Archiv des Autors: admin

25.10.2018 – Donnerstag der 29. Woche im Jahreskreis

Hl. Hieronymus (347-420) – Priester, Bibelübersetzer und Kirchenlehrer

Jesus, Ursache der Spaltung unter den Menschen

Jesus kündet nun weiter an, was seiner Verkündigung folgen wird. Mit dem Christentum hat sich die ganze Welt in zwei Lager geteilt und die einen haben sich gegen die anderen erhoben. Jedes Haus beherbergte Ungläubige wie Gläubige; ein guter Krieg wurde herbeigeführt, um einen faulen Frieden zu zerstören. Im Buch Genesis steht geschrieben, wie Gott in ähnlicher Weise gegen die aufrührerischen Menschen vorging, die vom Osten kamen, um eiligst einen Turm zu bauen, um in den Himmel vorzustoßen (vgl. Gen 11,1-9): Er ließ bei ihnen den Krieg ausbrechen. Daher die Bitte Davids: „Zerstreue die Völker, denen Schlachten gefallen!“ (Ps 68(67),31). Jede Gemütsregung bedarf der Ordnung. Liebe deinen Vater, liebe deine Mutter, liebe deine Kinder – Gott aber liebe an erster Stelle. Wenn es unumgänglich wird, die Liebe zu den Eltern, zu den eigenen Kindern in die eine und die Liebe zu Gott in die andere Waagschale zu werfen, ohne dass es möglich wäre, beiden gleichermaßen zu genügen, dann geziemt es sich, den Seinen nicht den Vorzug zu geben, sondern Gott.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Tagesevangelium – 25.10.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 12,49-53

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen. Wie froh wäre ich, es würde schon brennen! Ich muss mit einer Taufe getauft werden, und ich bin sehr bedrückt, solange sie noch nicht vollzogen ist. Meint ihr, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen? Nein, sage ich euch, nicht Frieden, sondern Spaltung. Denn von nun an wird es so sein: Wenn fünf Menschen im gleichen Haus leben, wird Zwietracht herrschen: Drei werden gegen zwei stehen und zwei gegen drei, der Vater gegen den Sohn und der Sohn gegen den Vater, die Mutter gegen die Tochter und die Tochter gegen die Mutter, die Schwiegermutter gegen ihre Schwiegertochter und die Schwiegertochter gegen die Schwiegermutter.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

24.10.2018 – Mittwoch der 29. Woche im Jahreskreis

Seliger John Henry Newman (1801-1890) – Theologe und Kardinal

„Haltet euch bereit“

„Siehe, ich komme wie ein Dieb. Selig, wer wach bleibt und sein Gewand anbehält“, sagt der Herr (Offb 16,15) […] Wenn Christus also sagte, dass er bald komme, aber doch plötzlich und unerwartet – so sagte er damit, dass uns diese Wartezeit lang erscheinen würde […] Wie kann es sein, dass das Christentum ständig versagt und doch immer fortbesteht? Das weiß Gott allein, der es so will –, aber so ist es. Und es ist kein Widerspruch, einerseits zu sagen, dass es [das Christentum] schon achtzehnhundert Jahre besteht, dass es noch viele weitere Jahre überdauern kann, und dass es andererseits auf ein Ende zugeht, nein vielmehr, dass es wahrscheinlich jederzeit aufhören kann zu bestehen. Und Gott will, dass wir unseren Verstand und unser Herz auf die letztere Seite der Alternative ausrichten, sie den Eindrücken von dieser Seite her öffnen, nämlich dass das Ende kommt. Es wäre heilsam, so zu leben, als würde in unseren Tagen eintreten, was irgendwann geschehen kann. Vor der Ankunft Christi war es anders: der Heiland sollte kommen und alles erfüllen; die Religion wuchs dieser Erfüllung entgegen. Es gab eine Reihe fortschreitender Offenbarungen […] Vor der Ankunft Christi wurde die Zeit für das gläubige Gemüt nach dem Wort der Propheten ausgemessen […] Das auserwählte Volk sollte nicht erwarten, dass Er sofort komme, sondern erst nach einem Herumreisen in Kanaan und einer Gefangenschaft in Ägypten, nach einer Wanderung durch die Wüste, nach Richtern und Königen und Propheten; endlich wurden sieben lange Wochen festgesetzt, um ihn dann in die Welt einzuführen. Diese seine Verzögerung war, so möchte ich sagen, damals allgemein anerkannt, und während seiner Verzögerung wurden andere Lehren, andere Regeln gegeben, um die Wartezeit auszufüllen. Aber als Christus dann gekommen war als der Sohn über sein eigenes Haus, mit seinem vollkommenen Evangelium, blieb nichts mehr zu vollenden übrig als die Zusammenführung seiner Heiligen. Kein höherer Priester könnte noch kommen, keine wahrere Lehre. Das Licht und das Leben der Menschen war erschienen und hat gelitten und ist wieder auferstanden. Es blieb nichts mehr zu tun übrig […]; die Endzeit war da. Und von jetzt an zählt die Zeit nicht mehr im Plan des Evangeliums, obwohl eine bestimmte Zeitspanne zwischen dem ersten und dem letzten Kommen Christi liegt […]. Sie läuft, nicht mehr auf das Ende zu, sondern an ihm entlang und an seinem Rand; und sie ist immer gleich nah an dem großen Ereignis, in welches sie, liefe sie dagegen, sofort hineinlaufen würde. Christus ist also immer an unserer Tür, vor achtzehn Jahrhunderten ebenso nah wie jetzt und heute nicht näher als damals; und bei seiner Wiederkunft nicht näher als jetzt.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Tagesevangelium – 24.10.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 12,39-48.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Bedenkt: Wenn der Herr des Hauses wüsste, in welcher Stunde der Dieb kommt, so würde er verhindern, dass man in sein Haus einbricht.
Haltet auch ihr euch bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, in der ihr es nicht erwartet. Da sagte Petrus: Herr, meinst du mit diesem Gleichnis nur uns oder auch all die anderen? Der Herr antwortete: Wer ist denn der treue und kluge Verwalter, den der Herr einsetzen wird, damit er seinem Gesinde zur rechten Zeit die Nahrung zuteilt? Selig der Knecht, den der Herr damit beschäftigt findet, wenn er kommt! Wahrhaftig, das sage ich euch: Er wird ihn zum Verwalter seines ganzen Vermögens machen. Wenn aber der Knecht denkt: Mein Herr kommt noch lange nicht zurück!, und anfängt, die Knechte und Mägde zu schlagen; wenn er isst und trinkt und sich berauscht, dann wird der Herr an einem Tag kommen, an dem der Knecht es nicht erwartet, und zu einer Stunde, die er nicht kennt; und der Herr wird ihn in Stücke hauen und ihm seinen Platz unter den Ungläubigen zuweisen. Der Knecht, der den Willen seines Herrn kennt, sich aber nicht darum kümmert und nicht danach handelt, der wird viele Schläge bekommen. Wer aber, ohne den Willen des Herrn zu kennen, etwas tut, was Schläge verdient, der wird wenig Schläge bekommen. Wem viel gegeben wurde, von dem wird viel zurückgefordert werden, und wem man viel anvertraut hat, von dem wird man um so mehr verlangen.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

23.10.2018 – Worte einer Herz Jesu Franziskanerin

Von Schwester Klara, Herz Jesu Franziskanerin

„Die Herz Jesu Franziskaner und Herz Jesu Franziskanerinnen bleiben der überlieferten römisch-katholischen Glaubenslehre treu. Wir weigern uns beharrlich protestantische Irrlehren zu übernehmen, die im Dunstkreis des Modernismus zur Selbstverständlichkeit geworden sind.“

Ⓒ corjesu.info CFM.SCJ – Kongregation der Herz Jesu Franziskaner  2015-2018

23.10.2018 – Dienstag der 29. Woche im Jahreskreis

Hl. Vinzenz von Paul

Kleine einfache Übungen der Vergegenwärtigung Gottes

Bedenkt, liebe Töchter, die Treue, die ihr Gott schuldet. Eure Berufung besteht darin, dass ihr euch oft die Gegenwart Gottes bewusst macht. Damit euch das einfacher gelingt, bedient euch der Hinweise, die das Schlagen der Uhr euch geben wird, um dann irgendein Akt der Anbetung zu verrichten. Ein solcher Akt könnte dann darin bestehen, in eurem Innersten etwa folgende Worte zu sagen: „Mein Gott, ich bete Dich an“, oder auch „Mein Gott, Du bist mein Gott“, „Mein Gott, ich liebe Dich aus ganzem Herzen“; „Ich wünschte, dass alle Welt, Dich, o mein Gott, erkennen und ehren würde, dass sie die Ablehnung, die Du freiwillig auf Erden erduldest hast, hochzuschätzen wüsste“. Zu Beginn jedes dieser (Gebets-)Akte könntet ihr die Augen schließen, um euch vorher kurz zu sammeln.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Tagesevangelium – 23.10.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 12,35-38

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Legt euren Gürtel nicht ab, und lasst eure Lampen brennen! Seid wie Menschen, die auf die Rückkehr ihres Herrn warten, der auf einer Hochzeit ist, und die ihm öffnen, sobald er kommt und anklopft. Selig die Knechte, die der Herr wach findet, wenn er kommt! Amen, ich sage euch: Er wird sich gürten, sie am Tisch Platz nehmen lassen und sie der Reihe nach bedienen. Und kommt er erst in der zweiten oder dritten Nachtwache und findet sie wach – selig sind sie.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé