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Gefeiert am 4. Mai

Hl. Florian – Märtyrer

* in Cannabiaca, dem heutigen Zeiselmauer bei Tulln in Österreich
† 4. Mai 304 in Lauriacum, dem heutigen Lorch an der Enns in Österreich

Florian stammte aus Norikum, das im Gebiet des heutigen Österreich liegt. Als Kanzleivorstand des römischen Statthalters setzte er sich in Lorch an der Enns für die verfolgten Christen ein. Darauf wurde er selbst verhaftet und mit einem Stein um den Hals in der Enns ertränkt (4. Mai 304). Über seinem Grab erhob sich später das Chorherrenstift St. Florian bei Linz. Die Verehrung des hl. Florian war in Österreich, Süddeutschland und Polen verbreitet. Man rief ihn gegen Wasser- und Feuersgefahr an.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

04.05.2019 – Samstag der 2. Osterwoche

Hl. Theresia Benedicta a Cruce, Edith Stein, Karmelitin und Märtyrerin

„Ich bin es, fürchtet euch nicht“

Herr, stürmisch sind die Wellen Und dunkel ist die Nacht, Willst Du sie nicht erhellen Für mich, die einsam wacht? Halt fest die Hand am Steuer Und sei getrost und still. Dein Schifflein ist mir teuer, Zum Ziel ich’s lenken will. Hab nur mit treuen Sinnen Stets auf den Kompass acht, Der hilft das Ziel gewinnen Durch Stürme und durch Nacht. Die Nadel zittert leise Und steht dann wieder still, Dass Richtung sie Dir weise, Wohin die Fahrt ich will. Sei drum getrost und stille: Es führt durch Sturm und Nacht Getreu Dich Gottes Wille, Wenn das Gewissen wacht.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

Tagesevangelium – 04.05.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes – Joh 6,16-21

Als es aber spät geworden war, gingen die Jünger Jesu zum See hinab, bestiegen ein Boot und fuhren über den See, auf Kafarnaum zu. Es war schon dunkel geworden, und Jesus war noch nicht zu ihnen gekommen. Da wurde der See durch einen heftigen Sturm aufgewühlt. Als sie etwa fünfundzwanzig oder dreißig Stadien gefahren waren, sahen sie, wie Jesus über den See ging und sich dem Boot näherte; und sie fürchteten sich. Er aber rief ihnen zu: Ich bin es; fürchtet euch nicht! Sie wollten ihn zu sich in das Boot nehmen, aber schon war das Boot am Ufer, das sie erreichen wollten.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

„Das schrecklichste Schisma, das die Welt je gesehen hat“

Papst Franziskus umarmt seinen Freund, den Großscheich der Al-Azhar-Universität in Kairo, Ahmed al-Tayyeb

Von Roberto de Mattei*

Am 4. Februar 2019 haben in Abu Dhabi Papst Franziskus und der Großimam von Al-Azhar, Ahmad Al-Tayyeb, ein Dokument über die Brüderlichkeit aller Menschen für ein friedliches Zusammenleben in der Welt unterzeichnet. Die Erklärung beginnt im Namen des einen Gottes, der – wenn er wirklich gemeinsam sein soll – kein anderer als Allah der Muslime sein kann. Der Gott der Christen ist in seiner Natur eins, aber in drei Personen, die gleich aber verschieden sind, Vater, Sohn und Heiliger Geist. Seit den Zeiten des Arius hat die Kirche die Antitrinitarier und die Deisten bekämpft, die dieses Geheimnis, das Größte der Christenheit, leugneten oder aufgaben. Der Islam lehnt es mit Entsetzen ab, wie die Sure „vom vorbehaltlosen Glauben“ bekennt:

„Sprich: Er, Gott, ist Einer! Gott, der Ewige! Er hat nicht gezeugt, und ihn hat keiner gezeugt, und keiner ist ihm gleich“ (Koran 112,1–4).

In Wirklichkeit wird in der Erklärung von Abu Dhabi der Kult weder dem Gott der Christen noch dem Gott des Islams dargebracht, sondern einer laizistischen Gottheit: der „Brüderlichkeit aller Menschen“, „die alle umfasst, vereint und gleich macht“.[1] Das ist nicht der „Geist von Assisi“, der in seinem Synkretismus zumindest den Primat der religiösen Dimension vor der säkularen anerkannte, sondern die Bekräftigung des Indifferentismus. In keinem Punkt wird ein metaphysisches Fundament der Werte von Frieden und Brüderlichkeit erwähnt, auf die man sich ständig beruft.

Wenn es im Dokument heißt: „Der Pluralismus und die Verschiedenheit in Bezug auf Religion, Hautfarbe, Geschlecht, Rasse und Sprache entsprechen einem weisen göttlichen Willen, mit dem Gott die Menschen erschaffen hat“[2], wird nicht der Ökumenismus vertreten, der von Pius XI. in Mortalium animos (1928) verurteilt wurde, sondern der religiöse Indifferentismus, den Leo XIII. in der Enzyklika Libertas praestantissimum (20. Juni 1888) verurteilte, indem er von einem Lehrsystem spricht, das in seinem „innersten Wesen darin besteht, daß es einem jedem überlassen bleibe, eine beliebige Religion oder auch gar keine zu bekennen“.

Gabriele Mandel: Sufismus und Freimaurerei

In der Erklärung von Abu Dhabi unterwerfen sich Christen und Muslime dem obersten Prinzip der Freimaurerei, laut dem die Werte der Freiheit und der Gleichheit der Französischen Revolution ihre Synthese und ihre Vollendung in der universalen Brüderlichkeit finden sollten. Ahmad Al-Tayyeb, der den Text zusammen mit Papst Franziskus redigiert hat, ist ein Erbscheich der Sufi-Bruderschaft Oberägyptens. Innerhalb der islamischen Welt zeichnet sich Al-Azhar, die Moschee und Universität, deren Rektor und Leiter er ist, durch die Sufi-Esoterik als eine „initiatische Brücke“ zwischen der Freimaurerei des Ostens und des Westens aus (vgl. Gabriele Mandel: Federico II, il sufismo e la massoneria, hrsg. von Nazareno Venturi, Acireale 2013; dt. Übersetzung: Friedrich II., der Sufismus und die Freimaurerei).[3]

Das Dokument verlangt insistent und wiederholt: „Wir rufen die Intellektuellen, die Philosophen, die Vertreter der Religionen, die Künstler, die Medienleute und die Kulturschaffenden in der ganzen Welt auf, die Werte des Friedens, der Gerechtigkeit, des Guten, der Schönheit, der menschlichen Brüderlichkeit und des gemeinsamen Zusammenlebens wiederzuentdecken.“ Diese Werte, so heißt es weiter, sind der „Rettungsanker für alle“. Deshalb bitten „Al-Azhar und die Katholische Kirche“, daß „dieses Dokument Forschungs- und Reflexionsgegenstand in allen Schulen, in den Universitäten und in den Erziehungs- und Bildungseinrichtungen werde, um dazu beizutragen, neue Generationen zu bilden, die das Gute und den Frieden bringen und überall das Recht der Unterdrückten und der Geringsten verteidigen.“

Am 11. April wurde das Dokument von Abu Dhabi in Santa Marta im Vatikan durch eine symbolische Geste besiegelt. Franziskus warf sich vor drei politischen Führern des Südsudans auf den Boden und küßte ihnen die Füße, indem er sie um Frieden anflehte. Diese Geste ist nicht so sehr nach dem zu bewerten, was sie aussagt: die Unterwerfung der Kirche unter die Politik, sondern nach dem, was sie leugnet: das Königtum Unseres Herrn Jesus Christus. Wer Christus repräsentiert, in dessen Namen im Himmel und auf Erden jedes Knie sich beugt (Phil 2,10), hat die Ehrerbietung der Menschen und der Nationen zu empfangen und nicht umgekehrt. Man denke an die Worte von Pius XI. in der Enzyklika Quas primas (1925):

„O welchen Glückes könnten wir uns freuen, wenn Einzelmenschen wie Familien und Staaten sich von Christus leiten ließen! «Dann endlich wird man – um die Worte Unseres Vorgängers Leo XIII. zu gebrauchen, die er vor 25 Jahren an die Bischöfe des Erdkreises richtete – so viele Wunden heilen können, dann wird jedes Recht seine ursprüngliche Kraft wieder erlangen, dann endlich werden die kostbaren Güter des Friedens wiederkehren, und es werden die Schwerter und Waffen den Händen entgleiten, wenn alle bereitwillig Christi Herrschaft annehmen und ihm gehorchen werden, wenn jede Zunge bekennen wird, daß der Herr Jesus Christus in der Herrlichkeit Gottes des Vaters ist».“

Auch die von Papst Franziskus in Santa Marta vollzogene Geste leugnet ein erhabenes, christliches Geheimnis: die Menschwerdung, das Leiden und den Tod Unseres Herrn Jesus Christus, des einziges Retters und Erlösers der Menschheit. Indem dieses Geheimnis geleugnet wird, wird der heilbringende Auftrag der Kirche geleugnet, die berufen ist, die Welt zu evangelisieren und zu zivilisieren. Wird die Amazonassynode, die für den kommenden Oktober einberufen wurde, eine neue Etappe dieser Ablehnung des kirchlichen Auftrages sein, die auch eine Zurückweisung der Mission des Stellvertreters Christi ist? Wird Papst Franziskus sich vor den Vertretern der indigenen Völker niederknien? Wird er sie bitten, der Kirche die Stammesweisheiten, deren Träger sie sind, weiterzugeben?

Sicher ist, daß drei Tage nach der Geste in Rom, am 15. April, die Kathedrale von Notre-Dame, die plastische Verkörperung der Kirche, in Flammen stand und das Feuer nur die Mauern stehenließ. Bedeutet das nicht, daß trotz des Zusammenbruchs der Kirchenspitze, ihre Göttliche Struktur widersteht, und nichts sie zerstören kann?

Eine Woche darauf erschütterte ein weiteres Ereignis die katholische Öffentlichkeit. Eine Reihe von Attentaten, die von den Anhängern derselben Religion verübt wurden, der sich Papst Bergoglio unterwirft, haben das Osterfest der Auferstehung mit mehr als 300 Toten und über 500 Verletzten in einen Tag des Leidens für die Kirche verwandelt. Das Feuer hat mehr noch als die Körper, die Illusionen jener Katholiken verzehrt, die mit Applaus und Gitarrenklang das Halleluja anstimmen, während die Kirche ihren Karfreitag und Karsamstag erlebt. Jemand könnte einwenden, daß die Attentäter von Sri Lanka, obwohl Muslime, nicht den Islam vertreten. Aber auch der Großiman Al-Azhar, der das Dokument des Friedens und der Brüderlichkeit unterschrieben hat, vertritt nicht den Islam. Papst Franziskus hingegen vertritt ohne Zweifel die katholische Kirche. Wie lange noch?

Es gibt keine wahre Brüderlichkeit außer der übernatürlichen, die nicht aus einer Verbundenheit mit den Menschen entsteht, sondern mit Gott (1 Tess 1,4). Ebenso ist kein Frieden möglich außer der christliche Frieden, denn Ursprung und Quelle des wahren Friedens ist Christus, die fleischgewordene Weisheit: „Er kam und verkündete den Frieden: euch, den Fernen, und uns, den Nahen“ (Eph 2,17). Der Frieden ist eine Gnade Gottes, die der Menschheit durch Jesus Christus zuteil wird, dem Sohn Gottes und Herrscher des Himmels und der Erde. Die von ihm gegründete katholische Kirche ist die höchste Bewahrerin des Friedens, weil sie die Hüterin der Wahrheit ist, und der Frieden sich auf Wahrheit und Gerechtigkeit gründen.

Der Neo-Modernismus, der an der Spitze der Kirche eingepflanzt wurde, verkündet einen falschen Frieden und eine falsche Brüderlichkeit. Der falsche Frieden aber bringt den Krieg in die Welt, so wie die falsche Brüderlichkeit zum Schisma führt, dem Krieg in der Kirche. Der heilige Luigi Orione hatte es am 26. Juni 1913 auf dramatische Weise vorhergesehen:

„Mit dem Modernismus und dem Semi-Modernismus endet es nicht – man wird früher oder später zum Protestantismus oder zu einem Schisma in der Kirche kommen, dem schrecklichsten, das die Welt je gesehen haben wird“ (Scritti, Bd. 43, S. 53).

*Roberto de Mattei, Historiker, Vater von fünf Kindern, Professor für Neuere Geschichte und Geschichte des Christentums an der Europäischen Universität Rom, Vorsitzender der Stiftung Lepanto, Autor zahlreicher Bücher, zuletzt in deutscher Übersetzung: Verteidigung der Tradition: Die unüberwindbare Wahrheit Christi, mit einem Vorwort von Martin Mosebach, Altötting 2017.

Quelle: katholisches.info Bild: Screens.

Gefeiert m 3. Mai

Hl. Philippus und Hl. Jakobus – Apostel 

Philippus, wie Petrus und Jakobus in Betsaida geboren, gehörte zum Kreis um Johannes den Täufer und wurde einer der ersten Jünger Jesu. In den Apostelverzeichnissen steht er immer an fünfter Stelle. Er soll in Hierapolis (Kleinasien) gestorben sein.

Jakobus, der Sohn des Alphäus (Mk 3, 18), war ebenfalls einer der Zwölf. Ob er derselbe ist wie der „Bruder des Herm“ (Gal 1, 19) und der Verfasser des Jakobusbriefs, wird von der heutigen Forschung mit guten Gründen bezweifelt. Die römische Liturgie scheint jedoch bei dieser Gleichsetzung zu bleiben. Jakobus, „der Bruder des Herrn“, d. h. ein Verwandter Jesu, hat in der Kirche von Jerusalem eine führende Rolle gespielt und beim sog. Apostelkonzil in Jerusalem ein wichtiges Wort zur Frage der Aufnahme der Heiden gesprochen (Apg 15, 13-21). Nach der Überlieferung starb er im Jahr 62 als Märtyrer.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

03.05.2019 – Fest der Hll. Philippus und Jakobus, Apostel

Katechismus der Katholischen Kirche §§ 858–860

„Ich glaube an die … apostolische Kirche“

Jesus ist der vom Vater Gesandte. Gleich zu Beginn seines Wirkens „rief er die zu sich, die er erwählt hatte …‚ und er setzte zwölf ein, die er bei sich haben und die er dann aussenden wollte, damit sie predigten“ (Mk 3,13–14). Folglich sind sie seine „Gesandten“ [griechisch „apostoloi“]. In ihnen setzt er seine eigene Sendung fort: „Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch“ (Joh 20,21; vgl. Joh 13,20; vgl. Joh 17,18). Der Dienst der Apostel führt die Sendung Christi weiter: „Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf“, sagt er zu den Zwölfen (Mt 10,40; vgl. Lk 10,16). Jesus bezieht die Apostel in die vom Vater erhaltene Sendung ein. Wie der Sohn „nichts von sich aus tun“ kann (Joh 5,19.30), sondern alles vom Vater erhält, der ihn gesandt hat, so können die von Jesus Gesandten nichts tun ohne ihn (vgl. Joh 15,5), von dem sie den Missionsauftrag erhalten und die Kraft, ihn zu erfüllen. Die Apostel Christi wissen somit, dass sie von Gott bevollmächtigt sind als „Diener des neuen Bundes“ (2 Kor 3,6), „Gottes Diener“ (2 Kor 6,4), „Gesandte an Christi Statt“ (2 Kor 5,20), „Diener Christi … und Verwalter von Geheimnissen Gottes“ (1 Kor 4,1). Im Auftrag der Apostel liegt eine unübertragbare Aufgabe: erwählte Zeugen der Auferstehung des Herrn und Fundamente der Kirche zu sein. Gleichzeitig liegt darin aber auch eine übertragbare Aufgabe. Christus hat ihnen versprochen, bis zum Ende der Zeiten bei ihnen zu bleiben (vgl. Mt 28,20). Deshalb wird „jene göttliche Sendung, die von Christus den Aposteln anvertraut worden ist, … bis zum Ende der Welt dauern, da das Evangelium, das von ihnen zu überliefern ist, für alle Zeit für die Kirche Grundlage ihres ganzen Lebens ist. Deshalb haben die Apostel … für die Einsetzung von Nachfolgern Sorge getragen“ (LG 20).

Tagesevangelium – 03.05.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes – Joh 14,6-14

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich. Wenn ihr mich erkannt habt, werdet ihr auch meinen Vater erkennen. Schon jetzt kennt ihr ihn und habt ihn gesehen. Philippus sagte zu ihm: Herr, zeig uns den Vater; das genügt uns. Jesus antwortete ihm: Schon so lange bin ich bei euch, und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Wie kannst du sagen: Zeig uns den Vater? Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch sage, habe ich nicht aus mir selbst. Der Vater, der in mir bleibt, vollbringt seine Werke. Glaubt mir doch, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist; wenn nicht, glaubt wenigstens aufgrund der Werke! Amen, amen, ich sage euch: Wer an mich glaubt, wird die Werke, die ich vollbringe, auch vollbringen, und er wird noch größere vollbringen, denn ich gehe zum Vater. Alles, um was ihr in meinem Namen bittet, werde ich tun, damit der Vater im Sohn verherrlicht wird. Wenn ihr mich um etwas in meinem Namen bittet, werde ich es tun.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Gefeiert am 2. Mai

Hl. Athanasius – Patriarch von Alexandria und Kirchenvater

* um 295 in Alexandria in Ägypten
† 2. Mai 373 daselbst

Athanasius mit dem Beinamen „der Große“ ist einer der bedeutendsten Kirchenlehrer der alten Zeit. Er wurde um 295 in Alexandrien geboren. 325 nahm er als Diakon seines Bischofs am Konzil von Nizäa teil. Gegen die arianische Irrlehre war er ein unermüdlicher Verteidi­ger der Lehre von der wahren Gottheit Christi, wie sie vom Konzil von Nizäa definiert worden war: Christus ist der Sohn Gottes, „gezeugt, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater“. Da auch die Staatsgewalt auf Seiten der Irrlehrer stand, musste Athanasius wiederholt aus Alexandrien fliehen: siebzehn Jahre seines Lebens verbrachte er im Exil. Seine zahlreichen Schriften dienen vor allem der Erklärung und Verteidigung des wahren Glaubens. Athanasius hat auch das berühmte Leben des heiligen Abtes Antonius geschrieben.  Er starb 373 in Alexandrien.

Die Unerschrockenen

„Er überredete, er mahnte, er griff zur Gewalt. Wenn er angegriffen wurde, verteidigte er sich. Wenn er der Stärkere war, dann erlebte sein Gegner eine böse Stunde. Es ist die Schwäche der Unerschrockenen, ihre Kraft nicht zu messen und so bisweilen das rechte Maß zu verfehlen.“

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

02.05.2019 – Donnerstag der 2. Osterwoche

Hl. Johannes Paul II. (1920-2005) Papst

Gott gibt den Geist unbegrenzt

In seinem inneren Leben ist Gott Liebe (vgl. 1 Joh 4,8.16), wesenhafte Liebe, die den drei göttlichen Personen gemeinsam ist: Die personhafte Liebe aber ist der Heilige Geist als Geist des Vaters und des Sohnes. Daher „ergründet (er) die Tiefen Gottes“ (1 Kor 2,10) als ungeschaffene Liebe, die sich verschenkt. Man kann sagen, dass im Heiligen Geist das innere Leben des dreieinigen Gottes ganz zur Gabe wird, zum Austausch gegenseitiger Liebe unter den göttlichen Personen, und dass Gott durch den Heiligen Geist als Geschenk existiert. Der Heilige Geist ist der personale Ausdruck dieses gegenseitigen Sich-Schenkens, dieses Seins als Liebe (vgl. hl. Thomas von Aquin). Er ist die Liebe als Person. Er ist Geschenk als Person. Wir stehen hier vor einem unergründlichen Reichtum der Wirklichkeit und vor einer unsagbaren Vertiefung des Begriffes von Person in Gott, wie nur die göttliche Offenbarung sie uns erkennen lässt. Weil eines Wesens mit dem Vater und dem Sohn in seiner Göttlichkeit, ist der Heilige Geist zugleich Liebe und (ungeschaffenes) Geschenk, aus dem wie aus einer Quelle („fons vivus“ – lebendiger Quell) jegliche Gabe an die Geschöpfe entspringt (geschaffenes Geschenk): das Geschenk der Existenz für alle Dinge durch die Schöpfung; das Geschenk der Gnade für die Menschen durch die gesamte Heilsökonomie. Wie der Apostel Paulus schreibt: „Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist“ (Röm 5,5).

Quelle: Enzyklika „Dominum et vivificantem“  vom 18. Mai 1986 © Libreria Editrice Vaticana

Tagesevangelium – 02.05.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes – Joh 3,31-36

Er, der von oben kommt, steht über allen; wer von der Erde stammt, ist irdisch und redet irdisch. Er, der aus dem Himmel kommt, steht über allen. Was er gesehen und gehört hat, bezeugt er, doch niemand nimmt sein Zeugnis an. Wer sein Zeugnis annimmt, beglaubigt, dass Gott wahrhaftig ist. Denn der, den Gott gesandt hat, verkündet die Worte Gottes; denn er gibt den Geist unbegrenzt. Der Vater liebt den Sohn und hat alles in seine Hand gegeben. Wer an den Sohn glaubt, hat das ewige Leben; wer aber dem Sohn nicht gehorcht, wird das Leben nicht sehen, sondern Gottes Zorn bleibt auf ihm.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé