Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus – Mk 12,13-17
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In jener Zeit wurden einige Pharisäer und einige Anhänger des Herodes zu Jesus geschickt, um ihn mit einer Frage in eine Falle zu locken. Sie kamen zu ihm und sagten: Meister, wir wissen, dass du immer die Wahrheit sagst und dabei auf niemand Rücksicht nimmst; denn du siehst nicht auf die Person, sondern lehrst wirklich den Weg Gottes. Ist es erlaubt, dem Kaiser Steuer zu zahlen, oder nicht? Sollen wir sie zahlen oder nicht zahlen? Er aber durchschaute ihre Heuchelei und sagte zu ihnen: Warum stellt ihr mir eine Falle? Bringt mir einen Denar, ich will ihn sehen. Man brachte ihm einen. Da fragte er sie: Wessen Bild und Aufschrift ist das? Sie antworteten ihm: Des Kaisers. Da sagte Jesus zu ihnen: So gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört! Und sie waren sehr erstaunt über ihn.
Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes – Joh 15,26-27.16,1-3.12-15
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In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn der Beistand kommt, den ich euch vom Vater aus senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, dann wird er Zeugnis für mich ablegen. Und auch ihr sollt Zeugnis ablegen, weil ihr von Anfang an bei mir seid. Das habe ich euch gesagt, damit ihr keinen Anstoß nehmt. Sie werden euch aus der Synagoge ausstoßen, ja es kommt die Stunde, in der jeder, der euch tötet, meint, Gott einen heiligen Dienst zu leisten. Das werden sie tun, weil sie weder den Vater noch mich erkannt haben. Noch vieles habe ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen. Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in die ganze Wahrheit führen. Denn er wird nicht aus sich selbst heraus reden, sondern er wird sagen, was er hört, und euch verkünden, was kommen wird. Er wird mich verherrlichen; denn er wird von dem, was mein ist, nehmen und es euch verkünden. Alles, was der Vater hat, ist mein; darum habe ich gesagt: Er nimmt von dem, was mein ist, und wird es euch verkünden.
IS-Terrormiliz: „Coronavirus ist Gottes Strafe für den Westen“
“Wir sind erfreut, dass euch Gottes Strafe getroffen hat (…) Wir sehen, wie ihr mit aller Macht Geld ausgebt in dem verzweifelten Versuch, eure Wirtschaft zu retten, die das Fieber des Virus erschöpft hat.“, sagte IS-Sprecher Abu Hamza al-Quraishi.
Beirut. Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) sieht im Coronavirus eine Strafe für den Kampf westlicher Staaten gegen gläubige Muslime. „Ihr Kreuzfahrer wurdet von Gottes Hand getroffen (…) nachdem ihr seine Religion und seine Unterstützer bekämpft habt“, sagte IS-Sprecher Abu Hamza al-Quraishi in einer am Donnerstag veröffentlichten rund 40-minütigen Audiobotschaft. „Wir sind erfreut, dass euch Gottes Strafe getroffen hat (…) Wir sehen, wie ihr mit aller Macht Geld ausgebt in dem verzweifelten Versuch, eure Wirtschaft zu retten, die das Fieber des Virus erschöpft hat.“ Die Echtheit der Audiobotschaft ließ sich zunächst nicht bestätigen. Sie wurde aber über die üblichen Kanäle des IS in den sozialen Medien verbreitet. Auch Fachleute gingen davon aus, dass die Stimme von Abu Hamza stammt. Es handle sich um dessen dritte Audio-Botschaft, twitterte Rita Katz, Direktorin der auf Propaganda von Extremisten spezialisierten Site Intelligence Group. Abu Hamza kritisierte, dass Moscheen geschlossen wurden, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Die „Gelehrten der Götzen“ hätten dazu aufgerufen, schwiegen aber gleichzeitig zu „unzüchtigen Versammlungen“, etwa von Menschen, die in Clubs tanzten, so „als würde sich das Virus nur in Moscheen ausbreiten“. Der IS-Sprecher kündigte an, die Terrormiliz werde den Kampf gegen ihre Gegner fortsetzen. Der neue IS-Chef Abu Ibrahim al-Hashimi al-Quraishi habe dem „Abnutzungsfeldzug“ seinen Segen erteilt. Er rief die IS-Anhänger auf, die Zahl der „Operationen“ zu erhöhen. Der IS hatte im Sommer 2014 große Teile des Iraks und Syriens überrannt und dort einen eigenen Staat ausgerufen. Im vergangenen Jahr verlor er jedoch seinen letzte Hochburg im Osten Syriens. Der langjährige IS-Chef Abu Bakr al-Bagdadi sprengte sich im vergangenen Oktober nach US-Darstellung im Nordwesten Syriens bei einem Angriff von US-Spezialkräften selbst in die Luft. Zellen des IS sind aber weiter in beiden Ländern aktiv. Zuletzt hatten sich die Meldungen über Angriffe der Extremisten gehäuft. Experten warnen, die Jihadisten könnten versuchen, die Corona-Krise für ihren Wiederaufstieg zu nutzen. Die Pandemie trifft viele Länder der arabischen Welt wirtschaftlich besonders hart.
Pater Franz Schmidberger tritt als Regens des Priesterseminars der Piusbruderschaft in Zaitzkofen ab
Eine der prägenden Gestalten der Priesterbruderschaft St. Pius X. (FSSPX) tritt in den Ruhestand. Pater Franz Schmidberger, bisher Regens des Priesterseminars in Zaitzkofen, gibt sein Amt in jüngere Hände ab und tritt in den Ruhestand. P. Schmidberger wurde 1946 in Riedlingen geborgen. Obwohl inmitten von Württemberg gelegen war die Stadt katholisch geblieben, da sie bis 1805 zu Österreich gehörte. Nachdem Schmidberger erfolgreich an der Universität in München ein Studium der Mathematik abgeschlossen hatte, trat er 1972 in Ecône im Wallis in das erste Priesterseminar der Piusbruderschaft ein. Seine besonderen Fähigkeiten und überdurchschnittliche Intelligenz fielen schnell auf. Am 8. Dezember 1975 empfing er dort durch Erzbischof Marcel Lefebvre die Priesterweihe und wurde als Generalvikar zu dessen engstem Mitarbeiter.
1977 gründete er die Katholische Jugendbewegung (KJB) der Piusbruderschaft im deutschen Sprachraum, 1978 im bayerischen Zaitzkofen (Bistum Regensburg) das zweite Priesterseminar der Bruderschaft, das seither der Ausbildung der deutschsprachigen Seminaristen dient. Ein Jahr später ernannte ihn Erzbischof Lefebvre zum Oberen des Deutschen Distrikts. Von 1982 bis 1994 war Schmidberger sogar Lefebvres erster Nachfolger als Generaloberer der Piusbruderschaft. Nachdem Bischof Bernard Fellay zum dritten Generaloberen gewählt worden war, stand Schmidberger ihm als erster Assistent zur Seite. Von 2003 bis 2006 und zuletzt von 2013 bis zum Ende des laufenden Studienjahres leitete er als Regens das Priesterseminar Herz Jesu in Zaitzkofen. Dazwischen stand er von 2006 bis 2013 ein zweites Mal dem Deutschen Distrikt vor.
Pater Schmidberger prägte im deutschen Sprachraum in starkem Maße die der Piusbruderschaft verbundenen Gläubigen und das Erscheinungsbild der Bruderschaft in der Öffentlichkeit, auch durch Publikationen. 2017 erschien das Gesprächsbuch „Gott, Kirche, Welt und des Teufels Anteil“, 2019 das Gesprächsbuch „Die Mächte der Finsternis„, beide mit Ingo Langner.
Am 19. Oktober vollendet P. Schmidberger sein 74. Lebensjahr und wird am 8. Dezember sein 45. Priesterjubiläum begehen. Die Aufgabe des Regens legt er in jüngere Hände.
Der neue Regens von Zaitzkofen
Mit Beginn des Studienjahres 2020/2021 wird Pater Pascal Schreiber, der derzeitige Distriktobere der Schweiz, neuer Regens des Priesterseminars in Zaitzkofen. Von P. Schreiber stammt „Die Standeswahl — Ein Brief an Jugendliche“, eine Veröffentlichung mit Ratschlägen für die Wahl des eigenen Lebensstandes, die im Sarto-Verlag erschienen ist.
Pater Pascal Schreiber FSSPX
Er selbst wurde 1998 in Ecône zum Priester geweiht, nachdem er zunächst in Zaitzkofen, dann in Ecône studiert hatte. Seither war er die meiste Zeit im Schulwesen der Bruderschaft tätig, zunächst ein Jahr in Diestedde im Münsterland (Westfalen), dann in der Schweiz in Enney, Mels und Wil. Parallel wirkte er in der Seelsorge, unter anderem in Freiburg und Wangs. Nachdem er zwei Jahre Ökonom des Schweizer Distrikts war, wurde er 2016 zum Distriktoberen ernannt.
Unter seiner Distriktsleitung gab Bischof Vitus Huonder, emeritierter Bischof von Chur, bekannt, sich in eine Niederlassung der Piusbruderschaft zurückzuziehen, wo er auch in der Seelsorge tätig ist.
Während P. Schreiber als neuer Regens nach Zaitzkofen wechselt, scheint sich P. Schmidberger in die Schweiz in den Ruhestand zurückzuziehen.
Die kirchenrechtliche Position der Piusbruderschaft ist nach wie vor ungeklärt. Unter Papst Franziskus fand in einigen Schritten eine faktische, wenn auch nicht formale Anerkennung durch Rom statt, indem das Kirchenoberhaupt im Jahr der Barmherzigkeit ausdrücklich anerkannte, daß Priester der Piusbruderschaft legitim das Beichtsakrament spenden können. Gleiches gilt für das Ehesakrament. Implizit erkannte Franziskus damit die Rechtmäßigkeit der Priesterweihen und die Sakramentenverwaltung durch die Bruderschaftspriester an. Einer vollen Gemeinschaft zwischen Rom und der Bruderschaft entspricht das zwar nicht, doch entspannte sich das Verhältnis seither noch deutlicher. Diese Entspannung hatte bereits unter Papst Benedikt XVI. eingesetzt. Zwei Versuche einer formalen Wiederherstellung der vollen Einheit sind 2012 und 2017 gescheitert, nicht zuletzt, aber keineswegs nur, am Widerstand von Kardinal Gerhard Müller, dessen Verhältnis zur Bruderschaft als Bischof von Regensburg – das Priesterseminar Zaitzkofen liegt in diesem Bistum – angespannt war.
Seit 2018 wird die Piusbruderschaft von ihrem vierten Generaloberen, Pater Davide Pagliarani, geleitet. Kurz nach seiner Wahl besuchte Pagliarani den Vatikan und erklärte anschließend unwidersprochen, daß die Piusbruderschaft „nicht als schismatisch“ betrachtet wird.
P. Schmidberger vertrat innerhalb der Bruderschaft als gewichtige Stimme die Position, mit Rom in Kontakt zu bleiben und die Gespräche fortzusetzen.
Quelle: katholisches, G. Nardi Bild: fsspx.org/zaitzkofen fsspx.org (Screenshots)
Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes – Joh 20,19-23
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Am Abend des ersten Tages der Woche, als die Jünger aus Furcht vor den Juden die Türen verschlossen hatten, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, dass sie den Herrn sahen. Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist! Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert.
Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes – Joh 21,20-25
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In jener Zeit sprach Jesus zu Simon Petrus: Folge mir! Petrus wandte sich um und sah, wie der Jünger, den Jesus liebte, diesem folgte. Es war der Jünger, der sich bei jenem Mahl an die Brust Jesu gelehnt und ihn gefragt hatte: Herr, wer ist es, der dich verraten wird? Als Petrus diesen Jünger sah, fragte er Jesus: Herr, was wird denn mit ihm? Jesus antwortete ihm: Wenn ich will, dass er bis zu meinem Kommen bleibt, was geht das dich an? Du aber folge mir nach! Da verbreitete sich unter den Brüdern die Meinung: Jener Jünger stirbt nicht. Doch Jesus hatte zu Petrus nicht gesagt: Er stirbt nicht, sondern: Wenn ich will, dass er bis zu meinem Kommen bleibt, was geht das dich an? Dieser Jünger ist es, der all das bezeugt und der es aufgeschrieben hat; und wir wissen, dass sein Zeugnis wahr ist. Es gibt aber noch vieles andere, was Jesus getan hat. Wenn man alles aufschreiben wollte, so könnte, wie ich glaube, die ganze Welt die Bücher nicht fassen, die man schreiben müsste.
Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes – Joh 21,1.15-19
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In jener Zeit offenbarte sich Jesus den Jüngern noch einmal. Es war am See von Tiberias, und er offenbarte sich in folgender Weise. Als sie gegessen hatten, sagte Jesus zu Simon Petrus: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich mehr als diese? Er antwortete ihm: Ja, Herr, du weißt, dass ich dich liebe. Jesus sagte zu ihm: Weide meine Lämmer! Zum zweitenmal fragte er ihn: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich? Er antwortete ihm: Ja, Herr, du weißt, dass ich dich liebe. Jesus sagte zu ihm: Weide meine Schafe! Zum drittenmal fragte er ihn: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich? Da wurde Petrus traurig, weil Jesus ihn zum drittenmal gefragt hatte: Hast du mich lieb? Er gab ihm zu Antwort: Herr, du weißt alles; du weißt, dass ich dich liebhabe. Jesus sagte zu ihm: Weide meine Schafe! Amen, amen, das sage ich dir: Als du noch jung warst, hast du dich selbst gegürtet und konntest gehen, wohin du wolltest. Wenn du aber alt geworden bist, wirst du deine Hände ausstrecken, und ein anderer wird dich gürten und dich führen, wohin du nicht willst. Das sagte Jesus, um anzudeuten, durch welchen Tod er Gott verherrlichen würde. Nach diesen Worten sagte er zu ihm: Folge mir nach!