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10.08.2019 – Fest des Hl. Laurentius

Hl. Augustinus (354-430) Bischof von Hippo und Kirchenlehrer

„Wer an seinem Leben hängt, verliert es; wer aber sein Leben in dieser Welt geringachtet, wird es bewahren bis ins ewige Leben“

In der Kirche von Rom versah der selige Laurentius den Dienst des Diakons. Dort teilte er den Gläubigen das heilige Blut Christi aus, und dort vergoss er sein eigenes Blut für den Namen Christi […] Der heilige Apostel Johannes legte das Mysterium des Herrenmahls in voller Klarheit dar, als er sagte: „Jesus hat für uns sein Leben hingegeben. So müssen auch wir für die Brüder das Leben hingeben“ (vgl. 1 Joh 3,16). Der heilige Laurentius hat das verstanden, meine Brüder; er hat es verstanden und danach gehandelt. Er bereitete dieses Opfer durch das vor, was er von dieser Tafel empfangen hatte. Er liebte Christus in seinem Leben, er ahmte ihn nach in seinem Tod. Auch wir, meine Brüder, müssen ihn nachahmen, wenn wir ihn wirklich lieben. Der beste Beweis, den wir ihm für unsere Liebe geben können, ist die Nachahmung seines Vorbildes. „[…] denn auch Christus hat für euch gelitten und euch ein Beispiel gegeben, damit ihr seinen Spuren folgt“ (1 Petr 2,21) […] Im Garten des Herrn gibt es alle möglichen Arten von Blumen: nicht nur die Rosen der Märtyrer, sondern auch die Lilien der Jungfrauen, das Efeu der Eheleute, die Veilchen der Witwen. Überhaupt niemand, meine Lieben, muss an seiner Berufung zweifeln, denn für alle hat der Herr gelitten […] Wir müssen also verstehen, wie der Christ, auch ohne sein Blut zu vergießen, ohne sich den Leiden des Martyriums zu stellen, Christus nachfolgen soll. Der Apostel Paulus sagt im Hinblick auf Christus den Herrn: „Er war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest, wie Gott zu sein“. O welche Hoheit! „Sondern er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich“ (Phil 2,6ff.). O welche Erniedrigung! Christus „erniedrigte sich“: Sieh, Christ, welches Mittel dir hier geboten wird. „Christus war gehorsam“ (vgl. Phil 2,8): Warum also bist du stolz? […] Dann aber, nachdem er sich bis zum Ende erniedrigt und den Tod besiegt hatte, ist Christus in den Himmel aufgestiegen: Folgen wir ihm.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

Tagesevangelium – 10.08.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes – Joh 12,24-26

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Amen, amen, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht.
Wer an seinem Leben hängt, verliert es; wer aber sein Leben in dieser Welt gering achtet, wird es bewahren bis ins ewige Leben. Wenn einer mir dienen will, folge er mir nach; und wo ich bin, dort wird auch mein Diener sein. Wenn einer mir dient, wird der Vater ihn ehren.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Gefeiert am 9. August

Hl. Teresia Benedicta vom Kreuz (Edith Stein) Ordensfrau und Märtyrin

* 12. Oktober 1891 in Breslau, heute Wrocław in Polen
† 9. August 1942 in Auschwitz, heute Oświęcim in Polen

Edith Stein wurde am 12. Oktober 1891 als Kind jüdischer Eltern in Breslau geboren. Sie studierte (1916-1918 in Freiburg) Philosophie. Nach langem Suchen fand sie den durch ihre Studien verlorenen Gottesglauben wieder. Schließlich wandte sie sich der katholischen Kirche zu; ausschlaggebend dafür war die Lektüre der Autobiographie Teresas von Avila. Am 1. Januar 1922 wurde sie getauft. Ihren Lehrberuf und ihre wissenschaftliche Arbeit verstand sie fortan als Gottesdienst. 1933 trat sie in den Kölner Karmel ein. Im Sinne des von ihr gewünschten Ordensnamens Teresia Benedicta  a Cruce (vom Kreuz) opferte sie ihr Leben für das deutsche und das jüdische Volk auf. Wegen der Judenverfolgung verließ sie Deutschland und fand am Silvestertag 1938 Aufnahme im Karmel von Echt in den Niederlanden. Am 2. August 1942 wurde sie von den nationalsozialistischen Machthabern verhaftet, in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau (Polen) deportiert und wahrscheinlich am 9. August durch Giftgas ermordet. Papst Johannes Paul II. sprach sie am 1. Mai 1987 im Köln selig und am 11. Oktober 1998 in Rom heilig. Edith Stein ist mit der hl. Birgitta von Schweden Patronin Europas.

 

Hl. Hathumar – erster Bischof von Paderborn

* in Sachsen
† 9. August 815 in Paderborn in Nordrhein-Westfalen

Hathumar, aus sächsischem Adel stammend, wurde als Geisel infolge der Sachsenkriege in Würzburg erzogen. Karl der Große setzte ihn wohl 806/807 als ersten Bischof von Paderborn ein. Er vollendete den Dombau und wirkte mit bei der Gründung des Klosters Hethi (Hethis), wohl beim heutigen Holzhausen-Externsteine im Jahr 815, das 822 nach Corvey verlegt wurde.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

09.08.2019 – Fest der Hl. Teresia Benedicta vom Kreuz

Hl. Gertrud von Helfta (1256-1301) Benediktinerin

O unwandelbar beständige Liebe, kühn und unüberwindlich, deine Klugheit soll mich lehren, mit unbesiegbarer Standhaftigkeit Jesus zu lieben und ihm mit unbesiegter Beharrlichkeit zu dienen. Und da du mich aufweckst, mich in Bewegung bringst, will ich immer bereit sein, falls mein Herr in der ersten oder zweiten Nachtwache kommt, damit ich nicht träge bin und nicht schlafe, wenn um Mitternacht der Ruf erschallt (vgl. Lk 12,38), vielmehr mit deiner Hilfe, unter deiner Führung, in würdiger Weise mit dem Lamm eintrete zur Hochzeit. Ja und da du vorsorgst, wird sich dann meine Lampe finden voll mit dem Öl der Barmherzigkeit, voll von der Flamme der Liebe, voll vom strahlenden Licht der Werke lebendigen Glaubens, so dass ich durch dich die Freuden ewigen Lebens besitze (vgl. Mt 25,1–3). Mein süßester Jesus, über alles geliebter Bräutigam, wecke jetzt meinen trägen Geist zu dir hin auf, stelle durch deinen Tod für mich wieder ein Leben her, das dir allein lebt. Schenke mir einen Lebenswandel, der in einer würdigen Weise dem Preis deines Blutes entspricht. Schenke mir einen Geist, der dich versteht, einen Sinn, der dich fühlt, eine Seele, die deinen Willen erkennt, Kraft, die das vollendet, was dir besonders gefällt, Beständigkeit, die mit dir ausharrt. Ja und in der Stunde meines Todes öffne mir unverzüglich den Eingang zu deinem allergütigsten Herzen, damit ich vollkommen ungehindert eintreten darf in das Brautgemach deiner lebendigen Liebe, wo ich dich genießen, dich besitzen kann, o du meines Herzens wahre Freude. Amen.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

Tagesevangelium – 09.08.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 16,24-28

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, wird es gewinnen. Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben einbüßt? Um welchen Preis kann ein Mensch sein Leben zurückkaufen? Der Menschensohn wird mit seinen Engeln in der Hoheit seines Vaters kommen und jedem Menschen vergelten, wie es seine Taten verdienen.
Amen, ich sage euch: Von denen, die hier stehen, werden einige den Tod nicht erleiden, bis sie den Menschensohn in seiner königlichen Macht kommen sehen.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Gefeiert am 8. August

Hl. Dominikus – Priester und Ordensgründer

* 1170 in Caleruega bei Burgos in Spanien
† 6. August 1221 in Bologna in Italien

Dominikus wurde zu Caleruega in Spanien aus der adeligen Familie Guzman geboren. Zu Palencia studierte er die schönen Wissenschaften und Theologie. Bei diesen Studien machte er sehr gute Fortschritte. Zunächst wurde er Regularkanoniker an der Kirche zu Osma, dann der Stifter des Ordens der Predigerbrüder. Als seine Mutter seiner Geburt entgegensah, schien es ihr im Traum einmal, sie trage in ihrem Schoß ein Hündlein mit einer Fackel im Maul, mit der dieses dann nach seiner Geburt die ganze Welt in Brand steckte. Durch diesen Traum wurde darauf hingewiesen, wie durch das Licht seiner Heiligkeit und Gelehrsamkeit die Völker zur christlichen Frömmigkeit angefeuert werden sollten. Der Erfolg bestätigte die Wahrheit dieses Traumes. Er tat das nämlich selbst in eigener Person und erreichte es auch später durch seine Ordensbrüder.

Seine Fähigkeiten und seine Tüchtigkeit zeigte sich vor allem bei der Bekämpfung der Irrlehrer, die durch schlimme Lehren die Bewohner von Toulouse zu verführen suchten. Mit dieser Aufgabe war er sieben Jahre lang beschäftigt. Dann kam er mit dem Bischof von Toulouse nach Rom zum Laterankonzil, damit der Orden, den er gegründet, von Innozenz III. die Bestätigung erhalte. Während man noch darüber beriet, kehrte Dominikus auf die Mahnung des Papstes hin zu den Seinen zurück, um sich eine Regel zu wählen. Nach Rom zurückgekehrt erlangte er von Honorius III., dem unmittelbaren Nachfolger des Innozenz, die Bestätigung des Predigerordens. Zu Rom gründete er zwei Klöster, eins für Männer und eins für Frauen. Auch erweckte er drei Tote zum Leben und wirkte noch viele andere Wunder; so begann der Predigerorden sich wunderbar auszubreiten.

Durch seine Bemühungen entstanden überall in der Welt Klöster, und zahllose Menschen begannen ein heiliges, frommes Leben. Da fiel er im Jahre des Heils 1221 zu Bologna in eine Fieberkrankheit. Er erkannte, dass er daran sterben werde, rief darum seine Brüder und Schüler im Orden zusammen und ermahnte sie zur Reinheit und Unschuld. Alsdann hinterließ er ihnen als sicheres Erbteil in seinem Testament die Liebe, die Demut und die Armut. Unter den Gebeten seiner Brüder entschlief er im Herrn bei den Worten: Kommt, ihr Heiligen Gottes, eilt ihm entgegen, ihr Engel! Es war am 6. August. Gregor IX. nahm ihn später in die Zahl der Heiligen auf.

Kirchengebet

O Gott, Du ließest in Deiner Huld Deine Kirche erleuchten durch die Verdienste und Lehren Deines hl. Bekenners Dominikus; gib, dass sie seine Fürbitte der zeitlichen Hilfe nie entbehre und allezeit im Geistigen wachse. Durch unsern Herrn.

Quelle: Römisches Brevier 1950, Schott-Messbuch

 

Hl. Altmann von Passau – Bischof von Passau

* 1015 in Westfalen
† 8. August 1091 in Zeiselmauer, heute Teilort von Zeiselmauer-Wolfpassing bei Wien in Österreich

Altmann stammte aus einem Adelsgeschlecht, war Schüler in Paderborn, studierte in Paris und an anderen europäischen Universitäten und wurde Lehrer an der Domschule in Paderborn. Um 1051 wurde er Hofkaplan bei Kaiser Heinrich III. und Stiftspropst in Aachen, nach dessen Tod 1056 begleitete er die Witwe Agnes nach Passau. 1064 nahm er an der großen deutschen Palästinawallfahrt teil. 1065 wurde er auf Wunsch der Kaiserin Agnes Bischof von Passau. Als einer von wenigen deutschen Bischöfen unterstützte er die Reformen von Papst Gregor VII. zur Abschaffung der Laieninvestitur und – unter teilweise tumultartigem Widerspruch des Klerus – zur Durchsetzung des Zölibats.

Nachdem Altmann 1077 im Investiturstreit die Absetzung von Kaiser Heinrich IV. unterstützt hatte, zerbrach sein zunächst gutes Verhältnis zum Kaiser. Altmann blieb der Wormser Versammlung 1076 fern und nahm als päpstlicher Legat an den Verhandlungen der Fürstenopposition in Ulm und Tribur – dem heutigen Trebur bei Groß-Gerau – teil; 1077 befand er sich im Gefolge des Gegenkönigs Rudolf. Anfang 1078 wurde Passau von Heinrich IV. besetzt, Altmann musste vor dem um seine Macht Kämpfenden fliehen und fand Zuflucht in dem von ihm 1070 gestifteten Stift Göttweig im österreichischen Teil der Diözese Passau. Er trat 1079 auf der Fastensynode in Rom gegen Heinrich auf, blieb anscheinend ein Jahr lang in Rom und wurde auf der Fastensynode 1080 von Gregor VII. zum ständigen päpstlichen Legaten in Deutschland bestellt; dabei wirkte er mit Wilhelm von Hirsau im Sinne der Reformen von Hirsau zusammen und versuchte 1080 – vergeblich – in Konstanz einen Gegenbischof einzusetzen.

Altmann konnte nicht nach Passau zurückkehren, sein Einfluss blieb auf den Ostteil seiner Diözese beschränkt, wo ihn Markgraf Leopold II. von Österreich unterstützte. 1085 setzte Kaiser Heinrich IV. ihn formell als Bischof ab, er beharrte aber auf seinen Anspruch und amtierte bis zu seinem Tod in Göttweig. Hier weihte er 1083 das Kloster (Stift), wo er dann bestattet wurde. Sein Reformwerk kam nur im von Herzog Welf I. von Bayern gegründeten, ab 1085 von Mönchen aus St. Nikola in Passau und aus St. Pölten besiedelten Kloster Rottenbuch in Bayern zu stetiger Entfaltung. Weiheakte in Lambach 1089 und in Salzburg 1090 sind die letzten Nachrichten.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

Tagesevangelium – 08.08.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 16,13-23

In jener Zeit, als Jesus in das Gebiet von Cäsarea Philippi kam, fragte er seine Jünger: Für wen halten die Leute den Menschensohn? Sie sagten: Die einen für Johannes den Täufer, andere für Elija, wieder andere für Jeremia oder sonst einen Propheten. Da sagte er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Simon Petrus antwortete: Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes! Jesus sagte zu ihm: Selig bist du, Simon Barjona; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel. Ich aber sage dir: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen. Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein. Dann befahl er den Jüngern, niemand zu sagen, dass er der Messias sei. Von da an begann Jesus, seinen Jüngern zu erklären, er müsse nach Jerusalem gehen und von den Ältesten, den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten vieles erleiden; er werde getötet werden, aber am dritten Tag werde er auferstehen. Da nahm ihn Petrus beiseite und machte ihm Vorwürfe; er sagte: Das soll Gott verhüten, Herr! Das darf nicht mit dir geschehen! Jesus aber wandte sich um und sagte zu Petrus: Weg mit dir, Satan, geh mir aus den Augen! Du willst mich zu Fall bringen; denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Schwert-Killer Mohammed

Mann tötete Deutsch-Kasachen Wilhelm L. offenbar, damit seine Asyl-Lüge nicht auffliegt.

Stuttgart. Es war eine zutiefst grausame Tat: Mitten auf der Straße tötete der Asylwerber Issa Mohammed (28) in Stuttgart den Deutsch-Kasachen Wilhelm L. – mit einem Schwert. Immer wieder schlug er auf seinen ­früheren Mitbewohner ein.

Streit mit allen. In der deutschen Bild schildert ein Ex-Bewohner der WG, in der Täter und Opfer lebten, wie aggressiv Mohammed war. „Issa hatte immer mit allen Streit. Jeden Tag, das war normal“, sagt Senanu A. Anderen habe er das Essen weggenommen und deren Kleidung angezogen. „Er hatte zwei Monate keine Miete bezahlt, im Mai zog Issa aus“, so sein Ex-Mitbewohner. Das spätere Opfer soll sich beim Vermieter über Issa Mohammed beschwert haben. Dessen Motiv laut Bild: Er hatte sich bei den Behörden als Syrer ausgegeben, stamme aber eigentlich aus Jordanien. Mohammed hatte L. wohl in Verdacht, sein Geheimnis zu verraten. Er habe den Mord gestanden und zugegeben, bei der Nationalität gelogen zu haben, heißt es aus Ermittlerkreisen.

Quelle & Bild: oe24

Gefeiert am 7. August

Hl. Xystus (Sixtus) II., Papst, und Gefährten, Märtyrer

* in Athen in Griechenland
† 6. August 258 in Rom

Xystus (so die griechische Form, lateinische Umbildung Sixtus) war Papst von 257-258. Er fiel der Verfolgung des Kaisers Valerian zum Opfer, die sich vor allem gegen kirchliche Amtsträger richtete. Der heilige Bischof Cyprian von Karthago, der noch im gleichen Jahr dieser Verfolgung zum Opfer fallen sollte, berichtet, Xystus sei in der Kallistus-Katakombe mit vier Diakonen (darunter Laurentius, s. 10.8.) verhaftet und sogleich enthauptet worden.

Sixtus und Laurentius sind Kanon-Heilige,  d.h. Heilige der katholischen Kirche, deren Namen im Kanon der tridentinischen hl. Messe, dem heutigen ersten Eucharistischen Hochgebet, genannt werden.

 

Hl. Kajetan – Ordensgründer

* im Oktober 1480 in Thiene bei Vicenza in Italien
† 7. August 1547 in Neapel in Italien

Kajetan (Gaetano von Thiene), geboren 1480 in Vicenza, studierte Rechtswissenschaften in Padua und wurde 1504 Doktor der beiden Rechte. Unter Julius II. wurde er Protonotar der römischen Kurie. Nach seiner Priesterweihe 1516 kehrte er nach Vicenza zurück; wenige Jahre später gründete er in Venedig ein Spital für unheilbare Kranke, denen er auch selbst mit großer Hingabe diente. 1521 kehrte er nach Rom zurück und gründete zusammen mit Giampietro Caraffa, dem späteren Papst Paul IV., eine Kongregation von Regularklerikern, die in Armut leben und der religiösen Bildung des Klerus und des Volkes dienen sollten. Die Kongregation erhielt den Namen Theatiner, weil Caraffa um diese Zeit Bischof von Theate war; man nannte sie auch Kajetaner. Als 1527 deutsche und spanische Söldner Rom verwüsteten, wurde auch das Haus der Theatiner zerstört. Sie konnten nach Venedig flüchten und dort ihre Arbeit fortsetzen. Seine letzten Jahre verbrachte Kajetan in Neapel, wo er nach einem Leben der Buße, des ständigen Gebets und selbstloser Nächstenliebe am 7. August 1547 starb. Nach seinem Tod breiteten sich die Theatiner rasch aus (Nieder­lassungen auch in München und Salzburg).

Christus näher kommen

„Ich sehe Christus arm und mich reich, ihn verachtet und mich geehrt. Ich will ihm einen Schritt näher kommen und habe deshalb beschlossen, alles aufzugeben, was ich noch an zeitlichen Gütern besitze.“ (Kajetan, Brief an seine Verwandten)

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria