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Gefeiert am 13. November
Sel. Carl Lampert – Priester und Märtyrer
* 9. Januar 1894 in Göfis bei Feldkirch in Österreich
† 13. November 1944 in Halle in Sachsen-Anhalt
Carl Lampert * 9. Januar 1894 in Göfis; † 13. November 1944 im Zuchthaus „Roter Ochse“ in Halle (Saale) war ein katholischer Geistlicher, der von den Nationalsozialisten hingerichtet wurde.
Leben
Carl Lampert wurde am 9. Januar 1894 als jüngstes von sieben Kindern des Bauern Franz Xaver Lampert und dessen Frau Maria Rosina Lampert geboren. Er war Schüler der Volksschule in Göfis und des staatlichen Gymnasiums in Feldkirch. Obwohl sein Vater früh starb, konnte Lampert dank der Förderung eines Onkels die Schule weiter besuchen. Nach der im Jahr 1914 abgelegten Matura trat Lampert im Herbst desselben Jahres in das Fürsterzbischöfliche Priesterseminar in Brixen ein, wo er am 12. Mai 1918 von Bischof Franz Egger zum Priester geweiht wurde. Am 26. Mai 1918 feierte er seine Primiz.
Werdegang
Carl Lampert begann sein Wirken als Kaplan in Dornbirn, wo er sich vor allem um die Jugendarbeit bemüht machte. Im Jahr 1930 zog er mit der finanziellen Unterstützung von Bischof Sigismund Waitz nach Rom, um dort das Studium des Kirchenrechts aufzunehmen. Er bezog sein Quartier im Collegio Teutonico di Santa Maria dell’Anima, wo er bis 1935 lebte und als Sekretär an der Römischen Rota arbeitete. Im Jahr 1935 wurde er in den Rang eines Advokaten erhoben und zum Monsignore ernannt.
Am 1. Oktober 1935 trat Lampert seine Stelle in der Diözese Innsbruck an. Hier sollte er auf Geheiß von Bischof Waitz den Aufbau des kirchlichen Gerichts überwachen, eine eher administrative Aufgabe. Auch war er Geistlicher im Innsbrucker Priesterseminar sowie ab 1936 Präsident des katholischen Verlagshauses Tyrolia. Mitte der 1930er Jahre war Lampert kurzzeitig als möglicher Diözesanbischof von Innsbruck im Gespräch, doch Papst Pius XI. entschied anders und ernannte am 15. Oktober 1938 den jüngeren Geistlichen Paulus Rusch zum Apostolischen Administrator. Lampert wurde am 15. Januar 1939 zum Provikar ernannt und somit zu Ruschs Stellvertreter.
Leidensweg
Durch einen „Führerbefehl“, wonach Bischöfe von der NS-Gerichtsbarkeit nicht zu belangen seien, kam bald Provikar Lampert in den Fokus des Regimes. Gauleiter Franz Hofer, der eine rigorose Anti-Kirchen-Politik in seinem Gau verfolgte, ließ bald darauf Klöster schließen und Ordensleute verhaften, darunter im November 1938 das Canisianum und in den ersten Märztagen des Jahres 1940 auch das Kloster der Ewigen Anbetung in Innsbruck. Da die Nonnen sich den Anordnungen widersetzten, machte Gauleiter Hofer Provikar Lampert dafür verantwortlich und ließ ihn am 4. März 1940 festnehmen. Nach zehn Tagen Haft im Polizeigefängnis Innsbruck-Adamgasse wurde Lampert am 14. März 1940 wieder auf freien Fuß gesetzt.
Ein Bericht in Radio Vatikan, der am 23. März 1940 in deutscher Sprache gesendet wurde, und in dem die Situation der Kirche und die Repressalien des NS-Regimes gegenüber den Geistlichen in der Diözese Innsbruck zur Sprache kamen, brachte Provikar Lampert erneut ins Gefängnis. Die Gauverwaltung vermutete in Lampert einen Spitzel für die Vatikanstadt. Allerdings kam er erneut nach relativ kurzer Zeit wieder frei.
Beim nächsten Mal hatte Lampert jedoch nicht mehr Glück. 1939 war der Pfarrer von Götzens, Otto Neururer ins KZ Dachau deportiert worden. Lampert hatte vergeblich versucht, Neururer freizubekommen, zumal sein Kollege gesundheitlich angeschlagen war. Am 30. Mai 1940 wurde Neururer im KZ Buchenwald ermordet. Das Regime sandte Neururers Asche nach Götzens mit dem Ziel, diese anonym zu bestatten. Als Lampert jedoch eine Todesanzeige in einer Kirchenzeitung veröffentlichen ließ, in der auch Neururers Todesort angeführt wurde, ließ man ihm am 5. Juli 1940 wegen Verstoßes gegen die NS-Geheimhaltungsvorschriften erneut verhaften.
Carl Lampert wurde am 25. August 1940 nun auch nach Dachau deportiert. Am 1. September 1940 folgte der Transport ins KZ Sachsenhausen bei Berlin. Hier wurde er der Strafkompanie zugeteilt, einem Trupp, in dem er harte körperliche Arbeit verrichten musste. Dennoch hielt er an seinem Glauben fest, wie ein Treffen Lamperts mit dem ebenfalls in Sachsenhausen inhaftierten Innsbrucker Caritasdirektor Josef Steinkelderer beweist. Dieser flüsterte Lampert zu: Martyres sumus (Märtyrer sind wir), worauf Lampert antwortete: In Christi nomine pro ecclesia (Im Namen Christi für die Kirche).
Nach drei Monaten in Sachsenhausen wurde Lampert am 15. Dezember 1940 zurück nach Dachau deportiert, wo er noch weitere acht Monate inhaftiert blieb. Am 1. August 1941 wurde er zwar freigelassen, wurde jedoch mit einem Betretungsverbot des Reichsgaus Tirol-Vorarlberg belegt.
Lampert zog daraufhin am 16. August 1941 nach Stettin, wo er im Carolusstift erneut als Seelsorger wirkte und auf diese Weise versuchte, geistlichen Widerstand gegen den Nationalsozialismus zu leisten. Auch arbeitete er als Geistlicher in einem Lazarett, in Swinemünde und in Parchim.
Was Lampert jedoch nicht wusste, war, dass die Gestapo einen Spitzel auf ihn angesetzt hatte. Ingenieur Hagen sei ein nazifeindlicher und tiefreligiöser Mensch auf der Suche nach Spiritualität. In Bibelstunden und Diskussionsrunden erschlich sich Hagen das Vertrauen von Lampert. In Wahrheit handelte es sich jedoch bei Hagen um Franz Pissaritsch, einen Anwärter um die Aufnahme in die Waffen-SS. Pissaritsch versuchte Lampert zu Aussagen gegen das NS-Regime zu bewegen, worauf Lampert jedoch kaum einging. Als er nach einigen Monaten Spionagetätigkeit noch keine konkreten Beweise sammeln konnte, konstruierte Pissaritsch ein Komplott, wonach Lampert Feindsender abgehört hätte und durch Aussagen die Wehrkraft zersetzt hätte.
Dieses Protokoll war die Grundlage zu einer Verhaftungswelle, bei der am 4. Februar 1943 etwa 40 Geistliche und Ordensschwestern verhaftet wurden, darunter auch Carl Lampert. In den kommenden Monaten wurde Lampert intensiven Verhören und Folterungen unterworfen. Zwei Auszüge aus den Protokollen zeugen von Lamperts Standhaftigkeit.
Vorsitzender Trettin: „Herr Lampert, sind Sie doch vernünftig, verlassen Sie die Kirche und das Priestertum. Das ist doch alles nur Hokuspokus. Zeugen Sie Kinder für den Führer Adolf Hitler. Ich werde Ihnen einen guten Posten verschaffen!“
Lampert: „Herr Kommissar, ich liebe meine Kirche. Ich bleibe meiner Kirche treu und auch dem Priesteramt: Ich stehe für Christus und liebe seine Kirche!“
Frage: „Was schätzen Sie höher: das Evangelium oder Hitlers ,Mein Kampf‘?“
Lamperts Antwort: „Das Evangelium ist Gottes Wort und verkündet die Liebe. Das Buch des Herrn Hitler ist das Werk eines Menschen und predigt den Hass!“
Der Prozess gegen Lampert und zwei weitere Priester, Pater Friedrich Lorenz und Kaplan Herbert Simoleit wurde im Dezember 1943 vor dem Reichskriegsgericht in Halle (Saale) eröffnet. Selbst vor Gericht erschien SS-Mann Pissaritsch unter seinem falschen Namen Ingenieur Hagen um durch seine Aussagen die Anklage zu bekräftigen.
Lampert wurde am 20. Dezember 1943 erstmals für schuldig befunden. Wegen gerichtsinternen Streitigkeiten − es gab Richter die sich für die Todesstrafe aussprachen, andere plädierten wegen Lamperts Glauben für eine lange Haftstrafe – wurde das Todesurteil nicht unterzeichnet. Am 14. Januar 1944 wurde der Prozess an das Reichskriegsgericht in Torgau delegiert, wohin Lampert deportiert wurde. Sieben Monate verbrachte er nahezu in Isolationshaft. Das Urteil wie es in Halle gefällt wurde, wurde am 27. Juli 1944 in allen Punkten bestätigt. In der Nacht bevor Generalstabsrichter Werner Lueben das Urteil unterzeichnen hätte müssen, beging dieser am Morgen des 28. Juli 1944 Suizid. Eine seiner letzten Aussagen war: „Es handelt sich in diesem Fall weder um „Verbrecher“ noch um asoziale Elemente. Ihre einzige Tragik ist es, dass sie katholische Priester sind!“
Mit neuen Richtern versehen kam es zu einem dritten Prozess gegen Lampert der am 8. September 1944 mit Pater Friedrich Lorenz und Kaplan Herbert Simoleit erneut zum Tod verurteilt wurde.
Am 13. November 1944 wurden Lampert und die mit ihm Verurteilten ins Zuchthaus Roter Ochse nach Halle gebracht. Hier wurde er um 16:00 Uhr durch das Fallbeil hingerichtet.
Die Urne mit seiner Asche wurde zunächst in Halle beigesetzt und erst nach dem Krieg, 1948, in seine Vorarlberger Heimatgemeinde Göfis überstellt.
Am 13. November 2011 wurde Carl Lampert in der Stadtpfarrkirche St. Martin in Dornbirn durch Karsinal Angelo Amato selig gesprochen.
Hl. Homobonus – Wohltäter
* 1120 in Cremona in Italien
† 13. November 1197 daselbst
Homobonus, Sohn eines Schneiders und Kleiderhändlers, war ein frommer Kaufmann, verheiratet und Vater vieler Kinder. Seine Zeitgenossen rühmen, wie er sich in seinem Gewerbe Bedürftigen gegenüber als sehr großzügig erwies und sanftmütig und selbstlos Armen und Kranken half. Etwa im Alter von 50 Jahren gab er seine Arbeit auf, lebte in keuscher Ehe und verwendete seinen Reichtum für die Pflege Armer und Kranker, errichtete Spitäler, sorgte für Waisen. Erzählt wird, dass er den Armen sein letztes Brot gab, dann aber mittags in seinem Korb sogar besseres fand. Er widmete sich auch der Bekehrung von Irrlehrern und der Befriedung von Streitigkeiten in seiner Stadt.
Auf Betreiben von Sicardus, dem Bischof von Cremona, wurde Homobonus 1198 kanonisiert, nachdem sich viele Wunder an seinem Grab ereigneten. 1201 wurden seine Gebeine nach Cremona übertragen. Die Verehrung setzte sich allerdings nur langsam durch, obwohl Homobonus‘ Vorbild dem spirituellen Bedürfnis der Zeit entsprach.
Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria
13.11.2019
Das Leben des hl. Franziskus von Assisi
Als der heilige Franziskus dort über fünfzig Tage lang krank darniederlag, ertrug er es nicht, tagsüber das Tageslicht und in der Nacht das Licht des Feuers zu sehen, sondern blieb im Haus und in jener kleinen Zelle stets im Dunkeln. Als der heilige Franziskus daher eines Nachts darüber nachdachte, wie viel Not er leide, wurde er von Mitleid gegen sich selbst bewegt und sagte in seinem Inneren: „Herr, schau her zu meiner Hilfe in meinen Krankheiten, damit ich sie geduldig zu ertragen vermag!“ Und sogleich wurde ihm im Geist gesagt: „Sag mir, Bruder: Wenn dir jemand für diese deine Krankheiten und Plagen einen großen und kostbaren Schatz gäbe … würdest du dich dann nicht sehr freuen? Wohlan denn, Bruder, freue dich und frohlocke sehr in deinen Krankheiten und Plagen, denn fortan magst du dich so sicher fühlen, als wärst du schon in meinem Königreich.“ Als er sich am frühen Morgen erhob, sagte er zu seinen Gefährten: Also muss ich im Herrn Mut schöpfen. Gott, dem Vater, und seinem einzigen Sohn, unserem Herrn Jesus Christus, und dem Heiligen Geist muss ich immer danken für die so große, mir erwiesene Gnade und den Segen, hat er doch einem noch im Fleische Lebenden, nämlich mir, seinem unwürdigen kleinen Diener, durch seine Barmherzigkeit gnädig sein Königreich zugesichert. Daher will ich zu seinem Lob, zu unserem Trost und zur Erbauung des Nächsten ein neues „Loblied des Herrn auf seine Geschöpfe“ dichten, deren wir uns täglich bedienen und ohne die wir nicht leben können. In ihnen beleidigt die Menschheit den Schöpfer sehr, und täglich sind wir undankbar für eine so große Gnade, weil wir unseren Schöpfer und Spender aller Güter nicht dafür loben, wie wir sollten. Nun gab er dem „Loblied des Herrn“, das er schuf, nämlich: „Höchster, allmächtiger, guter Herr“, einen Namen und nannte es: „Gesang von Bruder Sonne“, welcher schöner als alle anderen Geschöpfe und mit Gott mehr zu vergleichen ist. Daher sagte er: „Am Morgen, wenn die Sonne aufgeht, sollte jeder Mensch Gott loben, der sie geschaffen hat, da durch sie unsere Augen am Tage erleuchtet werden. Abends, wenn es Nacht wird, sollte jeder Mensch Gott loben wegen des anderen Geschöpfes, des Bruders Feuer, da durch dieses unsere Augen in der Nacht erleuchtet werden.“ Und er sagte: „Wir alle sind wie Blinde, und der Herr erleuchtet durch diese beiden Geschöpfe unsere Augen. Wegen dieser und seiner anderen Geschöpfe, deren wir uns täglich bedienen, müssen wir ihn, den glorreichen Schöpfer, deshalb immer ganz besonders loben.“
Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria
Tagesevangelium – 13.11.2019
Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 17,11-19
Hier zum Nachhören
Es geschah auf dem Weg nach Jerusalem: Jesus zog durch das Grenzgebiet von Samarien und Galiläa. Als er in ein Dorf hineingehen wollte, kamen ihm zehn Aussätzige entgegen. Sie blieben in der Ferne stehen und riefen: Jesus, Meister, hab Erbarmen mit uns! Als er sie sah, sagte er zu ihnen: Geht, zeigt euch den Priestern! Und es geschah: Während sie hingingen, wurden sie rein.
Einer von ihnen aber kehrte um, als er sah, dass er geheilt war; und er lobte Gott mit lauter Stimme. Er warf sich vor den Füßen Jesu zu Boden und dankte ihm. Dieser Mann war ein Samariter. Da sagte Jesus: Sind nicht zehn rein geworden? Wo sind die neun? Ist denn keiner umgekehrt, um Gott zu ehren, außer diesem Fremden? Und er sagte zu ihm: Steh auf und geh! Dein Glaube hat dich gerettet.
Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria
Aus Psalm 34
Hier zum Nachhören
Ich will den Herrn allezeit preisen;
immer sei sein Lob in meinem Mund.
Meine Seele rühme sich des Herrn;
die Armen sollen es hören und sich freuen.
Die Augen des Herrn blicken auf die Gerechten,
seine Ohren hören ihr Schreien.
Das Antlitz des Herrn richtet sich gegen die Bösen,
um ihr Andenken von der Erde zu tilgen.
Schreien die Gerechten, so hört sie der Herr;
er entreißt sie all ihren Ängsten.
Nahe ist der Herr den zerbrochenen Herzen,
er hilft denen auf, die zerknirscht sind.
Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria
Gefeiert am 12. November
Hl. Josaphat – Erzbischof von Polock und Märtyrer
* 1580 in Wolhynien in der Ukraine
† 12. November 1623 in Witebsk (Viciebsk) in Weißrussland
Josaphat wurde 1580 als Sohn des Stadtrats Kunzewitsch in Wlodzimierz (Wolhynien) geboren. Er kam als Kaufmannsgehilfe nach Wilna, wo er 1604 Basilianermönch wurde und zu der mit Rom unierten ruthenischen Kirche übertrat. 1614 wurde er Klostervorsteher in Wilna, 1617 Koadjutor des Erzbischofs von Polozk und im Jahr darauf sein Nachfolger. Durch sein Werben für die Union mit der römischen Kirche machte er sich bei den Orthodoxen verhasst; sie nannten ihn den „Seelenräuber“. Auf einer Visitationsreise wurde er 1623 von den fanatisierten Schismatikern grausam ums Leben gebracht. Er wurde 1643 selig und 1867 heilig gesprochen.
Hl. Ämilian – Priester und Einsiedler
* 473 in Berceo in Spanien
† 12. November 574 in Nordspanien
Millán de la Cogalla lebte fast 40 Jahre lang erst als Einsiedler und Hirte, dann als Abt der Mönchsgruppe, die sich um ihn versammelt hatte, in der Höhle des Distercio-Gebirges. Er wirkte dann als Pfarrer in Vernejo und schließlich als Lehrer, bis er im Alter von über 100 Jahren starb. Schon zu Lebzeiten verbreiteten sich Berichte über zahlreiche von ihm gewirkte Wundertaten.
Nach der Vertreibung der Mauren aus Nordspanien im Jahr 923 ließen sich Mönche an seinem Grab nieder und gründeten das Doppelkloster San Millán de la Cogolla, heute eine der schönsten spanischen Klosteranlagen. 1835 verließen die Benediktiner das Kloster, 1878 übernahmen es Augustinermönche. Ein Künstler aus dem Süden entwarf eine Kirche in maurischem Stil, die 984 geweiht wurde und das Grab von Millán beherbergt.
Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria
12.11.2019
Benedikt XVI. Papst von 2005-2013
„Unnütze Sklaven“
Dieses rechte Dienen macht den Helfer demütig. Er setzt sich nicht in eine höhere Position dem anderen gegenüber, wie armselig dessen Situation im Augenblick auch sein mag. Christus hat den letzten Platz in der Welt – das Kreuz – eingenommen, und gerade mit dieser radikalen Demut hat er uns erlöst und hilft uns fortwährend. Wer in der Lage ist zu helfen, erkennt, dass gerade so auch ihm selber geholfen wird und dass es nicht sein Verdienst und seine Größe ist, helfen zu können. Dieser Auftrag ist Gnade. Je mehr einer für die anderen wirkt, desto mehr wird er das Wort Christi verstehen und sich zueignen: „Unnütze Knechte sind wir“ (Lk 17,10). Denn er erkennt, dass er nicht aufgrund eigener Größe oder Leistung handelt, sondern weil der Herr es ihm gibt. Manchmal kann ihm das Übermaß der Not und die Grenze seines eigenen Tuns Versuchung zur Mutlosigkeit werden. Aber gerade dann wird ihm helfen zu wissen, dass er letzten Endes nur Werkzeug in der Hand des Herrn ist, er wird sich von dem Hochmut befreien, selbst und aus Eigenem die nötige Verbesserung der Welt zustande bringen zu müssen. Er wird in Demut das tun, was ihm möglich ist und in Demut das andere dem Herrn überlassen. Gott regiert die Welt, nicht wir. Wir dienen ihm nur, soweit wir können und er uns die Kraft dazu gibt. Mit dieser Kraft freilich alles zu tun, was wir vermögen, ist der Auftrag, der den rechten Diener Jesu Christi gleichsam immerfort in Bewegung hält: „Die Liebe Christi drängt uns“ (2 Kor 5,14).
Quelle: Enzyklika „Deus caritas est“ vom 25. Dezember 2005 © Libreria Editrice Vaticana
Tagesevangelium – 12.11.2019
Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 17,7-10
Hier zum Nachhören
In jener Zeit sprach Jesus: Wenn einer von euch einen Sklaven hat, der pflügt oder das Vieh hütet, wird er etwa zu ihm, wenn er vom Feld kommt, sagen: Nimm gleich Platz zum Essen?
Wird er nicht vielmehr zu ihm sagen: Mach mir etwas zu essen, gürte dich, und bediene mich; wenn ich gegessen und getrunken habe, kannst auch du essen und trinken. Bedankt er sich etwa bei dem Sklaven, weil er getan hat, was ihm befohlen wurde? So soll es auch bei euch sein: Wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen wurde, sollt ihr sagen: Wir sind unnütze Sklaven; wir haben nur unsere Schuldigkeit getan.
Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé
Islamischer Rassismus und das Blut des Ungläubigen
Das islamische Rechtssystem „Scharia“ unterscheidet stark zwischen dem Blut des Muslims und dem Blut des Ungläubigen (Kafir). Das muslimische Blut wird als wertvoll und unantastbar angesehen. Wer es vergießt, wird mit dem Tod bestraft, dahingegen wird die Tötung eines Nichtmuslims durch einen Muslim gar oder nur mit einer geringen Strafe geahndet. In seiner Koranexegese zur Sure 4.94 schreibt Al Qutubi: „Wenn der Muslim einem Kafir begegnet, der nicht in einem Schutzvertrag (mit dem Islam) steht, so darf er den Kafir töten. Spricht der Kafir aber das Bekenntnis „La ilaha ila llah“ (kein Gott außer Allah), so darf er nicht getötet werden, da er durch das islamische Glaubensbekenntnis im Islam Schutz für sich, für seinen Besitz und für seine Familie findet. Tötet der Muslim ihn danach (nachdem er Muslim geworden ist), so wird der Muslim mit dem Tod bestraft, anderenfalls nicht“. In der hanbalitischen Rechtsschule gilt: „Die Tötung eines kämpfenden Kafirs darf nicht bestraft werden. Ebenso fordert seine Tötung weder ein Sühneopfer noch die Zahlung von Blutgeld, denn seine Tötung ist erlaubt und gleicht der Tötung eines Schweins, weil Allah in Surat Al Tauba (Sure 9) befohlen hat die Ungläubigen zu töten“(Shareh Al Muqnee 8/263). Der Ausdruck „der Kämpfende oder militante Kafir“ arabisch „Al Kafir Al Harbi,, umschließt nicht nur der Schwerttragende, sondern ebenso jeden, der die Lehre des Islams durch seine Haltung oder sein Wort bekämpft. Dieser wird als Schwein angesehen und auch wie eins behandelt.
Gefeiert am 11. November
Hl. Martin – Bischof von Tours
* 316 in Sabaria, heute Szombathely in Ungarn
† 8. November 397 in Candes, heute Candes-Saint-Martin bei Tours in Frankreich
Martin wurde um 316 in Sabaria, dem heutigen Steinamanger in Ungarn, geboren. Mit fünfzehn Jahren wurde er in die Gardereiterei eingereiht und wenig später in den Westen versetzt. Am Stadttor von Amiens teilte er seinen Soldatenmantel mit einem frierenden Bettler; in der Nacht darauf erschien ihm Christus, mit dem abgeschnittenen Mantelstück bekleidet. Mit achtzehn Jahren ließ sich Martin taufen, diente aber noch bis 356 in der kaiserlichen Garde. Nach seinem Abschied vom Heer (in der Nähe von Worms) ging er zum Bischof Hilarius von Poitiers, der ihn in die pannonische Heimat zurückschickte. Um 360 traf er wieder mit Hilarius zusammen. 361 gründete er Ligugé, das erste Kloster Galliens. 371 wurde er Bischof von Tours, 375 gründete er das Kloster Marmoutier an der Loire, das zu einem Mittelpunkt monastischer Kultur wurde und als Missionsseminar bezeichnet werden kann. Unermüdlich widmete er sich der Glaubenspredigt in den noch weithin heidnischen Gebieten. Er starb am 8. November 397 und wurde am 11. November in Tours begraben. Sein Grab wurde zum Nationalheiligtum der Franken. Martin ist der erste Nichtmärtyrer, der in der abendländischen Kirche als Heiliger verehrt wurde.
Nichts anderes als Christus
Sulpicius Severus, der das Leben des hl. Martin schrieb, berichtet: „Auch wenn er las oder sonst mit einer Arbeit beschäftigt war, ließ sein Geist doch nie vom Gebet ab. Wie ein Schmied bei seiner Arbeit immer wieder den Hammer auf den Amboss fallen lässt, so betete Martinus ohne Unterbrechung, auch wenn er anscheinend etwas anderes tat … In seinem Mund war nichts anderes als Christus, in seinem Herzen wohnten nur Güte, nur Friede, nur Erbarmen.“
Ruine der Klosterkirche Heisterbach
Hl. Heinrich von Heisterbach – Abt in Heisterbach, Mystiker
* 1180
† 11. November 1242 im Kloster Heisterbach in Nordrhein-Westfalen
Heinrich war Zisterzienser.
Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria









