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Gefeiert am 13. Mai

Gedenktag Unsere Lieben Frau in Fatima

Am 13. Mai 1917 hüteten drei Kinder eine kleine Herde in der Nähe von Fátima: die 10 Jahre alte Lúcia de Jesus, ihr neunjähriger Vetter Francisco Marto und dessen siebenjährige Schwester Jacinta Marto. Die Kinder besuchten keine Schule, Lucia musste schon seit einem Jahr die kleine Schafherde hüten, nachdem ihr alkoholabhängiger Vater einen Teil des Vermögens seiner achtköpfigen Familie verbraucht hatte.

Jacinta und Francisco schlossen sich mit ihren Schafen der größeren Lúcia an. Um die Mittagszeit, als sie wie gewöhnlich den Rosenkranz gebetet hatten, sahen sie plötzlich ein strahlendes Licht, das sie für einen Blitz hielten. Sie wollten fliehen, aber sogleich erhellte ein zweiter Blitz die Stelle, und über einer kleinen Steineiche sahen sie eine Dame, strahlender als die Sonne, die einen weißen Rosenkranz in Händen hielt. Die Dame ermahnte die Kinder, viel zu beten, und lud sie ein, in den fünf folgenden Monaten jeweils am 13. zur selben Stunde wieder zur selben Stelle zu kommen. Tatsächlich erschien ihnen die Dame jeweils am 13. Juni, Juli, September und Oktober erneut und sprach mit ihnen. Am 19. August hatten sie die Erscheinung etwa 500 m von ihrem Heimatort Aljustrel bei Fátima entfernt, weil die Kinder an diesem Tag vom Bezirksvorsteher festgehalten wurden.

Bei der letzten Erscheinung am 13. Oktober, als rund 70.000 Menschen anwesend waren, sagte ihnen die Dame, dass sie Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz sei und dass man ihr zur Ehre eine Kapelle an dieser Stelle bauen solle. Nach der Erscheinung konnten alle Anwesenden das den Kindern schon im Juli und September versprochene Wunder sehen: die Sonne, die einer Silberscheibe ähnlich wurde, konnte man ohne Schwierigkeit ansehen. Sie drehte sich um sich selbst wie ein Feuerrad, und es schien, als würde sie auf die Erde herabstürzen. Drei Offenbarungen wurden den Kindern zuteil, deren letzte als Geheimnis von Fátima Jahrzehnte lang auch zu vielen Spekulationen Anlass gab.

Unter dem Pseudonym Visconde de Montelo verfasste der Lissaboner Theologieprofessor Nuñes Formigão 1927 eine Zusammenfasung der Protokolle der Marienbotschaften von Fátima. Der Schweizer Theologe Otto Karrer beurteilt diese Botschaften als Projektion der Kinder auf Grund der ihnen von ihrer Mutter erzählten Berichte der Marienerscheinungen von La Salette bei Grenoble in Frankreich, wo Maria schon 1846 Hirtenkindern erschienen war.

Nach dem frühen Tod von Francisco und Jacinta trat Lúcia 1921 in Porto in das Kollegium der Dorotheenschwestern ein, später schloss sie sich den Dorotheenschwestern in Tuy / Tui in Spanien an, wo sie Maria Lúcia von den Schmerzen genannt wurde. Danach erschien ihr Unsere Liebe Frau noch drei Mal: am 10. Dezember 1925 und am 15. Februar 1926 im Konvent von Pontevedra in Spanien sowie in der Nacht vom 13. auf 14. Juni 1929 im Konvent von Tuy / Tui. Sie erbat die Andacht der fünf ersten Samstage: den Rosenkranz beten, die 15 Geheimnisse des Rosenkranzes betrachten, die Beichte und die Kommunion zur Sühne für die Sünden, die gegen das Unbefleckte Herz Mariä begangen werden sowie die Weihe Russlands an das Unbefleckte Herz Mariens. Diese Bitte hatte die Erscheinung schon am 13. Juli 1917 ausgesprochen im sogenannten Geheimnis von Fátima.

1948 ging Maria Lúcia nach Coimbra und wurde Karmeliterin im Karmel der Teresa von Ávila, wo sie den Namen Maria Lúcia vom Unbefleckten Herzen annahm. Als Papst Paul VI. 1967 zum 50. Jahrestag der Erscheinungen in Fátima weilte, durfte auch Maria Lucia bei den Feierlichkeiten zugegen sein, ebenso als Papst Johannes Paul II. am 13. Mai 1982 in Fátima weilte.

Der 13. Mai wurde im Jahr 2002 ins neue Missale Romanum aufgenommen als nicht gebotener Gedenktag Unserer Lieben Frau in Fátima. Der Leichnam von Lúcia wurde 2006 in Fátima neben dem ihrer Kusine Jacinta beigesetzt.

Papst Pius XII. vollzog 1942 die Weihe der Welt an das Unbefleckte Herz Mariä, die Unsere Liebe Frau von Fátima ausdrücklich gewünscht hatte. Zwei Jahre später ordnete er für die ganze katholische Kirche das Fest vom Unbefleckten Herzen Mariä am 22. August an und im Heiligen Jahr 1950 verkündete er das Dogma von der leiblichen Aufnahme der Maria in den Himmel.

 

Hl. Andreas Hubert Fournet – Pfarrer und Ordensgründer

* 6. Dezember 1752 in Maillé bei Tours in Frankreich
† 13. Mai 1834 in Poitiers in Frankreich

Nach vielen Schwierigkeiten in seiner Jugendzeit und erfolglosem Studium wurde Andreas Hubert doch noch Pfarrer in seinem Heimatort und nahm am Leben der feinen Gesellschaft teil. Die Begegnung mit einem Bettler wandelte ihn um, fortan lebte er in strengster Armut. In der französischen Revolution verweigerte er den Eid auf die Zivilkonstitution, war aber weiterhin als Priester tätig. Auf Anweisung seines Bischofs musste er 1792 nach Spanien fliehen, nach dem Tod des Revolutionsführers und Diktators Robespierre konnte er 1797 zurückkehren. Er gründete zusammen mit Elisabeth Bichier die Kongregation der „Kreuztöchter vom heiligen Andreas“ zur Armen- und Krankenpflege, die 1867 vom Papst bestätigt wurde. 1820 bis 1832 leitete er den Orden vom Mutterhaus in La Puye aus.

Andreas-Schwestern gibt es heute in den romanischen Ländern und in Kanada.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

13.05.2019 – Montag der 4. Osterwoche

Hl. Johannes Klimakos (575-650) Mönch auf dem Sinai

Hirte in der Nachfolge des einzigen Hirten

Ein Hirte im eigentlich Sinne ist, wer fähig ist, die verlorenen vernunftbegabten Schafe durch Arglosigkeit, eigenen Eifer und Gebet zu suchen und aufzurichten. Ein Steuermann ist, wer von Gott und durch eigene Anstrengungen geistige Kraft erhielt und es vermag, das Schiff nicht nur den hohen Wellen, sondern auch dem Abgrund selbst zu entreißen. Ein Arzt ist, wer Leib und Seele gesund hat und für sie kein Pflaster benötigt. Ein guter Steuermann wird das Schiff retten und ein guter Hirte die kranken Schafe beleben und aufrichten. Umso folgsamer die Schafe ohne zu säumen dem Hirten nachfolgen und Fortschritte machen, desto mehr rechtfertigt er sie vor dem Hausherrn. Der Hirt sollte die zögernden und fressgierigen Schafe, die zurückbleiben, mit den Steinen des Wortes bewerfen, da ja auch dies ein Merkmal eines guten Hirten ist. Den wahren Hirten wird die Liebe ausweisen, denn aus Liebe wurde der Hirt gekreuzigt.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

Tagesevangelium – 13.05.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes – Joh 10,1-10

In jener Zeit sprach Jesus: Amen, amen, das sage ich euch: Wer in den Schafstall nicht durch die Tür hineingeht, sondern anderswo einsteigt, der ist ein Dieb und ein Räuber. Wer aber durch die Tür hineingeht, ist der Hirt der Schafe. Ihm öffnet der Türhüter, und die Schafe hören auf seine Stimme; er ruft die Schafe, die ihm gehören, einzeln beim Namen und führt sie hinaus.
Wenn er alle seine Schafe hinausgetrieben hat, geht er ihnen voraus, und die Schafe folgen ihm; denn sie kennen seine Stimme.Einem Fremden aber werden sie nicht folgen, sondern sie werden vor ihm fliehen, weil sie die Stimme des Fremden nicht kennen. Dieses Gleichnis erzählte ihnen Jesus; aber sie verstanden nicht den Sinn dessen, was er ihnen gesagt hatte.
Weiter sagte Jesus zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Ich bin die Tür zu den Schafen.
Alle, die vor mir kamen, sind Diebe und Räuber; aber die Schafe haben nicht auf sie gehört.
Ich bin die Tür; wer durch mich hineingeht, wird gerettet werden; er wird ein- und ausgehen und Weide finden. Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten; ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Kampf gegen Viel-Ehen in Österreich

Auf Polygamie steht bei uns drei Jahre Haft. Trotzdem steigt Zahl der Vielehen.

(Wien) Allein in den vergangenen zwei Jahren wurden in Österreich 40 Fälle von Mehrfachehen angezeigt. Seit 2002 waren es 501. 60 Personen wurden seither verurteilt. Das Justizministerium bestätigte gegenüber ÖSTERREICH  diese Zahl. Islam-Experte Amer Bayati hält die Dunkelziffer aber für weitaus höher: „Vorm Standesamt wird eine Frau geheiratet, die Zweit- oder Dritt-Ehe wird danach in der Moschee vor dem Imam geschlossen“, so Bayati.

Als offizielle Ehefrauen werden sie bei den österreichischen Behörden schließlich nicht gemeldet, sagt der Experte: „Bei vielen islamischen Zeremonien sind auch keine Trauzeugen dabei.“ Deshalb sei die Beweisführung wegen Bi- oder Polygamie kaum oder nur sehr schwer durchführbar: „Offiziell sind die Zweit- und Drittfrauen dann Cousinen.“

Einbürgerung

Ausgelöst wurde die Diskussion um Mehrfachehen zuletzt durch einen Fall in Deutschland: Der 40-jährige Syrer Abboud Sweid ist mit drei Frauen verheiratet, hat 13 Kinder, kassiert für alle Familien Kindergeld: 3.759 Euro pro Monat. Die Frauen hat er bereits in Syrien geheiratet. Nun will der Flüchtling samt Ehefrauen in  Deutschland eingebürgert werden.

In Wien rief zuletzt Imam Ahmad Nasser in der Al-Fath-Moschee im 15. Bezirk zur Vielehe auf: „Gerechtigkeit ist nicht so einfach, aber wer das schafft, kann mehrere Frauen heiraten“, so der Imam.

Quelle: oe24 Bild: © TZOe Daneshmandi Laila/Symbolbild

ISLAM BEDEUTET EROBERUNG UND UNTERWERFUNG

Am 16.03.2019 fand in München eine Demonstration der Bürgerbewegung Pax Europa statt. Dabei las Michael Stürzenberger zwei hitzigen Muslimen aus dem Koran vor.

Die Führer der Christenheit (in Kirche und Politik) wären schon längst und schon immer berufen gewesen, den Islam, dieses schnaubende Ungeheuer, in aller Offenheit und Furchtlosigkeit aufs entschiedenste zu bekämpfen und alle Welt zu tatkräftigem Widerstand sowohl gegen seinen Bestand wie vor allem gegen seine Ausbreitung aufzurufen. Stattdessen verpassen sie ihm seit nunmehr Jahrzehnten dauernd den Anstrich einer valablen, wenn nicht gar gleichwertigen, Religion, die überall auf der Welt ihren Platz neben der jüdischen und der christlichen (et alia) habe.

Dass wir diese gegenwärtigen schlimmen Zustände in Europa insbesondere und darüber hinaus auf der ganzen Welt mit dem Islam haben, verdanken wir in allererster Linie dem Klerus der Kirche, der katholischen Kirche, der römisch-katholischen, apostolischen Kirche, dem Klerus hoher und höchster Stufe: Bischöfen, Kardinälen und Päpsten. Der Anfang dazu wurde gesetzt beim 2. Vatikanischen Konzil in Rom, mit der Erklärung über das Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen vom 28. Oktober 1965.

Zitat aus «Nostra Aetate»:

  1. Mit Hochachtung betrachtet die Kirche auch die Muslim, die den alleinigen Gott anbeten, den lebendigen und in sich seienden, barmherzigen und allmächtigen, den Schöpfer Himmels und der Erde (5), der zu den Menschen gesprochen hat. Sie mühen sich, auch seinen verborgenen Ratschlüssen sich mit ganzer Seele zu unterwerfen, so wie Abraham sich Gott unterworfen hat, auf den der islamische Glaube sich gerne beruft. Jesus, den sie allerdings nicht als Gott anerkennen, verehren sie doch als Propheten, und sie ehren seine jungfräuliche Mutter Maria, die sie bisweilen auch in Frömmigkeit anrufen. Überdies erwarten sie den Tag des Gerichtes, an dem Gott alle Menschen auferweckt und ihnen vergilt. Deshalb legen sie Wert auf sittliche Lebenshaltung und verehren Gott besonders durch Gebet, Almosen und Fasten.
    Da es jedoch im Lauf der Jahrhunderte zu manchen Zwistigkeiten und Feindschaften zwischen Christen und Muslim kam, ermahnt die Heilige Synode alle, das Vergangene beiseite zu lassen, sich aufrichtig um gegenseitiges Verstehen zu bemühen und gemeinsam einzutreten für Schutz und Förderung der sozialen Gerechtigkeit, der sittlichen Güter und nicht zuletzt des Friedens und der Freiheit für alle Menschen.

Mit diesem Bekenntnis und Zeugnis der höchsten Autorität der Kirche wurde der Islam vor aller Welt als eine Religionsgemeinschaft dargestellt, die durchaus Hochachtung verdient und mit der man zusammenarbeiten sollte. Und so breitete sich ab dem 28. Oktober 1965 bis 1978 unter dem Pontifikat Papst Pauls VI. und den nachfolgenden Päpsten, bei den christlichen Gläubigen die Überzeugung aus, dass die Muslime den gleichen Gott anbeten wie wir und dass sie grund-friedlich sind.

Für Einsichtige, jedenfalls für Christus- und damit Gott-Erleuchtete, ist der Islam für die heilsbedürftigen Menschen unheilbringend, ja tödlich, wie es der Krebs (eine bösartige Tumorerkrankung) ist im menschlichen Körper. Es gälte, ihn entschlossen unschädlich zu machen, global! Jedoch, die Christenführer sind größtmehrheitlich umnachtet und selbst schon vergiftet, weil sie das Licht, das in die Welt gekommen ist, um die Finsternis zu erhellen, unter den „Scheffel“ stellen und an seiner Stelle multireligiöses Feuer(blend)werk zünden. So wird das lebensgefährliche Geschwür weiter ungehindert, ja gefördert wachsen, bis es womöglich alles Noch-Gesunde in ebensolches Geschwür umgewandelt haben wird.

Doch unser wahrer Gott, JESUS CHRISTUS, wird das nicht bis zum (bittersten) Ende zulassen. ER wird eingreifen – mit Macht und Herrlichkeit! Was aber wird alles noch geschehen müssen, bis den zur Führung (und zur Christusnachfolge) Berufenen die Augen aufgehen?

Quelle: Paul Otto Schenker 11.05.2019

Gefeiert am 12. Mai

Seliger Alvaro del Portillo – Prälat des Opus Dei, Bischof

* 11. März 1914

† 23. März 1994

Alvaro del Portillo war das dritte von acht Kindern seiner mexikanischen Mutter und seines spanischen Vaters. Er wuchs in Madrid auf, studierte Tiefbauingenieurwesen und parallel Geschichtswissenschaft; in beiden Fächern wurde er abschließend promoviert. Bereits 1935 schloss er sich dem erst sieben Jahre zuvor gegründeten Opus Dei an. Vom Gründer des Opus Dei, dem hl. Josemaria Escrivà, erhielt er seine geistliche Prägung. In der beruflichen Arbeit lebte er seine christliche Berufung und führte viele Kommilitonen und Arbeitskollegen zum Glauben. 1944 wurde er zum Priester geweiht und widmete sich fortan ganz seinem pastoralen Dienst. 1946 folgte er dem hl. Josemaria nach Rom; mit ihm arbeitete er dessen ganze Lebenszeit eng zusammen. In Italien widmete er sich der Ausbreitung des Opus Dei, stellte unzähligen Menschen seine priesterlichen Dienste zur Verfügung und förderte verschiedene Bildungsinitiativen. Unter den Päpsten von Pius XII. bis Johannes Paul II. wurde er zum Mitglied oder Consultor verschiedener Behörden des Hl. Stuhls berufen und war auch während des Zweiten Vatikanischen Konzils und danach in verschiedenen Funktionen im Vatikan tätig. Nach dem Tod Escrivàs wurde del Portillo 1975 zu dessen Nachfolger an die Spitze des Opus Dei gewählt. Bei der Errichtung des Opus Dei als Personalprälatur 1982 wurde er zu dessen Prälaten, also Leiter, ernannt. 1991 wurde er vom Papst zum Bischof geweiht.

Von Anfang an widmete sich del Portillo benachteiligten Menschen. Bereits als Student hatte er mit anderen Studenten in den Armenvierteln Madrids Lebensmittel und Hilfsgüter verteilt, Katechismusunterricht gegeben und verwahrlosten Kindern geholfen. Als Prälat des Opus Dei initiierte und förderte er zahlreiche Sozial- und Bildungseinrichtungen in verschiedenen Ländern der Dritten Welt. Einen Großteil seiner Energie widmete er auch der Ausbildung und Bildung von Priestern. 1986 schrieb er: „Als Priester macht man nicht Karriere, sondern gibt sich großzügig und restlos hin – ohne Berechnung und ohne Beschränkung. So kann man ein Sämann des Friedens und der Freude werden und denen die Pforten zum Himmel öffnen, für die dieses Dienstamt bestimmt ist.“

Er starb am 23. März 1994 wenige Stunden nach der Rückkehr von einer Pilgerreise ins Heilige Land. Den Tag vorher hatte er seine letzte hl. Messe in der Kirche beim Abendmahlssaal gefeiert. Der promovierte Kirchenrechtler und Theologe hinterließ zahlreiche theologische, kirchenrechtliche und pastorale Schriften, doch auch dies: die Erinnerung an seine Güte, sein herzliches Lächeln, seine Demut, seinen übernatürlichen Mut und seinen inneren Frieden

Am 27. September 2017 wurde Alvaro del Portllo seliggesprochen.

 

Hl. Domitilla – Märtyrerin

* in Rom
† 95 auf der Insel Pandataria, heute Ventotene vor Neapel in Italien

Flavia Domitilla, Enkelin des römischen Kaisers Titus Flavius Vespasian und Frau des Konsuls Titus Flavius Clemens war Besitzerin eines Grundstücks an der Via Ardeatina in Rom, das sie der Christengemeinde in Rom zur Verfügung stellte. Diese errichtete dort den später nach ihr benannten Friedhof. Domitillas Mann soll um des Glaubens willen als Märtyrer gestorben sein, sie selbst auf die Insel Pandataria – die heutige Insel Ventotene – vor Neapel verbannt und dort zu Tode gemartert worden sein.

Flavia Domitillas Reliquien werden zusammen mit denen von Nereus und Achilleus in den nach Domitilla benannten Katakomben in Rom aufbewahrt. Das weitläufige Höhlenlabyrinth erstreckt sich über eine Länge von insgesamt 15 Kilometer. Es ist die einzige unterirdische Nekrople in Rom, die heute noch Gebeine enthält.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

Tagesevangelium – 12.05.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes – Joh 10,27-30

In jener Zeit sprach Jesus: Meine Schafe hören auf meine Stimme; ich kenne sie, und sie folgen mir. Ich gebe ihnen ewiges Leben. Sie werden niemals zugrunde gehen, und niemand wird sie meiner Hand entreißen. Mein Vater, der sie mir gab, ist größer als alle, und niemand kann sie der Hand meines Vaters entreißen. Ich und der Vater sind eins.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Zwei neue Bücher vom Papst – aber nicht von Franziskus

Zwei neue Bücher von Benedikt XVI., in denen er als Papst auftritt oder bezeichnet wird.

(Rom) Am 2. Mai kam in Italien ein neues Buch von Papst Benedikt XVI. in den Buchhandel. Ein neues Buch von „Papst“ Benedikt XVI.? An dieser Stelle dürften nicht wenige staunend innehalten, doch es entspricht den Tatsachen.

Das Buch trägt den Titel „Per amore“ (Aus Liebe) und ist im Verlag Cantagalli erschienen. Autor ist Joseph Ratzinger Benedikt XVI. So steht es auf der ersten Umschlagseite und auf dem Buchrücken. Dort steht aber noch mehr. Mitten auf der Umschlagseite findet sich, unübersehbar, die faksimilierte Unterschrift von Benedikt XVI., und zwar als „Benedictus PP XVI“.

Neues Buch von Benedictus PP XVI: „Aus Liebe“

Die Abkürzung PP steht für Pontifex Pontificum im Sinne von Pastor Pastorum, Hirte der Hirten. Jeder Priester ist Hirte, und der Römische Pontifex, der Papst, ist der Pontifex Maximus. Daraus ergibt sich auch, daß es nur einen geben kann und keinen zweiten. Die Hinzufügung PP zum Papstnamen weist den Namensträger als amtierenden Papst aus. Anders ausgedrückt: Es handelt sich in jeder formalen Hinsicht um die Unterschrift eines Papstes.

Das wirft natürlich Fragen auf. Warum läßt Benedikt XVI. sechs Jahre nach seinem Amtsverzicht ein Buch herausbringen, in dem er als Papst auftritt? Die Bezeichnung „emeritus“ fehlt. Benedikt XVI. hatte sie sich mit seinem Amtsverzicht selbst zugelegt. Dafür wurde er teils heftig getadelt, nicht aus dem Umfeld seines Nachfolgers, dort ist man dem deutschen Papst dankbar für seinen „mutigen Schritt“ zum Rücktritt. Der Tadel kommt aus den Reihen der treuen Weggefährten Benedikts XVI., besonders deutlich von seinem geschätzten Freund, Walter Kardinal Brandmüller. Kirchenrechtler wie Giuseppe Sciacca halten die Selbstdarstellung als „Papa emeritus“ sowohl juristisch als auch theologisch für „unhaltbar“. Auch Katholisches.info spricht nie vom „emeritierten Papst“, da diese Bezeichnung weder in den Evangelien noch in der Tradition noch im Kirchenrecht existiert. Sie stellt eine Anomalie und einen Traditionsbruch dar, so wie insgesamt dem in der Kirchengeschichte beispiellosen Rücktritt ein Makel anhaftet. In der Kirchengeschichte gab es zuvor nur zwei Päpste, Cölestin V. und Gregor XII., die freiwillig zurücktraten, doch keiner jener dramatischen Momente läßt sich mit jenem von Benedikt XVI. vergleichen.

Auf die Kritik von Kardinal Brandmüller reagierte Benedikt XVI. enttäuscht und mißverstanden und mit einer neuen erstaunlichen Interpretation seines Amtsverzichts.

Im Vorwort des neuen Buches „Aus Liebe“ steht ausdrücklich, daß die Veröffentlichung von Benedikt XVI. autorisiert wurde. Es enthält bisher unveröffentlichte Texte. „Benedikt XVI. spricht wieder zu den Herzen der Menschen“, schreibt der Verlag.

Neues Buch von Papst Benedikt: Juden und Christen

Bereits am vergangenen 15. April ist in Italien noch ein weiteres Buch von Benedikt XVI. erschienen. Unter dem Titel „Ebrei e cristiani“ (Juden und Christen, Verlag San Paolo) wurde sein bisher unveröffentlichter Briefwechsel mit dem Wiener Oberrabbiner Arie Folger abgedruckt. Herausgegeben wurde das Buch von seinem italienischen Biographen Elio Guerriero einem der besten Kenner von Hans Urs von Balthasar – auch autorisiert von Benedikt XVI. Er ist der langjährige Schriftleiter der italienischen Ausgabe der theologischen Zeitschrift Communio.
Der Briefwechsel war entstanden, nachdem Benedikt XVI. im April 2018 in Communio einen mit großer Aufmerksamkeit bedachten, aber auch nicht unumstrittenen Beitrag zum Dialog mit den Juden veröffentlichte. Oberrabbiner Arie Folger schrieb daraufhin Benedikt einen persönlichen Brief, auf den dieser antwortete. Folger besuchte Benedikt XVI. Mitte Januar im Vatikan, um die aufgeworfenen Themen im persönlichen Gespräch zu vertiefen. Anwesend waren dabei auch zwei deutsche Rabbinen sowie Kardinal Kurt Koch und Kurienerzbischof Georg Gänswein.

Von Gänswein stammt auch eine kurze, im Buch abgedruckte Erklärung zum veröffentlichten Briefwechsel. Dabei fällt auf, daß Gänswein von „Papst Benedikt“ spricht. Der Zusatz „emeritiert“ fehlt. Die in dem am 2. Mai erschienenen Buch enthaltenen Texte stammen alle aus der Zeit vor der Wahl zum Papst, der am 15. April veröffentlichte Briefwechsel eindeutig aus der Zeit nach dem Amtsverzicht. Zum Zeitpunkt des Briefwechsels lebte Benedikt XVI. bereits fünf Jahre in den Vatikanischen Gärten im Kloster Mater Ecclesiae. Auf der anderen Seite des Petersdoms, im Gästehaus Santa Marta, residierte und regierte längst Papst Franziskus.

Beide Buchveröffentlichungen erfolgten unter den genannten Besonderheiten kurz nach den „Anmerkungen“, die Benedikt XVI. zum sexuellen Mißbrauchsskandal in der Kirche veröffentlichen ließ. Die Publikation erfolgte konzertiert in mehreren Sprachen, was bedeutet, daß Benedikt XVI. damit eine internationale Öffentlichkeit erreichen wollte. Er sagte in den „Anmerkungen“, was der regierende Papst zu sagen hätte. Benedikt handelte in der dramatischen und schmerzlichen Krise des sexuellen Mißbrauchsskandals wie ein Papst, während aus Santa Marta vor allem Schweigen zu hören ist, etwa zu den Anschuldigungen des Viganò-Dossiers, aber auch zu Benedikts Auftreten als „Papst“.

Warum unterschreibt Benedikt XVI. plötzlich als Pontifex Pontificum? Warum nennt ihn Kurienerzbischof Gänswein Papst Benedikt, ohne den (wenn auch unhaltbaren) Zusatz „emeritus“?

Handelt es sich nur um Mißverständnisse, um belanglose „Fehler“, die diesem und jenem unterlaufen sind? „Fehler“ von solcher Tragweite?

Fest steht, daß solche „Fehler“ nicht zur Klarheit beitragen, vielmehr das Gegenteil begünstigen. Es ist schwer zu sagen, wie viele Gläubige sich weltweit folgende Fragen stellen, Tatsache ist, daß es solche Gläubige gibt. Eine kirchliche Maxime lautet: Ubi Petrus ibi Ecclesia. Wo aber ist Petrus? Wer ist Petrus? Aus diesen Fragen ergibt sich auch die Frage, wo derzeit die Kirche ist.

Oder handelt es sich um gewollte „Fehler“? Will jemand damit ein Signal aussenden? Eine Warnung? Eine Ermahnung? Noch ganz anderes? Man denke an die jüngsten Rechtfertigungen von Kardinal Walter Kasper. An dieser Stelle verbietet es sich, weitere Gedanken zu Papier zu bringen, da sie reine Spekulation wären. Allein die Tatsache, daß sich bestimmte Gedanken und Fragen aufdrängen, zeigt, daß am 13. März bzw. am 11. Februar 2013 eine kaum bestreitbare Anomalie ihren Anfang nahm.

Quelle: katholisches.info Bild: Screenshots

Gefeiert am 11. Mai

Hl. Majolus von Cluny – Abt in Cluny

* 910 in Valensole im Département Basses-Alpes oder in Avignon in Frankreich
† 11. Mai 994 in Souvigny im Département Allier in Frankreich

Majolus, Sohn von Fulcher und Raimunda, stammte aus einer alten Familie der Provence. Nach dem Tod des Vaters wurde er Chorherr in Mâcon, ab 938 dort Archidiakon. Nachdem er das Angebot, Erzbischof von Besançon zu werden, ausgeschlagen hatte, trat er um 943 ins Benediktinerkloster Cluny ein. Er wurde mit einer Reise nach Rom beauftragt, um von Papst von Agapetus II. eine Bestätigungsurkunde für Cluny zu erhalten. 954 wurde Majolus zum Vertreter und Nachfolger des kranken Abtes Aimard, der dann 965 starb, gewählt. Unter seiner Führung kam es zu einem weiteren wirtschaftlichen Aufschwung der Abtei, wovon über 1000 Urkunden und der Bau der zweiten Kirche Zeugnis ablegen.

Majolus stand in enger Beziehung zu Kaiser Otto I., Kaiserin Adelheid und Kaiser Otto II., der ihm anbot, 974 Nachfolger von Papst Benedikt VI. zu werden, was er wieder ablehnte. 972 wurde er von den Sarazenen zur Erpressung eines Lösegeldes gefangen genommen; dies führte zu deren Vertreibung aus der Provence durch Graf Wilhelm II. Sechsmal reiste er nach Italien, um dort Klöster zu reformieren oder zu gründen, darunter S. Apollinare in Classe in Ravenna, St. Johannes in Parma, S. Pietro Ciel d’Oro, S. Salvatore und S. Maria in Pavia und S. Paolo fuori le mura in Rom. Wichtige Abteien, die ihm unterstellt wurden, waren in Frankreich Marmoutier, St-Maur-des-Fossés, St-Pierre-le-Vif in Sens, St-Germain in Auxerre, Réomé, Payerne (Peterlingen) und auf den Lérins-Inseln. Zu seinen Schülern gehörten sein Nachfolger Odilo und Wilhelm von Dijon.

Odilo verfasste Majolus Biografie und betont seine stark auf Christus bezogene Frömmigkeit, die alles Übermaß vermied, die eigene Person in den Hintergrund stellte, die Einsamkeit suchte und um Weitergabe der gewonnenen Erkenntnisse an seine Mönche bemüht war.

 

Hl. Mamertus – Bischof von Vienne

* um 400 in Vienne in Frankreich
† um 475 daselbst

Mamertus wurde 461 Bischof von Vienne. Um 464 zerstritt er sich mit Papst Hilarius über eine 450 erfolgte Neueinteilung der Diözesen in Südfrankreich. Mamertus setzte selbst einen neuen Bischof in St. Dié ein und wurde dafür vom Papst scharf getadelt.

Nach zahlreichen Feuern und Erdbeben und großen Zerstörungen in seiner Heimatstadt Vienne führte Mamertus 470 die „Drei Bittgänge“ vor dem Fest Christi Himmelfahrt ein, Prozessionen zur Abwendung von Gefahren und zur Erflehung göttlicher Hilfe. Die hierfür erstellten Litaneien und Bittgebete verbreiteten sich in ganz Gallien und Spanien.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

11.05.2019 – Samstag der 3. Osterwoche

Hl. Teresa von Avila (1515-1582) Karmelitin und Kirchenlehrerin

„Wir glauben“

Die Bitte um jenes andere [materielle] Brot […] mag sich daher angelegen sein lassen, wer immer es will! Wir aber wollen den ewigen Vater um die Gnade bitten, zum Empfang unseres himmlischen Brotes würdig zu sein. Wenn unsere leiblichen Augen sich schon nicht an ihm erfreuen können, weil er ihnen verhüllt ist, so möge er sich doch wenigstens den Augen unserer Seele zeigen und sich ihr zu erkennen geben. Dies ist eine ganz andere Nahrung, eine Nahrung voller Freuden und Beglückungen, die unser Leben erhält. […] Ich kenne eine Person […] Der Herr hatte ihr einen so lebendigen Glauben geschenkt, dass sie innerlich lächelte, wenn sie andere sagen hörte, sie hätten gern zu der Zeit gelebt, als Christus, unser höchstes Gut, auf Erden weilte; sie fragte sich, warum ihnen das wohl etwas ausmache, da wir ihn doch im Allerheiligsten Sakrament ebenso wirklich wie damals besitzen! […] Sie stellte sich vor, sie sitze zu Füßen des Herrn und weinte mit Magdalena, ganz als sähe sie ihn mit leiblichen Augen im Haus des Pharisäers. Und selbst wenn sie keine Andacht verspürte, so sagte ihr doch der Glaube, dass er wirklich da war. Ja, wenn wir uns nicht absichtlich dumm stellen und unseren Verstand verblenden, gibt es keinen Zweifel daran, dass ER wirklich da ist; denn dies ist keine Vorstellung der Einbildungskraft, wie wenn wir den Herrn am Kreuz oder bei einer anderen Station seines Leidens betrachten, deren Verlauf wir uns innerlich vorstellen. Es geschieht jetzt und ist die volle Wirklichkeit; wir brauchen ihn nicht anderswo in der Ferne zu suchen. Da wir ja wissen, dass der gute Jesus bei uns ist, solange die Körperwärme die Gestalt des Brotes noch nicht verzehrt hat, wollen wir uns ihm hier nahen. Als er auf Erden lebte, heilte er die Kranken allein schon durch die Berührung seiner Kleider; wie können wir dann zweifeln, dass er da, wo er so tief in uns gegenwärtig ist, Wunder bewirken wird, wenn wir Glauben haben, und uns geben wird, worum wir ihn bitten? Er ist doch in unserem Haus! Und Seine Majestät bezahlt gewöhnlich die Herberge nicht schlecht, wenn man ihn gut bewirtet.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria