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Gefeiert am 23. Februar

Hl. Polykarp Bischof von Smyrna, Märtyrer

* um 69
† 155 oder 156 in Smyrna, dem heutigen Ízmir in der Türkei

Polykarp kannte noch den Apostel Johannes und wurde von ihm zum Bischof von Smyrna bestellt (vgl. Offb 2, 8-11). Als Sprecher der Kir­chen von Kleinasien verhandelte er 155 mit Papst Anicet über den Ter­min des Osterfestes. In Kleinasien muss er großen Einfluss gehabt haben; die Heiden nannten ihn „den Lehrer Asiens, den Vater der Christen, den Zerstörer der Götter“. Als der römische Statthalter ihm befahl, Christus zu verfluchen, antwortete er: „Sechsundachtzig Jahre diene ich ihm, und er hat mir nie ein Leid getan; wie könnte ich meinen König lästern, der mich erlöst hat?“ Er wurde zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt, und als das Feuer ihn nicht tötete, mit einem Dolch durchbohrt. Über sein Martyrium ist ein zuverlässiger Bericht erhalten. Polykarp ist der letzte Zeuge aus dem apostolischen Zeitalter.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

23.02.2019 – Samstag der 6. Woche im Jahreskreis

Hl. Ambrosius (340-397) Bischof von Mailand und Kirchenlehrer

Das Zeugnis der Propheten weicht dem Zeugnis der Apostel

Der Herr wollte, dass Mose alleine den Berg besteigt, aber er wurde von Josua begleitet (vgl. Ex 24,13). Auch im Evangelium sind es von allen Jüngern einzig Petrus, Jakobus und Johannes, denen seine Auferstehungsherrlichkeit geoffenbart wurde. So wollte er, dass sein Geheimnis verborgen bleibe, und ermahnte sie häufig, nicht leichthin und jedermann zu verkünden, was sie gesehen hatten, damit ein schwacher Hörer nicht ein Problem darin fände, das seinen unbeständigen Geist daran hindern könnte, diese Geheimnisse in ihrer ganzen Kraft zu empfangen. Denn selbst Petrus „wusste nicht, was er sagte“ (vgl. Mk 9,5), da er meinte, man solle drei Zelte aufrichten für den Herrn und seine Begleiter. Dann konnte er den Glanz der Herrlichkeit des verklärten Herrn nicht ertragen, sondern fiel zu Boden (vgl. Mt 17,6), so wie auch die „Donnersöhne“ (Mk 3,17) Jakobus und Johannes niederfielen, als die Wolke sie bedeckte […] Sie sind also in die Wolke eingetreten, um zu erkennen, was geheim und verborgen ist. Dort hörten sie die Stimme Gottes, die sprach: „Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe; auf ihn sollt ihr hören“ (Mt 17,5). Was bedeutet: „Dieser ist mein geliebter Sohn“? Das will heißen – Simon Petrus, täusche dich nicht darin! – dass du den Sohn Gottes nicht auf die gleiche Stufe mit den Dienern stellen sollst. „Dieser ist mein Sohn: Mose ist nicht mein Sohn, Elija ist nicht mein Sohn, obwohl der eine den Himmel geöffnet, der andere ihn verschlossen hat.“ Tatsächlich haben beide auf das Wort des Herrn hin ein Element der Natur besiegt (Ex 14; 1 Kön 17,1), doch haben sie dabei nur DEM gedient, der die Wasser festgesetzt und durch die Dürre den Himmel verschlossen hat, den er wieder in Regen zerfließen ließ, sobald er es wollte. Dort, wo es um die einfache Verkündigung der Auferstehung geht, werden Diener in Anspruch genommen, doch dort, wo die Herrlichkeit des Herrn erscheint, der aufersteht, tritt die Herrlichkeit der Diener in den Schatten. Denn mit ihrem Aufgang lässt die Sonne die Sterne verblassen und ihr ganzes Funkeln vergeht vor dem Glanz der ewigen Sonne der Gerechtigkeit (vgl. Mal 3,20).

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

Tagesevangelium – 23.02.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus – Mk 9,2-13

In jener Zeit nahm Jesus Petrus, Jakobus und Johannes beiseite und führte sie auf einen hohen Berg, aber nur sie allein. Und er wurde vor ihren Augen verwandelt; seine Kleider wurden strahlend weiß, so weiß, wie sie auf Erden kein Bleicher machen kann. Da erschien vor ihren Augen Elija und mit ihm Mose, und sie redeten mit Jesus. Petrus sagte zu Jesus: Rabbi, es ist gut, dass wir hier sind. Wir wollen drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elija.
Er wusste nämlich nicht, was er sagen sollte; denn sie waren vor Furcht ganz benommen.
Da kam eine Wolke und warf ihren Schatten auf sie, und aus der Wolke rief eine Stimme: Das ist mein geliebter Sohn; auf ihn sollt ihr hören. Als sie dann um sich blickten, sahen sie auf einmal niemand mehr bei sich außer Jesus. Während sie den Berg hinab stiegen, verbot er ihnen, irgend jemand zu erzählen, was sie gesehen hatten, bis der Menschensohn von den Toten auferstanden sei. Dieses Wort beschäftigte sie, und sie fragten einander, was das sei: von den Toten auferstehen. Da fragten sie ihn: Warum sagen die Schriftgelehrten, zuerst müsse Elija kommen? Er antwortete: Ja, Elija kommt zuerst und stellt alles wieder her. Aber warum heißt es dann vom Menschensohn in der Schrift, er werde viel leiden müssen und verachtet werden?
Ich sage euch: Elija ist schon gekommen, doch sie haben mit ihm gemacht, was sie wollten, wie es in der Schrift steht.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

„Euer Herz lasse sich nicht verwirren!“ (Joh 14,1)

Von Kardinal Gerhard Ludwig Müller

Angesichts sich ausbreitender Verwirrung in der Lehre des Glaubens, haben viele Bischöfe, Priester, Ordensleute und Laien der katholischen Kirche mich um ein öffentliches Zeugnis für die Wahrheit der Offenbarung gebeten. Es ist die ureigene Aufgabe der Hirten, die ihnen Anvertrauten auf den Weg des Heils zu führen. Dies kann nur gelingen, wenn dieser Weg bekannt ist und sie ihn selber vorangehen. Dabei gilt das Wort des Apostels: „Denn vor allem habe ich euch überliefert, was auch ich empfangen habe“ (1 Kor 15,3). Heute sind vielen Christen selbst die grundlegenden Lehren des Glaubens nicht mehr bekannt, so dass die Gefahr wächst, den Weg zum Ewigen Leben zu verfehlen. Es bleibt aber die ureigene Aufgabe der Kirche, die Menschen zu Jesus Christus, dem Licht der Völker, zu führen (vgl. LG 1). In dieser Lage stellt sich die Frage nach Orientierung. Nach Johannes Paul II. stellt der Katechismus der Katholischen Kirche eine „sichere Norm für die Lehre des Glaubens“ (Fidei DepositumIV) dar. Er wurde mit dem Ziel verfasst, die Brüder und Schwestern im Glauben zu stärken, deren Glaube durch die „Diktatur des Relativismus“ massiv in Frage gestellt wird. [1]

  1. Der eine und dreifaltige Gott, offenbart in Jesus Christus

Der Inbegriff des Glaubens aller Christen findet sich im Bekenntnis zur Allerheiligsten Dreifaltigkeit. Wir sind durch die Taufe auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes Jünger Jesu, Kinder und Freunde Gottes geworden. Die Verschiedenheit der drei Personen in der göttlichen Einheit (254) markiert im Hinblick auf andere Religionen einen fundamentalen Unterschied im Gottesglauben und im Menschenbild. Am Bekenntnis zu Jesus dem Christus scheiden sich die Geister. Er ist wahrer Gott und wahrer Mensch, empfangen vom Heiligen Geist und geboren aus der Jungfrau Maria. Das Fleisch gewordene Wort, der Sohn Gottes, ist der einzige Erlöser der Welt (679) und der einzige Mittler zwischen Gott und den Menschen (846). Daher bezeichnet der erste Johannesbrief denjenigen als Antichrist, der seine Gottheit leugnet (1 Joh 2,22), da Jesus Christus, der Sohn Gottes von Ewigkeit her eines Wesens ist mit Gott, Seinem Vater (663). Mit klarer Entschiedenheit ist dem Rückfall in alte Häresien entgegenzutreten, die in Jesus Christus nur einen guten Menschen, Bruder und Freund, einen Propheten und Moralisten sahen. Er ist zu allererst das Wort, das bei Gott war und Gott ist, der Sohn des Vaters, der unsere menschliche Natur angenommen hat, um uns zu erlösen und der kommen wird zu richten die Lebenden und die Toten. Ihn allein beten wir in der Einheit mit dem Vater und dem Heiligen Geist als den einzigen und wahren Gott an (691).

  1. Die Kirche

Jesus Christus hat die Kirche als sichtbares Zeichen und Werkzeug des Heils gegründet, die in der katholischen Kirche verwirklicht ist (816). Er gab seiner Kirche, die „aus der Seite des am Kreuz entschlafenen Christus“ hervorgegangen ist (766), eine sakramentale Verfassung, die bis zur Vollendung bleibt (765). Christus, das Haupt, und die Gläubigen als Glieder des Leibes sind eine mystische Person (795), weshalb die Kirche heilig ist, denn der einzige Mittler hat ihr sichtbares Gefüge verfasst und erhält sie unablässig (771). Durch sie wird das Erlösungswerk Christi in Zeit und Raum gegenwärtig in der Feier der heiligen Sakramente, vor allem im eucharistischen Opfer, der heiligen Messe (1330). Die Kirche vermittelt mit der Autorität Christi die göttliche Offenbarung, die sich auf alle Elemente der Lehre erstreckt, „einschließlich der Sittenlehre, ohne welche die Heilswahrheiten des Glaubens nicht bewahrt, dargelegt und beobachtet werden können“ (2035).

  1. Sakramentale Ordnung

Die Kirche ist in Jesus Christus das allumfassende Sakrament des Heils (776). Sie reflektiert nicht sich selbst, sondern das Licht Christi, das auf ihrem Antlitz widerscheint. Dies geschieht nur dann, wenn weder eine Mehrheit, noch der Zeitgeist, sondern die in Jesus Christus geoffenbarte Wahrheit zum Bezugspunkt wird, denn Christus hat der katholischen Kirche die Gnaden- und Wahrheitsfülle anvertraut (819): Er selbst ist in den Sakramenten der Kirche gegenwärtig.

Die Kirche ist kein von Menschen gegründeter Verein, über dessen Struktur seine Mitglieder nach Belieben abstimmen. Sie ist göttlichen Ursprungs. „Christus selbst ist der Urheber des Amtes in der Kirche. Er hat es eingesetzt, ihm Vollmacht und Sendung, Ausrichtung und Zielsetzung gegeben“ (874). Die Mahnung des Apostels gilt bis heute, dass verflucht sei, wer ein anderes Evangelium verkündet, „auch wenn wir selbst es wären oder ein Engel vom Himmel“ (Gal 1,8). Die Vermittlung des Glaubens ist unlösbar mit der menschlichen Glaubwürdigkeit seiner Boten verbunden, die in einigen Fällen die ihnen Anvertrauten im Stich gelassen, sie verunsichert und ihren Glauben schwer geschädigt haben. Hier trifft das Wort der Schrift diejenigen, die der Wahrheit kein Gehör schenken und sich nach eigenen Wünschen richten, die den Ohren schmeicheln, weil sie die gesunde Lehre nicht ertragen (vgl. 2 Tim 4,3-4).

Aufgabe des Lehramtes der Kirche ist es, das „Volk vor Verirrungen und Glaubensschwäche zu schützen“, um „den ursprünglichen Glauben irrtumsfrei zu bekennen“ (890). Dies gilt besonders im Hinblick auf alle sieben Sakramente. Die hl. Eucharistie ist „Quelle und Höhepunkt des ganzen christlichen Lebens“ (1324). Das eucharistische Opfer, in dem uns Christus in sein Kreuzesopfer einbezieht, zielt auf die innigste Vereinigung mit Christus (1382). Daher mahnt die Heilige Schrift im Hinblick auf den Empfang der hl. Kommunion: „Wer also unwürdig von dem Brot isst und aus dem Kelch des Herrn trinkt, macht sich schuldig am Leib und am Blut des Herrn“ (1 Kor 11,27). „Wer sich einer schweren Sünde bewusst ist, muss das Sakrament der Buße empfangen, bevor er die Kommunion empfängt“ (1385). Von der inneren Logik des Sakramentes versteht sich, dass standesamtlich wiederverheiratet Geschiedene, deren sakramentale Ehe vor Gott besteht, nicht voll mit dem katholischen Glauben und der Kirche verbundene Christen, wie alle, die nicht entsprechend disponiert sind, die heilige Eucharistie nicht fruchtbar empfangen (1457), weil sie ihnen nicht zum Heil gereicht. Darauf hinzuweisen entspricht den geistigen Werken der Barmherzigkeit.

Das Bekenntnis der Sünden in der heiligen Beichte wenigstens einmal im Jahr gehört zu den Kirchengeboten (2042). Wenn die Gläubigen ihre Sünden nicht mehr bekennen und die Lossprechung von ihren Sünden erfahren, dann läuft die Erlösung ins Leere, schließlich ist Jesus Christus Mensch geworden, um uns von unseren Sünden zu erlösen. Auch für die schweren und lässlichen Sünden, die wir nach der Taufe begehen, gilt die Vollmacht der Vergebung, die der auferstandene Herr den Aposteln und ihren Nachfolger im Bischofs- und Priesteramt übertragen hat. Die aktuelle Beichtpraxis lässt deutlich werden, dass das Gewissen der Gläubigen nicht ausreichend geformt ist. Gottes Barmherzigkeit ist uns geschenkt, dass wir seine Gebote erfüllen, um dadurch eins zu werden mit seinem heiligen Willen und nicht, damit wir der Forderung zur Umkehr ausweichen (1458).

„Der Priester setzt auf Erden das Erlösungswerk fort“ (1589). Die Priesterweihe „verleiht ihm eine heilige Vollmacht“ (1592), die unersetzbar ist, denn durch sie wird Jesus Christus in seinem Heilshandeln sakramental gegenwärtig. Daher entscheiden sich Priester freiwillig für den Zölibat als „Zeichen des neuen Lebens“ (1579). Es geht um die Selbsthingabe im Dienst Christi und Seines kommenden Reiches. Im Hinblick auf den Empfang der Weihe in den drei Stufen dieses Amtes weiß sich die Kirche „durch [die] Wahl, die der Herr selbst getroffen hat, gebunden. Darum ist es nicht möglich, Frauen zu weihen“ (1577). Hier eine Diskriminierung der Frau zu unterstellen, zeigt nur das Unverständnis für dieses Sakrament, bei dem es nicht um irdische Macht geht, sondern um die Repräsentation Christi, des Bräutigams der Kirche.

  1. Das sittliche Gesetz

Glaube und Leben gehören untrennbar zusammen, denn Glaube ohne Werke, die im Herrn getan werden, ist tot (1815). Das sittliche Gesetz ist Werk der göttlichen Weisheit und führt den Menschen zur verheißenen Seligkeit (1950). Demzufolge ist die Kenntnis des göttlichen und natürlichen Sittengesetzes notwendig, „um das Gute zu tun und sein Ziel zu erreichen“ (1955). Seine Beachtung ist für alle Menschen guten Willens heilsnotwendig. Denn wer in Todsünde stirbt, ohne bereut zu haben, wird für immer von Gott getrennt sein (1033). Dies führt zu praktischen Konsequenzen im Leben der Christen, von denen viele heute verdunkelt sind (vgl. 2270-2283; 2350-2381). Das sittliche Gesetz ist nicht eine Last, sondern Teil jener befreienden Wahrheit (vgl. Joh 8,32), durch die der Christ den Weg des Heils geht und die nicht relativiert werden darf.

  1. Das Ewige Leben

Viele fragen sich heute, wofür die Kirche eigentlich noch da ist, wenn sich auch Bischöfe lieber in der Rolle als Politiker gefallen, denn als Lehrer des Glaubens das Evangelium verkünden. Der Blick darf nicht durch Nebensächlichkeiten verwässert, sondern das Proprium der Kirche muss thematisiert werden. Jeder Mensch hat eine unsterbliche Seele, die im Tod vom Leib getrennt wird, indem er auf die Auferstehung der Toten hofft (366). Der Tod lässt die Entscheidung des Menschen für oder gegen Gott definitiv werden. Jeder muss sich unmittelbar nach dem Tod dem besonderen Gericht stellen (1021). Entweder ist noch eine Läuterung notwendig oder der Mensch gelangt unmittelbar in die himmlische Seligkeit und darf Gott von Angesicht zu Angesicht schauen. Es gibt auch die schreckliche Möglichkeit, dass ein Mensch bis zuletzt im Widerspruch zu Gott verharrt und indem er sich Seiner Liebe definitiv verweigert, „sich selbst sogleich und für immer verdammt“ (1022). „Gott hat uns erschaffen ohne uns, er wollte uns aber nicht retten ohne uns“ (1847). Die Ewigkeit der Höllenstrafe ist eine furchtbare Wirklichkeit, die – nach dem Zeugnis der Heiligen Schrift – sich alle zuziehen die „im Stand der Todsünde sterben“ (1035). Der Christ geht durch das enge Tor, denn „weit ist das Tor und breit der Weg, der ins Verderben führt, und es sind viele, die auf ihm gehen“ (Mt 7,13).

Diese und andere Glaubenswahrheiten zu verschweigen und die Menschen entsprechend zu lehren ist der schlimmste Betrug, vor dem der Katechismus mit Nachdruck warnt. Er stellt die letzte Prüfung der Kirche dar und führt den Menschen zu einem religiösen Lügenwahn, um „den Preis ihres Abfalls von der Wahrheit“ (675); es ist der Betrug des Antichrists. „Er wird jene, die verloren gehen, mit allen Mitteln der Ungerechtigkeit täuschen; denn sie haben sich der Liebe zur Wahrheit verschlossen, durch die sie gerettet werden sollten“ (2 Thess 2,10).

Aufruf

Als Arbeiter im Weinberg des Herrn haben wir alle die Verantwortung, diese grundlegenden Wahrheiten in Erinnerung zu rufen, indem wir an dem festhalten, was wir selber empfangen haben. Wir wollen Mut machen, den Weg Jesu Christi mit Entschiedenheit zu gehen, um durch die Befolgung Seiner Gebote das ewige Leben zu erlangen (2075).

Bitten wir den Herrn, Er möge uns erkennen lassen, wie groß das Geschenk des katholischen Glaubens ist, durch den sich die Tür zum Ewigen Leben öffnet. „Denn wer sich vor dieser treulosen und sündigen Generation meiner und meiner Worte schämt, dessen wird sich auch der Menschensohn schämen, wenn er mit den heiligen Engeln in der Hoheit seines Vaters kommt“ (Mk 8,38). Daher setzen wir uns ein für die Stärkung des Glaubens, indem wir die Wahrheit bekennen, die Jesus Christus selber ist.

Gerade wir Bischöfe und Priester sind angesprochen, wenn Paulus, der Apostel Jesu Christi, seinem Mitstreiter und Nachfolger Timotheus diese Mahnung mit auf den Weg gibt: „Ich beschwöre dich bei Gott und bei Jesus Christus, dem kommenden Richter der Lebenden und Toten, bei seinem Erscheinen und seinem Reich: Verkünde das Wort, tritt auf, ob gelegen oder ungelegen, überführe, weise zurecht, ermahne in aller Geduld und Belehrung. Denn es wird eine Zeit kommen, in der man die gesunde Lehre nicht erträgt, sondern sich nach eigenen Begierden Lehrer sucht, um sich die Ohren zu kitzeln; und man wird von der Wahrheit das Ohr abwenden, sich dagegen Fabeleien zuwenden. Du aber sei in allem nüchtern, ertrage das Leiden, verrichte dein Werk als Verkünder des Evangeliums, erfülle deinen Dienst!“ (2 Tim 4,1-5).

Möge Maria, die Mutter Gottes, uns die Gnade erflehen, am Bekenntnis zur Wahrheit Jesu Christi ohne Wanken festzuhalten.

Im Glauben und Gebet verbunden

Rom, 10. Februar 2019

Gerhard Kardinal Müller

Gefeiert am 22. Februar

Hl. Isabella von Frankreich – Klostergründerin

* im März 1225 in Frankreich
† 22. Februar 1270 in Longchamp bei Paris

Isabella war die Schwester des französischen Königs Ludwig IX.. Sie gründete 1255 in Longchamp bei Paris – heute eine Pferderennbahn und Mühle im Bois de Boulogne in Paris – ein Kloster der Franziskaner-Klarissen.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

22.01.2019 – Fest Kathedra Petri

Hl. Augustinus (354-430) Bischof von Hippo und Kirchenlehrer

„Du sollst Kephas heißen“ (Joh 1,42)

„Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen“. Man nennt ihn Petrus, weil er der erste war, der bei den Völkern die Fundamente des Glaubens legte, und weil er der unzerstörbare Fels ist, auf dem die Basis und das ganze Bauwerk ruhen, das Jesus Christus errichtet hat. Wegen seiner Treue heißt er Fels, während der Herr denselben Namen wegen seiner Macht trägt, nach dem Wort des heiligen Paulus: „[…] sie tranken aus dem „geistgeschenkten“ Felsen, der mit ihnen zog. Und dieser Fels war Christus“ (1 Kor 10,4). Ja, er hatte es verdient, denselben Namen mit Christus zu teilen, dieser Apostel, der auserwählt wurde, um Mitarbeiter an seinem Werk zu sein. Gemeinsam bauten sie dasselbe Gebäude. Petrus ist es, der pflanzt, der Herr ist es, der Wachstum schenkt, der Herr ist es auch, der diejenigen sendet, die begießen sollen (vgl. 1 Kor 3,6f.). Ihr wisst, geliebte Brüder, es war seine eigene Schuld im Augenblick des Leidens seines Retters, aus der der selige Petrus erhoben wurde. Nachdem er den Herrn verleugnet hatte, wurde er bei ihm der erste. Da er über seinen Glaubensverrat weinte, fand er zu größerer Treue, und es wurde ihm eine größere Gnade zuteil, als die, die er verloren hatte. Christus hat ihm seine Herde anvertraut, auf dass er sie führe wie der gute Hirte, und er, der so schwach gewesen war, wurde zur Stütze für alle. Er, der gefallen war, als nach seinem Glauben gefragt wurde, sollte die anderen auf das unerschütterliche Fundament des Glaubens stellen. Deshalb wird er genannt: der Grundstein der Frömmigkeit der Kirchen.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria

 

Tagesevangelium – 22.02.2019

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 16,13-19

In jener Zeit, als Jesus in das Gebiet von Cäsarea Philippi kam, fragte er seine Jünger: Für wen halten die Leute den Menschensohn? Sie sagten: Die einen für Johannes den Täufer, andere für Elija, wieder andere für Jeremia oder sonst einen Propheten. Da sagte er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Simon Petrus antwortete: Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes! Jesus sagte zu ihm: Selig bist du, Simon Barjona; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel. Ich aber sage dir: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen. Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Gottes Geldeintreiber „Millionäre Christi“

Geheime Familien und ein Milliarden-Imperium: Ein bizarrer Skandal um den Gründer der „Legionäre Christi“ schadet der Kirche weltweit.

Kardinal Juan Sandoval Iniguez: Gründer der Legionäre Christi war Psychopath

Doppelleben ohne Skrupel

Der Gründer der „Legionäre Christi“ Marcial Maciel habe ein Machtsystem errichtet, das es ihm erlaubt habe, ein Doppelleben „ohne Skrupel und echte religiöse Gefühle“ zu führen, erklärte der Vatikan. Dadurch sei es ihm möglich gewesen, junge Menschen zu missbrauchen. Maciel wurde im Jahr 2006 vom Vatikan gemaßregelt und angewiesen, sich aus dem pastoralen Dienst zurückzuziehen und ein „Leben des Gebets und der Buße“ zu führen. Er starb 2008 im Alter von 87 Jahren.

Nach seinem Tod wurde bekannt, dass er Vater einer Tochter ist. Später meldete sich noch eine Mexikanerin, die sagte, sie habe eine langjährige Beziehung mit Maciel geführt, aus der zwei Söhne hervorgegangen seien. Ein dritter Junge sei von ihm adoptiert worden. Maciel habe zwei seiner Kinder missbraucht.

Der Orden ist in 22 Ländern aktiv, vor allem in Mexiko und Spanien. Nach eigenen Angaben zählt die katholische Gemeinschaft 800 Priester und 70.000 Laienmitglieder. In Trägerschaft des Ordens befinden sich zudem zwölf Universitäten.

Die katholische Kirche in Mexiko hatte sich 2010 für den Missbrauch von Kindern durch Geistliche entschuldigt. Sie sagte außerdem eine Zusammenarbeit mit den Behörden bei der Aufklärung von Missbrauchsfällen zu. Weltweit erschütterten Fälle sexuellen Missbrauchs durch Geistliche die katholische Kirche. Dabei steht der Vatikan in der Kritik, Missbrauchsfälle über Jahrzehnte vertuscht zu haben.

Finanzierung und gesellschaftliche Einflussnahme

Die Kritik wird von anderen Seiten noch deutlicher,[50] wenn sie auch vielfach in die gleiche Richtung wie die offizielle kirchliche Kritik geht. Der Orden wird als fundamentalistisch beschrieben. Er strebe verdeckt um jeden Preis nach politischer Macht und gesellschaftlicher Einflussnahme. Die Legionäre sollen zu den reichsten katholischen Gemeinschaften weltweit gehören und ein weit verzweigtes Netz zu politischen und gesellschaftlichen Repräsentanten haben. So hat der Gründer des Ordens einen der reichsten und einflussreichsten Männer der Welt, Carlos Slim Helu, getraut.[51][52][53] Die Legionäre hätten ein Vermögen von 25 Milliarden Euro und ihr jährlicher Haushalt betrage 650 Millionen Dollar.[54] So werden die Legionäre in Lateinamerika „Milionarios de Cristo“ – „Millionäre Christi“ genannt.[55][56] In Deutschland gibt es ebenfalls Kritik hinsichtlich der Finanzierung des Ordens.

Gefeiert am 21. Februar

Petrus Damiani

Petrus Damiani, lat. Petrus de Honestis (* um 1006 in RavennaItalien; † 22. oder 23. Februar 1072 in Faenza, Italien) war BenediktinermönchBischof und einer der einflussreichsten Geistlichen des 11. Jahrhunderts. In der katholischen Kirche wird er als Heiliger und Kirchenlehrer verehrt.

Petrus hütete in seiner Jugend die Schweine. Sein Bruder Damianus war zu einigem Wohlstand gekommen und unterstützte Petrus bei seinen Studien in Faenza und Parma. Aus Dankbarkeit nahm Petrus den Namen seines Bruders an. Er wandte sich von seinem weltlichen Leben ab und wurde Prior von Fonte Avellana bei Gubbio, wo er Geißelübungen einführte, aber auch auf die Verbesserung des Kirchenregiments und der Sitten des Klerus hinzielende Schriften verfasste, darunter den Liber Gomorrhianus, der die Ausschweifungen des Klerus so ungeschminkt schildert, dass der Papst das Buch unterdrückte. Der Titel des Buches nimmt dabei bezug auf die biblische Erzählung von Sodom und Gomorra.

1057 vom deutschen Papst Stephan IX. zum Kardinal und Bischof von Ostia erhoben, eiferte Petrus seitdem in Gemeinschaft mit Hildebrand (später Gregor VII.) gegen die Simonie und für den Zölibat und setzte die Umwandlung der Kanoniker in besitzlose regulierte Chorherren vom Orden des heiligen Augustinus durch.

Die Abscheu vor der Sittenlosigkeit der römischen Geistlichkeit bewog ihn 1061 zur Rückkehr ins Kloster. Doch schon 1062 musste er als päpstlicher Legat zur Reform des Klosters Cluny nach Frankreich gehen. Obwohl Petrus Damiani die Herrschsucht und den Hochmut Hildebrands nicht teilte, ordnete er sich ihm doch unter und verfocht mit der ihm eigenen volkstümlichen Beredsamkeit die Sache des Papsttums.

Dem Kaiser Heinrich IV. trat er 1069 mit so ernstlichen Vorstellungen entgegen, dass dieser fast ohne Widerrede sein Vorhaben der Ehescheidung aufgab. Damianis letzte Sendung ging nach Ravenna, dessen Bürger nach dem Tod ihres kaiserlich gesinnten Erzbischofs der römischen Kirche wiedergewonnen wurden. Auf der Rückreise starb er 1072 in Faenza.

Papst Leo XII. ernannte Petrus Damiani 1828 zum Kirchenlehrer. Er gilt als Patron gegen Kopfschmerzen.

Seine Briefe, Reden, Biographien von Heiligen und Traktate wurden von dem gelehrten Benediktiner Constantin Gaetani gesammelt und mehrmals (zuerst ab 1606, am besten Venedig 1743, 4 Bde.) herausgegeben. [Die Briefe jetzt hrsg. v. Kurt Reindel, 1983–93, s. u.] Als Philosoph hat er in seiner Epistola de Dei omnipotentia die weitgehenden Ansichten über die göttliche Allmacht, welche auch das Geschehene ungeschehen machen, Allgegenwart, vermöge welcher Gott den Raum erfüllen und auch nicht erfüllen, und Allwissenheit, kraft welcher Gott alles mit einem und zwar einfachen Blick umfassen könne, aufgestellt.

Petrus Damiani wandte sich entschieden gegen den Versuch, methodisch die formale Logik in der Theologie anzuwenden. Für ihn war die reine Philosophie eine Erfindung des Teufels, die Gesetze der Logik seien vor Gott ungültig.

Petrus Damiani wird die Redewendung von der Philosophie als der „Magd der Theologie“ (lat.: Philosophia ancilla theologiae) zugeschrieben. Als Zitat lässt sich die Formulierung bei ihm nicht exakt nachweisen, wenngleich der Gedanke hier erstmals ähnlich formuliert wird: [Philosophia] „non debet ius magisterii sibimet arroganter suscipere, sed velut ancilla dominae quodam famulatus obsequio subservire“.

Quelle: wikipedia Bild: CFM.SCJ Archiv Alexandria

21.02.2019 – Donnerstag der 6. Woche im Jahreskreis

Hl. Cyrill von Jerusalem (313-350) Bischof von Jerusalem und Kirchenlehrer

Zum ersten Mal sprach er zu ihnen davon, dass der Menschensohn viel leiden müsse

Wir wollen uns also nicht des Kreuzes des Erlösers schämen, sondern uns vielmehr desselben rühmen! Die Kreuzes-Lehre ist zwar den Juden ein Ärgernis und den Heiden Torheit, uns jedoch Erlösung; sie ist denen, die verloren gehen, Torheit; uns aber, die wir erlöst werden, Kraft Gottes (vgl. 1 Kor 1,18.23). Denn der für uns gestorben ist, war – wie gesagt – kein gewöhnlicher Mensch, sondern Gottes Sohn, der Mensch gewordene Gott. Wenn das Lamm, welches im Auftrag des Moses geschlachtet wurde, den Verderber fernhielt (vgl. Ex 12,23), sollte dann nicht vielmehr das Lamm Gottes, das die Sünden der Welt auf sich nahm, von Sünden befreien? […] Jesus hat also in Wahrheit für alle Menschen gelitten. Das Kreuz war kein Wahn, sonst wäre ja auch die Erlösung Wahn. Der Tod war keine Einbildung […] Er hat wahrhaft gelitten, er ist wahrhaft gekreuzigt worden, und ich schäme mich dessen nicht. Er ist gekreuzigt worden, und ich leugne es nicht. Vielmehr bin ich stolz darauf, davon zu sprechen. […] Ich bekenne das Kreuz, da ich von der Auferstehung weiß. Wäre Jesus ein Gekreuzigter geblieben, so hätte ich mich gewiss nicht zu dem Kreuz bekannt, dann hätte ich es wohl zugleich mit meinem Lehrmeister verheimlicht. Da aber dem Kreuz die Auferstehung folgte, so schäme ich mich nicht, vom Kreuz zu predigen.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Alexandria