Neue Kardinäle bei Papst emeritus Benedikt XVI. Bild: Ⓒ Siciliani (KNA)
Stippvisite beim Emeritus
Die vom Papst neu ernannten Kardinäle haben dem ehemaligen Papst Benedikt XVI. am Samstagabend einen Besuch abgestattet. Wie der Vatikan mitteilte, begleitete Papst Franziskus die elf in Rom anwesenden neuen Purpurträger in das Vatikan-Kloster „Mater ecclesiae“.
Neue Kardinäle bei Papst emeritus Benedikt XVI. Bild: Ⓒ Siciliani (KNA)
Dort, in den Vatikanischen Gärten, lebt sein Vorgänger. Die Neu-Kardinäle stellten sich dem früheren Papst dort vor. Wie der Privatsekretär Benedikts XVI., Erzbischof Georg Gänswein, der Katholischen NAchrichten-Agentur (KNA) sagte, legte der 93-jährige Emeritus den neu ernannten Kardinälen drei Dinge ans Herz: Freude im Glauben an Gott, den Advent als Vorbereitungszeit sowie Dankbarkeit gegenüber dem Papst als Nachfolger des Petrus.
Papst Franziskus bei Papst emeritus Benedikt XVI.Bild: Ⓒ Siciliani (KNA)
Zuvor hatte Franziskus bei einer Feier im Petersdom 13 Männern die Kardinalswürde verliehen. Zwei von ihnen, die Bischöfe Cornelius Sim aus Brunei und Jose Fuerte Advincula von den Philippinen, konnten pandemiebedingt nicht nach Rom reisen, nahmen aber via Internet an der Feier teil.
Reagierte auf harmlose Nachfragen aggressiv: Donald Trump zeigte sich erstmals wieder vor der Presse. Bild: Semansky, AP, dpa
Donald Trump kündigt zwar eine friedliche Amtsübergabe an, verbreitet aber weiter absurde Theorien. Arbeitet er an seiner eigenen Dolchstoßlegende?
Eigentlich begehen die Amerikaner das Thanksgiving-Fest im Familienkreis. Donald Trump drängte es am Feiertag in die Öffentlichkeit. Und er war auf Krawall gebürstet. „Reden Sie nicht so mit mir!“, fuhr er den in Journalistenkreisen als freundlich bekannten Korrespondenten Jeff Mason an: „Sie sind ein Leichtgewicht. Ich bin der Präsident der Vereinigten Staaten!“
Diese Feststellung gilt allerdings nur noch für sechs Wochen – und Trump kann die Realität weiter nicht akzeptieren. Zum ersten Mal nach der Wahl am 3. November stellte er sich am Donnerstag den Fragen von Journalisten. „Das war eine manipulierte Wahl. Hundert Prozent“, behauptete er und fabulierte von „massivem Betrug“. Als Mason es wagte, nach einem Beleg zu fragen, fuhr Trump aus der Haut. Er beschimpfte den Reporter wild und entzog ihm das Wort.
Donald Trumps Klagewelle gegen die US-Wahl weiterhin erfolglos
Zwar antwortete der abgewählte Präsident später auf die Frage, ob er das Weiße Haus friedlich räumen werde, wenn das Wahlkollegium den Sieg von Joe Biden besiegelt: „Sicherlich werde ich das tun.“ Zuvor aber betonte er, dann würden die Wahlleute „einen Fehler“ machen. Biden habe „niemals 80 Millionen Stimmen“ bekommen. „Windige Beamte“ und „Staatsfeinde“ in Pennsylvania und Georgia hätten das Ergebnis manipuliert. Mit dieser haltlosen Behauptung begründet Trump auch die Klagewelle, die er angestoßen hat – bisher erfolglos. Von 39 Vorstößen wurden 38 von den Gerichten negativ beschieden oder gar nicht angenommen. Die Republikaner veranstalten nun öffentliche Schein-Anhörungen zu vermeintlichen Wahlmanipulationen.
„Ich denke, von jetzt bis zum 20. Januar wird noch viel passieren“, widersprach Trump jedem Gedanken an ein Einlenken. Tatsächlich bleiben ihm nach der Verfassung noch sieben Wochen im Amt. Am 14. Dezember tritt das Wahlleutegremium zusammen. Dort scheint Biden eine Mehrheit von 306 Stimmen der 538 Stimmen sicher. Offiziell ausgezählt wird das Ergebnis in Anwesenheit beider Kammern des US-Kongresses am 6. Januar. Zwei Wochen später findet die Inauguration des neuen Präsidenten statt.
Begnadigt US-Präsident Donald Trump sich selbst?
Die verbleibende Zeit dürfte Trump nicht nur nutzen, um politische Weggefährten und möglicherweise sich selbst zu begnadigen. Er dürfte auch alles daran setzen, weitere Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Wahl zu schüren und die Biden-Präsidentschaft zu delegitimieren. In der Nacht zum Freitag twitterte er: „Ich habe gewonnen!“
Auch von Donald Trump begnadigt: Dieser Truthahn. Bild: Kaster, AP, dpa
„Trump schwankt zwischen Wahnvorstellungen und dem Furor, seine massive Erfahrung der Niederlage noch abzuwenden“, analysierte Tony Schwartz, Ghostwriter von Trumps Erfolgsbuch „The Art of the Deal“: „Er ist jämmerlich geworden“. Tatsächlich scheinen sich in Trumps Wirklichkeitsverweigerung rationale und irrationale Motive zu mischen. Für den einstigen Reality-TV-Star macht es durchaus Sinn, seine Person im Gespräch und die Trump-Show am Laufen zu halten. Das sichert ihm Spenden und verschafft ihm Zeit, seine künftige Rolle in der republikanischen Partei auszuloten, die er durch die Dolchstoßlegende an seine Person bindet.
New York Times: „Am Ende wird der Präsident von einem Wort gejagt: Verlierer“
Eine stärkere Rolle aber dürfte sein gekränkter Narzissmus spielen. „Am Ende wird der Präsident von einem Wort gejagt: Verlierer“, analysierte die New York Times auf ihrer Titelseite. Der Autor Dan Barry zeichnet darin nach, wie Trump in seiner beruflichen Laufbahn immer wieder Niederlagen mit absurden Lügen als Erfolge zu verkauften suchte. So behauptete er 1990, als sein Casino Taj Mahal überstürzt mit nur einem Viertel der Slot-Maschinen eröffnete, die Automaten seien in Flammen aufgegangen, weil die Gäste so wild gespielt hätten. Ein Jahr später war das Casino pleite.
Dieser Moment droht dem Präsidenten am 20. Januar. Seine Niederlage eingestehen aber wird er wahrscheinlich nie. „Das wäre eine sehr schwierige Sache“, gestand Trump.
„Unter den Einwanderern, die versuchen, von Syrien über die Türkei nach Europa zu gelangen, sind Tausende von Dschihadisten infiltriert. Dies erklärte Najib Mikhael Moussa, seit 2018 chaldäischer Erzbischof von Mosul; er war einer der fünf Finalisten des Sacharow-Preises 2020, der jedoch letztlich an die demokratische Opposition in Belarus verliehen wurde. Der Erzbischof wurde im Oktober zur Preisverleihung ins Europäische Parlament eingeladen und sagte, er sei „besorgt“ über das, was in Europa und insbesondere in Frankreich geschieht. Migration sei, wie der Terrorismus, nicht nur ein islamisches Problem, sagte er, sondern werde politisch und geopolitisch von denen genutzt, die Europa „destabilisieren“ wollen.
Monsignore Mikhael griff den Inhalt seiner Rede vor dem National Catholic Register auf und erklärte:
„Ich war viele Male in der Türkei und habe die Flüchtlingslager besucht. Die Türkei hält alle diese Menschen in dem Wissen, dass sie ihre Türen öffnen kann, wann immer sie will. Das Problem der Migranten ist nicht nur ein humanitäres, sondern auch ein politisches. Sie werden für politische Zwecke benutzt. Bei dem, was in Frankreich und anderswo geschieht, bei Gewalt und Terrorismus, geht es nicht nur um den Islam. Es gibt Länder, die in das politische und menschenrechtliche System Europas eindringen und es destabilisieren wollen. Religion wird also für politische Zwecke benutzt. Natürlich gibt es religiöse Motive hinter den Anschlägen, aber diese sind nur ein Teil des Problems. Viele Länder sind davon überzeugt, dass sich der Islam leichter ausbreiten kann, wenn der Westen in Bezug auf die Sicherheit destabilisiert ist.
„DER RADIKALE ISLAM KANN NICHT IN EUROPA INTEGRIERT WERDEN“.
„Der radikale Islam kann nicht in ein Land wie Frankreich integriert werden. Wenn wir den Koran aus der Medina-Zeit heranziehen, kann das nicht funktionieren. Diese Texte unterstützen die Schaffung einer durch eine Religion geeinten Menschheit. Dagegen sind die Texte aus der Mekka-Zeit friedlicher; leider sind sie durch die Medina-Texte de facto aufgehoben worden. Die meisten Muslime in Europa berufen sich auf diese Texte, die im Koran den Medina-Texten zeitlich vorangehen, als Grundlage für die Integration; aber an sich sind diese Texte nicht mehr gültig und Muslime können in ihren Herkunftsländern, von Saudi-Arabien bis Ägypten, nicht nach diesen Regeln leben. Die Muslimbruderschaft zum Beispiel lehnt die Medina-Texte völlig ab. Der „Islamische Staat“ zieht die Medina-Texte als Grundlage für seine terroristischen Aktionen und zur Förderung von Massenkonversionen heran. Während meiner Jugend in Mosul wurde die Scharia nicht wirklich angewandt, und 90% der Frauen trugen keinen Schleier; jetzt kehren diese schädlichen Ideologien zurück und verbreiten sich in den Schulen, genauso wie in Europa. Wir haben es zugelassen. Diese fanatischen Netzwerke könnten nicht gedeihen, wenn die europäischen Länder Gesetze dagegen durchsetzen würden. Ich missbillige diese westliche Laxheit.
NEIN ZUR UNTERSCHIEDSLOSEN AUFNAHME
„Die Aufnahme von Flüchtlingen ist ein Thema der Nächstenliebe, was grundsätzlich christlichem Denken entspricht. Ich denke jedoch, dass bestimmte Gesetze in Europa geändert werden müssen, damit diejenigen, die sich nicht an die Gepflogenheiten der Gastländer anpassen können, in ihre Herkunftsländer zurückgeschickt werden können. Und wenn ihre Länder sie nicht zurückhaben wollen, ist das an sich ein Beweis dafür, dass sie Terroristen sind. In diesem Fall müssen sie von ihren Familien und von allem, was zu ihrer Radikalisierung geführt hat, abgeschnitten werden und wir müssen versuchen, sie von der Gehirnwäsche, der sie unterzogen wurden, durch Rehabilitationsprogramme zu heilen. Ich sehe keine andere Möglichkeit, die Menschen in Europa zu schützen. Es ist nicht Europa, das diese Extremisten herbeigeholt hat. Sie könnten in Länder gehen und dort leben, die ihren religiösen und ideologischen Überzeugungen nahe stehen. Warum kommen sie auf der Suche nach ihren alternativen Werten nach Europa, wenn ihnen die europäischen Werte nicht gefallen? Diese Menschen kommen, um Europa zu destabilisieren und den anderen Muslimen zu schaden, die gekommen sind, um sich von einer bestimmten islamistischen Kultur zu befreien, die die Menschen ihrer Freiheit beraubt. Ich habe viele muslimische Freunde, die diese extremistischen Ansichten nicht teilen und einen freien Geist haben, aber im Irak gelten sie etwa nicht als echte Muslime. Für Fanatiker gilt zum Beispiel, dass ein Muslim einen Christen nicht grüßen darf, und wenn ein Christ einen Muslim grüßt, darf dieser nicht antworten. Wenn ein Muslim sich vom Islam abwendet, läuft er Gefahr, jederzeit wegen Apostasie getötet zu werden. Und Gleichheit zwischen Männern und Frauen kann für Fanatiker ipso facto nicht existieren. Menschen, die diesem Modell folgen, werden nie in der Lage sein, sich in eine westliche Gesellschaft zu integrieren. Glücklicherweise sind nicht alle Muslime und Migranten Radikale“.
„EIN BAUM OHNE WURZELN WIRD VERTROCKNEN“
Europa, so Monsignore Mikhael weiter, hat jedoch seinen Teil der Verantwortung: „Es war falsch, dass Europa seine spirituellen und kulturellen Wurzeln abgeschnitten hat, weil es auf diese Weise geschwächt wurde. Ein Baum ohne Wurzeln kann nur vertrocknen“. Schließlich äußert er sich zu den Karikaturen Mohammeds, die die islamische Welt so erzürnt haben: „Ich bin nicht für Karikaturen, die andere herabsetzen und verspotten. Das Recht auf freie Meinungsäußerung ist ein Grundrecht, aber die Praxis, zu versuchen, die Empfindungen anderer zu verletzen, darf moralisch nicht gefördert werden. Nicht zuletzt, weil unschuldige Menschen für die Folgen bezahlen, wie die drei Christen in Nizza, die beim Beten auf barbarische Weise getötet wurden. Und auch wir Christen im Osten haben mittlerweile diese Rechnung zu begleichen. Der antifranzösische Hass, und folglich der antiwestliche Hass, wird immer stärker“.
Kommentar von VoxNews: Es gibt keinen Unterschied zwischen „radikalem Islam“ und „Islam“, denn der Islam ist einfach an sich radikal. Der Koran ist Gesetz, weil er für gläubige Moslems das Wort Gottes ist. Man kann also nicht islamisch sein, ohne dem Koran buchstabengetreu zu folgen. Und der Koran will unter anderem die Unterwerfung oder den Tod von Ungläubigen.
Es ist ein Aufruf der Bischöfe in großer Not: Eine halbe Million Menschen sind nach Einschätzung der Regierung von Mosambik seit Oktober 2017 vor Islamisten in der Provinz Cabo Delgado in Mosambik geflohen.
„Wir drücken den Mitbürgern in Cabo Delgado unsere brüderliche Nähe aus und versichern ihnen unser ständiges Gebet in der Hoffnung, Wege des Dialogs zu finden, die das Ende des schrecklichen Konflikts und der daraus resultierende humanitäre Krise begünstigen“, so die Bischöfe in einer Stellungnahme.
Die Hirten waren vom 9. bis 14. November in der Hauptstadt Maputo zusammengekommen.
Wie CNA berichtete, haben Kämpfer des Islamischen Staates in Zentralafrika (ISCAP) in den vergangenen Wochen mehrere Dörfer in der Region überfallen. Die Dschihadisten enthaupteten zahlreiche Menschen, darunter Minderjährige, und entführten zahlreiche Kinder.
Im abschließenden Kommuniqué bekräftigen die Bischöfe ihr Bemühen, in dieser großen Not für die ihnen anvertrauten Gläubigen ein Zeichen der Hoffnung zu setzen.
Zu den Problemen unter denen die Menschen leiden, gehörten neben dem islamischen Terror auch die Coronavirus-Pandemie sowie „verschiedene Formen von Gewalt, Entführungen, Kriminalität und Menschenrechtsverletzungen, die sich in der mosambikanischen Gesellschaft vermehren“, so Fides.
Die Bischofskonferenz erinnert an die Besorgnis und die konkreten Gesten von Papst Franziskus gegenüber der mosambikanischen Bevölkerung. Sie unterstreichen die Bedeutung der Bildung auf allen Ebenen für die Förderung der sozialen Entwicklung sowie die Dringlichkeit, das historische Gedächtnis Mosambiks wiederherzustellen, um einen echten Weg der nationalen Versöhnung zu verwirklichen.
Unterdessen sind Terroristen aus Nordmosambik, die in Ruvuma die Grenze zwischen Tansania und Mosambik überqueren, in einigen Dörfer in Tansania aktiv. Nach Angaben der tansanischen Polizei fielen mehr als 300 schwer bewaffnete Terroristen, von denen angenommen wird, dass sie mit ISCAP in Verbindung stehen, in das Dorf Kitaya am Ufer des Ruvuma ein, wo sie Häuser zerstörten und mehr als 20 Menschen töteten. Sicherheitsquellen vermuten, dass die Terroristen junge Menschen in den Küstenregionen, insbesondere in Pwani,Tanga und Mtwara rekrutieren wollen, deren Einwohner sich mit sozialen, wirtschaftlichen und politische Missständen konfrontiert sehen. Die Dschihadisten nutzen die Unzufriedenheit arbeitsloser Jugendlicher, um neue Kämpfer zu rekrutieren, so „Fides“.
Weil die Lehrerin Elterngespräche angekündigt hatte, drohte ein muslimischer Schüler in Berlin mit Gewalt und Enthauptung.
Berlin – Ein elfjähriger Schüler soll seine eigene Lehrerin an der Christian-Morgenstern-Grundschule in Berlin-Spandau bedroht haben, nachdem diese ihre Klasse auf die bevorstehenden Elterngespräche hingewiesen hatte. Die Lehrerin soll ihren Schülern erklärt haben, dass diese Gespräche wichtig seien, weil dort Probleme angesprochen werden. Eltern, die nicht kooperieren, hätten mit Konsequenzen zu rechnen.
Daraufhin soll der 11-Jährige ausgerastet sein. „Wenn das passiert, weil meine Eltern nicht gekommen sind, dann mache ich mit dir das Gleiche wie der Junge mit dem Lehrer in Paris“, so der Schüler laut focus.de zu seiner Lehrerin. (Anm. Mitte Oktober hatte ein 18-jähriger tschetschenischer Islamist den Geschichtslehrer Samuel Paty (47) auf offener Straße enthauptet, nachdem dieser Mohammed-Karikaturen im Klassenzimmer gezeigt hatte).
Der 11-Jährige war schon einmal mit gewaltbereiten Äußerungen aufgefallen, so die Schulpädagogin: „Ich war dabei, als der Junge direkt nach der Schweigeminute für Samuel Paty erklärte, man dürfe jemanden töten, der den Propheten beleidigt habe, das sei in Ordnung.“
Es habe sich um die „sicherste Wahl der amerikanischen Geschichte“ gehandelt. Hochrangige Vertreter der US-Wahlbehörden sehen keinerlei Belege für Betrug oder andere Unregelmäßigkeiten bei der Präsidentschaftswahl. Die Wahl am 3. November sei „die sicherste der amerikanischen Geschichte“ gewesen, betonten die Vertreter von Behörden der US-Bundesregierung wie von Bundesstaaten am Donnerstag in einer gemeinsamen Erklärung. Die Behördenvertreter widersprachen damit Präsident Donald Trump, der seine Niederlage gegen den Oppositionskandidaten Joe Biden nicht anerkennen will und ohne Vorlage jeglicher Beweise vermeintlichen massiven Wahlbetrug anprangert.
Keine Belege
Es gebe keine Belege dafür, dass Stimmen bei der Wahl „gelöscht“ worden, „verloren“ gegangen oder „verändert“ worden seien und das Funktionieren der Wahlverfahren „in irgendeiner Weise“ beeinträchtigt gewesen sei, hieß es in der Erklärung der Wahlbeauftragten.
Große Medien hatten Biden am Samstag aufgrund vorläufiger Auszählungsergebnisse zum Sieger ausgerufen. Anwälte Trumps gehen juristisch gegen die Stimmauszählungen in einzelnen Bundesstaaten vor.
Der voraussichtlich designierte US-Präsident Joe Biden hat am Donnerstag mit Papst Franziskus telefoniert. Dies teilten Mitarbeiter Bidens vor wenigen Stunden mit.
Der Katholik und ehemalige US-Vizepräsident sei vom Papst zu seinem Wahlsieg beglückwünscht worden.
Biden „dankte Seiner Heiligkeit für die Erteilung des Segens und die Glückwünsche“, teilte ein Sprecher mit.
Der voraussichtliche Wahlsieger habe wiederum dem Papst seine Wertschätzung für dessen Förderung von Frieden, Versöhnung und den Zusammenhalt der Menschheit ausgedrückt.
„Der designierte Präsident drückte seinen Wunsch aus, auf der Grundlage des gemeinsamen Glaubens an die Würde und Gleichheit der gesamten Menschheit in Fragen wie der Fürsorge für die Marginalisierten und Armen, der Bewältigung der Krise des Klimawandels und der Aufnahme und Integration von Migranten und Flüchtlingen in unseren Gemeinden zusammenzuarbeiten“, hieß es in dem Statement weiter.
Mehrere Medien erklärten Biden am 7. November zum Sieger der Präsidentschaftswahlen 2020, obwohl Präsident Donald Trump das Rennen offiziell noch nicht aufgegeben hat.
Biden ist der zweite Katholik, der nach derzeitigem Stand zum Präsidenten der USA gewählt wurde. Während die US-Bischofskonferenz Biden zu seinem Sieg bereits gratulierte, hat Bischof Michael Olson von Fort Worth, Texas, zum Gebet aufgerufen, da noch kein offizielles Ergebnis vorliegt: Olson rief alle Katholiken auf, für Frieden zu beten, falls die Ergebnisse vor Gericht angefochten werden.
Der Missbrauchs-Bericht über Ex-Kardinal McCarrick, den der Vatikan vorgestellt hat, schlägt Wellen. Ins Rollen gebracht hat das Verfahren der umstrittene Ex-Diplomat Carlo Maria Viganò. Hatte er im Endeffekt mit seinen Anschuldigungen doch Recht?
Er ist ein Schreckgespenst für viele in der katholischen Kirche. Sobald der Name Viganò irgendwo auftaucht, wird die Stirn gerunzelt. Er erregt Aufsehen mit Verschwörungsmythen, dass das Corona-Virus genutzt würde eine Weltregierung zu erschaffen, und mit einem strikten Anti-Papst/Pro-Trump-Kurs. Der Erzbischof und frühere Nuntius in den USA ist abgedriftet in eine ultrakonservative Szene, die sich von Fakten nicht mehr überzeugen lässt.
Dabei hätte er gerade im McCarrick-Verfahren eine ganz andere Rolle spielen können. “Er hätte der Held werden können“, resümiert der Rom-Kenner Christopher Lamb, der sich im Buch “The Outsider“ intensiv mit Franziskus‘ Gegnern und der Rolle Viganòs befasst hat.
Die Vatikan-Ermittlungen gegen den früheren Kardinal McCarrick sind durch einen aufsehenerregenden Brief Viganòs 2018 ans Licht gekommen. Damals wurde Viganò kritisiert und auch verspottet. Dabei wurden zumindest einige seiner Anschuldigungen nun durch den McCarrick-Bericht bestätigt. Hatte Viganò im Endeffekt also Recht, auch mit seiner Rücktrittsforderung an Papst Franziskus?
Die Vorgeschichte
Eigentlich war Carlo Maria Viganò mal ein angesehener Mann im Vatikan. Seit 1973 wirkte er im diplomatischen Dienst des Heiligen Stuhls, arbeitete wechselweise in Auslandsvertretungen wie dem Irak und Großbritannien, und im Vatikanischen Staatssekretariat. Dort kletterte er die Karriereleiter hoch und wurde 1998 zum Generalsekretär des Governatorats der Vatikanstadt ernannt, also zum Verwaltungschef der Stadt “Vatikan“. Dort machte er sich einen Ruf als Finanz-Aufräumer, was beim damaligen Kardinalstaatssekretär Bertone nicht gut ankam. Dies belegten später geleakte Dokumente.
Auf einmal hieß es: Viganò wird versetzt nach Washington, als Papst-Botschafter – Nuntius – für die USA. Schnell ging die Debatte los. Ist das eine Strafversetzung? Oder soll er die US-Kirche aufräumen? Die US-Nuntiatur gehört zu den wichtigsten in der Welt, von einem “Absägen“ kann man also nicht direkt sprechen. Trotzdem: Die wahren Hintergründe für diesen Schritt bleiben unklar.
Viganò und McCarrick
In seiner Amtszeit als Nuntius (2011-2016) habe Viganò nun festgestellt, dass es einiges an Missständen und Gerüchten rund um den Washingtoner Kardinal McCarrick gab. 2006 war dieser aus Altersgründen mit 75 Jahren zurückgetreten. Schlagzeilen machte er aber auch danach weiter. Der neue Vatikanbericht bestätigt: Schon vor seiner Ernennung zum Erzbischof der US-Hauptstadt gab es Gerüchte über McCarricks ausschweifendes Sexualleben. Aus den USA wurde Papst Johannes Paul II. abgeraten ihn zu ernennen. Die Ernennung erfolgte dennoch, McCarrick gewann an Einfluss in der Kurie und in Washington.
Unter Benedikt XVI. kam es dann zum Rücktritt und der Aufforderung, ein stilles Leben abseits der Öffentlichkeit zu führen. McCarrick hielt sich nicht daran, auch nicht nach dem Amtsantritt Papst Franziskus‘, da diese Anweisung nie öffentlich gemacht wurde.
Nun kommt Erzbischof Viganò ins Spiel. Dem Vatikan teilt er – nach eigenen Angaben – mehrmals mit, dass McCarrick immer noch öffentlich auftrete, und sich nicht an die Vatikananweisungen halte. Nach seiner Darstellung habe er die Kurienleitung – inklusive Papst Franziskus – mehrfach darüber informiert, aber nichts habe sich getan.
Ein offener Brief macht Schlagzeilen
Im August 2018 dann der Paukenschlag: In einem elfseitigen Brief macht Viganò seine Anschuldigungen öffentlich, und fordert Papst Franziskus sowie führende Kurienkardinäle zum Rücktritt auf, weil sie – nach seiner Auffassung – nicht gegen McCarrick vorgegangen seien. Papst Franziskus hat diese Nachricht auf dem Rückweg vom Weltfamilientreffen in Irland erreicht. Bei einer seiner improvisierten Pressekonferenzen im Flugzeug wurde er auf Viganòs Brief angesprochen und nach Konsequenzen gefragt. Franziskus antwortete nicht direkt darauf, sondern gab den Journalisten zu bedenken, dass sie sich ein eigenes Bild machen und den Inhalten des Briefes nachforschen sollen.
In der Öffentlichkeit und den Medien machte sich schnell ein Bild deutlich: Der in seiner Eitelkeit gekränkte Ex-Nuntius Viganò will gegen den Papst vorgehen, und greift sich dafür alle Vorwürfe, die sein Ziel unterstützen; zumal er sich in seinem Brief nicht nur auf den Fall McCarrick bezieht, sondern auch von “homosexuellen Seilschaften“ im Vatikan spricht
Warum das alles?
DOMRADIO.DE-Redakteur Jan Hendrik Stens hatte sich damals intensiv mit Viganòs Beweggründen befasst: “Einige Beobachter sehen eine Art Rachefeldzug Viganòs gegen Franziskus, weil dieser ihn nach seiner Emeritierung nicht zum Kardinal gemacht hat. Ferner wirft ihm Viganò ja auch vor, bei den Bischofsernennungen in den USA an der Nuntiatur vorbei agiert zu haben, was ungewöhnlich ist.“
Als Konsequenz des Schreibens wurde im Herbst 2018 eine Kommission eingesetzt, die den Fall McCarrick und das Vorgehen des Vatikans untersuchen sollte. Deren Bericht wurde in dieser Woche vorgestellt. Wer Viganòs Thesen damals leichtfertig abgetan hat, der muss jetzt zumindest zum Teil sein Urteil ändern. Der Bericht bestätigt, dass die Päpste Johannes Paul II. und Benedikt XVI. vom Fall McCarrick wussten, zumindest zeitweise aber trotzdem nichts unternommen haben. Ebendies gilt auch für Kurienchefs, wie die ehemaligen vatikanischen Staatsekretäre Sodano und Bertone.
Was wusste Franziskus?
Was nicht direkt bestätigt werden konnte, ist die Rolle von Papst Franziskus. Der Bericht spricht eher davon, dass das Thema zu Beginn seiner Amtszeit keine Rolle gespielt habe, da man im Vatikan davon ausging die Causa McCarrick habe sich mit Benedikts Anweisung zum zurückgezogenen Leben erledigt.
Franziskus schien wohl nie jemand etwas anderes gesagt zu haben, erklärt Bernd Hagenkord, bis 2019 Chef der deutschen Abteilung von Radio Vatikan, im Interview: “Es ist bewiesen, dass Papst Franziskus selber erst 2017, also vier Jahre nach seiner Wahl, von der ganzen Geschichte erfuhr, weil alle im Vatikan glaubten, das sei unter Benedikt XVI. schon längst behandelt worden.“
Die Rolle Viganòs
War die Kritik an Viganò 2018 also berechtigt oder nicht? Hätte er seinen Ruf retten können, wenn die Medien ihn nicht zum großen Papst-Widersacher stilisiert hätten? Der britische Vatikan-Journalist Christopher Lamb sieht die Verantwortung beim Ex-Diplomaten alleine, der anstelle von Kooperation und Aufklärung den Skandal genutzt habe, “um eine ideologische Schlacht mit Papst Franziskus anzuzetteln.“ Das sagte er gegenüber DOMRADIO.DE.
Viganò hätte die Gelegenheit gehabt, seine Kraft auf die Ermittlungen und die Lösung der Krise zu richten, war aber mehr auf seine eigene Selbstdarstellung fixiert, so der Vatikan-Korrespondent des britischen Magazins “The Tablet“: “Er hatte die Gelegenheit über McCarrick zu ermitteln, und hervorzuheben, wie er die Instruktionen des Heiligen Stuhls ignoriert hat – aber beides ist nicht geschehen. 2018 hat Viganò versucht den Missbrauchsskandal als Waffe zu nutzen, um Franziskus zum Rücktritt zu bewegen, dabei hat er eine Reihe von falschen und irreführenden Behauptungen aufgestellt.“
Viganò und Verschwörungsmythen
Seitdem habe sich Viganò – gekränkt in seiner Eitelkeit – immer mehr in die Ecke der Papstfeinde und Verschwörungstheoretiker begeben, spricht von einer Weltverschwörung und dem großen Kampf Gut gegen Böse, bei dem der große Held Donald Trump heißt. Lamb: “Leider glauben seine Anhänger Viganò inzwischen jedes Wort, egal wie die Fakten aussehen. Verschwörungsmythen infizieren Teile der Kirche. Den Kampf gegen diese Fehlinformationen sollten Katholiken und Christen überall sehr ernst nehmen.“