Archiv für den Monat: Juli 2018

Hl. Pater Pio – 05.07.2018

Worte des hl. Pater Pio – 05.07.2018

Das schönste Credo ist jenes, das du in der Dunkelheit sprichst, in Opfer und im Schmerz, mit der äußersten Kraft eines unerschütterlichen Willens, gut zu sein; es ist jenes, das wie ein Blitz die Finsternis deiner Seele zerreißt und dich inmitten eines tobenden Gewitters in die Höhe hebt und zu Gott führt.

Quelle: Worte des hl. P. Pio, CFM.SCJ Archiv Kairo

05.07.2018 – Donnerstag der 13. Woche im Jahreskreis

Hl. Petrus Chrysologus (um 406-450) Bischof von Ravenna, Kirchenlehrer

„Als Jesus ihren Glauben sah“

Jesus „kam in seine Stadt. Und siehe, man brachte einen Gelähmten auf seinem Bett zu ihm. Als Jesus“ so heißt es, „ihren Glauben sah, sagte er zu dem Gelähmten: Hab Vertrauen, mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben!“ (Mt 9,1-2). Der Gelähmte vernimmt das Wort „Vergebung“ und schweigt. Er äußert nicht ein Wort des Dankes, weil er mehr nach der Heilung seines Leibes als seiner Seele verlangte. So sehr beweinte er die Schmerzen seines entkräfteten Leibes, die doch nur eine Zeit dauerten, dass er die ewigen Strafen des Seelentodes nicht betrauerte; das zeigt, dass er das jetzige Leben höher einschätzte als das zukünftige. Mit Recht richtete daher der Herr sein Auge auf den Glauben derer, die den Kranken brachten, und sieht nicht auf die Verständnislosigkeit dessen, der daliegt, damit durch die Bitte fremden Glaubens die Seele des Gelähmten eher geheilt würde als der Leib. „Als Jesus ihren Glauben sah“, heißt es. Hier seht ihr, Brüder, dass Gott nicht den Wunsch der Toren sucht, nicht auf den Glauben der Unwissenden schaut, nicht die törichten Wünsche der Kranken erforscht, sondern dass er auf den Glauben eines anderen hin zu Hilfe kommt; denn aus bloßer Gnade spendete er [seine Hilfe], da er nicht verweigerte, was er mit seinem göttlichen Willen spenden wollte.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Tagesevangelium – 05.07.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 9,1-8

In jener Zeit stieg Jesus in das Boot, fuhr über den See und kam in seine Stadt.
Da brachte man auf einer Tragbahre einen Gelähmten zu ihm. Als Jesus ihren Glauben sah, sagte er zu dem Gelähmten: Hab Vertrauen, mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben!
Da dachten einige Schriftgelehrte: Er lästert Gott. Jesus wusste, was sie dachten, und sagte: Warum habt ihr so böse Gedanken im Herzen? Was ist leichter, zu sagen: Deine Sünden sind dir vergeben!, oder zu sagen: Steh auf und geh umher? Ihr sollt aber erkennen, dass der Menschensohn die Vollmacht hat, hier auf der Erde Sünden zu vergeben. Darauf sagte er zu dem Gelähmten: Steh auf, nimm deine Tragbahre, und geh nach Hause! Und der Mann stand auf und ging heim. Als die Leute das sahen, erschraken sie und priesen Gott, der den Menschen solche Vollmacht gegeben hat.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Hl. Pater Pio – 04.07.2018

Worte des hl. Pater Pio – 04.07.2018

Der lebendige Glaube, die blinde Hingabe und die vollkommene Anerkennung der Autorität über dir, welche Gott ist, das ist das Licht, welches dem Volke Gottes in der Wüste den Weg erhellte. Das ist das Licht, das jeden dem Vater wohlgefälligen Geist erleuchtet. Es ist das Licht, das die drei Hl. Könige zum neugeborenen Messias führte, der Stern, den Balaam angekündigt hat. Es ist die Fackel, die die Schritte dieser einsamen Geister lenkt. Und dieses Licht, dieser Stern und diese Fackel sind es auch, die deine Seele erhellen, deine Schritte leiten, damit du nicht strauchelst; die deinen Geist stärken in der göttlichen Liebe, und ohne dass die Seele sich dessen bewusst ist, kommt man immer weiter voran auf dem Weg zum ewigen Ziel. Du siehst es nicht und verstehst es nicht, aber das ist auch nicht notwendig. Du wirst nur Finsternis sehen; aber es ist nicht die Finsternis, welche die Söhne der Verwerfung umgibt, sondern es ist jene, die die ewige Sonne zu verdunkeln scheint. Glaube fest daran, dass diese Sonne in deiner Seele erstrahlt; es ist genau jene Sonne, von welcher der Seher Gottes gesungen hat: In Deinem Lichte schauen wir das Licht.

Quelle: Worte des hl. P. Pio, CFM.SCJ Archiv Kairo

Tagesevangelium – 04.07.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 8,28-34

Als Jesus an das andere Ufer kam, in das Gebiet von Gadara, liefen ihm aus den Grabhöhlen zwei Besessene entgegen. Sie waren so gefährlich, dass niemand den Weg benutzen konnte, der dort vorbeiführte. Sofort begannen sie zu schreien: Was haben wir mit dir zu tun, Sohn Gottes? Bist du hergekommen, um uns schon vor der Zeit zu quälen? In einiger Entfernung weidete gerade eine große Schweineherde. Da baten ihn die Dämonen: Wenn du uns austreibst, dann schick uns in die Schweineherde! Er sagte zu ihnen: Geht! Da verließen sie die beiden und fuhren in die Schweine. Und die ganze Herde stürzte sich den Abhang hinab in den See und kam in den Fluten um. Die Hirten flohen, liefen in die Stadt und erzählten dort alles, auch das, was mit den Besessenen geschehen war. Und die ganze Stadt zog zu Jesus hinaus; als sie ihn trafen, baten sie ihn, ihr Gebiet zu verlassen.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Hl. Pater Pio – 03.07.2018

Worte des hl. Pater Pio – 03.07.2018

Ich preise Gott aus ganzem Herzen dafür, dass Er mich wirklich gute Seelen hat kennen lernen lassen; und auch ihnen habe ich gesagt, dass ihre Seelen der Weinberg Gottes sind: ihr Glaube ist die Zisterne, die Hoffnung ist der Turm, die heilige Liebe ist die Kelter, und das Gesetz Gottes ist die Hecke, die sie von den Kindern dieser Welt trennt.

Quelle: Worte des hl. P. Pio, CFM.SCJ Archiv Kairo

03.07.2018 – Fest des Hl. Thomas, Apostel

Sel. John Henry Newman (1801-1890) Theologe und Kardinal

Der schwache Glaube des Thomas ist eine Gnadenquelle für die Kirche

Wir dürfen nicht glauben, dass der hl. Thomas sich sehr von den anderen Aposteln unterschied. Alle haben sie mehr oder weniger das Vertrauen in die Verheißungen Christi verloren, als sie sahen, wie er zur Kreuzigung geführt wurde. Als er ins Grab gelegt wurde, da war ihre Hoffnung zusammen mit ihm begraben worden, und als ihnen die Kunde gebracht worden war, dass er auferstanden sei, da hat niemand sie geglaubt. Als Er ihnen erschienen ist, „tadelte er ihren Unglauben und ihre Verhärtung“ (vgl. Mk 16,14) […] Thomas wurde als letzter überzeugt, weil er Christus als letzter sah. Andererseits ist es sicher, dass er, obwohl er die gute Nachricht von der Auferstehung Christi zunächst nicht geglaubt hat, kein kaltherziger Anhänger seines Herrn war, wie es aus seinem Verhalten bei einer früheren Gelegenheit hervorgeht, als er den Wunsch ausdrückte, die Gefahr seines Meisters mit auszuhalten und mit ihm zu leiden […]: „Gehen wir mit ihm, um mit ihm zu leiden“ (vgl. Joh 11,16). Es ist Thomas zu verdanken, dass die Apostel ihr Leben für ihren Herrn eingesetzt haben. Der heilige Thomas liebte seinen Meister zu der Zeit, als er Apostel wurde und war seinem Dienst ergeben; als er ihn jedoch am Kreuz sah, versagte sein Glaube für eine Weile mit dem der anderen […] und mehr noch als bei den anderen. Sein Allein-Stehen, nicht nur gegen einen Zeugen, sondern gegen seine zehn Mitjünger, neben Maria Magdalena und den anderen Frauen, ist ein Beweis dafür […] Er scheint zu der Zeit, […] eine vernünftige Einsicht in den unsichtbaren Zustand benötigt zu haben, irgendein untrügliches Zeichen vom Himmel, eine Engelsleiter, wie die des Jakob (Gen 28,12), die – ihm das Ende der Reise zeigend – die Angst von ihm nehmen würde. Irgendein solches heimliches Verlangen nach Gewissheit bedrängte ihn. Und eine ähnliche Sehnsucht erwachte in ihm bei der Botschaft von der Auferstehung Christi. Während unser Heiland Thomas seinen Wunsch erfüllte und seine Sinne beruhigte, dass er wirklich am Leben war, begleitete er die Erlaubnis mit einem Tadel: „Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.“ So dienen Ihm alle Jünger sogar in ihren Schwächen, damit Er sie umwandelt in Belehrung und Trost für seine Kirche.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Tagesevangelium – 03.07.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes – Joh 20,24-29

Thomas, genannt Didymus – Zwilling-, einer der Zwölf, war nicht bei ihnen, als Jesus kam.
Die anderen Jünger sagten zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er entgegnete ihnen: Wenn ich nicht die Male der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in die Male der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht. Acht Tage darauf waren seine Jünger wieder versammelt, und Thomas war dabei. Die Türen waren verschlossen. Da kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte: Friede sei mit euch! Dann sagte er zu Thomas: Streck deinen Finger aus – hier sind meine Hände! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig! Thomas antwortete ihm: Mein Herr und mein Gott!
Jesus sagte zu ihm: Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé