führen und sie im Geist und in der Wahrheit zu ehren.

Was bedeutet allerheiligste „Dreifaltigkeit“?

Allerheiligste „Dreifaltigkeit“ bedeutet: Ein Gott in drei wirklich verschiedenen Personen: dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist.

Gott ist reinster Geist: Warum stellt man also die allerheiligste Dreifaltigkeit in sichtbarer Gestalt dar?

Gott ist reinster Geist; aber man stellt die drei göttlichen Personen mit bestimmten Bildern dar, um uns einige Eigenschaften oder Handlungen, die ihnen zugeschrieben werden, oder die Art, in der sie einige Male erschienen sind, erkennen zu lassen.

Warum wird Gott Vater in Gestalt eines Alten dargestellt?

Gott Vater wird in Gestalt eines Alten dargestellt, um so die göttliche Ewigkeit zu versinnbildlichen, und weil er die erste Person der allerheiligsten Dreifaltigkeit und der Ursprung der beiden anderen Personen ist.

Warum wird der Sohn Gottes in Gestalt eines Mannes dargestellt?

Der Sohn Gottes wird in Gestalt eines Mannes dargestellt, weil er auch wahrer Mensch ist, da er für unser Heil die menschliche Natur angenommen hat.

Warum wird der Heilige Geist in Gestalt einer Taube dargestellt?

Der Heilige Geist wird in Gestalt einer Taube dargestellt, weil er in dieser Gestalt auf Jesus Christus herabkam, als dieser vom hl. Johannes getauft wurde.

Was müssen wir am Fest der allerheiligsten Dreifaltigkeit tun?

Am Fest der allerheiligsten Dreifaltigkeit müssen wir fünf Dinge tun: 1. das Geheimnis des einen und dreieinigen Gottes anbeten; 2. der allerheiligsten Dreifaltigkeit für alle zeitlichen und geistigen Wohltaten, die wir empfangen, danken; 3. uns selbst ganz Gott weihen und uns vollständig seiner göttlichen Vorsehung unterwerfen; 4. daran denken, dass wir mit der Taufe durch die Anrufung und durch die Kraft des Namens des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes in die Kirche eingetreten und Glieder Jesu Christi geworden sind; 5. uns vornehmen, immer mit Andacht das Kreuzzeichen zu machen, das dieses Geheimnis ausdrückt, und mit lebendigem Glauben und mit der Absicht, die allerheiligste Dreifaltigkeit zu verherrlichen, jene Worte auszusprechen, welche die Kirche so oft wiederholt: „Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.“

Quelle: Hl. Pius X., Kompendium der christlichen Lehre

Jesuitengeneral Arturo Sosa Abascal

Jesuitengeneral beharrt: „Der Teufel existiert nur als symbolische Realität“

(Rom) Er hatte es schon einmal gesagt: Nun wiederholte der Jesuitengeneral Arturo Sosa Abascal seine Behauptung, der Teufel existiere nur als „symbolische Realität“.

Seit Oktober 2016 ist der venezolanische Jesuit, Arturo Sosa Abascal, Generaloberer des Jesuitenordens und damit 30. Nachfolger des heiligen Ignatius von Loyola. General Sosa zeichnete sich in den 70er und 80er Jahren dadurch aus, eine Symbiose von Christentum und Marxismus herbeiführen zu wollen. Konkretisiert wurden diese Bestrebungen durch eine Jubeladresse an den kommunistischen, kubanischen Diktator Fidel Castro.

Seit seiner Wahl zum Jesuitengeneral fiel Sosa wenig vorteilhaft auf. Seine geistigen „Bonmots“ reichen von synkretistischen Ausflügen bis zur polemischen Leugnung der Authentizität der Evangelien. Berüchtigt dazu ist seine Antwort im Zusammenhang mit dem umstrittenen nachsynodalen Schreiben von Papst Franziskus, Amoris laetitia , ob das Herrenwort von der Unauflöslichkeit der Ehe noch Gültigkeit habe. Der „Schwarze Papst“ meinte allen Ernstes, dass damals niemand ein Tonbandgerät hatte, es also keinen sicheren Beweis für die Echtheit der Herrenworte gebe.

2017 gab es von General Sosa auch den Erguss, dass der Teufel keine Person sei und seine Existenz nur eine „symbolische Figur“ sei, um Böses benennen zu können.

Weder bei der einen noch der anderen Äußerung gab es irgendeine offizielle Reaktion des Ordens oder des Heiligen Stuhls. Papst Franziskus, der ansonsten mit Kritik an den eigenen Reihen nicht geizt, äußerte kein Wort der Missbilligung oder Korrektur gegenüber seinem Ordensoberen.

Nun wiederholte Sosa seine abenteuerliche These über den Teufel. Am 21. August veröffentlichte das Wochenmagazin Tempi ein Interview mit dem „Schwarzen Papst“, wie der Jesuitengeneral traditionell auch genannt wird. Wörtlich sagte er:

Tempi: Pater Sosa, existiert der Teufel?

Arturo Sosa Abascal: Auf verschiedene Arten. Wir müssen die kulturellen Elemente verstehen, um auf diese Figur Bezug zu nehmen. In der Sprache des Heiligen Ignatius ist es der böse Geist, der einen dazu bringt, Dinge zu tun, die gegen den Geist Gottes gerichtet sind. Er existiert als personifiziertes Böses in verschiedenen Strukturen, aber nicht in den Menschen, weil er nicht Person ist. Er ist eine Art und Weise, das Böse zu verwirklichen. Es ist keine Person wie es ein Mensch ist. Es ist eine Art und Weise des Bösen Im menschlichen Leben präsent zu sein. Gut und Böse sind im menschlichen Gewissen in einem ständigen Kampf und wir haben unterschiedliche Möglichkeiten, sie zu benennen. Wir erkennen Gott als gut, als vollständig gut. Symbole sind Teil der Realität, und der Teufel existiert als symbolische Realität, nicht als personale Realität.

Ist nach der Logik des Jesuitengenerals folgerichtig auch Gott nur eine „symbolische Realität“, die dazu dient, das Gute zu benennen?

Werden die Generalkurie des Jesuitenordens und der Heilige Stuhl auch dieses Mal weghören? Wird Papst Franziskus auch diesmal schweigen, obwohl der Generalsuperior des größten und traditionell schlagkräftigsten Ordens der Kirche die Fundamente von Kirche und Religion insgesamt in Frage stellt? Manche könnten in seinen Worten zumindest agnostische Ansätze erkennen.

Quelle: katholisches Bild: CFM.SCJ Archiv Alexandria

Gefeiert am 26. August

Hl. Mirjam von Abellin – Ordensfrau und Mystikerin

* 5. Januar 1846 in Abellin bei Nazaret in Galiläa in Israel
† 1878 in Betlehem in Palästina

Mirjam war Araberin, ihre Eltern waren Christen und gehörten der katholischen Kirche des griechisch-melkitischen Ritus an. Zwölf ältere Kinder waren jung gestorben, als nach einer Wallfahrt nach Betlehem Mirjam zur Welt kam. Schon drei Jahre nach ihrer Geburt starben die Eltern, Mirjam wurde von ihrem Onkel erzogen. Im Alter von acht Jahren zog Mirjam mit ihrem Onkel nach Alexandria in Ägypten.

Kurz vor ihrem dreizehnten Geburtstag wurde sie von ihrem Onkel ohne ihr Einverständnis mit einem Bruder ihrer Tante verlobt. Acht Tage vor der Verheiratung erklärte das Mädchen, es wolle nicht heiraten, sondern Jungfrau bleiben. Einen Teil der folgenden Nacht brachte sie im Gebet vor einem Bild der Maria zu und bat um Hilfe. Im Schlaf sagte ihr eine Stimme diese Hilfe zu. Mirjam erwachte, schnitt ihre langen Haare ab und legte sie samt den Edelsteinen, die sie von ihrem Verlobten als Brautgeschenk erhalten hatte, beiseite. Inzwischen hatte ihr Onkel zum Hochzeitsmahl Freunde und Bekannte eingeladen. Nach orientalischer Sitte musste die Braut in vollem Schmuck vor den Hochzeitsgästen erscheinen, aber Mirjam brachte an Stelle der üblichen Getränke ihre mit Gold und Edelsteinen gezierten Haare. Ihr zorniger Onkel schlug sie und behandelte sie fortan wie eine Sklavin, von ihrem Beichtvater wurde ihr die Eucharistie verweigert, weil sie dem Onkel ungehorsam war.

Nachdem so die Hochzeit geplatzt war, wollte Mirjam zu ihrem Bruder nach Nazaret gehen und flüchtete zu einem früheren Diener der Familie, der dorthin reisen wollte. Dieser war Muslim und wollte Mirjam nun zum Islam bekehren, sie aber bekannte ihren Glauben an Jesus Christus. Der Mann schnitt ihr aus Zorn darüber die Kehle durch, sie überlebte aber diesen Mordversuch; Die 1 cm breite und 10 cm lange Narbe dieses Einschnittes blieb ihr jedoch ein Leben lang erhalten. Ein Arzt bezeugte später, dass es eigentlich nicht möglich ist, diese Verletzung zu überleben; Mirjam bekannte: Ich befand mich im Himmel. Die Muttergottes, die Engel und die Heiligen empfingen mich mit großer Güte und ich sah meine Eltern bei ihnen. Auch den strahlenden Thron der Heiligsten Dreifaltigkeit durfte ich sehen und Jesus in seiner Menschheit. Da sagte jemand zu mir: Du bist Jungfrau, das ist wahr, aber dein Buch ist noch nicht vollendet. Nach diesen Worten erwachte Mirjam in einer Grotte, eine Ordensfrau in hellblauen Gewändern war bei ihr, sprach sehr wenig, erwies sich als außerordentlich zartfühlend und sagte nach einigen Wochen der Pflege zu Mirjam: Du wirst nach Frankreich gehen, Karmelitin werden und in Betlehem sterben.; dann brachte sie Mirjam in ein Franziskanerkloster. 1875 erzählte Mirjam ihrem geistlichen Vater, Pater Estrade: Ich weiß jetzt, dass die Ordensfrau, die mich nach meinem Martyrium gepflegt hat, die Muttergottes war.

Mirjam arbeitete dann als Hausmädchen in Beirut, und ab 1864 in Marseille in Frankreich. Kurz nach ihrer Ankunft dort empfing Mirjam die Heilige Eucharistie und fiel daraufhin in eine viertägige Ekstase. Sie wurde anschließend in das Postulat der Josefsschwestern aufgenommen. Mit 20 Jahren empfing sie die Wundmale Christi. Die Ordensgemeinschaft verwehrte ihr die Zulassung zum Noviziat, die Oberin schickte sie zu den unbeschuhten Karmelitinnen in Pau, wo sie 1867 eintrat und den Ordensamen Maria von der Kreuzigung Jesu bekam.

Maria wurde nun zur Ordensarbeit nach Mangalore – dem heutigen Mangaluru – in Indien geschickt und legte dort 1870 ihr Gelübde ab. Immer wieder fiel sie in Ekstase, schwebte über den Boden, hatte die Fähigkeit zur Bilokation – d.h. an zwei Orten gleichzeitig zu sein – , und ihr wurden Prophezeiungen und viele Visionen zuteil. 1872 kehrte sie nach Frankreich zurück, 1875 gründete sie in Betlehem ein Karmelitinnenkloster, dann folgte eine Ordensgründung in Nazaret. Im August 1878 stürzt sie bei körperlicher Arbeit, brach sich den Arm und sah ihr Ende kommen; fünf Tage später starb sie.

 

Hl. Gregor von Pfalzel – Abt in Utrecht, Glaubensbote bei den Friesen

* 707 oder 708 in Franken in Bayern
† 25. August 775 in Utrecht in den Niederlanden

Gregor stammte aus einer vornehmen fränkischen Familie, er wurde an der Hofschule erzogen. Um 722 lernte er in dem von seiner Großmutter Adula geleiteten Kloster Pfalzel bei Trier Bonifatius kennen, der ihn zur Missionsarbeit in Hessen und Thüringen mitnahm.

Gregor wurde dann Abt und Vorsteher der unter ihm aufblühenden Schule am Münster in Utrecht und 754, nach dem Märtyrertod von Bonifatius, Leiter des gesamten friesischen Missionswerkes; zudem verwaltete er – ohne Bischofsweihe – das Bistum Utrecht. Er kann als legitimer Nachfolger von Bonifatius und Willibrord gelten, auch wenn er selbst nie Bischof wurde; dies war politisch nicht durchsetzbar, da sein Bruder eines Verbrechens gegen das karolingische Königshaus beschuldigt wurde.

Sein Schüler Liudger verfasste die Lebensbeschreibung von Gregor.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

26.08.2019 – Montag der 21. Woche im Jahreskreis

Kapelle der Herz Jesu Franziskaner CFM.SCJ

„Die Regel des Meisters“

Der Scheideweg in unserem Herzen: „das Tor ist weit, das ins Verderben führt […] das Tor, das zum Leben führt, ist eng“ (Mt 7,13–14)

Mensch, der du diese Regel der Gemeinschaft laut vorliest, und du, der du mir zuhörst indem du diese Lesung hörst: Lass jetzt deine anderen Gedanken beiseite. Wisse, dass wenn ich zu dir spreche, es Gott selbst ist, der dich durch meinen Mund warnt. Wir müssen zu unserem Herrn und Gott gehen aus freiem Willen, mit unseren guten Taten und unserer redlichen Absicht. Andernfalls werden wir zu unserem Schaden wegen unserer sündhaften Nachlässigkeit gerufen – vom Tod hinweggerafft –, um vor ihm zu erscheinen […] Die Zeit, die uns noch bleibt, verleben wir wie eine Gnadenfrist, während die Güte Gottes jeden Tag Fortschritte von uns erwartet; sie will, dass wir heute besser sind als gestern. Du, der du mir zuhörst: sei aufmerksam! So werden meine Worte […] durch den Gebrauch deines Geistes zum Scheidepunkt deines Herzens gelangen. Wenn du an diesem Scheidepunkt bist […], dann lass den schlechten Weg, den Weg deiner Unwissenheit, hinter dir und stelle dich vor die beiden Wege, die sich dir öffnen: Es sind die beiden Weisen, die Gebote des Herrn zu befolgen. Wir, die wir den Weg zu Gott suchen: Lasst uns an diesem Scheideweg in unserem Herzen innehalten und diese beiden Wege prüfen, diese beiden Möglichkeiten, die sich uns eröffnen. Untersuchen wir, auf welchem dieser beiden Wege wir zu Gott gelangen können. Wenn wir nach links weitergehen, müssen wir befürchten – da dieser Weg breit ist –, dass es eher jener ist, der ins Verderben führt. Wenn wir uns nach rechts wenden, sind wir auf dem guten Weg; denn er ist eng und dieser ist es, der die treuen Diener zu ihrem Herrn selbst führt […] Halte dich also an das, was du hörst, bevor du das Licht dieser Welt verlässt; denn du wirst nicht hierher zurückkommen, außer zur Auferstehung. Und bei der Auferstehung wirst du, wenn du dich hienieden in der gegenwärtigen Zeit gut verhalten hast, zusammen mit den Heiligen zur ewigen Herrlichkeit bestimmt sein.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

Tagesevangelium – 26.08.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 23,13-22

Hier zum Nachhören

Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr verschließt den Menschen das Himmelreich. Ihr selbst geht nicht hinein; aber ihr lasst auch die nicht hinein, die hineingehen wollen. Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr zieht über Land und Meer, um einen einzigen Menschen für euren Glauben zu gewinnen; und wenn er gewonnen ist, dann macht ihr ihn zu einem Sohn der Hölle, der doppelt so schlimm ist wie ihr selbst.
Weh euch, ihr seid blinde Führer! Ihr sagt: Wenn einer beim Tempel schwört, so ist das kein Eid; wer aber beim Gold des Tempels schwört, der ist an seinen Eid gebunden. Ihr blinden Narren! Was ist wichtiger: das Gold oder der Tempel, der das Gold erst heilig macht? Auch sagt ihr: Wenn einer beim Altar schwört, so ist das kein Eid; wer aber bei dem Opfer schwört, das auf dem Altar liegt, der ist an seinen Eid gebunden. Ihr Blinden! Was ist wichtiger: das Opfer oder der Altar, der das Opfer erst heilig macht? Wer beim Altar schwört, der schwört bei ihm und bei allem, was darauf liegt. Und wer beim Tempel schwört, der schwört bei ihm und bei dem, der darin wohnt. Und wer beim Himmel schwört, der schwört beim Thron Gottes und bei dem, der darauf sitzt.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé