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20.09.2019

Hl. Johannes Paul II. (1920-2005) Papst

„Die Zwölf begleiteten ihn, außerdem einige Frauen“

„Wenn du wüsstest, worin die Gabe Gottes besteht“ (Joh 4,10), sagt Jesus zu der Samariterin in einem jener wunderbaren Gespräche, die beweisen, wieviel Achtung er der Würde jeder Frau und ihrer Berufung, die ihr die Teilnahme an seiner messianischen Sendung erlaubt, entgegenbringt […] Im Marianischen Jahr möchte die Kirche der Heiligsten Dreifaltigkeit für das „Geheimnis der Frau“ und für jede Frau Dank sagen – für das, was das ewige Maß ihrer weiblichen Würde ausmacht, für „Gottes große Taten“, die im Verlauf der Generationen von Menschen in ihr und durch sie geschehen sind. Hat sich schließlich nicht in ihr und durch sie ereignet, was zum Großartigsten in der Geschichte des Menschen auf Erden gehört – die Menschwerdung Gottes selbst? Die Kirche sagt also Dank für alle Frauen und für jede einzelne: für die Mütter, die Schwestern, die Ehefrauen; für die Frauen, die sich in der Jungfräulichkeit Gott geweiht haben; für die Frauen, die sich den unzähligen Menschen widmen, die die selbstlose Liebe eines anderen Menschen erwarten; für die Frauen, die in ihrer Familie, dem grundlegenden Zeichen menschlicher Gemeinschaft, über das menschliche Dasein wachen; für die Frauen, die berufstätig sind und oft schwere soziale Verantwortung zu tragen haben […] Die Kirche sagt Dank für alle Äußerungen des weiblichen „Geistes“, die sich im Laufe der Geschichte bei allen Völkern und Nationen gezeigt haben; sie sagt Dank für alle Gnadengaben, mit denen der Heilige Geist die Frauen in der Geschichte des Gottesvolkes beschenkt […] Gleichzeitig bittet die Kirche darum, dass diese unschätzbaren „Offenbarungen des Geistes“, (vgl. 1 Kor 12,4ff.) […] sorgfältig anerkannt und gewertet werden, damit sie gerade in unserer Zeit der Kirche und der ganzen Menschheit „zum gemeinsamen Nutzen“ gereichen.

Quelle: Apostolisches Schreiben „Mulieris Dignitatem“ © Libreria Editrice Vaticana

Aus Psalm 49

Hier zum Nachhören

Warum soll ich mich in bösen Tagen fürchten,
wenn mich der Frevel tückischer Feinde umgibt?
Sie verlassen sich ganz auf ihren Besitz
und rühmen sich ihres großen Reichtums.

Loskaufen kann doch keiner den anderen
noch an Gott für ihn ein Sühnegeld zahlen
– für das Leben ist jeder Kaufpreis zu hoch;
für immer muss man davon abstehen -.

Lass dich nicht beirren, wenn einer reich wird
und die Pracht seines Hauses sich mehrt;
denn im Tod nimmt er das alles nicht mit,
seine Pracht steigt nicht mit ihm hinab.

Preist er sich im Leben auch glücklich
und sagt zu sich: „Man lobt dich, weil du dir‘s wohl sein lässt,
so muss er doch zur Schar seiner Väter hinab,
die das Licht nie mehr erblicken.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

Tagesevangelium – 20.09.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 8,1-3

Hier zum Nachhören

In jener Zeit wanderte Jesus von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf und verkündete das Evangelium vom Reich Gottes. Die Zwölf begleiteten ihn, außerdem einige Frauen, die er von bösen Geistern und von Krankheiten geheilt hatte: Maria Magdalene, aus der sieben Dämonen ausgefahren waren, Johanna, die Frau des Chuzas, eines Beamten des Herodes, Susanna und viele andere. Sie alle unterstützten Jesus und die Jünger mit dem, was sie besaßen.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Luxushotels, Limousinen, Privatjets

Michael Bransfield gehörte zum engsten Kreis von Ex-Kardinal McCarrick

DAS LUXUSLEBEN EINES BISCHOFS, DER DES SEXUELLEN MISSBRAUCHS BESCHULDIGT WIRD.

(New York) Luxushotels, Limousinen, Privatjets – so sehe das Leben eines Bischofs aus, der im Zusammenhang mit dem sexuellen Mißbrauchsskandal sein Amt aufgeben mußte und vom Priestertum suspendiert wurde. Dies berichtete am 13. September die Washington Post.

Gemeint ist Msgr. Michael Joseph Bransfield, der ehemalige Bischof von Wheeling-Charleston in den USA. Bischof Bransfield stand schon länger im Zwielicht, in seinem Bistum eine homophile Günstlingswirtschaft errichtet zu haben. Offenbar wurden dadurch auch sexuelle Straftäter im Klerus gedeckt, während der Bischof Homosexualität ausgelebt und sich ein Luxusleben gegönnt habe. Kein Zufall: Bransfield gehörte zum engsten Kreis von Ex-Kardinal Theodore McCarrick.

Papst Franziskus emeritierte Bransfield am 13. September 2018, als dieser die kanonisch vorgesehene Altersgrenze von 75 Jahren erreicht hatte. Dem zugleich ernannten Apostolischen Administrator wurde der Auftrag erteilt, wegen finanzieller Unregelmäßigkeiten und sexueller Belästigung sowie sexuellem Mißbrauch von Seminaristen und jungen Priestern durch Bransfield zu ermitteln.

Im Juli 2019 wurde Bransfield aufgrund der Ermittlungsergebnisse von der Ausübung seines Episkopats und seines Priestertums suspendiert.

Es wird vermutet, daß Bransfield sich durch finanzielle Überweisungen gezielt bei kirchlichen Persönlichkeiten einzuschmeicheln versuchte, um als „Sympathieträger“ die Wahrscheinlichkeit von Ermittlungen gegen ihn geringzuhalten. Genau so war auch Ex-Kardinal McCarrick vorgegangen, der über eine von ihm initiierte Papststiftung sich sogar in Rom Liebkind zu machen wußte. Kein Zufall: McCarrick hatte Bransfield in seine Papststiftung geholt und zu seinem Nachfolger als Stiftungsvorsitzenden gemacht. McCarrick war 2005 Mitkonsekrator bei Bransfields Bischofsweihe. 25 Jahre war Bransfield zudem am katholischen Nationalheiligtum der USA in Washington tätig, mit dem auch McCarrick eng verbunden war, und das im Verdacht steht, viele Jahre von McCarricks Homo-Seilschaft als zentraler Stützpunkt mißbraucht worden zu sein.

Die Washington Post enthüllte vergangene Woche neue Details zum „Luxusleben“ von Bransfield. Die Bandbreite reicht von Aufenthalten in Luxushotels über die Nutzung von Luxuslimousinen und Privatjets. Finanziert sei der luxuriöse Lebenswandel durch finanzielle Unregelmäßigkeiten worden. Der Bischof habe sich an den Diözesanfinanzen vergriffen und bei verschiedenen Gelegenheiten, die Gläubigen unverhältnismäßig zur Kasse gebeten. Die Ermittlungen seines Nachfolgers ergeben, daß von Bransfield „Millionen Dollars seiner Diözese“ für Reisen in den USA und ins Ausland ausgegeben wurden.

Laut Washington Post unternahm Bransfield während seiner 13 Jahre als Diözesanbischof von Wheeling-Charleston „150 Reisen mit dem Privatjet und 200 mit Limousinen“. Er habe sich „in Washington, Rom, Paris, London und der Karibik“ in Luxushotels einquartiert.

„2018 verbrachte er um 9.336 Dollar eine Woche im Penthouse eines Hotels in Palm Beach, Florida.“

Gegenüber der Presse erklärte Bransfield, der „Urlaub“ sei eine verdiente Erholung von seinen bischöflichen Verpflichtungen gewesen, und machte seinen Mitarbeiter verantwortlich, ihm dieses Quartier gebucht zu haben.

12.386 Dollar gab Bransfield laut Washington Post beispielsweise für einen Privatjet aus, der ihn an die Ostküste nach New Jersey flog, um sich „mit dem Botschafter von Papst Franziskus zu treffen“.

Der Großteil seiner Luxusreisen, so die Tageszeitung, erfolgte in seiner Funktion als Vorsitzender der Papststiftung. In diesem Amt war Bransfield Ex-Kardinal McCarrick nachgefolgt, auf dessen Initiative die Stiftung gegründet worden war.

Am 22. August 2019 erfolgte die Amtseinführung von Msgr. Mark Edward Brennan, dem vormaligen Weihbischof von Baltimore, als neuer Bischof von Wheeling-Charleston. Bischof Brennan drohte seinem Vorgänger, sollte er nicht an der Aufklärung der Vorwürfe mitarbeiten und den Verbleib von versickertem Geld aufklären, werde er ihn auf Schadenersatz klagen.

Quelle: katholisches Bild: Screenshot

Gefeiert am 19. September

Hl. Januarius – Bischof von Neapel und Märtyrer

* in Neapel in Italien
† um 300 in Pozzuoli bei Neapel in Italien

Januarius (Gennaro) war Bischof von Neapel als die Verfolgung des Kaisers Diokletian ausbrach. Er soll mit mehreren anderen um 300 in Puteoli (Pozzuoli) enthauptet worden sein: Seine Reliquien befinden sich seit 1497 in Neapel. Über das berühmte „Blutwunder“ des Januarius gibt es Nachrichten seit dem Jahr 1389. Es kann heute noch beobachtet werden und besteht darin, dass das Blut des Heiligen wieder flüssig wird, wenn das Gefäß mit dem trockenen Blut in die Nähe des Kopfes gebracht wird.

Das Blutwunder ist von der Kirche nicht offiziell als Wunder anerkannt.

 

Hl. Alfonso (Alonso) von Orozco – Priester, Mönch und Mystiker

* 17. Oktober 1500 in Oropesa bei Toledo in Spanien
† 19. September 1591

Alonso studierte an der Universität von Salamanca, lernte dort die Augustiner kennen und trat 1522 in den Orden ein. Er wurde Priester und arbeitet 33 Jahre lang als Lehrer, Prediger und Beichtvater. Sein Leben zeichnete sich durch Brüderlichkeit und Geduld gegen die Mitbrüder aus. Alonso war einer der bedeutendsten unter den spanischen Mystikern des 16. Jahrhunderts, seine Schriften waren weit verbreitet.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

19.09.2019

Hl. Gertrud von Helfta (1256-1301) Benediktinerin

„Es trat eine Sünderin heran“ (vgl. Lk 7,37–38)

Gertrud erkannte: Wer sich Gott anempfiehlt, indem er ihn um Bewahrung vor der Sünde bittet, den wird, falls er auch nach dem verborgenen Ratschluss Gottes vor den Menschen in irgendeinem Stück schwer zu fehlen scheint, dennoch die Gnade Gottes wie ein Stab stützen und er kann zu jeder Zeit viel leichter zurückkehren … . Einmal stellte sie sich vor den Herrn und begehrte seinen Segen. Nachdem sie diesen erlangt hatte, schien auch der Herr von ihr Segnung zu verlangen. Hieraus erkannte sie, dass der Mensch den Herrn dann segnet oder lobpreist, wenn er in Gedanken Reue erweckt, dass er seinen Schöpfer jemals beleidigt hat, und dessen Hilfe anfleht, um künftig die Sünden zu meiden. Auf diese Lobpreisung neigt der Herr der Himmel voll Huld sich tief herab und zeigt, dieselbe werde ihm so wohlgefällig sein, als wenn seine ganze Seligkeit hierdurch vervollkommnet würde … . Ein andermal sagte sie wegen der Schwierigkeit eines Werkes zu Gott dem Vater: „O Herr! ich opfere dir dieses Werk auf durch deinen eigeborenen Sohn in der Kraft des Heiligen Geistes zur ewigen Verherrlichung.“ Als Wirkung dieses Wortes erkannte sie, dass durch eine solche Absicht alles, was aufgeopfert wird, über menschliche Schätzung wunderbar geadelt wird. Gleichwie nämlich grün erscheint, was durch grünes Glas, und rot, was durch rotes gesehen wird: So ist alles, was durch seinen eingeborenen Sohn ihm dargebracht wird, Gott dem Vater überaus angenehm und wohlgefällig.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

Tagesevangelium – 19.09.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 7,36-50

Hier zum Nachhören

In jener Zeit ging Jesus in das Haus eines Pharisäers, der ihn zum Essen eingeladen hatte, und legte sich zu Tisch. Als nun eine Sünderin, die in der Stadt lebte, erfuhr, dass er im Haus des Pharisäers bei Tisch war, kam sie mit einem Alabastergefäß voll wohlriechendem Öl
und trat von hinten an ihn heran. Dabei weinte sie, und ihre Tränen fielen auf seine Füße. Sie trocknete seine Füße mit ihrem Haar, küsste sie und salbte sie mit dem Öl. Als der Pharisäer, der ihn eingeladen hatte, das sah, dachte er: Wenn er wirklich ein Prophet wäre, müsste er wissen, was das für eine Frau ist, von der er sich berühren lässt; er wüsste, dass sie eine Sünderin ist. Da wandte sich Jesus an ihn und sagte: Simon, ich möchte dir etwas sagen. Er erwiderte: Sprich, Meister! Jesus sagte: Ein Geldverleiher hatte zwei Schuldner; der eine war ihm fünfhundert Denare schuldig, der andere fünfzig. Als sie ihre Schulden nicht bezahlen konnten, erließ er sie beiden. Wer von ihnen wird ihn nun mehr lieben? Simon antwortete: Ich nehme an, der, dem er mehr erlassen hat. Jesus sagte zu ihm: Du hast recht. Dann wandte er sich der Frau zu und sagte zu Simon: Siehst du diese Frau? Als ich in dein Haus kam, hast du mir kein Wasser zum Waschen der Füße gegeben; sie aber hat ihre Tränen über meinen Füßen vergossen und sie mit ihrem Haar abgetrocknet. Du hast mir zur Begrüßung keinen Kuss gegeben; sie aber hat mir, seit ich hier bin, unaufhörlich die Füße geküsst. Du hast mir nicht das Haar mit Öl gesalbt; sie aber hat mir mit ihrem wohlriechenden Öl die Füße gesalbt. Deshalb sage ich dir: Ihr sind ihre vielen Sünden vergeben, weil sie mir so viel Liebe gezeigt hat. Wem aber nur wenig vergeben wird, der zeigt auch nur wenig Liebe. Dann sagte er zu ihr: Deine Sünden sind dir vergeben. Da dachten die anderen Gäste: Wer ist das, dass er sogar Sünden vergibt?
Er aber sagte zu der Frau: Dein Glaube hat dir geholfen. Geh in Frieden!

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Gefeiert am 18. September

Martyrium des hl. Lambert

Hl. Lambert – Bischof von Maastricht, Märtyrer

* um 635
† 17. September um 705 in Lüttich (Liège) in Belgien

Lambert, in Maastricht geboren, wurde Nachfolger des Bischofs Theodard von Maastricht, seines Onkels, als dieser um 670 ermordet wurde. Als 676 (675) sein Freund, der austrasische König Childerich II. erschlagen wurde, musste Lambert in die Verbannung gehen und lebte sieben Jahre im Benediktinerkloster Stablo in der Nähe von Lüttich streng nach der Klosterregel. 681 konnte er in seine Bischofsstadt zurückkehren.

Er ging daran, die Diözese wieder in Ordnung zu bringen, und arbeitete, zusammen mit dem hl. Willibrord, an der Bekehrung der Heiden, die in Nordbrabant noch ziemlich zahlreich waren. In einer Fehde, über deren Ursache die Berichte nicht übereinstimmen, wurde Lambert am 17. September 705 von einem Speer durchbohrt, während er in einer Kirche in Lüttich betete. Sein Leib wurde zuerst in Maastricht beigesetzt, später, bei der Verlegung des Bischofssitzes, nach Lüttich überführt.

 

Hl. Lambert (Lantpert) von Freising – Bischof von Freising

* um 895 in Ebersberg bei München in Bayern
† 19. September 957 in Freising in Bayern

Lambert aus dem Geschlecht der Grafen von Ebersberg wurde 937 Bischof von Freising. Nach der Legende soll Lambert durch sein Gebet den Dom von Freising in Nebel gehüllt und so vor der Zerstörung durch die einfallenden Ungarn bewahrt haben.

Lambert wird bis heute in Bayern verehrt, im Dom von Freising steht sein 1973 gestiftetes Reliquiar.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

Tagesevangelium – 18.09.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 7,31-35

Hier zum Nachhören

In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: Mit wem soll ich also die Menschen dieser Generation vergleichen? Wem sind sie ähnlich? Sie sind wie Kinder, die auf dem Marktplatz sitzen und einander zurufen: Wir haben für euch auf der Flöte gespielt, und ihr habt nicht getanzt; wir haben Klagelieder gesungen, und ihr habt nicht geweint. Johannes der Täufer ist gekommen, er isst kein Brot und trinkt keinen Wein, und ihr sagt: Er ist von einem Dämon besessen. Der Menschensohn ist gekommen, er isst und trinkt; darauf sagt ihr: Dieser Fresser und Säufer, dieser Freund der Zöllner und Sünder! Und doch hat die Weisheit durch alle ihre Kinder recht bekommen.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé