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06.10.2018 – Samstag der 26. Woche im Jahreskreis

Hl. Hermas aus Rom

„Jesus rief, vom Heiligen Geist erfüllt, voll Freude aus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels“ „Betrübt nicht den Heiligen Geist Gottes, den ihr als Siegel empfangen habt“ (Eph 4,30)

Wenn der Misstrauische ein Werk begonnen hat und dieses wegen seines Misstrauens nicht gelingt, dann zieht die Traurigkeit ein bei dem Menschen, sie betrübt den Heiligen Geist und löscht ihn aus. […] Wirf also die Trauer von dir und betrübe den Heiligen Geist nicht (vgl. 1 Thess 5,19), der in dir wohnt, auf dass er nicht etwa bei Gott gegen dich spreche und dich verlasse. Denn der Geist Gottes, der diesem Körper gegeben wurde, erträgt keine Trauer und keine Angst. Ziehe also jenen Frohsinn an, der Gott stets wohlgefällig und angenehm ist und freue dich in ihm. Denn jeder Fröhliche tut Gutes, denkt Gutes und verachtet die Traurigkeit. Ein Trauriger aber macht seine Sache immer schlecht; erstens ist es nicht gut, dass er den Heiligen Geist betrübt, der dem Menschen gegeben wurde als ein Geist der Freude. Zweitens sündigt der, welcher den Heiligen Geist betrübt, weil er nicht mehr zu Gott betet und vor ihm nicht bekennt. Überhaupt hat das Gebet eines traurigen Menschen nicht die Kraft, auf den Altar des Herrn emporzusteigen. […] Wie nämlich Essig und Wein miteinander gemischt nicht den gleich guten Geschmack haben (wie der reine Wein), so hat auch die Traurigkeit mit dem Heiligen Geist gemischt nicht das gleiche Gebet. Mache dich daher frei von dieser schlimmen Traurigkeit, dann wirst du in Gott leben; ebenso werden alle in Gott leben, welche die Traurigkeit von sich werfen und sich in lauter Frohsinn kleiden.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Tagesevangelium – 06.10.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 10,17-24

In jener Zeit kehrten die Zweiundsiebzig zurück und berichteten voll Freude: Herr, sogar die Dämonen gehorchen uns, wenn wir deinen Namen aussprechen. Da sagte er zu ihnen: Ich sah den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen. Seht, ich habe euch die Vollmacht gegeben, auf Schlangen und Skorpione zu treten und die ganze Macht des Feindes zu überwinden. Nichts wird euch schaden können. Doch freut euch nicht darüber, dass euch die Geister gehorchen, sondern freut euch darüber, dass eure Namen im Himmel verzeichnet sind. In dieser Stunde rief Jesus, vom Heiligen Geist erfüllt, voll Freude aus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast. Ja, Vater, so hat es dir gefallen. Mir ist von meinem Vater alles übergeben worden; niemand weiß, wer der Sohn ist, nur der Vater, und niemand weiß, wer der Vater ist, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will. Jesus wandte sich an die Jünger und sagte zu ihnen allein: Selig sind die, deren Augen sehen, was ihr seht. Ich sage euch: Viele Propheten und Könige wollten sehen, was ihr seht, und haben es nicht gesehen, und wollten hören, was ihr hört, und haben es nicht gehört.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

05.10.2018 – Freitag der 26. Woche im Jahreskreis

Hl. Augustinus (354-430) – Bischof von Hippo und Kirchenlehrer

„Wer euch hört, der hört mich“

Einer, der den Vers gehört hatte: „Bringe Gott als Opfer Lob dar“ (Ps 49(50),14 (Vulg.)), sprach zu sich selbst: „Jeden Tag gehe ich, wenn ich aufstehe, zur Kirche, singe dort ein Morgenlob, am Ende das Tages ein Abendlob, dann bei mir zuhause einen dritten und vierten Lobgesang. Und so werde ich jeden Tag ein Opfer des Lobes darbringen und es meinem Gott darbringen.“ Es ist gut, so zu handeln, wenn du es wirklich tust, doch hüte dich davor, dir zu sicher zu sein in dem, was du tust. Und nimm dich in acht, dass, während deine Zunge wohlgesetzt vor Gott spricht, dein Leben nicht Schlechtes redet vor ihm […] Hüte dich davor, schlecht zu leben, während du wohlgesetzt sprichst. Warum? Weil Gott zum Sünder sagt: „Warum zählst du meine Satzungen auf und nimmst meinen Bund in deinen Mund, [während du meine Worte hinter dich wirfst]?“ (vgl. ebd.,16-17). Seht, mit wie viel Achtung wir reden müssen […] Ihr, meine Brüder, die ihr in Sicherheit seid: Wenn ihr gute Dinge sagen hört, dann ist es Gott, den ihr hört, was für ein Mund es auch immer sei, der spricht. Doch Gott hat die, die sprechen, nicht ohne Zurechtweisung lassen wollen, damit sie sich nicht vielleicht in Sicherheit wähnen, während sie ein unordentliches Leben führen, und sich sagen, dass sie doch Gutes reden, sich also sagen: „Gott will nicht unser Verderben, wo er doch durch uns so gute Dinge zu seinem Volk hat reden wollen“. Hört also, die ihr redet, wer immer ihr seid, auf das, was ihr sprecht; ihr, die ihr gehört werden wollt, hört zuerst auf euch selbst […] Könnte ich doch zuallererst hören, könnte ich doch hören, besser hören als alle auf das, „was Gott, der Herr, in mir redet. Denn Worte des Friedens verkündet er seinem Volk“ (vgl. Ps 84(85),9).

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Tagesevangelium – 05.10.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 10,13-16

In jener Zeit sprach Jesus: Weh dir, Chorazin! Weh dir, Betsaida! Wenn einst in Tyrus und Sidon die Wunder geschehen wären, die bei euch geschehen sind – man hätte dort in Sack und Asche Buße getan. Tyrus und Sidon wird es beim Gericht nicht so schlimm ergehen wie euch.
Und du, Kafarnaum, meinst du etwa, du wirst bis zum Himmel erhoben? Nein, in die Unterwelt wirst du hinabgeworfen. Wer euch hört, der hört mich, und wer euch ablehnt, der lehnt mich ab; wer aber mich ablehnt, der lehnt den ab, der mich gesandt hat.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

04.10.2018 – Donnerstag der 26. Woche im Jahreskreis

Hl. Pius X. – Papst von 1903-1914

Durch Christus in die ganze Welt gesandt

„Einen anderen Grund kann niemand legen, als der gelegt ist, welcher ist Christus Jesus (1 Kor 3,11). Er allein ist es, „welchen der Vater geheiligt und in die Welt gesandt hat“ (Joh 10,36). „der Abglanz des Vaters und das Ebenbild seines Wesens“ (Hebr 1, 3: Splendor gloriae, der Abglanz der Herrlichkeit), wahrer Gott und wahrer Mensch, ohne den niemand zur heilnotwendigen Erkenntnis Gottes gelangen kann; „denn niemand kennt den Vater als der Sohn und wem ihn der Sohn offenbaren will“ (Mt 11,27). Daraus folgt, dass „alles in Christus erneuern“ soviel heißt, als die Menschen zum Gehorsam gegen Gott zurückführen. Es muss demgemäß unsere Sorge sein, das Menschengeschlecht Christus untertan zu machen. Ist das gelungen, dann ist es auch schon zu Gott zurückgekehrt. Dabei verstehen Wir unter Gott nicht ein träges, um die menschlichen Angelegenheiten unbekümmertes Wesen, wie die Wahngebilde der Materialisten ihn darstellen, sondern den lebendigen, wahren Gott, einfach in seinem Wesen und dreifaltig in den Personen, den Schöpfer der Welt und weisen Lenker des All, endlich den gerechten Geber der Gesetze, der die Schuldigen straft und der Tugend den versprochenen Lohn gibt. Wo nun uns der Weg zu Christus sich öffnet, ist klar erkennbar, nämlich in der Kirche. Deswegen sagt der heilige Chrysostomus mit Recht: „Deine Hoffnung ist die Kirche, dein Heil die Kirche, deine Zuflucht die Kirche“ (Homilie über die Gefangenschaft des Eutrop. Nr. 6). Dazu hat Christus um den Preis seines Blutes sie gegründet, ihr seine Lehre und die Weisungen seiner Gesetze übergehen und sie mit den reichsten göttlichen Gnadengaben ausgestattet, welche den Menschen Rettung und Heiligung haben. So seht ihr also, Ehrwürdige Brüder, welche Aufgabe Uns und euch gleichmäßig gestellt ist. […] Nichts anderes anzustreben, als dass in allen „Christus gestaltet werde“ (Gal 4,10). […] Es ist jene Aufgabe, die Paulus mit jenen herzgewinnenden Worten als seine Obliegenheit bekundet: „O meine Kindlein, für die ich abermals Geburtsschmerzen habe, bis dass Christus in euch gestaltet wird!“ (Gal 4,19). Wie vermöchten sie nur die Obliegenheiten eines solchen Amtes erfüllen, wenn sie nicht selbst zuvor Christus angezogen hätten, und zwar in jener Weise, dass sie das Wort des Apostels von sich gebrauchen können: „Ich lebe, aber doch nicht ich, sondern Christus lebt in mir“ (Gal 2,20), „Christus ist mein Leben!“ (Phil 1,21).

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

(Antrittsenzyklika „E supremi apostolatus“ über die Wiederherstellung aller Dinge in Christus)

Tagesevangelium – 04.10.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 10,1-12

In jener Zeit suchte der Herr zweiundsiebzig andere Jünger aus und sandte sie zu zweit voraus in alle Städte und Ortschaften, in die er selbst gehen wollte. Er sagte zu ihnen: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden. Geht! Ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Nehmt keinen Geldbeutel mit, keine Vorratstasche und keine Schuhe! Grüßt niemand unterwegs!
Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als erstes: Friede diesem Haus! Und wenn dort ein Mann des Friedens wohnt, wird der Friede, den ihr ihm wünscht, auf ihm ruhen; andernfalls wird er zu euch zurückkehren. Bleibt in diesem Haus, esst und trinkt, was man euch anbietet; denn wer arbeitet, hat ein Recht auf seinen Lohn. Zieht nicht von einem Haus in ein anderes! Wenn ihr in eine Stadt kommt und man euch aufnimmt, so esst, was man euch vorsetzt. Heilt die Kranken, die dort sind, und sagt den Leuten: Das Reich Gottes ist euch nahe. Wenn ihr aber in eine Stadt kommt, in der man euch nicht aufnimmt, dann stellt euch auf die Straße und ruft: Selbst den Staub eurer Stadt, der an unseren Füßen klebt, lassen wir euch zurück; doch das sollt ihr wissen: Das Reich Gottes ist nahe. Ich sage euch: Sodom wird es an jenem Tag nicht so schlimm ergehen wie dieser Stadt.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

03.10.2018 – Mittwoch der 26. Woche im Jahreskreis

Hl. Theresia vom Kinde Jesu (1873-1897) – Karmelitin und Kirchenlehrerin

„Der Menschensohn aber hat keinen Ort, wo er sein Haupt hinlegen kann“

Entsinne Dich der Herrlichkeit des Vaters. Entsinne Dich des göttlichen Glanzes den Du verließest, um im Exil hier auf Erden alle armen Sünder loszukaufen. O Jesus! Dich in die Jungfrau Maria herab hineinbettend, hast Du Deine unendliche Größe und Herrlichkeit verhüllt. Ach, jene mütterliche Brust die Dir zum zweiten Himmel wurde. Entsinne Dich […] Entsinne Dich, wie an anderen Ufern die goldenen Gestirne und der silberne Mond, die ich in wolkenloser Bläue bestaune, Deine Kinderaugen entzückt und verzaubert haben. Mit jener kleinen Hand, die Maria streichelte, stützest Du die ganze Welt und schenktest ihr Leben. Und dachtest an mich, Jesus, mein kleiner König. Entsinne Dich. Entsinne Dich, wie in Einsamkeit Du mit Deinen göttlichen Händen gearbeitet hast; unerkannt zu leben war Dir die liebste Übung. Du hast das Wissen der Menschen abgelehnt, Du, der Du mit einem Wort die Welt bezaubern konntest. Dir gefiel es, Deine tiefe Weisheit zu verbergen. Du schienst unwissend zu sein, O allmächtiger Herr! Entsinne Dich. Entsinne Dich, wie Du fremd auf Erden, heimatlos warst, Du, das Ewige Wort, hattest nichts; nein, nicht einmal einen Stein, keinen Unterschlupf, wie der Vogel der Lüfte. O Jesus, komm herein zu mir, komm, Deinen Kopf zu betten, komm, Dich aufzunehmen ist meine Seele ganz und gar bereit, mein liebster Retter, ruhe in meinem Herzen. Es gehört Dir.

(Gedicht der Hl. Theresia vom Kinde Jesu: „Mein liebster Jesus, entsinne Dich“)

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Tagesevangelium – 03.10.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 9,57-62

In jener Zeit als Jesus und seine Jünger auf ihrem Weg weiterzogen, redete ein Mann Jesus an und sagte: Ich will dir folgen, wohin du auch gehst. Jesus antwortete ihm: Die Füchse haben ihre Höhlen und die Vögel ihre Nester; der Menschensohn aber hat keinen Ort, wo er sein Haupt hinlegen kann. Zu einem anderen sagte er: Folge mir nach! Der erwiderte: Lass mich zuerst heimgehen und meinen Vater begraben. Jesus sagte zu ihm: Lass die Toten ihre Toten begraben; du aber geh und verkünde das Reich Gottes! Wieder ein anderer sagte: Ich will dir nachfolgen, Herr. Zuvor aber lass mich von meiner Familie Abschied nehmen. Jesus erwiderte ihm: Keiner, der die Hand an den Pflug gelegt hat und nochmals zurückblickt, taugt für das Reich Gottes.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé