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Gefeiert am 30. August

Hl. Amadeus – Bischof von Lausanne

* 1110 auf Schloss Chatte bei Grenoble in Frankreich
† 24. August 1159 in Lausanne in der Schweiz

Amadeus war Grafensohn aus Savoyen, der nach dem Tod seiner Mutter 1119 ins Zisterzienserkloster Bonneval bei Orléans eintrat. Er wechselte 1121 in die Benediktinerabtei Cluny und kam dann an den Hof von Kaiser Heinrich V. 1125 kam er ins Kloster Clairvaux – im heutigen Longchamp-sur-Aujon, wurde 1139 Abt in Hautecombe am Lac du Bourget und 1144 Bischof von Lausanne.

 

Hl. Guarin (Warin) Abt und Bischof

Guarin, geboren um 1065 in Pont-à-Mousson, trat  zunächst in die Benediktiner-Abtei Molesmes ein und ging 1109 in das von ihm gegründete Priorat Aulps in Savoyen, wo er 1113 Abt wurde. 1136 trat er mit dem ganzen Konvent zum Zisterzienserorden über, um die strengere  Lebensweise von Clairvaux zu führen. 1138 wurde Guarin Bischof von  Sitten. Er starb am 27. August 1150 zu Aulps. Seine Gebeine, seit 1804  in der Pfarrkirche von Saint-Jean-d´Adulps, wurde 1886 in die neue Wallfahrtskirche von Plan-d´Avan übertragen.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

30.08.2019 – Freitag der 21. Woche im Jahreskreis

Hl. Gertrud von Helfta (1256-1301) Benediktinerin

Lass mich dir entgegengehen

Dass du mich in der Stunde meines Todes im Brautkleid mit brennender Lampe in der Schar der klugen Jungfrauen wie die Braut dem Bräutigam dir entgegengehen lässt: Wir bitten dich, erhöre uns. Dass du mich mit einem Kuss deines honigfließenden Mundes als dein Eigentum hineinführst in das Brautgemach festlicher Liebe […] Zu dir, der das Herz erforscht, lass mich hingehen zur Schar der klugen Jungfrauen, nicht als eine, deren Leib, sondern deren Geist gefällt, damit ich den himmlischen Bräutigam mit entzündeter Lampe, mit dem Öl meiner Vorbereitung erwarten kann. Damit ich nicht in Verwirrung gestürzt werde durch eine unvorhergesehene Ankunft des Königs, vielmehr sicher mit dem Licht dem Chor der ihm vorausgehenden Jungfrauen entgegenlaufen kann und nicht mit den Törichten ausgeschlossen werde (Mt 25,1–13). Damit ich vielmehr frei bin, mit den klugen Jungfrauen den königlichen Palasthof zu betreten. Und in der ewigwährenden Gemeinschaft deines Lammes möchte ich bleiben in dieser Reinheit […] O Liebe, o Liebe, in deiner schönen Liebe bereite mir den Weg zu dir: […] Du führst im seligsten himmlischen Reigentanz mit dir die Tausende und Abertausende der alles überstrahlenden Jungfrauen an, […] die voll Jubel singen die süßen Lieder von der ewigen Hochzeit mit dir. Ja, o Liebe, in diesem Elend behüte mich unter dem Schatten deiner erbarmenden Liebe, damit ich nach diesem Leben in der Fremde von dir geführt ohne jeden Makel eintreten kann in dein Heiligtum, in jene große Schar der Jungfrauen, und mich dann nur noch der göttlichen Zuneigung erfrischt; dieser eine honigfließende Genuss mich sättigt. Amen, Amen, sollen alle sagen.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

Tagesevangelium – 30.08.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 25,1-13

Hier zum Nachhören

In jener Zeit erzählte Jesus seinen Jüngern das folgende Gleichnis: Mit dem Himmelreich wird es sein wie mit zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und dem Bräutigam entgegengingen.
Fünf von ihnen waren töricht, und fünf waren klug. Die törichten nahmen ihre Lampen mit, aber kein Öl, die klugen aber nahmen außer den Lampen noch Öl in Krügen mit. Als nun der Bräutigam lange nicht kam, wurden sie alle müde und schliefen ein. Mitten in der Nacht aber hörte man plötzlich laute Rufe: Der Bräutigam kommt! Geht ihm entgegen! Da standen die Jungfrauen alle auf und machten ihre Lampen zurecht. Die törichten aber sagten zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, sonst gehen unsere Lampen aus. Die klugen erwiderten ihnen: Dann reicht es weder für uns noch für euch; geht doch zu den Händlern und kauft, was ihr braucht.
Während sie noch unterwegs waren, um das Öl zu kaufen, kam der Bräutigam; die Jungfrauen, die bereit waren, gingen mit ihm in den Hochzeitssaal, und die Tür wurde zugeschlossen.
Später kamen auch die anderen Jungfrauen und riefen: Herr, Herr, mach uns auf!
Er aber antwortete ihnen: Amen, ich sage euch: Ich kenne euch nicht.
Seid also wachsam! Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Reaktion der Vereinigung der Exorzisten

Der heilige Augustinus und der Teufel (Darstellung von Michael Pacher, 2. Hälfte des 15. Jhdt.)

Exorzisten: „Die Kirche warnt vor Leuten wie Jesuitengeneral Sosa“

Die Internationale Vereinigung der Exorzisten (AIE) nahm zu den jüngsten Äußerungen des Jesuitengenerals Arturo Sosa Abascal Stellung und korrigierte den „Schwarzen Papst“.

Am Rande des jährlichen Meeting der Gemeinschaft Comunione e Liberazione (CL) in Rimini hatte General Sosa in einem Interview mit dem Wochenmagazin Tempi behauptet, dass der Teufel weder Person noch real existiere. Er sei nur eine „symbolische Realität“, so der Generalobere des Jesuitenordens.

Die Exorzistenvereinigung ist ein Rechtssubjekt mit Sitz im Vatikan. Bereits am 22. August reagierten die Exorzisten mit einer ausführlichen Erwiderung auf Sosa Abascals Ausführungen und bekräftigten, dass der Teufel eine Person ist und real existiert.

Der „Schwarze Papst“ hielt sich beim CL-Meeting für eine Veranstaltung zum Thema „Lernen, die Welt mit den Augen von Papst Franziskus zu sehen“ auf.

Die Äußerungen des Jesuitengenerals bezeichnen die Exorzisten als „schwerwiegend desorientierend“. Es sei nicht das erste Mal, dass Sosa Abascal in diesem Sinne über den Teufel spricht. Die Exorzisten antworten mit „Präzisierungen im Licht des Lehramtes“ samt der zugespitzten Hinzufügung: „auch des derzeitigen Papstes“.

Sie lassen keinen Zweifel, dass Sosa Abascals Aussagen sowohl „außerhalb des ordentlichen als auch des feierlichen, außerordentlichen Lehramtes stehen“.

Wörtlich heißt es in der Stellungnahme der AIE:

„Die reale Existenz des Teufels, als personales Subjekt, das denkt und handelt und das sich für die Rebellion gegen Gott entschieden hat, ist eine Glaubenswahrheit, die von Anfang an Teil der christlichen Glaubenslehre ist. Diese Wahrheit wird von einem Dokument der Glaubenskongregation bekräftigt, dass im Osservatore Romano am 26. Juni 1975 veröffentlicht wurde.“

Die Exorzisten verweisen zudem auf die Katechese von Papst Paul VI. vom 15. November 1972, als er sagte, dass „der Teufel in uns und in unserer Welt als finsterer Agent und Feind wirkt“.

Paul VI. weiter:

„Das Böse ist nicht nur ein Defizit, sondern ein lebendiges, pervertiertes und pervertierendes Geistwesen. Eine schreckliche Realität.“

Die mehrfache Erwähnung von Papst Franziskus durch die Exorzisten will die Haltlosigkeit der Position des Jesuitengenerals herausstreichen, vor allem auch deshalb, weil Papst Franziskus selbst Jesuit ist. Sosa Abascal war in Rimini immerhin als Interpret des päpstlichen Denkens und Handelns aufgetreten.

Es sei Lehre der Kirche, so die Exorzisten, dass der Teufel auch ein von Gott erschaffenes Wesen ist, das sich dann aber aus freiem Willen gegen Gott auflehnte und sich seither Gott radikal und diametral entgegenstellt. Der Teufel sei deshalb nicht ein absolut unabhängiges Prinzip oder gar nur ein Symbol des Bösen. Die Heilige Schrift liefere ausreichend Anhaltspunkte, aus denen sich die Lehre der Kirche klar ergebe.

„Die Kirche, die auf der Heiligen Schrift und der Apostolischen Tradition gründet, lehrt offiziell, dass der Teufel ein Geschöpf und ein personales Wesen ist und warnt vor jenen, die wie Pater Sosa, ihn nur für ein Symbol halten.“

Zu ihrer Stellungnahme veröffentlichten die Exorzisten zahlreiche einschlägige Bibelstellen und ein Verzeichnis wichtiger Dokumente und Schriften zur Existenz des Teufels und über ihn.

Die Exorzistenvereinigung wurde vom langjährigen Hauptexorzisten der Diözese Rom, Pater Gabriele Amorth, gegründet.

Quelle: katholisches Bild: Wikicommons

Gefeiert am 29. August

Hl. Theodora – Nonne

* 812 auf der Insel Ägina / Aigina in Griechenland
† 29. August 892 in Thessaloniki in Griechenland

Theodora trat 837 als Witwe in das Stephanuskloster in Thessaloniki ein. Sie führte ein vorbildliches Leben in Frömmigkeit und Dienstbereitschaft.

 

Hl. Beatrix von Aa – Priorin von Nazareth bei Lier

* 1200 in Tienen in Brabant in Belgien
† 29. August 1268 in Lier in Belgien

Beatrix, Tochter eines wohlhabenden Bürgers, wurde Nonne bei den Zisterzienserinnen in Bloemendaal, dann im Kloster Magdendaal in Oplinter bei Tienen. 1236 wurde sie Äbtissin im von ihrem Vater gegründeten Kloster Nazareth bei Lier. Sie war mystisch begabt und verfasste die früheste mystische Selbstbiografie, ein Tage- und Arbeitsbuch, das von ihrem anonymen Seelenführer als Quelle für die Vita Beatricis benutzt wurde. Um 1250 schrieb sie die bis heute erhaltene Schrift „Von den sieben Weisen der Liebe“, eine Analyse von sieben Erfahrungsaspekten der Gottesliebe. Sie war mit Ida von Nivelles befreundet und eine Vorläuferin der Herz-Jesu-Verehrung.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

29.08.2019 – Gedenktag Enthauptung Johannes des Täufers

Johannes Justus Landsberg (1489-1539) Karthäuser und Theologe

Johannes der Täufer, gestorben für Christus

Johannes hat nicht für sich selbst gelebt und ist nicht für sich selbst gestorben. Wie viele mit Sünden belastete Menschen wurden durch sein hartes und karges Leben nicht zur Umkehr gebracht? Wie viele Menschen hat sein unverdienter Tod nicht dazu ermutigt, ihre Prüfungen zu ertragen? Und wir? Was gibt uns heute Veranlassung, Gott in Treue Dank zu sagen, wenn nicht das Andenken an den heiligen Johannes, der um der Gerechtigkeit willen, also um Christi willen, ermordet wurde? […] Ja, Johannes der Täufer hat von ganzem Herzen sein irdisches Leben um der Liebe Christi willen geopfert. Er zog es vor, lieber die Gebote des Tyrannen zu missachten als die Gebote Gottes. Dieses Beispiel lehrt uns, dass uns nichts teurer sein sollte als der Wille Gottes. Den Menschen zu gefallen nützt nicht viel, oft schadet es sogar sehr […] Deshalb lasst uns mit allen Freunden Gottes unseren Sünden und unseren Sorgen sterben, unserer verirrten Eigenliebe einen Fußtritt geben und darauf bedacht sein, die glühende Liebe Christi in uns wachsen zu lassen.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

Tagesevangelium – 29.08.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus – Mk 6,17-29

Hier zum Nachhören

Herodes hatte Johannes festnehmen und ins Gefängnis werfen lassen. Schuld daran war Herodias, die Frau seines Bruders Philippus, die er geheiratet hatte. Denn Johannes hatte zu Herodes gesagt: Du hattest nicht das Recht, die Frau deines Bruders zur Frau zu nehmen.
Herodias verzieh ihm das nicht und wollte ihn töten lassen. Sie konnte ihren Plan aber nicht durchsetzen, denn Herodes fürchtete sich vor Johannes, weil er wusste, dass dieser ein gerechter und heiliger Mann war. Darum schützte er ihn. Sooft er mit ihm sprach, wurde er unruhig und ratlos, und doch hörte er ihm gern zu. Eines Tages ergab sich für Herodias eine günstige Gelegenheit. An seinem Geburtstag lud Herodes seine Hofbeamten und Offiziere zusammen mit den vornehmsten Bürgern von Galiläa zu einem Festmahl ein. Da kam die Tochter der Herodias und tanzte, und sie gefiel dem Herodes und seinen Gästen so sehr, dass der König zu ihr sagte: Wünsch dir, was du willst; ich werde es dir geben. Er schwor ihr sogar: Was du auch von mir verlangst, ich will es dir geben, und wenn es die Hälfte meines Reiches wäre. Sie ging hinaus und fragte ihre Mutter: Was soll ich mir wünschen? Herodias antwortete: Den Kopf des Täufers Johannes. Da lief das Mädchen zum König hinein und sagte: Ich will, dass du mir sofort auf einer Schale den Kopf des Täufers Johannes bringen lässt. Da wurde der König sehr traurig, aber weil er vor allen Gästen einen Schwur geleistet hatte, wollte er ihren Wunsch nicht ablehnen. Deshalb befahl er einem Scharfrichter, sofort ins Gefängnis zu gehen und den Kopf des Täufers herzubringen. Der Scharfrichter ging und enthauptete Johannes. Dann brachte er den Kopf auf einer Schale, gab ihn dem Mädchen, und das Mädchen gab ihn seiner Mutter. Als die Jünger des Johannes das hörten, kamen sie, holten seinen Leichnam und legten ihn in ein Grab.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Gefeiert am 28. August

Hl. Augustinus – Bischof von Hippo Regius, Kirchenlehrer

* 13. November 354 in Thagaste in Numidien, dem heutigen Souk Ahras in Algerien
† 28. August 430 in Hippo Regius in Numidien, dem späteren Bône, heutigen Annaba in Algerien

Über Augustinus sind wir gut unterrichtet durch seine „Bekenntnisse“ (Confessiones), in denen er seine Irrwege bekennt und die Führung Gottes preist. Er war der Sohn des Heiden Patricius und der Christin Monika (hl., 27.8.), wurde in Tagaste geboren, studierte in Madaura und Karthago und wurde Lehrer der Rhetorik in Tagaste und Karthago. 383 siedelte er nach Rom über, 384 begann er seine Lehrtätigkeit in Mailand. Mailand wurde für sein leidenschaftliches Herz und seinen suchenden Geist entscheidend. Er las Platon und lernte den Bischof Ambrosius kennen. In der Osternacht 387 empfing er die Taufe. Schon vorher hatte er sich von jener gewiss ungewöhnlichen Frau getrennt, mit der er vierzehn Jahre gelebt hatte. Nun löste er sich auch von seiner Karriere und seinem Besitz. Er kehrte nach Tagaste zurück und begann mit einigen Freunden ein klosterähnliches Leben zu führen. Aber bald „entdeckte“ ihn der Bischof von Hippo und weihte ihn 391 zum Priester. Nach dem Tod des Bischofs wurde Augustinus sein Nachfolger in Hippo. Er lebte nun mit einigen Klerikern zusammen, für die er auch eine Regel schrieb; sie enthält grundlegende Normen für das Zusammenleben einer religiösen Gemeinschaft; auch heute noch liegt sie den Regeln vieler Ordensgemeinschaften zugrunde. Augustinus starb 430, während die Vandalen seine Bischofsstadt belagerten.

Augustinus ist der bedeutendste lateinische Kirchenvater. Er schrieb außer den „Bekenntnissen“ die 22 Bücher über den Gottesstaat, philosophische und theologische Abhandlungen, Schrifterklärungen, Predigten und Briefe. Die Philosophie und Theologie des Westens, aber auch die Frömmigkeit stehen bis heute unter seinem Einfluss.

Zu dir hin geschaffen

„Groß bist du, Herr, und über alles Lob erhaben. Und da will der Mensch dich preisen, dieser winzige Teil deiner Schöpfung. Du selbst regst ihn dazu an; denn du hast uns zu dir hin geschaffen, und unruhig ist unser Herz, bis es ruht in dir.“

„Sag mir in der Fülle deiner Erbarmung, mein Herr und mein Gott, was du mir bist! Sag zu meiner Seele: Dein Heil bin ich. Sag es so, dass ich es höre!“ (Augustinus, Bekenntnisse)

 

Hl. Julianus von Brioude – Märtyrer

* in Vienne in Frankreich
† 304 in Brioude in Frankreich

Julianus, wohl Soldat der kaiserlichen Armee, soll in der Verfolgung durch Diokletian nach Brioude geflohen sein, wo er durch Enthauptung hingerichtet wurde.

Gregor von Tours besuchte schon in seiner Jugend Julianus‘ Grab. Er berichtet, dass eine Frau zum Grab des Märtyrers kam mit der Bitte, ihren in Trier gefangen gehaltenen Mann gesund wiederzusehen; nach deren Erfüllung erbaute sie neben dem Grab eine Zelle. Das Grab des Julianus in Brioude war neben dem Grab des hl. Martin in Tours das meist besuchte Pilgerziel in Gallien. Wein und Staub vom Grab und Wasser aus der Quelle neben der Stätte seiner Enthauptung galten als kostbare Heilmittel. Viele Kirchen in Frankreich wurden unter sein Patronat gestellt, sein Haupt wurde in Vienne verehrt.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

28.08.2019 – Mittwoch der 21. Woche im Jahreskreis

Hl. Bernhard (1091-1153) Zisterziensermönch und Kirchenlehrer

„Erschaffe mir, Gott, ein reines Herz“ (Ps 51(50),12)

„Zerreißt eure Herzen, nicht eure Kleider“, sagt der Prophet (Joel 2,13). Ist einer unter euch, der besonders an Verstocktheit leidet? Er zerreiße sein Herz mit dem Schwert des Geistes (vgl. Eph 6,17), das nichts anderes ist als das Wort Gottes! Er zerreiße sein Herz und zermalme es zu Staub, denn nur mit einem zerbrochenen Herzen kann man sich zum Herrn bekehren (vgl. Ps 51(50),19) […] Höre einen Mann, den Gott nach seinem Herzen gefunden hat: „Mein Herz ist bereit, o Gott, mein Herz ist bereit“ (Ps 57(56),8). Er ist bereit für Widrigkeiten, er ist bereit für Wohlstand, er ist bereit für niedere Dienste, er ist bereit für erhabene; er ist bereit für das, was du befiehlst […] „Mein Herz ist bereit, o Gott, mein Herz ist bereit“. Wer ist, wie David, bereit, hinauszuziehen und zurückzukehren und zu gehen nach dem Willen des Königs? (vgl. 2 Sam 5,2). David sagte weiter in Bezug auf die Sünder: „Erstarrt wie Fett ist ihr Herz; ich aber betrachte dein Gesetz“ (vgl. Ps 118,70 im Hebr. u. Vulg.). Die Härte des Herzens, der Starrsinn des Geistes entstehen, wenn wir unseren eigenen Willen betrachten, anstatt das Gesetz Gottes zu betrachten.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria