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Hörspiel: Mach aus mir ein schönes Gewand für den lieben Gott! Heiliger Domenico Savio

Dieses Hörspiel ist besonders für Kinder geeignet. Schon im jungen Alter fallen die Gottesliebe und das Heiligkeitsstreben Domenicos auf, die durch die geistliche Führung des hl. Turiner Jugendapostels Johannes Bosco noch vertieft werden. Bemerkenswert neben der glühenden Marienliebe der Apostolatsgeist, mit dem Domenico seine Kameraden zum Guten führt. Ein beeindruckendes Vorbild für Jung und Alt! Musikalische Untermalung der Streitszene durch das Gewittermotiv der Sinfonie Nr. 6 (Pastorale) von L. van Beethoven. Die Lieder wurden gesungen vom Kinder- und Jugendchor der Pfarrsingschule Vilsbiburg, Leitung H. Magerl.

Kurs von Papst Franziskus „radikalisiert“ sich

Peter Seewald ©Paul Badde / EWTN

Papstbiograf Peter Seewald übt Kritik: Kurs von Papst Franziskus „radikalisiert“ sich

Der Biograf von Papst Benedikt XVI., der Publizist Peter Seewald, hat scharfe Kritik am Kurs von Papst Franziskus geübt. Es sei zu beobachten, „dass sich der Kurs von Papst Franziskus mit zunehmendem Alter radikalisiert, oder sagen wir: entschleiert. Wenn dann auch noch ein verdienter Mitarbeiter wie Erzbischof Georg Gänswein aus dem Vatikan verbannt und gleichzeitig ein Protegé zum obersten Glaubenswächter berufen wird, dessen Qualifikation für das bedeutendste Amt der katholischen Kirche fraglich erscheint, ist das schon eine Ansage.“

Seewald äußerte sich am Donnerstag in einem ausführlichen Interview mit kath.net auch zu den Stellungnahmen von Franziskus zu seinem Vorgänger. Man müsse sich fragen, „ob Bergoglios Bekenntnisse nicht doch nur Lippenbekenntnisse waren, oder gar Nebelkerzen. Wir erinnern uns alle an die warmen Worte Ratzingers beim Requiem für Johannes Paul II. Worte, die ans Herz gingen, die von christlicher Liebe sprachen, von Respekt. Aber niemand erinnert sich an die Worte Bergoglios beim Requiem für Benedikt XVI.. Sie waren so kalt wie die ganze Zeremonie, die gar nicht kurz genug sein konnte, um dem Vorgänger ja keinen Zoll zu viel an Ehre zu erweisen.“

Der Papstbiograf kritisierte die Ernennung von Erzbischof Víctor Manuel Fernández zum Präfekten des Dikasteriums für die Glaubenslehre: „Während Franziskus den von Benedikt berufenen Kardinal Müller bei erstbester Gelegenheit abservierte, hievt er jetzt mit seinem langjährigen argentinischen Gefolgsmann jemanden ins Amt, der sofort eine Art Selbstdemontage ankündigte. Er wolle den Katechismus ändern, die Aussagen der Bibel relativieren, den Zölibat zur Diskussion stellen.“

Fernández, der im September auch Kardinal wird, gelte als Ghostwriter des Papstes „für häufig recht inhaltsleere Reden, oder auch für die umstrittene Enzyklika ‚Amoris Laetitia‘. Mit Bausteinen, die Kritiker als ‚unlesbar bis wischiwaschi‘ beschrieben und die Experten hart an der Grenze zur Häresie sehen.“

Zwar sei der Beginn des Pontifikats von Franziskus vielversprechend gewesen, aber dann habe sich gezeigt, „dass Bergoglio viele seiner Versprechen nicht einlöste, einmal ‚hü‘ und einmal ‚hott‘ sagt, sich immer wieder selbst widerspricht und damit erhebliche Verwirrung stiftet“.

Papst Franziskus habe sich von Anfang an von Papst Benedikt abzusetzen versucht: „Bergoglio wusste, dass er Ratzinger in dessen theologischer Brillanz und Noblesse nicht das Wasser reichen konnte. Er konzentrierte sich auf Effekte und hatte dabei Rückenwind durch Medien, die nicht so genau hinschauen wollten, um nicht auch sehen zu müssen, dass sich hinter dem als aufgeschlossen und progressiv gezeichneten Papst ein mitunter sehr autoritärer Regent verbarg, als der Bergoglio schon in Argentinien bekannt war.“

Franziskus habe „keine Skrupel“ gezeigt, „ mit einem Federstrich eines der Lieblingsprojekte seines Vorgängers aus der Welt zu schaffen“, etwa die generelle Freigabe, die überlieferte Liturgie zu feiern, wie sie von der Kirche jahrhundertelang bis Ende der 1960er-Jahre in der ganzen Welt gefeiert wurde.

Seewald sprach auch über Erzbischof Georg Gänswein, der Papst Benedikt XVI. viele Jahre als Privatsekretär diente. Man könne nicht „mit der Bibel in der Hand andauernd von brüderlicher Liebe, gegenseitiger Achtung und Barmherzigkeit sprechen und gleichzeitig diese Tugenden mit Füßen treten. Die Brutalität und öffentliche Demütigung, mit der ein verdienstvoller Mann wie Gänswein abserviert wurde, ist beispiellos. Noch nicht einmal die Gepflogenheit, einem scheidenden Mitarbeiter ein Wort des Dankes zuzusprechen, wie das im kleinsten Unternehmen üblich ist, wurde eingehalten.“

Peter Seewald wurde einer weiten Öffentlichkeit bekannt durch seine beiden Interviewbücher „Salz der Erde“ von 1996 und „Gott und die Welt“ von 2000, die er mit dem Kardinal Joseph Ratzinger, dem damaligen Präfekt der Glaubenskongregation und späteren Papst Benedikt XVI. führte. Im Jahr 2010 erschien das Interviewbuch „Licht der Welt“ mit dem regierenden Papst, und 2016 das Buch „Letzte Gespräche“ mit dem emeritierten Papst. Die monumentale Biografie von Benedikt XVI. aus der Feder von Peter Seewald erschien 2020. Im Jahr 2023, kurz nach dem Tod des deutschen Papstes, erschien noch eine kürzere und durch die Dialogform leichter zugängliche Biografie.

Quelle: catholicnewsagency

Doku: Ein Tag in Auschwitz

VIDEO

Die Dokumentation zeigt einen „typischen“ Tag in Auschwitz, Ende Mai 1944. Doch auch verschiedene Wege, die Opfer, aber auch Täter nahmen, bevor sie in das Konzentrations- und Vernichtungslager kamen. Authentische Fotos, Zeichnungen von KZ-Häftlingen, aber auch Selbstzeugnisse der Lager-SS werden filmisch und grafisch eingefügt, Schauplätze auf den Fotografien mit Orten der Gedenk-Anlage heute abgeglichen, der Weg durch den Tag vor Ort rekonstruiert – in den geschichtlichen Kontext gestellt und durch Zeitzeugen und Historiker gedeutet.

Bischof Athanasius Schneider: Das Verbot der traditionellen lateinischen Messe ist ein Missbrauch kirchlicher Macht.

Bischof Athanasius Schneider ©CFM.SCJ – Archiv Alexandria

Von Bischof Athanasius Schneider

1. Die traditionelle römische Messliturgie war die Liturgie unserer katholischen Vorfahren. Es war die Form der Messe, mit der die meisten europäischen Nationen (mit Ausnahme einiger osteuropäischer Länder und der ambrosianischen und mozarabischen Riten), alle amerikanischen Nationen und die meisten afrikanischen, asiatischen und ozeanischen Nationen evangelisiert wurden.

2. „Was früheren Generationen heilig war, bleibt auch uns heilig und groß“ (Papst Benedikt XVI.).

3. „Das Problem mit dem neuen Missale liegt darin, dass es aus dieser kontinuierlichen, vor und nach Pius V. immer weitergegangenen Geschichte ausbricht und ein durchaus neues Buch (wenn auch aus altem Material) schafft” (Kardinal Joseph Ratzinger) .

4. Die Veröffentlichung des neuen Messbuchs war begleitet „mit einem der kirchlichen Rechts- und Liturgiegeschichte durchaus fremden Typus vom Verbot des Bisherigen“ (Kardinal Joseph Ratzinger).

5. „Ich kann aus meiner Kenntnis der Konzilsdebatte und aus nochmaliger Lektüre der damals gehaltenen Reden der Konzilsväter mit Sicherheit sagen, dass dies [d. h. die Reform, wie sie jetzt im neuen Messbuch vorliegt] nicht intendiert war“ (Kardinal Joseph Ratzinger).

6. Die traditionelle römische Messliturgie war die Liturgie aller Heiligen des lateinischen Ritus, die wir zumindest während des gesamten letzten Jahrtausends kennen; Daher ist sie jahrtausendalt. Obwohl sie allgemein als „tridentinische“ Messe bezeichnet wird, war genau dieselbe Form der Messe bereits mehrere Jahrhunderte vor dem Konzil von Trient in Gebrauch, und dieses Konzil forderte lediglich die Kanonisierung dieser ehrwürdigen und doktrinär sicheren Form der Liturgie der römischen Kirche.

7. Die traditionelle römische Messliturgie hat eine sehr große Ähnlichkeit mit den östlichen Riten, indem sie das universale und ununterbrochene liturgische Gesetz der Kirche bezeugt: „Im römischen Messbuch des Heiligen Pius V. gibt es, wie in mehreren östlichen Liturgien, sehr wunderschöne Gebete, durch die der Priester den tiefsten Sinn der Demut und Ehrfurcht vor den Heiligen Mysterien zum Ausdruck bringt: Sie offenbaren das Wesen der Liturgie“ (Papst Johannes Paul II.).

8. Der Papst und die Bischöfe haben daher nicht die Befugnis, eine so ehrwürdige Form der Heiligen Messe, die von den Heiligen über tausend Jahre hinweg gefeiert wurde, zu verbieten oder einzuschränken, genauso wie der Papst oder die Bischöfe keine Befugnis haben würden, die ehrwürdige Form des Apostolischen oder Nizäisch-Konstantinopolitanischen Glaubensbekenntnisses zu verbieten oder erheblich zu verändern, und zwar wegen ihrer ehrwürdigen, kontinuierlichen und jahrtausendealten Verwendung.

9. Die Einhaltung des missbräuchlichen Verbots dieser ehrwürdigen Form der Heiligen Messe, das bedauerlicherweise von gegenwärtigen Kirchenmännern in einer Zeit beispielloser kirchlicher Krise erlassen wurde, würde einen falschen Gehorsam darstellen.

10. Die Nichteinhaltung des Verbots der traditionellen Messe macht einen dadurch nicht zum Schismatiker, vorausgesetzt, man anerkennt den Papst und die Bischöfe, respektiert sie und betet für sie.

11. Wenn man einem solch beispiellosen Verbot eines unveräußerlichen Erbes der römischen Kirche formell nicht nachkommt, gehorcht man in Wirklichkeit der katholischen Kirche aller Zeiten und allen Päpsten, die selber mit Hingabe diese ehrwürdige und kanonisierte Form der Messe gefeiert und ihre Bewahrung anbefohlen haben.

12. Das derzeitige Verbot des traditionellen Messritus ist ein vorübergehendes Phänomen und wird aufhören. Die römische Kirche erlebt heute eine Art liturgisches Exil, d. h. die traditionelle lateinische Messe wurde aus Rom verbannt; Doch eines Tages wird das Exil mit Sicherheit ein Ende haben.

13. Da die traditionelle lateinische Messe seit mehr als einem Jahrtausend ununterbrochen in Gebrauch ist und im Laufe der Zeit durch den allgemeinen Brauch durch die Heiligen und die römischen Päpste geheiligt wurde, gehört sie zum unveräußerlichen Erbe der römischen Kirche. Folglich werden die römischen Päpste in Zukunft den Gebrauch dieser traditionellen Messliturgie zweifellos wieder anerkennen und wiederherstellen.

14. Zukünftige Päpste werden allen Priestern und Gläubigen danken, die in schwierigen Zeiten trotz aller Zwänge und falschen Anschuldigungen des Ungehorsams und im Geiste aufrichtiger Liebe zur Kirche und zur Ehre des Heiligen Stuhls den großen liturgischen Schatz der traditionellen Messe beibehalten und an die künftigen Generationen weitergegeben haben.

Kardinal Müller bestätigt: Glaubenskongregation hatte Akte, die vor neuem Präfekten warnte

Erzbischof Víctor Manuel Fernández

Vatikanstadt – Freitag, 7. Juli 2023, 11:30 Uhr.

Kardinal Gerhard Müller hat bestätigt, das vatikanische Dikasterium für die Glaubenslehre habe eine Akte mit theologischen Bedenken gegen Erzbischof Víctor Manuel Fernández geführt, den Papst Franziskus letzte Woche zum Präfekten eben dieses Dikasteriums ernannt hat.

Die Akte, die auch von einer zweiten hochrangigen Kirchenquelle bestätigt wurde, stammt aus der Zeit, als Kardinal Jorge Bergoglio von Buenos Aires den damaligen Priester Fernández 2009 zum Rektor der Päpstlichen Katholischen Universität von Argentinien ernannte.

In einer Stellungnahme an den National Catholic Register vom 5. Juli spielte Erzbischof Fernández den Inhalt der Akte herunter und sagte, die Bedenken des Vatikans in Bezug auf „Anschuldigungen“, die auf seinen Schriften beruhten, seien „nicht von großem Gewicht“ gewesen, und dass nach einem Briefwechsel mit Vatikanbeamten, in dem er seine „wahre Denkweise klarstellte“, alles in aller Ruhe geklärt worden sei.

Am 1. Juli ernannte Papst Franziskus Erzbischof Fernández, einen engen päpstlichen Berater und angeblichen Verfasser einiger der umstrittensten Passagen von Franziskus‘ apostolischem Schreiben Amoris Laetitia, zum Präfekten des Dikasteriums für die Glaubenslehre – ein Amt, das er im August antreten wird, vorverlegt von einem zuvor angekündigten Starttermin Mitte September.

Kardinal Müller, der von 2012 bis 2017 Präfekt des Dikasteriums (früher Kongregation für die Glaubenslehre) war, sagte dem National Catholic Register am 4. Juli, dass die Akte irgendwann in den späten 2000er-Jahren von Erzbischof Jean-Louis Bruguès, Sekretär der damaligen Kongregation für das katholische Bildungswesen, erstellt wurde, nachdem Kardinal Bergoglio den damaligen Pater Fernández als Rektor der Universität vorgeschlagen hatte.

Der Zweck des Dossiers war es, die Glaubenskongregation mit genügend Informationen zu versorgen, damit sie die Erklärung nihil obstat (nichts steht im Weg) entweder erteilen oder verweigern konnte – eine Voraussetzung für jeden neuen Rektor einer katholischen Universität.

„Die Glaubenskongregation ist immer daran beteiligt, das letzte Wort zu sprechen“, sagte Kardinal Müller. „Die Kongregation für das katholische Bildungswesen muss daher das nihil obstat von der Kongregation erbitten, indem sie das offizielle Ja gibt, damit die Kirche absolut sicher sein kann, dass es bei einer solchen Ernennung nichts Problematisches gibt.“

Aufgrund des Inhalts der Akte verzögerte die Glaubenskongregation, die damals von Kardinal William Levada geleitet wurde, die Erteilung des nihil obstat, bis die Bedenken ausgeräumt waren.

Quelle: catholicnewsagency Bild: catholicnewsagency, Ibanez