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Tagesevangelium – 23.08.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 22,34-40

Hier zum Nachhören

In jener Zeit, als die Pharisäer hörten, dass Jesus die Sadduzäer zum Schweigen gebracht hatte, kamen sie bei ihm zusammen. Einer von ihnen, ein Gesetzeslehrer, wollte ihn auf die Probe stellen und fragte ihn: Meister, welches Gebot im Gesetz ist das wichtigste? Er antwortete ihm: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken. Das ist das wichtigste und erste Gebot. Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. An diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz samt den Propheten.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Gefeiert am 22. August

Maria, Königin des Himmels

Der Gedenktag „Maria, Königin des Himmels“ (Regina = Königin) wurde 1845 in Ancona in Italien zu Ehren der Königin aller Heiligen gefeiert, ab 1870 auch in Spanien und in einigen Diözesen Lateinamerikas begangen.

1954 führte Papst Pius XII. den Gedenktag für die gesamte katholische Kirche ein. 1969 verlegte der römische Generalkalender das Fest auf den 22. August, den Oktavtag von Mariä Himmelfahrt.

 

Hl. Philippus Benitius – Priester und Generaloberer

* 15. August 1233 in Florenz in Italien
† 22. August 1285 in Todi in Italien

Philippus aus der edlen Familie der Benizi studierte Medizin und Philosophie in Padua und Paris. Er trat 1253 in den Servitenorden ein, wurde 1259 zum Priester geweiht und 1267 fünfter Generalprior des Ordens. Er leitete den Orden mit großer Umsicht, gab ihm seine Konstitutionen und verteidigte seinen Fortbestand angesichts der drohenden Aufhebung durch die Erlässe des 2. Konzils von Lyon im Jahr 1274. Er gilt deshalb als zweiter Gründer des Ordens und hat auch den weiblichen Zweig gegründet. Er gewann viele neue Mitglieder für den Orden, insbesondere bedeutende Männer.

Einem Aussätzigen schenkte Philippus einmal sein Unterkleid; als dieser es anzog, wurde er geheilt. Überliefert wird, dass die zum Konklave versammelten Kardinäle von diesem Wunder hörten und ihn deshalb zum Papst wählen wollten. Philippus entzog sich der Wahl, indem er sich am Monte Amiata in einer Einsiedelei versteckte. Deshalb wird er oft mit der Tiara dargestellt – allerdings zu seinen Füßen, als Ausdruck dafür, dass er das Papstamt abgelehnt hat.

Im nach Philippus Benitius benannten Dom von Todi werden seine Reliquien aufbewahrt. Der Servitenorden pflegt den Brauch, am Gedenktag von Philippus Brot und Wasser zu segnen; denn die Überlieferung berichtet, dass die Ordensbrüder in Arezzo dereinst unter einer Hungersnot litten; Philippus erflehte Hilfe bei Maria, kurz darauf stand ein Korb voll von Brot vor der Klosterpforte.

22.08.2019 – Donnerstag der 20. Woche im Jahreskreis

Hl. Makarius der Ägypter (†390) Mönch

„Kommt zur Hochzeit!“

Wenn ein ganz kleines Volk zum Krieg gegen den König sich erhebt, so bleibt ihm die Mühe erspart, persönlich den Feldzug mitzumachen. Vielmehr sendet er seine Soldaten mit ihren Befehlshabern aus und sie führen den Krieg. Ist aber das Volk, das gegen ihn anrückt, sehr mächtig, imstande, sein Reich zu zerstören, so sieht sich der König gezwungen, persönlich samt seinen Palastleuten und seinen Heeren auszuziehen und die Schlacht zu schlagen. Da sieh nun deine Würde: Gott selbst hat sich mit seinen Heerscharen, den Engeln und den heiligen Geistern, aufgemacht, als Gesandter ist er in eigener Person zu dir gekommen, um dich vom Tod zu retten. Fasse also Zuversicht und erwäge, welch eine Fürsorge deinetwegen getroffen worden ist. Nehmen wir noch ein Beispiel aus dem Leben, da wir ja im Leben [stehen]. Da ist ein König. Der findet einen armen, kranken Menschen. Er schämt sich dessen nicht, sondern heilt mit heilsamen Arzneien seine Wunden. Er nimmt ihn in seinen Palast, bekleidet ihn mit dem Purpur und dem Diadem und macht ihn zu seinem Tischgenossen. So kommt auch der himmlische König Christus zum kranken Menschen, heilt ihn und macht ihn zum Genossen seines königlichen Tisches. Und dabei nötigt er seinen Willen nicht, sondern ladet ihn ein und erhebt ihn zu solcher Ehrenstellung. Im Evangelium steht geschrieben: „Der Herr sandte seine Knechte aus, die, welche [kommen] wollten, einzuladen und ihnen kundzutun: Mein Gastmahl ist bereitet. Sie aber, die Geladenen, entschuldigten sich […]“. Du siehst, der Gastgeber war bereit, die Gäste aber weigerten sich. Folglich waren sie selbst an ihrem Los schuld. So groß also ist die Würde der Christen. Sieh, der Herr bereitet ihnen das Reich, er ladet sie ein zu kommen, sie aber wollen nicht. Mit Rücksicht auf das Geschenk, das sie empfangen sollen, kann man wohl mit Recht sagen: Wenn jemand von der Erschaffung Adams bis zum Ende der Welt gegen den Satan kämpfte und Widerwärtigkeiten erduldete, so täte er nichts Großes im Vergleich zu der Herrlichkeit, die er empfangen soll (vgl. Röm 8,18). Denn er wird mitherrschen mit Christus in endlose Ewigkeit. Preis ihm, der eine solche Seele so geliebt, dass er sich selbst und seine Gnade der Seele gegeben und anvertraut hat! Preis seiner Majestät!

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

Tagesevangelium – 22.08.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 22,1-14

Hier zum Nachhören

In jener Zeit erzählte Jesus den Hohenpriestern und den Ältesten des Volkes das folgende Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem König, der die Hochzeit seines Sohnes vorbereitete. Er schickte seine Diener, um die eingeladenen Gäste zur Hochzeit rufen zu lassen. Sie aber wollten nicht kommen. Da schickte er noch einmal Diener und trug ihnen auf: Sagt den Eingeladenen: Mein Mahl ist fertig, die Ochsen und das Mastvieh sind geschlachtet, alles ist bereit. Kommt zur Hochzeit! Sie aber kümmerten sich nicht darum, sondern der eine ging auf seinen Acker, der andere in seinen Laden, wieder andere fielen über seine Diener her, misshandelten sie und brachten sie um. Da wurde der König zornig; er schickte sein Heer, ließ die Mörder töten und ihre Stadt in Schutt und Asche legen. Dann sagte er zu seinen Dienern: Das Hochzeitsmahl ist vorbereitet, aber die Gäste waren es nicht wert eingeladen zu werden.
Geht also hinaus auf die Straßen und ladet alle, die ihr trefft, zur Hochzeit ein. Die Diener gingen auf die Straßen hinaus und holten alle zusammen, die sie trafen, Böse und Gute, und der Festsaal füllte sich mit Gästen. Als sie sich gesetzt hatten und der König eintrat, um sich die Gäste anzusehen, bemerkte er unter ihnen einen Mann, der kein Hochzeitsgewand anhatte.
Er sagte zu ihm: Mein Freund, wie konntest du hier ohne Hochzeitsgewand erscheinen? Darauf wusste der Mann nichts zu sagen. Da befahl der König seinen Dienern: Bindet ihm Hände und Füße, und werft ihn hinaus in die äußerste Finsternis! Dort wird er heulen und mit den Zähnen knirschen. Denn viele sind gerufen, aber nur wenige auserwählt.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Gefeiert am 21. August

Hl. Pius X. Papst

* 2. Juni 1835 Riese bei Treviso in Italien
† 20. August 1914 in Rom

Pius X. (Giuseppe Sarto) war das Kind armer Eltern; er wurde 1835 in dem Dorf Riese bei Treviso geboren, studierte in Padua, wurde 1858 Priester, 1875 Domherr in Treviso und 1884 Bischof von Mantua. „Der alte Bauernpfarrer taugt nicht zum Bischof“, sagte er damals. Aber neun Jahre später ernannte ihn Papst Leo XIII. zum Patriarchen von Venedig. Als solcher reiste er 1903 (mit Rückfahrkarte) nach Rom zum Konklave, bei dem er zum Papst gewählt wurde. Mit Widerstreben nahm er die Wahl an. Er blieb auch als Papst, was er schon immer gewesen war: ein Seelsorger. Er sah seine Aufgabe darin, „alles in Christus zu erneuern“, Liturgie, Kirchenrecht, Bibelwissenschaft: das alles förderte er mit der ihm eigenen Energie. Furchtlos nahm er auch den Kampf gegen die zeitgenössischen Irrlehren auf, die unter dem Namen Modernismus zusammengefasst werden. Er war ein großer Beter und Helfer in vielerlei Nöten. Er erlaubte und empfahl die häufige, ja tägliche Kommunion allen Ständen und Lebensaltern. Seine Güte und Lauterkeit machte tiefen Eindruck auch auf nicht kirchlich gesinnte Menschen. Er starb bald nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges, am 20. August 1914. Er wurde 1954 heilig gesprochen.

 

Hl. Maria (Zaida) Nonne und Märtyrerin

* in Lérida (katalonisch Lleida) in Spanien
† 1180 in Alzira in Spanien

Zaida war die Tochter von Almansor, dem muslimischen Kalifen von Lérida (katalonisch Lleida), und die Schwester von Bernhard (s.u. unter „Bernhard“ und Gracia (s.u. unter „Gratia“). Sie wurde von ihrem Bruder Bernhard zum Christentum bekehrt, wurde Nonne mit dem Ordensnamen Maria und wollte zusammen mit ihren Geschwistern auch ihren Bruder Almansor zum Christentum bekehren. Dieser übergab seine Geschwister den maurischen Behörden und alle wurden in einem Schauprozess zum Tode verurteilt.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

21.08.2019 – Mittwoch der 20. Woche im Jahreskreis

Hl. Gregor der Große (540-604) Papst und Kirchenlehrer

„Geht auch ihr in meinen Weinberg!“

Der Herr hört nie auf, Arbeiter auszusenden, um seinen Weinberg zu pflegen […]: Zuerst durch die Patriarchen, dann durch die Gesetzeslehrer und Propheten, zuletzt durch die Apostel arbeitete er auf unterschiedliche Weise durch seine Arbeiter an der Pflege seines Weinbergs. Alle, die mit dem rechten Glauben gute Werke verbanden, waren Arbeiter in diesem Weinberg […] Mit den Arbeitern der ersten, dritten, sechsten und neunten Stunde ist also das alte hebräische Volk gemeint, das sich […] von Anfang an um einen rechtgläubigen Gottesdienst bemüht und nicht aufgehört hat, sozusagen an der Pflege des Weinbergs zu arbeiten. Aber in der elften Stunde werden die Heiden gerufen, und ihnen gelten die Worte: „Was steht ihr hier den ganzen Tag untätig herum?“ Denn diese ganze lange Zeit der Weltgeschichte hindurch hatten die Heiden es versäumt, im Hinblick auf das ewige Leben zu arbeiten; sie standen gewissermaßen nur herum und taten nichts. Nun aber, meine Brüder, gebt gut acht, was sie auf die an sie gerichtete Frage antworten: „Niemand hat uns angeworben.“ Tatsächlich, kein Patriarch oder Prophet war zu ihnen gekommen. Und was bedeutet: „Niemand hat uns angeworben“, wenn nicht: „Niemand hat uns die Wege des Lebens gelehrt“. Was aber werden wir zu unserer Entschuldigung vorbringen, wenn wir die guten Werke nicht tun? Bedenkt, dass wir den Glauben schon beim Verlassen des Mutterschoßes bekommen, die Worte des Lebens schon in der Wiege gehört und gleichzeitig mit der Muttermilch schon den Trank der himmlischen Lehre an der Brust der heiligen Kirche eingesogen haben.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

Tagesevangelium – 21.08.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 20,1-16a

Hier zum Nachhören

In jener Zeit erzählte Jesus seinen Jüngern das folgende Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Gutsbesitzer, der früh am Morgen sein Haus verließ, um Arbeiter für seinen Weinberg anzuwerben. Er einigte sich mit den Arbeitern auf einen Denar für den Tag und schickte sie in seinen Weinberg. Um die dritte Stunde ging er wieder auf den Markt und sah andere dastehen, die keine Arbeit hatten. Er sagte zu ihnen: Geht auch ihr in meinen Weinberg! Ich werde euch geben, was recht ist. Und sie gingen. Um die sechste und um die neunte Stunde ging der Gutsherr wieder auf den Markt und machte es ebenso. Als er um die elfte Stunde noch einmal hinging, traf er wieder einige, die dort herumstanden. Er sagte zu ihnen: Was steht ihr hier den ganzen Tag untätig herum? Sie antworteten: Niemand hat uns angeworben. Da sagte er zu ihnen: Geht auch ihr in meinen Weinberg! Als es nun Abend geworden war, sagte der Besitzer des Weinbergs zu seinem Verwalter: Ruf die Arbeiter, und zahl ihnen den Lohn aus, angefangen bei den letzten, bis hin zu den ersten. Da kamen die Männer, die er um die elfte Stunde angeworben hatte, und jeder erhielt einen Denar. Als dann die ersten an der Reihe waren, glaubten sie, mehr zu bekommen. Aber auch sie erhielten nur einen Denar. Da begannen sie, über den Gutsherrn zu murren, und sagten: Diese letzten haben nur eine Stunde gearbeitet, und du hast sie uns gleichgestellt; wir aber haben den ganzen Tag über die Last der Arbeit und die Hitze ertragen. Da erwiderte er einem von ihnen: Mein Freund, dir geschieht kein Unrecht. Hast du nicht einen Denar mit mir vereinbart? Nimm dein Geld und geh! Ich will dem letzten ebenso viel geben wie dir. Darf ich mit dem, was mir gehört, nicht tun, was ich will? Oder bist du neidisch, weil ich zu anderen gütig bin? So werden die Letzten die Ersten sein.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Gefeiert am 20. August

Hl. Bernhard von Clairvaux – Abt in Clairvaux und Kirchenlehrer

* 1090 in Fontaine-lès-Dijon, dem heutigen Stadtteil von Dijon in Frankreich
† 20. August 1153 in Clairvaux – im heutigen Longchamp-sur-Aujon – in Frankreich

Bernhard, aus burgundischem Adel, wurde um 1090 geboren. Vier Jahre nach dem Tod seiner Mutter verließ er die Welt und trat 1112 mit dreißig Gleichgesinnten in das Reformkloster Cîteaux ein. Drei Jahre später wurde er an der Spitze von zwölf Mönchen zur Gründung von Clairvaux ausgesandt, das nach harten Anfängen rasch aufblühte; bis zu Bernhards Tod erfolgten von dort aus nicht weniger als 68 Neugründungen. Aber nicht nur die Fragen des Mönchtums bewegten Bernhards leidenschaftliches Herz. Er befasste sich mit den großen Problemen der Kirche; er wurde Berater von Päpsten, Fürsten und Prälaten. Im Papstschisma 1130-1138 warb er für Papst Innozenz II. in Frankreich, England, Deutschland und Italien. Papst Eugen III., vorher Mönch von Clairvaux, beauftragte ihn, den (zweiten) Kreuzzug zu predigen. Bernhard war ein großer Prediger; auch wo man seine Sprache nicht verstand, war der Eindruck seiner Persönlichkeit gewaltig. Die übermäßigen Anstrengungen erschöpften seine Kräfte. Schwierigkeiten, Misserfolge und körperliche Leiden trugen zu seiner inneren Reifung bei. Am 20. August 1153 starb er, der Mann seines Jahrhunderts, in Clairvaux. 1174 wurde er heilig gesprochen. Papst Pius VIII. ernannte ihn 1830 zum Kirchenlehrer.

Zweifache Liebe

„Es gibt eine Liebe der Tat und eine Liebe des Herzens, des Gefühls. Bezüglich der tätigen Liebe wurde den Menschen ein Gesetz gegeben, ein Gebot auferlegt. Wer vermöchte sie aber so im Herzen zu fühlen, wie sie geboten wird? Die eine ist also geboten und schafft das Verdienst, die andere wird uns zur Belohnung gegeben. Gewiss, wir leugnen nicht, dass man mit Gottes Gnade einen Anfang und Fortschritt der gefühlten Liebe im gegenwärtigen Leben spüren kann. Ihre Vollendung aber weisen wir ganz der künftigen Seligkeit zu.“ (Bernhard von Clairvaux)

 

Hl. Maria de Mattias – Ordensgründerin

* 4. Februar 1805 in Vallecorsa in Italien
† 20. August 1866 in Rom

Maria Mathilde, Tochter von Giovanni und Ottavia de Angelis, wurde religiös erzogen. 1834 ging sie nach Acuto, dort gründete sie noch im selben Jahr die Kongregation der Anbeterinnen des kostbaren Blutes, die die Erziehung von Mädchen zur Aufgabe hat. Zur weiteren Ausbreitung ihrer Gemeinschaft begab sie sich nach Rom.

Maria de Mattias wurde zunächst im berühmten Friedhof del Verano in Rom bestattet, dann wurden ihre Gebeine in die Kirche del Preziosissimo Sangue di Nostro Signore Gesù Cristo neben der Generalkurie ihres Ordens übertragen. Der Orden ist heute auf allen fünf Kontinenten tätig.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

20.08.2019 – Dienstag der 20. Woche im Jahreskreis

Hl. Irenäus von Lyon (130 – 208) Bischof, Kirchenlehrer und Märtyrer

„Komm und folge mir nach“

Abraham folgte infolge der Großmut seines Glaubens freiwillig und ohne Fesseln, wodurch er ein Freund Gottes wurde. Aber nicht wegen des eigenen Bedürfnisses nahm das Wort Gottes die Freundschaft Abrahams an, war es doch von Anfang an vollkommen: „Ehe denn Abraham war, bin ich“, sagte es (Joh 8,58), sondern weil es dem Abraham in seiner Güte das ewige Leben schenken wollte […] Also hat Gott im Anfang den Adam erschaffen, nicht als ob er selbst des Menschen bedurft hätte, sondern damit er auf jemand sein Wohlgefallen ausschütten konnte […] Auch uns befahl er, ihm zu folgen, nicht als ob er unseres Dienstes bedurfte, sondern weil er uns sein Heil zuwenden wollte. Denn dem Erlöser nachfolgen, heißt teilnehmen am Heil, und dem Licht folgen, heißt das Licht erlangen. Die aber im Licht sind, erleuchten nicht selber das Licht, sondern werden von ihm erleuchtet und erhellt; sie selbst geben ihm nichts, sondern empfangen die Wohltat, vom Licht erleuchtet zu werden. So bringt auch unsere Tätigkeit im Dienst Gottes Gott nichts ein, noch bedarf er des menschlichen Dienstes, wohl aber verleiht er denen, die ihm folgen und dienen, Leben, Unvergänglichkeit und ewigen Ruhm; aber von ihnen empfängt er keine Wohltat, denn er ist reich, vollkommen und ohne Bedürfnis. Nur deswegen verlangt Gott den Dienst der Menschen, weil er gut und barmherzig ist und denen wohltun will, die in seinem Dienst verharren. Denn ebenso sehr, wie Gott keines Menschen bedarf, bedarf der Mensch der Gemeinschaft Gottes. Das nämlich ist der Ruhm des Menschen, auszuharren und zu verbleiben im Dienst Gottes. Deswegen sagte der Herr zu seinen Schülern: „Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt“ (Joh 15,16). Das bedeutet: […] dadurch, dass sie dem Sohn Gottes folgten, wurden sie von ihm verherrlicht. Und abermals sagt er: „Ich will, dass dort, wo ich bin, auch diese sind, damit sie meine Herrlichkeit sehen“ (Joh 17,24).

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

Tagesevangelium – 20.08.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 19,23-30

Hier zum Nachhören

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Amen, das sage ich euch: Ein Reicher wird nur schwer in das Himmelreich kommen. Nochmals sage ich euch: Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt. Als die Jünger das hörten, erschraken sie sehr und sagten: Wer kann dann noch gerettet werden? Jesus sah sie an und sagte zu ihnen: Für Menschen ist das unmöglich, für Gott aber ist alles möglich. Da antwortete Petrus: Du weißt, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt. Was werden wir dafür bekommen? Jesus erwiderte ihnen: Amen, ich sage euch: Wenn die Welt neu geschaffen wird und der Menschensohn sich auf den Thron der Herrlichkeit setzt, werdet ihr, die ihr mir nachgefolgt seid, auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten.
Und jeder, der um meines Namens willen Häuser oder Brüder, Schwestern, Vater, Mutter, Kinder oder Äcker verlassen hat, wird dafür das Hundertfache erhalten und das ewige Leben gewinnen. Viele aber, die jetzt die Ersten sind, werden dann die Letzten sein, und die Letzten werden die Ersten sein.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé