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(Peking) Während die kommunistische Volksrepublik China vor Ostern die Daumenschraube gegen die Kirche anzieht, bekräftigte Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin die Hoffnung, das Geheimabkommen von 2018 ein weiteres Mal zu verlängern.
Das Regime in Peking erinnert die Christen gerade durch hartes Durchgreifen daran, wer die Macht hat. Die Polizei nahm vergangene Woche erneut Bischof Peter Shao Zhumin von Wenzhou fest. Er war erst Anfang November freigelassen worden. Auch Bischof Cui Tai von Xuanhua ist verschwunden. Er befand sich schon seit zehn Jahren im Hausarrest.
Die Methode hat System: Durch die Verschleppung an unbekannte Orte verhindert der Staat, daß die Bischöfe die höchsten christlichen Feste in ihren Diözesen und in Gemeinschaft mit den Gläubigen feiern können. In den Diözesen wissen die Katholiken, daß das chinesische Regime vor Hochfesten den Druck auf die Untergrundkirche erhöht, die von Peking nicht anerkannt wird. Der Staat erzeugt auf diese Weise eine Form von psychologischer Repression, da sich die Kleriker und Gläubigen einerseits auf die Hochfeste vorbereiten und freuen, gleichzeitig aber in Angst und Sorge leben, welche Schandtaten und Verfolgungen gerade in dieser Zeit auf sie zukommen.
Am 7. April wurde Bischof Shao Zhumin von Wenzhou (Zhejiang) von der Staatspolizei abgeholt und mit einem Flugzeug weggebracht. Die Gläubigen seiner Diözese sind besorgt, weil sie nicht wissen, wo sich ihr Oberhirte aufhält. Die Polizei beschlagnahmte einem Bericht von AsiaNews zufolge auch sein Mobiltelefon. Es wird vermutet, daß die Regierung ihn daran hindern will, die heilige Liturgie der Kar- und Ostertage zu zelebrieren, insbesondere die Chrisam-Messe am Gründonnerstag, die der sichtbarste Moment der Einheit und Gemeinschaft des Bischofs einer Diözese und seiner Priester ist.
Vor einiger Zeit hatte die Polizei bereits den Sekretär von Bischof Shao Zhumin, Jiang Sunian, verhaftet, der inzwischen wieder freigelassen wurde. Es ist nicht das erste Mal, daß Bischof Shao Zhumin vom Regime verhaftet wurde. In der Vergangenheit geschah es, daß er für ganze Monate verschleppt wurde. Erst Anfang November war er aus einer mehrtägigen Inhaftierung entlassen worden.
Die Festnahmen dienen nicht nur dazu, der gläubigen Herde ihren Oberhirten zu entziehen, sondern auch der Gehirnwäsche, die unter Verwendung von Psychotechniken zum Einsatz kommt. Ziel der Gehirnwäsche ist es, die Verhafteten, besonders Bischöfe, zum Eintritt in die „offizielle“ schismatische Kirche der Patriotischen Vereinigung zu bewegen, die von der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) kontrolliert wird.
Das Fallbeil des Regimes ging auch in der Diözese Xuanhua (Hebei) nieder. Im Januar wurden dort mehr als zehn Kirchenmänner verhaftet, darunter auch Bischof Augustin Cui Tai und sein Bischofsvikar Zhang Jianlin. Bischof Cui Tai, seit 2018 Bischof von Xuanhua, zuvor bereits Koadjutor, befand sich bereits seit mehr als zehn Jahren unter Hausarrest. Seit 1993 hatte er etliche Jahre in Umerziehungs- und Zwangsarbeitslagern und im Gefängnis verbringen müssen wegen „illegaler Missionstätigkeit“ und „illegaler religiöser Aktivitäten“. Wiederholt wurde er auch in der Zeit des Hausarrestes an unbekannte Orte verschleppt, um ihn der Gehirnwäsche zu unterziehen. Eine dieser Verschleppungen war eine direkte Folge des chinesisch-vatikanischen Geheimabkommens von 2018. Kaum war das Abkommen unterzeichnet, wurden Bischof Cui Tai und sein Bischofsvikar an einen unbekannten Ort gebracht, um sie zur Auflösung der Untergrundkirche und dem geschlossenen Beitritt zur schismatischen Patriotischen Vereinigung zu drängen.
Zurzeit gibt es keine Nachrichten über ihren Verbleib.

Das harte Vorgehen gegen die Diözese Xuanhua wird im Zusammenhang mit den beispiellosen Spannungen in der Region Zhangjiakou gesehen, in der mehrere Wettkämpfe der jüngsten Olympischen Winterspiele stattfanden. In den Augen der Regierung, die auf einen reibungslosen Ablauf bedacht war, stellt die katholische Kirche einen destabilisierenden Faktor dar. In Wirklichkeit will das kommunistische Regime als totalitäre Ideologie die totale Kontrolle ausüben. Jede Form der Unabhängigkeit wird bekämpft.
Die Diözese Xuanhua wurde 1946 vom Heiligen Stuhl errichtet, aber 1980 errichtete das Regime die schismatische Diözese Zhangjiakou, die territorial die Diözesen Xuanhua und Xiwanzi vereinigte. Diese Diözese Zhangjiakou ist vom Heiligen Stuhl nicht anerkannt. Das klingt verwirrend: Es gilt sich vorzustellen, daß es in der Volksrepublik zwei Kirchen mit jeweils eigenen Strukturen und Hierarchien gibt, einmal die rechtmäßige Kirche, die in Einheit mit Rom steht, aber von den Kommunisten nicht anerkannt wird und daher im Untergrund existiert, zum anderen die illegitime, schismatische Kirche, die von der Kommunistischen Partei als von Rom getrennte Kirche errichtet wurde. Beide haben ihre Diözesen und Bischöfe.
AsiaNews, eine über die Lage in der Volksrepublik China sehr gut informierte Quelle, berichtet, daß das Regime auch auf der Suche nach Informationen über Bischof Thomas Zhao Kexun, den Bischof von Xuanhua, sei. Bischof Zhao Kexun ist bereits 2018 verstorben. Er war als Koadjutor 2007, nach dem Tod von Bischof Philipp Zhao Zhendong, diesem in der Leitung der Diözese Xuanhua nachgefolgt. Nach einer Razzia noch im selben Jahr lebte er untergetaucht an einem geheimen Ort, um einer Verhaftung zu entgehen und sich einen Spielraum zu bewahren, um sein Bischofsamt für seine Diözese und ihre Gläubigen ausüben zu können.
Zudem gibt es Berichte, daß Bischof Cui Tai, Zhao Kexuns Nachfolger, und einige seiner Priester gefoltert wurden, um Informationen über Msgr. Zhao Kexun zu erhalten, darunter auch den Ort seiner Bestattung.
Für die Diözese Xuanhua bedeutet diese Repression eine neue Eskalation. Viele Priester wurden verhaftet und noch nicht wieder freigelassen. Die Gläubigen werden dadurch seelsorgerisch nicht mehr betreut. Im Internet kursieren Nachrichten, offenbar vom Regime koordiniert, mit denen die Untergrundkirche gezielt diffamiert und verleumdet wird.
Die Unterzeichnung des chinesisch-vatikanischen Abkommens über die Ernennung von Bischöfen im Jahr 2018 und seine Erneuerung im Oktober 2020 hat die Verfolgung der Kirche nicht gemildert.
Der Vatikan hält trotz fehlender Fortschritte am Geheimabkommen fest.
Trotz der Daumenschrauben bekräftigte Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin gestern in einem ausführlichen Interview mit der Nachrichtenagentur CNA die Hoffnung, daß das 2018 unterzeichnete Geheimabkommen zwischen China und dem Heiligen Stuhl im kommenden Herbst erneut verlängert wird. Das Geheimabkommen, dessen genauer Inhalt bisher nicht veröffentlicht wurde, galt ursprünglich für die Dauer von zwei Jahren. Im Herbst 2020 wurde es um weitere zwei Jahre verlängert. Im kommenden Oktober läuft auch diese Frist ab.
Die Bilanz des Abkommens war bereits 2020 ernüchternd. Nach vier Jahren ist sie geradezu vernichtend. Kardinal Zen, emeritierter Bischof von Hongkong und graue Eminenz der chinesischen Untergrundkirche, sagte schon vor zwei Jahren unumwunden, daß das Abkommen gescheitert sei. Die Verhaftung von Untergrundbischöfen und die Verfolgung der Untergrundkirche wurde seither von den Kommunisten unverändert fortgesetzt. Auch die Hoffnung, die vielen vakanten Bischofsstühle besetzen zu können, habe sich als Illusion zerschlagen. Fast die Hälfte aller 135 Bischofssitze sind auch weiterhin unbesetzt.
Dessen ungeachtet hält der Heilige Stuhl am Geheimabkommen fest, das am 1. Oktober ausläuft. Kardinalstaatssekretär Parolin betonte gestern vielmehr, daß das Abkommen bisher sechs Bischofsweihen ermöglicht habe, die sowohl von Peking als auch vom Heiligen Stuhl anerkannt wurden. Solche Ergebnisse waren in Momenten der Entspannung schon unter Johannes Paul II. möglich, und das ohne die beispiellosen Zugeständnisse, die Franziskus dem Regime dafür machte, wie die einseitige Anerkennung schismatischer Bischöfe und ihre Einsetzung als rechtmäßige Bischöfe.
Man denke im Vatikan darüber nach, „was zu tun ist“, so der Kardinalstaatssekretär. Die Corona-Krise habe den Dialog mit Peking „unterbrochen“. „Jetzt versuchen wir, ihn wieder aufzunehmen mit Treffen, die hoffentlich so bald wie möglich stattfinden können“, mit dem Ziel, sich auf eine Verlängerung des Geheimabkommens zu verständigen.
Quelle: katholisches, G. N. Bild: Chinaobservers /AsiaNews

Miserere mei, Deus: secundum magnam misericordiam tuam.
Et secundum multitudinem miserationum tuarum, dele iniquitatem meam.
Amplius lava me ab iniquitate mea: et a peccato meo munda me.
Quoniam iniquitatem meam ego cognosco: et peccatum meum contra me est semper.
Tibi soli peccavi, et malum coram te feci: ut justificeris in sermonibus tuis, et vincas cum judicaris.
Ecce enim in iniquitatibus conceptus sum: et in peccatis concepit me mater mea.
Ecce enim veritatem dilexisti: incerta et occulta sapientiae tuae manifestasti mihi.
Asperges me hysopo, et mundabor: lavabis me, et super nivem dealbabor.
Auditui meo dabis gaudium et laetitiam: et exsultabunt ossa humiliata.
Averte faciem tuam a peccatis meis: et omnes iniquitates meas dele.
Cor mundum crea in me, Deus: et spiritum rectum innova in visceribus meis.
Ne proiicias me a facie tua: et spiritum sanctum tuum ne auferas a me.
Redde mihi laetitiam salutaris tui: et spiritu principali confirma me.
Docebo iniquos vias tuas: et impii ad te convertentur.
Libera me de sanguinibus, Deus, Deus salutis meae: et exsultabit lingua mea justitiam tuam.
Domine, labia mea aperies: et os meum annuntiabit laudem tuam.
Quoniam si voluisses sacrificium, dedissem utique: holocaustis non delectaberis.
Sacrificium Deo spiritus contribulatus: cor contritum, et humiliatum, Deus, non despicies.
Benigne fac, Domine, in bona voluntate tua Sion: ut aedificentur muri Ierusalem.
Tunc acceptabis sacrificium justitiae, oblationes, et holocausta: tunc imponent super altare tuum vitulos.



(Peking) Am 1. März 2022 sind in der Volksrepublik China neue Richtlinien in Kraft getreten, die Online-Aktivitäten nicht registrierter religiöser Gruppen und die Verbreitung religiöser Inhalte in sozialen Netzwerken verbieten. Unter den Christen sind von der Zensur des kommunistischen Regimes nur die staatlich kontrollierten Konfessionen, die Chinesische Katholisch-Patriotische Vereinigung und die protestantische Chinesische Christlich-Patriotische Drei-Selbst-Bewegung, ausgenommen.
Wer ab 1. März 2022 religiöse Inhalte im Internet veröffentlichen und verbreiten will, braucht eine staatliche Genehmigung dafür. Laut der regimenahen englischsprachigen Tageszeitung Global Times „ist es ausländischen Personen und Organisationen nicht gestattet, religiöse Online-Informationsdienste in China zu betreiben“.
Doch das greift zu kurz. Die Kommunisstische Partei Chinas, die das „Land der Mitte“ seit 1949 totalitär regiert, will nicht nur ausländischen Einfluß verhindern. Die neuen Richtlinien treffen auch alle nicht registrierten religiösen Gruppen in der Volksrepublik. Das sind die katholische Untergrundkirche und die protestantischen Freikirchen, die sich der staatlichen Kontrolle entziehen. Diese Untergrundgemeinschaften werden aus dem Internet verbannt. Online-Mission, Evangelisierung im Internet, die Veröffentlichung von Katechesen und Predigten sind verboten.
Nur die regimehörigen Vereinigungen sind von den Maßnahmen ausgenommen, das sind unter den Christen die katholische Patriotische Vereinigung und die protestantische Drei-Selbst-Bewegung. Sie sind Gründungen der Kommunistischen Partei und stehen seither in der direkten Abhängigkeit des Regimes.
Dennoch geht Thomas Müller, Asienexperte des christlichen Hilfswerks Open Doors, davon aus, daß auch die staatlich kontrollierten Konfessionenen von den Einschränkungen betroffen sind:
„Auch bei diesen Kirchen wird der Inhalt genau überwacht, um sicherzustellen, daß die Botschaft richtig ’sinisiert‘ wird und mit den Lehren der Kommunistischen Partei Chinas übereinstimmt.“
Drei Ministerien und die KPCh sind an den neuen Richtlinien beteiligt, die laut Sprachregelung des Regimes darauf abzielen, „die Religionsfreiheit zu garantieren“. Das Gegenteil ist der Fall.
Die neuen Maßnahmen wurden vom Ministerium für Industrie- und Informationstechnologie, dem Ministerium für öffentliche Sicherheit, dem Ministerium für Staatssicherheit sowie dem Staatlichen Amt für religiöse Angelegenheiten und der Chinesischen Cyberspaceagentur (CAC) ausgearbeitet. Das Staatliche Amt für religiöse Angelegenheiten ist trotz seines Namens der Zentralabteilung Vereinigte Arbeitsfront des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas unterstellt. Die 2014 gegründete Chinesische Cyberspaceagentur (CAC) ist die zentrale Internet-Regulierungs‑, Zensur- und Aufsichtsbehörde der Volksrepublik China und untersteht ebenfalls direkt dem ZK der KPCh. Ihr Direktor Zhuang Rongwen ist zugleich stellvertretender Leiter der Propagandaabteilung des ZK der KPCh und stellvertretender Direktor der Informationsabteilung des Staatsrates. Partei und Staat sind in einem totalitären Regime wie dem chinesischen ein und dasselbe, denn die Partei ist der Staat.
Laut David Landrum von Open Doors Großbritannien und Irland sind die neuen Richtlinien Teil einer langjährigen Strategie der Kommunistischen Partei Chinas. „Die KPCh betrachtet Religion als potenzielle Bedrohung.“ Da es ihr nach 1949 nicht gelungen ist, die Religion auszurotten, will sie sie zumindest eindämmen und kontrollieren.
Landrum nennt konkrete Maßnahmen: In den vergangenen Jahren haben regimehörige Konfessionen in einigen Kirchen und Gebäuden Gesichtserkennungstechnologie installiert, um die Gläubigen zu identifizieren und zu überwachen. Es wurden Kirchen geschlossen oder zerstört. Und es wurden Bibelstellen für den Schulunterricht umgeschrieben.
Für die Kommunisten gibt es nur die Treue zur Partei. Andere Loyalitäten werden nicht geduldet und von ihnen als Bedrohung gefürchtet und bekämpft.
Aus der katholischen Untergrundkirche wird berichtet, daß bereits vor dem Inkrafttreten der neuen Richtlinien religiöse Inhalte aus sozialen Netzwerken entfernt wurden.
Quelle: katholisches, G.N. Bild: AsiaNews

(nach jedem Leiden zu beten)
Christus erfüllte den Wunsch der Sr. Maria Magdalena aus dem Orden der hl. Klara in Rom, die etwas von Seinem heimlichen Leiden zu wissen begehrte, indem Er ihr erschien und ihr fünfzehn Schmerzen, die Er in der Nacht vor Seinem Tode ausgestanden hatte, offenbarte. Christus sprach zu ihr:
* Die Juden hielten mich für den schlimmsten Menschen, der damals auf Erden war. Darum banden sie Mir mit einem Seil meine Füße und rissen Mich über die Stiege hinab in einen unsauberen, stinkenden Keller;
* entblößten sie Mich Meiner Kleider und zerstachen Meinen Leib, mit der eisernen Spitze;
* banden sie Mir ein Seil um den Leib und schleiften Mich im Keller auf den Boden hin und her;
* hefteten sie Mich an ein Stück Holz und ließen Mich hängen, bis Ich ausschlüpfte und herabfiel; über diesen Schmerz weinte ich blutige Tränen;
* banden Sie Mich an einen Pfahl und durchstachen Meinen Leib mit verschiedenen Waffen, bewarfen Mich mit Steinen und brannten Mich mit Glut und Fackeln;
* durchstachen sie Mich mit Ahlen und Spießen und rissen Mir Haut und Fleisch von meinem Leibe und von meinen Adern;
* banden sie Mich an eine Säule und stellten Mich auf ein glühendes Blech;
* krönten sie Mich mit einer eisernen Krone und verbanden Mir die Augen mit den unreinsten Tüchern;
* setzten sie Mich auf einen Stuhl, der voll von spitzen Nägeln war, die tiefe Löcher in Meinem Leib bohrten.
* begossen sie Mir die Wunden mit fließendem Blei und Pech und stießen Mich in den Stuhl hinab;
* steckten sie Mir zur Schmach und Pein Nadeln und Nägel in die Löcher Meines ausgerissenen Bartes;
* warfen sie Mich auf ein Kreuz, an das sie Mich so stark und hart banden, dass ich kaum mehr Atem holen konnte;
* traten sie Mir auf das Haupt, einer stand mit dem Fuß auf Meiner Brust und stach Mir einen Dorn von meiner Krone durch die Zunge;
* gossen sie Mir den abscheulichsten Unflat in Meinem Mund;
* gebrauchten sie die schändlichsten Worte und Ausdrücke über Mich, banden Mir die Hände auf den Rücken, führten Mich mit vielen Schlägen und Streichen aus dem Gefängnis und schlugen Mich sehr oft mit Ruten.
Dann sprach Christus: „Meine liebe Tochter! Ich begehre, dass du diese fünfzehn geheimen Leiden und Schmerzen anderen offenbarst, damit sie betrachtet und verehrt werden. Wer mir täglich eines von diesen unbekannten Leiden aus Liebe aufopfert und das nachfolgende Gebet andächtig verrichtet, den will ich am Tage des Gerichtes mit der ewigen Seligkeit belohnen.“
DAS GEBET !
Mein HERR und mein GOTT, es ist mein unveränderlicher Wille, Dich durch die fünfzehn geheimen Leiden und Blutvergießungen zu verehren, zu loben und anzubeten. So viele Sandkörner am Meere, so viele Körner in den Äckern, so viele Gräser auf Erden, so viele Früchte an den Bäumen, so viele Blätter an den Zweigen, so viele Blumen in den Wiesen , so viele Sterne am Firmament, so viele Engel im Himmel und so viele Kreaturen auf Erden sind, so viele tausendmal sei angebetet, gelobt und gepriesen unser Herr Jesus Christus, Sein heiligstes Herz, Sein kostbares Blut, das göttliche Opfer der hl. Messe, das hochwürdigste Sakrament des Altars, durch die allerseligste Jungfrau Maria, die glorwürdigen Chöre der hl. Engel und die gebenedeite Schar der Heiligen und von mir und allen Menschen, von nun an bis in Ewigkeit. Ebenso viele male begehre ich, Dir mein liebster Jesus, zu danken und genugzutun, Dir alle Schmach zu vergelten und mit Leib und Seele anzugehören. So viele male bereue ich auch meine Sünden und bitte Dich , mein HERR und GOTT, um Verzeihung, opfere ich alle Deine Verdienste für meine Sünden, Schulden und Strafen dem himmlischen Vater auf, fasse ich einen festen Vorsatz zur Besserung meines Lebens und bitte um eine glückselige Sterbestunde und rufe Dich um die Erlösung der Armen Seelen an. Diese Andacht möchte ich jeden Tag erneuern und bis zu meinem Tode darin verharren. Ich bitte Dich, o guter und liebenswürdiger Jesus, dass Du diese Bitte bekräftigst und nicht gestattest, dass sie von einem Menschen, viel weniger vom bösen Feind, je könnte vernichtet werden. Amen !
Diese Andacht ist von der Kongregation für die Glaubenslehre in Rom und von Papst Clemens XII (1730-40) gutgeheißen und anempfohlen worden.
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