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Tagesevangelium – 10.10.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 11,1-4

Jesus betete einmal an einem Ort; und als er das Gebet beendet hatte, sagte einer seiner Jünger zu ihm: Herr, lehre uns beten, wie schon Johannes seine Jünger beten gelehrt hat.
Da sagte er zu ihnen: Wenn ihr betet, so sprecht: Vater, dein Name werde geheiligt. Dein Reich komme. Gib uns täglich das Brot, das wir brauchen. Und erlasse uns unsere Sünden; denn auch wir erlassen jedem, was er uns schuldig ist. Und führe uns nicht in Versuchung.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

09.10.2018 – Dienstag der 27. Woche im Jahreskreis

Hl. Elisabeth von der heiligsten Dreifaltigkeit (1880-1906) – Karmelitin

„Maria setzte sich dem Herrn zu Füßen und hörte seinen Worten zu“

Damit mich nichts von diesem schönen Schweigen im Inneren entfernt: immer dieselbe Verfassung, dieselbe Abgeschiedenheit, dieselbe Los-Trennung, dieselbe Entäußerung! Wenn meine Wünsche, meine Ängste, meine Freuden oder meine Schmerzen […] nicht völlig auf Gott hingeordnet sind, werde ich niemals einsam sein, immer wird es in mir irgendeinen Lärm geben; man muss sie also beruhigen, die Kräfte in den Schlaf wiegen, muss im Wesen eins sein. „Höre, meine Tochter, neige dein Ohr, vergiss dein Volk und dein Vaterhaus, der König verlangt nach deiner Schönheit“ (vgl. Ps 45(44),11-12). […] „Sein Volk“ zu vergessen, das erscheint mir schon viel schwieriger; denn dieses Volk, das ist diese ganze Welt, die sozusagen einen Teil von uns selbst ausmacht: unsere Empfindsamkeit, die Erinnerungen, die Eindrücke, etc… mit einem Wort: das Ich! Man muss es vergessen, es verlassen, und wenn dann die Seele diesen Bruch vollzogen hat, wenn sie von all dem frei ist, dann verlangt der König nach ihrer Schönheit. […] Wenn der Schöpfer das gute Schweigen, das in Seinem Geschöpf herrscht, sieht und vor Augen hat, wie es in seiner inneren Einsamkeit lebt, dann […] lässt [Er] es in diese unermessliche, unendliche Einsamkeit eingehen, in diese „Weite“, die der Prophet besingt und die nichts anderes ist als Er selbst […] „Ich will sie in die Einsamkeit führen und zu ihrem Herzen sprechen“ (Hos 2,16). Das ist diese Seele, die in den weiten Raum der Einsamkeit eingetreten ist, wo Gott Seine Stimme vernehmen lässt! Der heilige Paulus sagt: „Denn lebendig ist das Wort Gottes, kraftvoll und schärfer als jedes zweischneidige Schwert: es dringt durch bis zur Scheidung von Seele und Geist, von Gelenk und Mark“ (Heb 4,12). So ist es also gerade dieses Wort, das die Los-Schälung in der Seele vollbringen wird […] Aber dieses Wort zu hören, ist noch nicht alles, man muss auch daran festhalten (Joh 14,23)! Indem sie daran festhält, wird die Seele „in der Wahrheit geheiligt“, und dies ist der Wunsch des Meisters […] Hat Er nicht dem, der an Seinem Wort festhält, die Verheißung gegeben: „Mein Vater wird ihn lieben, und Wir werden zu ihm kommen und werden in ihm wohnen“ (Joh 14,23)? Die ganze Dreifaltigkeit lebt in der Seele, die Sie in Wahrheit liebt, das heißt in einer Seele, die an Ihrem Wort festhält!

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Tagesevangelium – 09.10.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 10,38-42

In jener Zeit kam Jesus in ein Dorf und eine Frau namens Marta nahm ihn freundlich auf.
Sie hatte eine Schwester, die Maria hieß. Maria setzte sich dem Herrn zu Füßen und hörte seinen Worten zu. Marta aber war ganz davon in Anspruch genommen, für ihn zu sorgen. Sie kam zu ihm und sagte: Herr, kümmert es dich nicht, dass meine Schwester die ganze Arbeit mir allein überlässt? Sag ihr doch, sie soll mir helfen! Der Herr antwortete: Marta, Marta, du machst dir viele Sorgen und Mühen. Aber nur eines ist notwendig. Maria hat das Bessere gewählt, das soll ihr nicht genommen werden.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

08.10.2018 – Worte von Bruder Johannes Paul CFM.SCJ

Von Bruder Johannes Paul CFM.SCJ , Herz Jesu Franziskaner

„Charakter ist die wahre Grundlage allen lohnenswerten Erfolges, wir sollten immer wie Christus handeln, wo immer wir hingehen, wir sollten uns niemals schämen, seinen Namen überall dort zu verkünden, wo wir uns befinden. Gott sagte: Lasst uns den Menschen zu unserem eigenen Bild machen. Wir sollten uns immer daran erinnern, dass wir Gottes Bild sind.“

„Character is the real foundation of all worthwhile success, we should always act like Christ everywhere we go, we should never be ashamed to proclaim his name anywhere we found ourselves, God said let us make man in our own image. We should always remember we are God’s image.“

Ⓒ corjesu.info CFM.SCJ – Kongregation der Herz Jesu Franziskaner  2015-2018

08.10.2018 – Montag der 27. Woche im Jahreskreis

Hl. Gregor der Große (540-604) – Papst und Kirchenlehrer

„Er sah ihn und hatte Mitleid“

O Herr Jesus, mögest du die Güte haben, mir aus Mitleid zu Hilfe zu eilen. Von Jerusalem bis nach Jericho hinabsteigend, kommst du aus den Höhen hinunter in unsere Niederungen, von einem mit lebendigen Wesen erfüllten Ort hin zu einem Land von Siechen. Siehe: ich bin in die Hände der Engel der Finsternis gefallen, die mir nicht nur mein Gnadengewand weggenommen haben, sondern mich haben halbtot liegen gelassen, nachdem sich mich verprügelt hatten. Mögest du die Wunden meiner Sünden verbinden, nachdem du mir die Hoffnung schenktest, wieder gesund werden zu können, würde ich nämlich die Hoffnung auf Heilung verlieren, fürchte ich, dass sie sich verschlimmerten. Mögest du mich mit dem Öl deiner Vergebung salben und den Wein der Reue über mich ausgießen. Wenn du mich auf deinen eigenen Sattel heben würdest, dann wirst du „den Geringen aus dem Staub aufrichten“ und „den Armen aus dem Schmutz“ (vgl. Ps 113(112),7). Denn du bist es, der unsere Sünden getragen hat, der für uns eine Schuld beglichen hat, der sie nicht verschuldet hatte. Wenn du mich in die Herberge deiner Kirche führen würdest, wirst du mich mit dem Mahl deines Leibes und deines Blutes nähren. Wenn du dich meiner annehmen würdest, werde ich nicht mehr Opfer der rasenden Bestien sein. Wie sehr bedarf ich deiner Zuwendung, da ich doch in diesem der Sünde unterworfenen Leib lebe. Erhöre mich also, mich den ausgeraubten und verletzten Samariter, der weint und stöhnt, der dich herbeiruft und mit David ausruft: „Gott, sei mir gnädig nach deiner Huld“ (Ps 51(50),3).

Quelle & Bild: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Tagesevangelium – 08.10.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 10,25-37

Da stand ein Gesetzeslehrer auf, und um Jesus auf die Probe zu stellen, fragte er ihn: Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen? Jesus sagte zu ihm: Was steht im Gesetz? Was liest du dort? Er antwortete: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deiner Kraft und all deinen Gedanken, und: Deinen Nächsten sollst du lieben wie dich selbst. Jesus sagte zu ihm: Du hast richtig geantwortet. Handle danach, und du wirst leben. Der Gesetzeslehrer wollte seine Frage rechtfertigen und sagte zu Jesus: Und wer ist mein Nächster? Darauf antwortete ihm Jesus: Ein Mann ging von Jerusalem nach Jericho hinab und wurde von Räubern überfallen. Sie plünderten ihn aus und schlugen ihn nieder; dann gingen sie weg und ließen ihn halbtot liegen. Zufällig kam ein Priester denselben Weg herab; er sah ihn und ging weiter. Auch ein Levit kam zu der Stelle; er sah ihn und ging weiter. Dann kam ein Mann aus Samarien, der auf der Reise war. Als er ihn sah, hatte er Mitleid, ging zu ihm hin, goss Öl und Wein auf seine Wunden und verband sie. Dann hob er ihn auf sein Reittier, brachte ihn zu einer Herberge und sorgte für ihn. Am anderen Morgen holte er zwei Denare hervor, gab sie dem Wirt und sagte: Sorge für ihn, und wenn du mehr für ihn brauchst, werde ich es dir bezahlen, wenn ich wiederkomme. Was meinst du: Wer von diesen dreien hat sich als der Nächste dessen erwiesen, der von den Räubern überfallen wurde? Der Gesetzeslehrer antwortete: Der, der barmherzig an ihm gehandelt hat. Da sagte Jesus zu ihm: Dann geh und handle genauso!

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

07.10.2018 – 27. Sonntag im Jahreskreis

Benedikt XVI. – Papst von 2005-2013

„Sie sind also nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch“

[In der Bibel] wird das Verhältnis Gottes zu Israel […] unter den Bildern der Brautschaft und der Ehe dargestellt; der Götzendienst ist daher Ehebruch und Hurerei. […] Der Eros Gottes für den Menschen ist — wie wir sagten — zugleich ganz und gar Agape. Nicht nur weil er ganz frei und ohne vorgängiges Verdienst geschenkt wird, sondern auch weil er verzeihende Liebe ist. […] Das philosophisch und religionsgeschichtlich Bemerkenswerte an dieser Sicht der Bibel besteht darin, dass wir einerseits sozusagen ein streng metaphysisches Gottesbild vor uns haben: Gott ist der Urquell allen Seins überhaupt; aber dieser schöpferische Ursprung aller Dinge — der Logos, die Urvernunft — ist zugleich ein Liebender mit der ganzen Leidenschaft wirklicher Liebe. Damit ist der Eros aufs Höchste geadelt, aber zugleich so gereinigt, dass er mit der Agape verschmilzt. […] Die erste Neuheit des biblischen Glaubens liegt, wie wir sahen, im Gottesbild; die zweite, damit von innen zusammenhängende, finden wir im Menschenbild. Der Schöpfungsbericht der Bibel spricht von der Einsamkeit des ersten Menschen, Adam, dem Gott eine Hilfe zur Seite geben will. […] der Gedanke ist doch da, dass der Mensch gleichsam unvollständig ist — von seinem Sein her auf dem Weg, im anderen zu seiner Ganzheit zu finden; dass er nur im Miteinander von Mann und Frau „ganz“ wird. So schließt denn auch der biblische Bericht mit einer Prophezeiung über Adam: „Darum verlässt der Mann Vater und Mutter und bindet sich an seine Frau und sie werden ein Fleisch“ (Gen 2,24). Zweierlei ist daran wichtig: Der Eros ist gleichsam wesensmäßig im Menschen selbst verankert; Adam ist auf der Suche und „verlässt Vater und Mutter“, um die Frau zu finden; erst gemeinsam stellen beide die Ganzheit des Menschseins dar, werden „ein Fleisch“ miteinander. Nicht minder wichtig ist das zweite: Der Eros verweist von der Schöpfung her den Menschen auf die Ehe, auf eine Bindung, zu der Einzigkeit und Endgültigkeit gehören. So, nur so erfüllt sich seine innere Weisung. Dem monotheistischen Gottesbild entspricht die monogame Ehe. Die auf einer ausschließlichen und endgültigen Liebe beruhende Ehe wird zur Darstellung des Verhältnisses Gottes zu seinem Volk und umgekehrt: die Art, wie Gott liebt, wird zum Maßstab menschlicher Liebe.

Quelle: Enzyklika „Deus caritas est“ §§ 9-11 © Copyright – Libreria Editrice Vaticana Bild: Screens.

Tagesevangelium – 07.10.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus – Mk 10,2-16

Da kamen Pharisäer zu ihm und fragten: Darf ein Mann seine Frau aus der Ehe entlassen? Damit wollten sie ihm eine Falle stellen. Er antwortete ihnen: Was hat euch Mose vorgeschrieben? Sie sagten: Mose hat erlaubt, eine Scheidungsurkunde auszustellen und die Frau aus der Ehe zu entlassen. Jesus entgegnete ihnen: Nur weil ihr so hartherzig seid, hat er euch dieses Gebot gegeben. Am Anfang der Schöpfung aber hat Gott sie als Mann und Frau geschaffen. Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen, und die zwei werden ein Fleisch sein. Sie sind also nicht mehr zwei, sondern eins. Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen. Zu Hause befragten ihn die Jünger noch einmal darüber.
Er antwortete ihnen: Wer seine Frau aus der Ehe entlässt und eine andere heiratet, begeht ihr gegenüber Ehebruch. Auch eine Frau begeht Ehebruch, wenn sie ihren Mann aus der Ehe entlässt und einen anderen heiratet. Da brachte man Kinder zu ihm, damit er ihnen die Hände auflegte. Die Jünger aber wiesen die Leute schroff ab. Als Jesus das sah, wurde er unwillig und sagte zu ihnen: Lasst die Kinder zu mir kommen; hindert sie nicht daran! Denn Menschen wie ihnen gehört das Reich Gottes. Amen, das sage ich euch: Wer das Reich Gottes nicht so annimmt, wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen. Und er nahm die Kinder in seine Arme; dann legte er ihnen die Hände auf und segnete sie.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

06.10.2018 – Worte von Bruder Johannes Paul CFM.SCJ

Von Bruder Johannes Paul CFM.SCJ , Herz Jesu Franziskaner

„Wir sollten uns immer daran erinnern, dass Gott uns so sehr liebt, dass er seinen eingeborenen Sohn sandte, um für uns am Kreuz von Golgatha zu sterben. So ist Gottes Liebe für uns unbegrenzt.“

„We should always remember that GOD love us so much that he sent his only begotten son to die for us on the cross of Calvary. Thus, God’s love for us is without limits.“

Ⓒ corjesu.info CFM.SCJ – Kongregation der Herz Jesu Franziskaner  2015-2018