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11.09.2018 – Dienstag der 23. Woche im Jahreskreis

Hl. Ambrosius (340-397) – Bischof von Mailand und Kirchenlehrer

Jesus ging auf einen Berg, um zu beten

„Es geschah aber in diesen Tagen, dass er auf einen Berg ging, um zu beten. Und er verbrachte die ganze Nacht im Gebet zu Gott.“ Nicht jeder, der betet, erklimmt den Berg […] wer gut betet, erklimmt vom Irdischen zum Höheren fortschreitend den Gipfel erhabenen Mühens. Doch nicht der steigt zur Bergeshöhe auf, der viel auf weltlichen Reichtum und Ehre bedacht ist; nicht steigt zur Bergeshöhe auf, der begehrlich das Besitzrecht auf fremden Grund und Boden anstrebt. Der steigt empor, der Gott sucht; der steigt empor, der des Herrn Hilfe für seinen Lebenslauf sich erfleht. Alle Großen, alle Hochgesinnten steigen zum Berge auf; denn nicht jedem gilt des Propheten Wort: „Auf hohen Berg steige hinauf du, der du die Freudenbotschaft für Sion bringst; erhebe mit Kraft deine Stimme, der du die Freudenbotschaft für Jerusalem bringst“ (Jes 40,9). Nicht mit leiblichen Schritten, sondern mit erhabenen Taten steig diesen Berg hinauf! Folge Christus […] Sieh dich im Evangelium um! Da wirst du finden, dass nur die Apostel mit dem Herrn den Berg hinaufgestiegen sind.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Tagesevangelium – 11.09.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 6,12-19

In jenen Tagen ging Jesus auf einen Berg, um zu beten. Und er verbrachte die ganze Nacht im Gebet zu Gott. Als es Tag wurde, rief er seine Jünger zu sich und wählte aus ihnen zwölf aus; sie nannte er auch Apostel. Es waren Simon, dem er den Namen Petrus gab, und sein Bruder Andreas, dazu Jakobus und Johannes, Philippus und Bartholomäus, Matthäus und Thomas, Jakobus, der Sohn des Alphäus, und Simon, genannt der Zelot, Judas, der Sohn des Jakobus, und Judas Iskariot, der zum Verräter wurde. Jesus stieg mit ihnen den Berg hinab. In der Ebene blieb er mit einer großen Schar seiner Jünger stehen, und viele Menschen aus ganz Judäa und Jerusalem und dem Küstengebiet von Tyrus und Sidon strömten herbei. Sie alle wollten ihn hören und von ihren Krankheiten geheilt werden. Auch die von unreinen Geistern Geplagten wurden geheilt. Alle Leute versuchten, ihn zu berühren; denn es ging eine Kraft von ihm aus, die alle heilte.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé

Radikaler Islam an Schulen

Lehrerin bricht Schweigen zu radikalem Islam an Schulen

Buch sorgt schon vor Veröffentlichung für politischen Wirbel.

Wien. Susanne Wiesinger, Lehrerin an einer Neuen Mittelschule in Wien-Favoriten bricht ihr Schweigen über radikalen Islam an Schulen. Am Montag erscheint ihr neues Buch zum Thema „Kulturkampf im Klassenzimmer“. Sie erzählt darin ihre Erlebnisse an der Schule vor allem nach den Anschlägen auf „Charlie Hebdo“ in Paris 2015. In ihrer Klasse gab es mehrere muslimische Schüler, die die Attentäter feierten, so Wiesinger.

„Islam das Wichtigste in ihrem Leben“

Religiöse Gebote und Verbote würden das Denken dieser muslimischen Schüler beherrschen. Islam sei für sie das Wichtigste in ihrem Leben geworden, schreibt Wiesinger in der „Kleinen Zeitung“.

Viele muslimische Schüler gehorchten ihrem Glauben. Alles andere müsse sich unterordnen. „Die Religion hatte unsere Schule im Griff“, so Wiesinger, die weiterschreibt, dass die Lehrer an der Wiener Schule mit der Situation nach den Anschlägen in Paris überfordert waren.

„Wollen mit unserer Kultur nichts zu tun haben“

„Das ging so weit, dass diese Schüler mit unserer Kultur nichts zu tun haben wollten, sie hassten und sie immer mehr auch aktiv bekämpfen wollten. So wie die „Charlie Hebdo“-Terroristen, die genau deswegen von ihnen bewundert wurden“, schreibt Wiesinger in der „Kleinen Zeitung“.

„Es ist zu stark. Wir sind zu schwach“

Lehrer würden vor dem religiösen Gedankengut resignieren. „Es ist zu stark. Wir sind zu schwach“, sagten sich einige Pädagogen, die in einer völlig anderen Welt leben würden als ihre muslimischen Schüler, so Wiesinger.

„Natürlich gab es Beispiele gelungener Integration. Man konzentrierte sich allerdings nur auf diese und übersah dabei die immer größer werdenden Brennpunkte“, schildert sie weiter.

Politischer Wirbel um Buch

Das aktuelle Buch über Integrationsprobleme muslimischer Schüler an österreichischen Schulen hat am Sonntag für heftige Reaktionen aus der ÖVP und der FPÖ geführt. Beide Parteien warfen der rot-grünen Wiener Stadtregierung Versagen vor. Das Thema wurde auch in der ORF-„Pressestunde“ mit Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) diskutiert.

Susanne Wiesinger, eine Wiener Lehrerin an einer Neuen Mittelschule, spricht schon seit einigen Monaten öffentlich über die Integrationsprobleme an Wiener Schulen. Nun hat sie darüber ein Buch mit dem Titel „Kulturkampf im Klassenzimmer“ geschrieben. Darin berichtet sie u.a. von Beschneidungen und muslimischen Mädchen, die von ihren Mitschülern bedroht werden, wenn sie sich nicht angemessen kleiden.

ÖVP-Generalsekretär Karl Nehammer sprach von einem „erschütternden Tatsachenbericht“. „Radikalisierung und muslimische Parallelwelten sind Realität“, die Schilderungen der Wiener Lehrerin „zeigen ein gefährliches Sittenbild“. Er forderte die Wiener Stadtpolitik auf, hier „endlich aufzuräumen“.

„Schleichende Islamisierung“

„Die schleichende Islamisierung in Wiens Klassenzimmern ist keine stille und heimliche, sondern eine mit Pauken und Trompeten vonstattengehende. Nur der Stadtschulrat und die rot-grüne Stadtregierung möchten davon nichts wissen bzw. verschließen davor die Augen“, kritisierte auch FPÖ-Stadtrat Maximilian Krauss und appellierte an die Stadtregierung, „diesen Hilferuf endlich ernst zu nehmen“ und einen runden Tisch zu diesem Thema einzuberufen.

„Die undifferenzierte rot-grüne Willkommenskultur trägt nun ihre Früchte. Radikalisierung und islamische Parallelwelten sind in Wiens Klassenzimmern längst angekommen und werden von Rot-Grün nach wie vor ignoriert und schöngeredet“, attestierte auch ÖVP-Stadtrat Markus Wölbitsch.

Quelle: oe24.at Bild: APA/dpa/Monika Skolimowska

Tut der Vatikan genug, um Missbrauch aufzuklären?

Von Dominik Straub

Missbrauchsskandale erschüttern nach wie vor die katholische Kirche. Nun hat Papst Franziskus Reue und Scham bekundet. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Die Worte sind ein deutliches Bekenntnis. Papst Franziskus hat in einem Brief an die Gläubigen in aller Welt zugegeben, dass die katholische Kirche den Schmerz von Missbrauchsopfern lange ignoriert habe. Anlass ist der Missbrauchsskandal in Pennsylvania, bei dem sich mehr als 300 Priester in den vergangenen 70 Jahren an Tausenden Kindern vergangenen haben sollen. Der Papst schreibt: „Mit Scham und Reue geben wir als Gemeinschaft der Kirche zu, dass wir nicht dort gestanden haben, wo wir eigentlich hätten stehen sollen, und dass wir nicht rechtzeitig gehandelt haben, als wir den Umfang und die Schwere des Schadens erkannten, der sich in so vielen Menschenleben auswirkte. Wir haben die Kleinen vernachlässigt und alleingelassen.“

Welche Rolle spielt der Papst beim Kampf gegen den Missbrauch?

Franziskus hatte schon kurz nach seiner Wahl zum Papst im Frühjahr 2013 angekündigt, die bereits von seinem Vorgänger Benedikt XVI. eingeleitete Politik der „Null-Toleranz“ gegenüber dem sexuellen Missbrauch durch Kleriker in aller Entschlossenheit fortzusetzen. In der Praxis ist aber wenig passiert: Die vom Papst angeprangerte „anomale Verständnisweise von Autorität in der Kirche“ und die Vertuschungskultur in zahlreichen Diözesen konnte fortbestehen. Der Grund für die zögerliche Aufarbeitung und Bekämpfung des sexuellen Missbrauchs sind nicht allein konservative oder pädophile Seilschaften in der Kurie von Rom, die Aufklärung und Strafen verhindert haben. Das Problem ist der Papst selber.

Schützt Franziskus womöglich sogar die Täter?

Unter Franziskus haben diverse Bischöfe und Kardinäle Karriere gemacht, die verdächtigt werden, sexuellen Missbrauch vertuscht zu haben oder gar selber daran beteiligt gewesen zu sein. Das eklatanteste Beispiel dafür ist der australische Kardinal George Pell, den Franziskus zum mächtigen Finanzchef des Vatikans ernannt hatte und der sein Amt erst vor Kurzem „auf Eis legen“ musste, um sich in seiner Heimat einem Strafprozess zu stellen. Nach wie vor müssen hohe Kleriker auch bei begründetem Verdacht, Missbrauch begangen oder vertuscht zu haben, nicht zwangsläufig mit einer Suspendierung rechnen, bis ihre Schuld oder Unschuld gerichtlich geklärt ist. Dies zeigt unter anderem der Fall von Kardinal Ricardo Ezzati Andrello, Erzbischof von Santiago de Chile. Trotz staatlicher Ermittlungen ist er uneingeschränkt als Erzbischof und Kardinal im Amt.

Dass der Papst selber nicht gegen den Reflex gefeit ist, mutmaßliche Täter zu schützen, verriet er bei seiner Südamerika-Reise im Januar. Franziskus hatte gegenüber einer Journalistin Vorwürfe, wonach Bischof Juan Barros aus der südchilenischen Stadt Osorno einen verurteilten Kinderschänder geschützt habe, in schroffen Worten zurückgewiesen: „Das ist alles Verleumdung, ist das klar?“ Für eine Mitwisserschaft des Bischofs gebe es „nicht den geringsten Beweis“, hatte der Papst betont. Die Äußerung hatte scharfe Kritik ausgelöst – auch innerhalb des Vatikans. In der Folge entschuldigte sich Franziskus: „Wenn der Papst sagt, bringt mir Beweise, dann ist das eine Ohrfeige für die Opfer.“ Er sei sich bewusst, dass die meisten Missbrauchsopfer keine Beweise für das Erlittene beibringen könnten oder sich schämten, diese offenzulegen.

Wie weit ist der Vatikan mit der Aufarbeitung?

Zwar hat Franziskus unter anderem eine Kommission eingesetzt, die Vorschläge zum Schutz von Kindern ausarbeiten sollte; gleichzeitig hat er die Schaffung eines Sondertribunals versprochen, das Geistliche im Fall von Vertuschung zur Rechenschaft ziehen soll. Doch die Kommission hat in den ersten vier Jahren kaum je getagt; zwei ihrer Mitglieder, die in ihrer Jugend selber Opfer sexuellen Missbrauchs durch Priester geworden waren, sind ausgetreten: Sie werfen der Kommission „Untätigkeit“ vor. Auf ein Sondertribunal zur Verfolgung von fehlbaren Priestern und von Bischöfen und Kardinälen, die sich der Vertuschung schuldig gemacht haben, wartet man bis heute.

„Bei den meisten der angekündigten Maßnahmen handelt es sich um Lippenbekenntnisse“, erklärte der italienische Vatikanexperte Emiliano Fittipaldi, der ein Buch über Missbrauch in der katholischen Kirche veröffentlicht hat. Fittipaldi wies anhand von Gerichtsakten, Briefen und lokalen Zeitungsberichten nach, dass die im Vatikan für die Missbrauchsfällezuständige Glaubenskongregation in vielen Fällen weiterhin ihre Zusammenarbeit mit den zivilen Ermittlungsbehörden verweigert und interne Dokumente unter Verschluss hält. Allzu oft würden Priester, die sich an Minderjährigen vergangen hätten, weiterhin bloß versetzt statt exkommuniziert und gerichtlich bestraft.

Welche Möglichkeiten gibt es für unabhängige Untersuchungen?

Obwohl der Abscheu des Papstes über den sexuellen Missbrauch glaubwürdig ist, sind unter ihm innerhalb der Kirche keine neuen Strukturen geschaffen worden, die in Missbrauchsfällen eine wirklich unabhängige Untersuchung garantieren würden. In den Diözesen ist weiter der Bischof zuständig, im Vatikan ist es die Glaubenskongregation als höchste Instanz. Der päpstliche Anti-Missbrauchs-Experte Hans Zollner erklärte vergangene Woche im Tagesspiegel, dass der Aufklärungswille in der Glaubenskongregation zwar durchaus vorhanden sei. Aber angesichts der Fülle und Komplexität der Fälle sei deren Personalausstattung „völlig ungenügend“. Außerdem brauche es eine Verfahrensbeschleunigung sowie – noch viel grundlegender – erst einmal eine kirchliche „Konkretisierung der Straftatbestände“.

Quelle: tagesspiegel.de Bild: Screens.

 

10.09.2018 – Montag der 23. Woche im Jahreskreis

Der sogenannte Barnabasbrief (um 130)

Der Sabbat des achten Tages, Vollendung der Schöpfung

Ferner ist auch in den zehn Geboten, in denen der Herr auf dem Berge Sinai zu Moses von Angesicht zu Angesicht gesprochen hat, über den Sabbat geschrieben: „Und heiliget den Sabbat des Herrn mit reinen Händen und reinem Herzen“. Und an einer anderen Stelle sagt er: „Wenn meine Söhne den Sabbat halten, dann will ich mein Erbarmen hingeben über sie“. Den Sabbat erwähnt er am Anfang der Schöpfung: „Und der Herr schuf in sechs Tagen die Werke seiner Hände, und am siebten Tage hatte er sie vollendet, und er ruhte an diesem Tage und heiligte ihn“ (Gen 2,2-3). Merkt auf Kinder, was bedeutet das „in sechs Tagen vollendete er sie“. Das heißt, dass in sechstausend Jahren der Herr alles vollenden wird […] Und am siebten Tage ruhte er. Das heißt: Wenn sein Sohn kommt und der Zeit des Bösen ein Ende machen und die Gottlosen richten und die Sonne, den Mond und die Sterne umändern wird, dann wird er ruhmvoll ruhen am siebten Tage. Ferner sagt er: „Du sollst ihn heiligen mit reinen Händen und reinem Herzen“. Wenn nun jemand den Tag, den der Herr geheiligt hat, jetzt schon heiligen kann mit reinem Herzen, dann sind wir völlig im Irrtum. Siehe, dass wir erst dann recht ruhen und ihn heiligen werden, wenn wir dazu imstande sind, weil wir selbst gerechtfertigt sind und das Evangelium empfangen haben, wenn es kein Unrecht mehr gibt, vielmehr alles vom Herrn neu geschaffen ist; erst dann also werden wir ihn heiligen können, wenn wir selbst zuerst geheiligt sind.

Quelle: Bibliothek der Kirchenväter, München 1918

Tagesevangelium – 10.09.2018

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 6,6-11

An einem anderen Sabbat ging Jesus in die Synagoge und lehrte. Dort saß ein Mann, dessen rechte Hand verdorrt war. Die Schriftgelehrten und die Pharisäer gaben acht, ob er am Sabbat heilen werde; sie suchten nämlich einen Grund zur Anklage gegen ihn. Er aber wusste, was sie im Sinn hatten, und sagte zu dem Mann mit der verdorrten Hand: Steh auf und stell dich in die Mitte! Der Mann stand auf und trat vor. Dann sagte Jesus zu ihnen: Ich frage euch: Was ist am Sabbat erlaubt: Gutes zu tun oder Böses, ein Leben zu retten oder es zugrunde gehen zu lassen? Und er sah sie alle der Reihe nach an und sagte dann zu dem Mann: Streck deine Hand aus! Er tat es, und seine Hand war wieder gesund. Da wurden sie von sinnloser Wut erfüllt und berieten, was sie gegen Jesus unternehmen könnten.

Quelle: CFM.SCJ Archiv Yaoundé